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mit dem KreisSlatt Mr die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Er hat nicht lange zu warten brauchen, die tue Regierung wirtschaftete sich schnell ab, nb die Zustände find derart unhaltbar ge- orden, daß fich mit dem Könige das ganze md nach dem neuen Manne sehnt. Der olonialminister Chamberlain hat England um Len Kredit gebracht, mit Hülfe der falschen tiegöberichte, mit Hülfe einer eisernen Stirn 6t er daS Land lange Zeit getäuscht, bis die

chivars (gröber bethen- (8246 a H.

»liches; neuere

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(8185

(Nachdruck verboten.)

Else.

Roman von Hanna Aschenbach.

(Fortsetzung.)

tröffentlichung des großen Manifester der» eigen, mit dem der edle Lord seinen Verzicht if jedwede Theilnahme am politischen Leben nb gab. Schonungslos legte der ehemalige remierminister die zerfallenen Zustände im mde und in der zur Ohnmacht verurtheilten tgierung dar. Mit scharten Worten geißelte' thliche c bie Zustände im liberalen Lager, daS Fort­

gehen deS Zwistes in den Reihen der Oppo- tion, um alsdann vom politischen Leben zurück­treten und abzuwarten, bis seine Zeit wieder

Lord Rosebery. -

In England herrscht zur Zeit eine ebenso jubtge, wie fieberhafte Erregung. Der Wieder- »tritt Roseberh'S ins politische Leben ist das irignis des TageS, das zur Zeit die Erörter­ten der Presse, die Debatten in den Klubs ib da« gesummte öffentliche Leben beeinflußt, irb Rosebery, der schottischen Primrose Familie Kämmend, ist eine der populärsten Persön- fcfeiten Englands. Er ist der Schwiegersohn Mchild'S und gehört als solcher natürlich zu n reichsten Leuten seines Vaterlandes. Ob- »hl erst 54 Jahre alt, nämlich am 7. Mai 47 in London geboren, hat er schon sämmt- tze Ehren, die London zu vergeben hat, auf inern Haupt vereinigt. Er war, wenn auch ir für kurze Zeit Ministerpräsident, er war ersitzender des Londoner Grafschaftsraths, und hat, was bei dem echten Sohne John Bull's n meisten gilt, den Derby Preis zwei Mal nmgen. Was fehlt, nach englischen Begriffen, in Menschen noch mehr, um zu den Glücklichsten i Welt gezählt zu werden?

Die Botschaft von dem Wiedereintritt Rose- ih's ins politische Leben kommt nicht uner­ntet. Schon seit längerer Zeit munkelte man ibon, daß dieser Mann, der längere Zeit als Bender Achill abseits des politischen Lebens fanden habe, daS Rüstzeug wieder von der and nehmen und seine Dienste dem Vater- ibe widmen wolle. 5 Monate sind seit der

vWer wohnt in der ersten Etagen fragte J Kron weiter.Fabrikant Müller mit Frau und Ächtern."Hm!" Seine Brauen ziehen sich * i wartungsvoll in die Höhe.Wie alt?" p üe Frau blickt ihn verlegen an.Natürlich ie Töchter!"Zehn und zwölf Jahre, Herr Leutnant!" Dieser seufzt erleichtert auf.

, .Der Name Müller wäre entsetzlich! Zweite klage?" fährt er im Jnquisitorton fort. Die ttme Frau, die ein wenig beschränkt scheint, md ganz verwirrt. Sie starrt mit verwun­derten Augen und offenen Mund auf den Frager. Run?" es klingt schon ungeduldig.Mini- skrialrath von Dellingen. Der alte Herr wohnt tanz allein und ist jetzt im Bade, in Sachnitz »bet Saschnitz." Schon gut. Im dritten block?" _ _

Der Baron weiß nicht, waL er denken soll. Hat er fich doch geirrt? Oder kommt sie je| : tn die Reihe, sie, die den Werner behext hat» III .Zum Donnerwetter, Frau, so reden Sie doch.

Ser wohnt im dritten Stock?"Wenn ich

nur wüßte, was der gnädige Herr bezwecken?" Das geht Sie garnichtS an ober meinet- hegen! Ich will wissen, ob eine Dame in diesem Hause wohnt." Die Portiersfrau grinst ver- ßändnißvoll.O ja, im dritten Stock wohnen zwei."Ah!" Baron Selten pfeift ein paar i (Takte aus derFledermaus".Also raus da­

mit. Hübsch?"Oh, nicht besonders." Reich?"Furchtbar!"Ater?" »Sechzehn und zwanzig." Was ist der Vater?"

Täuschung nicht mehr aufrecht zu erhalten war. I NmstbaU L beS't ?fl* wurde ganz der opportumstr-

Die völlige Machtlosigkeit Englands, seine Un- Wen Weichheit emeS international gerichteten

fähigkeit zur siegreichen Durchführung deS Kaiser, Kanzler und Zolltarif. Liberalismus entsprechen aber weder Kaiser,

Burenfelvzuges liegt Aar zu Tage, die materielle I Unter dieser Überschrift schreibt die hoch-! noch Kanzler, weder Bundesrath noch Reichstag Betheiligung seiner Familie an dem Feldzug I offiziöseSüddeutsche Reich!korrespondenz" I werden dafür zu haben fein.

äßt sich mehr bemänteln, zu alledem kommt I folgendes: I -8

noch, daß er mit seinen neuerlichen heraus-IDer Versuch deS sozialdemokratischen Abge- Deutsches Reich

ordernden Reden die Erbitterung der ganzen I ordneten Singer, ein imReichsanzeiger" als J J ,

Welt auf sich gezogen hat. Könnte es also für erlogen bezeichnetesKaiserwort' noch weiter

Lord Rosebery einen günstigeren Augenblick gegen die Tarifvorlage der verbündeten Regiei-

geben, um ins politische Leben zurückzukehren ungen au-zuspielen, wird vereinzelt auch von erje^^na^ bem St ab ?f $ t o 6 i^ Potsdam

und die Augen der Welt auf fich als den Retter den Gegnern des Entwurfs im bürgerlichen verlegt werden.

)eS Vaterlandes zu lenken? I Lager ausgenommen. An fich ist ja diese ge- I _ Der Nachricht derNot -Lib. Korresp." von

Wie stark daS Vertrauen und die Hoffnung I spannte Aufmerksamkeit, die der Radikalismus der beabsichtigten Kürzung der Dauer der kommenden der Bevölkerung aus Lord Rosebery ist, dar den Aeußerungen deS ReichsoberhaupteS widmet, ^ndtagssefsion fugen dir Bett. Reuest. Nachr die zeigte sich, als er vor(einigen Wochen seine I erfreulich als eine wenn auch widerwillige zweien, die Kanalvorlage aus dem Programm Rückkehr ins politische Leben in Aussicht stellte. Huldigung für die Machtstellung der Krone, ber Session »usscheide.

Da begannen die Parteien einen Sturmlauf I Nur sollten die demokratischen Herolde, die eS Auf Veranlaffung der Staatsanwaltschaft auf das Herz des edlen Lord. Und als Ort ihr Geschäft halten, laut und weit ins Land | wurde die von der sozialdemokratischen Parteibuch-

und Stunde seines DortragS bekannt wurden, zu rufen, was sie als Meinung deS Herrschers Handlung Vorwärts

da stritt man sich um Plätze, als ob eS die erkundet zu haben glauben, an der Thatsache I ^ ^ewaltth^itigleiten .mit9 Beschlag belegt. Offenbarung einer neuen Religion gelte. Man I nicht vorüberschleichen, daß das Dementi der I Ww der Vorwärts mittheilt, beträgt die mit Beschlag mußte eine zweite Versammlung anberaumenReichsanzeigers" auch ein Kaiserwort ist, an I belegte Auflage 30000 Stück.

ür diejenigen die keine Eintrittskarte errungen | dem sich nicht drehen und deuteln läßt. Gerade | Die .National-Zeitung' beginnt einen ihrer

satten. Hatten sich doch allein für die bezahlten dieser Kundgebung kommt die Bedeutung zu, I Artirel: ^.Die agrarische Presse mit bem ®e- !llätze der Hauptversammlung in Chesterfield I die man sür die unter das Dementi fallenden I bei tarif-Kommission des Reichstages an 30 000 Bewerber gefunden. | angeblichen früheren Aeußerungen noch immer I iU beschränken." Bekanntlich ist dieserGedanke" von

Das große Ereigniß hat stattgefunden. Der I erkünsteln will. Politisch wiegt die Erklärung der .Nationalliberalen Korrespondenz" Telegraph hat die Rede Lord Roseberys aller- imReichsanzeiger", über deren Herkunft angegangen Die dingS nur in Auszügen übermittelt, die kein ab- niemand im Zweifel sein kann, unvergleichlich Ar agrarischen treffe Uns kannS recht sein, chließendes Urthetl über die Bedeutung derselben schwerer, als alles, was man fich irgendwo bemerkt die .Krzztg." dazu.

erlaffen. Soviel aber geht doch daraus I erzählen mag. Dazu kommt als positives Mo- | Die Gründung einer Kolonial-Gesell-

hervor, daß Rosebery, was speziell die Kriegs- ment, daß, wie Graf v. Bülow bei der Ein- schäft für Deutsch-Nhasfa-Land steht demnächst frage, die wichtigste deS Tages, betrifft, eine I führung der Tarifvorlage im Reichstage erklärt I

Annektion der Burenrepubliken unter Wahrung hat, der Entwurf mit Genehmigung der höchsten ^rheiweAsett einiger Zeit mit ^mehre^en Berliner einer versöhnlichen Politik empfiehlt. Wie er I Stelle den Berathungen des BundeSraths zu I Kapitalisten, die sich für das neue Unternehmen )as machen will ist freilich ein Räthsel, da es Grunde gelegt worden ist. Die Vorlage der ! interessiren, deflen Zustandekommen für die weitere auf Seiten der Buren nur eine Parole giebt: I verbündeten Regierungen billigt auch der Kaiser I wloniale ^utwicklung unseres Reiches von großer Wahrung eines freien Burenstaates bis zum letzten als Reichsoberhaupt, wie als Landesfürst. V-deutung fein wuroe. deutscher

Blutstropfen. Die Blätter betrachten seine Rede Hieran können die zur Reform unserer Zoll- I Zigarettenfabriken durch den amerikani. als die Aufforderung zur Bildung einer neuen Politik auf dem Boden des Entwurfs willigen fchen Labacktrust berichtet daS .Kl. Journ.': Partei; die Elemente einer solchen müßten | Parteien zuversichtlich festhalten, unbekümmert I Wie wir erfahren, hat der amerikanische Tabacktrust, die liberalen Imperialisten und die liberalen um das, was auf gegnerischer Seite fabulirt nichtzufrieden, mit^den folgen in Englands wo .die lnionisten abgeben. Gelänge eine solche Bildung, I wird. Der Inhalt der Regierungsvorlage be- I ^o000000 Mk. Kapital gebildet haben, um der o hätte Lord Rosebery Chamberlain den Partei- I weist auch zur Genüge, daß der Reichskanzler I ,amerikanischen Gefahr" auf dem Gebiete der Taback- )vden unter den Füßen weggezogen, eine Ab- | durchaus nicht der von der demokratischen Presse I industrie größeren Widerstand zu leisten, in letzter icht, die man ihm nach seiner Kritik der Edin- erfundene weiche Opportunist ist, der das Brett Zeit versucht, in Deutschland festen Fuß zu mrger Ausführungen des bisherigen Führers bohrt, wo es am dünnsten ist. Bequemer nach ^tter Präsident des amenkanischen Taback- der Unionisten wohl zutraurn darf. Am erfreu- I Innen wie nach Außen wäre ja unstreitig eine I trustS, Mr. I. 8. Duke, die Verhandlungen zum An-

lichsten find in seiner Rede die scharfen Worte Politik, die, wenn nicht in der Absicht, doch lauf der JaSmatzi-Cigaretten, Aktiengesellschaft in

der Absage an Chamberlein. Man darf erwarten, dem Erfolg nach, darauf hinauskäme, zum Dresden fmc2 OOC'000^. Äem«ffiÄa8rifton

daß diese Persönlichkeit sehr bald von der Bühne Schaden unseres Nähr- und WehrstandeS daS I Kyrioz^BrotherS in Berlin angekauft haben Das

deS öffentlichen Lebens verschwindet. *** | Ausland im möglichst ungestörten Weitergenuß I Gerücht will auch von einer beabsichtigten Fusion der

----------- I der Vortheile aus den Caprivi'schen Verträgen I Laferme. und Sulima Eigarettenfabriken in Dresden

- Banquier." -Name?" -Seligmann." sormat - da wäre mir die Sally lieber. Werner meiner Kindheit und reiferen Jugend

"Seligmann?!!" ich habe Dir unrecht gethan. Trotzdem auszusuchen. Hier, Alte, zur Belohnung

Julius Cäsar starrt die Frau entsetzt an, In tiefes Sinner versunken verläßt Julius Cäser I für den Aal! Blitzschnell beugt sich der uber-

die verständnißvoll zu lächeln versucht, was I den Schauplatz. ___________ I mutige ßteutnant herab und druckt einen Herz-

L. MZ-Nk s mrt 34 ta.

-I anaeäffsyMÄ , U

Gott behüte! Solche Geschmacksverirrilng kann Der Kraft auf Kraft mir stückweis nimmt. halt aber foglMd) erf^ocien oen

ich Werner doch nicht zutrauen, da wäre mir ä , Heller ) den Mund Ich vergaß! Aber weißt Du, Du

< (Kniifh Tiiinh wiffen oetiau bflfe I 13. Kapitel. | siehst gerade so schnurrig aus. Wie ein Backfisch,

fich bei keiner der Parteien eine schöne, junge I Werner sah an jenem Abend weder Mutter I Ann-Lier." S'ist halt schon lang her Werne^ Dame zum Besuch aufhält?" Die Frau schüttelt noch Tante, und als er am nächsten Mitttag chen, daß mir die Ehre zu theil wurde. Freilich bestimmt den Kopf. Ihr beschränkter Verstand vom Dienst kommt, hört er von Rappel, daß damals als Sie em kleiner Junker torten, da ist so vollständig^ durch da« bestandene Verhör die Baromn abgereist sei. Diese Nachricht laßt find Sie oft zur Ann-LieS auf den Schoß ge- erschöpft, daß kein Gedanke an das Gartenhaus ihn vollständig kalt, er hofft nichts mehr von klettert und haben fie geherzt und geküßt.

in chr auftaucht, in dem Schön-Elfe ihr sorgloses diesem Kieselherz. Elastisch springt er die Der Lieutnannt lacht Ei^r.Ei, ei, habe

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eine verzauberude Wirkung. Sie starrt entzückt Die Frau Mama hat eine schlechte Nacht ge- bezeugen. Sie waren stets °'"°rgerTrotzkops, darauf nieder so daß der Baron seine Worte habt und ist erst vor zwei Stunden ewge- der Wahrheit die Ehre.Hast recht, Ann- wiederholen muß.Gewiß, gnädigster Herr, schlafen. Die Frau Baronin mußten auch ohne LteS, des Leutnants Augen blicken träumerisch ich schweige wie daS Grab. Dank auch schön, I Abschied gehen. Wir dürfen also jetzt nicht zu I durchs Fenster, »kann s auch heute noch nM, dank^V vi§ Mal." Und fie knixt einmal ihr hineiL" Werner .ist eS sehr unlieb, die das Schmeicheln und Bette n und^will^S mch um» andere, so daß Cäsar fie auf die Seite Entscheidung nun wieder hmauSschieben zu I lernen. ^Hochmuthig biegt fich der stolze fckieben muß um den Ausgang zu gewinnen. 1 muffen, indessen liebt er seine Mutter viel zu I Mannerkopf in den^Nacken. ,

Beim Verlassen des Garten» überfliegt sein Blick zärtlich, um nicht sofort von seinem Wunsche Nacheiner^PausefahrtWernerinleichtem

prüfend die Front des eleganten HauseS. Richtig, abzustehen. Er laßt sich von Ann-LieS in dre Tone fort:Nun beeile Dich, .A

da fitzen fie ja auf dem Balkon des dritten Küche ziehen, wo fie ihm einen _ großen Aal I habe mächtigen Hunger. -;3n fufffMinuten

Stockes die Töchter deS Herrn Seligmann nebst I zeigt, der sich in einer Schüssel träge um fich steht die Suppe auf dem Tisch. Nicht wahr,

der umfangreichen Mama. Sie schauen kokett selbst dreht.Etwas für Ihr Leckermäulchen, Sie speisen in Ihrem 3tmmer, Herr Leutnarü, iu dem Offizier herunter, der ebenso ungeniert Herr Leutnant!"FamoS, Ann-Lies, Du bannt die Frau Mar^ nicht gestört wird, hinaufblickt Die jungen Damen fühlen sich bist ein Ideal! Ich steige immer höher tn ISchon /echt, liebe Seele, also mach trapp, sichtbar geschmeichelt. Der Baron aber denkt meiner Achtung, weil A schm( als Baby sonst erlebst Du, daß; em ßeutnant bei fich:Gott behüte mich, die Mama in Quart- j so schlau war, mtr Dich al« Wärterin | macht fallt.Gott behüte. (Forts, s.)

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M 298 m.Bdu Freitag, 20. Dezember 1901. ** K