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36. Jahrg.
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hurrah!'
Die wissenschaftliche Vorbildung der Offiziere.
Den Eltern von Schülern des Kadettenkorps wird es von Interesse sein, zu erfahren, wie
währen. , ,, I
Erst die Vollendung des Studiums brs zum | Abiturium ergiebt diejenige allgemeine gründ- I liche und abgeschlossene wissenschaftliche Bildung, I in deren Besitz der Kadett mit ruhigem Temüth I und Selbstvertrauen den Anforderungen und Fährlichkeiten feines zukünftigen Standes ent-1 gegensehen darf. Es kann nicht oft und früh I genug dem jungen Mann, wie auch den Eltern und ihren Stellvertretern eindringlichst vor I Augen geführt werden, daß der Berus des I Offiziers ein sehr ernster ist, der sich oft genug I jum schweren Kampf ums Dafein gestaltet, rn I welchem nur derjenige erfolgreich besteht, der neben den genügenden sittlichen Eigenschaften I auch über die nöthige wissenschaftliche Grundlage verfügt, sei es nun aus der militärischen Stufenleiter emporzusteigen, sei es als sicherer I Rückhalt, wenn dies ihm frühzeitig unmöglich werden sollte. , „
Gewiß, das Heer hat eine große Zahl tüch- । tiger Offiziere, bedeutender Führer aufzuweisen, die nur auf Grund der Fähnrichsprüfung rn dasselbe eingetreten find; denn die angeborenen Soldatentalente werden von sich aus auch heute noch sich da und dort Bahn brechen können, allein wer giebt von vorneherein die Gewißheit, daß dem jungen Offizier dies gelingen wird, daß er, abgesehen von allen anderen Mißgeschicken, die ihn oft völlig unverschuldet treffen und zum Abschied zwingen können, überhaupt
I körperlich dienstfähig bleibt? .
I Soweit uns bekannt, ist das Streben tm Kadettencorps schon seit Jahren darauf gerichtet, I das Abiturienten-Examen als den natürlichen Abschluß in der Schulbildung anzusehen. Die vorstehende Mahnung aber kann denen, die sie | angeht, nicht eindringlich genug ans Herz gelegt
I werden. _____
I * Sozialdemokratische Zollbriefe. I Nach dem „berühmten" freisinnigen Muster I veröffentlicht nun auch der „Vorwärts" aus der, I einem sozialdemokratischen Abgeordneten zuge» I gangen en „Anzahl von Briefen betreffend die I Getreide- und Diehzölle", einige Proben, um sie für die Agitationen gegen die Agrarzölle zu
I verwerthen. Was aber bedeutet eine „Anzahl solcher Schreiben, und wenn sie sich auch auf hundert belaufen sollte, gegen die große Maffe Hunderttausender von Landwirthen, die sich für । die Unumgänglichkeit der Zollerhöhungrn ausgesprochen haben?
; Einer der vom „Vorwärts" veröffentlichten, I von einer „Genossin" stammenden Zoübriese,
mit dem KreisSlatt für die Kreise Marburg und Kirüihai«.
dafür führt die Rechnung dec „Rheinischen Volksst." auch ein Beispiel an. Die Münchener Löwenbrauerei habe in den letzten 10 Jahren allein 2 353613 Mk. Tantiemen zahlen können.)
Untir dem Eindruck dieser Zahlen dürfte er kaum gelingen, bei den deutschen Reichstagsabgeordneten die Vorstellung zu erwecken, als ob eine im Jntereffe der deutschen Gersten- und Hopfenbauern dringend roihwendige Zollerhöh' ung, die höchstens eine Biervertheuerung um 45 Pf. (ca. Vio des Bruttogewinnes jener Münchener Brauereien) per 100 Liter herbeiführen könnte, das Brauereigewerbe tn eine ungünstige Lage bringen muffe. Noch ruhiger kann man bezüglich der deutschen Biertrnnker sein. Diese bezahlen in ihren Stammlokalen heute (in Mittel- und Norddeutschland wenigstens) bekanntlich meistens 37,5 bis 60 Mk. für 180 Liter Bier einheimischer oder Münchener Herkunft. Bei diesen Preisen wird eine Bierver- theuerung von 0,45 Mk. pr. Hektoliter wohl nicht bemerkbar zu werden brauchen.
chnacht i ober i lie, eit! ’ f, Kös :. einig!
Gersten und Hopfenzölle
Die Leiter der größten Bierbrauereien Deutschlands machen mobil gegen die Erhöhung der Gersten- und Hopfenzölle und haben zu diesem Zwecke vor kurzem eine Versammlung in Berlin abgehalten. Während eS von dieser Seite so dargesteüt wird, als ob es gelte den I Ruin von dem großen Brauereigewerbe abzuwenden, versuchen die freisinnigen Gegner des Zolltarifs das bierdurstige deutsche Volk wegen der angeblich gefahrdrohenden Verteuerung dieses Nationalgetränkes durch die Zollerhöhungen aufzuregen. Daß hier von beiden Seiten die I bekannte „Mücke zum Elephanten zu machen versucht wird, muß jedem klar werden, der sich eingehend mit der Frage beschäftigt: „Wie groß I würde denn die thatsächliche Verteuerung des
Bieres durch die Zollerhöhung werden?"
In der Begründung zum Regierungs-Zoll- I tarif ist genau ausgerechnet, daß die Erhöhung I des Gerstenzolles eine Verteuerung des edlen Gerstensaftes um ganze 22 Pfennige pr. Hektoliter, die Hopfenzollerhöhung eine wertere von I 15 Pfg. für das gleiche Quantum bedingen würde. Die letztere Berechnung giebt felbst die „Freis. Ztg." als richtig zu, dagegen behauptet sie, daß der erhöhte Gerstenzoll 100 Liter Brer nicht um 22, sondern um 30 Pfg. verteuern muffe. Selbst nach der Rechnung des freisinnigen Hauptorgans würden also 100 Liter Bier durch die von der Regierung vorgeschlagenen Eersten- und Hopfenzölle nur um 45, sage und schreibe fünfundvierzig Pfennige verteuert werden.
Bei dieser Rechnung ist jedenfalls angenommen, daß Gerste und Hopfen um den vollen Betrag der Zollerhöhung teuerer werden müßten. Das dürfte aber nach allen Erfahrungen bei Zöllen auf solche Früchte, die in ausreichenden Mengen von der deutschen Landwirtschaft produziert werden können, nicht zutreffen. Die Zollerhöhung wird vielmehr zu einer Produktionssteigerung führen und durch gleichzeitige Verbilligung des ausländischen Angebotes, wird voraussichtlich eine Preissteigerung um die volle Zollerhöhung hintertrieben werden. Man kann also ruhig annehmen, daß die vorher berechnete Biervertheuerung um 45 Pfg. per 100 Liter keineswegs schon bei Annahme des Gersten- und Hopfenzolles nach dem Regierungs- Vorschläge, sogar kaum bei den von den deutschen Landwirthen geforderten höheren Zollsätzen ern-
ein guter Kenner des Offizierberufes, der Major I Faller, in seinem kürzlich erschienenen Buche über den „Offizier" fich über die zweckmäßigste Form des Abschlusses der Bildung im Kadettenkorps äußert; wir entnehmen dem empfehlenswerten Buche die folgende Stelle: „Daß die Mehrzahl der jungen Kadetten danach strebt, von der Obersekunda aus als Fähnriche in das Heer zu kommen, ist wohl leicht erklärlich; eS reizt die jungen Krieger, möglichst rasch den pädagogischen Fesseln entfliehen zu können, sie stellen sich die praktische Freiheit bei der Truppe, wo sie doch schon „was find", weit verlockender und würdevoller vor wie das weitere Studium. Wir möchten daher an dieser Stelle im Interesse des Einzelnen wie des gesummten Offiziercorps doch eindring- lichst mahnen, diesen Regungen nicht nachzugeben. Denn die bis zur Fähnrichprüfung oder vielleicht noch in Unterprima erworbenen Kennt- nisse stellen für die heutigen Zeitverhältnisse doch nur das' kaum hinlängliche Maß an geistiger Vorbildung dar, die von dem künftigen
Offizier gefordert werden muß, fofern das Offizierskorps seine hohe Stellung behaupten soll; sie reichen eigentlich nur aus um dem Kadetten, der sich gezwungen sieht, die Haupt- kadettenanstalt vor der Zeit zu verlassen, die Möglichkeit des weiteren Schulstudiums zu ge-
Ausland
EÄ^afrik«. Ueber den neuesten Sieg Dewets hüllt sich Kitchener in tiefes Schweigen. Ueber die Einzelheiten des Kampfes und die Höhe der Verluste dringt keine Kunde nach London, für den, der englische Kriegsberichterstattung kennt, ein untrügliches Zeichen, daß bie englische Schlappe außerordentlich schwer gewesen sem mutz, so schwer, daß alle Vertuschungbkünste ihr gegenüber versagen. Kitcheners neueste Hiobspost wirkt denn auch in London ungemein nieder- drückend.- „Daily Mail" meint, die Meldung könne nur Beunruhigung bei allen erzeugen, die den Kriegsverlauf noch scharf überwachen. Das Blatt dringt darauf, daß Kitcheners Armee durch mehr berittene Trupen schleunigst verstärkt werde. Die „Times" trösten sich dagegen, Dewets Angriff könne die Ausführung des allgemeinen Operationsplanes Kitcheners nicht wesentlich beeinflussen. Auch „Standard" philosophirt, ein gelegentliches Mißgeschick während der gegenwärtigen Kriegsphase sei nicht erstaunlich und sei kein Grund vorhanden sich dadurch beunruhigen zu lassen.
— Den Londonern zum Trost hielt sich Reuters Bureau einige kleine Erfolge der Engländer zu melden. Es berichtet Bloernsonteu I vom 26. Dezbr,: Gestern überraschte Hamiltor I das Lager Prätorius' nordwestlich von Orangia Ein Bur wurde getödtet, fünfzehn Bur er gefangen. Oberst Dumoulins nahm südwefl
Mark)
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Umschau.
Der Kaiser über die Einigung der
lautet folgendermaßen:
Der Abg. Heim hat behauptet, daß flehte Bauern mit geringem Besitz schon Getreide verkausen können. °td> will Ihnen nun mittheilen, tote das möglich gemacht wird. Ich bin aus Bayern und stamme von Kleinbauern ab. Ost find die Kleinbauern arg der- schuldet, und um die Zinsen zu bezahlen, müssen fie fast jedes Getreideskorn verkaufen; fie leben dann nur von Kartoffeln. Andern malt der kleine Müller das Getreide nicht gut genug, diese verkausen es und kaufen fich das schöne Dampsmuhlen-
mehl. Der dritte hat Schulden beim Händler, die er durch die Obsternte bezahlen wollte, nun ist aber wie dieses Jahr das Obst mißrathen und er muß letzt das letzte Getreidekorn verkaufen. Ist im Frühjahr die Aussaat vorüber, dann ist bei dem Kleinbauern kein Korn mehr zu finden, dann muß er selbst für hohen Preis Getreide kaufen oder beim Bäcker Brot borgen. Bon den Kleinbauern geht es denen im Fichtelgebirge am schlechtesten. Dort wachst nichts als ein bischen schlechter Hafer und Roggen, sowie Kartoffeln; ihre tägliche Nahrung ist Franzen- brei; geriebene Kartoffeln werden mit kochendem Waffer gebrüht und Salz daran gethan, das wird gegessen. Was kann all diesen Kleinbauern der Zoll nützen? Sie haben nicht Vortheil, sondern Schaden davon."
Es ist ein Zeichen von seltsamer Unüberlegenheit, daß weder die Schreiberin noch der „Vorwärts" aus den vorstehenden Darlegungen ersehen hat, daß gerade diesen Bauern die Zoll- erhöhung außerordentlich helfen würde; denn hier ist ja nachgewiefen, das selbst der kleinste Besitzer Geteide verkauft. Erhält er aber bessere Preise, so braucht er gar nicht das letzte Korn loszuschlagen, sondern kann für Aussaat den Bedarf zurückbehalten. c-
Deutsches Reich
Berlirt, 28. Dezbr
— Der Kaiser hat, wie die »Post' erfährt, dem in letzter Zeit vielgenannten undin dem bekannten Univerfitätsstreit angegriffenen Ministerialdirektor A l t h d f s zu Weihnachten fein Bild geschenkt mit der eigenhändigen Widmung: »Die schlechtesten Fruchte find es nicht, woran die Wespen nagen. Weihnachten 1901. Wilhelm I. K'
- Die gehaßte Bahnhofsperre wirdaus den badischen Staatsbahnen emgefuhrt werden. . , ... .
— Als Feiertags • »Information verbreitet der Berliner .Lokalanzeiger" folgende Meldung: »Wir glauben gut unterrichtet zu sein, wenn wir mtttheilen, daß alsbald in der Zolltarif-Kommission von maß- gebenden Freunden der Zolltarisvorlage der Antrag gestellt werden wird, die Mindestzölle fallen zu lassen, zumal dem Reichstage das entscheidende Wort bezug- lich der Bemessung der Getreldezolle bei der Be- rathung der neuen Handelsverträge vorbehalten bleibt. — Daß aus die Stipulirung von Mindestzollen rn der Kommission schließlich verzichtet werden wird glauben wir nicht Im übrigen kennzeichnet bereits der Schlußsatz die Mittheüurg als Phantafiegebild.
— Einen Jahresbericht des Bisch ofs A n z e r auS Süd-Schantung veröffentlicht am Freitag die »Köln. Bolksztg." Nach demselben wurde Bischof Anzer bei seiner Rückkehr aus Europa rm Jahre 1900, von Juanschikai geleitet, überall freundlich ausge- nommen. Er fand die Residenzen Tammg und Jvnt- schuf» unversehrt, Puoly theilweise zerstört, ebenso viele andere Orte. Die Häuser der Christen.waren verbrannt oder niedergerissen. Jetzt, heißt es m dem Bericht weiter, herrscht überall Ruhe, doch ist der Fremdenhaß noch tief eingewurzelt und das Gefühl der Unsicherheit allgemein. Man hegt noch keinen rechten Glauben an die Lebensfähigkeit der Dynastie und an den Bestand deS Friedens. I Bischof Anzer gründete im Einvernehmen mit dem I Gouverneur eine höhere deutsche Schule für gebildete I Chinesen in Jontschufu. Dort wurde auch eine große I Sühnekirche eingeweiht.
evangelischen Landeskirchen. I
Ueber den Gedanken einer Einigung der evangelischen Landeskirchen Deutschlands hat fich Se. Mas. der Kaiser bei der Gedächtsmß I feier für den Herzog Ernst den Frommen in I Gotha auf eine Anregung des Regierungs- I Verwesers Erbprinzen von Hohenlohe Langenburg I hin folgendermaßen geäußert: I
»Zunächst spreche Ich Meinen herzlichsten^und tiefgefühltesten Dank aus für die meisterhafte Rede, I mit der Du mich begrüßt und in markigen Strichen das Bild des großen Fürsten gezeichnet hast, dessen Andenken wir heute feiern. Deiner Aufforderung, I hierher zu kommen, bin Ich bewegten HerzenS um so I lieber gefolgt, als Ich aus dieser deutschen Stadt hier Meine Frau geholt habe, den Edelstein, der an Meiner I Seite glänzt, der es Mir ermöglicht, das schwere Amt zu führen, das Mir der Himmel aufgeburdet hat. Wer die Gefilde Thüringens befucht und, wie Ich, Jahr aus, Jahr ein Gelegenheit gehabt habe, das thüringische Volk zu beobachten, der wird von seiner Poeste, von seinem stillen Walde, und vor allen Dingen von seiner unerschütterlichen treuen Anhänglichkeit an seine Fürsten gerührt. Ich ^begrüße es mit großer Freude, daß der heutige Gedenktag, würdig des großen Fürsten und schöner, wie man ihn sich
I richt wünschen kann, uns hier zusammena-suhrt hat. Dieser Tag fällt in das Fest, welches ine Menschen auffordert, sich wieder in Kindeserinnerung znruckzu- versetzen, wo das Geschenk der Liebe Gottes, die Er. I lösung, der Menschheit gegeben wird. Dieses Fest ist wahrlich geeignet, für Gedanken des Friedens und Gedanken der Einigung unsere Herzen zu erwärmen. Niemand unter uns, die wir hier stehen und die wir stolz darauf find, die Nachkommen dieses großen Fürsten zu sein, wird vergessen, daß nur wenige Meilen von hier die Wartburg steht, von der aus das Lied »Ein feste Burg ist unser Gott" seinen welterobernden Zug unternahm, und daß alle die Fürsten, dm als einzelne Pfeiler in der damaligen furchtbaren Zeit der vom Himmel über unser Vaterland verhängten Prüfung mit Ausbietung aller ihrer Kräfte zu hatten gefonnen waren, was fie halten konnten, ihre Kraft nur schöpften von oben aus dem felsenfesten Vertrauen, daß die Verheißung, die Gott uns m seinem mensch- gewordenen Sohne gegeben hat, ihnen helfen werde. Die Anregung, die Du uns heute gegeben hast, ent- fpricht den Gedanken, die auch Mich schon lange be- wegen. Wenn Ich nicht damit hervorgetreten bln so liegt der Grund nur bann, daß Ich fern davon dm, auch nur in Wünschen und Hoffen der Selbstständig- leit Anderer nahe zu treten. Daß aber tut Siel Meines Lebens eine Einigung der evangelische Kirchen Deutschlands in den für fie gedachten Grenzen wäre, brauche Ich nicht zu betonen. Ich meine, daß wir auch ein Bild dafür finden können. Wie der uns (je- sandte Gottessohn und Heiland das Wort gebraucht hat, und der Einzige auf Erden aetoejen ist, der es gebrauchen konnte: »Ich bin der Wemstock, und ihr seid die Reben', so können wir uns einzeln als selbstständige Reben an dem Weinstock entwickeln und, so
I Gott will, gemeinsame Frucht bringen. In diesem Geiste unserer Väter wollen wir wirken! Möge von
I diesem Tage ein Strom des Segens über bo§ ganze Deutschland und seine Fürsten ausgehen! Die Ge-
I danken, die Mich hier bewegen, umschließen ,auch has I feste Versprechen, daß Mein Interesse. Meine Liebe I ünd Mein Scbutz für den Heranwachsenden Landes- I Herrn nie Nachlassen soll, und Ich lederzett bereit bin, ihm mit Rath und That zur Seite zu stehen. Wir
I aber, die wir hier zusammengekommen find, um dieses herrliche Fest zu seiern, wollen einstimmen m den Rus :
I Der Prinzregeut und der Herzog Hurrah, hurrah,
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treten würde. . 1
Wie wenig eine solche Vertheuerung der I zur Herstellung eines Hektoliter besten Bieres I erforderlichen Rohstoffe um 45 Pfennig zu be beuten haben kann, wird erst recht klar, toenn man die Bierverkaufspreise und die großen Be- I triebsgewinne gutgeleiteter Großbrauereien daneben stellt. Hierzu bietet un8 eine Erörterung in dem Organ de8 Rheinischen Bauernbundes, der Rhein. Volksst." willkommene Gelegenheit. Nach derselben stieg der Bruttogewinn in 9 «roßen Münchener Aktienbrauereien (darunter 4 sogenannte „nothleidende" mit weniger guten I Geschästsergebniffen) am Bierverkauf von 2,21!BL im Jahre 1890/91 aus 4,34 Mk. pr. Hektolttter im Jahre 1899/1900. Gleichzeitig vermehrte sich der Absatz dieser Brauereien von 1173384 Hektoliter auf 1625 771 Hektoliter und der Ge- sammtgewinn dementsprechend von 2 077 278 aus 7 047 728 Mk., Wa8 eine Rentensteigerung von 13 auf 28 pEt. des Aktienkapitals bewirkte.
Daß diese Gewinn-Ziffern keineswegs vereinzelt dastehen und etwa nur auf Bayern beschränkt find, geht auS den Dividendenbetragen anderer Brauereien hervor. So konnte z. B. die Dortmunder Aktienbrauerei trotz emeS geringen Rückganges im Bierverkauf gegen das Vorjahr doch wieder ihren Aktionären etne Divi» beuge von 20 pEt. zahlen, nachdem umfangreiche Abschreibungen, Rücklagen urd Tantiemen vorweg in Abzug gebracht waren, die zum Thett wenigstens auch noch als mit zum BetrtebS- leroinn gehörig angesehen werden müssen. Dieser uniftanb muß auch bei den anderweitig kund» gegebenen Dividendenerträgen der Aktienbrauereien immer berücksichtigt werden. (Wie hoch oft allein die gezahlten Tantiemen find,
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