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Hie und da. ES behauptet zum

sprechen darf.

Das ist ja erstaunlich. Das

Ach, das ist ja interessant, erzählen

» und" ie mir von ihr." .Sie ist 'jung und urch P izend, hat einen Lockenkopf und ein spöttisches

Elfe hat bei den begeisterten Worten ihres

einem

verzogen, als er aber geendet, wirft sie

Slas.

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

PmeEugen" ist auch gar zu verführerisch. Mel Erheiterung bereitete dem Reichstage auch !r Hinweis aufHerrn Joseph" mit Bezug s die Richter'schen Auslastungen über die

. ues, unter denen das rosige Gesichtchen und ? dunkle Lockenfülle bestrickend genug hervor- en.

Wer gleich zu Beginn der Sitzung, als Graf lofieftiem die geschäftlichen Mittheilungen, wie

Beispiel, daß Sie am Sonntag zur Kirche kommen werden, und daß ich Sie sehen und

Wort, er ergreift nur aufs neue deS Mädchens Hand und küßt sie dankbar.

Eine kleine Strecke schreiten sie schweigend fürbaß. Aehnliche Gedanken bewegen die beiden jungen Herzen. Der Mann fragt sich:Wozu habe ich sie nun überredet, mit mir zu gehen? Will ich ihr einen Antrag machen? Um Gottes­willen nein, erst muß ich Boden unter meinen Füßen haben, muß wissen, was ich von Tante zu erwarten habe. Vielleicht hat auch sie Vermögen? Aber das ist ja Nebensache. Das Mädchen will ich ob mit, ob ohne." Durch Elfes Köpfchen wirbeln ähnliche Fragen. Er gefällt ihr doch gar zu gut, und eS würde sehr traurig fein, wenn sie nicht mehr an ibn denken dürfte, wenn all die prächtigen Träume der letzten Wochen in Nichts zerfielen. Jetzt kommt es dem klugen Mädchen garnicht mehr so leicht vor, das Herz zurückzuzieh-n, wenn eS sich an jemand gehangen. Aber anders würde es wohl nicht kommen. Vielleicht hielt er sie gor nicht sür reich. Diesen Wahn mußte fie ihm nehmen. Aber wie? Und die kleine Elfe, die immer gescholten wird wegen Ver­nachlässigung ihrer Haushaltungspflichten, findet in dieser schwierigen Situation den rechten Weg. Sie sagt sich nicht, es ist meine Pflicht, die Ehre gebietet es usw. Sie findet es einfach selbst­verständlich, daß fie den Verehrer, den sie so gern erhören möchte, rechtzeitig auf die Ver­hältnisse aufmerksam macht. Wohl kommt ihr der Gedanke, daß fie damit ihrem kurzen Maientraum wahrscheinlich ein jähes Ende bereitet, aber fie erinnert sich daran, wie neu­lich eine ihrer Freundinnen gesagt hat:68 ist furchtbar anmaßend und schickt sich über­

schließenden Bemerkungen der sächfischenMinisteis des Innern v. Metzsch angehört. Die Rechte begleitete seine Worte häufig mit lebhafter Zu­stimmung, während Herr Bebel und seine Freunde vergebens den Redner aus dem Text zu bringen suchten. Mittlerweile war eS i/4l Uhr geworden, und jetzt erst wurden die letzten Plänkeleien, die man im parlamentarischen Jargonpersönliche Bemerkungen" nennt, ausgefochten. Bebel und Graf Arnim führten unter athemloser Spannung im Saale und rings auf den Tribünen einen erbitterten Kampf, in dem der Präsident Graf Ballestrem.mit Läuten und Ordnungsrufen ein- greifen mußte. So lebhaft und erbittert war die Stimmung im Reichstage lange nicht. Und das hat alle« Herr Graf Arnim mit feinem, man muß sagen, sehr unbedachten und nicht gerade taktvollen Zuruf verursacht. Wird sich morgen die Stimmung beruhigt haben?

Haupt für eine Dame nicht, einen Herrn ab­weisen zu wollen, ehe er eine bindende Er­klärung gemacht hat. Wenn ein Herr diese Absicht merkt, nennt er einem eingebildet, und wird verlacht." Schwester Hertha war zufällig anwesend gewesen, und Elfe glaubt noch den indignierten Ton der klaren Altstimme zu hören, als sie erwidert hatte:Da stimme ich picht mit Ihnen überein, Fräulein Elise. Ich denke, daß eine Dame jede Annäherung eines Herrn zurückweisen muß, falls sie sich von vornherein klar ist, daß fie ihn bei einer eventuellen Werbung nicht erhören will oder tarnt. Ich halte es für unmoralisch, wenn ein nach er­folgter Kurmacherei erfolgter Antrag abgelehnt wird. Meiner Ansicht nach hat die betreffende Dame die Pflicht der Wahrheit versäumt."

Diese Worte stehen auf einmal klar vor Elfes Seele. Sie hebt entschlossen den Kopf. Dadurch wird auch Werner aus feinem Sinnen «ufgefchreckt.Verzeihung," stößt er hastig hervor.Wie unhöflich bin ich. Sie werden hoffentlich überzeugt fein, daß meine Gedanken nur bei Ihnen weilten. Wie glücklich bin ich, daß Sie mir diesen Spaziergang schenken. Sehen Sie, wie herrlich der Strom dahinzieht. Und wie rein ist heute die Lust. Dar Ge­witter von heute Nacht Hal etwas gekühlt." Ja, es war erfrischend nach den letzten schwülen Taaen. Wenn ich mich nur nicht so fürchten müßte!"Fürchten?" Werner blickt lächelnd auf seine kleine Dame.Aber mein Fräulein, warum müssen Sie sich denn fürchten? Sie sollen tapfer sein."Ja, wenn ich könnte!

(Fortsetzung felgt)

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ierge

Mein. Sie trägt ein weißes Kleid und ein Zaubernd süßes Ding von einem Hut." Des tnants Auge hastet entzückt auf ElfeS duf- m Babyhut, einem kleinen Meisterwerk aus tist und Spitzen, das den geschickten Fingern Besitzerin fein Dasein verdankt. Den Rand »süßen Dings" umsäumen köstliche Valen-

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. Mast itet wert

!2 und die d ^esFa

sieben fetten und die sieben mageren Jahre. Man quittirte vergnügt über diese sich bei dem trockenen Humor des Ministers doppelt ab- hrbende T'tulatur. Auch als Herr Möller von dem Konsumenten als einemvielköpfigen Ungeheuer" sprach, freute man sich. Als der Minister geredet, ertönte von der Rechten und auS der SDtitte kräftiger Beifall und Herr von Riedel beeilte sich, feinen preußischen Kollegen aus dem HandelSreffort mit kräftigem Hand­schlag zu feinen Auslassungen zu beglückwünschen.

AlS erster Redner aus dem Hause kam nunmehr Dr. Vogel für die Reformpartei zu Wort, der gleich mit einigen Scherzen begann und behauptete, der Minister hätte von einem Herrn Potiphar" gesprochen.Meines Wissens aber," erklärte Herr Dr. Vogel,war Herr Potiphar kein Mann, sondern eine Frau!" Auch hierüber amüfirte sich der Reichstag in feinem stets regen Lachbedürfniß köstlich, immer wieder dröhnten Lachsalven durch den Saal. Daß im klebrigen der Sprecher der Reformpartei eS an allerhand antisemitischen Spitzen nicht fehlen ließ, dürfte nicht überraschen.

Und so ging die Debatte ruhig weiter. Auch als Bebel das Wort erhalten und schon l1/* Stunden temperamentvoll eine feiner üblichen Reden gehalten hatte, blieb alles im normalen Geleise; man müßte dann seine Drohung, daß die Annahme der Vorlage Aufruhr und Revolte im Gefolge haben werde, für mehr nehmen als rhetorischen Ueberschwang. Das that auch später Herr Minister v. Rheinbaben und fügte hinzu, wer daS thäte, würde mit heißem Kopfe zurückgeschickt werden. Doch zurück zu Bebels Rede. Bebel führte einen beklagenSwerthen Fall an, in dem der Hunger ein Kind zu dem Wunsche getrieben hatte, in den Himmel zu kommen. Da ertönte von der Rechten der sonst nickt zu billigende Rus:Der Vater hat vielleicht alles versoffen." ES war Gras Arnim von der Reichspartei, der mit diesen Worten einen furcht­baren Lärm auf der äußersten Linken herauf beschwor. Man erhob sich von den Bänken und schüttelte drohend die Fäuste nach rechts hin; laute Entrüstungsrufe schwirrten durch die Luft. Bebel ruft von der TribüneGefühlsroheit", Infamie". Der Präsident läutet, ruft zur Ordnung und gebietet Ruhe. Es dauerte jedoch eine geraume Weile, bis sich die Erregung bei den Sozialdemokraten legte. Doch nicht auf lange, denn Herr Minister v. Rheinbaben mußte, namentlich als er, wie oben erwähnt, mit viel Schärfe und Temperament sich gegen die äußerste Linke wandte, manchen Sturm aus halten. Mit mehr Ruhe wurden die sich an-

, tmerfung doch in'S Schwarze. Wie oft mag 1 50 Herr Eugen Richter schon von seinen * "treuen alsPrinz" oderHeld" Eugen in m Tonarten gefeiert worden sein. Der Vor-

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(Nachdruck verboten.)

Else.

Roman von Hanna Nschenbach.

kFortsetznng.)

Am Bnndesrathstische befindet fich Staatssekretär Graf Posadowski, die Minister Möller und Riedel, sowie der sächsische Staatsminister v. Metzsch. DaS Haus und die Tribünen sind gut besetzt

Handelsminister Möller wendet sich gegen dir gestrige Behauptung des Abg. Richter, dir Borlage sei ein Ausdruck von Unidersalproiektiouismus. Die Steigerung der Tarifnummern sei ein großer Fort- schritt, da ein Verschenken wichtiger Zugeständnisse an andere Länder, wie dies in den bisherigen Sammel- Positionen der Fall war, dadurch wesentlich einge- schränkt würde. Minister Möller fährt mit der Dar­legung fort, welche Hauptänderungen im Tarif getroffen find, und erkennt die Verdienste der Männer des wirthschastlichen Ausschusses an, die vielfach rück- fichtslos gegen ihre eigenen Interessen gearbeitet hätten Selbstverständlich muffe der Tarif die Mittellinie suchen zwischen den verschiedenen Jntereffen. Ebenso selbstverständlich sei, daß nicht überall das richtige getroffen sei; dafür fei die Kommissionsberathung da Was die Getreidezölle betreffe, so sei deren Erhöhung im autonomen Tarif doch eigentlich gering. Selbst- verständlich sei bei der Höhe der Getreidezölle eine gewisse Grenze einzuhalten, wir müßten aber eine solche Selbständigkeit in Anspruch nehmen, wie fie andere Staaten von jeher für fich beansprucht hätten. Seit 1893 fielen die Getreidezölle fortgesetzt. Helfen müssen wir der Landwirthschaft bis an die Grenze, daß unsere Handelspolitik aufrecht erhallen werden kann. Die Politik Richters ist zur Zeit eine chimäre Politik, unsere aber die praktische. Was das Festge­dicht auf mich betrifft, so möchte ich den Abg. Richter fragen, ob er schon alle auf ihn gehaltenen Bierreden auf ihre Geschmacklosigkeit geprüft hat? Herr Richter sagt, die Regierung vertrete Sonderintereffen; auch der Abg. Richter vertritt Sonderintereffen, nämlich die­jenigen des Konsumenten. Dieser aber ist ein viel­köpfiges Ungeheuer. Die Gesammtlage des Volkes muß maßgebend sein. Es trifft nicht zu, daß die Zölle die Lebenshaltung des Arbeiters unmittelbar herabdrücken, denn es vollzieht fich infolge der Er­höhung der Zölle ein wirthschaftlicher Aufschwung, und dabei macht auch der Arbeiter ein gutes Geschäft. Der Handclsminister ist nicht da, um einseitige Interessen zu vertreten, sondern die gesammten

reinste Orakel von Delphi. Was sagt eS denn noch?"

Der Lieutnant zögert einen Augenblick. Viele herrliche Dinge, die will eS Ihnen aber nur gegen eine Entschädigung verrathen." Ei, ei, ist Ihr Herz geschäftsklug?" DaS Wort ist ihren Lippen schon entschlüpft, als fein Doppelsinn ihr klar wird. Werner ant­wortet mit schwerer Betonung:Nein, daS ist eS nicht. Es kennt nur eine Triebfeder: die Liebe." Einen Augenblick herrscht Schweigen, dann fährt er heiter fort:Also Fräulein Elfe, wollen Sie lieb sein oder mein Herz Lügen strafen? 68 ist nur eine Kleinigkeit, Elfe. Wollen Sie?"Meinetwegen, mein Herr, schießen Sie loS."Mein Herz sagt mir, daß Sie jetzt Ihre Miß Somebodh ein wenig warten lassen und mir die Freude machen, Sie auf einem kleinen Spaziergang längs der Elbe begleiten zu dürfen."

Er schweigt und blickt forschend auf daS Mädchen.DaS nennen Sie eine Kleinigkeit?" In meinen Augen ist es etwas Großes, zu ewigem Dank Verpflichtendes," beeilt fich Werner zu versichern,aber Ihrem guten Herzen doch nur eine Kleinigkeit." Die scherzhaften Worte stehen nicht im Einklang mit dem ernsten, flehenden Blick dieser Männeraugen, unter dem die wilde Elfe ihren ganzen Uebermuth schwinden fühlt. Halb willenlos nickt sie ihm zu und schlägt mit ihm den Pfad ein, der am Ufer deS Flusses entlang führt. Werner sagt kein

M ließ eS bei feiner Replik auch nicht an Herzhaften Momenten fehlen. Unter dem Bei- M der Mehrheit deS HaufeS parirte Herr Möller die neulichen Sticheleien Richters mit ta Prinz-Eugen-Lied vomlangen Möller" it dem ruhigen Hinweis darauf, was alles Tage treten würde, wenn man alle auf den ntriter für Hagen geleisteten Bierreden auf ommetfen u. f. w. auf ihreGeschuiackvollig- it prüfen wollte. War daS WortGefchmack- Mgkeit" dem Gehege der Zähne des neuen inisterS in der Eile entflohen, so traf die

xer Zolltarif vor dem Reichstag.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt 0 über die Sitzung am Donnerstag:

Nachdem nunmehr an den ersten drei Tagen Berathung der Zolltarifvorlage für jede beziehungsweise größere Partei deS ReichS- je ein Redner daS Wort ergriffen, waren * den heutigen vierten Tag nur noch Ber­ater der Reformpartei und der Elsässer übrig. Mit ist denn die erste Serie der Redner nüber und eS kann wieder von vorn ange= «gen werden. DaS äußere Aussehen von ndeSrathstisch, Sitzungssaal und Tribüne war mte ungefähr dasselbe wie alle die Tage vor- [t. Der Reichskanzler war zu Beginn der jtzung noch nicht erschienen; dagegen waren mf PosadowSky, Minister v. Rheinbaben und r bayerische Finanzminister v. Riedel auf ten gewohnten Plätzen; den preußischen wdelsminister nicht zu vergessen, der seine innungSvoll erwartete Erwiederung auf die gestrigen Richterschen Anzapfungen auf heute ischoben hatte. Unseres Erachtens nicht mit »recht, da daS HauS eS gestern nach den lang- uernben Ausführungen gegen Schluß hin Herlich an der nöthigen Aufmerksamkeit hätte en lassen. Und so meldete sich heute Herr

wirthschastlichen Interessen. Diese Aufgabe zu er­füllen, werde ich mich stets bemühen. Ich tonbe mich darin auch nicht durch Reden im Hause beirren lassen.

Abg V o g e I sAntisem) meint, der Vorredner eigne fich vorzüglich zum Kultusminister, da er die Bibel aut kenne. Der Minister habe von einem .Herrn Potiphar gesprochen, der doch eine Frau ge­wesen fei. «Heiterkeit!) Redner wendet fich sodann gegen die Wirthschaftspolitik des Grafen taprivi, der Deutschland einen Industriestaat nannte. Oh e den Zuzug guten Menschenmaterials vom Lande könne die Industrie nicht bestehen. Deshalb sei die land- wirthschnftliche Frage die Hauptsache. Würde in der Kommisfion ei» ausreiche»der Schutz beschlossen, werde feine Partei für den Entwurf stimmen.

Abg. N i ß 1 e r (tonf.) erklärt, die deutschen Bauern würde» fich nicht wie im Jahre 1893 unterdrücken lassen. Der große deutsche Kanzler habe die Lage des Bauernstandes erkannt und die Zölle erhöht, blS die Linke mit dem Mann ohne Ar und Halm sein Werk niederriß. Was waren die Folgen? Die Getreide- Preise sanken, das Ausland überschwemmte uns mit Bieh, den Nutzen davon steckten die Unterhändler ein und die Industrie leidet unter der Ueberproduktion. Redner schließt: Wir Bayern wünschen aber noch einen ausgedehnteren Schutz. Das Hauptgewicht legen wir aus die Zollerhöhung der Gerste Interesse an der Zollerhöhung haben neben den Großgrund- befitzern namentlich die mittleren und kleinen Bauern. Wenn der etwas hat, verdient auch der Handwerker. (Beifall rechts.)

Abg. Beb e l (Soz) führt aus: Wollte die Regierung sich nach dem Grundsätze des Vorredners richten, fo dürften keine Fabriken mehr gegründet und dre Eisen­bahnen müßten abgeschafft werden. Sie wollen von Wahrung des Anstandes in der Debatte reden? Wer leistete mehr an Verhetzung als der Bund der Land- wirthe und der Bauernbund? Ich erinnere an Diest- Dabers Worte im Zirkus Busch: .Die Minister können uns sonst was!' Und der Abgeordnete Heim leistete in Regensburg das Menschenmöglichste an Verhetzungen gegen die eigene Regierung (Vizepräsident Gras Stolberg erklärt diesen Ausdruck für unzulässig). Es Siebt in unserem Lande zwei Nationen die bei Aus­beuter und die der Ausgebeuteten. Der Reichskanzler sprach namens der ersteren; ich spreche namens der letzteren mit der Rück» fichtslofigkeit, die die Sache verlangt Wir dienen Deutschland am besten, wenn wir bafür sorgen, daß die gegenwärtigen Handelsverträge erhalt n bleiben. Hätten wir in den 1890er Jahren einen solchen Zoll­tarif gehabt, wie den neuen, wären keine Handels­verträge zu stände gekommen. Die kleinste, aber ein- fluß eichste Klasse, das Junkerthum, hat diesen Tarif zu stände gebracht, worin ihnen auch im Prinzip der von ihnen fo angefeinbete Handel folgt. Daß i n Sachsen, wo dieJndustrie überwiegt, höher e agrarische Forderungen bewilligt toerbent welche bie Arbeiterbevölkerung geradezu unglaublicht beelasten, ist unbegreiflich Redner citien einig« e Stellen aus der Denkschrift des Bundes der Land- wirthe und schlägt vor, den nothleidenden Landwirthen. freie Fahrt noch Südafrika zu geben. Wenn nichts mehr hilft, bleibt noch offener Kampf, Aufruhr, Revolte, Lärm. Die Lage der Landwirth- schaft ift_gar nicht verzweifelt. Wirth- schäften Sie vernünftiger, daun brauchen Sie keine Zölle. Der Abg Röficke sagte im Zirkus Busch: .Mit festem Gottvertrauen müssen wir kämpfen für hohe Zölle, für unsere Existenz, für unsere Heimat.

4510 ®CI b großer Unruhe im Saale, erledigt hatte, m Wort, um sogleich in medias res zu gehen ib die Ausführungen des Führers der frei- bO P!s äugen Volkspartei zu widerlegen. In ruhiger, w * l -sicher Weise sprach der Herr Handelsminister

__etn wenig plump, mein Herr."Der- ,< ^ung. Gnädigste, wes daS Herz voll ist, geht

ia~ Vl 6 Mund über."

Packet! .Werner schaut betroffen auf. Er hat un- «kürljch in dem Ton geantwortet, den er im 'stllschaftssoale anzuschlagen pflegte. Aber daS "dchen lacht schon wieder und fragt schelmisch: °,e wußten Sie denn, daß ich heute Stunde be- Herr von Buchwald?"Mein Herz es mir." Sie zuckt spöttisch die Achseln. Müssen Sie ein kluges Herz haben! Sagt el wen noch mehr solcher interessanten Eeheim-

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I,f.rti.».b»hr: di. gespaltene Zeile ober berm R«m 10 $f«. ~ Druck und »erlag: Joh. A.z. S»ch, Univ.rfität»-Buchdruckerri

Reclamea: di« Zeile 26 Pfg. ÄÜNNllökNv, 7. 1901. Marburg, Markt 21. Telephon 65

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1 bgleiterS den Mund unmerklich zu ein:" Roidm verzogen, als er aber geendet, wirst sie 01 Kopf zurück und sagt hochmüthig und mit BerkA 6 Würde einer Dame der großen Welt:DaS __*! ein wenig plump, mein Herr. ~

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