Ur
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhai«.
„Die Werkstatt und die Handbedienung der Maschine wird der Sklave der automatisch arbeitenden Maschine und der Schablone. Keine Abwechselung in seiner Arbeit, keine Entwickelung seines Geistes, kein Fortschritt in seinen Erfahrungen. Hier wüste Abhilfe geschaffen werden. Der Mensch sei in Wirklichkeit der wichtige Theil einer Maschinenwerkwerkstatt und die Nation werde am besten fahren, welche daS Studium, die Wohlfahrt des Menschen zu fördern, mit der Verbesserung ihrer technischen Ausrüstung verbinde. Und in dieser Beziehung sehe er in Amerika böse aus. Deutschland stehe darin besser da."
leit, en
156
Argumentationen verwickeln. So schreibt die „Seit* des nationalsozialen Pastor Naumann: „Rußland hat demnach vor, seine Zölle wieder auf die Höhe der Tarifsätze von 1891 und theil- weise selbst darüber hinaus zu erhöhen. Wenn daS geschehen ist, ist es bereit, mit uns einen sogenannten Meistbegünstigung- - Vertrag zu schließen, das heißt uns im Voraus zu versprechen, alle die Zollvergünstigungen, die jetzt oder irgend einmal andere Staaten für ihre Einfuhr nach Rußland erhalten würden, sollten wir auch haben. Hierzu muß man wissen, daß der russische Taris von 1891 bereits dazu bestimmt war, in den darauffolgenden Verhandlungen mit uns die Stellung der russischen Beauftragten durch die so gut wie prohibitiveHöhe der Sätze zu stärken.* Hier wird also zugestanden, daß eine Erhöhung der Zollsätze und zwar bis zu einer fast pro- hibitiven Höhe die Position des betreffenden Staates resp. seiner Unterhändler stärkt. Anstatt aber die logische Konsequenz daraus zu ziehen, daß wir diesmal den 1893 begangenen Fehler nicht wiederholen dürfen, indem wir die Pofitionsstärkung Rußlands durch eine entsprechende Zollerhöhung unsererseits parieren, und unwirksam machen, wird verlangt, daß wir Rußland ruhig in seiner stärkeren Position belassen und unS selbst gegenüber einer weiteren Verstärkung derselben durch eine eventuelle abermalige Erhöhung deS Zolltarifs, die jederzeit durch einfachen „UkaS" vorgenommen werden kann, hübsch passiv und ruhig verhalten, damit die Erportindustrie nur ja keiner der ihr im jetzigen Handelsvertrags gewährten Zollermäßigungen verlustig geht!
Wenn Herr Witte weiter erklärt, daß, falls die deutsche Regierung es für nöthig halte, in Anbetracht der wirtschaftlichen Bedürfnisse ihres Lander die russische Einfuhr der ihr bis jetzt eingeräumten Vorteile zu berauben, und die Zölle erhöht, so werde die russische Regierung ebenfalls im nationalen, wirthschaftlichen Interesse diesen Nachteil auSgleichen müssen, indem die Zölle wieder auf die Sätze des Tarifs'von 1891 gebracht und sogar für gewisse Gegenstände, welche eine kompliziertere Arbeit verlangen, noch mehr erhöht werden, so stellt er damit nur die selbstverständliche Thatsache fest, daß mit Ablauf deS jetzigen Handelsvertrages die allgemeinen Zollsätze in Kraft treten und die Basis für die eventuellen neuen Verhandlungen bilden werden. Wenn bei dieser Gelegenheit die Zollsätze für einige Spezialartikel noch erhöht würden, so würde auch daS nicht weiter tragisch zu nehmen sein, da Rußland auf Grund seines
autonomen Tarifs jederzeit seine Minimalzölle, die nicht durch Vertrag gebunden find, zu erhöben in der Lage ist und davon, wie oben gesagt, bereits 1900 weitestgehenden Gebrauch gemacht hat.
Der Schlußsatz der Witteschen Ausführungen lautet: „Bei dieser Sachlage würden Deutschland und Rußland Zolltarife haben, die den Bedürfnissen eines jeden Landes gesondert entsprechen, und zwischen beiden Ländern könnte ein Handelsvertrag abgeschlossen werden, welcher keine wechselseitige Herabsetzung irgend welcher Zölle festsetzen, sondern beiden Ländern daS Meistbegünstigungsrecht sichern würde.* Zunächst bedarf eS augenscheinlich großer Kunst um hieraus eine Drohung mit einem Zollkrieg herauSlesen. Durch die Bewilligung der Meistbegünstigung können wir eventuell in den Genuß noch größerer Vortheile, als bei einem gebundenen Vertragstarif gelangen. Tarifverträge, bei denen eS noch unter die Sätze deS Minimaltarifs gegangen ist, hat Rußland außer mit Deutschland, mit Frankreich, Portugal und Bulgarien abgeschlossen. Die diesen Ländern gewährten Vergünstigungen würden auf Grund der Meistbegünstigung ohne weiteres auch uns zu Gute kommen und es ist doch kaum anzunehmen, daß Rußland auf Grund einer Erhöhung des deutschen Tarifs, die Verträge mit den drei genannten Staaten kündigen sollte. AuS der Witte'schen Kundgebung geht deutlich hervor, daß Rußland keineswegs an eine dikparitätische Behandlung der deutschen Industrie infolge der Erhöhung unseres Zolltarifs auch nur im entferntesten denkt, daß eS also auch keinen Grund hat, sich prinzipiell gegen den Abschluß eines neuen Tarifvertrags zu sperren.
Umschau.
Der amerikanische Arbeiter ist unS von dem freisinnigen Abgeordneten Gothein kürzlich im Reichstage als Muster von Leistungsfähigkeit vorgeführt worden. Danach sollen nicht die amerikanischen Schutzzölle die dortige Industrie in die Höhe gebracht haben, sondern daS soll daS Verdienst der Industrie- arbeiterschaft sein, welche gut genährt und gut gelöhnt, die an sie verwandten Mehrausgaben doppelt einbrächten. Demgegenüber erinnern wir daran, daß im Oktober 1899 in dem „ Amalgam-Engineers Jeernal“ über die Verhältnisse der amerikanischen Arbeiterschaft folgendes zu lesen war:
erhandlungen einzutreten. Nur wir Deutsche, it wir früher einmal Gott und sonst nichts in jet Welt gefürchtet haben, sollen uns den Luxus Ikt wirthschaftlichen Selbstbestimmung nicht ge- Natten dürfen!
Unsere Handelsvertragsfanatiker merken gar licht in welche Widersprüche sie sich bei ihren
> Die neueste Kundgebung des
>- Finanzministers Witte
[ ß „Westnik Finanzow* wird, wie vorauSzu- > chen war, von Seiten der HandelSvertragS- * Mtiker als beachtenSwerthe Kundgebung gegen » en neuen deutschen Zolltarif, als erneuter Be- > jei8 für die Unmöglichkeit eines Abschlusses »en Handelsverträgen mit einem derartigen " nrif dargestellt, obgleich nicht die allergeringste * rranlassung zu einer derartigen Auflassung * erliegt. Man schreibt uns dazu:
: „Der russische Finanzminister gibt zunächst * n Gegensatz zu seinen früheren Veröflentlich- »„gen unumwunden zu, „daß jede Regierung ’ । ihrer Fürsorge für die wirthschaftlichen Be- » rrfnisse ihrer Staatsangehörigen unabhängig k i und so vorgehen kann, wie sie eS für ihr md für nützlich erachtet, ohne daß irgend mand darin eine Feindseligkeit gegen remde Länder erblicken könne. Rußland
Deutsches Reich
Berlin, 16. Dezbr
— Bei der Landtags-Ersatzwahl im 9. Wahlbezirk des R egierunasbezirks Wiesbaden erhielten von 338 abgegebenen Stimmen Dr. Müller-Sagan (freis. Volksp.) 231 und Oberstleutnant a. D. Wilhelmi (koaf.) 107 Stimmen. Dr. Müller-Sagan ist somit gewählt. Bei der letzten Wahl im Jahre 1898 erhielten Wintermeyer (fr. Volksp.) 255, Bartling (ntl.) 44, Hardtmuth (Ztr) 66 und Brandt-Netzbach (B. d. Landw.) 6 Stimmen.
— Der .Staatsanzeiger* veröffentlicht eine königliche Verordnung vom 12. Dezember, durch welche beide Häuser des Landtags der Monarchie auf den 8. Januar zusammenberufen werden.
— Die englische Presse leistet fich schon wieder eine Unverschämtheit. Der .Manchester Courier* behauptet, daß die Agitation m Deutschland gegen Chamberlain eine etwas beunruhigende Sache sei, .natürlich nicht*, wie das Blatt bemerkt, .weil Chamberlains Fall ein schwacher ist, denn er ist ein starker, sondern weil ein solcher Sturm .öffentlicher Entrüstung* unter den Teutonen nicht sür weniger als 20000 Lstrl. hervorgerufen werden könnte. Die deutsche Presse sei billig genug; eine 5 Lstrl. Note wurde Herrn Lehds in die Lage versetzen, .säst in jedem deutschen Blatte, das er sich auswähle, zu sagen, was ihm gefiele*. Krüger besitze große Summen, gebe fie aber nicht her; Lehds selbst sei ein reicher Mann, wolle aber sein eigenes Geld nicht für eine Sache ausgeben, die ihn persönlich nicht interessiere. So müffe man zu dem Schluffe kommen, daß einige reiche englische Pro-Buren, welche die Regierung stürzen wollen, um Peers zu werden, Geld herge- !leben haben, um die Agitation zu unterstützen. Das ei das Bedenkliche.*
— Eine Erhöhung der Getreidezölle über die Tarisvorlage hinaus hält die .Kölnische Volkszeitung* im Reichstag sür sicher. Das Blatt nimmt an, daß die Regierung von vornherein aus diese Erhöhung vorbereitet war. — Diese Aenderung des Zentrumsblattes ist sür die Stimmung im Zentrum bezeichnend und darum besonders be- merkenswerth. >
— Als Mittel sür die Beseitigung der Arbeitslosigkeit kommt die nächstjährige Eisenbahnvorlage wenig in Betracht, weil die in ihr vorgesehenen Neubauten reiflicher Vorbereitung bedürsen, bevor der erste Spatenstich geschehen kann. Zur Schaffung von
rfe fich nicht in die innere Politik fremder egierungen, selbst wenn fie dem wirthschaft- chen Interesse Rußlands widerspreche, mischen, ie die russische Regierung ebenso wenig zu» -ben könne, daß fremde Regierungen russische irthschaftliche Maßregeln anders beurtheilt, 18 eine Angelegenheit der unabhängigen inneren olitik Rußlands, die fich von der Sorge um iS Wohl Rußlands leiten lassen dürfe."
Don dieser nationalen Freiheit hat Rußland bst den weitestgehenden Gebrauch gemacht, 8 es durch das Gesetz vom 23. Juni 1891 ine Zölle ganz allgemein erhöhte, und später nch Gesetz vom 21. Juli 1900 im Hinblick if die ostafiatischen Ereignisse eine wesentliche rhöhung zahlreicher durch den deutsch-russischen andelSvertrag nicht gebundener Zollsätze ver- gte. Damals ist es uns nicht eingefallen, gen diese bedeutenden russischen Zollerhöhungen i protestieren oder etwaige Handelsvertrags- erhandlungen von der Zurücknahme derselben »hängig zu machen. Ebenso wenig würden it unS trotz der fast prohibitiven Zölle deS (inglehtarisS und der zum Theil geradezu rtragSwidrigen Differenzierung deutscher Waren ivon abhalten lassen, mit den Vereinigten tauten von Nordamerika in handelspolitische
vierteljährUcher B«zugspr«ts: bet der Expedition 8 ML, Erscheint täglich außer in Werktagen nacy tz-onn- uno Feiertagen.
M» »qk bei tlltn Postämtern 2L5 ML (e$d. BesiellgeL). SRUIVUI|J Sonntagsbeilage: 3 Haft ritte» Sonntagsblatt. Qß
e/f* »vU I,s«»ti«U»gebithr: dt- gespaltene Zelle oder deren Ran» 10 Pfß. 17 1QH1 Drnck and Berlag: Joh. Sag. Koch, UniversitätS-Buchdrmkerei v
Reclamm: die Zelle 85 Psg. L-lMflUg, 1 •. L>ezeM0er ItfUl. Marburg, Markt 21. — Telephon 65.
0
ei«
(Nachdruck verboten.)
Else.
Roman von Hanna Aschenbach.
(Fortsetzung.)
Die neue Schwägerin fühlte plötzlich einen | chneidenden Schmerz und wandte sich schroff «b. In der Schwagers Herz erweckt diese unmotivierte Bewegung ein Mißtrauen, daS niemals ganz wich. Die Baronin aber hatte daS sonnige Männerantlitz seitdem vor Augen gehabt, ■i lag und Nacht, und die Kühle ihrer jungen j Ehe war dabei zu ErS erstarrt. —
Die Baronin streift sich über die Stirn. 8aS sollen die alten Geschichten, die alten Bilder? Es galt, Erna vor ähnlichem ungestillten - Eehnen zu bewahren. Energisch richtete fie fich j vif. „Du Schlingel hast daS Schelten stets -1 vir zu gut verdient. — Und was hast Du denn s eute auf dem Gewissen? Schieß nur endlich i los!" —
Werner lacht: „Hoffentlich findet meine liebe stau Xante heute nur gütige Worte für mich, \ vnst würde sie mir sehr weh thun,* fügt er dann erst hinzu. „Aber Junge, Du machst 1 wich ganz nervös. Hast Du Schulden?" — Werner schüttelt lächelnd den Kops. »Nein, -< Tantchen, aber der nervös rerum hat schon da» Mit zu thun. —
Und nun schildert er ihr in beweglichen Sotten seine heiße Liebe zu Elfe, seinen unum- tzin« ssvßlichen Entschluß, fie zur Gattin zu gewinnen, verhehlt ihr auch der Geliebten Mittellosigkeit Nicht, und bittet fie flehenglich, fein Lebensglvck iu begründen, indem fie ihm von dem, war ihm
dermaleinst zufallen soll, einen kleinen Theil schon heute zuweisen würde. — „Du sahst sie heute selbst, Tante," schließt er seine eindringliche Rede, „in ihrer holden, kindlichen Lieblichkeit. Es war das junge Mädchen, daS ich in der Kirche grüßte. Sie hat gewiß auch Dir gefallen, liebe Tante, und so unberührt und natürlich ihr Aeußer-s, ist auch ihr Inneres, Du wirst fie sehr lieb gewinnen.* —
„DaS werde ich nicht!* bricht nun die Dame los, die bis dahin wie unter einem Bann gelegen und Werners leidenschaftliche Rede willenlos hat über sich hingehen lassen. „DaS werde ich nicht!* wiederholt fie erbost und mustett den Neffen zornig von Kopf bis zu Füßen. —
Der ist auS all feinen Himmeln gestürzt. Seine Leidenschaft hatte ihn hingerissen, er war selbst erstaunt gewesen, wie geläufig und überzeugend ihm die Worte vom Munde fielen, fie mußte ja gewonnen werden, konnte nicht widerstehen! Nun trifft ihn ihre schroffe Antwort wie ein Blitzstrahl.
Er schwankt einen Augenblick, als habe er fich verhört. — „Du sagtest?" stammelt er bebend. — „Ich sagte, daß ich niemals etwa» von diesem Mädchen wissen will, .daß ich eine Erlaubnis zur Heirath nie geben werde, daß ich Dir verbiete, fie je wieder zu sehen!"
DaS leidenschaftliche Naturell der Frau kommt voll zum Ausbruch, und daS macht Werner ruhiger. Fremd und rauh klingt eS auS seinem Munde: „Dars ich wenigstens um die Gründe bitten, die Dich veranlassen , mich so schroff zurückzuweisen, in dem Augenblick, wo ich Dir mein heiligstes
Gefühl offenbarte?" — „Die kannst Du wissen!" tönt eS heftig zurück, „Ich dulde nicht, daß Du eine Bürgerliche heiratest; ich habe Opfer genug gebracht, um daS Stammgut der Buchwald in meinen Besitz zu bringen, und so der Familie zu erhalten; aber daS sage ich Dir, lieber verkaufe ich es an den ersten besten Parvenü, ehe ich zugebe, daß das edle Blut Deiner Vorfahren verunreinigt wird!"
„Tante!" — Werner ist bleich geworden, und die Adern auf seiner Stirn schwellen drohend an. ES liegt eine tiefe Qual, ein nur noch mühsam verhaltener Ingrimm in diesem Aufschrei, aber die thörichte Frau in ihrem leidenschaftlichen Schmerz über daS Leid, welches dem abgöttisch geliebten Pflegetöchterchen droht, beachtet eS nicht. Immer hitziger, leidenschaftlicher fährt fie fort: „Ich dulde eS nicht, und Du hast mir zu gehorchen, die Erbschaft, auf die Du so sicher rechnest, könnte Dir sonst entgehen! — Und daS wirst Du nicht wollen, Werner," fügt fie ein wenig milder hinzu, „bedenke, daS Stammschloß Deiner Väter um solchen GänSchenS. —■’
„Nicht weiter!" — DeS Mannes Augen blitzen so unheimlich zu der aufgeregten Frau hinüber, daß fie unwillkürlich verstummt. Werner ist ganz ruhig geworden, nur die Augen glühen in düsterem Feuer, und die bleichen Lippen ver sagen mehrmals den Dienst, ehe fie deutliche Laute zu formen vermögen. Aber dann klingt seine Stimme schneidend scharf: „Genug der Beleidigungen, Du vergißt, daß Du von meiner künftigen Gattin sprichst. Ich verdanke Dir zu viel, um Dir nicht diese Worte verzeihen zu müssen, aber verstehe mich wohl, fie wiegen so
schwer, als alle Deine Wohlthaten, und nun find wir quitt! — Deine Gesinnung kenne ich nun, doch ist fie ein wenig anders, als Du fie gerade darzustellen beliebtest. Sag'S doch offen herauS: Du willst Deine blonde Erna mit mir verheirathen, und deshalb kommt Dir mein Plan ungelegen. So abgöttisch liebst Du das Mädchen, daß Du so bodenlos ungerecht gegen mich wirst. Und ich dachte, Du liebtest mich, ich Thor! Ich will Dir sagen, was Du liebtest: Dein Projett, Deine LieblingSidee, das HauS Buchwald neugestärtt auS der Asche steigen zu lasse durch die Macht Deines Geldes, für Deinen blonden Verzug. — In mir liebtest Du den letzten Träger meines Namens, das Werkzeug Deiner Pläne, aber nicht mich, verehrte Tante, nicht den Werner, der sein LebenS- glück vertrauensvoll in Deine Hände legen wollte, der Narr! Nein den liebtest Du nicht! Und da er dies erkannt, erklärt Dir dieser Werner, daß er lieber auf daS Schloß seiner Väter verzichtet, auf Ansehen und Rrichthum, als daS holde Menschenkind zu lassen, das er gefunden. — Deiner blonden Erna aber kannst Du sagen, daß ihr Heiligenschein nicht echt ist, wenn fie sich auf einen Mann kaprizirt, der fie nicht will. — Ich bedauere, Dir den Nachmittag verdorben zu haben durch mein thörichteS Bekenntnis. Wollte Gott, ich Hütte mir diese Enttäuschung erspart!"
Im nächsten Augenblick findet fich die Dame allein. Sie lehnt wie niederschgemettert in ihrem Sessel. WaS war das? Was meinte der Junge?
(Fortsetzung folgt.