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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzkh in Marburg. Sprechstunden der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittags

Krone aufsetzen und bestimmt kommen?" .Ich gab mein Wort!"

,Jrn Vorau« Dank — tausend Dant!

Vie wohl, Fräulein Charlotte.'

Doktor Kroner hörte eine Thür gehen,

Akkordarbeit handelt. Nur auf dieser Bast« scheint un» eine Einigung möglich zu sein.

Hoffen wir, daß e» den von verschiedenen Zeiten unternommenen Vermittelungrvrrsuct en ge­linge, rem Arsstrnde ein baldige» Ende zu bereiten, damit nicht unsere blühende Exportindustrie schwer geschädigt wird; darunter würde» Arbeitgeber und Arbeitnehmer im gleichen Blaße zu leiden haben.

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Direktor!' erklang Charlotten» Stimme hörbar un- willig.

„£>, bitte, nicht zürnen, theuerster Fräulein!' lautete die Entgegnung. .Ich spreche au« innerster Ueberzeugung, Blasphemie wäre er, Ihnen schmeicheln zu wollen. Darum verzeihen Sie und was Ihr Versprechen anbetrifft — Sie werden Ihrer Güte die

Zwi ch;»«nte:neh»er u»d Etxrichtuog vox 8 t« trtevSwerkßäitex. Nun laflrx stch aber solche Ättri-.bswerkstätte» nicht vox heute auf morgen ein» lichten. Auch hat man mit R-tzt den Ei»«aad ex» Hobes, daß für die Loxttk ioxsbranche die allgemeine Errichtung von BetriebSwerkstättex die Auisaxgung der kleinere« uxd mittlere» Konsetttoasgeschäfte durch die großen uxd kapitalkräftigen Geschäfte zur Folge haben würde. Auch würde die Existenz vieler Tausender vox tzauSarbeirerx beiderlei Geschlechts dadurch mit eine« Schlage v.rnichtet «erden. Deß. halb hat mau die Forderung der Einrichtung von Setri-bSwerkstätte» bereit» wieder fallen kaffe». Amt- ltche Nachforschungen habe» sogar hinsichtlich de» letztere» PurkceS ergebe», daß es größere» G-schäftr- firmen ganz unmöglich sein »ird, für die zuweilen in sie Tausende gehende große Zahl der Arbeiter und Ar­beiterinnen die entsprechende« Baulichkeiten herzustelle». Weit schwerer wiegt noch da» Bedenken, daß die Sozial- demokratie die Betriearwcrkstatten al« Werkzeuge für ihre Agitation benutzen würde. So schreibt ein sozialdemokratische« Flugblatt zu ihrer Empfehlung: .Die Löhne werden steigen, weniger deßwegen» daß mfclge kürzerer Arbeitszeit mehr Atbeitekräfte ein­gestellt werden müssen, als weil die zusammen unter den gleichen Bedingungen arbeitenden Proletarier der Konfektionsinsustrie in den Be- iriebrwerkfiätten inniger Fühlung mit einander erlangen, Solidaritätegesühl, engen Zusammenhalt, und weil den kürzere Z.it Frohnoenden mit größerer kö.perlicher und geistiger Frische vermehr, e Mögltch- leit zu theil wird, sich aufzuklären und zu organistrep.'

Energisch besteht man aber auf Abschaffung der Zwischenhändler. Nun liegt es jedoch auf der Hand, daß die Großkonfektionshäuser stch auch nicht von heute auf morgen von ihren Zutschen- meistern trennen können; ebenso ist die Frage, ob

B. ein Hau», welche» jährlich eine halbe Million Mäntel nach Amerika exportirt, überhaupt ohne Zwischenmeister aurkommen kann.

Eine gütliche Beilegung de» Streikes ließe sich wohl erreichen. Allerdings müßten dann auch die Großkonfektionäre den Einfluß, den sie auf die in ihrem Verdienst von ihnen abhängigen Zwischen- meister haben, auch nach Kräften aurüen. Die Fest- nellung der Löhne für die Arbeiter und Arbeiterinnen darf hinfort nicht mehr der Willkür der Zwischen. Unternehmer obliegen, muß vielmehr durch die drei detheiligten Faktoren — Geschäftsinhaber, Zwischen­meister und Arbeiter — gemeinsam festgesetzt werden, was um so leichter ist, al« e« stch ausschließlich um

| Ein Generalstreik | in der Konfektionsbranche.

! * Der Lohxkampf ix der KoxfekttonSindnstrie,

g der seit einiger Zett daS öffentliche Jxterrssr in An- i sprach nimmt, ist i» eix neues Stadium getreten, i Am Moxtag Abend ist, nachdem die Lermittelnngr- I1 »ersuche gescheitert waren, in Berlin ix 14 öffent­lichen Versammlungen der Ko»fettionSschneiter und [I 'Näherinnen der Generalstreik proklamrrt worbe», h Auch die Arbeiter in Stettin, Breslau, Erfurt ssHalle x. S., Dresden rc haben sich der Be­ls »eguxg ang-fchloffeu.

ES handelt sich bei diesem Stteik nicht um ehe sozialdemokratische Kraftprobe, auch nicht um eine» ' leicht finnig vom Zaun gebrochen.» Ausstand: Daß ' die Lohn- und ArbeitSverhältmsse in der KonfektionS Industrie überaus traurig find, wird von allen Seiten zugegeben. Die Löhne reiche» ix de« weitaus «eiste» ; Fälle» nicht auf, nm den Lebe» runter halt zu be­streiten. In Berlin beispielsweise gehören die Ar- betterixnen, derex Wochexverdiexst 12 Mk. beträgt, in den gut bezahlten, meist »üffex sie froh sein wenn fie 4 bis 8 Mk. wöchentlich bei axgestrengtei Arbeit bis ix die späte Nacht hinein verdienen. Aehx lich liegen die Verhältnisse i« anderen großen Städten.

Die Ursache de» niedrigen Lohnstande« liegt ein »al in de« großen Angebot von Arbeit!krüftex uxd bann ix der Stxrichtuxg der sogexaxxten Zwischexmeister. Letztere haben stch als Mittel­glied zwtschex die Großhändler und die Arbeiter eia geschoben. Die großen KonfekttonSgeschäfte gebe« dielen Tausenden von Arbeiter» Verbisst; der Groß- koufektionär verkehrt aber nicht mit dem Schneider oder der Schneidert», sondern nur mit so uxd so diele» Reister», vo» »eiche» die Arbeiter und Ardeiterinne» beschäftigt und bezahlt werden. Bei diese« Modus fließt der Hauptverdienst in die Tasche« der Zwtschenmeitzer, der Zwtschennxternehmer. E» wird von de» Wortführer» i» den jetzige« Streik- Versammlungen zugegebe», daß eiuzel»e ktonfektion». Geschäfte anständige uxd ausreichende Löhne zahle», daß aber da» Meiste davon i» die Taschen d-r Zwischenmeifier fließt, »ährend die Arbeiter selbst nur eine» Hnngerlohx abko««e«. Daher der völlig berechtigte Ruf »ach Abschaffung der Institution der

(Nachdruck verboten.)

Die Salon-Fee.

Roman von A. Marbtz.

i Fortsetznug.) mindestens acht, neun Tagen hatte er die

darauf da« leise Rauschm eines Frauengewander auf den Treppenstufen. Jetzt schien die Dame oben angelangt; Kroner trat rasch hinan« und schritt mit stummem, kaltem Gruß an seiner jungen Wirchin vorüber Hatte fie eine Anrede erwartet? Seine förmliche Verbeugung schien fie zu befremden, färbte nicht sogar ein flüchtige« Roth ihr Antlitz- Oder? ja! die Röche der Beschämung war'» bei Dem Gedanken, er könne ein unberufener Zeuge ihres ziemlich vertraulich klingenden Zwiegesprächs gewesen sein. Wer war dieser Herr Direktor, welcher das stolze Fräulein Wildow beim Vornamen nennen —1 in so warmem Tone bitten durfte, ihr Versprechen zu halten? Worin bestand dasselbe? Wohin, zu wem sollte fie kommen? Ging diese .tugendhafte Charlotte" wohl gar zu heimlichen Rendezvous?

Doktor Kroner empfand einen schmerzhasten Stich im Herzen, eine heiße Röthe trat in sein Gesicht; auf dem Flur der ersten Etage zögerte unwillkürlich sein Fuß — bisher war er an dem blitzenden messingenen Ramensschildchen gleichzeitig vorüber» gegangen, jetzt la« er zum ersten «ale: .J.Norch.'

Nannte sich so der »Herr Direktor' oder hielten

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.er' und .sie' bei der Familie jene« NamenS nur ihre Zusammenkünfte?'

Einen Moment dachte ftroner daran, den Wacht­meister, der wahrscheinlich den sichersten Bescheid geben konnte, zu befragen, aber ebenso schnell ver- warf er diesen Plan — ja, er schämte sich solcher, seiner unwürdigen Neugier! War gingen ihn Fräu­lein Wrldow'« Bekanntschaften an? MU de«, wa» über da« bewundern«werthe Verhalten der pflicht­treuen Tochter und Schwester hinauslief, hatte sein Mitgefühl nicht« zu schaffen.

Dessenungeachtet ging die kleine Morgenscene ihm nicht au« dem Sinn; ärgerlich auf sich selbst, kehrte er Mittag« in seine Wohnung zurück Auf dem Schreibtische, so, daß sein Blick sofort darauf fallen mußte, lag ein Brief mtt der Auf- schrift von Dora« Hand. Ah, da» richtige Hcil- mittrl, die lästige Nerv-nverstimmung zu brechen. Er öffnete hastig da» parfümirte Schreiben; doch je länger er la«, desto tiefer wurde die Fall* zwischen feinen Augenbrauen. Welch' nichts­sagender Inhalt! Aufzählung und Beschreibung der jüngst genossenen Vergnüzungen, untermischt «it Klagen und Vorwürfen über seine geschäftsmäßig stilisirten Briefe. Der liebenswürdige Herr Oder- controleur, dem sie ihr Leid geklagt, sei über ihn (Kroner) ganz entrüstet! Dann folgte eine Seite voll der überschwänglichsten Liebesbelhesterungen mU dem Schlußsätze, sie zähle bereit» die Stunden, welche noch bi« zu ihrem Wiedersehen vergehen müßten. Ob er die gleiche Sehnsucht empfinde?

Leise seufzend legte Doktor Kroner Dora« Brief z» ihren übrige». Sagten nicht fast alle ein uud dasselbe?

Ihr« Klage fand er ungerechtfertigt, fr hatte

abjnfeuenr, selbst daun nicht, wenn au» der Festung geschossen »etbex sollte. Diese Ano dxnug »ar mit Rücksicht ans die ftattfiibexbex Verhandlungen ge» troff.-x worden. Da den ganzen T-g über kein Schuß vo» b;r Festung her abgegeben wurde, so bewegten stch die dentschen Soldaten etwa» freier, als dies bisher der Fall gewesen »ar.

Kaum war jedoch der Abend heriiagedäumert, es mochte gezeu 5V2 Uhr sei», da sahen die Deut« schen ei» Blitze» »nb Leichte» ix bet Modelle, dem unmittelbar bet Knall und baS Geräusch einer durch die Luft fanfexben Granate folgte. Das krepirende Geschoß schlug in unmittelbarer Nähe ber Ma»# schäften vorgenannter Truppe ein und eix etwa handgroßer Granatsplitter zerriß be« Soldaten August Gotsch die ganze Brust, so daß er sofort d x Beist aufgab. Weiteren Schaden hatte das ge# sährliche Eisex glücklicherweise nicht angerichtet und vlieb dieser Schuß auch ber erste und einzige an diesem Tage. Hub ba bie Unterhandlungen »ege» Uebergabt ber Festung schon wenige Stunden daraus zum Ziele geführt hart-», so war dieser Schuß auch der l-tz e in dem ganze» so folgenschwere» Kriege, den» in de» übrige» Theilex Frankreich« herrschte Waffenstillstand. A« folgexdex Tage bestattete» die Dentschen de« genannte» Soldaten als ihre» letzte» Gefallene» «tt militärischen Ehre» ans de« Friedhöfe zu Msroux.

Der gefallene Soldat »ar gebürtig vo» Berli», wo er eine Hau? diener stelle bekleidet hatte und dem erwähnte« Landwehrdataillon überwirsen worden. Die plötzliche Einziehung zum Dienst hatte ihn ver­hindert, sich mit seiner verlobte« Braut trauen zu lass «. Tt.s betrübte ihn um so «ehr, da er bald «ach seinem Eintreffen ix Frankreich erfuhr, daß seine Braut mit einem Knabe» niedergekomre« fei. Es war fei« fester Wille, gleich nach seiner Rückkehr stch mit dem Mädchen traue« zu lassen. Allein da» Schicksal hatte es anders br schloffen. Er sah weder seine« Soh» noch btffex Mutter wieder. Der letzte Schuß im deutsch-französische« Kriege hatte einem anständige« Mädchen bie Frauenwürde und eine« Kinde den eheliche« Vater ge aubt Wie seltsam ist ooch oft da» LooS des Menschen!

Deutsches Reich.

* Berlin, 11. Febr. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser hörte heute den Vortrag de« Ches« des Militärkabinet», empfing den bisherigen rumänischen Gesandten Ghika in Abschiedsaudienz

Der letzte Schuß im deutsch-französischen Kriege 1870,71

fiel am 10. Februar vor ber Festung Belfort uud hat darüber ein Ohren- und Augenzeuge desselben bie nachstehenden Mtttheiluxgen «iedergeschrieben: Nach de« am 8, Februar 1871 die beide« großen Schanze« vox Belfort, die Haute« und Trassek-PercheS von dem Bataillon 3«et des 7. Landwehr - Regiments ohne Schwertstreich genommen waren, lag es ix der Absicht des BelagernngSkornmandaxtex, General ltentiuantS v. TreSko», binnen kurzer Zeit bie Festung selbst mit Stur« zu nehmen. Da» waren freilich für die vor Belfort stehenbex Landwehrleute, die zumeist Familienväter waren, wenig erfreuliche Aus- stchtsn, »eil der Sturm auf eine Festung ix der Regel sehr zahlreiche Opfer erfordert. Vor be» Sturme sollte au» 96 schweren Geschützen Schnellfeuer auf bie Citadelle und auf bie Fort» La Motte und La Zustice abgegebe» werden, zu welchem Behuse bie erobertex Schanzen mit übermenschlicher An strexguxg durch einen Lausgrabe« verbunden uxd hinter demselben 48 neue Geschütze zur Aufstellung gebracht wurden. Am 12. F-bruar waren sämmtliche Geschütze in die bestgedeckteu Stellungen gebracht uns die zu dreitägige« Schnellfeuer erforderliche Munition as gefahren.

Diese» Aufgebot von Kraft war auf den Helden müthigex 8o»man5axten von Bei fort, Obersten Densort, und die fraxzöstsche Regierung doch nicht ohne Wirkung geblieben. Letztere willigte in Unter Handlungen Wegen Uebetgabe der Frfturg Belfort eix; dieselbe« fände-, am 10. Februar den ganzen Tag über bi« ix die Ritierxachtsstll.de hinein statt. DaS ix Mörour ekqaartirt gewesene Bataillon — BesatzvugSbalaillon Li gxitz vom 7. Landwehr Regiment — halte vox 6 Uhr früh bi» 6 Uhr AbexdS Dienst bei be« AuSdehnungSarbeitex der ßaafgtäbex. Sämmtliche bei den Laufgräben thätigek Trnppen haltex bex Befehl erhalten, keinen Schuß

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feine Braut herzlich lieb, aber bie Briefe mit glühenden Liebesphrasen füllen, erschien ihm ab# geschmückt Ihren Sinn zu wandeln, dos leicht# lebige Weltkmd allmählig höheren Interessen zu­gänglich zu machen, weihte er es ein in die Idee», Deiche seine Seele bewegten. Dora nannte diese innersten Ergüsse «geschäftsmäßigen Stil' und ber Herr Obere miroleur schien fie in ihren Ansichten zu bestärken.

Bislang hatte Kroner bei dem rege unerhallen«, Verkehr« Hartmann'« mit der steuerräthlichen Familie eine gewisse Genugthuung empfunden, be# sonder« über Benno« schriftliche« Geständniß, „daß er noch selten so wohl sich gefühlt, wie in dem gastfreien Hause seine« Grünauer Vorgesetzten'. Dagegen jetzt fühlte er einen heftigen Aerger gegen den Freund, der Doras kindischen Mißmuth z» nähren wagte, in sich aufsteigen. Doch auch diese Aufwallung verflog bald wieder.

„Ich bin verstimmt, da« ist'«!' sprach er zu sich. »Benno meint e« unzweifelhaft gut, hat wohl gar in seinem und Doras Sinne recht — aber' — er seufzte abermals — .wenn unsere seelischen Interessen sich so wenig berühren, wie soll ba« später werden? '

Halb unbewußt suchten seine Augen Dora« Bild, eine vorzüglich auSgesührte Photographie, bie au« bunklem Sammetrahmen wirkungsvoll hervor# trat. Aber da« reizende runde Gesichtchen mit dem neckischen Lächeln um den schönen Mund ver# scheuchte nicht die Wolke von seiner Stirn, fesselte chn kaum fekundenlang.

(Fortsetzung folgt.)

säße Stimme xicht betxommex, Charlotte Über­haupt nicht gesehen. Doktor Wilvow war krank, in solchen Zeiten »ich seine liebreiche Pflegerin nicht von seiner Sette, um jeden Augenblick bei ber Hand zu fein. Wie Han« dem teilnehmenden Hausgenossen, der täglich Er­kundigungen einzog, miltheille, erregte der Krankheit«, zustand keine Besorgnisse, gestern ging es schon be« deutend besser, und heule mochte da« Uebelbeftnben wohl ganz gehoben sein, sonst hätte Fräulein Wildow feinen Ausgang gewagt

Doktor Kroner konnte dem Verlangen nicht wider stehen, dem Wohllaut der unerwartet an sein Ohr schlagenden Stimme einen Augenblick zu lauschen.

,3n den jüngst »ergangenen Tagen' — hörte er fie sprechen — .war e« mir wirÜich unmöglich, zu kommen.'

.Daran zweifle ich nicht," fiel in schneller Sprechweise eine Kroner fremde, männliche Stimme ein — .aber die Sehnsucht,' fuhr fie in erhobenem Tone fort «war groß — groß; e« gelang mir nicht, sie zu bändigen! Sie ahnm garnicht, Fräulein Charlotte, wie zaubermächtig Ihre Nähe wirkt, be­sänftigend, beglückend! Wiederholl kam mir unwill- t kirlich der Vergleich in den Sinn an unser« Herrn! - Wie er mild und hohettvoll den empörten Meere«- - wellen Ruhe gebietet so —'

M .Sie gehen z» well! Da« ist Blasphemie, Herr

®rf(bdnt aubei an SBerftagen nach Sonn- und QT 7xfr-«#(««« 44 Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,

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