Festessen im Stadtparksaale statt.
(6 Tgbl.)
öffextlii
Legen S
Nii
6i8 So
•ir ab
j* Wehrda, 9. Oktober. Au dem gestrigen Brande in Wehrda wird un8 von dem Herrn Bürgermeister mitgetheilt, daß die — übrigens nicht in unserem Blatte veröffentlichte — Nach' richt, man habe gestern den Schlüssel zum Wafferbasfin nicht finden können, das Mundstück zum Schlauch habe gefehlt rc., der Wahrheit zuwiderläust. Das Wafferbasfin sei stets geöffnet, und das Mundstück sei zur Stelle gewesen, man habe aber in Rückficht auf die hohe Lage des Brandobjekts vorgezogen, das Feuer mit den beiden Spritzen, nicht direkt vom Hydranten aus, zu bekämpfen und nur die Spritzen vom .Hydranten aus zu speisen. — Wir geben dieser Erklärung im Jntereffe unserer Nachbargemeinde gern Raum.
f Cappel, 9. Okt. Der Abhaltung unserer diesmaligen Kirmes steht, wie man hört, ein Hinderniß entgegen, das darin besteht, daß eine Lustbarkeitssteuer erhoben werden soll. Damit find nun unsere hiefigen Kirmesveranstalter nicht zufrieden und so beschloffen sie, die Cappier Kirmes in Giffelberg zu feiern. Am nächsten
Dom Rachrni im Pfc
15 bi- Ja t vor d Heträr
. Schnas Skrop! Jndust sucht Herzkr beobßd häufisii ©leidil Lezirkl «n ein 8 gut. der S<
Die (
Sonntag dürfte sich demnach wohl der größte Theil der jugendlichen und vielleicht auch der älteren Dorfbewohner einen Ausflug nach Giffelberg leisten.
<«) Froirharrfen, 9. Okt. Daß man im Aufbewahren seiner Fahrkarte vorsichtig sein muß, lehrt ein Vorfall, der sich dieser Tage in einem Frankfurt—Caffeler Zug abspielte. Bei einer Revision der Fahrkarten, die zwischen Fronhausen und Marburg vorgenommen wurde, wurde ein junger Mann von etwa 16 Jahren ohne Fahrkarte angetroffen. Er versicherte, daß er in Frankfurt eine Fahrkarte nach Caffel gelöst habe und verschiedene Mitfahrende konnten bezeugen, daß er im Besitz einer Fahrkarte gewesen sei. Trotzdem mußte er, den bestehenden Bestimmungen gemäß, den Betrag für die Fahrt nochmals bezahlen, da die Fahrkarte trotz eifrigsten Suchen nicht aufzufinden war. Da der junge Mensch keinen Pfennig Geld bei sich hatte, veranstalteten die Mitreisenden, die mit ihm Mitleid hatten, eine Sammlung, deren Ertrag ihm aus seinen Nöthen half. Er hätte der Nachzahlung entgehen können, wenn er sich die Nummer seiner Fahrkarte notiert hätte.
O Kirchhai«, 9. Okt. In der gestrigen Notiz über den Rindviehmarkt hat der Druckfehlerteufel Unfug angerichtet. Böswilliger Weise hat er den Kirchhainer Rindviehmarkt verkleinert. Nicht 98 sondern 898 Stück Rindvieh waren angetrieben.
n Neustadt, 8. Oktober. Wie bereits in diesem Frühjahre mit Hafer und Kartoffeln, so stellt die Landwirthschaftskammer unseres Bezirkes auch in diesem Herbste im Kreise Kirchhain eine Anzahl Anbauversuche mit Roggen an, so im Amtsgerichtsbezirk Neustadt in den Gemarkungen Neustadt (Versuchs-Ansteller: Bierbrauer C. Gies), Momberg (V.-A.: Bürgermeister Groß), Allendorf (V.-A.: Augustin Goerge), Erksdorf (V.-A.: Joh. Pausch) und Speckswinkel (V.-A.: Joh. Geißel III). Zu den Versuchen wird P e t k u s e r Roggen bester Qualität benutzt. Die Anstellung der Anbau- Versuche erfolgt in der Weise, daß jeder Versuchsansteller 4‘A Acker große Parzellen einrichtet, von denen eine ungedüngt die von ihm seither angebaute Roggensorte, eine zweite, gleichfalls ungedüngt, die neue Roggensorte aufnimmt, während die verbleibenden beiden Parzellen als Düngung je Vr Ctr. Chili, 1 Ctr. Thomasmehl und l/t Ctr. Kainit, sowie eine von beiden noch 5 Ctr. Kalk erhalten und nur mit der neuen Roggensorte bestellt werden. Hervorzuheben ist noch, daß der zur Düngung benutzte Kalk nach einer neuen Methode in der Weise gelöscht ist, daß zu dem Zweck in einen luftdicht abgeschloffenen Behälter heißer Waffer- dampf eingelassen wurde. Der so gelöschte Kalk soll bei feinster Dertheilung weder stäuben noch ätzen, was bei den Versuchen mit fest- gestellt werden soll.
Marburg und Umgegend
Marb«rst, 9. Oktober.
* Eine Neuwahl der Mitglieder und Stellvertreter der Steuerausschüffe der Gewerbe steuerklaffe III und IV hat für die nächsten drei Steuer jähre sta'.tzufinden. Der Termin der Wahl ist für die Mitglieder der Gewerbe- steuerklaffe LI des Veranlagungsbezirks Marburg-Frankenberg auf Donnerstag denjlO. d. M„ Vormittags 10 Uhr, und für die Mitglieder der Klaffe IV des Deranlagungsbezirks Marburg aus denselben Tag, Vormittags 11 Uhr, anberaumt. Wahllokal ist der Sitzungssaal des Krsisausschusies im hiefigen Landrathsgebäude.
§ Nachweis der VcvSskerungsvarginge in der Stadt Marburg vom Monat September. Lebenögeborene 22 männliche, 17 weibliche, ins- gefammt 39. Todtgeborene 4 weibliche. Gestorbene (ausschließlich Todtgeborene) des Be- richtsmonats 11 männliche, 9 weibliche, insge- jammt 20. Darunter Kinder im Alter bis zu 1 Jahr 2 eheliche, 2 außerehelich geborene. Von den Geburtsfällen entfallen auf hiesige Einwohner 23, auf Auswärtige 16. Von den Sterbefällen kommen auf hiesige Einwohner 23, auf Auswärtige 16. Die Todesursachen be- tralen akute Darmkrankheiten 1, Lungenschwindsucht 2, akute Erkrankungen der Athmungs- organe 4, sonstige Krankheiten 13.
* Steiadel - Caarrrt. liebet das Steindel- Ouartert urtheilt die „Augsburger Zeitung": Was wir gestern zu hören bekamen, ist das Erstaunlichste, thatsächlich Wunderbarste, was mir jemals auf dem Gebiete des Wunderkinder- thums begegnet ist. Kammermusikwerke auswendig zu spielen, ist, wie jeder Kundige weiß, schon bei erwachsenen reifen Künstlern etwas nicht Alltägliches, von Kindern ist das, ganz abgesehen von dem sonst bei der Ausführung bethätigten Können, eine Leistung, bei der einem der Verstand stehen bleibt.
5 Die Obstverka«fS-Ltr»ittel«»zsßkllt für die Kreise Marburg, Kirchhain, Frankenberg und Ziegenhain zeigte an ihrem heutigen letzten Geschäststage in dieser Campagne immerhin einen noch ziemlich lebhaften Verkehr. Es wurde noch eine ganze Reihe von Verkäufen abgeschloffen.
* Z» der varfüßerthvr - Straße stürzte ein Baum um. Im Fallen zerstörte er die Telephonleitung. Sonstiger Schaden ist glücklicher Weise nicht entstanden.
§ Hochwasser. Durch die anhaltenden Regen- güffe zeigt die Lahn wieder einen recht hohen Stand. An vielen Stellen hat sie bereits die Niederungen überfluthet.
Kommandos sich nach dem Angriff des Oberst Kekewich zerstreuten. Kekewich ist von seinen Wunden wieder hergestellt und übernimmt heute sein Kommando. In der Kapkolonie ist daS Kommando Myburgs durch die jüngsten Ereignisse im Nordosten der Kolonie völlig lahmgelegt. Fouche und Wessels stehen an den Südabhängen der Drakensberge. Smuts ist nach Norden abgetrennt und steht in der Nähe von Barrington. Scheepers Kommando steht bei Niederockertßkraal. Allen diesen Buren- kornrnandos find die Engländer dicht auf den Fersen. Fast täglich finden Gefechte statt. — Man kann diesem Bericht hinzufügen: Und nirgends richten die Engländer etwas Be solideres aus.
— Seit dem 20. Oktober 1899 dem Tage des Beginnes des Krieges in Südafrika, der mit dem Kampf bei Elandslaagte eröffnet wurde, betragen die gesammten Verluste nach einer Mittheilung des Kriegsamtes bis zum 30. Sept d. I. 75 562 Mann, von den 837 Offiziere und 17876 Mann in den Gefechten gefallen bezw. ihren Wunden erlegen sind.
— Neue Verstärkung en will das Kriegsamt Lord Kitchener senden. 9 Dampfer mit Verstärkungen sollen demnächst nach Südafrika abgehen Der Dampfer „Tacutz" ist mit 1200 Mann, bereits in See gegangen. — lieber die Qualität dieser Truppen wird wohl des Sangers Höflichkeit schweigen müffen.
Cassel, 8. Oktbr. Zum Konkurs der Treber- trocknung wird aus Leipzig berichtet: Von der Konkursverwaltung der Leipziger Bank wurden, wie bekannt, bei Eröffnung des Konkurses der Trebertrocknung der Konkursverwaltung 500000 Mark zur Fortsetzung der Geschäfte vorge- schoffen. Diese Summe ist dieser Tage bis auf einen kleinen, noch in Verrechnung stehenden Restbetrag zurückbezahlt worden. Es ist erfreulich, daß die vielfach geäußerten Befürchtungen, daß durch das Vorgehen der Leip ziger Bank die Jntereffen ihrer Gläubiger gefährdet werden könnten, sich nicht erfüllt haben und die Ausführung der eingegangenen Lieferungsverträge der Treberwerke sich immerhin als zum mindesten so rentabel erwiesen haben, daß jetzt schon das Darlehen der Leipziger Konkursverwaltung glatt zurückbezahlt werden konnte.
ko. Cassel, 8 Oktbr. Bei dem offenen Ge- ständniß des Attentäters Rathgeber wird der Fall wahrscheinlich schon in der am 4 November beginnenden Schwurgerichtsperiode spruchreif fein. Herr von Westrum dürfte schon in ca. 14 Tagen als vollständig geheilt entlassen werden können.
jhersseld, 7. Okt. Das stürmische Wetter am gestrigen Tage hat ungünstig auf den Besuch der Obstausstellung eingewirkt. Die nächstjährige Ausstellung wird, wie die „Heröf. Ztg." vernimmt, in Immenhausen stattfinden; für das Jahr 1903 kommen Fulda und Eschwege in Betracht.
F«lda, 8. Oktbr. Infolge des Regens, der die letzten 24 Stunden unaufhörlich fiel, ist gestern früh die Fulda über ihre Ufer getreten und überschwemmt noch so manchen Kartoffelacker und manches Krautland. Während der Niederschläge tobte ein heftiger Sturm, der vollends das Obst von den Bäumen schüttelte und die Ziegeln von den Dächern fegte.
Fra«ksnrt a. M, 8. Okt. In Saarbrücken wurde in der Herbstversammlung der Freien Vereinigung Deutscher Installateure zur Errichtung einer Deutschen Jnstallatessrfachschule Frankfurt a. M. in Aussicht genommen. Die im Juni nächsten Jahres in Düsseldorf statt findende Hauptversammlung soll über die Errichtung endgiltig Beschluß faffen.
Gladenbach, 8. Oklbr. An dem Neubau des Architekten Pitzer dahier stürzte gestern der Zimmermeister Klingelhöfer von Bottenhorn so unglücklich, daß er sofort in die Klinik nach Marburg gebracht werben mußte. Seine Verletzungen sollen bedenklich fein.
Gieße«, 8. Okt. Hier hat fich ein Ausschuß gebildet, um eine Aufführung der Wer- ning'schen Kriegsfestspiele zu veranstalten. Die Vorbereitungen sind bereits soweit gediehen, daß ein schönes Gelingen zu erwarten steht. Die Festspiele werden 31 Bilder bringen, darunter auch eins vom Sturm auf L'Eurie-Ferme, bei dem bekanntlich unsere 116er hervorragend be= theiligt waren. Von den zu der Darstellung erforderlichen 150 Personen haben fich Damen bereits in genügender Anzahl gemeldet, Herren werden dagegen noch in großer Anzahl gewünscht. Die Vorstellungen können allabendlich von 650 Personen besucht werden. Arme Schüler sollen, bei besonderen Schülervorstellungen, Freikarten erhalten. Auch Volksvorstellungen sind vorgesehen. In Aussicht genommen sind für die Vorstellungen die Tage vom 1. — 10. November.
spätere bezirk
Rai Kupsi Alter trage.
Vermischtes
Elektrische Hinrichtungen. Der Mc. Kinley- Mörder Czolgosz wird in der letzten Oktoberwoche hingerichtet werden. Hoffentlich fungirt diesmal der Apparat besser, früher hat er mehrmals versagt. Die erste elektrische Hinrichtung erfolgte am 6. August 1890 an Wilhelm Kemmler, der seine Geliebte ermordet hatte, in Gegenwart von 23 Personen, und wird als geradezu entsetzlich geschildert. Der Delinguent konnte nicht sterben — der Akt dauerte 13 Minuten. Ein Jahr später wurde ein Mörder Namens Lopi mittelst Elektrizität hingerichtet. Bei diesem, einem außergewöhnlich starken Menschen, mußte der Strom vier Mal appli- zirt werden, ehe der Tod eintrat. Die Hinrichtung dauerte eine Stunde und acht Minuten. Seither find die Vorrichtungen „vervollkommnet" worden. Aber noch immer übertreffen die Schreckensszenen bei den elektrischen Hinrichtungen durch ihre Dauer weitaus den Vollzug der Todesstrafe durch das Beil oder den Strang.
Sm der Pest. Der unter verdächtigen Erscheinungen vor einigen Tagen auf dem in Marseille eingelaufenen Finmaner Dampfer „Szacary" erkrankte Matrose war, wie sestge- stellt wurde, an der Pest erkrankt und ist jetzt gestorben.
Eine glückliche Stndt. Die Stadt Metz befindet sich in der glücklichen Lage, nicht nur keine Schulden, sondern ein disponibles Baar- bermögen 879400 Mk. zu besitzen. Infolgedessen hat der Gemeinderath beschloffen, für die Zwecke der Stadterweiterung von einer Anleihe vorerst Abstand zu nehmen. Gleichzeitig wurden die Statuten der städtischen Sparkasse dahin abgeändert, daß diese die Hälfte ihres Bestandes an Gemeinden verleihen darf, wodurch die Stadt Metz in die Lage versetzt wird, drei Millionen aus ihrer Sparkaffe zu erhalten.
Eine thrnrre H|r. Eine „astronomische Kalenderuhr", welche die Kleinigkeit von 75 000 Mark kostet, ist zu verkaufen. Wie die Hof- Möbelfabrik Distelhorst in Karlsruhe mittheilt, ist der Erbauer dieses mechanischen Kunstwerks, das aus 2200 Theilen, darunter 142 Rädern besteht, ein armer Mann, der sein eigenes Wohlergehen und das seiner Familie geopfert hat, um die berühmte Straßburger Münsteruhr durch sein Werk noch zu übertreffen. Nicht weniger als 19 Jahre hat er an der Uhr gearbeitet und hat, um sie fertig stellen zu können, sein Hab und Gut verkauft. Die Aufzählung aller Deffen, was die Uhr leistet, füllt drei Folioseiten; außer der Zeitangabe von der Sekunde bis zum Jahr bringt sie die verschiedenartigsten Vorgänge am Sternenhimmel zur Darstellung und ist mit über 100 meist „lebenden Bildern" geschmückt, setzt Glockenspiele in Bewegung und dergleichen. Nun sucht der erfindungsreiche Uhrmacher für sein Werk einen Käufer.
>üt d soll, kl Z imSub Schri wolle r aa den Marl
sslm ;
<#V soll Theil d (Ramm Fenster dierecki. Der Ui liches 3 an Ort bis zur die Ar! ittn bte pro Qu einschlii zeichnet
Baue
das gu zu übei die Bn uvmme
Oss. , unter I
Hessen-Nassau und Nachbargebiete
h. Treysa, 7. Okt. Unser am 1. April d. I. begründetes hessisches Brüderhaus hat an dem gestrigen Tage eine bedeutsame Feier begehen dürfen; — es gatt, die ersten 3 Brüder für auswärtige Arbeitsgebiete abzuordnen. — Am Vormittage predigte in der Anstalts-Kapelle Herr Pfarrer Arnold aus Eschwege, während der Anstaltsgeistliche Pfarrer Schuchard in einer Ansprache den scheidenden Brüdern die Pflichten ihres Amtes und Berufes gegenüber den Kranken, denen sie nunmehr in 3 verschiedenen Krankenhäusern dienen sollen, an das Herz legte. — Am Abend versammelte fich die gefammte Anstalts-Gemeinde und ihre Gäste zu einer Nachfeier, bei der ermuthigende und erquickliche Ansprachen des Herrn Superintendent Schafft aus Ziegenhain, Metropolitan Grimmel aus Borken und Pfarrer Arnold mit Gesängen des gemischten AnstoltS-Chors u. A. abwechselten. Die 3 Brüder übernehmen je einen Arbeitsposten , den bisher Brüder aus der Diakonen-Anstalt in Bethel bei Bielefeld inne hatten, um zugleich noch weiter in der Krankenpflege fich auszubilden, wohingegen der Vorstand der Bielefelder Diakonen-Anstalt sich bereit erklärt hat, die Gemeinde-Diakonie in Caffel noch für ein Jahr mit seinen Brüdern zu betreiben, bis unser Treysaer Brüderhaus in der Lage sein wird, in diese wichtige Arbeit seine Brüder zu senden. — Gebe Gott der Herr dem jungen hessischen Brüderhause, das bisher 19 Brüder ausgenommen, weiter Gedeihen und Segen, daß es bald in die Lage kommt, recht vielen Kranken und Elenden, Verirrten und Gefallenen in unserem Lande durch seine Brüder dienen zu können. Möchten fich dazu auch viele willig finden, das Brüderhaus, daS bis jetzt keinerlei eigene Einnahmen hat, mit Gaben der Liebe zu unterstützen.
WilhelmShöhe, 9. Okt. Bei günstiger Witterung werden die Wasserkünste zu WilhelmS- höhe noch einmal am Sonntag, den 13. d. Mts., angelaffen.
Cassel, 8. Okt. Regierungsrath Schmidt- Schwarzenberg wurde unter Ernennung zum Oberregierungsrath zum Dirigenten der Finanz- abtheilung bei der Regierung in Magdeburg ernannt.
von ca. für die öffenttii werden Äonta< 10 Ui)i chirurg selbst i
Nach einigen weiteren Begrüßungsansprachen erstattete der Herr Vorsitzende den Jahresbericht über den „Hessischen Votksschullehrerverein". Wir entnehmen demselben, daß der Verein gegenwärtig 3000 Mitglieder zählt, die fich in 88 Bezirksvereine gliedern Er gedenkt darin der Erlasse des Cultusmini- sters, die neuen Lehrpläne für Lehrerbildung und Prüsungsvorschriften betreffend. Er erkennt dankbar an, daß für den Lehrer stand in letzter Zeit viel gethan, daß aber auch noch manches zu thun übrig sei. Er erwähnt das Hinscheiden der früheren Cultusminister Dr. Falck und Dr. Bosse, welche sich um den preußischen Lehrerstand die größten Verdienste erworben. Ihr Andenken w rd darum auch bei den hessischen Lehrern ein dauerndes, unvergängliches sein.
Nun hielt Herr Mangold, Zeichenlehrer zu Hanau, den ersten Vortrag über das Thema: ,D t e Erziehung zur Kunst in der Volksschule". Der Redner erntete für seinen umfangreichen, mit großem Fleiße ausgearbeiteten Vortrag den allgemeinsten Beifall. Von einer Debatte darüber wurde Abstand genommen, um den guten Eindruck desselben nicht zu verwischen.
Nachdem der Vorsitzende noch einige telegraphische Begrüßungen mitgetheilt, wurde etne einstündige Paus - gemacht.
Nach derselben hielt Herr Lehrer Kimpel-Caffel t inen ganz vorzüglichen, die Versammlung packenden Vortrag über das Thema: „Volksschule und staatliche Fürsorgeerziehung," wofür er den reichsten Beifall erntete. Auf Vorschlag des Herru Regierungs- und Schulrath Dr. Hinze wurde nun, ebenfalls um den guten Eindruck nicht abzuschwächen, von einer Diskussion abgesehen.
Der Hauptausschuß hatte den Antrag eingebracht: Dem § 3 der Satzungen des Hessischen Volksschullehrervereins folgende Fassung zu geben: An einem Orte darf nur ein Bezirksverein bestehen. Kein Bezirksverein darf weniger als fünf Mitglieder zählen. Der Hessische Volksschullehrerverein umschließt usw. Aus vielseitigen Wunsch wurde derselbe, ebenso auch der Antrag des Bezirks Hofgeismar: a. § der Satzungen des Hessischen Volksschullehrervereins erhält folgenden Zusatz: „Den Abgeordneten der BezirkS- vereine zu den Haupt- und Vertreterversammlungen werden aus der Kasse des Hessischen Volksschullehrer- vereins die Auslagen für die Eisenbahnfahrt in der 3. Wagenabtheilung vergütet." h. § 8 derselben Satzungen wird wie folgt abgeändert: .-Der jährliche Vereinsbeitrag der einzelnen Mitglieder des Hessischen Volksschullehrervereins beträgt 4 Mark" (u. f. w. wie seither), der Delegirtenversammlung überwiesen. Dasselbe geschah mit den noch übrigen Punkten der Tagesordnung : .Rechnungsablage", „Erganzungswahl deS Hauptausschusses" und die „Wahl der Rechnungsrevisoren."
Hierauf schloß Herr Lange gegen 3 Uhr die zweite Hauptversammlung.
Die nächstjährige Vertreterversammlung findet entweder in Rotenburg oder Fulda, welche Orte dazu etngelaben hatten, statt. Dem Hauptausschuß bleibt die Wahl überlassen. Um 6 Uhr sand ein großes
Hauptversammlung des hessischen Volksschullehrervereins zu Eschwege am 7. 8. und 9. Oktober.
Eschwege, den 8. Oktober.
Die zweite Hauptversammlung nahm heute Morgen um 10 Uhr im großen Stadtparksaale ihren Anfang. Nach dem gemeinsamen Gesang des Lieder- verses: „Gieb, daß ich thu' mit Fleiß" eröffnete der Vorsitzende des Vereins, Herr Mittelschullehrer Sange- Eassel, die Versammlung, indem er die zahlreich Erschienen herzlich willkommen hieß.
Im Namen der Königlichen Regierung begrüßte hierauf Herr Reg- und Schulrath Dr. Hinze-Eassel, welcher zum ersten Mal unter den Lehrern des Hessenlandes weilte, die stattliche Versammlung. Schon gestern habe er in der ersten Hauptversammlung den besten Eindruck von den auf Selbsthülse gerichteten Bestrebungen des „Hess. Volksschullehrer- vereins" empfangen. Seine herzliche, mit großem Beifall aufgenommene Ansprache schloß er mit dem Wunsche, daß die Anregungen, welche die Lehrer auf der Versammlung erhielten, in der Schule reiche Früchte tragen mochten.
Den Willkomm der Kreisvertretung bot der Konigl. Landrath Herr v. Keudell. Durchdrungen von der hohen Bedeutung des Lehrerstandes, wünscht er den Verhandlungen den reichsten Segen. Dasselbe that Herr Supertntentend Wolfs. Er hat fich sehr gefreut, eine solche stattliche Versammlung hessischer Lehrer hier begrüßen zu können. Er wünschte allen Thell- nehmern Gottes reichsten Segen zu ihrer zwar schweren, aber auch schonen Arbeit an der hessischen Jugend. Den Gruß der hiesigen Stadtver- tretung überbrachte Herr Bürgermeister Bocke. Er freut fich, daß die Lehrer Hessens zum dritten Male ihre Jahresversammlung in unserer freundlichen Werrastadt abgehalten haben und giebt dem Wunsche Ausdruck, daß es allen Theilnehmern hier gefallen und fie eine angenehme Erinnerung an die Efchweger Festtage mit nach Hause nehmen mögen. Der Stadtschulinspicierit Herr Pfarrer Schaub begrüßte ebenfalls die ansehnliche Versammlung, indem er mit- theilte, daß man auch hier in Eschwege großes Interesse und Warwe Gefühle für die Arbeit der Lehrer habe. Er wünscht den Verhandlungen den besten Erfolg.
Hi«l , llbt 1 «i »« ravzvst eine R n 9icul jon ein rack Br »asssrte köln, । iie Hav jtoehtf im 4
anben. »niet s legen jctlon einer g uni ba Hhne i Reife nb brait schreite: schifft ßeg bi 78,1 kn nicht 2
Die hat im $eobi;d daß un MrNrnch Utinber 111835 kewei«