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Zahrg. 36.
In einigen Tagen
hfl das erste Quartal dieses Jahres zu Ende. Mit ihm läuft das Abonnement auf die „Oberhesfische Aeit«»k" ab. Wir dürfen uns daher wohl an gnfeie Leser mit der Bitte wenden, so bald als möglich, die Bestellvag za eraeaera, damit in dem Weiterbezug der gewohnten Lektüre keiae Naler» tzrechaag entsteht. Die Vierteljahrswende bietet uns aber nicht nur Anlaß zu der Bitte an alle unsere Leser, uns auch künftighin ihr Wohlwollen zu erhalten, sondern auch zu dem Ersuchen, unserjBlatt in ihren Bekanntenkreisen zu empfehlen und vns dadurch in dem Bestreben zu unterstützen, unsere Zeitung mehr und mehr auszubauen.
Im neuen Vierteljahr, das uns die Eröffnung der Parlamente bringt, wird für jeden die Nothwendigkeit fchärfer hervortreten lassen sich aus einer g«1 aaterrichtete« und schnell bedientenZeitung zu orientiren. Die bewährten Verbindungen der „vberhesfischea Zeitung" bürgen dafür, daß sie diesen Anforderungen entspricht und rasch und zuverlässig ihre Leser auf dem Laufenden erhalten wird.
Nach wie vor werden wir auch dem lokale« und Provinzielle« Theile volle Aufmerksamkeit und besondere Pflege schenken; wir werden bestrebt sein, den Kreis unserer Mitarbeiter mehr und mehr zu erweitern und bitten unsere Freunde, uns in diesen Bestrebungen zu unterstützen. Anerbietungen nach dieser Richtung hin sind uns stets angenehm.
Redaktion. und Verlag der .Oberhessischen Zeitung'.
Sonderinteressen.
Unter denen, welche jetzt so scharf gegen den Zolltarifentwurf, insbesondere gegen die dort vorgesehene Verstärkung des Zollschutzes für die Landwirthschaft vorgehen, nehmen die Handels- kreise von Hamburg und Bremen eine der ersten Stellen ein. Ihre Jntereffen zu vertreten, ist natürlich ihr gutes Recht. Bedenken aber muß es erregen, wenn man sieht, daß die hansestädtische Polemik gegen den Zolltarifentwurf sowohl ihrem Inhalte als dem Tone nach die Bahnen einschlägt, welche seiner Zeit der Kamps gegen die Einbeziehung von Hamburg und Bremen in den Zollverein eingeschlagen hatte. Damals gewann es den Anschein, als ob die beiden Hansestädte das ganze deutsche Binnenland als ihr Beutegebiet ansähen und es als ihr gutes Recht betrachteten, sich auf Kosten des übrigen Deutschland zu bereichern. Gegen
13 (Nachdruck verboten.)
Das Glückskind.
Erzählung von Irene von Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Wohl ahnte sie den Zusammenhang jenes nächtlichen Einbruches, allein selbstverständlich verbarg sie dies im Grunde des Herzens. Sollte sie selbst zur Anklägerin des Gatten werden? Nein, nein, — aber auf der Hut wollte sie sein, und dem arglosen, geliebten Kinde ihres Bruders eine treue Beschützerin. — —
Einige Wochen waren wieder vergangen, Röschen hatte schon halb und halb ihr nächtliches Abenteuer vergessen, — als sie eines Tages zu Tante Aurelia inS Zimmer trat, und zu ihrem Erstaunen auch den Vormund dort traf, was sehr selten vorkam. Das war nicht eben angenehm, da sie ohne Erlaubnis ausgegangen, und deshalb, wie gewöhnlich in solchem Fall, eine Strafpredigt fürchtete.
„Wo warst Du denn eigentlich wieder?" begann denn auch Döhler sogleich in scharfem Tone, „ich suchte Dich hier, und hörte zu meiner Verwunderung, daß Du fort seiest."
Das Mädchen warf trotzig die Lippen auf, streifte den Frager mit einem vielsagenden Blick, und that, als hätte es seine Anrede überhaupt nicht gehört.
Aurelia gab ihr einen mahnenden Wink, den Rosa ebenfalls nicht beachtete, so daß die Tante nun ihrerseits eingriff.
„Ich sah Dich doch schon vor einer Stunde eilig das Haus verlassen, mein Kind, was hattest Du denn vor?"
eine solche rücksichtslose Vertretung der eigenen Sonderintereflen auf Kosten der Allgemeinheit kann vom Standpunkte des Gemeinwohls nicht scharf genug vorgegangen werden.
Dabei ist die hanseatische Polemik gegen die auf Verstärkung des Zollschutzes gerichteten Bestrebungen von Unaufrichtigkeit nicht ganz frei; denn, wenn dabei die Jntereffen der deutschen Ausfuhr in den Vordergrund gerückt werden, so wird gefliffentlich unbeachtet gelassen, daß die deutsche Industrie nur dann zum erfolgreichen Kampfe auf dem Weltmarkt kräftig genug ist, wenn sie in einem zollgeschützten Jnlandsmarkte die nothwendige sichere Stütze findet. Das lehren sowohl die wirth- schaftspolitische Geschichte Deutschlands im Zeitalter des Freihandels wie die Geschichte der Rückkehr zum gemäßigten Schutzzölle im Jahr 1879 und die Vorgänge in den Vereinigten Staaten, wo durch das System hoher industrieller Schutzzölle die Industrie eine gewaltige, für Europa bekanntlich höchst bedrohliche Ausdehnungskraft gewonnen hat.
Wenn aber ein ausreichender und wirksamer Schutzzoll die Voraussetzung für den erfolgreichen Wettbewerb unserer Industrie aus dem Weltmärkte bildet und demzufolge in erster Linie im Jntereffe der deutschen Ausfuhr liegt, so kann man doch in den Hansestädten nicht ernstlich glauben, daß die deutsche Industrie diesen nothwendigen Schutz erlangen könnte, wenn der deutschen Landwirthschaft nicht gleichfalls ein ausreichender und wirksamer Schutz zu Theil wird. Deshalb liegt die Verstärkung des Zollschutzes für die deutsche Landwirthschaft auch im Interesse der deutschen Ausfuhr. Und wer in Wirklichkeit die Ausfuhr deutscher industrieller Erzeugnisse fördern will, wird mit dem größten Theile der deutschen Industrie sür höhere Schutzzölle zu Gunsten der deutschen Landwirthschaft eintreten muffen.
Die hansestädtische Polemik gegen diesen Theil des Zolltarifentwurfs legt, indem fie dieses Moment gänzlich unberücksichtigt läßt, den Gedanken nahe, daß die deutsche Ausfuhr nur auf dem Schild erhoben wird, um die deutsche Industrie zu gewinnen und sie von der Jnter- effengem ein schäft mit der Landwithschaft abzutrennen, sowie daß es jenen Kreisen in Wirklichkeit nicht sowohl um die Ausfuhr von Deutschland als um die Einfuhr nach Deutschland zu thun ist. Je mehr der deutsche Markt von der Versorgung durch das Ausland abhängig ist, um so stärker wird die Macht derjenigen, welche die Einfuhr vermitteln und um so größere Aussichten gewinnen
„Ich war bei der alten Marthe, Du weißt doch Tante, unsere ehemaligen Aufwärterin," gab Röschen jetzt bereitwillig Auskunft, „die arme Frau liegt schon seit Wochen krank, und kann nichts verdienen; der Mann, ein nichtsnutziger Trunkenbold arbeit wenig und verbraucht viel, die Kinder wollen essen, so daß die Noch dort groß ist; das Herz thut mir weh', wenn ich daran denke. Da habe ich ein wenig Ordnung geschaffen in dem Haushalt, und den armen Kindern Kaffee gekocht. Aber denke Dir nur, nun hat die Aermste aus bitterer Noth ihr letztes Stückchen Bett im Leihhaus versetzt, sie liegt aus einem blanken, alten Strohsack, — dazu ist sie recht krank — ich wollte ihr so gerne wenigstens das Bett wieder verschaffen, allein mein Taschengeld reicht nicht ganz. Möchtest Du mir vielleicht einige Mark schenken, Tante? Ich würde dann sosort die Sachen vom Versatzhaus holen."
„Du sollst haben, was Du brauchst, Röschen; aber ich bitte Dich, geh' morgen hin, heute mußt Du mich zu Frau Rath Chorbach begleiten, die uns für den Nachmittag zum Kaffee eingeladen hat, und Du weißt, da darf man nicht zu spät kommen, — die Frau Rath liebt die Pünktlichkeit über alles," erwidette Aurelia, freundlich nickend.
„Liebe Tante, geh' Du allein hin und entschuldige mich, ich verzichte mit Freuden auf die Einladung."
„Nein, mein Kind, diesmal mußt Du unbedingt mit, es ist mir das vorige Mal schon sehr verübelt worden, als Du nicht kamst."
„Du weißt, ich Haffe Eure Kaffeevisiten mit dem unvermeidlichen Klatsch über Dienstboten
fie, die Sahne von dem deutschen Erwerbsleben für sich abzuschöpfen. Das ist für die an der Einfuhr betheiligten Handelshäuser und insbesondere für die Seestädte Hamburg und Bremen von dem größten Vortheil, steht aber in direktem Gegensätze zu den Jntereffen der gesammten übrigen Bevölkerung und ist demzufolge mit dem Gemeinwohl nicht vereinbar. Es find also Sonderinteressen, um deretwillen der Kampf geführt wird, und zwar Sonderintereffen, welche mit den Jntereffen der gesammten deutschen Produktion, der industriellen wie der landwirth- schaftlichen, nicht im Einklänge stehen, -n.
Zum Zolltarif-Entwurf.
A«f de« hesstsche« Handelskarnmertagt t« Mainz erklärten die Vertreter für Worms, daß die dortige Handelskammer nicht grundsätzlich gegen Mindestzölle, welche durch die Handelskammer nicht !er- mäßigt werden sollen, stimmen wolle, da fie der Meinung sei, daß man auch mit einem Doppeltarif zu brauchbaren Handelsverträgen kommen könne. Weiter wurde die Frage der Be- mesiung der Lebensmittelzölle zur Berathung gebracht. Dabei bezeichnete es der Vertreter der Handelskammer Offenbach als die Meinung seiner Handelskammer, daß kein Grund vorliege, der Landwirthschaft neue Vergünstigungen zu gewähren, daß man ihr aber auch zur Zeit ft in ihr bereits eingeräumtes Zugeständnis wieder entziehen solle. Die Handelskammer Offenbach sei deshalb dafür, daß die Sätze des jetzigen allgemeinen (autonomen) Zolltarifs, also beispielsweise 5 Mk. für Roggen, in den neuen Zoll- tarif an Stelle der vorgesehenen „übermäßig hohen' Lebensmittelzölle Aufnahme finden möchten. Sämmt- liche Handelskammern, erkürten hierzu ihre Zustimmung.
Die Handelskammer in Gotha hat sich gegen die in § 1 des Entwurfs vorgesehenen Minimalsätze für Getteide erklärt, dagegen sich für die Erhöhung der Zollsätze für Roggen bis zu 5 Mk., für Weizen und Spelz bis zu 5,50 Mk., für Gerste bis zu 3 Mk., für Hafer bis zu 5 Mk. für 100 Kilogr. ausgesprochen.
3« einer Plenarsitzung des Landwirthschafts- raths von Elfaß-Lothringen wurden nachstehende Beschlüffe gefaßt: „Das System der Minimalzölle soll auf sämmtliche landwirthschaftliche Produkte aus- gedehnt werden.' Im Einzelnen wurden folgende Zollsätze vorgeschlagen: Aus Roggen ein Minimalzoll von 5 Mk„ auf Weizen ein Minimalzoll von 6 Mk., auf Gerste ein Minimalzoll von 4 Mk., auf Hafer ein solcher von 4 Mk. Für alle übrigen Positionen des Zolltarifs soll der Zoll nicht unter 20 Prozent des Generaltarifs ermäßigt werden. Weiter werden, abweichend von den im Zolltarifentwurf eingesetzten Sätzen als Maximalsätze vorgeschlagen, auf Hanf 5 Mk, auf Hopfen 62 Mk. 50 Pfg, auf Wein 30 Mk, auf Trauben 20 Mk., aus Rosinen 50 Mk, auf Pferde 60 Mk., auf Wild 2 Mk. 50 Pfg.
und den lieben Nächsten aus dem Grunde meines Herzens, ich würde Dir sehr dankbar, sein, wolltest Du mich davon entbinden."
„Es geht nicht, Röschen, diesmal nicht."
Das Mädchen mochte wohl einsehen, daß weiteres Reden umsonst wäre, und fügte sich, wenn auch seufzend und widerwillig in das Unvermeidliche
„Vielleicht kommen wir bald los, dann kann ich immer noch sehen, was fich thun läßt; eine gute Thal soll man nicht über Nacht aufschieben," meinte Rosa.
Böhler stand noch immer mit verschränkten Armen da und brummte etwas in den Bart, was kein Mensch verstand, es kümmette sich auch Niemand um ihn.
Nicht lange, nachdem die beiden Frauen das Haus verlaffen hatten, klopfte das Dienstmädchen an die Thüre von Böhlers sogenanntem Arbeitszimmer, und meldete: „Es ist jemand da, der sie zu sprechen wünscht."
„So, wer denn?"
„Es ist eine Dame, sie wollte aber ihren Namen nicht nennen, ich weiß nicht, was--
Dicht hinter dem Mädchen erschien jetzt eine hohe, trotz der vorgeschrittenen Jahre schlanke Frauengestalt, mit ernsten, strengen Zügen und kalt blickenden grauen Augen. Stolz, und unbezähmbarer Hochmuth sprachen deutlich aus dem blaffen Gesicht. Auf dem ergrauten Haar faß ein eleganter Kapothut, der Samtmantel war nicht nach der neuesten Mode, aber doch verlieh der ganzen Erscheinung ein vornehmes Aussehen.
„Sie werden entschuldigen, ich möchte gern Herrn Böhler sprechen, und zwar in einer für
Deutsches Reich
»erlitt, 23 Septbr
— Der Kaiser hat Vern Grenadier- Regiment Gras Kleist v. Nolleudors (1. Westprenßisches Nr. 6) zum Zeichen seiner Zufriedenheit mit seinen guten Diensten die Büste des General-Feldmarschalls Grafen Kleist v. Nollendors, seines verewigten Ehess, überwiesen.
— Die „Birmingham Post' erfährt, in gewissen offiziellen Kreisen Londons verlaute, daß der deutsche Kaiser im November nach England kommen werde. Daß König Eduard ihn eingeladen habe, sei jedenfalls gewiß; die Annahme der -Einladung hänge lediglich vom Gange der deutschen Staatsgeschäft ab. — An hiesigen maßgebenden Stellen ist von einer Englandreise Kaiser Wilhelms ebenso wenig etwas bekannt, wie von einem Besuch in Rußland.
— Das russische Kaiserpaar ist Sonntag Nachmittag 3> Uhr rn Hamburg angekommen und fuhr nach wenigen Minuten nach Kiel weiter. In Kiel traf es um 6'/« Uhr ein, empfangen vom Prinzen und der Prinzesfin Heinrich von Preußen. Die hohen Herrschaften begaben fich alsdann ins Schloß. Abends 91/. Uhr reifte das Kaiserpaar wieder ab.
— feinen eues Gewehrmodell hat nach der „Voss Ztg." ein Beamter der Königlichen Gewehrfabrik von Spandau der Militärverwaltung vorgelegl. Die von ihm erfundene Waffe ermöglicht das Abfeuern von zehn Patronen hintereinander; das Laden geschieht auf automatischem Wege. Wie üblich, werde auch dieses Modell auf feine Kriegsbrauchbarkeit geprüft werden, ohne daß daraus auf die Absicht, ein neues Jnfanteriegewehr einzuführen, geschloffen werden dürste.
— Zum Gumbinner Mordprozeß wird der „Na- tionaljeitung' geschrieben: Es verlaute gerüchtweise, der Unteroffizier Downing solle in ein anderes Regiment vom 1. Oktober 1901 versetzt werden. Mit dem Vizewachtmeister Schneider soll weiter kapi- tulirr werden. Wachtmeister Buckpesch soll bei seinem Ausscheiden am 1. Oktober eine Invaliden- Pension erhalten.' — Danach werden also keine Maßregelungen stattfinden.
— Die nicht ausgetretenen evangelischen Arbeitervereine des rhein.- weftfäl. Verba n d e 8 veröffentlichen folgende Erklärung: Gegenüber den über die Verbandsvorstandssitzung in Volmarstein verbreite: en, irreführenden Berichten erklären folgendes: 1) Es handelte fich nicht um die Stellung für oder gegen Naumann, denn dessen Grundsätze haben in unserem ganzen rheinisch-westfälischen Verbände keine Vertretung gefunden. 2) Der rheinisch-westfälische Verband hält sich für verpflichtet, die Ehre des Namens „evangelischer Arbeiterverein" zu wahren und deßhald im Gesammtvereine zu verbleiben und dafür zu sorgen, daß in ihm die bewährten Grundsätze, auf denen unsere Vereine aufgebaut sind: Pflege evangelischen Bewußtseins und christlichen Lebens, Treue zu Kaiser und Reich, Ersirebung und Bewahrung eines guten Einvernehmens zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, in voller Geltung bleiben. 3) Die Versuche, die Differenzen auf das persönliche Gebiet hinüberzuspielen werden von uns nicht berücksichtigt.' Man wird Zweifel hegen können, ob die zu Naumann und zum Hauptverbande stehenden Vereine auf die Dauer im Stande sein werden, diese
mich hochwichtigen Sache," fiel die An gekommene dem Dienstmädchen ins Wort, dasselbe bei Seite schiebend, und es durch eine Handbewegung auffordernd, sich zu entfernen: indes sie selbst eintrat und die Thür schloß, mustette sie den vor ihr Stehenden mit scharfen Blicken.
Böhler zupfte die Krawatte zurecht und fuhr fich einigemale durchs Haar, um dieses in Ordnung zu bringen, ehe er seinerseits fragte: „Was verschafft mir die Ehre?
Die Dame räusperte fich, eS schien fast, alS ob fie nun doch etwas in Verlegenheit wäre, wie fie beginnen sollte. „Es ist, wie ich vorhin schon betonte — — allerdings eine überaus wichtige, aber etwas heikle Angelegenheit, die mich zu Ihnen führt, heikel eben insofern, als ich nicht wiffen kann» wie Sie die Sache aufnehmen werden. Dazu muß ich voraus- schicken, daß ich gewohnt bin, rasch und sicher auf mein Ziel loszugehen, und mich deshalb mit meinem Anliegen an Sie wende, da ich von Ihnen die beste und richtigste Ausftinst zu erhalten hoffen darf."
Böhler fing bereits an, ungeduldig zu werden. Was wollte diese Frau von ihm? Die Zeit, wo er gewohnt war, auszugehen, kam allmählich heran, und nun hielt ihn diese hochmüthige Fremde hier fest.
Er scharrte mit den Füßen unruhig den Boden. Jene bemerkte dies, und beeilte fich, fortzufahren : „Ich werde Sie nicht allzu lange belästigen, Herr Böhler, hören Sie zu: Mein Name ist — Pächtner, — Alice Pächtner, geborene Freiin von Falk, — ich weiß nicht, ob Ihnen der Name bekannt ist?"
(Fortsetzung folgt.)