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ich bin gar nicht mehr kchaufftrt," schmollte Dora,und da auch Albert' « schaute zu ihm empor mit ihrem süßesten Lächeln »nichts dawider hat, so'

Deutsche Gelehrte über das Studium der Frau.

* 3«i*ige* Wocke» wird tu »erlii eine Broschüre er?seine», bte voraussichtlich viel von sich wird rede» mache». Der Verfasser, ein junger Berliner Journalist, ist vor einiger Z-.it an bte hervorragendste» Vertreter der Wissenschaft und Literatur mit der Frare hera»getrete». ob die Frau zu» ßla-i bemischen Studium befähigt x»b 6e»| rechtigt sei. Da» Resultat bient Run:fragej scheiut überaus interessant zu sei». Der Heraus­geber legt u»s heute schon die folgcebex Aeuß-runae» hervorragender akademischer Lehrer und bedeutender Schriftsteller vor. Seheiturath Professor Leyden antwortet:

btkanllte Hygieniker «nd derzeitige Dec,n der Berliner medizinische» Fakultät:

. , §a wir mit den Frauen an unserer Universität in das .Stadium des Experimentes g treten sind, und dieselben thatiachltch sich an rett Vorlesungen betheiligen, muß und rann man, glaube ich, etwas mit dem Urtheil in dieser Frage, zurückhalten. Es wird sich bald zeigen, was man iu hoffen hat. Ich habe übtigens im Laufe der Jahre mehrfach Damen, die im Laboratorium arbeitete?, unter meiner Leitung gehabt, aber 'ich halte mich nicht für be­rechtigt, hinsichtlich des Ausgangs Vieser großen Bewegung nach trcn.gen Erfahrungen eine Prognose zu stellen.

Zu« Schluß wolle» wir uur urch Ernst von Wtlde»bruch das Wort geben:

(Nachdruck verboten.)

Die Salon-Fee.

Roman von A. M a r b y.

(Fortsetzung.)

(Nachdruck verboten.) Skizzen aus Erythräa. Von KarlThcodorMachert.

.Bet dieser drohenden Aussicht, Du böser Su< mnft».Tyrann,' versetzte sie mit einem schelmischen Seufzer, .sollst Du mir mein freie» Selbst bestimmung-recht heute wenigsten» noch nicht ver­kümmern!'

.Da» heißt?' I

.Ich halte dem Assessor meine Zusage.'

,E» wäre jedenfalls wünschen»werther, Du Atetest besser auf Deine Gesundheit t' bemerkte die Rama, sichtlich mißvergnügt, ihrem Wunsche erfolglos Worte geliehen zu haben.

. .Sorgen Sie nicht, Mama," nickte Doktor «oner m heilerer Unbekümmertheit,ich lasse ihn £ E über den Kopf wachsen! Gelt, mein Schatz? fügte er zu Dora gewandt neckend hinzu.

Sie zuckte vieldeutig die Achseln.

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scheu.

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Bet der Behandlung der sogenannten Frauensrage be- geht man heute durchgängig einen Fehler, durch den man ich m»meS Erachtens die Schwierigkeit der Beantwortung selber geichaffen har. Matt behandelt nämlichbte Frau" aU einen individuell unterschetdungslosen Grsammtbegriff, und führt dadurch bei der Beurtheiluna beider Geschlechter emen Unterschied herbei, den es gar nicht giebt, und in dem, tdt das für das weibliche Geschlecht Kränkende erkenne. Jedermann weiß, daß keineswegs alle Männer, alsoder j .11.11!1 - ium geistigen Berufe, zum akademischen Studium besahrgt und somit berechtigt sind Jedermann weiß, daß nur eine bestimmte Anzahl männlicher Individuen sich dazu eignen, während die anderen eben die erforderlichen Fähig- besitzen. Spricht man deßhalbdem Mann" Augemetneit Fähigkeit und Recht zum geistigen Berufe t * i'O wüßte. Warum also wenden wir biete höchst einfache Beobachtung-Methode nicht auch auf die anbei e Hälfte der Menschheit an. Warum spricht man vonder Frau", statt von den Frauen? Man pricht wohl vondem Esel",dem Hunde",der Katze" aber haben die Frauen nicht das Recht, daß man sie als menschliche Einzelwesen. behandelt? Im Augenblicke, wo man sich razu entschlösse, wäre die Frage au- der öden «ystem^tlk, m der sie jetzt wie ein Pferd mit verbundenen

kurz u»d bündig:

I Eixe enischjedesere Stellu»g xhxmt Proftflot V der Frage ei». Er ist Mctglird

«drr »ttltxer theologische« Fakultät u»d liest gecex aS ? *cIItä äb£r -Diedrich Nietzsche mb dal K * ' das erste Kolleg überhaupt, da» sich ' »»glückliche» Nietzsche beschäftigt.

«»^Schlüsse feixe» Aufsatzes heißt e,:

, ?rr.lyrischen Dichtung, in de^äusübe den Musiki Id" ^chausvielkunst und der nachahmenden Malerei stehen ^,llsauen den Mannern vollkommen gleich; in allem ^.chopferlicheti aber, und so in der gcsammten Wissenschaft ni-d-blos Wissen, sondern Len nicht wL in England und Frankreich, fortgesetzte Schulbildung und nl»t Durchnahn e von Kursen, sondern fnhMf^n mu,rr/te5 ^L.Hung und zum produttiv'philo- sophtichen Betrieb der Wtffenschafteii ist, - und dies ist auf deutschen Universitäten -

5 , "vch brc begabteste Frau, allerfeltenste Ausnahmen vielleicht abgerechnet, nur Mittelmäßiges leisten, wenigstens erleidend soll iblcnT ""blichen Charakter Einbuße

1 1005/4 4 101

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I SO-/, 927/1 105

^dnlage der Italiener bei M^t^^dschr h-t von Neuem gezeigt, wie starken Wider st»nd sie bei der Ausdehnung ihrer Kolonie d-n «*« >u gemartig«. h-b.rn ^..^dksfinier find m ihrer Gesammtheit al» ein entschieden krtegerischee Volk zu bezeichnen. Eine bewundern» wertste Abhärtung macht sie zur Er- lragung großer Strapazen fähig; obwohl e» in ihrer gebirg,reichen Heimath trotz der Nähe oe»

«equafr» 'beinahe jede Nacht auf dem Hochlande Frost gtebt, übernachten die Leute auf offener Straße, ohne einer anderen Kleidung zu bedürfen, al» am heißen Tag. Kräftig von Natur, ziehen sie den Kriegsdienst jeder anderen Beschäftigung vor, einmal au- allgemeiner Arbeit-scheu, sodann, weil ne daber reichliche Gelegenheit erhalten, zu plündern, ichwausen, zu trinken und herumzulungem. Dre sogenannten regulären Soldaten fallen er. barmung-lo» über die Hütten und Felder ihrer Lond.leute her, aber auch außerhalb der eigentlichen Krieg-zeitm tfi im« Land voll von plündernden Räubern, deren Handwerk für ebenso ehrenvoll gilt, al. der Diebstahl verachtet wird. Ein Kennzeichen DieÄsi e£8m^un9 tfl die Grausamkeit.

., e iSefangenen werden auf die Är Eöeise geschändet. Der bekannte l^ttser Theodoro» metzelte «ährend seiner Krieg». ,uge Freund und Feind zu Tausend«! hin: bat tt"^?a.^"fahren bestrafte er mit der abessinischen ?le. darum so entsetzlich ist, weil der Kopf dabei nicht verschont wird. Dem Missionar Erern, der seine» Peinigern schnell entzogen wurde,

* N-ub-Mung-n auf »ie

WW Seitung« werben immer noch * gegengenommen und die bereits erschienenen

Ä /^'" Kräfte ist, _b«8 muß .bg'wxrtel »erben ; .in4h!» m ich, daß man sich teiro bacc. hüten muffen, Urtheil zu fällen, ehe gerügenbe praktische

Eftah. ungeu zu einem solchen entsprechende Anhalt-Punkte

säte® ä tassr - ***** **

Luten. Wie schnei?»erden °e!J«tfiten*»!*'s 6S*e Win

feKSSSÄE-ÄM««

«L *w glaubte e» ist doch anzu-1 sucht

«ut "sinairter Heller in I Doras blaue Kinderaugen blickten ihren Ver.

&^^» &« 1 »ff6-, lobten halb erschrocken, ^b wie um Beistand

nicht nach Berlin? Si^bleÄ? unsrer^tatt«ü 'b in beredten Mienenspiel, nm» in halten?' un,eret 651(161 ihrem Jnnnn verging? Seine Hand umschloß die

..Se6auete! gnädige« Fräulein!' Im erwähnten ^ während er, zu der

iehrÄd? N^n^nn^halte Äfi^?echtI %|glü^weift-'sie süße arme Dora kann doch allün keinen Ball I erlauben doch? sofort berichtige» kann. Al» der suchen l' trtnen 8011 b" »ermemtliche engherzige Egoist' - fuhr er mit er-

Eine heiße Röthe überslammte gw«« IT*?1 Nachdruck fort .wäre ich gar nicht

, »»»U. «m ge« m «eben.-

eitraHiir rtfur1 ® * 8elUihma meiner! Knischmg folgt.)

-Küthchm «rmuthet mvhl,' setzte die Fra», -----------

rrer, poliiach er.

: 1896.

a»».

. . 34 kann, um ehrlich zu sein, keine positive Meinung,. Mbeeung daiuber geben, ob bie Frau zürn akademischen Slublum befähigt ist. Die Ersahrungen, welche wir bi- letzt nach biefer Richtung zu machen Gelegenheit hatten, Nnd uoch r» gering, als daß sie einen allgemein gütigen £ , - Schluß zuließen. Bei ber heutigen sozialen Stellung der

Ife« be. Frau, welche sich so wesentlich von bet früherer Jahr-! da! urkj hunberte uvterschetbet, ist bie Frauenfrage Überaus wichtig ter bOH S? b-deutuugsvoll gewo-ber,, baß ist ja längst erkannt nvirfiowl *S r ?n# berm U'cht verschaffen, uub wie ja auch -a»scye»q^emetn bekannt fein bürste, hören auch bereits bei m-S a6)* - Deutschland Frauen medizinische Vorlesungen. Auf Eines Welch neilich muß meiner Meinung nach gar, besonders Gewicht waroi ?'Vat Ulib »war darauf, daß bie Fran mit ber. Bbet sie : bM LaÄ*nn au-gerüstei wird, ehe sie

siq das akademische Studium beginnt. Ein absolvirte, Gym-j le armil "nasium und da» Matmiiätrz ugniß muß ebenso Wit beim! Studenten, auch bei der Studentin eie die Grundbedingung! für bte Zulassung zum akademischen Studium geltem Daß! Frauen ohne gehörige Vorbildung ganz einst ch auf zwei! Jahre an eine auswärtige Universität gehen, und alsdann! »ort ihr sogenanntesDoktorexamen" ablegen, diese Art! de, .kademilchen Studium- halte ich für entschieden ver. j werfltch, denn sie wird namentlich im medizinischen Berufe eine Klasse von Kurpfuschern heranzüchten, bie für uns °!^.deztehung gefährlich sind, und natürlich »och viel mehr für bie armen Marienten, oie ihnen üi bie | Hande fallen. Was bie so vielfach aufgeworfeneKon. wrreuzfrage" betrifft, bie entstehen soll, wenn erst das akademische Frauenstudium allgemeiner würde, so alanbe! ich, daß wir keine Ursache haben, die Koniurrenz sonderlich! ? iuichteu. Mehr schädlich, ich wiederhole es nochmals,! Jfab für uns bie verschiedenen Farmen von Kurpfuscherei. I

Bearburg,

Mittwoch, 8 Januar 1896. £ffÄeÄÄ'Ä£?ä? mi- Ä-hrg.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover 'Paris

L , .l^stage kann ich leicht beantworten. Ich h a ife 19h,a-ik r a 8 u in a t a b e m i f cff e n Studium NN» zur!

i usriDung der durch dlescs Studium bedingten Berusszweinc! i" r7"r,i" « " vl ulu uciuunocncn

I f jr [B körperlicher wie geistiger Beziehung völlig u n a e - l '1£n ^rumschlenht, erlöst und zu einer praltische» gc- jkignet. u Imacht, und sonnt wäre sie meines Erachtens gelöst Mail

Die schroffe Ablrb»u»V^^k^«öL^r^!k^ g«'»«- Bedürfniß und die geistige Fähigkeit des knrA - ,er ekadtmtschex Fcaulmnblicyen Individuums, so wie man es beim männlichen

HAaL ÄkT berühmtesten deutsche» Selihrte»!lhut rmd sann entscheide ma . individuell und in jedem I schewt übltgevs ziemlich stolirt zu stehe», de»« gleich It:n<e[ncn Tchl. Woher man das Recht ablciten wollte, [der folgexb'c Gelehrte, der Rechtslehrer $rDfeffor'Dr I-CrJum 'stub!um befähigten Frau dies Studium un- I Der »dura ffirbeimer RnRiirneh »«.u «ist "! ?03stch zu machen, ist mir unerfindlich, doppelt untr- H-rre"h-user' schreib?. 3 M*b Siit8lkb be8 W in einer Zeit, in der man zum Bewußtsein - \ 2 W ' - kommen ist daß große Fragen, wenn man sie zur Lösung

Nicht- ist unzweifelhafter, als 'chaß c8 Frauen aiebt, I ^rt,ndtn von der Hohe des Geistes aus angesehen, aber i® akademischen Studium befähigt, also auch be-1mU faktischen Händen angefaßt werden müssen."

'uninerfifäkn on^ie gw ist,, ob es für unsere! - Die Fr«»ex »erden sich leine» beredtere» A«»ast

-----

muthVZr«e Deutschlands und IN an-i Deutsches Reich.

Universität tttjtben* Frauen-! * Uertt», 6, Ja». (Tageßbrricht.) Unser

..». «smsMEdsiaSSSswffi

xuv'®et ^kie hübsche Blondine mit einem , wi-/i «iadonnengefichtchen und unschuld-voll blickenden ; K ^benaugen. Scheinbar in ein «n-eleg-ntMel Wxfe". »«t In « chrer Nähe geführten Unterhaltung kein Wort ergangen fern.

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ee. Majestät im Neuert Palais Borträge Urd em- Ä. Etaarssektetär der Südafrikasische» Re. publik Dr. LtydS in Audienz. Wie »abträglich be. kanut wird, hat der Sstser a« 30, Tezember de» Exjesuite» «rase» Paul Hoexsbroech i» läugerer Audienz ewpfangex. Eixe Nachricht, daß oer fraszöstsche B -1 s ch a f t e r H e r b e t t e dem Kaiser Wilhelm eix Dankschreiö:« de» Ptäside-te!- Faure für die Sendung des allegorische« Bildes überr-icht habe, wird als unrichtig bezeichuet. - Dem ko», «sxsirertd-x «exerel des 17. Armeekorp» Le»tze i» Da«,ig ist vom Ro»archerr der Adel verliehen wordex. " F'°u p. Wtb«a»» ist jhr-m Gemahl »ach Trulsch.Ostafrika abgereist. Nr eine baldige Rück, kehr des Gouverneur» ist also sicht zu denke».

. . Alexander.) 3« de» NaSrxf, den der ,Reich»a»zeiger' de» vilstotberen Pistzex Älexander Aidmek, heißt -S: Bor.AlleN rus.-z ich-et durch die Eigenschaften seines Cha-atters md srineS Herzens war der Pri»z 8lle», die ihn fa»»tw, eix ßl'ich verehrter nsd geliebter Herr. Wte er al» frctsme? Christ gelebt har, so ist er gestorSex, en8jbe8-m iiat tiK H-^Mer JO» ritterlicher Sesi«»u»g an? de« Lebe« ge. schre.eu. An» Anlaß eeL Kblebe«» des Prinzen fiuo i» B-rlin auf alle« Palais u-v öffentlichen Gebäude« ,owie auf zahlreiche« Ptivathäuftrn die fSL se6i6t; aGf de« Portale« d-S Königlichen Schloff-, wehe» die Kaiser- wie die xiSstgrstandarte uud der brandcuburgifche rothe

Jd6ex ^lde ebenfalls halb steck. Di- Leiche des Pri.ztn wird ix der Nach' zu« ?o»x-rst«g unter Eskorte von Äbih-stnsge« des Gard. Küiasster. r-gimeut» »ach der Do».Juterimkkirche üderg-füh't und «A DsKre'.stiag dsfelbst feieriichst betgesetzt ^rbe». Die Hoftrauer ist ans »Wochen a-gesetzt.

(^ajestätsbeleiviguxgS.Proz-ffel D°S Berliner Landgericht bsmtfrnte den Schneider OWr segen MajestätSbeleidig«,-- }8 s Mnaien He Strafkammer in Mainz les Müller Ws» Neuner aus Kr-meldorf in Ob.rfmnk u der . Katzeicheiuerntnhle bet Ki-verShe m während ei«es Sespraches mit seinen Mita-bffter» den deuftchc» Kaiser befchispft hatte, »egen MajestäiSoeleidiMng zu 4 Monate» Gefängniß. u 9

* (Hämmerstein). Zur Verhaftung des Fttiserrx v. Hammerstei» ergreift «ar.mehr auch die »Äonf. Corr, das Wort, indem sie etwa Fsluense» suSführt: Die Nachricht vou der Ergreifung Hammer- ßein» hat im konservative« L-ger nichts weniger als Bestürzung hervorg-rufen; im Gegenthril hat »an