Dieser darf als ein Geschäftsmann ersten Ranges bezeichnet werden. In den achtziger und neunziger Jahren war er Anwart für das Amt eines Taotais in Kuangfu; damals lebte er aber in Tientsin und verstand außerordentlich gut seine geschäftlichen Interessen zu fördern. Seit etwa acht Jahren gehört er zu den Direktoren der Chinese Engineering and Mining Co., welche die großen Kaipingkohlenminen in der Provinz Tschili bearbeitet. Als nach dem japanischen Kriege die Kaiserinwittwe nach Tientsin zu gehen beabsichtigte, um dort die Flotte zu besichtigen, war es Tschangyi, der in Tientsin die für sie bestimmten Absteigequartiere erbaute, wer den Umfang derartiger Arbeiten in China kennt, versteht auch, was bei solchen Anläflen abfällt. War Tschangyi schon bis dahin ein in gewissen Kreisen angesehener Mann gewesen, datiert seit jener Zeit sein Reichthum und sein Einfluß. Im Jahre 1898 wurde Tschangyi zum Verwalter der Staatsbergwerke in Tschili ernannt. Gleich darauf wurde er Hülfsdirektor der nördlichen Eisenbahnen. Als der Generaldirektor dieser Bahnen, Huynfen, dem Einfluß seines Gegners des damals allmächtigen Kangyi, Weichen und sein Amt niederlegen mußte, wurde Tschangyi sein Nachfolger. Daneben behielt er in der Chinese Engineering and Mining Co. eine ausschlaggebende Stellung, und vor kurzem ist er außerdem auch zum Generaldirektor des Ber- werksamtes in Tschili ernannt worden.
Von den jüngeren Sekretären ist der hervorragendste zweifellos Liu Tankuei, einer der erklärten Günstlinge Li-Himy-Tschangs. Er gilt für nichts weniger als liberal; seine Theil- nahme an der Verfolgung der Anhänger der Reformpartei ist bei dieser unvergeffen. Tseng- knauyung ist ein Sohn des in Europa wohlbekannten Marquis Tseng und gilt ebenfalls als Protege Li-Hung-Tschangs. Hfinghien, der dritte Sekretär der Gesandtschaft, ist bisher wenig hervorgetreten; er bekleidete zuletzt das Amt eines Sekretärs im Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Er und Pingtschang sind wie Prinz Tschun Mandschus, die anderen drei Genannten dagegen Chinesen.
Die „fortschrittliche Gesinnung" des Prinzen Tschun und der „Geschöftsgeist" Tschangüis find nun freilich keine Bürgschaften für ihre Fremdenfreundlichkeit ; man darf da ruhig den japanischen Maßstab anlegen: hier wie dort ist der der Egoismus die Triebfeder, nicht das Wohlwollen.
Ein drittes Mitglied der Gesandtschaft ist der General Pingtschang. Dieser kennt Deutschland bereits, er kam mit Li-Hung-Tschang seiner
thüre der Veranda verschwinden und mechanisch sank sie zurück in ihren Stuhl. DaS Herz klopfte ihr zum Zerspringen und der Kopf wirbelte ihr. — Eines nur war ihr klar, mochte ihr Vormund auch selber über sie lachen und sie wie ein Kind behandeln, so hatte er es doch den andern nicht zu thun erlaubt, sondern sie beschützt und zu ihr gehalten.
„Ich bitte tausendmal um Entschuldigung," sagte Fred, roth, erhitzt und ärgerlich aussehend, indem er Thee und Kuchen vor dem jungen Mädchen hinstellte, „meine Mutter bat mich, das Tennis-Spiel zu arrangieren. Wollen Sie mit mir spielen?"
„Ich bedaure sehr," sagte Felicia, „ich kann nicht, denn ich habe keine Tennisschuhe."
„Na! Schadet auch nichts," erwiderte Fred, wie es schien, sehr erfreut, „ich werde ein anderes Paar auftreiben, unsere Stelle einzunehmen, und während der Zeit zeige ich Ihnen di» Pfauen und Gewächshäuser."
„Aber Sie selber möchten gerne spielen?"
„Nur wenn Sie spielen." — Fred betonte das „Sie" sehr schmeichelhaft, machte eine etwas sentimentale Miene und lächelte, daß die weißen Zähne hinter seinem „seidenen" Schnurrbarte sichtbar wurden.
Frau oon Dahlens Pfauen und Gewächshäuser waren ihr ganzer Stolz und ihr pflichtgetreuer Sohn that sein Allerbestes, Felicia ihre ganze Schönheit klar zu machen. Die Art und Weise, wie er es that, war so amüsant, daß Felicia all ihren Kummer vergaß und mit ihrem Begleiter lachte und plauderte, als wären sie alte vertraute Bekannte. Darauf gingen sie nach dem Tennisplätze zurück. Frau
Zeit nach Berlin und blieb dann bei der chinesischen Gesandtschaft. In China gilt er seit seiner im Jahre 1899 erfolgten Rückkehr aus Deutschland als militärischer Fachmann Der damaliger Generalgouverneur von Tschili, ernannte ihn zum Instrukteur an der Militärakademie in Tientsin, bei der die bekannten Kämpfe stattgefunden haben, und einen ähnlichen Posten bekleidete er zeitweilig auch in der Armee Iunglus. Den letzteren hatte er allerdings bald wieder aufzugeben, da dem Brigadier Tschangtschüm, dem er unterstellt war. alles Ausländische ein Dorn im Auge war. Mit Eröffnung der Friedensverhandlungen bekleidete Iingtschang den Posten eines Sekretärs beim Prinzen Tsching.
Umschau.
Zum Gumbinner Mordprozeß.
* Der Ausgang des Gumbinner Prozefles wegen Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk erregt in der Presse ganz allgemeines Aufsehen. Während in der ersten Instanz die beiden Angeklagten mangels hinreichender Beweise freigesprochen wurden, hat das Oberkriegsgericht den ersten Angeklagten, Unteroffizier Marten wegen Mordes und Meuterei zum Tode ver- urtheilt, den Mitangeklagten Hickel dagegen freigesprochen. Das Publikum wird das Befremden der Preffe im großen und ganzen theilen, wenn es auch Verwahrung einlegt gegen die Methode des „Vorwärts", der die Richter auf's schwerste beschuldigt. Davon kann gar keine Rede fein, daß die sieben Richter des Gumbinner Kriegsgerichts ein Klaffenurtheil erlaffen oder gar ein Todesurtheil gefällt hätten, ohne von der Schuld des Angeklagten voll überzeugt zu sein. Andererseits aber muß man zugeben, daß der von der Staatsanwaltschaft geführte Schuldbeweis auf außerordentlich schwachen Füßen stand. Es wäre für die militärische Disziplin ein harter Schlag, wenn ein so feiger, meuterischer Mord keine Sühne fände, wenn der Thäter nicht entdeckt würde, noch schrecklicher aber, wenn ein Unschuldiger einem Justizirrthum zum Opfer fiele. Von vornherein waren die Jndicien gegen die beiden Angeklagten Marten und Hickel außerordentlich gering. Genau aus demselben Grunde, vielleicht mit noch mehr Ursache hätte auch der sogenannte Kronenzeuge Skopeck angeklagt werden können. Das Hauptschuldmoment war der Umstand, daß Marten und Hickel auf einen Zeitraum von 5 Minuten ihr Alibi nicht ge-
von Dahlen und Johanna von Rhenen saßen unter den tief herabhängenden Buchen und Fred schleppte zwei Stühle herbei, stellte sie so weit wie nur möglich von allen Andern entfernt auf und schlug diesen vor, ebenfalls Stühle zu holen, um in aller Ruhe dem Spiele zusehen zu können.
„Wahrhaftig, Fräulein von Dahlen spielt!" sagte Felicia überrascht, „ich dachte, sie sei viel zu zart für solch anstrengendes Spiel."
„Lilian? Bewahre — die kann alles thun wenn sie will," sagte ihr Vetter geringschätzig. „Sie hat schon ganze Nachmittage gespielt und ganze Nächte durchgetanzt. Wäre ich es, sie würde nicht mit mir spielen, und wenn ich sie auf meinen Knieen darum bäte, oder wenn mein Leben davon abhinge — aber Elmar — ja das ist etwas anderes. Und gerade augenblicklich ist er ganz außer Praxis und kann nicht mehr ordentlich spielen — hat wohl lange keine Uebung mehr gehabt — alle Arbeit bleibt für sie — sie spielt aber doch! Ich habe keine Geduld mit ihr."
Mehreremale, während Elmar nachlässig den Bällen nachging, warf er prüfende Blicke auf das heitere Paar — auf Fred'S schönes, junges Antlitz, welches so viel Zufriedenheit und Genugthuung wiederspiegelte und auf Felicias Gesichtchen, das heiterer und aufgeregter aussah, feit all' der Zeit, da er sie plötzlich über Onkel Fritzens Schulter hinüber entdeckt hatte.
„Wie „glücklich die beiden aussehen, nicht wahr?" fragte Lilian malitiös. „Ich glaube, sie wird Dir wenig Mühe verursachen, Elmar; denn man wird Dich bald fragen, ob Du sie herzugeben geneigt bist."
nügend nachgewiesen hatten. Wenn man erwägt, wie leicht Jrrthümer in Bezug auf die Zeit vorkommen können — die Uhren an einem kleinen Orte weichen in der Regel weit von einander ab — wenn man ferner erwägt, daß seit der ersten Instanz, die einstimmig beide Angeklagte freisprach, soweit sich von hier aus beur- theilen läßt, kein neues Schuldmoment gefunden worden ist, so wird man die Ueberraschung über das Urtheil begreifen. Hatte doch selbst der Staatsanwalt, von der Schwäche seiner Beweisführung überzeugt, die Anklage auf Mord fallen lassen und nur auf Todschlag plaidirt, weil er sich sagte, angesichts dieser so schwachen Beweisführung werde er eine Derurtheilung wegen Mordes nicht erreichen. Man hofft deshalb allgemein, daß das Urtheil in der Revifionsinstanz zur Aufhebung gelangen wird und daß es zu einer nochmaligen Verhandlung kommt. Da ein Angriff des Urtheils in der Revision sich jedoch nur auf Verletzung des Gesetzes stützen kann, so ist die Hoffnung für die dritte Instanz sehr schwach. In keinem Falle wird dieser Urtheilsspruch jene befreiende Wirkung haben, die ihm innewohnt, wenn der Schuldbeweis schlüssig geführt ist. Auch aus diesem Grunde ist der bisherige Verlauf des Prozesses zu bedauern.
* * *
Der Ausgang des Gumbinner Mordprozeffes drängt momentan das Interesse an allen übrigen Tagesereignissen in den Hintergrund. Die meisten Blätter veröffentlichen fpaltenlange Betrachtungen darüber; alle erkennen als selbstverständlich an, daß die Mitglieder des Oberkriegsgerichts durchaus nach Pflicht und Gewissen geurtheilt haben. Aber nicht eine Stimme findet sich — soweit wir es wenigstens überblicken können — die das Todesurtheil billigt. Die „Nat.-Ztg." schreibt:
.ES ist zu befürchten, daß dieses Urtheil als ein Widerspruch gegen das Rechtsbewußtsein weitester Volkskreise empfunden wird."
Die „Voss. Ztg." weist auf einige krasse Widersprüche hin:
.Es ist in der Berufungsinstanz nichts vorgebracht worden, was nicht die erste Instanz schon beschäftigt hätte. Aus die eine oder andere Aussage siel ein anderes Licht; über die Glaubwürdigkeit des einen oder anderen Zeugen herrschten andere An- schauungen; eine Vereidigung, die damals unterblieb, wurde jetzt vorgenommen. Aber im wesentlichen blieb das Bild des Sachverhalts daffelbe wie zuvor. Das heißt, es blieb derselbe Zweifel bestehen. In einem Punkte hatte sich sogar der Zweifel verstärkt. Daß ein mit Absicht und Ueberlegung ausgeführter Mord vorliege, konnte jetzt nicht einmal der Staatsanwalt annehmen.
„Nicht gesagt, daß ich es auch thun werde," war die kalte Antwort.
„Oh! Aber es wäre höchst unwürdig Deiner selbst, wenn Du „der Liebe goldenen Traum" zerstören wolltest." sagte Lilian wieder, und obgleich fie mit sorglos sein wollendem Tone sprach, war doch eine angstvolle Frage darin nicht zu verkennen. „Niemals vorher habe ich Fred so strahlend gesehen — eine ganze Sonne liegt in seinen Augen — und — und — die Partie wäre eine höchst befriedigende. Sieh doch Felicia an, wie viel glücklicher sie aussieht, als wenn sie mit uns zusammen ist — wir find zu alt für fie."
„Ich verstehe junge Mädchen nicht," sagte Elmar, mit spöttischer Absichtlichkeit, indem er einen Ball mit wuchtigem Schlage ziellos über den Platz sandte. „Johanna scheint es ebensowenig zu verstehen. Ich weiß nicht, was ich mit Felicia thun soll — ich —"
„Laß fie Fred heirathen."
„Sie soll thun, wie fie toiH und heirathen, wen fie will," stieß er hervor, „aber vorerst werde ich daraus acht geben, daß fie ihr eigenes Herz kennt, ehe fie sich zu diesem Schritte entschließt." Er schien noch etwas hinzufetzen zu wollen, aber er hielt inne und schaute Lilian mit jenem unergründlichen Lächeln an, welches dieselbe trotz ihrer langen Bekanntschaft mit ihm, niemals hatte verstehen können, ihr aber stets das Gefühl gab, als lägen verborgene Tiefen in dieser „Mannesseele", welche all' ihre List und Schlauheit nicht entdecken konnte. Heute war dieses Lächeln nur dazu angethan, sie wüthend zu machen auf Felicia.
(Fortsetzung folgt).
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mit dem Kretsblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Der „Sühneprinz".
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Marburg
Freitag, 23. August 1901.
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•nuituu täglich außer an «vertragen nach Eonn- unö Feiertag«.
G-nntagöbrUag,: Jlluftrirtes Sonutagsblatt.
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Marburg, Markt 91. — Televbon to
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Prinz Tschun, der Führer der chinesischen ßühnegesandtschaft, nähert sich seinem Reiseziele.
gachdem er an Bord der „Gera" am Sonntag «ort Said passierte, hat sich gestern der Ber- siner chinesische Gesandte Lie mit zwei Attaches nach Genua begeben, um den Sühneprinzen dort bei der Landung zu empfangen und nach Seilin zu begleiten. Was wir von der Mission
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halten, haben wir ja schon wiederholt gesagt.
Ueber die Persönlichkeit des Prinzen und seiner Begleiter mögen hier folgende Angaben folgen:
Tsaifeng, Prinz von Tschung, der heute ungefähr 29 Jahre zählt, ist ein Sohn Jhuans, Prinzen von Tschun, der in seinen letzten Lebensjahren Kommandeur der Pekinger Mdtruppen war. Dieser Prinz Jhuan war ein jüngerer Bruder des Kaisers Hsiengfeng, dessen Lohn, der Kaiser Tungtschih, nach dreizehnjähriger Regierbng im Jahre 1875 ohne Hinterlassung eigener Kinder gestorben war. Jhuans zweiter Sohn Tsaitien wurde nach Tungtschihs Lode von dem Vater des letzteren, dem Kaiser fiengfeng, adoptirt und unter dem Namen
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angsü auf den Thron gehoben. Daß Kwangsü nicht ein Adoptivsohn Tungtschihs wurde, ist daraus
möglich hält; Prinzen einer jüngeren Generation,
als der, welcher der Kaiser Tungtschih ent- sprossen war, gab es aber im Jahre 1875 nicht;
zu erklären, daß der Chinese nur die Adoption eines Mitgliedes einer jüngeren Generation für
17 । so war die Berufung Kwangsüs auf den Thron IwOCB^f dem Umwege der nachträglichen Adoption ______ 7durch den längst gestorbenen Kaiser Hsiengfeng Haiti 2 ein durch die Verhältnisse gebotener Nothbehelf.
Das ist später auch formell dadurch zum Aus-
geordnete Rolle spielt und auf legalem Wege schwerlich je als Thronfolger des kinderlosen
ragendste Mitglied der Gesandtschaft Tschangyi.
M Kaisers in Frage kommen kann.
Neben dem Prinzen Tschun ist das hervor
druck gebracht worden, daß, als es sich heraus- llte, daß auch Kwangsü nicht der Begründer einer neuen Linie der Tsingdynastie sein würde, zu seinem Nachfolger ausersehene Prinz, Mder einer jetzt vorhandenen jüngeren Generation -- »»gehört, nicht Kwangsüs Adoptivsohn wurde, Isondern der des Kaisers Tungtschih, womit die Fiktion aufrecht erhalten werden foll, daß die gerade Erbfolge der Tsingdynastie wieder herge- stellt ist. Aus alledem folgt, daß, wenn Prinz Tschun auch der leibliche Bruder des Kaisers Kist, er doch seiner Geburt nach nur eine nach-
Machdruck verboten.»
Ihr Vormund.
Original-Roman von Ellen Svala.
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(Fortsetzung.)
„Wie schmeichelhaft für Dich, Elmar," eurmelte Lilian.
„Was für dummes Zeug ist dies wieder? fing das Freifräulein.
„Aber zuerst wünschtest Du es doch, nicht dahr, Felicia?" sagte Elmar, die andern igno- tierend.
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9! „Durchaus nicht," sagte Elmar kurz. „Ich 50*1» , «leide nicht, daß man sich über sie lustig macht S-Eoutü und werde das, was sie sagte, beherzigen. Sie ffuug 2»nd ich werden es eines Tages miteinander Erlegen. Willst Du mir den neuen Tennislatz zeigen, von welchem Deine Tante vorhin wach?"
Felicia sah die beiden durch die hohe Glas-
Ein heißes Roth schoß in Felicia's blasses Besicht, sie richtete sich auf und sah ihm furcht- g*Io8 in die Augen:
90E „Ja, zuerst wünschte ich es, denn ich dachte ®it, daß mein eigentliches Heim bei meinem Vormunde sei," sagte fie einfach. „Ich wollte, ich hätte ein wirkliches Heim wie andere Menschen, l»v man mich liebte und gut zu mir wäre, öann würde ich Dir nicht zur Last fallen."
„Ah! Wie rührend!" spottete Lilian mit « höhnischem, hartem Tone ihrer vorher noch so 91 Ichmeichelnd weichen Stimme.
„Wie dumm und lächerlich!" rief das Frei- ftäulein und ihre Augenbrauen zogen sich drohend iusammen.