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■* ° » °L.' UniverfitStS-Buchdruckmi fa Marburg -Verantwortlicher Redakteur: F ri.drich Lolba tzky in Marburg.

Aedaktwu und Sxpedttwn: Marv 21, 11 IllIllCs? ^VtllllUypPlUll* Sprechstunden der Redaktion: 10-11 Uhr Vormitt r;?.

öchcntliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«

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Erscheint täglich außer u Werktagen nach Sonn- nnd Feiertagen. — Ouartal-Lbonnements-Preis bei der Live- bitt,» 2 ML, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespalten» Zeil« »der deren Rex* 10 Pfg. Reklamen für di« Zeil« 85 Pf».

Marburg,

Sonntag, 12. Januar 1896.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen»Bureaux von Haasenftein u. Vogler in Frankfurt a. M., Lasset, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; 6. L. Daube u. Lo. in Frankfutt a. M., Berlin Hannover, Paris.

LXX!. Jahrg.

Zweites Blatt.

Die Witterungserscheinungen des Jahres 1895.

(Mitgetheilt von der Mrteorol»gisch»n Station Rauschenberg;

H. 877 m.)

Indem wir in Nachfolgendem eine Uebersicht über den verlauf der Witterung de« vergangenen Jahres geben, schicken *tr die Bemerkung voraus, daß das meteorologische Jahr von Dezember zu Dezember gerechnet wird und in unserer Darlegung auch noch d«r Monat Dezember 1884 mit zu berücksichtigen ist; sodann, daß auf hiesiger Station, obgleich die nöthtgen Instrumente vorhanden sind, Luft­druck und Luftfeuchtigkeit, wenngleich beobachtet, doch nicht in einer Weis« gebucht werden, daß «ine streng wiffenschaft- liche Berechnung der Tages«, Pentoden« und MonatSmittel möglich wäre — und end! ch, daß die phänologischen Be­obachtungen, soweit nur möglich, immer an denselben Exemplaren bezw. ans demselben Terrain angestellt werden.

I. Dez«mb«r IS84. Rach einem etwas warmen, aber nicht allzu feuchten November bracht« die zweit De­kade de» Dezember den ersttn eigentlichen Frost; bl« beide, anderen Dekaden waren zu warm, »eßhalb auch die Mttteltemperatur bei Monat«: (0,4" €.) etwas über dem normalen Dezembermittel (—0,3) lag. Da» Maximum mtt wurde am >5., da» Minimum mit —7,2 am 12. «rrricht; es wurden während de» Monat» < EiStage (solche Tag«, an tonen da» Maximum der Temperatur —0,0 nicht erreicht) und 22 Frosttage (niedrigste Temperatur unter 0" herabgehend) gezählt.

Meßbarer Niederschlag (im Ganzen 64,1 mm) fiel «u 8 Tagen und bestand meist au» Regen, nur an 4 Tagen aus Schnee. Dl« Bewölkung — tat Mittel 18 pCt. — war «in« recht bedeut» nd«; nur 3 Tage waren völlig heiter, dagegen blieb au li Tagen der Himmel ganz be­deckt. — Di« Windrichtung war vorherrschend SW; Nebel wurde an 4 Tagen, Duft und Rauchfroft an 2 Tagen beobachtet.

II . Januar 18»6. Dleser'Monat war mit einer Mittrttemperatur von —4,4° (normale» Mittel —0,5") und 21 Eis- und 29 Frvsttagen ein rechter Wintrrmonat; nur In seiner Mitte lagen I Tage mäßiger Erwärmung, »»rauf bl« S. Dekade bl» zum Monatsende wieder strengen Frist brachte. Da» Minimum der Temperatur wurde am 29. mit - 23,u", da» Maximum mit 4,>" am 19. br»bachtet; der kättest« Tag, der 89. Januar, hatte «tu« Mitteltrmpe- ratar o,n —17.8".

Trotz der herrschenden Kitte war die BewölkungSziffer mtt 77 pLt. eine relativ hoh«; völlig heiter war nicht ein einzig« Lag, dagegen 14 ganz bewölkt.

D« Niederschlag von 4 Regen- und 11 Schneetagen betrug tat Ganzen «5,7 m»; an stmmtlichen Monatstagen »ar der Wrbbeton mit ein« (nur am 2".—2*. durch brochenen) Schneedecke versehen. — Die Windrichtung war vorherrschend NE; en 5 Tagen wurde Stu * verzeichnet, sanft hüte dl« Windstärke tat Mittel nur die Expo- uauteu 3,5.

in. Februar 189». Aach dies« Monat war noch ein vollständiger Wiuter*onat, mit 20 Eis- und 18 Frvsttageni; da» Minimum lag (am 4.) mit -25" nach tiefet «i» Im Januar, »ährend da» Maximum am 23 nur bi» 3,4" hinaufging Ti« Mttteltemperatur de» Monat» lag dennnch mit —8,5° um 7,7° unter tat normalen eine Febtuartemperatar, wie sie feit 50 Jahren, also seit 1845, In nnfet« Gegend nicht wieder beobachtet »urce.

Der nur aus Schnee bestehend« Niederschlag »ar ge­ring und betrug nur >5,1 nun, doch war der Boden »ährend de» ganzen Monat» mtt «Inn durchschnittlich 10 em beton Schneeschicht bedeckt.

Die Windrichtung «a, wie bereit» tat Januar, »er« herrschend NE; nur vereinzelt kam S und 8W-Strömnng vor. Die Winoftirke «ar, 2Starmtage abgerechnet, gering und hat« den Exponenten 2,«; die Bewölkung hatte etwa» «bgenommen und betrug tat Mittel •• pLt.

Al» erste» Zeichen de» 1 turnenden Frühling» ließen sich in den letzten etwa» gelinderen Tagen de» Monat» zwitschernde Bogelstimmen tat Walde und in den Hecken vernehmen. (Fortsetzung folgt.)

Der Antike!.

(Eta, Helte« Episode au» dem österreichischen Mllitarleben.) von Prefestor B. Lychborff.

811 ich vor fast süefuxdzwauzig Jahren meta Freiwilligen Jahr bei den Dragonern abdiente, da gelt General der Kavallerie Baron Leudiawini eil der gefürcht, tsie Kasernen-Inspektor. Der alte Her: hatte ttotz seiner sechlxndvierzlgjährigex Dieustzett di- deutsche Sprech« nicht zu «lernen vermocht; den Lvllvlnt'Julien« konnte man ihm auf tzu-dert Schritte eumerkex. vor ein« Kasnxexvifite pflegt « »eist |x fegen:

»Man thnt die Httuliex« Huxrecht, deß sie sind nicht reinlick; ick werde Hixrx geigen, wie d« Rdn- lickk-it beschaffen find.'

D« Adjutant Sein« Exzellenz war ein v«- nüsstiger Herr, der diese Reinttchkettrschwöch: seine» Vorgesetzten wohl kannte. Meist schon eine Loche stnrha» rennte * tont Mejor gn, deß d« .Alt»'

demnächst die Keserne tnspiziren werde. De» gab dann die Losung gn einer nxgleubltchen Wiithschast Mit vlitze»schnelle dnbrettete stch diese Nich icht, und nun wurde in einer Weffe geputzt, die anck den rigorosesten Reinlichketilanfordernugen genügen wußte, vorerst wurden alle Wände frisch getüncht; wer einen Memeipixsel führen konnte, wußte weißen helfen, davn wurden mit schwarzer Farbe dke Sockel ge- strichen. Die schwarge Farbe wußte möglichst dunkel t» Don sein, btmit dann die Kontraste »» so stärker wirkten. Die Herrichtnng der schwarzen Farbe war daher keine Kleinigkeit. Erlaubte e» die Zeit, so wurde noch wit grellblauer Farbe eine LrennuNg»- Unie zwischen Plafond und Wand gegogeu. Davn floffen Sttvwe Wafler» über den Fnßbodeu. Ganze Fuder Sttoh wurden zu Wischen nerarbeitet, d« Fußboden wußte so weiß gerieben erscheinen, daß man darauf hätte speisen können, selbst die Köpf, der Nägel, wit welchen die Dielen befestigt waren, wurden anfpoltrt.

Da» war in flüchtigen Uwriffen die allgemeine Reinigung; ihr folgte die besondere, die jeden einzelnen Dragoner angivg. Bo« Helme bi» zu den Stern wen mußte Alle» in hellste» Glanze strahlen. Vie Leintücher anf den Betten wurden wit eine» Schwa»« befeuchtet und üb« den Strohsack gespannt, damit auch nicht die kl>t»ste Falte fichtbar «erde, ver Kantineur d« ein Lager von Putzwaterialiex und Pripiietät n führte, wurde x« diese Z-it setxex ganz n Kraut lo», dafür wurde th» da» Bi« sauer uxd die Würste »erschiwwelten. E» blieb d« Maxxscheft eben kein Geld für solche Genüsse, «nßt- ja doch fort und fort geputzt »erde».

War endlich da» Ideal d« Reinlichkeit «reicht, da-n begann die viel härtere Arbeit nämlich die d-» Erhalten». Da» »ar nur durch ein zahlreiche» ilufgebot von Wachen »»glich. Die Hälfte d« Ma.Schaft war stet» auf Posten ko«»axdirt. Anf »e« Stiegenpodest und vor den Mann!chastszi»»ern standen »eist zwei Manu, ein« genügte nicht. A» Stiegenabsatz «acht die Mau« eine scha.fe Ecke, and wenn «an den anfgepackten Sattel über die Treppe tragen »nß, daun hält «en sich gerne an der Ecke etwa» Wenige» an, da» «giedt sofort den Abdruck von fünf schwarzen Fingern auf de« kreide­weißen Grunde. Die Mannschaftlzi»«« durften nur ohne Stiefel betreten »«den, von Stall und Restschule blieben sonst zu deutliche Spuren zurück.

Nun ließ der Alte oft acht, oft auch zehn Tage auf fich »arten, nud diese Tage »aren für die 0 fakte eine wahre Hölle. Tag und Nacht waren » « 6 tret „tat Dienst', für die Mannschaft regnete e» Strafen; vier Stunden Spangen oder drei Wochen Kasernenanest »«en schon besondere Glücksfälle Man sah keinen Dragoner »ehr anf d« Sttaße; entweder waren die Leute »tt Kaserueureinignug beschäftigt ob« ab« sie brummten i« Arrest.

Die größte Sorge b«rttete de» M,j»r da» Zi»»« d« ,Ei,jährigen', von nn» Freiwilligen wohnte kein« tu der Kasnne, da» Zi»»«, »eiche» nn» angewiesen »ar, diente zu llxtertlch!»zwecken. Nach der Rettschnle ob« de» Fxßexerzttex sa»«-lten »tt nn» dort, n» die Vorlesungen de» Rtttw.ifter» über Strategie oder ab« die de» Dhierarzte» üver Pfadekraukhetteu zu hören. Für die Retalichket: in lieft» I mmer mußten wir so gut auskommeu, »k die Mannschaft in den ihtigen.

Da die Dragoner selbst nett Vodenreibex be­schäftigt waren, blkb nn» nicht» übrig, al» eine Garde Waschweib« zu engagtteu. Der Major be­hauptete zwar stet», kein Weib sei im Stande, einen Fußboden tadellos zn säubern, nnd « stellte nn» ix Aussicht, daß wir demnächst an diese Beschäftigung persöallch heran »üßt-n.

Al» .Einjährig«' di nte gleichzeitig mtt mir ein Graf Lrivellt, anf welch n e» der General ganz be ander» abgesehen litte. Etiv-lli war gleichf-ll« Italiener nud radebrechte da» Deutsche genau so, wie d« erhabene Lhef selbst. Für nx» war t» bahn stet» eixe Haxptonterhaltuxg, wexx der General be» Grafen eine Sttafpredigt hielt nnb dieser seine Ent schuldigxxgen vorbrachte.

Der Tag d« gefürchteten Kasernenvifite rückte heran. Unter de« üblichen Tro»petengeschmett« trat Seine Exzellenz durch da» Pottal in'» Jxspekliox» ,i»«er. D« diensthabende Oifizi« fuhr von s'ta-m Sitze auf uxd «stattete Melduxg. I« Jnip ktiov» ziuuu« herrscht« musterhafte Ordnung. Die verschie­

denen Protokolle, die sonst in malerischer Uiotbnnnj auf dem Tische hnumlagen, hatten frische blaue Um Schläge bekommen, ebenso die alte Pettoleumlawpe einen neuen, giftgrünen Schirm. Der General be trachtete wohlgefällig diesen Raum; er war fichtlich bet guter Laune, und so war da» Veste zu hoffen

»Die 'Erren 'eben e» sehr schön ’<«, e» muß -tue Freude fein, ’kr Hinspektion zu 'alten.'

Der Ob«lieutenant »«beugte stch zu» Zeichen daß ihm diese Worte au» der Seele ge'prochen seien al» ob e» wirklich eine reine Freude wäre, au einem Sonntag hier Dienst zu than.

Ex iellenz stieg die Treppe empor — Alle» strahlst in musterhafter Reinlichkeit. Ein Wachtmeister war nämlich wenige Angenblicke vorher mit eine» Topi aufgelöster Kreide und eine» Pinsel die ganze Kaserne ab gegangen und hatte die Wände, wo fich irgend ein Fleckchen zeigte, entsprechend gefti»»t. Diese Operation konnte nur xx»tttelb« vor d« Jn'pi- etrung statt finden, da die Kreide nur so lange deck .e, al» ste feucht war. In einer Stunde waren die Flecken alle wieder fichtb«. E» «forderte dah« diese Operation eine besondere G sch ckttchkeit in der Zeitansnützung. Wachtmeister Slesanu» »ar in dieser Beziehung eine Perle.

Der General betrat da» erste Mannschaft»zimmer, die Suite folgte ih«. Da» Mannschaft«zimmer ge­hörte zur Eskadron de» Rittmeister» Baron Bogel sang, da al» ein« der schneidigsten Offiziere bet Armee galt.

Da» Auge Sein« Exzellenz suchte uach Mängeln, konnte aber keine staden. Die Betten »aren »ie an» Marmor, die Kopfbrett« tadello» weiß und die Uniformen obenauf so faltenlo» zusammengelegt, daß fich jede» Herz daran «freuen mußte. Die Manu- ichaft stand a» Fußende d« Betten in .Habacht stellung' wie au» Erz gegoffen. Der General »ar fichtlich befriedigt, der Major begann anfznathmeu.

Wohl fiel de« Letzteren bei, daß t» vielleicht besser gewesen wäre, wenn die Juspedton bei einer anderen Eskadron begonnen hätte. Die be» «wähute» Rittmeister» war eben der Gipfelpunkt — j-tzt konnte e» nur «ehr abwärts gehen.

Ein ganz befenber» glücklicher Stern schien heute üb« bet alten Kavalleriekasnne zu walten. Schoa hatte Seine Exzellenz iäwmtliche Mannschaft»,i«»et abgegangen, und noch kein Wort de» Tadel» war gefallen.

Mtt de« Reffaeaent de» gewiegten Stratege» suchte bei M-jor den General an der Thür de» Freiwilligenzi»««» »orübnzutäu chen. E» wäre die» auch ohne Zweifel gelungen, denn der Major setzte eben weitläufig an»eia ander, wie sehr die nentn Leberfette da» Sattelzeug k.«s«vttteu, da «schien nnglücklich«weise der Einjährig - Freiwillige Graf Erivelli in d« Thüre.

D« Major w«f ih« einen Tigerblick zn, Ritt- «eistet Baron Vogelsang, unter b ff u Kommando anch die Freiwilli»en Abiheilung stau», versetzte be« vorwitzigen geschickt mit d« Säbelscheibe einen derben Wink auf die Swieubetae, b« den Grafen sofort In da» Zimm« zurückoeförderte.

D« General blieb stehen. ,AH, in diele Simmet find ja die Ft.i oillige l Also dann schauen »tt 'iueiu.'

Bit Freiwillige saßen, Sindintn »arkirend, um den langen Tisch her««; Ettkel, Reißfedern und dergleichen technische Apparate waren geschickt verthellt, e» machte einen ganz netten, wissenschaftlichen Eindruck.

Seine Exzellenz gernhte, einige von nn» auzu- sprecheu. Wir gaben knappe, präzise Antworten; Erivelli hatte stch tat Gefühle sein« Schuld möglichst zurückgezogen nad hiat« de« breiten Rücken eine» Ka««adeu Deckung gesucht.

Der Rittmeister musterte untndeffeu da» Zimmer, sein scharfe» Auge schien keinen Fehler zu entdecken, und feine finstere Miene hellte stch sichtlich auf.

Der General besah auch unsne Arbeiten, er­griff einen Enkel und drehte ein wenig an bei schraube herum Da« Instrument noch immer in 3« Hand haltend, sah er fich dann im Zimmer um wandte fich zu dem Major, und sagte:

„Da» ist ein schön« Raum, wo sind die Freiwillige huntnbrocht, lustig und rein; e« find auch Halle» in tzordnung, nur feilt ber flntilel; in halle andere Simm« ist den Antikel warum ist 3et Antike! nicht hier? Man braucht ihn, sonst wäre er nicht in der Vorschrift.'

Der M^jor schlug die Absätze zusraiuen. In sichtlicher Verlegenheit antwortete er: »Ich begreife nicht, warum der — Antikel nicht an seinem lllatze ist. Exzellenz haben selben in allen anderen Räumen gesehen, der Herr Rittmeister wird wohl wissen, wohin der Antike! gekommen ist.'

Der Rittmeister machte, al» gehe ibn die Sache gar nicht an. Er betrachtete mit bt so-.derer äulmerk amkeit eben eine Terraindarstellung, weßhalb der Major feine Frage wiederholen mutzte.

»Der Antike!,' sagte der Rittmeister gedehnt, »der Antike! war auf jeden Fall hier. Er ist mir keinerlei Meldung gemacht worden, daß derselbe twa nicht mehr funktionire; vielleicht weiß der Herr Lieutenant, wo stch der Antike! de sinder?'

Der Lieutenant bemerkte etwa» befanden, daß er den Antike! stet« hier gesehen habe, ru heute sei er nicht da; Wachtmeister Neowed, dem diese» Zemmer untersteht, müsse wissen, wo der Antikel yingekommen.

Wachtmeist« Redwed erschien." Er konnte über 'en Antike! gar keine Autkunft geben und hüllte sich gänztich in Schweigen.

Da ergriff Seine Exzellenz abermal« da» Wort. ,E« kann doch nickt verswinden eine so glotze Gegenstand wie der Antikel! Bon die Freiwillige weiß Ste Niemann, wo ist der Antikel?"

Wir standen stumm, K iner von un» hatte auch nur die leiseste Ahnung davon, was der Antike! sei; wir fügten un« daher nicht berufen, butioer Erklärungen abzuaeben.

Da meldete fich zu Aller Ueberraschung Graf Erivelli.

„Exzellenz verzeihen, den Antikel 'abe ick häuf- ge'oben, er war smutziq und er ist ’int?r die Tast!.'

Sp ach'« und brachte au« dem Verst.ck unser allerding« etwa» defektes und schmutzige» — Hand« tüchel (Handtub) ,un Vorschein. Taoleau!

Patent-Nachrichten.

für bk .Oberheff. Zertanz' von Brockhue» * Cie, Technisches Patent- nnd Uebersetzungs-Burea». Köln «. Rh.

Metzerstraße 5.

Patent-Anmeldungen, Verfahren zur Berorbeitunz von Schw-felmetallen InSbesi

Svwefelzink. Dr. C Höpfver, Gi>ß-n.

Einsatzb ftstigung bei Ei< setz Cnkelm E. Martin, Wetzlar, Glied rtitte mit kugeligen Köpfen. I Braun, Undingen a Ra. Umst lldare» Korn mit zw-i schrägen, parallelen Zieiflächem

F. Merrem, Homburg v. b. H.

Patent-Erthelluugen:

Herst llang von Hochätzungen für Rep-oduktiouSdrucki I. Scholz, Maii z.

Elektische Widerstände. Sollt u. Häffner, Bockeuheim bei F ankfurt « M.

Thierfallkr E. Jung, Pfiffligbeim bei ZBormfc Wurfz-ug für Pferde rc. H Bü chner, LandSberg a. Lech, Scheib narühle. 6 B-er, Wohlmuthansen.

Schab-Vorrichtung zum Ebenen von Lithographiesteinen.

E. Schä llein, F'ii kfurt a. M.

Obige Firm- ertheill den Lesern der »Oberhesstsche« Zeitung" mientgeltliche Auskunft in allen das Pateutfach betreffenden Anfragen, Die Red.

Verfälschte schwarze Seide.

Man verbrenne ein Müsterch-n der Stoffe?, von de» man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechre, rein gefärbte Seide kiäuselt sofo t zu­sammen, Verl Sicht bald und hinterläßt w nig Asche von ganz hellb-äunltcher Farbe. — Ve sälichie S ide (bi: leicht fp. dtg wird und b icht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die »Schuß äden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwe t), und hinterläßt eine dunkelbraune Aiche, die sich im Gegensatz zur ächten Sude nicht träufelt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der «chten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Selven-Favrtken G. Henneberg (k. u. k. Hoff.) Zürich versenden gern Muster von ihren echten S-w-rstoffen au Jedermann und liefern elnzel e Roben und ganz- Stücke portv- uni steuerfrei in Ile Wohnung.

Geschäftliche »itt-eilnuge-.

— Der Hufbeschlaa für den Winter hat durch die Erfindung de» Pa! ent-E-»tollen eine vollständige Um­wälzung erfehren. D e scharfen Kanten der rechiwinkttg zu etna^d-r st.henden drei Schneiden verhindern bat A^Sgl-it-n de» Pferde» rach j.-der Richtung hin und da ei e Adiundung ber Karten Infolge de» H Profils unmöglich ist, so bleibt dieser Stollen br» zur vollständigen Abnutzung siet» scha f, ohne daß d e Gefahr de» Rrorcrtritt« — wie bei anderen vwlleu — vorliegt. — Der E.Stollen gewährt dem Pferde seine volle Leistungifähigk tt auch bet Glättet» und da der­selbe bei seiner aurg-zetchneten Stahlqualität sehr lange verhält, so ist er im Gebrauch nicht nur der beste, sondern auch der billigste Stoll m. E» ist die» wohl die beste Er­st idung, die je im Hufbeschlag gemacht worden ist und er­klärt es fich daher, daß man die Prtent>2>Stoll n j tzt in j der besseren Eisen Handlung vofindtt; he-gest-llt werden sie von tau Patenr-Jahabern Leonhardt x. Lo. in Berlin.