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*it dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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PräsidentRooseveltspanamerikanische Republik.

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten hat in einer Rede die Grundzüge der Politik, die er verfolgen will, offen dargelegt. Am intereffantesten und bedeutungsvollsten will uns derjenige Theil der Rede erscheinen, der sich auf die zunächst freilich friedliche Er­oberung des ganzen amerikanischen Kontinents bezieht.

Präsident Roosevelt freilich hat das Wort: Eroberung" nicht ausgesprochen, er hat nur gesagt, daß direkte Schifffahrtslinien zwischen den Vereinigten Staaten und den beiden Küsten von Mittel- und Südamerika geschaffen werden sollten, daß die Handelsmarine gestärkt und Schiffe gebaut werden sollten, die unter ameri­kanischer Flagge und mit amerikanischer Mann­schaft führen, und daß endlich der mittel­amerikanische Kanal sobald als möglich fertiggestellt werden sollte. Präsident Roose­velt spricht vonamerikanischen" Schiffen, amerikanischer" Mannschaft,amerikanischem" Gelde u. s. w., und wenn ihn ein Brasilianer oder Peruaner fragen wollte, was er darunter verstehe, so würde er gewiß antworten, er habe die Interessen ganz Amerikas im Auge, das ganze Amerika solle sich emanzipiren. Das Hingt sehr schön, aber die Mittel zu all den großartigen Maßnahmen, an die Präsident Roose­velt den6, besitzen nur die Vereinigten Staaten, und darum werden sie auch die einzigen sein, die den Vortheil davon haben. Die Vereinigten Staaten find das Heimathland derRinge", d. h. der Vereinigung großkapitalistischer Ge­sellschaften, die die Schwachen durch ihre Ueber- macht todtdrücken und die ehemals wirthschaft- lich Freien zu wirthschaftlich Unselbständigen machen. So wird es auch den mittel- und südamerikanifchen Staatsgebilden ergehen. Von dem Aufschwünge, den Roosevelt plant, und den er mit seiner Energie wohl durchsetzen mag, werden sie nichts profitiren, sondern sie werden sozusagen zu Angestellten der Vereinigten Staa­ten herabfinken. Sie werden zwar noch den Luxus eigener Präsidenten und eigenerHeere" besitzen, in denen jeder zweite Mann ein General" ist, aber fie werden die Einnahme­quellen ihres Landes in die Taschen der New- Iorker Milliardäre gleiten sehen.

Eine Etappe auf dem Wege zur Herstellung eines unter dem Sternenbanner stehenden ameri­kanischen Kontinents ist auch in dem nunmehr zwischen der nordamerikanischen und der däni-

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(Nachdruck verboten.)

Das Glückskind.

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Erzählung von Irene von Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Was Du doch gleich auffährst! So war es keineswegs gemeint, mein Kind," besänftigte Böhler, etwas erschrocken, das Mädchen, das sich der Thür zuwandte.

So warte doch einen Augenblick, ich begleite Dich!" rief er der Forteilenden nach.

Röschen seufzte. Wäre nur Hermann nicht, mit Freuden würde fie von hier fortgehen, irgend wohin, um die Nähe des ihr verhaßten Menschen, der ihr immer unerträglicher wurde, nicht mehr erdulden zu müssen.

Aber so, die Hoffnung auf ein zufälliges Zusammentreffen, wo man einen Blick, ein Wort von dem Geliebten erhaschen konnte, war das einzige, was sie hier zurückhielt. O, daß er so stolz und hochmüthig ihr Anerbieten zurückwies, von ihrem Gelde, das ihr nach Tante Aureliens Willen am Tage der Hochzeit ausbezahlt werden sollte, einstweilen seine Schulden zu zahlen, und davon zu leben, bis seine Praxis groß genug war, eine Familie zu ernähren.

Röschen hatte Hermann diesen Vorschlag un­längst brieflich gemacht, doch er wollte davon nichts hören. Durch eine ihrer vertrauten Freundinnen hatte fie die Antwort erhalten, daß er nie und nimmer darauf eingehen werde, er wolle aus eigener Kraft fich empor arbeiten, nicht durch fremde Mittel. Und wer könnte die Garantie übernehmen, daß er überhaupt das werde, wonach er so eifrig strebe, ein vielge-

schen Regierung perfekt gewordenen Ankäufe der dänisch-westindischen Inseln zu erblicken. An der Annahme dieses Vertrages durch die gesetzgebenden Körperschaften der Vereinigten Staaten ist natürlich nicht zu zweifeln. Ob der Kauf sich materiell als vortheilhaft für die Vereinigten Staaten Herausstellen wird, wird die Zukunft lehren. Darauf kommt es ja aber auch den Nordamerikanern viel weniger an, als auf die Stärkung ihrer Pofition im westindischen Archipel. Abgesehen aber von dieser speziellen Bedeutung zeigt der Ankauf generell zweierlei: erstens die Absicht der Nord­amerikaner, die europäischen Staaten nach und nach aus Amerika herauszugraulen, zweitens selbst die Hand auf Amerika zu legen.

Wir können derKreuzztg." nur beipflichten, wenn sie in einer Besprechung dieser ja auch für Europa und speziell auch für Deutschland so wichtigen Angelegenheiten darauf hinweist, daß sich in der amerikanischen Politik in den letzten Jahren insofern ein Umschwung voll­zogen hat, als man nicht mehr an eine Welt­politik in allen Meeren und Himmelsrichtungen denkt, sondern an eine Expansionspolitik auf dem amerikanischen Kontinent selbst. Die Welt-Korrespondenz" hat auf diese Absicht der Vereinigten Staaten an der Hand ihrer Berichte aus Mexiko, Porte Alegre, Buenos Aires u. sw. seit Jahr und Tag hingewiesen. Ihre Mit­arbeiter in diesen Ländern haben diesen wieder­holten Hinweis in der Erkenn tniß für ihre Pflicht gehalten, daß diese Wandlung eine Ge­fahr auch für das deutsche Heimathland bedeutet. Denn wenn erst die Nordamerikaner die wirth- schastliche Präpotenz in Mittel- und Südamerika besitzen, so werden sie schon den deutschen Handel mit diesen Staaten auf ein Minimum einzuschränken wissen, nicht sowohl aus Deutschen­haß, als um ihres eigenen Vortheils willen. Rücksichtsvolle Behandlung der Konkurrenz ge­hört nicht zu den Gewohnheiten des Pankees

Das Programm Roosevelts unterscheidet sich ja nur wenig von dem Mc Kinley kurz vor seiner Ermordung proklamirten Programm. Der Unterschied ist nur der, daß Roosevelt noch mehr der Mann ist, es durchzuführen, als Mc Kinley: er ist ein halbes Menschenalter jünger, kerngesund, voll Thatkraft und in mancher Hinsicht auch selbständiger als Mc Kinley, der sich von seinenDrahtziehern" lenken ließ. Dazu kommt, daß seine Landsleute ihm außer­ordentlich viel zutrauen. Das Vertrauen aber ist bereits der halbe Weg zum Erfolge. a.

suchten, gut bezahlter Arzt? Und wenn er es nicht würde, was dann? Das hinge nicht allein von ihm ab, sondern von allerlei verschiedenen Umständen und glücklichen Zufällen. Wenn es ihm nicht gelang, sich das Vertrauen seiner Mitbürger zu erringen, so konnte an eine Heirath nicht gedacht werden.

Röschen mußte fich allerdings gestehen, daß er recht hatte. Es hieß eben geduldig aus- harren, einmal mußte doch die Zeit kommen, wo er sagen würde:Nun ist es so weit, daß ich Dich heim holen fonn."

Und sie würde ihm jubelnd folgen, dann war alles gut.

Das Leben im Hause Böhlers war so un- gemüthlich als möglich. Es fehlte eben die Liebe, die alles verschönt und dem Leben erst den rechten Werth giebt. Die beiden Ehegatten gingen sich aus dem Wege, so viel fie immer konnten, das eine hier, das andere dort, jedes suchte sein eigenes Vergnügen. Aurelia be­suchte viele Freundinnen, Kaffeekränzchen und dergleichen, während ihr Mann die Zeit im Klub, wo er regelmäßig jeden Abend verkehrte, bei Kartenspiel und lustigen Gelagen ver­brachte. Er lieh seinen Freunden Geld gegen hohe Zinsen, spekulierte auch gern an der Börse, wo er schon recht ansehnliche Summen verloren hatte, so daß das Kapital ganz bedeutend zu­sammengeschmolzen war.

Davon hatte jedoch seine Frau keine Ahnung, da er immer von seinem großen Verdienst prahlte. Hätte fie gewußt, daß nicht einmal mehr die Hälfte ihres eingebrachten Geldes vorhanden war, fie hätte nicht so ruhig dahin­gelebt.

Umschau.

Zur ReichSsinanzreform.

* Zu den Bundesregierungen, die fich bereits über die Nothwendigkeit einer Reichsfinanzreform ausgesprochen haben, gesellt fich auch die des Fürstenthums Reuß j. L. In dem dortigen letztenLandtagsabschiede" heißt es:

.Die ordnungsmäßige Fortführung des Staats­haushaltes gestaltet sich immer schwieriger, weil durch die Steigerung der Matrikularbeiträge, die in der Reichsverfaffung nur als ein vorübergehender Noth- besehl gedacht sind und zu Ungunsten der kleineren Bundesstaaten als unbillige Kopfsteuer wirken, jede Vorausberechnung der Staatsbedürfnisse vereitelt wird. Es müßte zu unhaltbaren Zuständen führen, wenn die Reichsverwaltung weiterhin auf die Feststellung des Erfordernisses für die Reichsausgaben sich be- schränken und den Einzelstaaten unbekümmert um deren finanzielle Lage die Sorge für die Beschaffung der Deckungsmittel überlassen wollte."

Man wird solche Stimmen aus den Bundes­staaten nicht unbeachtet laffen dürfen; denn der Umstand, daß überhaupt derartige Kund­gebungen für nothwendig gehalten werden, ist ein Beweis dafür, wie brennend die Frage der Reichsfinanzreform ist.

Die Verbündeten in Ostasien.

Ueber die Haltung der Truppen der einzelnen Nationen in Ostafien enthält ein Brief eines französischen Seeoffiziers folgende knappen, aber höchst bemerkenswerthen Angaben:

Die Amerikaner, waren disziplinlos und machten den Eindruck, daß sie völlig desorganifiert seien. Man sah amerikanische Soldaten, welche sogar mit ihren Uniformstücken Handel trieben. Die Italiener waren gänzlich verwahrlost, schlecht genährt, schlecht equipiert. Tie Haltung der Oesterreicher war gut, aber es waren ihrer so wenige, daß man sie kaum bemerkte. Die Russen wurden gut geführt und hielten immer unter sich zusammen, ohne mit anderen Nationen zu verkehren. Die Engländer waren gut equipiert. steif wie immer; die indischen Truppen waren mäßig und in schlechtem Zustande. Die Deutschen waren sehr gut organisiert bei vorzüg- licher Disziplin und kontrastierten gegen alle anderen Nationen; außerordentlich korrekt und stets hilfsbereit, wo es etwas zu thun gab, wurden sie von unseren Soldaten bewundert, und man sah häufig Deutsche und Franzosen Arm in Arm während ihres Urlaubs umhergehen. Die Franzosen, gut organisiert, jedoch nicht so diszipliniert, wie die Deutschen, machten einen vorzüglichen Ein­druck. Was die Japaner anbelangt, so gaben sie fich alle Mühe, ließen aber doch noch viel zu wünschen übrig.

Schärfer als durch dies gewiß unverdächtige Urtheil des Offiziers einer rivalisirenden Macht kann das Gerede unserer Militärfeinde um jeden Preis nicht abgethan werden.

Böhlers hauptsächliche Sorge ging jetzt da­hin, den inhaltsschweren Schein den Röschen besaß, an sich zu bringen. War derselbe erst in seinen Händen, dann mochte fie sehen, wer ihr zu ihrem Rechte verhalf, dann würde ihn kein Mensch zwingen können, das viele Geld heraus­zuzahlen, aber es galt, vorsichtig zu handeln, nur mit List konnte hier etwas ausgerichtet werden.

Eines Tages war Böhler wiederum, wie dies oft geschah, mit Röschen, ohne auf dem Wege ein Wort gewechselt zu haben, nach dem Friedhöfe gegangen, wo das Mädchen einen neuen Kranz auf das Grab der Eltern legte.

Auf dem Heimwege fragte Böhler scheinbar gleichgiltig nur, um etwas zu sagen:Du be­wahrst doch Deine Schmucksachen und Kostbar­keiten sorgfältig auf, mein Kind? Man hört heutzutage so viel von Einbruch und Diebstahl, daß man ordentlich ängstlich wird."

Ein lauernder Seitenblick streifte dabei das ruhig dahin gehende Mädchen, das ebenso gleich­giltig erwiderte:Seien Sie ohne Sorge, ich habe nicht viel aufzubewahren; bei mir wird auch keiner etwas suchen, und wenn eS der Fall wäre, er würde schwerlich etwas finden, weil ich meine Schätze in der Kommode sicher verschloffen habe."

Diese Mittheilung genügte Böhler, er suchte eine heitere Unterhaltung anzuknüpfen, und brachte das Mädchen unter fortwährendem Ge­plauder nach Hause, so daß fich Röschen über die plötzliche, merkwürdige Redseligkeit ihres Vormundes im Geheimen verwunderte.

Zum Zolltarif-Entwurf.

Bald 1» bei» so! DieKöln. Volksztg." schreibt: In dem Streite um die Zolltarifsätze treten nicht feilen bie krassesten Widersprüche hervor. Man ist häufig sreihändlerisch im allgemeinen, d. h. soweit Maaren in Frage kommen, die nur andere angehen, aber im höchsten Grade schutzzöllnerisch hinsichtlich der eigenen Erzeugniffe. So klagte z. B. unlängst der .Konfek­tionär", ein manchesterliches Fachblatt, bitter über die unerhört hohen Zollsätze für die Hauptgetreideürten, wie fie der «eue Zolltarifentwurf enthalte, bedauerte aber in der nämlichen Nummer, daß in jenem Eat- würfe der Zoll für Handschuhe .nur verdoppelt" sei (er soll von 100 auf 200 Mk. erhöht werden) und redete der Forderung der betheiligten Kreise das Wort, welche einen Zoll von 1200 Mk., also nur eine Verzwölffachung des gegenwärtig geltenden Zollsatzes verlangen! Auch veröffentlichte das nämliche Fach­blatt eine Reihe zustimmender Auslassungen zu den Erhöhungen der Zölle aus gewerbliche Erzeugnisse, wie fie der neue Tarifentwurf vorscblögt, z. B. zu der Erhöhung des Zolles auf Taschentücher von 60 auf 120 Mk. u. s. w Sind es also wirklich nur die .Agrarier", welche das Zustandekommen neuer Han­delsverträge durch allzu hohe Zollforderungen .in Frage stellen"?

Deutsches Reich

Berlin, 20. Septbr

.Der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Berlin hat dem A u 8 w ä r t i g e n A m t das in Uebersetzunq folgende Telegramm der Regierung in Washington zur Kenntniß gebracht: .Sie werden be- auftragt, im Namen des Präsidenten und der trau­ernden Bevölkerung dieses Landes die tieffte Erkennt­lichkeit für die rührende Kundgebung Seiner Majestät des Deutschen Kaisers auszusprechen. Die warmherzige Haltung Deutschlands bei unserer nationalen BetÄbniß offenbart die Innigkeit der zwischen den beiden Völ­kern bestehenden Bande. John Hav, Staatssekretär der Vereinigten Staaten " Der Geschäftsträger hat bei Uebermittelung dieses Telegramms gleichzeitig im Na- men seiner Landsleute für die zahlreichen Sympathie- beweise von Deutschen aller Gesellschaftsschichten ge­dankt.

, Wie der .Franks. Kl. Presse" mitgetheilt wird, hat sich nunmehr die Landgräfin. Mutter von Hessen, geborene Prinzessin Anna von Preußen, in den Schooß der römisch-katholischen Kirche aufnehmen lassen Die Aufnahme ist nach langer Vorbereitung nun wirklich in aller Stille erfolgt.

, Die Reichs-Po st Verwaltung soll be­absichtigen, 4000 neue etatsmäßige Assistent en- ft e 11 e n für das Rechnungsjahr 1902 zu beantragen.

Die .Köln. Ztg." schreibt: Einige Haufen von besinnungslosen Zeitgenossen haben nicht darauf ver- zichten können, die Naturgeschichte des Deutschen unserer Zeit durch einen charakteristischen Zug zu be­reichern. Sie haben den chinesischen Prinzen Tsch un in Danzig mit Hurrah begrüßt, was dem also Empfangenen zur besonderen Ueberraschung ge­reicht haben wird. Seine Auffassung über europäisches Barbarenthum wird durch das Hurrah der Danziger Spießbürger nicht gelitten haben. Es ist in der That beschämend, wenn Deutsche ihren Knechtsinn so

Das junge Mädchen zog fich heute zeitig auf ihr Zimmer zurück. Es hatte heftige Kopf­schmerzen und wollte deshalb bald ihr Leger aufsuchen.

Das kleine Schlafgemach war eine Art Alkoven, der nur durch hübsche braune Rips­gardinen von dem daneben befindlichen, ebenfalls sehr kleinen, aber recht nett ein­gerichteten Wohnzimmer getrennt war. Die gut gemalten Oelbilder der Eltern, von einem Jmmortellenkranz umgeben, schmückten die hell tapezierte Wand, verschiedene Nippsächelchen, sowie eine Blumen-Etagere mit schönen saftig- grün en Blattpflanzen, lauter Sachen auS Rös­chens Elternhause, gaben im Vereist mit den an den Fenstern niederwallenden, schneeweißen Vorhängen, dem Zimmer ein gar trauliches, behagliches Aussehen.

Hier hielt fich Röschen auch am liebsten auf. Die Ruhe that ihr unendlich wohl, hier konnte sie ungestört ihren Gedanken nachhängen.

Die Uhr vom nahen Kirchthurm hatte bereits Zwölf geschlagen, und noch immer lag Röschen wachend auf ihrem Lager. Der schmerzende Kopf ließ sie nicht zur Ruhe kommen, außerdem beschäftigten fich ihre Gedanken lebhaft mit dem Geliebten. Warum er nur gar' nicht versuchte, ihr irgend eine Nachricht zukommen zu lassen! Freilich, es war ziemlich schwer; der einzige Weg hierzu bot sich nur, wenn er ihrer ver­trauten Freundin einen Brief gab, den diese bann heimlich an die Adresse besorgte. Das ging eben auch nicht immer an. Eine förmliche Sehnsucht nach einem liebevollen, zärtlichen Wort überkam das sinnende Mädchen.

(Fortsetz«g folgt.)