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Oftobt, untere, rmeiftet an be, direclx, 1894. Grund. :thes.

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Umschau.

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(Nachdruck »erbeten.]

Das Glückskind.

Erzählung vom Irene von Hellmuth.

los bei seiner Braut eintrat — und diese in vonstürmte, verfolgt von Winter, der bis auf's Ihr Bormund klopfte an dre Thür, und bat inniger Umarmung mit seinem besten Freunde I Aeußerste erregt war. Ns er vorhin den I und beschwor das Mädchen, doch vernünftig zu

fand'-- WMMWW kühnen Ansturm wagte, und die vor Schrecken I sein. 68 regte sich nichts tm Ammer, der Stiegel

Dr. Malljar schlug sich vor die Stirn, in wie leblose, fast ohnmächtige Gestalt Röschens wurde nicht zurückgeschoben. Nichtsdestoweniger

wahnsinnigem, namenlosen Schmerz. I in seinen Armen hielt, da glaubte er schon ge- I fuhr Böhler fort, zu bitten: »Winter ist eine

(Fortsetzung.) I Er hob die brennenden Augen, dort stand Wonnen zu haben, weil das Mädchen nicht, wie Partie, die man nicht so ohne weiteres von der

Mechanisch fuhr der Man» zuweilen mit der sie ja noch, die seine Sonne, sein Glück, — er gefürchtet hatte, zornig aufgefahren war, I Hand werfen darf, Werl sich so etwas nicht alle Hand über die Stirn als wolle er quälende, sein alles war. Konnte denn so etwas möglich I sondern sich willenlos von rhm küssen ließ. I Tage findet, umsonst, er mußte unver» Unangenehme Gedanken verscheuchen, doch wandte sein! Wieder und wieder preßte jener schreck- Der Kopf lag auf seiner Schulter, dre Hände rrchteter Dinge wreder umkehren.

er kernen Blick von dem vor ihm hergehenden liche Mann, ihr Begleiter, in ungestümer hingen schlaff herab, dadurch ermuthigt, preßte Unterdeffen saß der abgewiesene Freier ber

Paare, dem er nach und nach ganz nahe ge- Leidenschaft feine Lippen auf den kleinen er die herß Begehrte hestrg an sich. Nun kehrte Frau Therese rm Wohnzrmmer, hielt deren ^nd-

fommen war. Die dicken Stämme der alten Mund, den er — der einfältige Thor nie zu ihr das momentan entflohene Bewußtsein zu- lrche, flerschrge Hande rn den fernen und bttrchtete

Bäume verdeckten die Gestalt des Mannes, er I berühren gewagt. In heiliger Scheu hatte er I rück. Mit Gewalt fich loßrerßend, lref dar I der gutmuthrgen Frau, tote innig er Röschen

trat so sachte auf nnd der weiche Waldboden zu dem Mädchen aufgeblickt, aus dessen reinen I geängstigte Mädchen, so schnell es dre bebenden I hebe und tote er alles daran gebe, daS Mäd-

dämvfte seine Schritte, daß man nicht das I Zügen die Unschuld zu lachen schien. — — I Glieder gestatteten, quer durch den Wald, ohne I chen zu besitzen.

leifefte Geräusch vernahm I Und nun — —, besudelt das teilte Bild. — — I auf den Weg zu achten, dem Forsthause zu. I Dre Försterin lreß rhn ruhig auSreden. Sie

Doch mtt einem Male blieb der Späher wie Diese hier, sie war nicht bester, als jene Andere, Winter hatte sie bald eingeholt. I war dem allezeit liebenswürdigen Mann, der

»»gewitzelt stehen, sein Gesicht bedeckte Toten- I die er seine Braut genannt — — nein — .So höre doch, geliebtes Kmd, bat er I sich so fein zu benehmen wußte, aufinchtig zu- blöffe die Züge verzerrten sich in unheimlicher schlechter noch war sie, — denn sie wußte auS I flehentlich, »ich weiß, ich war zu ungestüm, zu I gethan, und hätte allerdings gewünscht, Ros- Weise die Augen blickten starr mit entsetztem I seinem eigenen Munde, was er gelitten damals. I hastig, ---aber wer ist m solchen Äomertten I chen möchte seinen Bitten Gehör schenken;frei-

Ausdruck auf die beiden Menschen vor ihm, eS I Er hatte es ihr erzählt, daß die Treulosigkeit I Herr seines Willens, — ich hebe Dich, schon I hch wußte auch sie, daß Dr. Mallzar dem Mäd-

schien als sträubte sich das Haar, die Hände I und Erbärmlichkeit ihn fast um den Verstand I länget, als Du ahnst, — und Du mußt die I chen tm Harzen saß, auch wäre eS ihr sehr

streckten sich wie abwehrend aus, und mit einem I gebracht, sie mußte wisten, was doch deutlich ge- I Meine werden, und sollte ich Dich mit Gewalt I nahe gegangen, Röschen ziehen lasten zu muflen,

leisen Wehlaut stürzte er nieder in das duftende, nug jeder Blick ihr verrathen hatte', — daß et I zum Altäre schleppen." I "ber der hebeschmachtende Mann an ihrer Seite

feuchte MooS; da? Haupt sank schwer auf die sie liebte, und in dieser Liebe Ersatz, — völligen Sprachlos vor Entrüstung hörte Rofi eine that ihr herzlich ^.deshalb suchte sie ihn so Hände ein Schluchzen erschütterte den starken I Ersatz, — ja mehr noch, — dauernde» Glück I Weile zu, dann rief sie bebend: »Ich verbiete I viel wie möglich zu ttösten.

Ei der sich wand wtt in fürchterlichen gefunden zu haben glaubte, - Ersatz für all Ihnen, mich „Du" zu nennen, - was gibt So brach der Abend an, ohne daß Röschen Schmerzen die Unbill die man ihm angethan hatte. Ihnen ein solches Recht?' noch einmal zum Morschem gekommen Ware.

Dar also, - das war das Ende von all' »O S-tt, Sott - laß mich nicht wahnsinnig »Mädchen, mach mich nicht, toll mit Deinem Dem guten a en Förster war die ganze der Herrlichkeit dab Ende all' seines Glückes! I werden,' flehte er und wieder sank die hohe unbändigen Stolz, ich weiß nicht, was ich thue, I Sache äußerst peinlich. Er wünschte im Stillen

Das § e er' sehen müssen' Sie - das edle Stirn auf die ausgebreiteten Arme--wenn Du mich nicht erhörst ' - die beiden Freunde wären me hierhergekommen,

Mädchen - das ihm so rein dünkte wie die er sah nichts mehr.--- , .Nie, - niemals wird d-S geschehen - den Frieden und das Gluck seines Lieblinge, zu

Sonne —, auS dessen Zügen, auS dessen Augen Er sah nicht, daß Röschen, die erst wie be« Zu Hause angekommen, eckte Röschen s'fttt stören. >

ihm ein neues großes, unfaßbares Glück ent- täubt und kraftlos vor zorniger, fürchterlichen auf ihr Zimmer, und beschloß, dasselbe nicht (Fortsetzung felgt.)

gegenlachte — — in den Armen eines anderen, I Ueberraschung einige Sekunden in den Armen I eher wieder zu verlaffen, bis dieser zudringliche -----------

— gerade s» — wie damals — als er ahnunge-1 des frechen Menschen lag, in wilder Hast da-1 Freier abgereist wäre. I

1 stimmte patteipolitische Gefichtspuntte im Auge I auS guten Gründen geboten ist, die höchsten I in Höhe von 34V, Millionen Mark zu ver-

A Ott haben: Die Konservativen die traditionelle Spitzen dieser Organisationen vor allen Dingen zeichnen ist. Daß die ungünstige Gestaltung

3Dv|IvUUliyVll Stellung ihrer Pattei zu Heeresfragen und sich von der Aeußerung polittscher Auf- des nächstjährigen Reichshaushaltsetats auch

.. unb Se^mber Lum Kaiser, die Nationalliberalen die Bedeutung fassungen fern zu halten haben. Für sich aber bereits auf die Etats der Einzelstaaten

fftt die Monate November und Dezemver ben ^ch^ bet Kolonien, daS politische Anschauungen zu hegen, kann feinem nachtheckig etntoirft, zeigt die Meldung, daß

auf die I Zentrum mag die Marine mit dem Schutze der I Offizier und auch keinem Kriegsminister oder I der badische Etat wegen des Ueberwiegens der

»ebft ihren I Missionare in Verbindung bringen, die freisinnige I Marineminister verwehrt sein. Und ob diese Matttkularbeiträge über die Ueberweisungen Zlnaai werden von unserer Expedition Vereinigung mit demjenigen der überseeischen Anschauungen schutzzöllnerisch oderfreihändlerisch, mit einem Defizit abschließen wird. Es ist nur Anlagen merocn j l Handelsbeziehungen. Solche Gesichtspunkte in I konservativ oder liberal, kirchlich-rechtgläubig oder I natürlich, daß bet diesen Verhältnissen seitens

(Stortt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch - I Vordergrund zu stellen, ist daS gute Recht freihändlettsch find, ist für das Wohl des Staates aller bei der Etatsaufstellung beteiligten Fak- Hain und Neustadt, sowie von allen Post- ! b„ Parteien die Leitung der Mattne aber ! ganz gleichgiltig. Von den beiden großen I toren des Reichs darauf hingestrebt wird, soweit Volten und Landbttesträgern entgegen- muß die nationalen unb militärischen Gesichts- Reorganisatoren der preußischen Armee im An- als nur irgend möglich einen Ausgleich für die punkte deswegen in den Vordergrund stellen, fange und in der zweiten Hälfte de« vorigen ungünstigen Einnahmeverhältnifle in der Be- genommen. _ meil auf dieser Basis die Parteien fich ver- Jahrhundetts, Scharnhorst und Roon, war der I Messung der Ausgaben herbeizuführen. Hatten

einigen lassen. Wenn aber der Mattneminister Erstere mit liberalen Ideen erfüllt, der letztere fich schon die in Berlin versammelt gewesenen ittth sagt, die Flotte komme dem Freihandel zu gute, konservativ. Wir meinen, das Vaterland konnte Finanzminister der Einzelstaaten darüber ver-

Manmmmyter uuo yrCUjulWcL foutoirb m(m e§ den Gegnern des Freihandels keiner dieser beiden Männer missen. Gerade I ständigt, daß auch im Reiche die größte Spar-

Ran schreibt uns: nicht verdenken können, wenn ihnen die Neigung weil, wie die »Post' ganz richttg hervvrhebt, samkeit Platz greifen müßte so gilt gegen-

•ta der Presse wird eine Aeußerung bekannt dazu vergeht, Hunderte von Millionen zu be- der Mattneminister ausschließlich Ressottmlnister wättig, da die Zeit des Abschlusses der Etats-

.eaeben die Staatssekretär von Tirpitz dem willigen, um ein von ihnen befehdetes System ist, kommt feine Persönliche Stellung zu witth- Vorarbeiten für 1902 herankommt der Grundsatz,

AeichStagSabgeordneten Müller-Sagan gegen- I zu unterstützen. I fchaftlichen Fragen für Homogenität deS I daß nur die unbedingt nothwendigen Ausgaben

tber gethan haben soll. Der Staatssekretär Wir bedauern also als Freunde derMattne Ministeriums nicht m Frage. in den Etat eingestellt .worden sollen Um

soll gesagt haben, jeder neue Panzer bedeute I bje Auslassung des Staatssekretär von Tirpitz, I Freilich, weck er Ressortminister ist, wird hieruberunbuber die damit im Zusammen- «» Schwergewicht in der Wagschale desFrei- I eber wir halten, ebenfalls als Freunde der I er auch immer gutthun, nacheinem berühmten I ^ge stehenbe Frage, wie der Erhähung der

Handels, womit er wohl diesen volksparteilichen I Marine, die an den Staatssekretär gerichtete I Sprichwort zu handeht und bei seinem speziellen I Matrikularbeitrage für 1902 möglichst vorge^

Ibgeoibneten sowie deffen ganze Partei den I Aufforderung der „Post', den Dreimaster mit I Fache zu bleiben. Damit aber kommen wir I beugt werden kö»ne, eine entscheidende Er-

Warineforderungen geneigt machen wollte. Diese I bem Cplinder zu vertauschen, für viel zu weit- I auf das leidige, tm letzten Jahrzehnt sv oft zu I örterung ^rbeizufuhren, soll,wie wir hören,

angebliche Aeußerung des Staatssekretärs hat nb9 Wir wissen, daß schon in der Mitte erörtern gewesene Thema der öffentlichen m den nächsten Tagen zwischen der- be- ieCentoeife lebhafte^ Mißsaüen erregt, das bei I gner ^ahre als Tirvitz noch einfacher I Reden und privaten Auslassungen hochgestellter I theiligten Ressortchefs und dem Staatssekretär L »Post' sich sogar fu der ziemlich deutlichen Persönlichkeiten Deshalb glauben, ^r, daß desReichsschatzamtes eine^K°nserenz statt-

Aufforderung verdichtet, aus seinem Amte zu I bejm Oberkommando der Marine fungirte, ja I wenn überhaupt aus dem »Falle Tirpitz eine I finden. Es ist zu wünschen, daß eine

scheiden, weil die von ihm vertretene Auffassung I j^9n früher, als also noch gar nicht an die I Konsequenz zu ziehen ist. es die wäre, daß der I Setlouf nimmt, bet bem Reichshaushaltse at

ßch mit der vom Reichskanzler proklamitten I glänzende Karriere, die Tirpitz inzwischen ge« I Reichkanzler unb preußische Blimsterpräfibent I für 1902 möglichst zu Gute kommt.

Politik gemäßigten Schutzzolles nicht vettrage. macht hat, zu denken war, in ben Kreisen bet feine Unterkollegen „tm Reiche in Preußen I .

Auch wir stehen nicht an, bie Ansicht auszu- Marineoffiziere auf ihn als auf eine bet be- erneut auf bte Segnungen bet Schweigsamkeit ® te «rbeit«Ioftgfeit

sprechen, baß bie Aeußerung deS Staatssekretärs deutendsten Persönlichkeiten beS Offiziercorps | aufmerksam machte. | mmmt bas Jntereffe bet Allgemeinheit immer

- wofern sie tatsächlich gefallen ist — besser hingewiesen wurde. Er hat bewiesen, unb zwar I ===== 11 === I mehr tn Anspruch. Dem Beispiele Preußens

unterblieben wäre. Wir thun bies nicht vom nicht nut dadurch, daß er seine hohe Stellung I Badens folgend, stellt letzt auch Baftern

Standpunkte deS Schutzzöllners auS, sondern I erlangte, sondern auch durch daS, was! «rtsotnt I ^Hebungen über diese Zelterscheinung an. Das

lediglich vom Standpunkte der ehrlichen Stzm-er in dieser Stellung geleistet hat, diese Der Reichshaushaltsetat. baherische StaatSmimsterium des Innern hat,

vatbie für die Entwickelung unserer günstige Meinung von seinen außerordent- pn. Daß der nächstjährige Reichshaushalts- I wie die ,T. R. meldet, die Fabriken und Ge- glotte Denn der guten Sache der Flotte I lichen Fähigkeiten nicht übertrieben war. Mit I etat kein, günstiges Aussehen aufweisen wird, wetbeinspektoreni zuErhebungm übet die gegen-

fa*n durch derartige Äußerungen leicht Nach- feiner Entfernung aus dem Amte würde als» ist sicher. Die verschiedenen Einnahmeausfälle wärttge witthschafliche Lage und über bte Em-

theil erwachsen. Man muß immer bebenfen, nicht nut er gestraft werden, sondern auch die mit denen bet feine? Aufstellung gerechnet I Wirkung der geschäftlichen Krisis auf die Ber-

daß die Marine die doch keine so glorreiche I Marine, )üt die gerade bei ihrer gegenwärtigen I werden muß, find beträchtlich. Verschwindet I Haltnisse der Arbetterfchast beauftragt, rnSbe-

tzeschichte hat wie die Armee unb sie ja auch raschen Entwicklung eine gewisse Stabilität boch der Posten der Ueberschüsse aus früheren fonbere darüber m welchen Geschäftszweigen

xüht haben kann, unb beten Nothwendigkeit ber leitenden Persönlichkeiten doppelt ge-! Jahren, der tm letzten Etat noch mit 32 6 I sich die lktztge schlechte Konjunktur besonders

sür die LandeSvertheidigung im engsten Sinne des boten erscheint. Ebenso wie »ns persön- Millionen Mark angeschrieben werden konnte, bemerkbar macht, ob Arbeiterentlassungen, Ber- Wottes nicht so zwingend nachgewiesen werden ! liehen Gründen die Verabschiedung deS ! ganz und tritt dafür entsprechend dem un-I kurzungen der Arbeitszeit, Ausfall von Arbeits- kann wie die der Armee, ungleich mehr als die Staatssekretärs als unwünschenswetth erscheine» günstigen Ausfall des Finanzjahres 1900 sogar schichten oder Erniedrigung der Lohnsatze statt-

Nmee auf das allgemeine Wohlwollen ohne Unter- muß, so erscheint fie aus sachlichen Gründen der Ausgabep.sten der Fehlbeträge aus früheren gefunden haben ob und in welchem Maße die

schied der Patteien angewiesen ist. Deshalb muß I als nicht geboten. Man Muß nur wünschen, Jahren, der in ben letzten Etats stets I Zahl der Arbeitslosen gewachsen ist ober ob bte

Lte Leitung ganz besonders bestrebt sein, fich fern ! baß Herr von Tirpitz künftighin seinen politischen ! ohne Angabe einer Summe geführt werden I Entlassenen rn anderen ErtoerbSzwetgen Arbeit

von den die Parteien trennenden Streitigkeiten Auffassungen nicht Raum giebt und bȧ er konnte, mit etwa 2 Millionen Mark wieder tn fanden Die ganze Frage soll bet der anfangs

b»8 Taaes iu halten Die Parteien selbst mögen, ! daran denkt, daß, wenn das Freihalten der I die Erscheinung, sodaß allem auS dieser einen I November ftattfinbenben Konferenz der baher-

wenn sie Marineforderungen bewilligen, be- \ Armee und der Marine von politischen Tendenzen | Aenberung eine Verschlechterung gegenüber 1901 | ischen Getoerbeauffichtsbeamten zur Besprechung