Marburg
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*—“*• S-M-btlld 17. August 1901
Die Bedeutung der Schutzzölle.
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gilt von der Landwirthschaft genau so wie von der Industrie. Die Frage des Schutzzolls ist eben nach anderen, größeren Gesichtspunkten zu betrachten, und es wäre Wünschenswerth, wenn die einsichtige Presse sich endlich loslöste von der Schlagwortpolitik und sich die Mühe geben möchte, die gegenwärtigen Zollfragen leiden- schaftslotz und rein sachlich zu beurtheilen. Damit allein kann das Gesammtinteresse gewahrt und gefördert werden. -a.
Dies war genug, um Felicia's ganzen Widerstand heraufzubeschwören. —--Gut
— — — mochte er es wissen, wie sie über ihn dachte, dann brauchte sie es ihm nicht erst zu sagen.
„Ah!" sagte sie kalt, „ich wußte nicht, daß Sie da seien."
Er zuckte die Achseln. „Der Horcher an der Wand — Sie kennen ja das Sprichwort, Fräulein Braunau!"
„Sie — — sind Herr von Rhenen?"
„Ich bin Elmar von Rhenen,"
„Und mein Vormund?"
„Ich habe die Ehre,"
„Oh! sagte Felicia enttäuscht und offenherzig. „Sie sind ja gar nicht alt!"
„Ah! Fräulein Braunau, dies ist eine Sache welche die Zeit schnell genug ändern wird, es mir leid, daß ich Sie enttäuscht habe."
Er sprach immer noch in demselben Ton spöttischer Unterwürfigkeit, den er gleich von Anfang an angeschlagen hatte, und der Felicia nur in ihrer Ansicht über seine Widerwärtigkeiten bestärkte.
„Mir macht es nichts aus — es ist. nur beffer für Sie, entgegnete Felicia.
Er lächelte, und die Stufen herunterkommend sagte er in leicht verändertem Tone:
„Also, Sie haben sich über mich zu beklagen, Fräulein Braunau?"
„Ich glaube nicht mehr nöthig zu haben, dies zu bestätigen, feit Sie Zeuge des Vorhergegangenen waren," erwiderte Felicia ruhig, sich würdevoll in die Höhe richtend.
„Auch ich habe mich zu beklagen, mein Fräulein! Wie kommen Sie dazu, meines Hundes
Liebe von mir weg und für sich in Anspruch zu nehmen? Vetter Fritz sagt mir, daß Mars Ihnen auf Schritt und Tritt folgt."
„Er will ja nicht sortgehen."
„Aha! Also verschwendet er seine Gefühle?
Felicia, welche trotz ihrer Abneigung gegen den Vormund es nicht über das Herz brachte, sich von Mars zu trennen, schüttelte den Kopf und sagte dann unsicher: „Nein — o nein — aber bitte, lassen Sie ihn nicht todtschießen oder vergiften."
Elmar legte seine Hand schmeichelnd auf den Kopf der schönen Tieres, welches erst unentschlossen zwischen Felicia auf und abspaziert war, sich aber dann seinem Herrn zu Füßen gelegt hatte.
„Todtschießen — vergiften? — niemals! Wie kommen Sie dazu?"
„Fräulein von Dahlen sagte so."
Elmar von Rhenen runzelte die Stirn, aber er sagte nichts.
„Wäre es nicht beffer, Elmar, Du gingest jetzt nach der Villa, um Johanna zu sehen?" unterbrach Onkel Fritz die Stille. „Sie wird so ungehalten sein, wenn Du sie warten läßt! Du weißt, wie sie an Dir hängt."
Onkel Fritz war während des Gespräches zwischen Elmar und Felicia in unbehaglichster Stimmung auf und abgegangen, jetzt lag wieder der alte sonnige Ausdruck auf seinem guten Antlitz, der sich noch vertiefte, wenn seine Augen auf den Vetter fielen.
„Bewahre," sagte Elmar ruhig, „dazu ist noch Zeit. Werden wir nicht zu einer Tasse Studio-Kaffee und Vanille Waffel eingeladen?
Felicia, welcher seit ihrem Aufenthalt in
Villa Schneehauch die Aufgabe zu Theil geworden war, jeden Mittag für Onkel Fritz den Kaffee zu bereiten, und welche diese Zeit als die glücklichste des Tages ansah, wandte sich zum Gehen. Nichts würde sie dazu bewegen, es auch für ihren Vormund zu thun, ein paar liebenswürdige Worte konnten Jahre der Vernachläffia- ung nicht auswischen. Er mußte mit unnahbarer Kälte behandelt, es mußte ihm gezeigt werden, daß seine Gesellschaft nicht erwünscht sei, oder wenn ihr gar nicht auszuweichen war, nur ertragen wurde.
Ich muß nach der Villa zurück," sagte sie.
Dann begleite ich Sie."
Stillschweigend schritten die beiden nebeneinander her und während Felicia geradeaus vor sich hinsah, beobachtete ihr Begleiter fie von der Seite. Mit einem Blick überflog er die zarte, kindliche Gestalt in dem einfachen Sommerlleide, das schmale Gesicht, die langen gebogenen Augenwimpern und den halb stolzen, halb trotzigen Schwung der Lippen. Dann blieb er plötzlich stehen: „Mso Sie sind Felicia Braunau!" sagte er und einem andern, weniger voreingenommenen Beobachter wäre der Ton der Stimme weich und gütig vorgekommen. „Da wir nun eigentlich Bruder und Schwester, wenn auch nicht im gewöhnlichen Sinne des Wortes find, und ich außerdem die Stelle eines Vormundes bekleide, so werde ich fortan Felicia und „Du" sagen und ich bin nicht Herr von Rhenen, sondern Elmar. Ich entnehme dem, was Du soeben gesagt und was Vetter Fritz mir erzählt hat, daß Du mich für einen sehr nachlässigen und gleichgiltigen Vormund hälft. (Fortsetzung folgt).
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Ihr Vormund.
Original-Roman von Ellen Svala.
(Fortsetzung.)
Und mit diesen Worten nahm fie Onkel Fritz bei beiden Schultern und zog ihn übermüthig mit sich im Kreise herum. Aber plötzlich hielt sie stille. Es stand jemand in der Thüre des Pavillons und sah ihr xzu, und während fie erstaunt und erschreckt den alten Herrn losließ, wandte dieser fich um und rief mit vor Lachen heiserer Stimme: „Zu Hilfe, Elmar, zu Hilfe, oder diese junge Dame tanzt mit mir durch den Garten und zum Thore hinaus wie die Schuhe im Märchen."
Felicia hatte in diesem Augenblicke nur einen Wunsch, nämlich den, daß die Erde fich öffnen und fie verschlingen möge. Die Wahrnehmung, daß ihr Vormund, „der alte, pflicht- dergeffene, unausstehliche Brummbär", ein großer, schlanker, gebietend aussehender Mann don ungefähr 35 Jahren war und daß er alles mit angehört hatte, trug auch nicht dazu bei, das Unbehagliche der Situation zu mildern. Aber dann warf fie mit wiedergekehrter Kampflust den Kopf zurück und blickte dem ruhig Dastehenden fest entgegen
Es war ein wettergebräundes, schönes Antlitz von stolzem, doch angenehmem Ausdrucke, aber es lagen Linien in diesem Antlitz, welche don unbeugsamem Willen deutlich genug sprachen. Augenbicklich schwebte ein ironisches Lächeln um seinen Mund und die Augen blickten aus's Höchste amüsiert.
«tarteltLhrlicher vezugspr t» bei der Expedition S ML, bei et* «afttatan ML fad. BefteOe*).
das Getreide das Brod für den Brodeffer in Wirllichkeit vertheuert wird, eine sehr umstrittene. Die bisherige Erfahrung unterstützt diese Behauptung keineswegs. Wäre es richtig, daß der Getreidezoll das Brod vertheuert, dann müßte doch naturgemäß auch die Herabsetzung des Zolls das Brod verbilligen. Wie liegt nun aber die Sache? Statistische Untersuchungen zeigen, daß keineswegs bei der Ermäßigung des Getreidezolls im Jahre 1894 der Brodpreis gesunken ist, rm Gegentheil:er wurde höher. Damit aber fällt auch das Geschrei der Freihändler über den Brodwucher als haltlos in sich zusammen.
Jntereffant ist übrigens, daß die Freihändler im Jahre 1894, als der deutsch-russische Handelsvertrag auf der Tagesordnung stand, ganz gegenteiliger Ansicht waren. Vor uns liegen die stenographischen Berichte der Verhandlungen des Reichstags über den deutsch - russischen Handelsvertrag. Am 26. Februar des Jahres 1894 fand die erste Lesung dieses Entwurfs im Reichstage statt. Nach einer einleitenden Rede des Grafen v. Mirbach, der den Handelsvertrag wegen der Herabsetzung des Zolles von 5 Mk. auf 3,50 Mk. bekämpfte, weil er darin den Ruin der Landwirthschaft erblicken zu muffen glaubte, nahm der damalige Staatssekretär des Auswärtigen Frhrn. v. Marschall das Wort zur Vertheidigung des Vortrages im allgemeinen und der Herabsetzung des Getreidezolls auf 3,50 Mk. im besonderen. Seine von fortgesetztem Beifall der Linken begleiteten Ausführungen gipfelten darin, daß die Herabsetzung des Zolles auf 3,50 Mk. keineswegs eine ruinöse Verminderung des Getreidepreises und keineswegs eine Ueberschwemmung Deutschlands mit russischem Getreide zur Folge haben werde. Der Preis des Getreides, so führte der Staatssekretär wiederum unter dem Beifall der Linken aus, regelt fich nicht auf nationaler Grundlage, der Getreidehandel unterliegt vielmehr dem Weltmarktpreise. Deutschland sei unabhängig vom Auslande, es habe in der Regel seinen Bedarf an Getreide selbst produzirt, sodaß Rußland gar kein Interesse daran habe, Getreide nach Deutschland zu bringen. Damals vertrat Herr v. Marschall mit dem Chor der Freihändler also die Ansicht, daß die Herabsetzung des Zolles nicht ohne weiteres eine Herabsetzung des Getreidepreises zur Folge habe.
Nicht um das Brod zu vertheuern, hat man Zölle eingeführt, sondern um die nationale Produktion zu stärken und fie in den Stand zu setzen, den Bedarf des Inlandes zu decken. Das
Umschau.
Dem Reichstage
soll sofort nach seinem Wiederzusammentritt — wie die Münchener „Allgemeine Zeitung" berichtet — der Zolltarifentwurf zugehen; alle sonstigen gesetzgeberischen Arbeiten sollen zurrück- gehalten werden, damit die Volksvertretung ihre ganze Kraft auf die Durchberathung jenes Entwurfs konzentriren könne. Es liegt nun aber, außer dem Etat, der ja immer die meiste Zeit der ReichstagSsesfion in Anspruch zu nehmen pflegt, noch eine ganze Menge von unerledigtem Arbeitsstoff vor, da der Reichstag bekanntlich nicht geschlossen, sondern bis zum 26. November vertagt ist. Verschiedene der Zolltarifrevifion feindliche Blätter arbeiten jetzt schon auf eine Verhinderung der Zolltarifserledigung durch Obstruktion hin. Die „National - Zeitung" rechnet schon mit aller Bestimmtheit auf tausend und mehr Abstimmungen, für welche die Anwesenheit der Mehrheit verlangt werden würde. Wir können getrost abwarten, ob die Verfechter des parlamentarischen Prinzips demselben auf diese Weise den Todesstoß zu versetzen geneigt sein werden. Dadurch würde die Vergewaltigung der Mehrheit durch die Minderheit zum Grundsatz erhoben und der ganze Parlamentarismus ad absurdum geführt, c.
Die zweite Lehrerprüfung.
Als erstes amtliches Ergebnis der vor einigen Monaten im Kultusministerium abgehaltenen Konferenz über die Lehrerbildung wird soeben ein Erlaß des Kultusministers bekannt, worin sehr wesentliche neueBestimmungen über die zweite Lehrerprüfung, die Prüfung der Lehrer an Mittelschulen und die Prüfung der Rektoren gegeben werden. Diese neuen Prüfungsordnungen treten, soweit die 2. Lehrerprüfung in Betracht kommt, schon am 1. Januar und für die übrigen Prüfungen am 1. April 1902 in Kraft. Die bezüglichen bisherigen Prüfungsordnungen, enthalten in den vom Minister Dr.
Zum Zolltarif-Entwurf.
ttelet le« HaadelSvertragsverei» fällt die „Freisinnige Zeitung" folgendes bemerkenswerthes Urtheil. Vom Handelsverlragsoerein ist nichts irgend Erhebliches zu erwarten. Leine Leiter verstehen nichts von politischer Agitation und die angeworbenen Kräfte find unter dem Durch- schnitt. Der Werth der Druckfachen des Vereins ist ganz erheblich. . . . Wir können nur davor warnen, dem Handelsvertragsverein weitere Gelder zuzuführen. Derselbe ist schon nicht im Stande, die vorhandenen Geldmittel entsprechend zu verwenden." - Nicht übel!
Als die Reichsregierung sich Ende vorigen ; Monats dazu entschloß, die dem Bundesrath zuff gegangenen Entwürfe eines Zolltarifs und Zolltarifgesetzes zu veröffentlichen, soll fie von der Absicht geleitet worden sein, der öffentlichen Meinung, den politischen Parteien, den verschiedenen Jnteressentengruppen und auch der Presse Gelegenheit zu geben, sich mit den Entwürfen ausführlicher zu beschäftigen und Stell- f ung dazu zu nehmen. Die Regierung mag gehofft haben, daß sich aus dem Für und Wider der Erörterungen über die Höhe der verschiedenen Zölle ein klares Urtheil werde gewinnen 1 kaffen. Diese Rechnung hat jedoch insofern einen Fehler, als die Regierung die unwahre Art außer Betracht gelassen hat, mit der ein großer Xbeil der Presse politische Tagesfragen behandelt. Man wägt nicht sachlich Gründe und Gegengründe ab, bemüht sich nicht, in die Materien kinzudringtn, um zu einem abschließenden Urtheil zu gelangen, man geht vielmehr von vornherein mit einem bestimmten Parteistandpunkt an die Sache heran und redet aus's Blaue hinein, um die Masse zu verhetzen, ganz unbekümmert darum, ob man die Wahrheit oder Unwahrheit
Falk unter dem 15. Oktober 1872 erlassenen „Allgemeinen Bestimmungen", werden ausgehoben. Betreffend die zweite Lehrerprüfung sind die wesentlichen Neuerungen folgende:
Das Militärdienstjahr bleibt für die Zeit, in der die Prüfung abzulegen ist, außer Berechnung. Die bisher mit der Meldung zur Pimfuna einzureichende schriftliche Arbeit über ein pädagogisches Thema fällt weg, ebenso die bisher besonders geforderte Probeschrist und Probezelchnung. Dem Meldeschreiben ist eine Angabe beizulegen, in welchem Fache der Bewerber fich besonders weitergebildet, und mit welchem pädagogischen Werke er sich eingehender beschäftigt hat. Der Kreisschulinspektor hat der Meldung einen Bericht darüber anzuschließen, welche Schulstellen der Bewerber verwaltet, m welchen Klaffen und in welchen Fächern er unterrichtet, und wie der Lehrer fich nach Maßgabe der Revifionen im Schuldienst bewährt hat. Wird die Zulassung zur Prüfung untersagt, so sind dem betr. Lehrer die Gründe hierfür zu eröffnen. Das Provinzialschulkollegium bestimmt unter möglichster Berücksichtigung der ausgesprochenen Wünsche das Seminar, an welchem die Prüfung abzulegen ist. Besonders betont wird, daß die Prüfung nicht den Zweck hat, fettzustellen, ob die Bewerber das in der Entlassungs-Prüfung nachgewiesene Wiffen in den verschiedenen Lehrfächern noch besitzen, sondern es ist ihre Aufgabe, die Tüchtigkeit des zu prüfenden Lehrers für die Verwaltung eines Schulamtes zu ermitteln Während der schriftlichen Prüfung ist statt der bisherigen drei Klausurarbeiten nur eine solche über ein pädagogisches Thema innerhalb 4 Stunden anzufertigen. Die Aufgabe für die abzulegende Lehrprobe ist unter thunlichster Berücksichtigung der Klassen uni Fächer, in denen der Lehrer bisher unterrichtet hat, zu stellen. Bei zweifelhaften Ergebnissen, oder wenn der Ausfall der Lehrprobe im Widerspruch steht zu dem günstigen Zeugniffe über die unterrichtlichen Leistungen des Bewerbers, kann die Prüfungskommission eine zweite Lehrprobe aufgeben. Während der mündlichen Prüfung ist einzugehen auf die Geschichte des Unterrichts, auf die Unterrichts- und Erziehungslehre und auf die Schulpraxis, besonders auch auf die im Bezirk geltenden Schulordnungen. Aus das positive Wiffen ist nur näher einzugehen, wenn der Gang der Prüfung hierzu befände»s Anlaß giebt. In das auf Grund der bestandenen Prüfung ertheilte Zeugniß der Befähigung zur endgiltigen Anstellung als Lehrer im Volksschuldienst find die in den einzelnen Prüfungs Gegenständen erlangten Prädikate nicht aufzunehmen; sie dürfen ihm aber in besonderer Anlage beigefügt werden. Eine Wiederholung der Prüfung ist frühestens nach Ablauf eines halben Jahres gestattet.
redet. Der Freihandel will nun einmal grundsätzlich die Beseitigung sämmtlicher Zollgrenzen, er dient lediglich dem internationalen Handel und fragt nicht danach, welche Wunden er damit der Landwirthschaft und dem gejammten Mittelstände schlägt, er bekämpft unter allen Umständen den Zoll, ganz unbekümmert darum, ob die von ihm geltend gemachten Gründe zutreffend find oder nicht. Die Sozialdemokratie will keinen Zoll, weil ein gesundes Wirthschasts- leben ihren Zielen eine unüberbrückbare Schranke bilden würde, ihr ist deshalb jedes Mittel recht, der Bevölkerung über die Bedeutung der Schutzzölle die Köpfe zu verdrehen. Bei einer solchen Preßkampagne, der die Regierung völlig theil- nahmlos zuschaut, mnß die Veröffentlichung der erwähnten Entwürfe ihren Zweck verfehlen, muß das Volk irregeführt werden, sodaß es nicht mehr weiß, auf welche Seite es sich in dieser Frage stellen soll.
Eins der beliebtesten Kampfmittel, deren fich der Freihandel bedient, ist die Behauptung, der Zoll vertheuere das Brod des armen Mannes. Man untersucht gar nicht mehr ob dieser Satz richtig ist, man unterstellt ohne weiteres die Richtigkeit desselben und baut darauf nun die Hetze gegen Brodwucherer, Brodvertheuerer und bergt Unseres Erachtens ist die Frage, ob durch
Erscheint täglich außer en Werktagen nach Eomr- und Feiertagen.
Sonntagsbeilage: JllustrirteS Sonntagsblatt. cynK
Druck und «erlag: Joh. Ang. Sach, Universitäts-Buchdrucker« Marburg, Markt 91. — Telephon R5
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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhain.