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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgcbühr für die gespaüene Zeil, oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
A^rburg,
Freitag, 14 Februar 1896.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie di, Aunoncen-Bureaux von Haasenfteiu u Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXII.
Mosi, in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; C. L. 'F *#*
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Paris
Die Spanier als Kolonisatoren.
Eine Studie ii* cuban ischen Unabhängigkeitskampfe.
.Kein Haß i« der Welt Luu dem verglichen »erben den der Cubauer gegen Spanier und alles Spanische empfindet' — so urtheilte im Jchce 1873 ein sorgfä tiger Beobachter mb Kenner der Zustande auf der .Perle der Antillen'. Dies Urtheil wird nx8 das Lerständniß der gegenwärtigen Vorgänge auf Erb» erleichtern und e» begreiflich machen, daß die Cu bauer tex vor 15 Iah en mit blutiger Strenge niedergetreteren Unabhäug:gkei!skampf mit erbittertem Fanatismus heute wieder aufnehme». Emst genoff-n dir Spanier ix ihren Kolonien eine an Vergötterung grenzende Ve ehrnug und der gläubige Eingeborene dachte stch d n großen König im fernen Madrid alr einen Mann mit ehern Haupte von purem Golde Aber schon gegen Ende des vorigen Jahrhundert sagte der Creole mit Stolz: .Ich bin ein Amerikaner, kein Spanier.' So gründlich hat es die spanische Loloniaipüilik verstanden, dem Mutterlande den Lodex Ukter den Füßen abzugraben
Nach dem Goldlande fuhr einst jene Handvoll Abenteurer aul, die mit märchenhaftem Glück- md nachtwandlerischer Kühnheit unermeßlichc Länderstrrckei der Krone Spanien» eroberten. Als Goldländer h-len die Spanier ihre Kolonien auch später immer ange sehen. Um ans ihnen möglichst viel Geld herauszuziehen, unterbanden fie alle natürlichen Hi. ft quellen dieser reichen amer-kaui chen Länder. Sie untersagten den Kolonien den Anbau aller Rohprodukte, die mit den Erzeugnissen des Mutterlandes in Wettbew.rb treten konnrex, wieHenft Tabak, Win, Olive», und per.opften so die Ausbeutung der reichsten Natur- schätz-. Sie stcherten ihrem eigenen Import völlige Zollfreiheit und belegten dir Waaren der Kolonien mit hohen Zöllen. Sie beschränkten den ganzen HaxdeU verkehr der Kolonien lange Zeit auf bex einzigen Hasex Sevilla (später Cad x) und verboten au,'S Strengste, daß er durch andere als durch spa xilche Schiffe vermittelt werde. Obwohl der Handel offiziell ix den Händ.n der Regierung lag, so wurde er doch thalsächlich hüb.n wie drüben von wenigen Hrndelshäuseru vollständig monopo.istit, deren Ge wixx max mangels jeder Konkurrenz auf 17 0—250 Prozent von bex aus. nxb etngesührteu E.zeugniffe» beziff.rx koxxte. Die völlige Abhängigkeit box der spanische, Industrie, die bei rhrer geringen LeistuxgS fähtgkeit bie zn tmpoitirenben Waarex oft selbst vom Sm taube erst kaufen mußte, die gewiflexlose An» beutung durch die kaufmännischen Monopolisten, die zahllosen B.schräukungen. die hohen Zölle brachten schließlich so uxstunige Zustände zu W ge, daß in Buenos Aires die Beschuhung eines Pferoes, dar
(Nachdruck »erboten.)
Die Salon-Fee.
Roman von A. Marby.
(Fortsetzung.)
Kroner stieß den Schreidfeffel zurück, trat in sein Schlaf^emach an da» weitgeöffnete Fenster und schaute gedankenvoll in die Ferne- Er liebte vorzugsweise diesen Platz; der Blrck über den kleinen Garten und weiterhin einige schlank aus. strebende Küchthürme riefen anheimelnde Erinnerungen an Grünau in ihm wach.---
Nach einigen naßkalten Tagen mit scharfem Nordost und wirbelnden Schneeflocken war wieder milde Witterung eingetreten. Die Novembersonne schien srühlirgrwarm, in den kahlen Lindenzweigen erhob da» zahlreich versammelte EperlingSvolk ein ohrenbetäubende» Konzert, seinen Dark zu bezeugen für da» wohlige Bad in den goldenen Sonnenstrahlen. Plötzlich flog da« in den Kieswegen um. hüpfende Völkchen piepend und feindlich krächzend davon, um dann aus sicherer Entfernung mit den runden Aeuglein neugierig die beiden Wesen, welche seine Unterhaltung zu stören wagten, zu betrachten und durch verstärkte» laute« Schwatzen seinem Un- willen Luft zu machen.
Den Eperlingthumor hatte Doktor Kroner nicht beachtet, aber bei dem halb von der Luft verwehten Laute einer sanften Mädchenstemme schrak er zu. sammen. Den Kopf ein wenig vorneigend, gewahrte er zwei weibliche Gestalten im langsamen Auf- und Niederwandeln.
zw-i Pesos kostete, 5 P-soS zu stehen kam, und daß die B-sü fntffe der Kolonien in keiner Weise ausreichend gedeckt wurden. •
.Meine Meinung von der R voluiiox ist He,' säet- ein m xikautscher Bauer zur Zeil des Uuab- hängftkeilSkiiegeS dem Kapitän Hall: .Früher be. zahlie ich für ia8 Stück Zeug, ans de» mein Hcmd g macht wird, 9 Do.ar»; jetzl bezahle ich nur zwei.' Dieser Pre Sunterjchieb kann nicht Wasser nehmen, wenn men bedenkt, laß der Gouverneur lange da« Repaitirnieuio hat'?, das Recht, jede» Dorfe nach seinem Lrmrsftn von be» Importe ein gewisser Qianta« Waaren zuznwftsex, zu deren Abnahme die Bewohner verpflichtet waren, ohne daß auf ihre Bedür nisse bei btfer Waarenvertheilung irgend welche Rücksicht genommen war.
D.'e gleiche Blindheit und fanatische Gewinnsucht beherrschte das politische System. Der Mecha niemu» der Verwaltung ist bet Merioale ungemein tc>ffend beschrieben als eine .konpltzirte Emrrchixng, jeden Thetl der Regierung zu einem Hindernisse für j den anderen zu machen'. Der ganze Z -eck der Aoministratio!, schien die Bereicherung ier Beamten zu feix. Sus chließlich den Spanierx warex bie Regierungsämter oordehaltex, nnb bas ging so weit, caß selbst die Uwerbearnten Spanier waren. Die argextiuischex Ansstänbischen wiesen t» Anfänge unsere» Jahrhunderts nach, baß von 170 Vizek^igen öet amerikanischen Pcoviuzex nur 4, von 6iO Genersl- kapiiäuex und Gouverneuren nur 14 au» Amerika stammten. Ix Madrib würben bie Stellen ix ben Kolonien verkauft; hungig, ihr Kapital »tt Wucher- M«fex wieder heranszu chlagen, stürzten fich bie Beute läget auf die Äolotiex und verkaufen Rechte, Würden und Gerechrigk-it. Besonders schlimm war biefit Zustand in bex späteren Zeitex ber boardoxijchen Dynastie, wo, wie Gervinus zornig bemerkt, ,bit Kolonien wie ein PfründehanS für die auSschweifex bex bettelnde Taugenichtse geworden wäre», die Lprnieu vox fich aurstieß'. Damal» verkanfte bet Marquis vox Brarciforte Wappen uxb Orden an die eitlen Ereolen für 3—10 000 Dollars, bemale bereicherte fich Godoi» Günstling 3tnnigarai (1803 bis 1808) al« Vizeköntg box N.uspaxien durch v»«Her mit Lieeuzex, Stellen und Urtheilssprücheu um etwa 300000 Peso». Ix Euba wer e» noch in ber neuesten Zeit allbekannt, daß Jeder, der bie Ueberlcssung box Emaneipado» begehrt: — ©Haben, deren Einschmnggelung verhindert worben war, und die vom Geueralkapstäx an zuverläsfize Leute zum Schutze übergeben wu bex —, eine bestimmte Summe ax da« Sekretariat beS «enetaltapitän» zahlen muffe Nach Ablauf bet gesetzlichen U-berlaflungrftist von 5 Jnhrex »erben bie Emarcipado» von bex General, tapiiänen wieder verhandelt, nnb so schutzlos dem
Die Größere, Fräulein Wrldow, hielt ihren Arm um die Gefährtin geschlungen, deren müder, schleppender Gang in Verbindung mit ihrer sorglichen warmen Umhüllung sie als leidend vetmuthen ließ. Sie schien viel, aber sehr leise zu sprechen, denn ihre Stimme vernahm Kroner nicht, ebensowenig sah er ihr Gesicht, da sie dm Kcpf ge. senkt trug und die Kopolte tief in die Stirn gezogen hatte.
.Hier sind Stühle, Lolo, wenn Frau North müde werden sollte,' erklang nach einigen Minuten Han« Wiloow'« stimme.
Doktor Kroner erblickte seinen jungen Freund mit zwei bq armen Lehnstühlen, die er an der geschütztesten Stelle aufstellte.
„Danke, Han« I Doch würdest Du Dich vergeb, lich bemüht haben. — Ja, ja, ich weiß nicht,' fuhr Charlotte auf für Kroner unvernehmbaren Protest oer anderen Dame in nachdenklich klingendem Tone fort, .ob ich gestatten darf, daß Sie, beste Frau Gerty, im Freien Platz nehmen?!'
Ger!y? Frau North? wie ein Blitz der Er- kenntniß durchzuckte e« Kroner — vergessend, daß die im Garten seine Nähe nicht ahnten, neigte er den Kopf weiter vor, gerade im selben Augen- blick, al, Frau North chr Antlitz zu Eyarlotte er- hob — e« trug in der That die kindlichen Züge seiner Reisegefährtin. ° ö
Er unterdrückte gewaltsam einen lauten Ruf der Ueberraschung, trotzdem mochte irgend ein zufällige« Geräusch bie Aufmerksamkeit der Damen
Käufer pretsgegebeu. Der Generalkopitän be I« Conch« wußte 1854 bie Erhöhung be» GehaltS le: General« kap täne von 18 000 auf 50 000 Piaster durch eine, Regelung' ber Lage ber EmancipadoS zu bewerkstell gen.
Um ab-r bie ganze Härte bet Politik zu verfiele», die r Pani ch-Amerika unter bie ausschließliche Regierung von Europäern zwang, muß man die sozialen Verhältnisse der Kolonien in Rücksicht ziehen. Gab e» doch in diesen Kolonien auch eine einheimische Aristokratie, amerikanische Familien, die i« gesicherten Besitze vox großen Majoraten waren, die von ber Krone in ben Asel erhoben und durch Eit I ausgezeichnet «norden seren! Aber ber b.ixte Hochmuth ber Spanier verhinderte fie, diese Elemente zu: Regierung Hera»zuziehen und fich so eine Stütz- im Lande zu schaffen. Noch hente bildet fich, »i Gall-nga, bet Eingang» erwähnte Berichterstatter, feststellt, ber Spanier auf Cuba ein, ben Ereolen mit unaussprechlicher Verachtung behandeln zu bürfen; er bl ckt auf ihn herab wie auf ein entartetes Wesen, br» offener That nxb männlichen Entschlusses nn fähig ist. Die ganze Weisheit ber spanischen Sozial Politik bestand darin, daß fie versuchte, durch eifrige Beförderung des Kastengeistes einen ähnlichen Geist des Hochmuths auch zwischen ben einzelnen Klasse» bet Bevölkerung zu säen. Da» Maß bet Beimischung indianischen ober Negerblutes wurde für bie Lasten - bilduvg entscheidend. Da« G-setz hatte besondere Bezeichnuxgex und genaue Bestimmungen für bie feinsten Grade der Mischabstammung. .Die Stellung eines Manne» ix ber Gesellschaft war abhängig gemacht vox feixet Farbe, selbst van ben mixut öseften Schattirungex.' Weiß sein war Alle«; nnv enttustei fragte bet Erevle von Mexiko bex Steuden, wenn et fich von ihm beleidigt glaubte: „Ist eS möglich, baß Ihr Euch für weißet haltet, al» mich?' So olieben die Spanier in ihren Kolonien stets fieeoe Herren; allerdings erreichten st: durch diese Politik ft- Bildung einer Stufenfolge von streng geschiedenenKasten
Die nnterfte und unglücklichste dieser Lasten bildeten von je bie ,3nbi:t* nxb bie Neger. Ma» muß ix der Behandlung der Indianer und Neger durch die Spanier verschiedene Perioden unterscheid-» — denn in der früheren Zett behandelnn fie fie patriarchalisch und leidlich »tlde, in neuerer aber mti unerhörter Barbarei —, so ist sich bie Entwickelung darin gleich geblieben, daß auf fie .alle nährende Arbift' gelegt wurde. Die Frage ber Abschaffung bet Sklaverei in ben spanischen Kolonien hat eine lange und traurige Geschichte. Hat fich Spanien im 19. Jahrhundert unter be« Drucke der Verhältnisse endlich zu einigen bezüglichen Maßnahmen ertsch.offeu so waren e» doch nur Scheinmaßxahmen; noch 1879 dankte Martinez Campo» ab, weil u. A sein Vorschlag auf sofortige Abschaffung ber Sklaverei ans Cuba abge
erregt haben. Beide schauten gleichzeiliz empor — nun durfte er fich auch nicht ohne zu grüßen zurück, ziehen.
Charlotte neigte mit der ihr eigenen Anmulh rankend das Haupt. Frau North starrte Kroner betroffen an — doch plötzlich überflog ein Heller Roth Der Freude ihr Gesicht, sie erhob grüßend ihre Hand, während fie zugleich ihrer erstaunten B-- gleiterin einige erklärende Worte zuzuflüstern schien Luch Hans lauschte, lebhaft interesfirt.
.Herr Doktor Kroner," rief er diesem eifrig zu, .Frau Direktor North würde sehr erfteut sein, wenn er Ihnen möglich wäre, auf einige Minuten herunterzukommen.'
Sich zustimmend verneigend, eilte Kroner in merkwürdrger Hast, dem Wunsche der Dam- Folge zu leisten. Im Hausflur erwartete ihn Hans, geleitete ihn bi« zur Gartenthür und flog Dann ©lebet zurück, um ein Fußkrffen für Frau North zu holen.
Letztere streckte ihrem ehemaligen Reisegefährten reibe Hände entgegen.
.Sie find e« wirklich?' flüsterte fie mit heiserer Stimme. ,Unb nur einem freundlichen Zufalle verdanke ich die Eotveckung, baß Charlotten» neuer Miether ein alter Bekannter von mir ist? Da vohnen wir in einem unb demselben Hause uns ahnen e» nicht.
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lehnt wurde. Vor eher so einschneidenden Maß« regel schreckte vor Allem bie tief in ber spanischen Nation liegende Indolenz zurück. Tenn, wie Baum, garten, unter den Deutschen wohl bet tresftichste Kennet bet spau scheu Geschichte, gesagt hat: .Alle bie schlimmen Hänge, welche in Spanien während de» 16. Jahrhunderts doch erst bie Alleinherrschaft tm Kampf mit den gesunden Richtungen bei Volk», leben» erringen mußten, breiteten fich 65et bie n ur Veit von vornherein mit ausschließlicher Gewalt aus.' In jenen Zeiten, da zu be» südamerikani ch n Kolonien nut z retinal im Jahre bie spanische F.otte kam, nxb oft bie Verbindung mit betn Mutterlande durch bie Seeherrschnst der Niederländer, Engländer ober Flibustier noch länger unterbrochen wat, da versanken bie Länder be» gewaltigen Kontinents ver« o öge bet butch da» tropische Klima unb ben ft-otz üben Reichihxm ber Natur noch erhöhten In- dolenz ber Spantet in ein rrnnberliche» Schlummer« leben, da» eine» gewissen poetischen Reizes nicht entbehrt. Da» Ibeal bet Spanier war eben die Erhaltung dieses zwischen Wachen unb Träumen schwankenden Dasein«. Tamm hemmten fie all und jeve Eniwickelung, speziell jebe höhere »Übung ber Eingeborenen. Die Errichtung von Elementarschulen für die Indianer wurde in ber .Aufklärung», poche' be» 18. Jahrhundert» nicht genehmigt. Aber auch ti- Ereolen ftlltex nach dem Willen be» Erzbischofs« von Santa Fü nicht« lernen al» ihr Christenthum; oder wie ber Vizekönig Gil be LernoS fich einer Aborbxung aus Lima gegenüber eusbrückte: .Lernt Lesen Schreiben unb Eure Gebete sagen; benn bal ist fo viel, c!A ein Amerikaner zu wissen braucht.' Lie kreolische Raffe degeuerirte unter diesem Regime; sie verlernte den alten Muth ber CorquistadoreS, fie ®urbe hinterlistig n«b spitzbübisch. Aber mit ihr degenericten auch He spanischen Herren. Im sprniichen (Kalifornien werden bie Männer um'« Jahr 1830 als indolent unb v elrn Laste» ergeben geschildert; sie kümmerten stch wenig um ihre Kinder, bie gleich ihnen al» uxwürbige Mitglieder ber Gesellschaft auf« wuchsen. Das Ergebxiß war schließlich, daß bie »panier .mehr uxb mehr auf da» Niveau de» Kulturzustandes zurücksanken, daS vor ihnen auf dem gewaltigen Kontinente geherrscht hatte'.
In vier Worte hat ein llxabtzängigkeiiSmanifest der Ereolen die ganze Geschichte der Kolonien unter spanischer Herrschaft zusammexgefaßt: Undankbarkeit, Ungerechtigkeit, Sklaverei und Verzweiflung. Da» ist ein hartes, aber kein unberechtigte» Wort; und »ein bie Eabauer bieSaal ober ba» nächste Mal ihren Lamps fiegreich durchführen, werden fich die Spanier beim Verluste ihrer letzten blühenden Kolonie sagen müssen: mea culpa 1 mea maxima culpa. Dr. Rudolf Spechte
(Nachdruck verbotene)
Die Nachkommen Luther's.
Von Pfarrer em. Horbach in Marburg.
Der 18. Februar 1896, al» der 350jäh.ige Todestag Dr. Martin Sucher'«, lenkt bie Aufmerksam« kett auch wieber auf die Nachkommen des Reformator». Nun erinnerte ich mich, daß bei der Einweihung der erneuert u Schlcßkirche zu Wittenberg am 31. Oktober 1892 drei Nachkommen Luther's an dessen Grabe stauben. Dieselben waren bamal» auf ausdrücklichen Befehl Sr. Majestät be» Kaiser» mit dem Sitz an Luther'» Grabe zu jener Feier in der Schloßkirche emgelabex worden; auch wurden dieselben in ber Schlosskirche am Schluß bei Gottesdienste» vor den Äugen und Ohren der festlichen Versammlung von dem Kaiser, ttdem er jedem von ihnen bie Ha. d reichte, mit den Worten huldreich begrüßt: .Ich beute Ihnen, meine Herren, daß Sie erschienen find nnb gratuliere Ihnen. Wir feiern hem' mit Ihnen ein schönes Fest.' Ich manbte mich nun au einen dieser Nachkommen, Henn Saxitättrath Dr. med. Hermann Luther in Luckenwalde (zwischen Wittenberg unb Berlin), mit der Bitte, mir anläßlich ber bevorstehenden Todes feier be« Reformator« einige Mittheiluxgen über seine Abstammung von dem Letzteren geben zu wollen. Dieser Bitte entsprach der Genannte gütigst, indem er mir alsbald eine Anzahl Dokumente zusaudte, welche über seine Abstammung Auskunft geben. Zugleich gestattete mir Herr Sanität»« r«h Dr. Luther freundlichst, an» dem Inhalt der übersandten Dokumente das Geeignete zu veröffent«