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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain.
8 ^Rcdallio/und Expedition22*2 Jllnftrirtes Sonntagsblatt. Sprechstunden der Red^tion•” io—H° Ufjr*Bormittags^"^
die Simso», Forckeobeck, Larker bekuodet, daß ihm «Die Stadtverordneten der SPptrfiS-la* 2!; - et ®exl ”5 Oberbürgermeister als Maßstab de, juristische« Kör«»s 1--erster Reihe ^ltyS-! flch „icht mmoer. wer» da einmal der Spieß
die Ntiguag «xb Befähigung unserer Richter gttt.I tjdUptftöM.
sich parlamentarisch hervor,uthun. Das weckt un-1 .|. Die Berliner Stadtverordneten wtffen von sich
willkürlich den Verdacht, daß nicht das Fehle» rede» ,u mache«. Ma» eriunert fich gewiß «och. aeaert unserer Richter im Parlament a« fich. sonder« nur gern, wie fie vor ei-eige» Monate« ihremVorsteh^!«%?..? J22’
ihre Unlust, fich für freistnnige Partetinterefle« in Herrn Dr, Langer ha«?, die Palme aller Bürgertugeud S? P b ft$0, die Schanze z« schlagen, den Herr» Numerius ieierlichst zuer kannten, weil er dem Herrn Ober , - ' Negidius gege» unscie Richter so verstimmt hat. präfidenteu von Brandenburg - de» Respekt ver o«i«m»enie,n»g nacr i oaruoer zu ipreqe«.
Darum nimmt fich auch die freifimche Presse sagt harte. Die Herre» imBerliner roihe« Saufe 5*iSerX$«k?g°?S6"rberttre Ädlüna»'dittkt ka,,!erv°n° Somers
seiner so warm a». Sie fühlt instinktiv, daß aus fühle» so etwa- von repnblikani-cher Würbe in ihrer bk fiefifii' iKiJSS \ hab » heute
hm ei» mißvergnügter Liberaler spricht, der ihr- Brust. B-rli» de« Berliner»! Di- vorgesetzte» »t- M« Bmt-Jn-o'tta«, brbäi t“
Sache führt; den« auch ihr ist der tiefere «rand Hörden solle« fich so wenig wie möglich »m fi- ^^rnck Jn den SLll?»»?^*^^ r «»dwurde« nach
der systematischen Herabwürdigung des Rtchterstaude» kümmern. lfih,V «ns»,r *1 m b La beendet. Die Staatsanwalt.
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Wären unsere R-chter noch fteifianige Partei, verordnktensttzuug im neue» Jahre dazu benutzte, »mlWie fie ihre- Amte- walten, davo» zeugt der di- Last gelegt, d-fi er in Samer» blaute»? Da»»'wären^ste der"3»b?ari? der^l?!«"o ”btt Je» der Berliner Stadt. I städtische» Schul, und Kircheuämter durchwehende I vo» «ew.ltmittel» «eständmsse erpreßt nnd >"cht sie laute»! Da», wären fie der Inbegriff der Welt Verwaltung ,vou«uß.» her entgegenweheuden kalten^Geist. Ja, die Berltner Stadtvertreter find ganz!nur im Strafrecht, sonbern auch im Lvtlrechtdie
W“ Neubestellungen auf die „£)6erJ^‘^elt' be: aHer unb Charakter-»Wind* Ausdruck ,n gebe». »Erzsingen wir uns,*«gewiß achtbare Leute. Davon zeugt besonders jene
’rx. n« .... ; „x ... P r - . „ , , , , . f°0te er wörtlich, »durch unsere Leistungen die berühmte Sitzung, in welcher über den «ruß au
L . 7*^ ’"b.r fie der Stab georoche», «beuso uns vorenthaliene Achtung! Weise» wir Angerecht, de« Berliner Ehrenbürger, d-n Fürsten vo« Bismarck gegengenommen und die bereits erschienenenLst"die Behaupt««^' der »nbMfliaai^het$» »terIh aa8$a^“*9tn ?nia^aäaf.°61I5” «*.' seinem achtzigste» Geburtstag verhandelt wurde'
IrFc 6et Dildnngestand der Richter «der Bürger zahle«, aber nichts gelte» soll.* I,Jeder ist da- Verth, war er leistet* sa-t fiert
Nummern auf Wunsch nachgeliefert. El.^m Niveau der M-tt-lmäsizk-tt. Wen»! Eis Lato könnte den Berliner Oberbürgermeister Oberbürgermeister Zells. Wir unterfckrebe» hu*
HWtte Richter »icht mehr den Freifinuige, die Stange ««. diese, Bürgerßolz beneiden! Gewiß, ungerecht. Di- Berliner Stadt°erwarto7g hat aa»z a-slst aii I jft--', l° mag die, für letzter- höchst und quem fertigte «»maßungen v-rdi-ue» immer eine entschied-«- spruch, mehr geehrt za Stu alSeS Ä2t
ifÄt: "Tt te »Ä sä ä*asä Deutsches Reich.
die zahlreichsten und stärkste» BildungS-lemtuteIprostituire". artete« Parteikämpfen ^iStadtvertreteuge»find nach der Stäbtcordnung be- Kaiserpaares legte Kammerherr v. b. Kn-sebeck
anfzuweisen, lauter hochbegnabete, bas Denke» und! s !Är"'^okA^^^^einde zu fördern, nichtIam heutige» Sterbetage der Kaiserin Avgusta ein«
Wisst« ihrer Zeit beherrschende Mä.ner, die - wie kJ?" t 4 K ««? i Tinge ,» beschließe». Nichts. Kranz am Sarge im Mausoleum Ch-rloitenburg
die Simso«, Gneist, Forckenbeck, LaSk-r — auch die R-chtersta-d davor schütze«, f.üher oder destoveniger find speziell die Berli»er Stadt- «ieder. — Der Staat;sekretär d-S Reichspostamts geborenen Führer bei Parlaments waren. 3e*t Kj**“ $01l8'^tert^" '°^°-r°rd'-t-n mmer geneigt gewesen, b«8 Rathh°u,°. Stephan vollendete heute sein 65. Lebensjahr,
aber soll da- Rff-ffor-ramen nur Handw-iksjansten^,^» Qaak.Stu»t-rrag-he» U.S will zu euer politischen «l-naumzuwandel-, und über «u- »«laß diese- erhielt er auch -in Glückwunsch, hervorbringen, die bereit- ,u»ter dem durchichnitt «st abjagt, auf dem-r fitzt. F.agen der inner» Politik, über Regirrung und schreibe« vom Kaiser.
liche» Bildungsniveau stehe« und nicht in? im ?L?aS pnteiisch« M«, gegen de« deutsche» Partei-, z« Gericht zu fitz-^ - -- g-wiffermaß-» " (Fürst Bismarck) wird, wie der .Hau«. Intellekt, sonder» auch im Charakter geschwächte ^chterst°»d wird d-fse» Sntoriiät «ntergrab-n. Dar ,» - --r höh-r-n parlamentarische«Justiz oder doch Cvur * wsse« will, am 18. Januar »icht «ach Männer find*. |”°9 ber fteifinnigen Preffe ,«r Zeit ganz erwünschttt« iiaer Art vo» Nebenparlament ,» mache». Merit« kommen. Der Kaiser habe bei seinem Bi-
Die Gehäsfigk-it gege» den Jnristenstand ka«» P„'L!°!^'°"^ tS.1)l „^1» aller Würdigung der hohen politischen Weis fache in FriedrichSruh zunächst dem Grafen Rartzau
allerdings nicht gut schärfer markirt werde», als in ? ? 8 „ beI ®8"Ier. be8 d-utschen h-it d-S Berliner kommunale« Freist«nS erkenne» ei«e> Wunsch zu -rke»«e« gegeben, de» Fürste» a»
liefern llrtheil. Nichtsdestoweniger wird 5. e?qbt” af?e staatserhaltende» Parteien wir doch keine zwi»ge»de Nothsendigkeit, immer jenem Tage i» B-rli» zu sehe«. Graf Rantzau er. .Numerius N-gidiuS* »icht überall als ei»wa»dS- P«°«frtchtigeS Interesse. Meinung seiner Etadtvertretung über l widerte, daß in dieser Frage dem Professor Echwe«
steter Zeuge genommen werden. Sei« Hinweis auf! — « die Gestaltung «nserer inner« Verhältnisse zu ver iringer die EntsSeidung zustehe und als der Kaiser
- --------- 1 - - - 'nehmen, und der Berlin-r Oberbürgermeister wird «mit diesem darüber sprach, antwortete SLweninaer
7i”'aT k* ---5 nm. llicht die Verantwortung darüber übern.hmea zu
gtk-hrt »nd den Berlinern ihr Vrrhalte« als — «könne», daß der nahezu 81jährige Fürst mitten im ungerechtfertigte Aumsßung ausgelegt wird. I Äirter dir Reise vo« Friedriqsrah «ach Be lt» «--ter» Nach ihre« Leistungen wollen fie bemeffeu und k nehme. Da der Kaiser nicht Zweifel sei« konnte — geachtet sein. Vorzüglich; die Stadtverwaltung I saß der Fürst fich von dem Rathe sei«-8 bewährte» >u°t “"*■ Aber auch immer I Srztes abhängig mache« würde, unterließ er et, mit
immei toleraut? Wirklich immer achtens I dem Fürste« perjöslich auch nur nock ei» Wort w-rth? Wir zweifeln. Ihrer Zosawvensetzung »ach«darüber za spreche».
1 Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,
toion 2 SDM ^ranen^oScrn8^8^^ sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenftein u Vogler in „
s a2,r m. mi Wfl-
(Nachdruck verboten.) . ''Welch- »it Euer sucht, was Lerden schafft * Lch!« - die geschmeidige Gestalt schauerte leicht (Nachdruck verbot«.)
Dre Salon-Fee. PeI, 5’“_3en« W 6Ia$nLtctn/x -@«hufammen - .wenn ich mir solche Trennung aus.
Roman von «.Marbtz. P* a“?: Vertrauen schließe die Eifersucht aus, male! und noch dazu von einer so langen Dauer SNZZeN Ms Elythma.
. laber lautet nicht ein andere» Sprichwort: Wo kcmelwis — sagtest Du nicht 'mal — tbeuerftel m6„ .
. (Fortsevmig.) ! Eifersucht, da keine Liebe? Welcher von den beiden «Dora, e« könnten wohl zwei Jahre vergeben ehe —* I Theodor Machert.
j$inben Sie nicht auch, e» wäre mehr al» I Gemeinplätzen behält denn wohl Recht?* I Qmeio an;, „»r fiel (Schluß.)
paujam, zu verlangen, daß während meines Fern. Darüber kann allein die 3nbiT>ih»»nMf hJifi hJ ir Ä Besonders Interesse hat Abrsfinien ja immer
sems meine Braut allen geselligen Freuden ettifagtL,t,rÄp„ 1 SmS;,!* S-hIÄ“51 i/ l? r da aukgeorückt? E» wird vielleicht doppeltIdarum erweckt, weil e« inmitten de» afrikanischen und in klösterliche Einsamkeit fich vergräbt? Da«l^_^." "ÄS* r Eren, ehr wir un» verhelr^hen, beant. Mohamedani«mu» und F.tischismu» eine Stätte
wäre beinahe wie halbe Gefangenschaft und könnte antmnrtiU 8ei^e6en 0eaitvt’ lautete! wartest Dora, au» ^ren Sugen der Schalk blitzte,! de, Christenthum« war, freilich eine» eigenthümlich oer- leicht dahin führen, den schönen Brautstand 6I» Äron"e Ä n „ „ , " W bk baIb zerrten und entstelltenChristenMms. DerEar^^^^^
lästige, wohl -ar verhaßte Fessel zu empfinden.| .-Nunja, gab Fräulein geller zu- .Sie lachen! gesprochene Frage. I erzählt von einer sp-csisch abessinischen, übrigens mensch.
Solchen Zwang soll unser L-rlöbniß nicht 6uf,|mi^ g«?'° au®» wenn ich Ihnen gestehe, daß ich! .Hui Du arme Dora, da« wäre ia entsetzlichI'slich sehr begreiflichen Fassung, in der man dort dm
»eisen, sondern gerade da» Gegeutheil! Meine junge |ouf letzterwähnte Spnchwvrt lieber ange-! .Inwiefern?* Dora lachst jetzt belustigt auf — I Sündenfall berichtet. Adam und Eva lebten also
Braut soll in ihrem Thun und Lassen fich ungeJ® , .'trn roo“te- Ohne ein Blichen Eifersucht! .meinen Wünschen gerade entsprechend, beste Käthe!I Mcklich und zufrieden in einem schönm Garten, hemmt stei fühlen, ich wünsche sogar, daß fie ihre! , » ich mir ben «rautstand langweilig. Ich «Du siehst in der Zwanng- ober Einundzwanzig. I bi» eine« Tage» die Schlange kam und fragte: Jugend, die goldene Frühlingszeit, welche nie«älaube, ich könnte sogar, sollst mir mal da» Glück!jährigen, die ich nach Verlauf jener Jahre sein!.Wo ist Adam?* .In einem anderen Theile de« wiederkehrt, vall auskostet, erfüllt von dem B-. I Miieben fein, einen Bräutigam — sie senkte | würde, doch nicht etwa schon eine alte Jungfer?" I ®arten».* Darauf die Schlange höhnisch: .Wirk» »ußtsein, daß jede froh »erlebte Stunde, jede 8-. I "Erschämt °ie langm Wimpern — ,zu besitzen,! ^Jch begreife nicht, Liebe* — Fräulein Zeller lK$? Glaubst du?' .Warum bist du so höhnisch?* «offene Freuist einen Widerhall in «einer ^reckliS ^eifersüchtig sein und fände-« reizend, wenn!schulte bekümmert da» hübsche Köpfchen — „oie fA ®Ö<L *I)enfß te benn- bu bist da» einzige -Seele findet. Nun darf ich ja wohl hoffen* - t „ Du über eine so ernste Frage scherzen kannst. Mir ®«b tn der Welt?* .Ja, und ein sehr schöne».*
fügst Doktor «roner in leichterem, etwa» sarkastische«! -Hüten Sie fich, liebe Käthe," — warf hi«!erscheint ein langer Brautstand — bewahre mich|-^un, ich will dir ein andere« Weib zeigen,* fogte
Xmie hinzu — .gnädiges Fräulein find jetzt ber||r°u steuerrath unmuthig ein — „ben bösen!der Himmel vor einem solchen* — ein schmachtend!^ Schlange und hielt ihr ein Spiegel vor. lieben Freundin wegen beruhigt ! Feind zu rufen, da« Schicksal möchte Ihren feltd frommer Augenschlag begleitete die leise geflüsterten Darauf wurde Eva auf die vermeintliche Neben,
.Vollkommml* öttfieberte Käthe Z-ller en« | 'amen ^nfch einst bitter an Ihnen rächen * ! Worte — „wie eine stete Gefahr für den beider. | bu^erin eifersüchtig und willigst ein, Adam zum
hufiastisch. „Dein Herr Bräutigam, beste Dora, ist! „Ohne die tragische Berufung an das Schicksal! Zeitigen Frieden! War kann da inzwischen Alle« | ®enuffe des Apfels zu verleiten, der ihn ihr filr
»ahrhast bewunbernswerth — sogar nicht eifer.hu unterschreiben,* lächelst Kroner mit unveikenn-! geschehen! fs giebt Klippen, die da« g-sicheitst! , fichern sollte. Diese Erzählung kann
süchtig!" ! barer Ironie, „erlaube ich mir die Bemerkung bin-1 scheinende Glück zum Scheitern bringen, mag Gott* | “ 4 1 dafür gelten, wie wunderlich
.Aber Käthe —* !zuzufügen, daß Fräulein Zeller* — er neigte leicht | — ein liebevoller Blick glitt über die Verlobten ^! da» Christenthum im Laufe der Jahrhunderte hier
.Siebe«. Herz, ereifere Dich nicht* — be.|be« Kopf gegen die junge Dame — .die Eifersucht! -Sie beiße gnädig davor behüten.' | .
schwichtigst Kroner feine Braut. .Wo Bertrauen «ahrfcheinlich erst al« den eigentlichen .Hautgout'! .Du setzest mich in Erstaunen, Käthe. Au« R , Kute Ä **
* hat Eifersucht nicht« zu schaffen- In um,der Liebe betrachtet?!' !spricht ja wahrlich die Erfahrung einer greisenhaften|SIaL‘T ®pifee tß,e^
feil der schlimme Gast niemal«. heimisch werden.| .Spotten Sie ('nur, Herr Doktor,' verfette ®*6'561' — spöttelte Dora. |-%itdem Aea2-n
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