Einzelbild herunterladen
 

M 273

Vierteljahr,icher Bezugspreis: bet der ©jpebitwn 2 !DiL, bei allen Postämtern 2,26 Mk. (e$cL Bestellgeld).

J»f«rti»»Sgebühr: die gespaltene Zeile oder bereu Äamn 10 Pf» Reclmnen; die Zeile 26 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 20. November 1901.

tzrnyeink mgu.ch außer an Werktagen iiaa; L>oiu>- uaO tyeiei:»at:i Sonntagsbeilage: Zllnstrirtes Sountngsblatt.

Druck und Verlag: Joh. Bag. Koch, UaiversitätZ-Buchdruckerei Marburg, Markt 21. Telephon 55.

36. Iahrg.

Zweites Blatt

Der Räuber Kneißl vor Gericht

u bai

ten

richied

tt. an.

von

tau

Loudon, 19. Nov.

Heffen-Naffau und Nachbargebiete

luder

»etfelßt.

erben! tCÄ

Lod« Herr«

wer Der henttgen Nummer liegt i Kreisblatt Nr. 93.

Nach ehrendem Frieden sie dürsten!

Darum Ihr Völker der ganzen Welt, Vertheidigt die tapferen Buren, Erhebt Eure Stimmen und sendet Seid, Denn fie halten, was fie einst schwuren!

hat der alte Geograph Pfiester, der in einem vor vielen Jahren geschriebenen Werke über Hessen- Philippsthal wegen deffen geschützter Lage und des milden Klimas das Nizza Hessens nennt, recht behalten.

Gietzktt, 19. Nov. Der Gieß. Anz. meldete dieser Tage, dos; der in Büdingen aus dem Fenster gestürzte Gymnasiast Mudra aus Wächtersbach schwer verletzt in die hiesige Klinik verbracht worden ist. Die Mutter des Ver­unglückten eilte an das Krankenlager ihres Sohne?, deffen Zustand ihr so zu Herzen ging, daß sie in der Klinik starb.

W9~ Der heutigen Gesammt-Auflage liegt ein Prospekt der Firma Adolf Leermann, Kgl. Lotterie-Einnehmer in Gotha, bei.

fc. Niever-Beffiugru (fit. Gießen), 18. Nov. Vor einigen Tagen fiel beim Spielen das drei­jährige Töchterchen eines hiesigen Einwohners

Bei .wilden Völkern', da gilt Völkerrecht nicht, Man tobtet des Hauses Hüter, Ueber Schuldlose hält mau Kriegsgericht!

Der Bur wahrt die heiligsten Güter.

In Transvaal bestellt man die Felder nicht mehr, Man schlägt kein Holz mehr im Walde, Der Wohlstand ist fort, die Scheunen find leer, .Glück auf* ist verstummt aus der Halde!

Seht dort ihr am Himmel das Flammenmeer, Von alle den rauchenden Trümmern?

Wie ist den Müttern das Herz so schwer, Wenn fie hören die Kinder wimmern!

Der Bur im Sattel bei Tag und Nacht, Sein Muth ward durch Unglück nie minder, Er hat schon große Thaten vollbracht, Denn er kämpft ja für Weib und für Kinder!

Delikat schmeckt | jeder Kaffee, »em eine Messerspitze Linde'» j Essenz »Gesetzt wirb, bi« dem Kaffe« auch I eine sch-ne Farbe flieht. I

Vermischtes

Bo» Wetter. Die Newa ist bei Petersburg

hffen

ixtafie - rasst 8r lonskl Ober rite* ben, tntzei ,»UI

^Dieser Aufruf, der Herr» Hauptmann

G o n t a r d in Wiesbaden zum Lerfaffer hat, ver­anlaßt »ns, auf unsere Burensammlung hinzu-

Brrantwortlich für die Redaktion Hans Hupfer in Marburg.

Kirchliche Nachrichten.

Donnerstag den 21. November 1901. Bibelstnnde in Ockershanse» lSchule).

Abends 7*N Uhr: Herr Pfarrer Schmidt.

LerSfelb, 19. Nov. Die HerSf. Ztg. meldet I ,f - y.- er-

ous Philippsthal, daß dort noch immer die I ÄU8 linfCTCHt ßcfcrflCtfC. Teilchen und andere Blumen im Freien blühen. I ghi-!'« i'1* *". di, Wänbe. i« beetriea mW «*.

Seltenheit, habe man doch dort in manchem wenn fie di. Weiber stehlen.

Nicht zu ftiengen, schneefreien Winter blühende I Die Kinder rauben ans des Vaters Hans! Veilchen bi» Anfang Januar gehabt. Mithin j Die Seren fie könnrn's erzählen.

Brüssel, 19. Stovbr. DasPetit Bleu" meldet, nach einer Privatdepesche auS London ei die Frau desPräsidentendeS Oran je- reistaats, Steijn, mit ihren fünf Kindern ohne jede Begründung auS Afrika deportirt und nach Europa erngeschifft worden, obwohl ihr Gesundheitszustand sehr erschüttert sei.

Lottdvtt, 19. Nov. Der Verlustliste zufolge wurden in dem Gefecht bei Tweefontein am 14. Nov. ein Mann getödtet, drei Offiziere, darunter ein Prinz Radziwill, sowie fünf Mann verwundet.

Aus Mittelamerika.

New - Dori, 19. Nov. Eine Depesche aus Maracaibo meldet: Infolge starker Regelfälle in den Kordilleren wurde zwischen den Lene- ,)o lanern und Columbre rn an der Grenze ein dreiwöchentlich er Waffen st illstand vereinbart. Die Stadt Eucuta ist über- chwemmt. Das Hochwaffer richtete großen Schaden an. Eine Anzahl Menschen ist umS Leben gekommen.

Mr Pest.

Lemberg, 18. Nov. Auf die Nachricht, daß in Odeffa zwei Todesfälle an der Pest vorkamen, wurden sofort an der galizischen Grenze die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen. _________

Frankfurt 19. Novbr. Heute früh um >/z6 Uhr wurde bei Huttersheim der Weichen­steller Quickhörner von einem Personenzuge xb erfahren und sofort getötet.

Geschäftliche Mittheilung.

Bnb Brück««». Die Kurgäste i» Babe, die ben Wernarger Brunnen an der Quelle selbst tnute», find nunmehr sämmtlich abgereist. Die Füllung des Brunnens znm Versandt dagegen muß ununterbrochen fortgesetzt werben, damit die täglich zahlreicher ein­laufenden Bestellungen prompt effektuirt werden können. Ist doch die Zahl der Blasen, und Nieren- kranken, die das berühmte Wernarger Wasser «ar nicht mehr entbehren können, eine sehr groß« und diejenige, die das Waffer seines hohen prophylaktischen Werthes wegen trinken, eine noch viel größere. Von vielen medizinischen Autoritäten und den »eiste» Aerzte» des In- und Auslandes wird das Wernarger Wasser zu eigenem Gebrauch bezogen und ist das- selbe auch als erfrischendes und wohlschmeckendes Tafelwasser äußerst beliebt

Vergnügungs-Anzeiger Nepertoir-Sntwurf der Frankfurt', Stadttheoter

Opernhaus.

Donnerstag, 21. Nov. .Der polnische Jude.*

Freitag, 22 Nov .Der Zigeunerbaron.'

Sonnabend, 23. Rov. .Aida."

Sonntag, 24. Nov. .Die Meistersinger von Nürnbcr,.' Schauspielhaus.

Donnerstag, 21. Nov. .Dir Zwillingsschwester."

Freitag, 22. Nov. .Die Schmetterlingsschlacht"

Sonnabend, 23. Nov. .Die Hoffnung"

Gonntag, 24. Nov., 3*/. Uhr: .Die Grille.' 7 Uhr:

.Die Hoffnung.'

te xnure offne. «IN roeueicr senge vc , ,nfl.

^ißt diese Erzählung Kneißls an Döst, womit I ^mäwe anferiigen'lassen zu können, 'wird wohl noch rüärt werden soll, daß^ daraufhm Rieger so | eintge geit vergehen, wohl aber kann baren gedacht ange mit dem Oeffnen -* *- " c""'v t-:

Nunmehr wird die

den Vorschlag gemacht, mit ihm nach Amerika sahrung zeigt, baß viele dieser Stadtansichten Quf die UmfaffnngSmauern nieder-

I >u g-6-n. ro fie mit ihr« Mutte- an biefem &»"$* N S'"Ln»",n "h-uv gekannt. Da, Feuer lall um 3 Uhr aus der ^ge zu Kneißl ging, geübte sie, eS handele ^«aen; an der rechten Stelle würden fie aber $ücne be6 Festsaals ausgebrochen sein. Leider teLÄt' S SÄSrUWÄ auch MD, an Menschenleben ,u be-

ÄÄ^TnÄÄkiSnU ttÄSÄÄäd«-.-- 3-0 'm «e6 schlasenbe derrathen. Er habe bei dieser Begegnung zu I jetzige Generation, mehr aber noch für unsere I Ditttfltttüdchett deS Restaurateurs stttd

i ihr geäußert, die Jrchenbrunner Mordthat b e - Nachkommen. Zu einer solchen Sammlung gehören I nerhr(tMnt. ein stritteK versuchte sich

* «, pr tief Der SWerflbauer habe ihn I auch Bilder von einzelnen Gebäuden, von Trachten, I , , - , ~

,miÄen ihnen habe kein von Volksscenen, ferner von früheren Landesherrn an einem Seil herabzulassen. Das Sei

schmählich verrathen, zwischen ihnen h I Bürgermeistern Kederer, Volckmar, Math, Rudolph), I jst jedoch das Mädchen stürzte herab

Einverständnis bestanden. *, I Schöffen, Vierern, Profefforen, Abgeordneten und An- ^oocy, f a* *

Nach weiteren belanglosen Zeugenaussagen I deren, die sich um Die Stadl Marburg verdient I ttttll ttttff lebt«ögkfährltkhe BeneHttttffett

kommt der Raub anfall auf den Sattler- I gemacht haben: ßolbe, Marrer, General-Eupermten- I tzatzyN Ein Kelltter stürzte von der Giebel-

«hilfen Dannhofer in Meisach zur Ver- I e$i* M^h,lm' Bücking, Geschichtsschreiber, mauer herab und brach bas ©Cttttt. Das Handlung. Die Anklage nimmt an, daß Kneißl I Weintraut, Dichter; gehören nicht auch die Kom- I ß Oktober in Geaen-

und Döst den Raub gemeinsam unternommen I manbeure der Bürgergarde, Abbildungen von den I Gebäude st st 8

Hütten. Kneißl selbst stellt den Raub vollständig Bürgergardisten zu Fuß und zu Pferde, Rill, dem wart des Großherzogs «ingeweiht worden; es in Abrede, auch Dannhofer vermag nicht anzu- 3-lmn. bf m« «..61 bi- w°- b«s g-°bi- bei gangen Mütel-hemk-eis-r.

geben, ob Kneißl und Vöst die Thäter find. I zg^te ausspreche», Bilder der gedachten Arten der I (Bereits durch Extrablatt gemeldet). Der Stationsvorstand von Meisach konstatirt, I Stadtverwaltung zur würdigen Ausschmückung des I

daß Kneißl xur Zeit des Raubes nicht eine RathhauSsaales zu überweisen. Damit kann schon De» sttvasrttattttttzr «rtflg.

6l«nb. «omZ6«tort entfernt sich t>ei »efannten W ?«** 19. Nov. Kitchener meldet auS

aufhi-lt. Die Verhandlung wurde sodann l gewch«n^eso»dnes Aktenhest anlegen lasten, I Pretoria vom 15. Nov.: Seit dem 7. November

auf Nachmittags 4 Uhr vertagt. I in welchem - zum ewigen Andenken - die Namen find nach den Berichten der.einzelnen Kolonnen

'der Schenker und der Schenkerinnen, sowie die Be- I 43 Buren gefallen, 16 verwundet, 2 4 1 ge- zeichnung des Geschenkes verzeichnet werden. I fangen genommen, 6 ergaben sich. Erbeutet e wurden 5650 Patronen, 164 Gewehre, 205 Nagen, 600 Pferde und 11500 Stück Vieh. (Die Zahl der Gewehre ist geringer als die der Gefangenen. DaS läßt eigenartige Schlüffe zu. D. R.). Verschiedene Burenabtheilungen unter Fouche, Mhburgh, Malan, Hugo, Lategan und Maritz werden von den englischen Kolonnen

Was nützet ein Haager Friedensgericht, Wo sind die Friedensfürsten?

Die Buren die wünschen nach Nacht wieder Licht,

, ~ | *"* ' T' * * , . . Nothstaudsarbeite«.

der Thüre zögerte. I werden, kleinere Bilder anzubringen und an deren «»xli« 19 Nov Das Berliner Tage-

®'V *1 H««' b-ri»-t°»« d-b di- et°bt°°i°ib.

Jahre alt, ^als Zeugin | ®ou^ möglichst viele Aufichten von Marburg aus den | neten 42000 Mk. für Nothstandsarbetten be-

Mathilde Danner, 17 , ntnotnmen. Sie war von ihrer Mutter und frül)'eten Jahrhunderten und aus der Jetztzeit ge- I willigten, er Wäscherin Lorenz mitgenommen worden, I sammelt würden. Ich denke dabei nicht an die An- I SttttkUttAlfitL

7,»>°iil 'ÄÄÄ'i j rÄWÄ rtÄSÄ'Äi Darmft.bl, 19. N°° Da« «tue groß

k^in «°»-lVin. ZarÄlÄft °"ig° MM. d-r hi-sig-n WM. btf eifenbofen getroffen. Er habe ihr schon öfter I Kreuzer, Hach, Ubbelohde und Anderen. Die Er- eine ausgedehnte Restauration enthält, ist heute

!>a> [flemeinen. sondern nur auf Kneißl angewandt M men. Bei einer Besprechung Brauses mit im Nervenarzt Dr. Gudde, der Kneißl am ritten Doge nach deffen Gefangennahme be­ichte, habe sich Dr. Gudde dem Gutachten wzlich angeschloffen. Dr. Gudde wird hier- uf telegraphisch als Sachverständiger geladen. u

)er Gerichtshof nahm ferner den 'wiederholt I Wetter.Uhren b bie' anderen Kinder

^stellten und am Sonnabend abgelehnten An- bem Dorf zuliefen, um Hilfe zu holen, blieb wg des Vertheidigers Dr. von Pannwitz an, bei fünfjährige Knabe Lutz, der mit seinem imlich Dr. Brause' über die Art der I Bater, dem von hier gebürtigen städtischen Be- nletzung Kneißls z.u vernehmen. Nach Qmten g^itz auS Frankfurt a. M. zu Besuch )r. Brauses nunmehriger Aussage hier- toei(te> allein am Ufer zurück, erfaßte das brr hatte Kneißl Schüße im linken Handgelenk, Mädchen beim Wiederaustauchen an den Klei- n rechten Vorderarm, tm rechten Ober arm und bein unb ^elt es mit eigener Lebensgefahr so 1 der rechten Bauchseite. Der letztere war Ionge fest, bis Hilfe herbeikam. I weism. D. Red.)

SbenSgefährlich, während die ersteren drei rasch | |

eilten. Die Krankenschwester Kneißls ' - - -

rflärt, daß er in der chirugischen Klinik Verwischtes

>i°derholt bewußtlos gewesen sei unb einmal . Newa ist bei Petersburg CelegrawMe

i »gar einen anwesenden Besuch garmcht wahr-

Dmmen hätte. Die nächste Zeugin, die zugefroren. Parlamentattfches.

>b e rs chw e ster, flieht auf Befragen des I Noch ein Opfer des Leipziger vankkrachs. In Berlin, 19. Novbr. Die Morgenblätter -taatSanwaltes an, fie wifle nichts von einem einem Gehölz bei Leipzig erschoß stch der raeIben. Der Vizepräsident des Reichstages

, üblichen Liebesverhältnis Kneißls mit einer Direktor deS Zörbiger Bankvereins, Otto Gramm. Dr. von Frege suchte krankheitshalber einen

X rankenschwester und nicht von einer Dis- I Die Ursache der That dürste in den Beziehungen I sechsmonatigen Urlaub nach und legte deshalb

* plmirung der letzteren. Bei dieser Gelegen- de» Bankvereins zur Leipziger Bank zu suchen | ba8 deS Vizepräsidenten nieder.

eit bemerkt der V er t h e i d i g e r, daß der sein. Eifenbah«-Eitt»ahtNt«.

»geklagte während seines Aufenthalts in der I . ._jss=: Berit«, 19. Nov. DieBerl. Pol. Nachr."

linik von einer großen Anzahl Damen An- I /cin.uf.nthf I bemerken, die preußischen Eisenbahn-

chtSkarten und Briefe mit der Bitte um An- I I Einnahmen weisen in den letzten Monaten

miken sowie Liebesversicherungen (!) I (Ohne Berantwortnug der Redaktion.) I einen so erheblichen Rückgang auf, wie niemals «halten habe. Der Komplice Kneißls, Tage- I tojrb, wie manniglich bekannt ist, geplant, unser I feit bem Uebergang zum Staatsbahnshstem in »garnphner st, zur Zeit Untersuchungsgefangener I Rathhaus im Innern umzubaue». Neber die zu I Preußen.

istoffeiLird unvereidigt vernommen. Er erzählt, wie treffenden kinrichtungen will ich mich letzt nicht aus- I Ä«m Zolltarif.

kneißl ihm Über die Vorgänge in 3^en6tunn Win stattlich« geräumi^S^a^nichtet wird' »erlitt, 19. Nov Nach der .National- «nchtet habe. Derselbe habe dem Flecklbauer tiefer bringt große Wandflächen mit sich und solche 1 liberalen Eorrespondenz" seien Versuche tm Gange, nit Erschießen gedroht, wenn er den Gendarmen I eignen sich sehr dazu, mit Bildern geschmückt zu I wie bei der Berathung deS Zolltarifs von 1878/79 ie Thüre öffne. Ein weiterer Zeuge be ! werden. Bis ein reiches Maiburger Kind der Stadt > bine interfraktionelle wirthfchastliche tilgt bi-I- ergäblungflneiHU ««. S«J. «omii Seteinigting gu »offen.

Bei Beginn der Verhandlung am Montag ti»d tote Sachverständiger Dr. Brause sein-m mit & utadjten noch hinzu, er wolle dies nicht im