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Btt lern Kreisblatt für die Kreise Marburg and Kirchhai«.
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durch den Gouverneur von trifft, mit Vorbehalt wieder, gerathen, der Entwickelung Hinterlande von Kiautschou
Schantung anbehält es aber für des Verkehrs im mit der größten Im wesentlichen
Politik der Eisenbahnverwaltung ankommen, ob der Handel den kürzeren und bequemeren Eisenbahnweg nach Tsingtau der Wafferstraße nach Tschisu vorzieht.
es fehle ihr gar nichts, stumm und tranig neben ihr saß, fing Rofi endlich an, um nur etwas zu sagen, von ihrem Bruder zu erzählen, und ehe sie recht wußte, wie es geschah hatte sie dem theilnehmend zuhörenden Mann das ganze Unglück berichtet. Die Wirkung dieser Mittheilung war allerdings überraschend für sie.
„Ihrem Bruder will ich helfen!" rief er aufspringend, warum kamen Sie nicht gleich zu mir? — Wie groß ist die Summe, deren er bedarf?"
Rofi war ganz verblüfft von dem ungeahnten Ausgang. Sie hatte nicht daran gedacht, daß Dr. Malljar die Sache so auffaffen würde, ihr Stolz lehnte fich dagegen aus, seine Hilfe anzunehmen, fie hatte auch keineswegs beabsichtigt, dieselbe herauSzufordern, und schämte fich jetzt unendlich bei dem Gedanke», daß er ihren Bericht vielleicht in dieser Weise mißdeuten könnte. Deshalb wehrte fie fich auch lebhaft, sein Anerbieten anzunehmen.
Doch es half nfchtS. Er bestürmte fie fo lange, bis fie ihm die Summe von fünftausend Mark nannte, welcher Betrag freilich nicht annähernd der wirklich fehlenden Summe entsprach, aber um keinen Preis hätte Röschen es vermocht, die Güte dieses Manne- noch mehr in Anspruch zu nehmen und daS ganze, noch noth- wendige Geld von ihm zu verlangen.
Er merkte Wahl, daß das Mädchen peinlich berührt war und schalt fich im Geheimen selbst daß er die Geschichte viel zu plump und unzart behandelt hätte. Er durste ja nur nach der Adreffe des Bruders stagen und ahne nähere Erklärungen fich mit den Gläubigern in Verbindung setzen.
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Etwa um dieselbe Zeit war es, al« Herr Arthur Böhler in seinem Arbeitszimmer saß und rechnete. Er hatte fich nicht viel verändert in der letzten Zeit. Das unangenehme Gesicht zeigte noch immer dieselben scharfen Züge, höchstens, daß die Linien um Mund und Augen sich noch etwas verschärft hatten. Die kleinen, verschmitzt und unruhig blickenden Augen lagen nach tiefer als sonst in den Höhlen, und der
Malljar suchte so rasch als möglich über die peinliche Angelegenheit hinüberzukommen. Er plauderte über alle möglichen Dinge und Röschen fand nach und nach das Gleichgewicht wieder. Die Zeit verging den Beiden ungemein rasch unter heiteren Gesprächen.
Sie wären wohl noch lange beisammen ge- seffen, hätte der auss neue herniederpraffelnde Regen sie nicht gezwungen, nach Hause zurückzuähren.
Dr. Malljar verwünschte im Stillen das abscheuliche Wetter, daS ihn hinderte, das Gespräch in die längst gewünschten Bahnen zu lenken und der Geliebten alles zu sagen, was ihm das Herz bewegte, feit Wochen schon. Nun stand er da und schaute der sich Entfernenden nach, ohne zu beachten, daß der Regen ihm die Kleider durchnäßte. Wie graziös fie unter dem aufgespannten Schirm dahinschritt auf dem weichen Waldboden. Noch einmal wandte sich Röschen und winkte mit der Hand einen Gruß zurück, dann entschwand fie den sehnsüchtigen Blicken deS ihr Nachstarrenden, der in tiefe Gedanken versunken, seinem luxuriös auSgestatteten Heim
chiften zu Tausenden Unterschlupf finden, weil in diesen Ländern die polizeiliche Ueberwachung >er Ankömmlinge noch immer ziemlich im Argen iegt. Bei den im vergangenen Frühjahr statt- >ehabten, allerdings durch energisches Vorgehen »er Regierung schnell unterdrückten Unruhen in Argentinien haben denn auch die Anarchisten eine Rolle gespielt. Die südamerikanischen Staaten werden also gewiß gut daran thun, nach dem Muster der Vereinigten Staaten gegen >ie Anarchisten, sobald diese gegen die belebenden Gesetze verstoßen, auf das nachdrück- ichste vorzugehen.
Die Nothwendigkeit eines solchen Vorgehens z eigt wieder einmal, wie die schönsten Doktrinen an der Macht der Thatsachen zu Grunde gehen. Die Vereinigten Staaten haben den europäischen Doktrinären immer als das Musterland der chrankenlosen Freiheit gegolten. Für die Mundhelden des äußersten Radikalismus galt natürlich stets als erstes und wichtigstes Kenn- z eichen der Freiheit eines Landes die Erlaubniß, unbestraft den Mund soweit als möglich ausreißen zu dürsen. Die Bestrafung Most's zeigt aber, daß auch in einer Republik die Freiheit >er Meinungsäußerung eine Grenze haben muß.
Dies wiederum thut dar, daß hinsichtlich ler individuellen Freiheit zwischen Republiken und monarchischen Staaten ein Unterschied nicht besteht und nicht bestehen kann. Denn einerlei, ob Freistaat oder konstitutionelle Monarchie: jede Staatsorganisation muß fich schützen nach lern Rechte des von den ersten Menschen an bestehenden Gesetzes der Nothwehr. An diesem natürlichen Selbsterhaltungstriebe jedes Staatswesens muß die Freiheit deS Individuums immer eine Grenze finden. Ein Staat, der um politischer Doktrinen willen auf dies Recht der Nothwehr verzichtete, würde fich selbst das Todesurtheil sprechen. Die energische Bestrafung Most's wird man den deutschen Sozialisten vorzuhalten haben, wenn fie, wie das ihre Art ist, in jedem energischen Urtheil gegen sozialistische oder anarchistische Aufhetzung ein gewißes Bhzantinerthum erblicken, als ob die Gerichte mit dem Urtheile fich bei dem Kaiser oder dem betreffenden Landesfürsten lieb Kind machen wollten. Nein, derartige Urtheile ergehen nicht, um den Fürsten eine Freude zy machen oder um fich ihnen gefällig zu zeigen, sondern bte Richter handeln als Diener des Staats, zu deffen Aufrechterhaltung fie von den bestehenden Gesetzen Gebrauch zu machen haben. Dies gilt für die Monarchie wie für die Republik, für die Länder diesseits, wie für die Länder jenseits des Atlantischen Ozeans.
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Die amerikanischen Republiken und der Anarchismus.
». Telegraphisch wird berichtet, daß der berüchtigte Johann Most, der leider dem Deutschen Reiche entstammt und den sogar der deutsche Reichstag eine Zeit lang in seiner Mitte hat dulden muffen, von dem Newyorker Gerichte wegen eines aufrührerischen Artikels, den er nach der Ermordung McKinleys in seiner Zeitung „Die Freiheit" hat erscheinen lassen, zu einem Jahre Gefängniß verurtherlt worden ist. ,
Diese Mittheilung ist ui mehr als einer Hinsicht von Interesse. Anscheinend wollen die Vereinigten Staaten trotz der Ermordung ihres Präsidenten von einer Ausnahme-Gesetzgebung gegen die Anarchisten absehen, dafür aber die bestehenden Gesetze mit aller Schärfe anwenden. Für diese Annahme spricht die für einen Zeitungsartikel ja gewiß nicht geringe Strafe von einem Jahre Gefängniß. Niemand — natürlich mit Ausnahme der Anarchisten und ihrer sozialistischen Freunde — wird aber diese Strafe für zu hoch halten, denn der eminenten Gefahr der anarchistischen Aufhetzung kann nur mit energischen Strafen begegnet werden. Die Regierung der Vereinigten Staaten befindet sich auf dem Standpunkte, mit dem wir fteilich nicht völlig übereinstimmen, daß es einer Ausnahmegesetzgebung nicht bedarf, sondern daß es genügt, wenn neben einer sorgfältigen polizeilichen Ueberwachung des anarchistischen Treibens in allen Fällen der Verhetzung, möge fie nun in Versammlungen oder in der Presse zum Ausdruck gelangen, von den durch die bestehenden Gesetze gebotenen Strafmöglichkeiten rücksichtslos Gebrauch gemacht wird.
Indem die Vereinigten Staaten so ver- sahren, geben fie zugleich den von ihnen ja so gern patronifirten südamerikanischen Republiken ein Vorbild. Sind schon die Vereinigten Staaten dank der bisher von ihnen den Anarchisten gegenüber geübten Duldung stark von dem Gifte des Anarchismus durchseucht, so find die südamerikanischen Republiken ihnen darin noch Über. So wird soeben aus Rio de Janeiro gemeldet, daß zwei Anarchisten einen nächtlichen Leberfall auf den brasilianischen Präsidenten geplant hätten und nur durch die Wachsamkeit der im Präsidentenpalast aufgestellten Posten an ihrem Vorhaben verhindert worden wären. Der Hauptherd des Anarchismus aber sind die drei La Plata-Staaten und Chile, in denen insbesondere die aus Südeuropa stammenden Anar-
Zolltarif-Entwurf.
Ei» A«fr»f, der an die hessischen Landwirthe gerichtet ist, findet fich in Nr. 41 der „Hess, landw. Zeitschrift". Er hat folgenden Inhalt:
Der vom Ausschuß des Handelsvertragsvereins erlassene Aufruf gegen die von der gesammten Land-
Umschau.
Zur Entwickelung KiautfchouS.
mkg. Der „Ostasiatische Lloyd" kommt aufs neue auf den Wettstreit Tschifus und Tsingtaus als zukünftigem Haupthafen der Provinz Schantung zurück. Nichts läßt danach wohl die wachsende Bedeutung des deutschen Gebiets auch in handelspolitischer Hinsicht deutlicher erkennen als die Thatsache, daß man in Tschisu zu außerordentlichen Mitteln glaubt greifen zu muffen, um nicht in der Zukunft ernste Einbußen zu erleiden. Die Tschifuer chinesischen Großkauf- eute blicken, so schreibt der Korrespondent deS eben erwähnten Blattes, mit wachsender Be- orgniß auf den Fortschritt der Kiautschou- kisenbahn, die einen großen Theil des Handelsverkehrs von Tschisu nach Tsingtau abzulenken Iiroht. Da bei dem gebirgigen Hinterlande der Bau einer von Tschisu ausgehenden Bahn mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist, suchen die Emesen die Wasserwege zu verbessern. Der Kanal, der von Tfi-Nan-Fu, der Hauptstadt Schantungs, zum Meere führt, befindet sich in schlechtem Zustande und zeigt deshalb einen verhältnismäßig geringen Verkehr; denn die Waren aus den Gebieten, die er durchschneidet, werden größtentheilr auf dem Landwege nach Tschisu gebracht. Jetzt plant man eine Vertiefung des eben erwähnten Kanals und seine« Zugangs zum Meere bei Dang-chi-kou, welcher Ort mit Tschisu eine regelmäßige Dampferverbindung erhalten soll. Wenn dieser Plan von Erfolg begleitet ist, so wird nach Annahme des Korrespondenten des „O. L." der Handelsverkehr mit den von dem Kanal durchschnittenen Distrikten Tschisu erhalten bleiben. Der „O. L." giebt die zitierte Zuschrift, wenigstens was die Unterstützung der Kanalverbesserungsarbeiten
Aufmerksamkeit zu folgen.
wird es nach seiner Meinung auf die Tarif-
Bterr. * »in.
36. (Nachdruck verboten.)
Das Glückskind.
Erzählung von Irene von Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Mit leuchtenden Augen streckte er dem lieblichen Mädchen beide Hände entgegen: „Wir haben uns lange nicht gesehen, Fräulein Röschen," sagte er mit seiner wohlklingenden Stimme, die wie in freudiger Erregung erbebte.
Die Angeredete antwortete nicht sogleich, sondern hielt den Blick beharrlich zu Boden gesenkt; ihre Hände, die er noch immer in den feinigen hielt, zitterten leise. Ihr Herz pochte in raschen Schlägen, auf den Wangen wechselten Röthe und Bläffe. Sie fühlte sich so beklommen und ängstlich unter den forschend auf sie gerichteten Augen und suchte vergebens, ihrer starken Bewegung Herr zu werden. Sie fürchtete, daß er jetzt sprechen würde und wünschte es doch herbei. m
Aber er schien ihrer sichtbaren Beklommenheit andere Gründe unterzuschieben. Ohne zu ahnen, was so mächtig auf sie einstürmte, fragte er theilnehmend: „Sie sind nicht so beiter als sonst fehlt Ihnen etwas? Sie sehen blaß und anoearifien aus, haben Sie Verdruß gehabt ?"
Eine kleine Pause entstand, Röschen schüttelte nur den Kops. . ., , .
Darum wollen Sie mir nicht sagen, waS Sie "bedrückt? Sie dürsen eS getrost, — können Sie fich nicht entschließen, mir Ihr Vertrauen zu schenken?" . .
Da er nicht nachließ mit Bitten und schtteß- Uch, »lS da« Mädchen wiederholt versicherte,
gelbliche Teint ließ ihn im Verein mit den dünnen, spärlichen Haaren älter erscheinen, als er war.
Jrn Hause ging ebenfalls noch asle« den gewohnten Gang. Frau Aurelia vermied, so viel fie immer konnte, mit ihrem Mann zusammen zu sein. Nur so erschien ihr das Leben । an seiner Seite erträglich. Sie besuchte nach wie vor ihre Gesellschaften. Zu etwas Höherem konnte sich die ein wenig beschränkte Frau nun einmal nicht aufschwingeu.
Nie ging das Ehepaar zusammen auS, nur selten, daß die beiden ein paar Worte mit einander wechselte^.
Jedes lebte für fich, seinen eigenen Passionen und Liebhabereien. Böhler saß oft big zum grauenden Morgen am Spieltisch, und suchte die verlorenen Summen wieder hereinzubringen. Oft auch hatte er Glück, und er gewann das Doppelte seines letzten Verlustes; doch ebenso schnell verlor er auch alles wieder.
Da« Kapital war bedenklich zusammenge- schmolzen, er machte die gewagtesten Manipulationen, um wieder zu einem gewissen Wohlstände zu gelangen, — vergebens, es ging bergab, unaufhaltsam, rastlos.
Mit Schaudern dachte er daran, wgS dann werden sollte, wenn das Wenige nun auch noch aufgezehrt sein würde, und doch konnte er fich nicht entschließen, das einzige richtige Mittel, die Arbeit, zu ergreifen. Zu lange schon hatte er fich dem Müßiggang hingegchxn, um jetzt noch ein regelmäßiges, geordnete« Leben beginnen zu Eönnen. Dazu war es bereits zu spät, er mußte schvn sehen, fich ohne Arbeit durchzuhelfen. GvZtfetzM, W-i)
wirthschaft Deutschlands als nothwendig erachteten Zollerhöhungen ist mitunterzeichnet von Firmen Darmstadtsund Umgebung. Es ist Pflicht der Selbsterhaltung für jeden Landwirth, seine sämmt- lichen Bedarfsartikel für feinen landwirtbschastlichen Betrieb sowohl, wie auch für den Haushalt nur aus olchen Geschäften zu entnehmen, die auch der bäuerlichen Kundschaft in diesem witthschastlichen Kampfe nicht entgegenarbeiten. Aug. Hehl.
Wir können uns mit diesem Bohcottversuch nicht einverstanden erklären; bei der verhetzenden Agitation der .Brodwucherschreier" aber ist es erklärlich, wenn die Landwirthe zu dem Wunsche kommen, einzelne ihrer Gegner den Nutzen des heimischen Marttes recht klar zu machen.
Wie »blich und nicht anders zu erwarten, wird nun auch die jüngste Spektakelmeldung des Freihandels, die diesmal Argentinien den Zollkrieg proklamieren ließ, Lügen gestraft. Man schreibt jetzt der ,Tägl. Ruudsch.": „Selbstverständlich ist auch diese Ingabe, wie wir auf Grund bester Informationen eststellen können, vollkommen falsch."
Miudrstzollfätze für Getreide. Angeblich soll in bayerischen Regierungskreisen bestimmt verlauten Reichskanzler Graf Bülow habe aus Betterben von Bayern und Württemberg die Geneigtheit ausge» prochen unter noch zu erörternden Bedingungen die Mindestzollsätze fallen zu lassen. — Wir glauben nicht an diefe Gerüchte. Das Dementi wird wohl dieser Nachricht auf dem Fuße folgen.
* Die Förder»»« vo» Verbreche» durch «e- treidezollerhöh»«g bildet ein beliebtes Argument der Freihändler. Namentlich Brentano hat dasselbe tüchtig ausgebeutet und sich dabei auf eine vor 34 Jahren erschienene Statistik der gerichtlichen Polizei im Königreich Bayern von Dr. G. v. Mahr berufen. Gegen diese Ausnutzung verwahrt fich nun Herr v. Mayr, indem er darauf aufmerksam macht, daß er wohl früher einen Zusammenhang zwischen Brot- ,reisen und Kriminalität gefunden, aber schon vor ieben Jahren den Nachweis geführt habe, daß liefet Zusammenhang nicht mehr besteht. Herr v Mahr schreibt sodann*): „Ich möchte die Herren Vortragsredner und Schriftsteller, die meine Jugend- arbeit so liebevoll zitieren, dringend bitten, auch von dieser Weiterführung meiner Forschung Kenntmß zu nehmen. Es dürfte dies um so mehr geboten sein, als inzwischen auch von anderer Seite übereinstimmend mit dem Ergebniß meiner Untersuchungen speziell für Preußen die Thatsache nachgewiesen ist, daß vor den sechziger Jahren die Getreidepreise für den Gang des Verbrecherthums eine äußerst wichtige Rolle gespielt haben, daß aber nach 1870 ein be- merkenswerther Einfluß der Getteidepreise auf die kriminelle Bethätigung des preußischen Volkes gänzlich inAbrede zu stellen ist. Ich bin hiernach wohl berechtigt, den Spieß umzudrehen und aus der Thatsache des Verschwindens unmittelbaren Zusammenhanges von Verbrechen und Getreidepreisen zu folgern, daß deren Stand im Hinblick auf die anderweittge Gestalt des deutschen Wirthschaftslebens ihre ehedem ausschlaggebende Bedeutung auf die wirthschaftliche Lage der Bevölkerung verloren hat, und daß dem-
*) Zolltarif - Entwurf und Wissenschaft. Von Dr. Georg v. Mahr, Professor der Stattstik Finanz- Wissenschaft und Nationalökonomie an der Universität München, laiferl. Unterstaatssekretär c. D. München. Verlag von R. Oldenbourg. 1901.
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