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Marburg
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—»«. Sonnabend 24 August 1901
Die Reisen des Zaren.
Aufgabe des jetzigen Reichstags die Zollpolitik auf absehbare
Ganz unsere Meinung.
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Frankreich und Rußland als in Frage gestellt iürachten durfte. Das radikal-sozialistische
Sypathie begrüßen.
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Machdruck verboten.»
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autoritär zu untergraben. Solchen Bestrebungen entgegenzutreten, namentlich aber verlogene Behauptungen zu widerlegen, hat die Behörde die Pflicht. Mit der neuesten L mdrathsdenunziation der „Freisinnigen Zeitung" ist also wieder nichts zu machen.
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mögen wir auch nicht der freundlichen Einladung des .Vorwärts' zu folgen, den verbündeten Regierungen eine Auflösung des Reichstages zu empfehlen."
Rhenen, indem sie die wildesten Anstrengungen machte, sich aufzurichten, dabei Felicia aber beinahe tot drückte.
Rur ein kleiner Knabe, der die Kühe hütete, war zur Hilfe da; er that sein möglichstes, indem er den Pony beim Kopfe nahm und ihn festhielt, aber Flip rührte sich gar nicht, er stand ganz still und blickte sich mit zufriedener Miene um, Felicia hätte gern gelacht, wenn nur das Freifräulein nicht so schrecklich schwer gewesen wäre. Eine Art Betäubung überkam das junge Mädchen, aber dennoch hörte sie das Heranrollen eines Wagens und den Hufschlag eines Pferdes, hörte, wie beides plötzlich ver- stnmmte und fühlte gleich darauf die Schwere von sich genommen. Elmars Stimme drang an ihr Ohr: „Du meine Güte, wie kommt Ihr zu solchem Unfall?" Er hob Felicia in die Höhe, nahm sie in seine Arme und trug sie aus dem Wagen über den Graben, als sei sie ein Kind. Dann setzte er sie, zerzaust und durcheinandergerüttelt. wie sie war, auf der Landstraße nieder und betrachtete sie mit einem Ausdrucke, den man als angstvoll hätte bezeichnen können.
„Es ist allein mein Fehler," sagte sie zwischen Lachen und Weinen mit bebender Stimme, „seht nur einer den Ponnywagen,!"
Zum Kuckuck mit dem' Ponnywagen! Laß mich Dein Gesicht sehen — es ist ganz aufge- risien und voller Schrammen." Er fuhr ohne Weiteres mit dem Finger darüber hin. „Sie find nicht tief--sagte er dann mit merk
würdigem Ton und wandte sich den andern zu.
Viel Zerren und Ziehen war nöthig, um Wagen und Ponny, welche beide unbeschädigt
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waren, auf die Landstraße zurückzubringen; Johanna von Rhenen schaute dem ganzen Vorgänge mit grimmigem Blicke ihrer kalten Augen zu und Felicia zog ihre zerrissenen Handschuhe aus, um sich das Blut von dem Gesichte zu wischen.
„Eine schöne Gesellschaft seid Ihr," zeterte Elmar indem er zu ihnen zurückkehrte, „ich hätte nicht gedacht, daß man mit einem solchen Waschzuber einen Unfall haben könnte, wie geschah es?"
Felicia sah sehr schuldbewußt aus und überließ es dem Freifräulein ihre Ansicht der Sachlage mit viel Kraft und Zorn wiederzugeben, ohne auch nur im Geringsten eine Vertheidig- ung zu wagen.
„Schon gut! Das Kind ist am schlimmsten dabei weggekommen mit Deinem Gewicht auf ihr," sagte Elmar kurz. „Warum läßt Du sie fahren, wer lehrt sie?"
„Fritz!"
„Fritz! Er kann selber nicht fahren? Du hattest durchaus Unrecht, sie fahren zu lassen, Ihr konntet alle tot sein!"
„Jawohl," sagte seine Schwester mit aschfahlem Gesichte, „wenn ich bedenke, in welcher Gefahr ich gewesen bin, so wäre eS gescheidter von Dir, Elmar, Du sprächest ein paar strenge Worte mit ihr wegen ihrer unverantwortlichen Nachlässigkeit, anstatt mit mir zu streiten und Berti auszuzanken."
Felicia sammelte die einzelnen Stücke, ihres zerbrochenen Sonnenschirmes; sie war noch immer in halber Betäubung und der Kops that ihr weh, während das Freiftäulein auch nicht eine einzige Verletzung aufzuweisen hatte. Es schien
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als wurde Berti gehörig von Herrn von Rhenen heruntergeputzt und nun war die Reihe wahrscheinlich auch an sie gekommen. Aber nein! Er schaute einen Augenblick nach ihr hin, sprach dann wieder zu seiner Schwester und setzte diese dann ohne weiteres allein in den Wagen, um sie mit dem arg gescholtenen Berti nach Hause zu senden.
Felicia sah erstaunt zu.
„Ich sehe gar nicht ein, warum Felicia nicht mit mir zurückkehren kann," protestierte Fräulein von Rhenen mit entrüsteter, zornbebender Stimme. „Es ist nichts dabei gewonnen, sie in Deinem unsinnig hohen Jagdwagen heimzufahren."
„Es geht schneller."
„Ich dachte. Du dieniertest auf Dahlenau?" „Frau v. Dahlen lud mich allerdings ein." Flip jedoch dachte, daß genug Zeit verschwendet worden sei und setzte sich in Bewegung, Felicia stand mitten aus der Landstraße und sah verblüfft bald auf den davonsahrenden Ponnywagen, bald auf Elmars hohe Gestalt. Er schien alles in seine Hände zu nehmen, jedermann zu kommandieren, wie er Lust hatte. Sie haßte solche befehlerische Art und Weise und nahm sich vor, ihm zu zeigen, daß sie es sich nicht gefallen lasse und ihren eigenen Weg gehen würde. Augenblicklich aber schien sür ein derartiges Unternehmen keine Zeit zu sein und so ließ sie sich denn gefügig in den hohen Wagen heben und mit der Staubdecke zudecken. Ihre Gefügigkeit täuschte selbst Elmar, der sonst immer auf Widerstand stieß.
(Fortsetzung folgt).,i
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Umschau.
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Der Gedanke einer ReichStagS- auflösung
ist zur Abwechselung von nationalliberaler Seite in die Zolldebatteu geworfen worden, und die Sozialdemokraten haben fteudig diesen Gedanken aufgegriffen. Die „Germania" indeffen dient dem „Vorwärts", der die Centrumspartei mit diesem Auflösungsgedanken in Verlegenheit bringen wollte, mit folgenden Worten:
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Denunziationen.
* Die freisinnige Presse ist glücklich, wenn sie Gelegenheit hat, Landräte zu denunzieren. Fast immer aber find diese Denunziationen unbegründet, und um so verächtlicher ist diese demokratische Handlungsweise. So ist kürzlich im Kreise Landeshut in Schlesien ein Flugblatt verbreitet worden, in dem den harsträubenden Hezereien der vereinigten Freihändler und Sozialdemokraten entgegengetreten wird und die von jener Seite verbreiteten Tendenzlügen richtig gestellt werden. Flugs findet sich ein freisinniger Vertrauensmann, der mit nötigem Kommentar dieses Flugblatt der „Freisinnigen Zeitung" einsendet, damit diese den dortigen Landrat unter Namensnennung als verantwortlich für die Flugblatt^ Verbreitung denunziere.
Angenommen, der Landrath habe sich für diese Verbreitung interesfirt, so wird dagegen kaum etwas eingewendet werden können; denn die freihändlerische und sozialdemokratische Agitation geht unter Anwendung offenbarer Lügen darauf aus, der Regierung die Absicht unterzuschieben, unser Erwerbsleben schädigen zu wollen und im Volke systematisch die Regierungs
„Wenn die zuständigen Faktoren eine Reichstagsauflösung beschließen sollten, so würden wir vom Parteistandpunkte gegen eine solche Maßregel nichts einzuwenden haben. Eine andere Frage ist aber, ob eine Reichstagsauflösung an sich nothwendig und gerechtfertigt ist, und das möchten wir entschieden bestreiten. Schon bei den letzten Wahlen ist ausreichend auf die Ausgabe des jetzigen Reichstags hingewiesen worden, die Zollpolitik aus absehbare Zeit festzulegen. Der Sozialdemokratie wären alljährliche Neuwahlen am liebsten. Ist doch die Agitation und Aufreizung der arbeitenden Kaffen ihr Lebenselement. Wir fehen aber nicht ein, welche Veranlassung die verbündeten Regierungen hätten, dem Agitationsbedürfniffe der Sozialdemokraten entgegen zu kommen und das Land in die Stürme eines mit allen Mitteln der Leidenschaft geführten Wahlkampfes zu stürzen. Und aus diesem Grunde ver-
Die Nachricht, daß der Kaiser und die Eserin von Rußland einen mehrtägigen Be- jmj; in Frankreich machen werden, hat im Ken Augenblick einigermaßen überrascht. Denn Hher wußte man nur von einer bevorstehenden zegegnung Kaiser Wilhelms mit dem russischen Kerrscher, die persönlichen Wünschen beider Konarchen entsprungen sei und keinen Hoch- Mischen Charakter habe. Wenn die Ver- «ilthung laut wird, daß der gesteigerte Aus- twsch von Höflichkeiten zwischen amtlichen Msönlichkeiten Deutschlands und Frankreichs , beispielsweise die Anwesenheit zweier hoher sianzösischer Offiziere bei der Berliner Früh- «hrsparade, der Trinkspruch des deutschen Kaisers auf daS französische Heer aus diesem Maß, die Beziehungen zwischen Deutschen und Franzosen auf dem chinesischen Kriegsschauplätze, insbesondere das Verhältniß des Grafen Walder- (ee zu den leitenden französischen Militärs — tzr das Erscheinen des Kaisers Nikolaus in Frankreich bestimmend war, so erscheint diese Lermuthung kaum als begründet. Jedenfalls tarnt den Motiven der gedachten Art nicht rntfernt die Bedeutung zu wie den französischen Semühungen, Rußland über die innere Lage Frankreichs zu beruhigen.
Es gab zweifellos in der jüngsten Ver- Mgenheit einen Augenblick, in dem man die Fortdauer des herzlichen Verhältniffes zwischen
Ministerium Waldeck-Rouffeau mit dem demo- katifirenden Kriegsminister Andrö und dem sozialdemokratischen Handelsminister Millerand bar eine Zeit lang der russischen Regierung so msympathisch und verdächtig, daß der Bestand des russisch-französischen Bündnisses bedroht war. Sei russische Militärbevollmächtigte in Paris, kraf Murawiew, befand sich im offenen Gegen- sitz zu dem französischen Kabinet, und Gerüchte ton der angeblich geplanten Verlobung eines französischen Prätendenten mit einer russischen Prinzessin eröffneten die merkwürdigsten Perspektiven. Da erfolgten die Reisen des fran- Sen Generalstabschefs Pendezec und des jters des Auswärtigen Delcaff« nach 6t. Petersburg, auf deren Ergebniß die Abberufung des Grafen Murawiew und die Flotten- iegegnung in Toulon »vorbereiteten, deren Haupt- «folg aber die Reise des Zaren nach Frankreich bilbet.
Haben wir die neue Bekräftigung des russisch- sranzöfischen Bündniffes zu beklagen? Die
Zum Zolltarif-Entwurf.
De» sächfische» Posamentenfabriken war kürz, lich — auch von uns — der Vorwurf gemacht worden, daß sie gegen die Zollerhöhung für Getreide auftreten, während sie selbst höhere Zölle fordern. Daraufhin macht nun der sächsische Verein der Posamenten- fabrikanten und -Verleger bekannt, daß er keinerlei Kundgebungen gegen die Getreidezollerhöhung beschlossen noch erlassen habe, sondern imGegentheil vollkommen von der Nothwendigkeit eines ausreichenden Schutzzolles sür die heimische Landwirthschaft durchdrungen sei. Das „Ännaberger Wochenblatt" bemerkt dazu: „Wir können dies aus eigener Wahrnehmung bestätigen und hinzufügen, daß die weit überwiegende Mehrzahl der Mitglieder des Verbandes von vornherein nut der Gewährung einer angemessenen Getreidezollerhöhung an unsere Landwirthschaft einverstanden gewesen ist, und daß gerade deshalb der Versuch des Handelsvertragsvereins, feine Agitation auch hier in Annaberg zu etabliren, von einem vollkommenen Mißerfolge begleitet war." Auch diese Stimme aus den Jndustrie- kreisen Sachsens ist besonders bemerkenswerth.
Der Sächsische Mühle«verba«d hatte in seiner in Dresden abgehaltenen Generalversammlung eine Resolution gefaßt, in der in der Hauptsache die Forderungen des „Ständigen Ausschusses des Deutschen Landwirthschaftsraths" ausgenommen wurden und die in der Forderung gipfelt, daß auch für Mehl- und Mühlenfabrikate Höchst» und Mindestsätze zu fordern sind. Wohlthuend klingt aus dieser Dresdener Resulution heraus, daß die sächfische Müllerei sich eins weiß mit der heimischen Landwirth- schäft, daß sie rückhaltlos es ausspricht, wie chrer beider Wohl und Wehe aufs engste zusammenhängen. Besonders werthvoll ist dieser Äeschluß weil er aus dem industriell hoch entwickelten Sachsen kommt.
Der badische Banernverei» nahm auf feiner in Offenburg abgehaltenen Generalversammlung eine Resolution an, in der er verlangt, daß in dem Entwurf der Doppeltarif hinsichtlich der landwirthschaft- lichen Produkte weiter ausgebildet, die Sätze für Getreide erhöht und gleich gestellt, die übrigen Produkte ebenfalls bez. besser geschützt, insbesondere daß für Hanf und Flachs ein wirksamer Zollsatz eingesetzt und die Sätze für Tabak, Hopsen. Quebracho und Wein namhaft erhöht werden." Die Mitgliederzahl des genannten Vereins beläuft sich auf 48000.
Gegen die Schrift Momberts über „die Belastung des Arbeitseinkommens durch die Kornzölle" hatte sich die „Kreuzzeitung" in einem von uns aus- zugsweise rnitgetheilten Artikel gewandt. Sie wies nach, wie ungerechtfertigtes ist, die Höhe der Getreidezölle mechanisch einer Berechnung der Belastung des Arbeitseinkommens zu Grunde zu legen. Diesen Nachweis führte sie an der Hand von Zahlen, die einem freihändlerischen Flugblatt entnommen waren. Ein nationalsoziales Blatt regt sich darüber auf.
Antwort auf diese Frage wird nur der bejahen, der die inneren Zustände Frankreichs ignorirt. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß für die auswärtige Politik Frankreichs die Republikaner im Vergleich mit den Royalisten, Imperialisten und Nationalisten das konservative Element darstellen. Jede Gefährdung der republikanischen Staatsform rückt die Möglichkeit von kriegerischen Explosionen näher, weil jeder neue Gewalthaber zur Befestigung seiner Macht des Kriegsruhms nicht entrathen zu können glauben wird. Da nun das Prestige der Republik durch den Zarenbesuch erheblich vermehrt wird, müssen sich in demselben Maße die Aussichten der Feinde der Republik vermindern. Je geringer aber die Chance für eine Staatsumwälzung in Frankreich ist, um so größer erscheint die Aussicht auf die Erhaltung des Friedens.
Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die deutsch-russische Beziehungen ungetrübt bleiben. Der aufrichtige Wille hierzu ist auf beiden Seiten vorhanden. Und da politische Interessengegensätze für Rußland und Deutschland nicht bestehen, auch die Schaffung solcher, wie sie z. B. betreffs der Mandschurei durch England versucht wurde, von beiden Seiten abgelehnt wird, ist nicht abzusehen, weshalb das freundschaftliche Verhältniß in die Brüche gehen sollte. Ein Symptom für die Fortdauer der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland ist der Umstand, daß dem Zarenbesuch in Frankreich die Begegnung unseres Kaisers mit dem russischen Monarchen vorangeht. Von offiziöser Seite ist betont worden, daß es sich bei dieser Begegnung nicht um eine Haupt- und Staatsaktion handele, ja, man bestritt sogar, daß dem Zusammensein der beiden verwandten und be- fteundeten Herrscher politische Beweggründe beizumessen seien. Dergleichen Verlautbarungen waren begreiflich, solange der Zarenbesuch in Frankreich nicht feststand: hätte doch die Betonnung der politischen Seite der Kaiserbegegnung Frankreich erst recht zu Anstrengungen bewegen müssen, daß die Unterlassung des Weltausstellungsbesuches durch den Zaren endlich nachgeholt werde. Jetzt, wo die Reise des russischen Kaisers nach Frankreich beschlossene Sache ist, ergiebt sich, mögen nun beide Monarchen von ihren Ministern begleitet sein oder nicht, die politische Seite der Kaiserbegegnung ganz von selbst.
Das deutsche Volk wird deswegen die kommende Kaiserbegegnung mit nicht geringer
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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhai«.
Ihr Vormund.
Original-Roman von Ellen Svala.
(Fortsetzung.)
Felicia konnte auf der Heimfahrt sehen, daß Johanna über etwas erbost war, aber sie »achte sich nichts aus dieser Wahrnehmung. Frau von Dahlen hatte sie beim Abschiede ge= 6j$t und gesagt, sie hoffe, sie so viel wie möglich ki sich zu sehen, und Felicia, die niemals mit Zärtlichkeiten verwöhnt worden war, lächelte bei der Erinnerung an Frau von Dahlens kauften Kuß. Und Fred! Der war bis zum letzten Augenblicke liebenswürdig, aufmerksam and lustig gewesen und hatte noch im Abfahren lausend herzliche Grüße an Onkel Fritz gesandt. Felicia träumte und derweil troddelte der Pony »eitet; die in den Händen des jungen Mädchens ruhenden Zügel waren ihm keine Last. Aber dlötzlich sprang Flip zur Seite, eine aus dem Dickicht hervorspringende Heerde Kühe hatte ihn erschreckt, und ehe die Jnsaffen wußten, »ie ihnen geschah, lag der kleine Wagen in schräger Lage auf der Hecke und Flip stand im graben. Felicia zog die Zügel an, aber sie kannte sich nicht bewegen, denn das Freifräulein auf ihr und der Diener Berti war über »e Hecke in die Wiese geflogen.
„Kannst Du Dich frei machen, Berti und Nip beim Kopfe nehmen?" stöhnte Felicia, benn die Schwere auf ihr war fast unerträglich <nb die Hecke krachte verrätherisch unter ihrem wewicht.
„Ich gehe zu Grunde," rief Johanna von
Gescheit» täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertage».
Sonntagsbeilage: Jllnftrirtetz SonntagSbUttt. Qß
Bort und Beileg: Joh. «ng. «ach, Universität,^Snchdruckere» oo-
Marburg, Markt 91. — Telephon 65.
Vari taudüt" erlaufen 52, beit.; .Tische, vophas,
10, II. rmfer verk.
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