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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain.

hJllnstrirtes Sonntagsblatt.

Berarrtwertlicher Redakteur: Friedrich Talbatzktz in Sterbu*. Sprechstunde» der Redaktion: 1011 Uhr vormittags

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. - Quartal-Abonnements-Preis bei der Erp* dirian 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für dir gespaltene Zeil« »der deren Raum 10 Pf,. Reklamen für di» Zeile 26 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 26 Januar 1896.

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Matte», f»*U die Annoncen-Burraux von Haasenftein u Vogler in Frankfurt «. M-, Easiel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; E. L. Daube x. te. tu Frankfurt a. M, Berlin Hannover Paris

XXXI. Jahrg.

drm Streite der soziale» Parteien, er will aber auch al« ei* entschiedener Ordner nicht de» Uebermnth und die Maßlostgkett je»er Leute dulde», welche sich wohl der Macht der Messen »icht aber ihrer Bee antwortli« leit für da» Wohl n»b Wehe ihrer Volk«, genösse» u»d Brüder bewußt fi»d.

Erstes Blatt.

Kaisers Geburtstag.

(Zum 27. Januar 1886.)

Weithin durch alle deutschen Land« Erklinget lauter Jubelschall, Geschmückt mit festlichem Gewand« Sind ring» dir deutschen Städte all'. Und Fahnen wehen grüßend nieder. Und Glockenläuten hallet wieder.

So grüßet Diutschland seinen Kaiser Im Tag, der ihn der We t geschenkt, Und jubelt zu ihm, der mit weiser Und starker Hand das Reich jetzt lenkt. Und schwört mit Herz und Hand auf'« Reu«, Ihm froh di» alte deutsche Treu».

Noch klingt die erhebe»de Feier de» 18. Januar iu M» nach, u»d schon wieder läute» die Fetzglocke» durch die deutsche» Lande: Kaiser» Geburi»tagi .Heil »»sei« Kaiser!' Mit diese« Ruf blickt he»te da« deutsche Volk zu de» Reiche« Schirmherr» a»f, der a» diese« Lage sei» 37. Lebensjahr vollendet Wer sich der Segnungen bewnßt ist, die P:e»ße» seine« angestammte»»ig«ha»se, Deutschland seinem Kaiserthu« verdankt, der feiert diese» Tag mit frohem Herze» al» ei»e» solche», a» de» fich alle gute» Kräfte im Volke i» Treue u»d Hingebung ei»» wifit» leb wahrlich, Wir könne» u»r glücklich preise», baß die deutsche Hoffet freie auf dem Ha»pte eiue« Fürste» r»ht, wie Kaiser Wilhelm II. ist, der al» echter Hohenzoller die Pflcht seine» Beruf» mit unermüdliche», nie rastende» Eifer erfüllt.

3m Dienste bei äußeren und bei inneren Frieder» hat Kaiser Wilhelm mit Hingebung gewirkt. Al» er i» Jahre 1888 bt» Eid auf die preußische Set- faffnng leistete, da sprach er auch au«: .Ich trete an die »ir nach Sötte» Fügung gestellte Ausgabe mit der Zuversicht de» Pflichtgefühl» heran Md hatte »ir dabet da» Wort de« große» Friedrich gegenwärtig, daß i» Preuße» .der»ig de« Staate» erster Di.»»' ist.' Die Jetztzeit »st ihrer Fülle le» wirlhschastliche» und gejell chastliche» scharfe» Gege»sätze» stellt sehr schwere A»forder»»ge» a» de» erste» Di-»er de» Staate», daß aber Mser Kaiser sich dieser schwere» Aufgabe voll bew»ßt ist, da» hat er de» Oefterr» gezeigt. Er verfolgt »it scharfe» Auge die soziale Bewegung, er Will ehe thatkräftiger Helfer feie de» Arme» u»d Unterdrückte», er Will al« ei» echter»ig der Schie»»richl-r fei» ix

(Nachdruck verbot«.)

Die Salon-Fee.

MgMg, »ou A. Marbp,

(Firtsetztzstg.)

Doktor Kroner war feiner momentanen Set- Müffung über den überraschend schnellen Vorgar g, welcher ihm unverhofft eine Reisegefährtin zufühite, rasch Herr geworden und beeilte sich in höflicher Dienstbeflissenheit, da» noch «Uten im Wege liegende Hanvgepack sorgsam unterzudringen» ehe er seine Ausmerksamkett der Besitzerin jener Sachen zu- wandte. Sie hatte fich auf bei ihr zunächst be­findlichen Sitz geworfen, dort log sie nun «it kraftlos zurückgesunkenem Kopse und geschloffene» Augen in einer ohnmachtarttgen Betäubung, gegen welche sie mit gewaltsamem Aufgebot ihrer Willen«, kraft zu ringen schien.

Da« hochgeräthete Gesicht der noch sehr jungen Dame» die kurzen keuchenden AthemzÜge der heftig wogenden Brust ließen Kroner verrnuthen, daß Übermäßige» Lausen eine Folge be« Zuspät- Umwen« den bedenklichen Zufall herauf drschwoi en hatte- Sie mochte ihn doppett peinlich empfinden i» Bewußtsein be» Alleinfern» «st eine» männ- lichen Reisegenoffen, besten mitleidigen Blick sie Wahl auf fich ruhen fühtte.

Plötzlich durchlief ein Schauer die ganze zarte Gestalt, die linke Hand zuckte nach de» Herzen, al» empfinde sie einen heftigen Schmerz, während gleich- zeitig die recht« ein Taschentuch gegen den Mund streßte.

Doktor Kroner gewahrt« »it Entsetzen, wie da» fein« weiße Tuch sich purpurn färbte; hier schien ärztliche Hilfe dringend geboten unb nun er, so völlig unerfahren ie Krankhettlsällen. Verzweifelte

Einen starken Kaiser hat sich ton jeher da» deutsche Volk gewünscht; ein starker Kaiser waltet über ihm- E» kann nicht jede Partei ihren bc» sonderen Kaiser für fich Haden, dem sie zujauchst, während sie den erwählten der Gegner herabsetzt. Einer soll Herrscher sein, einer König, sagt schon der atte Homer, und keine Partei, die e« wohl mit dem Staate meint, kann wünschen, daß e« ander» wäre Ihb fürwahr, ein herzerhebende«, großartige« Bild st llt an dem heuttgen Festtage unter deutsche« Vaterland dar Wenn nach de« Dichter« Liede de» Volke« Wohlfahrt erst daun recht gedeihen kann, wenn Fürst und Volk fich reichen treu die Hand, so ist mit der Wiederkehr eint« jeden Geburrofeste« unsere« Kaiser» auch ein Augenblick gekommen, in welche» von Neuem die Bürgschaft vaterländischen Glücke» uno Segen« für un« Alle fest begründet wird. Unsere Augen find heute auf den eolen Monarchen gerichtet, der sowohl da» Haupt der Fütsten, wie der Regent aller Stämme und Sollet Deutschland» ist; und Stadt und Land, soweit die deutsche Zunge klingt, ttzut ihm, der seine» Volke» Wohl un» Wehe auf betendem unb sürsorgendem Herzen trägt, da» Gelübde der Liebe und Treue entgegen: .Dein find wir, Kaiser Wilhelm, «it Dir hatten wir e» alle Zeit!' D-Nische Männer, wo immer sie wohnen mögen, welchen Stande» sie find und zu welcher Partei fie sich zählen, reiche» ihre Hand ihre« Kaiser dar, »»eil sie da» gdtebte deutsche Vaterland in ihm verkörpert unb um­schlossen sehen, weil fie wisse», Kaiser und Vaiei« land gehören zusammen; de» Kaiser» Sache ist de» Vaterlande» Sache!

Zu dem Herrn aller menschlichen Geschicke, zu -em ewigen Gott, wenden fich alle braven Deutschen am Gebunetage ihre» Kaiser« und bitten, daß er da» neue Lebensjahr be» themen Lanbeovater» »erben loste zu einem recht glücklichen für den Kaiser und zu einem segen«teichen für unser ge­liebte» deutsche« Vaterland:

Vater, kröne Du »it ©egen Unfein Köniz und sein Hau«!

Situation I Wr« beginnen t Er konnte doch un- möglich die Rothleine ziehen und durch die» Lllarm. stgnal alle Mttpaffagiere in Schrecken versetzens Aber er vermochte auch nicht gegenüber der Leidenden, in schweigender llnthttigkeit zu verharren.

.Mein Fräulein" sagte er »it dem Au»- drucke herzlichster Theilnahme »ich würde mich glücklich schätzen, zur Linderung Ihre« Unwohlsein« Ihnen in irgend einer Weise dienen zu können," und al« fie regungrlc» blieb, fügte er nach einer Sekunde dringender hinzu: »Kann ich nicht» gar nicht» für Sie thuns'

Nun schien die junge Dame sich aufcichten z» wollen, e» gelang ihr aber nicht, fie vermochte nur die Augenlider mühsam zu heben und ihr «egen- Über mtt mattem »tick zu streifen. De« Fremden Gesicht, wohl auch der Ton feiner Stimme mußten Vertrauenerweckende« für fie haben, st« mühte fich sichtlich, zu sprechen, doch nur wie ein Hauch kam e« Über ihre Lippen: .Tasche Tropfen-'

Doktor Kroner la« mehr mit bett Augen die paar Silben von ihrem Munde. «I« daß er fie oerstanden. Mtt einem fragenden Blick, den die Erkrankte »it kaum merklichem Kopfnicken erwiderte, zog er die zierliche Handtasche sanft von ihrem Arme, öffnete sie rasch, fand da« Gewünschte glück- licherweffe sofort unb beeilte sich die Tropfen in einen ebenfel» der Tasche entnommenen silbernen Theelöffel zu gießen-

.Volltz" fragte er kur, ans den Lösel beutend. .Zu viels vielleicht zehn Tropfens zwanzigs also zwanzig.'

Er zählte gewistenhast, flößte die Medizin vor­sichtig ein, verschloß dann wieder sorgsam da« Fläschchen und die Tasche uub legte tetzter« der Inugen Dam« «es den Schovß.

Der jüngste Reichstagsskandal und das Präsidium

* Unter obige» Titel schreibt m« unser ständiger V Mitarbeiter au» Berlin:

Al« Mser Kaiser am 18. Januar mit erhobener Stimme gelobte, bei Volke« Ehre zu wahreu, da war wohl Jeder unter bett Anwesenden tief ergriffe». Ueb man hätte wohl vermeine» könne», baß diese Worte i» den so zahlreich auweseudeu Reichstag«, abgeordnete» lebeebige» Wiederhall hätte» finde» mäste». Sind doch auch fie berufen, be« Volke» Ehre zu wahre», fie, die all Veste bei Volke« ge wählt werden, um mit all' bem Ansehen, da« ihnen die Wahl giebt, al« gleichberechtigt »it de» Ver­treter» der Regieru»ge» über de» Reichel Mb bei Volke« Wohl za wache»- Und kau» wäre» wenige Tage seit jene« erhebende» Vorgänge vergangen, al» fich im Reichstage et» unerhörter Vorfall er­eignete, der bei zweite Bierteljahrhunbert bet ReichltaglherrlichkeU gar trübe iuaugurirte. .Infamer Lügner', .Grobheit unb Unverichämthett', waren die Ausbrücke, bie zwischen Herr» v. Kar borff u»b Herr» Barth gewechselt wurde», .maßlose» Lärm' j und ,a»halt-»dk» Lärm' verzeichnet her Bericht ber .Kölnische» Zeitung". Jedem polnische» Abgeordnete» mochte» wohl 6d»»etMge« auftauche» a» Er- zählungeu ihrer Urahne» vou der Herrlichkeit und de» »»«tert» Lebe« bei be» Reichstage» i» Grodno nutz iu Klakau. Wer aber gut deutsch empfiadet, in Oe» muß die Scharnröthe darüber auffteige», daß solche deutscher Gefiltuug Mb beutscher Sachlichkeit Hohu sprechende Scene» fich t» deutschen Reichstage ereigne» könne».

Ist nun aber ber Reichstag ans ei» Niveau ge» funke», da» solche Sce»e» ermöglicht e»b ihre Wieder holn»g befürcht » läßt, so ist e» um so wi hwendiger, saß dal Profit eittcn e»ergisch gehandhabt wird, umsomehr, al» de» Präsidium im deutsche» Reichl- rage nur geriuge Dilzplinar Befugniffe zur Seite stehe». Je dürftiger aber die Machtmittel bei P-äsidente» find, desto schärfer axlgeptägt muß seine Persönlchkeit sei». Wir »olle» be» Präsiden»» von Bnol wahrlich «icht kiä«ke», we»» wir behaupte», daß er eine solche Persönlichkeit »icht ist. Wir schätzen th» all eile» gerechte», wohlwollende», unter richtete» Man». Aber mit diese» Eige»schaften läßt fich ei» Retchltag, so beschaff.», wie el der gegen­wärtige kn» einmal leider ist, »icht lenke», vor alle» Dirge» ist die Schwerhörigkeit bei Herr» von

.Oantl vielen Dank!"

.Fuhlen Sie fich ein wenig besser?'

,3a! ein paar Sekunden noch, dann ist e« vorüber!'

Während der blaffe Frauenmund die letzten Worte litpelte, schloffen die Augen sich wieder. Die hche.he, welche vorhin da« jugendliche G.sichtchen bedeckt hatte, war jetzt einer schneeigen Blaffe ge­wichen, bi« auf einen dur k Iroihen Fleck, welcher frtiltunb auf jeder Wange sich adzeichnete.

Run erst fiel Kroner die Schmalhett der bleichen Wangen auf. Die eingesunkenen Schläfen, von denen oa« lockige Haar zurückgefallen, bie dunklen Schatten um die ttefliegenben Augen Alle« traurige Merk­male einer zerstörten Menichenblüthe.

«Arme, junge Friedhoferosel' flüsterte Dok »t Kroner in sich hinein. Innige« Mitleid schwellte 'ein Herz, «tt unwillkürlich erhöhter Thetlnahwe die zarte, hinfälige Gestalt musternd, fand er e« unbegreiflich, ja gewissenlos, wie man sie ohne Be­gleitung konnte reise» laff-n. Oder besaß fie keine Angehörigen? stand fie trotz ihrer Jagend allein im Leden? doppelt hilflo« und beklagen« wer th! Pckuniär schien fie gut gestellt zu sein ; wenigsten« befand fich in bet Handtasche eine mit funkelnden Goldstücken gefüllte Börse, auch ber elegante Reffe, anzug von feinem warmen Stoff ließ nicht am ärmliche Lerhältniff« schließen, beutete vielmehr müfammt den knapp anliegenden, perlgrauen hand- chnhen von schwedischem Leber Ms verfeinerte Lebenlgewohnhciten hin.

Die Leidende hatte richtig prophezeit- Ihre keuchende» AthemzÜge werben allmählich ruhiger, regelmäßiger, bei kurze krampfhafte Hüsteln hörte aas; »ach weitete» zwei Minute» schlug fie bi« lauge» Wimpern empar «in paar große beulte

Bnol ehe Uebelstaud, bet fich bei ber Handhabung bei Präsidium! besonder! störend bemerklich macht. Der Fall Karborff Barth ist nicht der erste, bei dem durch bee körperlichere Mangel bei Präsidenten nutz fe'« dabatch veranlaßte« zu späte! Eingreifeu bie häßliche Sceue verlängert würbe. Wir erinnern nut M eine» ähnlichen Fall iu ber Session 1893/94. Damal! war Herr von Bnol Bizep ästsent. Gerade all er einmal Herr» v. Levetzow vertrat, er» eignete fich eine unerhörte Scene. Die Abgeordnete» Lieberma»» v. Sou»e»berg und Singer bowbarblrte« sich mit de» unglaublichste» Äebeelarte» und je größer der Lärm wurde, desto weniger verstcnd Herr v. Buol, toe« vorging. So hätte die erbauliche Sceue ad infinitum fortgesetzt Werde» könne», wen» nicht wir wisse» nicht, War el Richter oder Schmidt« Elberfeld ei» Abgeorb»eter z» Hin» v. B»ol hingeeilt Wäre »ab ih» rasch über die »ne qaickliche Sachlage aufgeklärt hätte. Aber auch abgesehen vo» der Schwerhörigkeit läßt eiue gewisse Langsamkett de! Entschlüssel Herr» v. Bnol »icht ganz geeig»et für seine» schwierige» Beruf erscheine»- El würde daher i« 3*tereffe bei «»sehe,! bei Reichstag« liege», wen» Herr v. vuol el über fich ge»in»e» könnte, auf seine» Piästdenteuposte» zu verachte». Da bie Eentruml Partei über hundert Abgeordnete verfügt, dürfte el ihr »icht schwer falle», für Herr» ». Buol eine andere, geeignetere Persönlichkeit für de» Prästdentenplatz zu präsenten. Wir wiederhole» nochmal«, daß die Person del gegenwärtige» Prä- Ubeste» i» keiner Weise «gegriffen werbe» soll, aber er würde eia schöne« Beispiel vo» Baterlandlliebe gebe», We»» er zeige« würde, daß er die Sache über die Perso» stellt.

Deutsches Reich.

* Aerttn, 24. Ja«. (Tagesbericht.) Unser Kaiser fahr heute früh vou hier »ach PrtS am zur Besichtigung der Rekrute» bei 1.arbeiegtmeet« im Lange» Stall. Befichtigt wurde» zuerst die L-tb- kompaguie, ferner bie 3., 8. und 14. Kompagnie. Der Monarch begab fich foba»» zu Fuß nach dem in der Nähe belegeue» Osfifteikasino zum Frühstück, worauf die B-fichtignng im Langen Stall fortgesetzt wurde. Die Rückfahrt nach Berlin erfolgte gegen 1 Uhr Nachmittag!. Abend« wohnte der Kaiser eine» Bottrage über die «Schlacht bei Roßbach" in bet Krieg,akabemie bei. Der Kaiser hat be» drei erste» vataillo»e» bei pomm. 3»fa»teiieregimeutl v. Marwitz Fah»e»»ber verliehe». Die

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Augen, welche da« kleine weiße Gestcht wunderbar belebten, leuchtetm Doktor Krönet entgegen, unb nun au« ihrer znsammengesunkenen Stellung sich aufrichtend, sagte fie mtt leiser, etwa« heiserer Stimme:

.Sie waren so gütig, mein Herr 1 lassen Sie mich Ihnen nochmal« herzlich banken.'

Kroner horchte überrascht auf: so fließend, mtt richtiger Betonung bie junge Dame deutsch sprach, verrieth sie doch in dem frewdlichen Accent nie Ausländerin diese Wahrnehmung steigert« fein Interesse.

.Darauf." erwiderte er fteundlich ablehnend .besitzt der kleine Dienst, den zu leisten ich so glücklich war, keinen Anspruch.'

.Doch, doch!' versicherte sie lebhafter. «Ohne Ihren Beistand hätte e« mir schlimm, recht schlimm ergehen können! Ich war unvcru ö^end, mir selbst zu helfen.'

.Dann allerding! war e« gut, daß Sie sich nicht allein im koupä befanden. Gott sei Dank! e« Ihnen nun besser geht '

.Ja, Gott fei Dank!' wiederholte Re unter einem leisen Seufzer. ,E« ist leibet nicht da« erste Mal, daß ich von solchem ttfen Zufall betroffen oerde.'

.Bedauere avfrichtigl Aber, mein Fräulein, wenn Sie sich leiden» fühlen, solltm Sie niemals Verzeihung für meine Offenheit eine Reise allein unternehmen '

»Ich weiß, ich habe unrecht gehanbell, James wird darüber auch ungehalten fein, er hätte James,' unterbrach sie fich, während ein rosiger Schimmer über ibr Antlitz glitt und ein flüchtige«, fast schelmische« Lächeln den keinen Mund spielte ShunH nämlich ist mein Mann'