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Wtt dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Mittwoch 9 Oktober 1901.
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Die Kündigung der Handelsverträge.
ä. Daß der Annahme eines neuen Zolltarifs, möge derselbe in seinen einzelnen Zollsätzen wie auch immer ausfallen, die Kündigung aller jetzt laufenden Tarifverträge nothwendig folgen müsse, darüber kann in überlegten politischen Kreisen nach der Erörterung dieser Frage ein Zweife nicht mehr bestehen. Es ist aber noch der Aufhellung bedürftig, ob es nicht staatsrechtlich nothwendig sein würde, die gejammten Zollverträge auch dann zu kündigen, wenn der Reichstag etwa die neue Zolltarifvorlage ablehnte, aber doch zugleich nicht ein Votum für die Verlängerung der bisherigen Verträge abgebe; und ferner, ob es nicht taktisch richtig wäre, daß die Regierung über ihre Einsicht der Roth Wendigkeit der Kündigung der bisherigen Verträge auch dann keinen Zweifel ließe, falls die Mehrheit des Reichstages einen neuen Zolltarif gut zu heißen sich anschicke, die Minderheit der Volksvertretung die Verabschiedung des Entwurfs aber mit allen ordnungsgemäßen Mitteln zu verzögern oder gar durch Obstruktion zu verhindern sich bemüht zeigen sollte.
Die erstere Möglichkeit, daß der Reichstag die Zolltarifvorlage ablehnen könnte, darf allerdings, wie die Dinge jetzt noch stehen, vorläufig von der Erörterung ausgeschloffen werden. Umsomehr muß mit der zweiten Möglichkeit gerechnet werden. Zwar bestehen, nach den Auslastungen der Parteiorgane und nach den Aeußerungen großer wirthschastlicher Jntereffen- verbände, über die nothwendigen Zollhöhen verschiedenster industrieller und landwirthschaftlicher Produkte noch beträchtliche Meinungsverschiedenheiten, aber das Bedürfniß nach einem neuen Zolltarife ist in industriellen wie in landwirth- schaftlichen Kreisen so groß, daß mit Sicherheit gehofft werden darf, daß die großen Mehrheitsparteien des Reichstages von der Rechten bis an die entschiedene Linke heran, welche alle schon den künftigen stärkeren Schutz der nationalen Produktion für unerläßlich erklärt haben, zu einer nicht allzu langwierigen Einigung über den Zolltarif kommen. Andererseits aber kaffen schon jetzt einzelne Vertreter der verbündeten Freisinnigen und Sozialdemokraten keinen Zweifel daran, daß sie den neuen Zolltarif zu verhindern oder mindestens zu verzögern bestrebt sein werden.
Manche Vertreter des Freisinns find als Vertreter des internationalen Großhandels unüberlegt genug, darauf zu hoffen, daß mit der Verhinderung des neuen Zolltarifs die alten
36. lNachdruck verboten !
Das Glückskind.
Erzählung von Irene von Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Nahe der Steinbank, wo Röschen so gerne saß, kam ihnen Waldmann, des Försters Jagdhund, mit freudigem Gebell entgegengesprungen, und blickte mit den klugen Augen bald das junge Mädchen, bald seinen Herrn an, als wollte er fragen, ob er recht gethan.
Der Förster lobte das schöne Tier, indem er liebkosend das glänzende Fell streichelte; der Hund gab durch Schweifwedeln zu erkennen, daß er seinen Gebieter verstand.
Rofi ließ sich ermüdet auf ihrem Lieblingsplatz nieder, und den Kopf an einen Baum lehnend, begann sie bittend: .Laß mich ein wenig hier ausruhen, Onkel. Ich komme bald nach. Bis zum Mittagessen ist fast noch eine Stunde, also noch viel Zeit."
.Ich weiß schon, Du kannst hier nicht vorübergehen, ohne zu rasten; bleib nur nicht zu lange, Kind, ich gehe derweilen heim, und sehe, was es Gutes zu effen gibt."
Damit wollte er weiter gehen, doch Röschen rief ihm nach: .Hast Du nichts gehört, Onkel, ist der neue Besitzer des Schlößchens drüben schon eingetroffen?"
„Ich weiß nichts davon, Rofi." —
„Wäre doch neugierig, wie der ausfieht, vielleicht jagt er mich hier fort, wenn er mich sieht; jedenfalls ist es ihm nicht angenehm, wenn jemand seine Einsamkeit stört, soll ja rin gar scheuer Vogel sein." — —
Handelsverträge schlechthin in Geltung bleiben würden. Aber sie vergessen, daß mit dem Ablauf der jetzigen Periode die Handelsverträge ihres langfristigen Charakters entkleidet wären, selbst wenn sie nicht von unserer oder — anderer Seite gekündigt würden. Diese Kündigung würde in einzelnen Fällen wahrscheinlich von der anderen Seite erfolgen. Da wir nun dadurch in die bedenklichste Lage kämen, so wird unsere Regierung — selbst wenn sie dazu nicht schon staatsrechtlich gehalten wäre — vor Ablauf unserer Tarifverträge rechtzeitig zur Kündigung schreiten muffen. Läßt die Regierung aber vor oder während der Verhandlung der Tarifvorlage keinen Zweifel darüber, daß sie aus all den dargelegten Rücksichten gerade um zu neuen, besseren Tarifverträgen zu gelangen, die bisherigen Tarifverträge kündigen müsse, gleich- giltig, ob diese Kündigung auch von der anderen Seite komme oder nicht, so wird für die verblendeten Freisinnigen der wichtigste Grund für ihre Verzögerungspolitik wegfallen. Sie werden sich unter solchen Umständen nicht neuen Handelsverträgen in den Weg stellen wollen und selbst die Sozialdemokraten werden sich wohl besinnen, ehe sie sich dann von allen Seiten als die Verhinderer neuer Handelsverträge brand marken laffen, nachdem sie inzwischen zu den Lobpreisern der alten Verträge gehört haben.
Kommt die neue Tarifvorlage nicht zu stände, so würden eben mit dem Ende der bisherigen Tarifverträge die Zollsätze unseres bisherigen Generaltarifs in Geltung treten. Diejenigen linksliberalen Politiker, denen nur der ausländische Import am Herzen liegt, müssen überlegen, daß damit keine günstigeren Einfuhrbedingungen gegeben sein würden, als sie mindestens der neue Zolltarif ebenfalls bringen würde. Aber unserem Exporthandel würden die Bedingungen seiner Sicherung vollständig genommen fein.
Die Regierung wird es also in der Hand haben, die Opposition der Linken gegen die neue Zolltarifvorlage zu zähmen, indem sie alle Gründe darthut, aus denen auf jeden Fall eine Kündigung aller bisherigen Verträge nothwendig ist und diese Kündigung in unausbleibliche Aussicht stellt.
Umschau.
* Die Berathung des neuen Zoll- tarifgesetzentwurss sowie Zolltarifs wird in den Ausschüssen des Bundesraths am heutigen Tage beginnen. Inzwischen haben die Einzelregierungen im großen Ganzen ihre be-
„Aber doch ein herzensguter Mensch, wie sein Diener mir neulich versicherte; na, wir werden ja sehen, also abwarten!" —
Der Alte nickte seinem Liebling noch einmal zu, dann verfolgte er langsam seinen Weg weiter, während Waldmann, der, wie der Förster stets sagte, Röschen tief in fein „Hundeherz" eingeschloffen hatte, bei dem jungen Mädchen zurückblieb, und den mächtigen Kops in dessen Schoß legte.
Eine ganze Weile saßen sie still, als Röschens Blick zufällig auf die vom Turme des Schlaffes wehende Fahne fiel: „Aha, der Herr Doktor Gerhard Malljar scheint also doch schon da zu sein, oder zum Mindesten bald erwartet zu werden," murmelte das Mädchen.
Der Strohhut lag auf der Bank, Röschen jatte ihn der Hitze wegen abgenommen.
Plötzlich bemerkte fte drüben auf dem See etwas, das fich hin und her bewegte, konnte jedoch nicht unterscheiden, was das war. Eilig näher kommend, sah sie, daß es ein nagelneuer Kahn war, den eine Kette am Ufer festhielt.
„Ach, da könnte ich ja wirklich einmal Wafferrosen haben soviel ich wollte. Ob ich — es wohl wagen darf?" flüsterten die frischen Lippen.
Nach kurzem Befinnen, und nachdem Röschen ich überzeugt, daß es niemand sah, stieg fte link in das kleine, schwankende Fahrzeug, und ?ald war eine ganze Menge der zarten Blumen, )ie hier die Oberfläche des Waffers fast ganz »edeckten, gepflückt. Damit kehrte das Mädchen zu dem eben verlaffenen Platze zurück, und begann einen Kranz zu winden, den es fich,
sonderen Erhebungen über die in ihren Bezirken betreffs der verschiedenen Tarifpofitionen gehegten Wünsche zum Abschluß gebracht. In Preußen ist dies mit dem Ende der vorigen Woche geschehen. Außer Preußen haben Vernehmungen von Sachverständigen noch Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden veranstaltet. Es wird fich nun für die einzelnen Regierungen darum handeln, daö von ihnen gewonnene Material zusammenzustellen und auf Grund desselben sowie der schon früher gewonnenen Erfahrungen ihre Entschließungen zu faffen, welche für die Instruktionen der Bundesrathsmitglieder maßgebend find. Diese Arbeit dürste, da die eingehenden Verhandlungen der letzten Monate über die einzelnen Positionen "nd 8e- stimmnngen hinreichende Klarheit gebracht haben, nicht mehr viel Zeit erfordern, so daß auch die Erörterungen im Bundesrath selbst fich glatt werden gestalten laffen. Man kann also annehmen, daß die Fertigstellung der Vorlage für den Reichstag verhältnißmäßig bald erfolgt fein wird.
Deutsches Reich
Brrli», 8. Ottbr
, — Zur Feier der zehnjährigen Thron- beste i g u n g hat Kaiser IVilhelm an den K ö n i g vonWürtemberg folgendes Telegramm gerichtet: -An dem heutigen Tage gedenke ich Deiner mit den herzlichen Wünschen. Ich erinnere mich dankbar der Freundschaft, mit der Du während Deiner zehnjährigen segensreichen Regierung zum Heile unseres gemeinsamen deu'schen Vaterlandes neben mir gestanden hast, und hoffe zu Gott, daß Dir noch viele Jahre glücklicher Regierung beschieden sein mögen." Der König erwiederte: .Tief gerührt durch Dein gütiges und warmes Gedenken des heutigen Gedächtmßtages spreche ich Dir meinen herzlichen Dank aus wie für diese, so für die freundschaftlichen Gesinnungen, welche Du mir vom ersten Tage an entgegengebracht hast. Möge nur Gott beistehen, allezeit mitzuwirken, zum Wohle unseres geliebten deutschen Vaterlandes, was in meinen Kräften steht, treu zu Kaiser und Reich."
— Der Unterstaatsfekretär int Reichspostamt Fritsch reichte sein Abschiedsgesuch ein, das vom Kaiser unter Verleihung des Prädikats .Exzellenz" bewilligt wurde.
— In einem Schreiben vom 6. Oktober an den Berliner Magistrat lehnt es der O b e r p r ä s i d e n t ab, den als zweiten Bürgermeister wiedergewählten Stadtrath Kauffmann dem Könige zur Bestätigung vorzuschlagen, und fragt gleichzeitig an, ob es nach der Geschäftslage geboten sei, einen geeigneten städtischen Beamten als Staatskommiffar mit dem Kommiffarium zu betrauen. Der Magistrat beschloß, das Schreiben den Stadtverordneten mttzu- theilen und lehnte die Nennung eines städtischen Beamten ab. So ist die Wiederwahl Kauffmanns in negativem Sinne erledigt worden, ohne daß der Minister des Innern und der König nochmals mit
ein Liedchen trällernd, auf das braune Gelock setzte.
Waldmann ließ jetzt einen knurrenden Ton hören, und Rofi unterbrach den Gesang, indem fte dem Hunde mit dem Finger drohte: „Was brummst Du denn, Du alter, mürrifcher Gefell, Du? Möchtest wohl auch solch einen schönen Kranz haben, ja? Das schickt fich nicht für Hunde, Du würdest rein ausgelacht werden."
Wieder begann Röschen zu fingen, mit ihrer glockenreinen Stimme:
Menn der Frühling kommt und von den Bergen schaut, Wenn der L-chnee im Thal und von den Mesen taut, Menn die Bächlein quellen und die Knospen schwellen, Wird im Herzen mir die Sehnsucht laut' —
Waldmann begann jetzt heftig zu bellen, und da das Mädchen fich nicht denken konnte, was den Hund dazu bewog, wandte es suchend den Kopf nach allen Seiten.
Doch plötzlich zuckte ein jäher Schreck über daS schöne Gesicht. Dicht hinter der Bank befand fich ein fast undurchdringliches Gebüsch von Haselsträuchern und über demselben tauchte >aS gebräunte Antlitz eines Mannes empor, »effen schwane Augen unverwandt zu ihr hinüberstarrten. Es lag etwas Zwingendes, etwas Undefinierbares in diesem Blick.
In dem ganzen Antlitz, über deffen edler, wher Stirn schwarze Locken fich kräuselten, chienen nur die Augen zu leben, so nnbetoeg- ich, wie aus Stein gemeißelt, waren die Züge.
Sekunden lang verharrte Röschen wie gelähmt auf demselben Platze, und bann flog fie wie ein gehetztes Reh mit flinken Füßen, kaum )en Boden berührend, in der Richtung nach !>em Forsthause zu.
bei Sache befaßt worben wären. In der Stabt- verorbnetenversammlung dürfte biese Wendung der Angelegenheit schon am Donnerstag zur Verhandlung gelangen Mit dem an diesem Tage zu erwartenden Nachspiel im Rothen Hause dürste der Fall Kauffmaim eudgilt g begraben sein. Der Stadtverordnetenversammlung bleibt nur übrig, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Weitere Demonstrationen gegen die Krone würden nicht nur, wie die Wiederwahl Kauffmanus, zwecklos, sondern auch lächerlich sein
— Der Reichstagsabgeordnete für den Wahlkreis Lötzen, Herr 6. Staudy Posen, hat seinen Wählern mit- getheilt, daß ihm völlige Gleichstellung der Oberlehrer mit den Richtern in Gehalt gesichert erscheine, da der neue Finanzminister, Herr von Rheinbaben, mit dem er Fühlung habe durchaus dafür sei.
„ . — Die zw scheu Kommissaren der preußisch- hessischen Eisrnbahngemeinschast, Badens und Heffens gepflogenen Verhandlungen über die anderweite Einrichtung der Verwaltung der Main- Neckar-Ba hn haben zu einer De:ständigung der betheiligten Regierungen dahin geführt, daß die Verwaltung dieser Bahn auf die Preußi sch.hessisch e Eis enbahngemeinschafl übergehen frff Diese Lösung der Aufgabe ist die nach den thatsächlicheu Verhältnissen allein richtige. Die Main-Neckar-Bahn liegt mitten in einem der reichsten Verkehrs zebiete zwischen größeren Bahnsystemen eingesprengt. Sie kann trotz ihres großen Verkehrs ihrer geringen Länge wegen keinerlei Einfluß auf die Gestaltung der Tarife auf diesen Bahnsystemen ausüben, sodaß in Bezug auf die Tarifpolitik die Erhaltung des schwerfälligen und kostspieligen besonderen Verwaltungsapparats keinen Werth haben würde während seine Beseitigung sowohl vom Standpunkte der Wirt- schaftlichkeit als des Betriebes selbst höchst wünschens- werh ist.
— Die deutschsoziale Reformpartei hält gegenwärtig in Leipzig ihren Parteitag ab, den ersten nach der Absonderung der Liebermannschen Richtung. Zum Zolltarif faßte er folgende Resolution: 1. Im Gesammtinteresse der Station halt die Partei erhöhte Schutzsätze für nöthig, nicht bloß für die Industrie, sondern erst recht für die Landwirthschaft unter Würdigung ihrer besonderen Nothlage und in der Erkenntniß, daß die Erhaltung einer leistungs- sähigen Landwirthschaft eine Lebensfrage des deutschen Volkes für Gegenwart und Zukunft ist. 2. Der Parteitag begrüßt den Zolltarif- Entwurf der Regierung als eine Unterlage, die zwecks lückenloser Aus- gestaltung in bezug auf alle Produktionszweige der Landwirthschaft, unter Berücksichtigung auch der schutzlos gelassenen Gärtnerei, sowie zwecks Umgrenzung ausreichenden Schutzes bet ernsten Prüfung unb Ergänzung durch den Reichstag bedarf. 3. Die Sicherst' llung des inländischen Marktes für den Absatz der Produkte der einheimischen Industrie und Landwirthschaft betrachtet der Parteitag als Hauptaufgabe unserer Wirthschaftspolitik. 4. Ohne den Werth anderer Vorschläge zur Beseitigung der landwirthschaftlichkn Noch zu verkennen, hält der Parteitag daran fest, daß z. Z. mit keinem anderen Mittel so rasch eine Befferung zu erzielen ist, als mit den Mitteln, die der Zolltarif barbietet. 5. Der Parteitag erachtet die Behauptung für unrichtig, baß erhöhte Getreidezölle Handelsverträge erschwere ober gar unmöglich machen würden. Er tritt ein für Handelsverträge unter Beseitigung ber uns nur schädigenden Meistbegünstigungsbestimmungen, kann
Ein wehmüthiges, düsteres Lächeln schwebte um den bärtigen Mund des zurückbleibenden Mannes, der Blick fuchte den Boden, wo eine Weinflasche lag, die er vorhin bei dem hastigen Aufspringen umgestoßen haben modjte. Der duftige Inhalt derselben floß über das Moos, dasselbe roth färbend. Dicht daneben befand fich ein silberner Trinkbecher sowie ein Buch in rothem Prachtband.
„Arme Kleine," flüsterte er dabei, „nun habe ich Dich Wohl für immer von diesem Plätzchen verscheucht; wie leid mir das thut! — Ja, ja, mir geht es wie der Fledermaus; ich bin Wohl zu häßlich und zu scheu, — mit mir will niemand umgehen, — was Hilst mir mein Reichthum und mein Besitz! O, könnt' ich noch einmal glücklich und froh werden, so froh wie — — jenes Mädchen, deffen Gesang mit eine wunderbare Welt erschloß, ich gäbe willig alles, alles dafür hin. Aber Jugend und Frohsinn flieht mich, — ich bin ärmer als ein Bettler!"
Röschen war nahe am Forsthaus angelangt, als sie endlich in ihren eiligen Lauf innehielt. Es kam ihr erst jetzt zum vollen Bewußtsein, wie thöricht und kindisch fie fich benommen hatte.
Am Hellen, lichten Tag vor einem allerdings merkwürdig aussehenden Mann davonzulaufen, wie ein Keines Schulmädchen, das war wirklich albern. Die Schamröte stieg ihr in mS Gesicht bei der Erinnerung, wie kindisch sie fich benommen hatte.
Kortsetzung folgt.