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Marburg
N 196
D-nnerk-8 22 August 1901.
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Nur nicht viel reden!
In der Sozialdemokratie scheint die Eintracht manches zu wünschen übrig zu lassen. Schon die rechtzeitig unterdrückten programmwidrigen Seitensprünge der „Genossen" Hutmacher Heine und Bruno Poesch konnten als ein Zeichen dafür gelten, daß die vielgerühmte Einmüthigkeit der Sozialdemokratie nach Außen nur noch durch die Anwendung strenger „Zuchtmittel" aufrecht erhalten werden kann. Die Einrichtung geschloffener Sitzungen des Parteitags beweist ebenfalls, daß die sozialdemokratische Parteileitung diesmal noch ärgere Zänkereien unter den Delegierten befürchtet, als sie bisher stets zu beobachten waren.
Nun aber giebt die sozialdemokratische Parteileitung in einer Frage, in der man ebenfalls in den Kreisen der „Genoffen" durchaus nicht einig ist, die Parole aus: „nur nicht viel reden!" Im „Vorwärts" wird nämlich aus Anlaß der Forderung verschiedener Parteiblätter, daß in Lübeck auch über die Frage der Zoll- und Handelsvertragspolitik diskutirt werden solle, geschrieben:
viel sür etwas anderes — aber sage mir, wirst Du diesmal länger hierbleiben?"
Sie öffnete ihren großen Fächer und ihn gegen ihr Antlitz haltend, sah sie ihn an mit Augen voll unverhüllter Aufforderung.
„Bestimmte Pläne habe ich nicht, aber ich denke, ich werde länger bleiben. Ich habe eine Menge Sachen in Ordnung zu bringen, ganz besonders aber eine, die ich durchaus nicht verstehe und welche ich ergründen will und werde."
„Und Du willst Schloß Rhenen endlich der Geselligkeit öffnen?" Ein triumphirender Ausdruck erschien blitzschnell in Lilians tiefbraunen Augen — dann senkten sie sich wieder.
„Das weiß ich noch nicht", antwortete er in nachlässigem Tone, „ich mache mir nichts aus Geselligkeit, und da ich allein bin — —"
„Du brauchst nicht allein zu sein, Elmar!"
Wie sanft und schmeichelnd das klang! Felicia wünschte, sie könnte Muth fassen und davonlaufen, oder Fred möchte zurückkommen. Es erschien ihr merkwürdig, daß zwei Liebende sich in solcher Weise begegnen sollten.
„Rein — — ich habe auch nicht die Absicht, es zu sein!" hörte sie Elmar in entschiedenem Tone sagen. „Man kann nie wissen, was kommt. Zuletzt eutpuppe ich mich noch als nachahmenswerthes Beispiel eines Gutsbesitzers, werde ein Segen für die Umgegend und wachse fest auf meinen Kartoffelsäcken."
Elmar erschien diese Umwandlung seines eigenen Selbst so komisch, daß er laut auflachte und Lilian ihn erstaunt und verblüfft betrachtete. Sie verstand ihn nicht.
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Umschau.
Die Thätigkeit der deutschen Gewerbegerichte im Jahre 1900.
* Bis Ende des vergangenen Jahres haben wir es in Deutschland auf nicht weniger als 316 Gewerbegerichte gebracht, inzwischen ist die Zahl aber bereits wiederum gewachsen. Die Zahl der an den Gewerbegerichten im Jahre 1900 anhängig gemachten Klagen beträgt 81164. Seit 1896 hat sich die Zahl der -Klagen von Arbeitern gegen Arbeitgeber um 19,4 Prozent
vermehrt, dagegen ist die Inanspruchnahme der Gewerbegerichte durch die Arbeitgeber um 55,8 Prozent gestiegen; während 1896 nur in 7,5 Prozent aller Streitigkeiten Arbeitgeber als Kläger auftraten, find 1900 9,5 Proz. Klagen von Arbeitgebern gegen Arbeiter angestrengt. Die Arbeitgeber beginnen sich alfo mit dem Institut mehr und mehr zu befreunden. Der Streitwerth der anhängigen Klagen betrug ebenso wie 1896 in der Hälfte der Fälle unter 20 Mk. Der Antheil der Klagen mit einem Streitwerth über 100 Mk. ist von 4,5 auf 5,3 Proz. gestiegen. Die Erledigung der Streitigkeiten ist die gleiche schleunige geblieben wie 1896, in beiden Jahren wurden 57 Proz. aller Prozesse in weniger als einer Woche erledigt. Nur 18,6 Proz. (1895: 17,6) bedurften längerer Zeit als zwei Wochen zur Erledigung. Zu einem Endurtheil einschließlich Versäumnißurtheil kam es in 26,5 Proz. aller Fälle (1896: 28,9). Die einigende Thätigkeit der Gewerbegerichte steht sonach in erster Linie. Trotz Vermehrung der Prozeffe mit berufungsfähigem Objekt von 2948 auf 4313 ist nur in 267 Fällen (1896: 272) Berufung eingelegt worden. In fortschreitender Entwickelung ist auch die einigungsamtliche Thätigkeit der Gewerbegerichte. Es sind 80 Anrufungen, 28 Vereinbarungen zu verzeichnen, gegen 42 und 18 im Jahre 1896. Auch die Zahl der Unterwerfungen und Schiedssprüche hat sich vermehrt.
Biertessckhrlicher Bezugspreis: bei der Expedition 9 Mk-, Id eien PastÄntern SJ» 9K. (e$cL Bestellst).
Das Ausland und die deutschen Getreidezölle.
Die Freihändler suchen gegen die Getreide- ^ollerhöhung vornehmlich durch zwei Einwände zu agitieren. Sie geben einmal vor, durch den vollen Betrag werde das „Brot der Armen" verteuert; dann aber behaupten sie, das Ausland Verde sich die erhöhten Zölle nicht gefallen lassen können. Eine Behauptung aber schließt die andere aus; denn wenn das deutsche Inland die Zölle in vollem Betrage auf sich nehmen müßte, sv würde das Ausland gar kein Interesse daran haben, wie hoch bei uns die Zölle sind. Die „Freisinnige Zeitung" hat nun, vor die Auskunft über dies Dilemma gestellt, folgende Ausrede zurecht gemacht:
„Die Preissteigerung infolge einer Zollerhöhung vermindert zunächst den Verbrauch des betreffenden Artikels und dann auch die Ausfuhrmenge: soweit die künstliche Preissteigerung zu einer erhöhten Produktion desselben Artikels im Jnlande hintreibt, vermindert sie noch weiter die Möglichkeit eines Absatzes seitens des Auslandes." —
Von dem Zugeständnisse, daß die Erhöhung der Getreidezölle zu einer erhöhten Getreideproduktion bei uns führen würde, nehmen wir gern Kenntniß, da die Freihändler einen solchen Erfolg bis jetzt stets geleugnet haben; doch ist die Einwirkung dieses Zukunstsfaktors auf das Ausland sicherlich gering. Was nun die Verminderung des Gebrauchs und damit die Ausfuhrmenge des Getreides in Folge der Zollerhöhungen betrifft, so bringt die „Schlesische Zeitung" folgende statistischen Angaben, aus denen die Haltlosigkeit dieser Behauptung hervorgeht :
„Der deutsche Roggen- und Weizenzoll betrug in den Jahren 1885/86 3 Mk., in den Jahren 1887/90 5 Mk., seit 1891 3,50 Mk. für ben Doppelzentner: der Handelsvertrag mit Rußland kam 1894 zu Stande, nachdem 1892/94 ein Zollkrieg vorausgegangen war. Wie gestaltete sich nun die Roggen- und Weizeneinfuhr aus Rußland nach Deutschland seit 1885 ? Die russische Roggeneinfuhr nach Deutschland betrug (in Tausenden Mtr.-Ztr.) 1885: 4212, 1886; 3294, 1887: 4168, 1888: 4708, 1889: 9202, 1890: 7505, 1891: 6190. 1892/93 erfolgte ein Rückgang auf 1234, bezw. 959 Tausend Meterzentner. Seit 1894, also seit der Zollermäßigung auf 3,50 Mk., erhob sich die russische Roggeneinfuhr bis zu 8420 Tausend Meterzentnern im Jahre 1895; seitdem aber ist sie ständig gesunken, wie die Einfuhrzahlen 7880, 6107, 6113, 4604 Tausend Meterzentner für die Jahre 1896 99
12 (Nachdruck verboten.)
Ihr B»rm»«d.
Original-Roman von Ellen Svala.
(Fortsetzung.)
Das junge Mädchen hatte ihren Nachbar ob seiner Zögerung angstvoll angesehen, jetzt warf sie einen Blick um sich und das Erste, worauf ihre Augen fielen, war Elmar's hohe Gestalt, welche mitten in der Thüre stand. Felicia wurde glühend roth und sah weg, dabei sehr unmotivirt ärgerlich werdend. Fred's Antwort traf taube Ohren. Wozu auch irgend jemandens Meinung fragen, wenn fie selber nur zu genau wußte, wie unausstehlich er war?
Fred bat, Thee und Kuchen holen zu dürfen l und eilte davon; so konnte fie denn, wieder allein, nichts besseres thun, als die Begegnung zwischen Elmar und Lilian zu beobachten.
Lilian stand ganz in ihrer Nähe und sprach wit jemand. Der große gelbe Federfächer floppte mit einem Ruck zusammen, als seiner Trägerin Augen der vornehmen Mannesgestalt Elmar's folgte, welche fich vor Frau von Dahlen verneigte und eine Weile vor ihr stehen blieb. Dabei belebte fich ihr Gesicht mit einem Etwas, was man für Leidenschaft hätte halten können und das gerade noch gefehlt hatte, um ihr wunderschönes Gesicht tadellos vollkommen zu machen. Die rothen Lippen öffneten fich zu einem gewinnenden Lächeln und ihr Atem ging schneller. „Wie fie ihn liebt", sagte fich Felicia.
Elmar indessen ging gelassen von einer Gruppe zur andern, ohne sich Lilian zu nähern und Felicia sah ganz deutlich, wie sich die weiße
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beweisen. In dem fraglichen Zeiträume ist also die russische Roggenausfuhr nach Deutschland am größten unter dem 5 Mark-Zoll gewesen. Die Einfuhrzahl des Jahres 1889 ist weder unter dem 3 Mark- noch unter dem 3,50 Mark-Zoll erreicht worden.
Beim Weizen lauten für die Jahre 1885/1891 die Einfuhrzahlen in Tausenden Meterzentner: 3232, 1418, 2559, 1540, 3012, 3078, 5152. Der Zollkrieg brachte für die Jahre 1892/93 einen Rückschlag, der sich in den Zahlen 2573 bezw. 216 spiegelt. In den Jahren 1894/99 betrug die russische Weizeneinfuhr aus Rußland nach Deutschland: 5806, 6782, 8519, 7519, 7755, 3324 Tausend Meterzentner. Wie beim Roggen, zeigt fich mithin auch beim Weizen, daß unter der Herrschaft desselben Zollsatzes sehr große Schwankungen stattfinden und daß in Jahren mit höheren Zöllen mehr Weizen aus Rußland nach Deutschland exportirt wurde, als in Jahren mit niedrigeren Zollsätzen. In letzterer Hinsicht ist das Jahr 1891 mit 5152 Tausend Meterzentnern unter dem 5 Mark Zoll gegenüber zu stellen dem Jahre 1899 mit 3324 Tausend Meterzentnern unter dem 3,50 Mark- Zoll."
Professor von Juraschek, dessen Tabellen die vorstehenden Zahlenangaben entnommen sind, führt mit vollem Rechte die Schwankungen der russischen Ausfuhr auf die schwankenden Ernteerträge zurück; diese und nicht die Verschiedenheit der Zölle, von eigentlichen Kampfzöllen natürlich abgesehen, sind es, welche, zusammen mit dem Ernteerträge Deutschlands, den Absatz Rußlands maßgebend beeinflussen. Nun möge die Freihandelspresse sich nach einer anderen Ausrede umsehen, um die Behauptung zu begründen, daß das Ausland ein wesentliches Interesse an der Höhe unserer Getreidezollsätze habe, wenn das Inland — wie man beharrlich den „bedrückten Arbeitern" vorredet — wirklich den vollen Zoll tragen muß. c.
Stirn in ärgerliche Falten zog. Merkwürdig, daß er fie so gleichgültig behandeln konnte.
Aha! Jetzt kam er! — — —
„So bist Du also wieder zurückgekommen, Elmar?" Lilian's Stimme klang weich und tief, und trotzdem die Schleppe ihres Kleides zu Felicias Füßen lag, hatte dieselbe doch Mühe, die Worte zu verstehen.
„Jawohl, wie der böse Pfennig, aber ich dachte, daß, wenn ich jetzt nicht zurückkäme, Ihr mich alle vergessen haben würdet."
Lilian Dahlen sah zu ihm auf, halb zurückweisend halb bittend und einen Augenblick lang wurzelten ihre Blicke ineinander. Ein schöneres Paar konnte wohl weit und breit nicht mehr gefunden werden, dann aber senkte Lilian ihre Wimpern vor dem kühlen, ruhigen Blicke der tiefblauen Männeraugen.
„Würde Dir das überhaupt etwas ausmachen, wenn wir Dich vergäßen, Elmar?"
„Was für eine Frage, Lilian," war die leidenschaftslose Antwort.
„Machst Du Dir überhaupt etwas aus irgend Jemanden oder irgend Etwas, Elmar?" fragte fie ungeduldig. „Du weißt sehr wohl, daß Du niemals vergessen werden würdest, daß Johanna sich nach Dir sehnt, daß jeder froh ist, Dich wiederzusehen, und daß ich — daß alle wünschen, Du mögest endlich hier festen Fuß fassen."
Sehr freundlich von Dir, daß Du einen Gedanken für einen abwesenden Freund hast, während die ganze Umgegend fich bemüht, ihn Deinem Gedächtniß zu entreißen," sagte Elmar mit übertriebener Galanterie.
„Soviel für die Umgegend," lachte Lilian, indem fie die Finger schnippte, „und genau so
„Die Partei ist in voller Aktion in der Bekämpfung des von den Agrariern geplanten Beutezugs. Dem Paeteitag kann deshalb nur noch die Aufgabe aufallen, durch einmüthige Annahme einer vorzulegenden diesbezüglichen Resolution demonstrativ den Gesammtparteiwillen zum Ausdruck zu bringen. Je weniger bei dieser Gelegenheit geredet wird, um so wirkungsvoller wird der Eindruck der Demonstration sein. Genosse Bebel hat die dem Parteitag dorzulegende Resolution vorbereitet und wird dieselbe auch in Lübeck begründen."
Also: nur stille, damit den „Genossen" Bebel und Singer in dieser für die Arbeiter wichtigen Frage freie Hand bleibe! Die „oberste Instanz" der Sozialdemokratie spielt dem Parteivorstande gegenüber in der That eine
„Wirklich," sagte fie, nur um etwas zu sagen.
„Du wirst noch sehen!" erwiederte er, ernsthafter werdend — „einstweilen ist das Kind da, auf welches acht gegeben werden muß.
„Kind? Was für ein Kind?" fragte Lilian in Hellem Wunder und fügte dann, das Wort verstehend spöttisch hinzu: „Oh! Natürlich! Wie unbequem für Dich, mit diesem einfältigen Schulmädchen belastet zu sein — ein halbwüchsiges, selbstwilliges Ding! Johanna sagte" — — — — — „daß fie nicht begreife, warum man fie nach Villa Schneehauch hätte kommen lassen, fie wollte mit Dir zusammen wohnen und Dir die Haushaltung führen."
Elmar von Rhenen's Augen blickten über Lilian von Dahlens Schulter geradeaus auf das schmale zorngeröthete Gesichtchen Felicias und die entrüsteten Blicke, welche den seinen begegneten.
„Möchtest Du lieber nach Schloß Rhenen kommen und mir den Haushalt führen, Felicia?" fragte er lachend und auf sein Mündel zukommend, während Lilian zusammenschrack und sich auf ihre Lippen biß.
„Ich wußte nicht, daß sie da sei," murmelte fie betroffen.
Felicia sah von einem zum andern, und dann auf Johanna von Rhenen, welche fich der Gruppe genähert und ihres Bruders letzte Worte gehört hatte.
„O nein — — ich danke," erwiderte sie dann hastig. „Natürlich habe ich nicht gewußt, wie die Verhältnisse liegen und jetzt wünsche ich es überhaupt nicht mehr."
(Fortsetzung folgt).
Zum Zolltarif-Entwurf.
Freihäudlerische Logik. Nach der Mittheilung eines schlesischen Exporteurs von Chamottenmörtel hätte die ruffische Zollbehörde willkürliche Erhöhung des Zolles eintreten lassen. Wir gehen auf die näheren Details nicht ein. Uns interesfirt vielmehr die Bemerkung die das „Berl. Tagebl." dazu macht: „Den Mehrzoll mußte natürlich der deutsche Exporteur tragen, da der russische Käufer ihn dem ausländischen Absender von der Kaufsumme abzieht." Dies Verfahren scheint, nach der Ansicht des „Berl. Tagebl.", immer nur bei nicht deut sch en Geschäftsleuten „natürlich" zu sein. In Deutschland verfährt man ganz anders. Wenn der Roggenzoll erhöht werden foll, so würde das „Berl. Tagebl." etwa so schreiben: „Den Mehrzoll muß natürlich der deutsche Käufer tragen, da der ausländische Exporteur fich einen Abzug an der Kaufsumme nicht gefallen lassen wird." In unserer freihäadlerischen Presse gehts bald so, bald so mit der Logik. Aber immer ist der Ausländer der kluge und verdienende; der Deutsche der dumme und verlierende. Bald heißt es: „Rußland kann sich, und darin stimmen wir rhm zu, eine Erhöhung des Roggenzolls nicht gefallen laffen, denn dieser belastet seine Landwirthschaft und seinen Getreideexport", bald behauptet man in demselben Athemzug, daß Deutschland den Zoll allein zu tragen habe, und jammert mit dem Ausland nm die Wette.
Weuiger schwor; als manche ihrer Kolleginnen sieht die Solinger Handelskammer in die Zukunft. In einer einstimmig gefaßten Erklärung begrüßt fie die Veröffentlichung des Entwurfes vom 26. Juli fteudig. Die Kammer erklärt fich gründ- sätzlich bereit, einer mäßigen Erhöhung der geltenden vertragsmäßigen Getreidezollsätze insoweit zuzustimmen, als dadurch die Fortführung der bewährten Handelsvertragspolitik nicht erschwert oder gar unmöglich gemacht wird. Andererseits aber spricht fie sich entschieden gegen die vorgesehene Bindung der wichtigsten landwirthschastlichen Zölle durch etne gesetzliche Mindestgrenze aus, weil sie dadurch der Abschluß brauchbarer und langfristiger Handelsverträge gefährdet glaubt.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen.
Souutagdbeilage: JllustrirteS SouutagSblott. Qß
Druck ul Beitag: J-h. Ang. «och, UuiveifitSä»whdmtckml OO.
Marburg, Markt 91. — Televbon 55
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