öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die .Kreise Marburg und Kirchhain
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Abgebott auf die in den flftgestellten Prelrverziiebniss n angegebenen Sinhett«. preise in Prozent
Wie schou ie Eingang bemerkt, ist die Bauder» Verwaltung ermächtigt, auch alle NeubauanSführungen, soweit sich dieselbe» innerhalb der vorangegebcne» vi träge bewege», auf Sruub der Vereinbarungen *h :e» Meister» freihändig zu vergeben. Bei größeren Bausummen erfolgt die Aurschreibung. Bei dieser bindet fich die Stadt tndeß auch nicht an das Mindest iebot, sondern ertheilt i» jede» d* gehen Falle den Z-schlag demjenigen Angebote, welche» nach Prüfung tu Be ug auf LeistuugSfähigk ft. Materialbeschaffung, ^Preisangabe unter allen Umständen eine de« Zweck und den Forderungen-der Technik ent'precheude dauer haste und vorzüaliche Ausführung erwarten läßt.
Spengler. Schreiner. Schlosser . Glaser . .
(Unter de» «nadeuerlasse» de, Kaiser,) stabet sich der anffalende Paffos: „Der Charakter "Eekondelieuteraat wird nerliehe» de» ftühere» Etnjähdg Aretwilltge» der Garde Husar», Lizewachd» D. Abel |» Berit».' M.r «del, der j tzige Inhaber de, vankhaase, «bei ». Co., befand stch am I. Januar 1871 mit drei Hufare» seine» Ätgheenl« ans d»t» Patrontllenrttt. Gr wurde vo» ei»« überlegenen feindliche» Abtheü»,, Überfall« «b «« dadurch, daß er stch selbst anf.pferte, »Ity
deutschen Reiche." Leider giebt es zu viel Stenographiesysteme in L eutschland, wir nennen nur: Gabele beiger, stolze, Arends, Schrey, Roller, Faulmann, Lehmann. Veltens, Brauns, Wertes, unter diesen haben jedoch nur die von Gabelsberger und Stolze eine weitere Verbreitung erlangt. Allen denen, welche die obige Ausrede vorschützen, möchten wir aber zurufen: »Lernt dasjenige System, zu deren Erlernung Euch an Euerem Wovnort» Gelegenheit geboten ist."
Der hiesige Stolze'sche Stenographenverein, dessen Mltglledszahl seit seinem zw iiährigen Bestehen auf 54 gewachsen ist, welcher Umstand umsomehr Beachtung verdient, als dem Verein nur stenograpdiekundige Leute, welche also bereit« einen Unterrichtskursus mit Erfolg durchgemacht haben, beitreten können und welcher die obige Mitgliedemabl selbst herangebildet hat, eröffnet am M ttwoch den 22, Januar d. I. einen neuen Unterrichtskursus 'ür Anfänger, w.durch allen denen, melche die Stenographie erlernen, wollen, eine passende Gelegenheit geboten ist. Die niedrig, Bemessung des Unter ichtsbonorars — 6 Mark — dür't, auch dm Unbemittelteren die Theilnahme an diesem Kursus ermöglichen. —
3« vergütende Tagelohvsätze für eine Stunde ohne abgeboten
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Mo» darf fich derHoffnung hingeben, daß dies« Art der ArbeftSvergebung ebenso vor Unterbietnngen, wie vor Uebervorthetlungen schützt nnd sowohl für «" «rbdtgeber, al« auch für den «rbdtnehmer d»e befriedigende Lösung der lang schwebenden Frage gebe» wird, in welcher Weise wohl am best» die Arbettsvergebnng erfolge» körne. Die, »msomehr, al, die Reister den Mahnruf der Stabtverwaltuug beherzigt habe» dürste», daß zur E ubürgeruug reeller Arbett,p,eise die Rormalpreirverzeichniffe für ste ehe f.ste Grundlage bilden «üffe» bei der Heber» »ahme jeglicher, insbesondere auch der Privatarbeite».
Lernt stenographieren!
(Eingesandt.)
Die Stenographie verdantt ihre Erfindung und erste Ausbildung dem Bedürfniß, die gesprochene Rede wortgetreu wiederzugeben, um ste auch denen zugänglich zu machen, die nicht Zuhörer gewesen sind. Dieses Bedürfnis in in den modernen Staaten immer lebhafter geworden, der grobe Werth der Stenographie für die wörtliche Wiedergabe von allerlei Verhandlungen usw. wird allgemein anerkannt. Ader ebensowenig als das Turnen und die Gymnastik dazu da find, uns Athleten zu bilden, eb nsowenig ist auch die moderne Stenographie nur alle n zu dem Zweck erfunden, Parlamentsverhandlungen oder dergleichen wöttlich aufzunehmen ; ihre Vervollkommnung ist vielmehr lediglich der weiteren Förderung entsprungen, daß sie die mechanische Schreibarbeit erleichtere und verkürze. In der Verwendung der Stenographie zur wortgetteuen Aufnahme besteht daher nicht ihr einziger, ja nicht einmal ihr wesent ichster Nutzen. Jeder, der viel mit Schreiben beschäftigt ist, hat gewiß schon oft die Beschwerlichkeit unserer gewöhnlichen Schrift gefühlt und den Wunsch einer Abkürzung derselben empfunden. Bei eigenen schriftlichen Arbeiten, namentlich beim Entwerfen von Aufsätzen, Berichten, Vort ägen usw. ist der Nutzen der Stenographie am wichtigsten; bet ihnen tritt er nicht nur in der Zeiterspa niß, sondern, war oft viel wichtiger ist, auch dadurch hervor, daß die stenographische Schrift e» ermögliche, dem Zuströmen der Gedanken zu folgen, während bei der gewöhnlichen Schrift so mancher Gedanke verloren geht, weil man noch mit dem Niederschreiben der vorher gefaßten beschäftigt ist. Im Dienste der Beamten und der Kaufmanns ist die Stenographie von unberechenbarem Vor- theil. Tag für Tag haben Beamte und Kauleute eine große Korresoonden, zu erledigen, wobei e» auf einen genauen Wortlaut ankommt. Wird dies einem Stenographen diklirt, so kann in 1—2 Stunden ein Pensum bewältigt werden, zu welchem man sonst 4—8 Stunden braucht. Alle größeren Geschäfte, Banken, Versicherungsgesellschaften haben je,t Stenographen in ihren Diensten und die Zeit dürste nicht mehr fern sein, wo die Stenographie bei der Besetzung von Stellen eine wichtige Rolle spielen wird.
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Vermischte».
(Wilhelm,orde».) Der vo» laifer Wilhelm «läßlich der 25jährigeu Jubiläum»feier der Giüvbuug ,es deutschen «eiche, gestiftete Wilhelm« Oröe« be» steht aus eher Medaille, bie an zwei Spange» hr»gt. Diese ea. 21/» cm breite», goldenen, konische» Spange», die «m de» Hal, ,« trage» find, zeig« in dmchbroche»e», mit weißer Email verzierte» groß« Buchstabe» die 3»schrift: „Wilhelmus I. Rex.“ S» den Ende» der Spange» stn» zwei g-k.önte Adler» köpfe angebracht, welche dne» Ring (t» Dretpaß» for») halte», a» dem die vo» ehem »a fiaen ovale» Lorbeerkran, eingefaßte, thalergroße, ebenfalls gold«e Medaille hängt. Sie zeigt auf der Borderseste da» Reliefp-ofi.bllv Raffer »Übel», I, »»gebe» vo» bet Juichrift: .Wilhelm König von Preussen*, nnb auf der Rückseite unter eurer «önigkrone die verlchl»nge»e» «»chßab» R und W n»d die römische Ziffer H Die Umschrift lautet hier: »Wirke im «ndenke» e» Kaiser Wilhelm bei Großen.' Z» beb« Seste» der Krone ist da» Stiflnugs datum »18- L — 1896* angebracht. Dieser »ene Ord« ft »ach Zeichnungen vo» Profeffor 'EmÜ Töpler hergeftellt.
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^schäft betreiben, werden aber i» der Retheu folge «utera» gestellt und zwar »ach Maßgabe der Zeit, in der ste am Platz ihr «eschä t selbstständig betreib«.
3. Die Preise für die de» Haudwerttmeister» der Reihenfolge nach übertragene» U»terhaltuug,> arbeite» werde» durch ei« uuter Rttwtikang der betrlffeude» Ha»dwerker festgesetzte, Normal» preiSverzeichuiß bestimmt.
4. 3m übrige» und insbesondere für alle Neu» Arbeite» bleibt t, bei de» seitherige» Au- gebotSverfahre». E, soll jedoch der Gru»dsotz festgehalte» werde», daß alle Arbeit«, und
Die Ansicht, daß die Sienographie nur dazu bestimmt sd, die Verhandlungen der Parlamente anfzunehmen, ist jetzt bereits veraltet. Und in der That, wenn man fleht, wie große kaufmännische Geschäfte, Direktionen von Ver- ficherungSgesellschaften nsw. von ihren Angestellten bie Seuntniß der Stenographie verlangen, wenn man hört, wie Behörden dieselbe empfehlen, wenn man bie Vortheile firht und rühmen hört, bie ihre Senulniß Leuten aul verschiedenen Lebensstellungen erschafft, so kommt Jeder zu der Ueberjeufung, daß ein- Schrift, welche erheblich kürzer, und ebenso zuve lässig ist, wie die gewöhnliche Verkehrs- chttst nachgerade dn Bedürfuiß geworden ist. Den Nutzen »er Steno,rophie hat ein beiühmtrr Dichter der Nenzett in fdner autobiographischen Skizze wie folgt hervorgehobeu: »Sine« «roßen, Zaft ersparenden Vmnheil« muß ich noch Erwähnung thun, welcher mir seit »em Jahre 1861 reichen »■«len zu ,ernähren begann und von welchem ich feit jener 3 it unausgesetzt Gebrauch gemacht habe. Ich weiß nicht, ob unter ale »em, wa« ich ,el rnt habe, fich irgend etwa» befinden, wo» mir zur Ausübung meine« täglichen Berte» o namhafte Dienste geleistet hätte, al» gerade bie Stenographie, benn sie ist M, welche ich meine.*
viele Lenke lassen sich von bet Erlernung der Steno- oraphie abhaltou, weil sie sich sagen: .Ja, welche« Stzstem so»» Heu» knun, «■ (lebt bwee ja so viele im
Höchstbktra, der inggesammt zu übertragen ben «rbetten
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Submissionöwesen.
# Auf ei» an die «roßherzogl. Bürgermeisterei p, Worin, Seite», de, hiestge» Gewerbeverei», gerichtete« Ersurtrn um Zus.uduug der von be« selbe» »eu ehgerichteten Submission».Beding u»ge», welche bd Vergebung der städtische»! Arbeite» maßgebend find, ist genanntem Verein dereitwilligst entgegengekomrne» und find ihm die nachstehenden Erläuterung« zugesanbt worbe». $erl Gewerdeverei» bringt biet» zur allgtmetz« Keuutuiß, I Lteseiung«. Angebote einer genau« Prüfung
»it dem Bemerk«, daß in der nächsten Ver.I ix bet Dichtung nnterwo fen werd«, ob für
sammlung die Berathungen über da« Sub-I da, Angebot die Arbeit« mit ordnungsmäßigem
«isfionSwes« fortgesetzt werde» uuter Z».I Verdienst, au« gut« Material und meisterhaft
puedtlegung der von Worm« gesandten Bedingungen I hergestellt werd« können. Angebote, die dieser
Die inieresfirten Handwerk,meister »oll« fich g.fl.I Anforderung nicht entsprech«, solle» »»berück-
diese »achstehende Beröfftnttichung aufheb« hh»| Mtiflt bleiben.*
etwaige Vorschläge auf Abänderung derselben i» der! Die Stadtverordneten Versawmlnng erklärte fich drtteffend« Bersammlnng zur Sprache bringen. Diel »och im Oktober 1894 mit d« gewachten Vorschlägen l»n Worm« gesandten Bedingungen sollen alsdann Ieinverstanden und bestellte zur »eiter« Behandlung mit be» et»a gemachten Abänderung« ben stäbttschen l ber Angelegenheit bie vorgeschlagene Kommission.
hi«\i«h£tIIi2eJ?h,?Ut‘6P*t “Wb a"“fl6”c Die von der letztere» i» Gemeinschaft mit btt fit hier unterbreitet »erd«. I V-rsammlung der interesstrt« Handwerksmeister ge-
--------- lpstogene» «erathuvgeu führten zu der Erkenntniß, Die Vergeb»»- vo» Arbeite» »»d |Do& eine zweck i-miche Aenderung be« Verfahren« Liefernnge» Seite», der Stadt WormS. ^ der Vergebung von Arbeiten und Lieferung« w I "»ter Beachtung der gemachte» Vorschläge möglich sei.
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»-chd-m von der Großh. Bürgermeisterei Worm« Atzten Betrag n flbetftdgt.
,»gegangene Abhandlung nachstehend ,um Abdruck I D« Weiteren hielt man zunächst die Ausstellung I» bringen. leint« Preisverzeichnisse« für jede« Gewerbe geboten,
Am 15 Oktober 1894 liest die »äraenndftMei Ioi? ’n Gemeinschaft mit der Bauoer waltung er- Be«. an bte s”bto“’to.2l “k ifl1 i™?™ T“ W‘f?nMe »achstehende Vorlage aelanaen- 8 l klaffe durch Obmänner zur Geltung gebracht wurden.
, » 8 ♦ I auf Grund de« Notmalprtirverzeichuiffe« wird die
.Die Regelung der Vergebnnge» vo» Arbeite» I Vergebung der arbeiten und Lieferungen an die «tschäftigt, wie allerwärl«, auch hier, bie Stadt-1 Meister bewiikl uno zwar in der nach dem Alter wrwaltung seit langer Zett. Wa, von Seite» der I er betreffenden Geschäfte eingerichteten Reihenfolge, «adt gescheh.» konnte, um für bie Arbeit«veigeb»ngen I Da« Normalpreisverzeichntß enthält alle Arbeiten, « Handwerker» aa«retche»de Unterlage» zu schaff«, I die bet der Unterhaltung gemeinschaftlicher Gebäude V gescheh«; ebenso ist die For« bet gefordertenIsich al» Norm im Gebrauch heraurgebilbet haben, Ingebote, wenn immer möglich, so gewählt, daß der «also sowohl Abbruchrarbeiten, wie auch Neu- Wnb»etfet gezwungen ist, au» EtnhettSpreise» fich I aurführungen jeglicher Art unter Angabe der Preise « llebe«ah«sprtt» zu berechne». pur Arbeitgleistungen u -d Materiallieferungen, zum
Trotzdem muß al« notorisch augenomm« werde» |Dhkil auch für beide vereinigt, sowie schließlich die t«ß e» »tcht gelange» ist, llnterbtetuuge» z» v„'l^r«ir»ng von Taglodnsätzen für Meister, Gesellen und findet», die e» be* Unternehmer bcftenfall« ermöa. ^"mge.DieUeberlragungvonauß rgewöhnlichenAr- Ufte«, ohne Verlust bie ftoei»o**«cx Arbeiten d« Normalprei«oerzeichniß keinen An.
H liefet», ix viel« Fälle» ab« die aiurnattBJ «■! eJ'ol9t '"rhändrg nach vorausgegangener Itil«: schlechte Arbeit oder «erl,st. Preiäverembarung.
Daß hierdmch »amentlick in aedrückten Schwankungen in Bezug auf Ankanfip-eise von
fi» Handwerk bi» zur «efährbung btt tzdtt-nz l^^-rialien kommen durch prozentnale »bgebote imachtheUtgt werd« kann, ist klar, »ei be* hohen bte*SJobnfäft3en°y "t*” Ötl» Äbätboten
ittettffe. ea« jede Stadt a» bet fchaltnua ..... I 'lnb bte Taglohnsätze. Treten Schwankungen von ütftiaen un» ZbS!ftli6 ad«»« Betotti9em U fange ein, daß die Aenoerung einer
B» 6at ift M lrtbato i S « Vereinbarung erforderlich erscheint, so
^ alU wätt- V rs!che mäch1 werd« die »r' ^?^ °»f Veranlaffung eine« der Contrahenten, dtt Sch仫 « dtts»w« die d«e beutil» entweder von Sdten de« Gewerbe, oder be« D,o?»°ersahr« ^chä,g« * 8‘» fluftra90eber« mit dem nächsten Verwaltunz«jahre
_ 1 ’ leine neue Vereinbarung bezüglich be« Abgebore«
F Die »ürger*eistttei beehrt fich daher, der Stabt I ialt. Die Berechnung be« Abgebote« auf die Kordnet«,Versam*lu»g de» Amrag ,n unterbreiten, Normalpreise in Prozenten wurde wie folgt bewirkt: £«« besonderen «»«schuß von 7 M.tgliede« ,» anter Zugrundelegung der in den letzten 6 Jahren — - i“ Prüfung bet Frage, ob und wie be« I vurch »«»schreibnng erzielten mittleren Adgebole
tebet, «dmisstou»we,k» t» der Stadt »et*, geüxbetl Iwurde der jede« Gewerbe günstigste Fall bei Fest« ___ •»« könne*. I legung be« neu« Abgebot.» in abgerundeter Form »Her» \ Insbesondere bitt« wir, folg«de Vorschläge einer 3,or* benü|t ba * fMtzkhenb« Prüfung zu unterzieh«: I Am 26 April 1895 beschloß die Stadtverordneten»
J. Die Unterhaltung,arbeit» werden *i4btI^efet prinzipiellen Fest, »ehr dnrch Angebot,verfahr» »ergeb«, sondern Unterhaltung der
wechsel» »ater »e» fich bewerbend« tza»»Welki-1
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Arbeit» »o» einem gtwiff« ».trag ««Uiftei
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