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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain

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ü. Jllustrirtes Sonntagsblatt

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1896.

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?^nbe ^ugen hingen an dem «eiubten! Gerade redeten beider Blicke eine nur ^der verstLMich« zärtliche Sprache, oU Käthe

Die junge Dame schien von alledem nicht« zu «merken, nahm auch ebensowenig von der sichtlich - unbehaglichen Stimmung der Tante Steuerrath ^trz, sie hätte nur de» Doktor» Zustimmung, lchnre fich nur lässig graziö« in ihren Seffel zurück tob sagte sanft:

.Ihre Geduld soll auf keine lange Probe gestellt! »erden, die Geschichte, welche Sie zu hören wünschen A uur kurz hat aber den großen Vorzug, wahr zn i«n. Also diese

»Aber ich weiß nicht' unterbrach sie sich tigernd, mit kindlich schüchternem Rugenauf schlag ,e» ist am Ende unschicklich wenn ich? «kehrte Fran Steuerrath, wollen Sie nicht lieber Vrrn Doktor «tonet mittheilen? bitte wollen vie?' I

sympmhistre«, so muffe« wir ihm doch ix diese» Falle Recht geben, »ein auch freilich ati der Eix schränkuxg, daß da» Telegramm nicht eine xexe Epoche au kündigt, sondern eine seit geraumer Zett fich vollziehende Frontoeräaderuxg in der europäische« Politik in ein Helles Licht setzt, da» allgemein recht gut ertragen wird und nur de« Auge» der Engländer weh thut.

Die Frontveränderung in der europäischen Politik.

V 3n einer Erörterung über da» Gluck wünsch, telegram« bei deutschen Kaiser» an den Präfidenten Krüger äußerte sich vor einige« Tagen der Pariser .Figaro' dahix, daß dal T-legram« nicht «ur für bex Augenblick und für den vorltegendeu Fall von Bedeutung sei, sonder« daß e» ei«e neue Epoche in der europäische« Politik a«. «dige.

So wenig wir sonst mit de« »oulevardblatte

Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzktz in Marino.

Sprechstunden der Redaktion: 1011 Uhr Vormittags **

(Nachdruck verboten.)

Die Salon-Fee.

Roman von A. Marbtz.

(Fortsetzung.)

» de» Tag lege« wollte», so müßte» ste sich ei», gestehen, daß et» außergewöhnliches Maß vo» U«. »eschick dazu gehörte, um da» Wohlwollen der deutschen Kaisers, der deutsche« Regierung und bei deutsche» Volke» zu verscherze»; der deutsche Kaiser hat jahrelang in jider nur denkbare» Weise seine Zoneigung zu England und den Engländer« gern

i druck gebracht. Er weilte Jahr für Jahr einige Zett i« Eiland, er «ah« reges Anrhetl e« den «glischi« SportSvergnügunge« und gab de« eng lisch-« Sport rege« Aufschwung t« Deutschland, er benutzte jede Gelegenheit um in feiner Eigenschaft fl!2 admiral of the fleet und Ehef der royal I dragoons de» Engländer» gewiffeimaße« all Lano« non» gegenübvzutrete», er zeichnete englische Aristo, krate» durch Einladungen und freundschaftliche, 8erkehr au». Die deuyche Regierung ka« beul großorttannische» Wünsche« - «a» benke nur an be» Vertrag vo« August 1890 i« weitgehender I Weise entgegen, das deutsche Volk «nd die deutsche! öffentliche Meinung endlich wäre« zwar gelegentlich über englische Anmaßungen wenig erbaut, betrachtete«! aber doch da» stawmverwandte England gewisser! »eße« al» i la suite be» Dreibünde» stehend, und! legte« eben mit «ückstcht auf Sta««e»verwanbtschaft!

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^tn^ieiei^, schnellen Gewinn Städten von eigentlichen Dörfern mm kaum sprechen sammeln fich die

(Nachdruck verboten.)

Im Lande der Boers.

Bon Karl Theodor Machert.

(Schluß.)

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1.189«,

Und diese Rosse schließt stch eifersüchtig und strena

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Doüii«ü*fIL? ^"iüindirn befett nicht nyrlia

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Hugenotten da« gallische Blut noch steckt beweist einem Re smden erlebte Episode. Auf einer einsamen Farm, in der er zu Gast war be! Sannen die Männer, nachdem ste der Schnavrstas^ ziemlich stark zugesprochen hatten, zu tarnen unb Der M »u fernem mö6 en L

sd-' «^r» theimehmc«, be« «ÄSte ESR voraussichtlich aber schon Abend» »ich Echöuhcuse« «sp. FttedttchSmh zuruckkehre«. Auch die beide« Söh»e de» Kanzler» erhielten Siuladunge» z« den Feierlichkette«. Et, Oberst ist ,»m Ehre>die>S hS Fürsten betritt destgnirt. (? D. Red )

* (Die Beisetzung be» Sriaie« wr«. xauber) ist heute Mittag i» Berlin im Beisei» eXrt^L1"! 3a6Ira<Hr Fürstlichk-ite» feierlich l t Die T-a-erpar.de bestand en» 3 »«, Sircke »ff S^wartone« und 8 Geschütze». Die I Kirche öff.ete fich »m 10'/, Uhr der aelabenex I Trauergemitnde. E» erschieueu u. S. der Reick», ÄtSwtniüer"^ 4" bfr R'ichShanptstadt wellende» I Staatsminister. In besonderer Weise ehrten die B°ffckast»°üxd«°k H^-gecangenen; säwmtliche | vtts<tzafter und Gesandten waren i« ihrer Vertutuna I®atbe ferner bemerk:: die frühere» b SRorcbiil ßBi 88? o- doui», Sivattsekrelär Lhu ,ine flto6e 8«W von S-neralen, der

de» evangelische» Oberkirchenrath» und be ei«b fr flöjeI' be« unter der Kanzel mnrk. k bclcrt ^'nhl reservirt war. Der Reichstag U.iversttt/'d« ck? e2e," v. Bao? bi?

Sl fi J ben Rektor Prof Wagmr vertrete», Me ertei. n &?? ®eiIitt Oberbürgermeister

11 Uhr leitete Glockengeläut

0? ^eI bi^ Trauerfeier ei» nnb etwa eine rwBÄÖe J?atet ekfolgte bie Anfahrt bet Fürstlich« schlöffe«»^".!!"b bie K-is-ri. fuhren i« gl. schloffe»e» Stadtwagen vor, ebenso bie Saieri« LkÄ «-Ä ««b Pciuzesfi« Friedrich Leopold von Preußen ka» M einfache- geschlofleneu Eoups. Di- Feier beza«, mit der vom Hofprediger Kiitzteger asgehalteue» l® ia 9!e Jhf®e 4eer6il '3d> w-. doß «ei! @15,er lebt eing flochten wat. Der Dosichor Hua ^ef i>ie geistliche Hymne vor ,3a, bet Geist

' b8a?J°9 die @e*ei«be ben Choral .Jem» Zuoerfich: . Die Trauerrede hüü General- luperi.iendeni Feber über Luc. 2 29 n 30 «rnfi.etmhC8l.e Olt' bie ix dem Entschlafene» z« 57^.g-br°ch »erde, sei» demü hizez Wa-del. >eiu stille», ei»same» L-be», fei» fienbiae» besoldet» hervorheb:ud und darstellend I» da»

und in den Segen tönieu'bet Don," »et «-schütze n«b bie Salvru der d.faitede hin i».

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|«»b Polttik E-glaxb gegexübet eix größere« Maß v»« L-ngmuth an de» Tag, al» e» selbst be« ge« duldigen Lharakter be» .deutsche» Michel»" eigen ist I Aber schließlich wird auch da» g'ößte Ll-a«tu« vo« Geduld erschöpft. Die e»glische Ju-rigueu ix Afrika, die auf Grund einer unzuläjfigen Abmachung mit be« «ongostact Deutschlands Kolonien lah, legen sollten, verdroß de» kolouialfteundlichen Theil der d-utschen Bevölkerung, die anmaßende» schalmeist-t iche« Rathschläge, die dem deutsche« Kaiser uxd der d-utsche, P:effe gerade in dem Augenblicke, al» Kaiser Wilhelm englische» Boden al» «ast betrat, zu Theil »nzben, erbitterte» Jede», ber brutsche Borstelluuge» vo» «ast, sre«»bschaft hat, bie Siäntereie« in Armeuie« nnb auf ber Balkanhalbiusel bekümmerte» j-den Sreunb be» Frieben», bie Sdstcht ber Bet gewalttgung Vesezuela» «nb be» Transvaal» ver letzte, ba» deutsche RechtSgefühl, bet letz-gexauxte

plan lief Zedern das «efühl der Stamme».

Wen, bie Engländer, statt über die Depesche de»! S°"r!^wa^ Dazu tt!mt^dast"der°b!L be»ifche« Kaiser» stch in höchst ungebührlicher Weise! Kaiser und die deutsche Reai-runa die al« fis»« in äußern, endlich einmal et« wenig Selbtzerkenuttiß gestellte be» dmt-chm Volk?» Sbk e aeaVS« « be« Ina leaen wollten, fo «66: fi, fi* I raib c ? ,e fle?e" ®*.fl

I tbeilte« hurA hi. i* ^"ffinduxgen naturgemäß . v--vtu-» tllire« Miro, «ngrano wird i» der Transvaal «lyeme«, durch die in diesem Jahre wiederhvit her Ifcaae «onzesstonen m-cke« «fiff.« 7»

!de«8°aea!8'i^8^E'^S^it E-gland» seine. Flenn lei» Nachtheil für England i» vieftm speziellen mußten. Falle - England wird^^abe! auch!^.ach Beileg»«!

so wa/ da» li6 btr «»gelege»heit isolirt sei» - u»d das ist ei!

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I Regierung erwünscht, aber e» st llie doch eine un

|mfiiße $rOtjMC!e für die Z-verläsfigkeit EnglardS.I Deutsches Reich. j

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I a» . r>t. !rege geführte Briefwechsel mit ihre« Verlobten, in

^E'ge» Fräulein I' hätte! welchem ste nicht müde wurden, die münd.

I $one rbenso gut lauten können: .Jh, I lich getauschten Schwüre ewiger Liebe unter h«i 8el5e"""3enau|"tomI --

Ttae'tae.

h ®CUkUn9 neiflte dankend da» zier«! meinen, Sie haben jene Briefe gelesen?"'

* «* b- »--- Mk. «bi » fiat. « U, Z, 8oIk4

,Z6erA SSatnil z»I, ihrer Z« «t« bie =4»«, S /Slina*6 zkefen<

reicher Eltern war, wurde sie in der'GesellÄast I vlaudtte^^oso vergangen sind, hier davon I oer Zuschau

kaum weniger gefeiert wie unsere süße Dorais huldig ' tum^ ^ber'^r^^to?1'^1^ I ? 8061,1 Vlt »ranhetd

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»der deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg. V/vHUtU>eilüz 11 ^fHUUllk lö9b.

kraft entfalte» müsse'. Ei» großer, aber etwas u».j der Parade i« Waue« mit höflicher Staatimau» hat einmal auf ähnliche Phrase« I des(..»,-s0___ v2 . .n Genehmigung

eine» fremde» Staate» gesagt, da» sei ja Alle» ,10088 settle* (»nemc» Zeng). Run, dummes Zeng ist e» auch, war die Engländer von der Ext fallung der Wehrkraft sage». Die englische stehende Armee ist ei» Muster von Diiziplinlofigkeit nnb wenn unser Kaiser nnb feine Suite bei« Anblick bet Leistungen ber .volunteers* ei« Lächeln unterdrückt habe«, so wstd ihnen da» gewiß schwer gefalle» fei«.

die eugl scke Flotte i« ihre» Leistungen nichi de« große» Schiffimaterial u»d de» aufgewendeteu Sofie» entspricht, ist vo, de, erste, englische, Fach, männer» oft genug betont worden. Schli-ßlich sei auf die zahlreiche, verwundbare« Stelle» Englands in Aste», Afrika und Amerika hiugewiese». I 8tt ba» fase, fich die verstandeSkühlex Eng-! läxder trotz ihrer tSxexbex Phtasex wohl auch selbst! uxd deßoalb sollex die Drohusgeu ber exglischex I Presse weniger da» Inland beruhige», al» ba» AuS-1 lanb .b.üff.»'. aber «a» hat schon so ost wahr-! genommen, baß England, wen« bie heftige, Worte! feiner Presse den Gegner nicht schreckten, bescheidene! Saite, aufzog, daß »an auch diesmal fich nicht! verblüffen laffen wird, England wird in der Transvaal j

Anzeigen nimmt entgegen die Exvedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u Vogler in &r<mtfurt a. M., Casftl, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI Qftfirn M°!s« in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; C. L AAAl* Daube«. Eo.in Frankfurta. M., Berlin Hannover Paris

.Dankes lehnte die Dame kalt ab.Sie dürfen I <ibuuipuur; oer ernziae Eck

5 °an6 ^ae bQ6 Vergnügen gönnen, Käthe, halb-1 feine Seligkeit trübte, war der Gedanke an eine länaere I Draff" »7»*«« r« ^geieien«

»ergebene Dinge aufjurühren.' unoermeivliche Trennuna. d7nn Dnkt/r ^ I fl .i T 4J die Dauer vermochte ihrer

Fffein laffen von ihrem Käthes Unter. WtungetalenL Sein ganze« Denken und Empfinden Men stch auf seine Braut, die ihm auMdlicklich «rode gegentzberstand, zu concentriren.