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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.

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Arbeitsgelegenheit und für eine fernere Steigerung der schon in den letzten zwei Jahrzehnten enorm gestiegenen Arbeitslöhne aufgefaßt werden. Diesen Unterschied gegenüber dem Ende der siebziger Jahre in Rechnung zu stellen, sollte die freihändlerische und sozialdemokratische Presse doch nicht unterlassen. Sie sollte sich aber auch bei Besprechung der Höhe der in den neuen Tarif eingesetzten Zölle vergegenwärtigen, daß Ende der siebziger Jahre nicht daran gedacht wurde, durch Handelsverträge einen von dem autonomen vielfach abweichenden Zolltarif zu schaffen, gegenwärtig aber der Abschluß von Handelsverträgen eine Aufgabe ist, deren Lösung schon bei der Fertigstellung des autonomen Tarifs vorbereitet werden muß. Diese Unter­schiede sieht die den neuen Entwurf herabsetzende Presse nicht, umsomehr aber werden sie in den weitesten Schichten der Bevölkerung mit völliger Klarheit gewürdigt, und deshalb wird auch der Ausgang der Zolltarifkampagne ein ganz anderer sein, als ihn die freihändlerische und sozial­demokratische Presse herbeiwünschen.

nicht darum, und befahl den Beamten, an Bord zu gehen. Die Thür der Kabine wurde erbrochen, und ein heftiger Wortstreit zwischen Konsul, Kapitän und Polizeichef folgte. Die Behörden weigerten sich, die Papiere des deutschen Dampfers auszufertigen, bevor Murillo in ihren Händen sei.

Ganz korrekt scheint der Kapitän des Schiffes, der übrigens englischer Nationalität ist, auch nicht gehandelt zu haben, indem er, um bie kolumbifchen Beamten am Betreten des Schiffes zu verhindern, das gänzlich unpassende Mittel anwendete, die deutsche Flagge auf den Boden zu legen.

Rudolf trat mit gespanntem Ausdruck an das Fenster und stieß einen Ruf der Ueber- raschung aus.Ja, das ist wahrhaftig meine Lorelei," sagte er fast andächtig.

Die schöne Frau trug heute ein Kleid von schwerem, schwarzem Atlas, das am Hals und an den Armen reich mit Spitzen und Perlen verziert war, was die Zartheit des Gesichtes noch mehr hervortreten ließ und der ganzen Erscheinung den Stempel des Vornehmen auf­drückte. Sie blieb, als sie die beiden Herrn erblickte, einen Moment überrascht unter der Thüre stehen, dann trat sie vollends in das Zimmer.

John kam mit ausgesuchter Höflichkeit auf die Eingetretene zu, die einen raschen Blick auf Rudolf geworfen hatte. Er sagte artig:Ver­zeihen Sie, gnädige Frau, daß wir Sie so über­fallen, aber wie ich voraussah, mein Freund brannte darauf, Sie kennen zu lernen." Dabei deutete er auf Rudolf, der in gemessener Ent­fernung davon stand und feinen hübschen Schnurr­bart drehte.

Rudolfs Augen hatten währendem unab­lässig aus der Künstlerin geruht. Er rührte sich noch immer nicht. Er suchte vergeblich der eigentümlichen Empfindungen Herr zu werden, die sich seiner bemächtigt hatten. Er sah sich wieder in dem halbdunklen Zimmer des Barons von Hagedorn stehen, vor sich das Bild, das Gefühl das ihn dort beschlichen, war heute noch stärker als damals. Er grübelte und grübelte suchte in seinen Erinnerungen und konnte doch nicht das Nichtige finden und doch glaubte er immer, diesem Gesicht irgendwo schon begegnet zu sein,

Der Kampf gegen den Zolltarif.

rz. In der freihändlerischen und sozialdemo- siatischen Presse hält die Hochfluth der An- tzndigungen von dem angeblich Deutschland yi§ dem neuen Zolltarifentwurf drohenden Un­hell an. Mit ungeschwächter Kraft wird tag- Lglich in Einzelheiten geschwelgt, welche als Seweisstücke für diese Ankündigung dienen sollen, Md immer von Neuem wird betont, daß der Con- sument und namentlich die Arbeiterbevölkerung die Lasten der Zollerhöhung werde tragen müssen. Ker sich der Ereigniffe aus dem Ende der sieb­ziger Jahre noch erinnert, wird wissen, daß ge- Bau dieselben Klagen und Unkenrufe aus genau derselben Preffe ertönten, daß man auch damals pon der Politik des Schutzes der nationalen Arbeit den Untergang der deutschen Volkswirth- schaft vorhersagte und daß damals demklernen Manne" die gleiche Rolle wie heure dem Arbeiter bei dieser Weissagungspolitik zu Theil wurde. Konnte damals noch auf weitere Schichten der Bevölkerung Eindruck mit diesen Prophezeiungen gemacht werden, so ist es damit heute vorüber.

Daß der neue Zolltarifentwurf noch viel­fach Aenderungen in Einzelheiten erfahren wird, ist ja ziemlich sicher, zur Verbesserung des erst­maligen Entwurfs sind ja auch die Berathungen in den gesetzgebenden Körperschaften des Reiches bestimmt, aber im großen Ganzen wird er die Linie bilden, auf welcher eine Verständigung innerhalb der Regierungen und innerhalb der Mehrheit des Reichstages sowie zwischen beiden Faktore erfolgen wird. Diese Zuversicht kann man unbedingt hegen und zwar deshalb, weil die seit dem Ende der siebziger Jahre zu be­obachten gewesene Entwickelung Deutschlands gerade der Politik des Schutzes der nationalen Arbeit das glänzendste Zeugniß ausgestellt hat. Deutschlands Wohlstand, der nach den Ver­sicherungen der Freihändler zu Ende der siebziger Jahre zurückgehen sollte, hat sich immerfort ge­hoben, die Entwickelung der einzelnen Gewerbs­zweige hat ungeahnte Dimensionen angenommen und der Arbeiter ist, was Niemand bestreiten kann, in seiner wirthschaftüchen und sozialen Lage vorwärts gekommen. Gerade das Gegen- thell von dem, was der Freihandel Ende der siebziger voraussagte, ist eingetreten, und weil dem so ist, deshalb hat die Schutzzollpolitik des neuen Tarifentwurfes so zahlreiche Anhänger gewonnen.

Daß man nunmehr der Landwirthschaft etwas höhere Zölle gewähren will, wird ledig­lich als eine weitere Gewähr für eine stetige

aber lange, lange schon wie war das doch nur?

Des Freundes Hand legte sich plötzlich auf die seinige und John flüsterte leise dem Träumer zu:Rudolf, darf ich Dich jetzt vorstellen?"

Dieser nickte mechanisch mit dem Kopfe, noch ganz im Banne seiner Grübeleien.

Gestatten Sie, gnädige Frau, hier, das ist mein lieber Freund Rudolf Brandes"

In diesem Audenblick ging eine furchtbare Veränderung in dem Gesichte der schönen Frau vor. Es wurde erschreckend bleich, und gleich darauf ergoß sich eine jähe Röte über dasselbe; die Augen blickten starr und groß auf den er­schrockenen jungen Mann, ein Beben ging durch den schlanken Körper, und die Hand, die sie Rudolf entgegengestreckt hatte, suchte nach einer Stütze. Sie ergriff den zunächst stehenden Stuhl und klammerte sich krampfhaft um die Lehne desseben. Die ganze Gestalt wankte, und Ru­dolf der zunächst stand, stützte sie.

Um Eotteswillen, was ist geschehen?" rief Minna, die eben mit einem Table-t, darauf ver­schiedene Gläser und einige Flaschen standen, eintrat. John nahm ihr rasch dasselbe ab, und sie stürzte auf ihre geliebte Herrin zu, deren bebende Gestalt Rudolf eben in einen herbeige­zogenen Sessel gleiten ließ.

»Ist Ihnen nicht wohl, gnädige Frau?" fragte er dabei.

Sie nickte lächelnd, brachte aber kein Wort hervor. Einen Moment legte sie die Hand über die Augen, ein tiefer Seufzer entrang sich der nach Athem ringenden Brust.

Lebten Sie früher, ich meine während

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Marburg

Freitag. 2 August 1901

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kommt sie!" von ihrem Sitze aus.

ihrer Kinderzeit, in A., Herr Brandes?" fragte sie endlich mühsam und leise.

Ja, gnädige Frau," erwiderte dieser etwas befangen,ich lebte da bei meiner Mutter, bis ich"

Bis Sie dieselbe heimlich verließen und auf und davon gingen, um die Welt zu sehen, " unterbrach ihn die Künstlerin lebhaft. Sie war aufgestanden, ihre Augen blitzten Rudolf an. Die Schwäche, die sie vorhin befallen, schien vollständig überwunden, wenn auch ein leises Zittern ihrer Hände, die sie jetzt auf diejenigen des Malers legten, noch immer auf ihre innere Erregung hinzudeuten schien. Ein seliges Lächeln flog verklärend über das Gesicht, das sich ganz nahe zu Rudolf neigte, der schöne Kopf wandte sich blitzschnell nach John um, der verständnis­los dem ganzen Gebühren zuschaute.

Nicht wahr, Herr Sankt, Sie sagten doch gestern, Ihr Freund lebte längere Zeit bei Ihnen in New-Dork, bis ihn die Sehnsucht nach der Heimath zurücktrieb?"

So ist es, gnädige Frau."

Und Sie Sie lebten in A . . ., Herr Brandes, Ihre Mutter war eine Witwe, am Hause befand sich ein großer Garten?"

Ganz recht. Sie Sie kannten meine Mutter? Ach, die Aermste, sie liebte mich, und ich habe es ihr so schlecht gelohnt." Rudolf sagte es mit wehmüthigem Lächeln, dann fuhr er erregt fort:O, bitte, bitte, gnädige Frau, wenn Sie etwas von ihr wiffen, erzählen Sie mir."

Umschau.

Kultusminister a. D. Bosse t-

Der frühere Kultusminister Staatsminister Dr. Bosse ist, wie wir gestern in unseren Tele­grammen meldeten, gestorben. Dr. Boffe war am 12. Juli 1832 in Quedlinburg geboren, hat also vor kurzem das 69. Lebensjahr vollendet.

lieber die letzten Augenblicke des entschlafenen früheren Kultusminister Dr. Boffe wird uns noch folgendes gemeldet: Schmerzlos und sanft ist er mit dem Glockenschlage zwölf hinüberge­schlummert. Als das Ende kam, befand sich seine Tochter im Nebenzimmer. Der Kranke war ruhiger geworden, und der Wärter hatte ihn auf einen Augenblick verlassen. Da der Kranke sich gar nicht rührte, trat die Tochter an das Bett und erkannte, daß der Tod im Begriff stand, seinen Bruder, den Schlaf, abzu­lösen. Sie rief die übrigen Familienmitglieder, und, umgeben von den Seinigen, that der Kranke den letzten Athemzug.

Mit dem Minister Bosse scheidet ein als Mensch wie als Staatsmann gleich ausgezeich­neter Mann aus dem Leben. Als Staatssekretär hat er sich unauslöschliche Verdienste um das bürgerliche Gesetzbuch erworben, als Kultus­minister betonte er stets den confesfionellen Frie­den und die national-christliche Jugenderziehung. Um die materielle Besserstellung der Lehrer war er stets bemüht.

Unser zollpolitisches Verhältnis zu Kanada.

Im englischen Unterhause fragte gestern Parker an, ob mit Deutschland Verhandlungen im Gange feien über Aufhebung der von der deutschen Regierung den kanadischen Produkten auferlegten Handelssperre und ob die englische Regierung die Zusicherung geben könne, daß sie sich bemühen werde, für Kanada im Handels­verträge die Meistbegünstigungsklausel zu sichern. Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Cran- borne erwiderte, über die Behandlung der kana­dischen Produfte würden gegenwärtig keine Ver­handlungen mit Deutschland geführt, aber die in der Anfrage erwähnten wichtigen Fragen würden von der englischen Regierung in Er­wägung gezogen. Der Präsident des Handels­amtes Gerald Balfour erklärt, der berathende Ausschuß des Handelsamtes für commerzielle Fragen sei zu einer Sitzung einberufen worden, um über den deutschen Zolltarif-Gesetzentwurf zu berathen.

Uns erscheint die Antwort des Unter­staatssekretärs etwas unzulänglich. Ka­nada besaß die Meistbegünstigung seitens Deutschlands, solange es Deutschland nicht ungünstiger behandelte als England. Nach­dem aber Kanada deutsche Einfuhr differenzirt, das heißt mit einem viel höheren Zoll belegt als die englische, konnte das Meistbegünstigungs­recht nicht länger gewährt werden. Es liegt also auf der Hand Kanadas, die Meistbe­günstigung Deutschlands sich wieder zu erwerben.

DriflinaI»Ronian von Irene v. Hellmuth. iFortsetzarig,)

John ließ sich beharrlich nieder, während Rudolf, die Hände auf dem Rücken, unruhig hin und her wanderte.

Das Zimmer war mit ausgesuchter Eleganz eingerichtet und verriet den Geschmack seiner Bewohnerin. Ein feiner Duft von Parfüm und Blumen, die in Vasen und kostbaren Schalen in reicher Fülle vorhanden waren, erfüllte die Luft. Die seidenen Gardinen waren halb zu­rückgeschlagen und harmonierten in ihrem satten Rot genau mit den Farben der Wandbekleidung, sowie mit den zierlichen Möbeln, dem Ruhesosa und dem Teppich. Dies machte einen äußerst

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Die Feuerliese.

vornehmen Eindruck.

Während Minna in lebhafter Unterhaltung mit John begriffen, auf Rudolf gar nicht achtete, warf dieser verstohlene, lächelnde Blicke aus die beiden und was er da in deren Mienen las, ' befriedigte ihn augenscheinlich sehr, wenigstens ' deutete der Ausdruck seines Gesichts so etwas an. Minna erzählte ihrem aufmerksamen Zu­hörer von ihrer geliebten Herren, von den Triumphen, die diese überall feierte, von allen möglichen Dingen und daß sie bis zum Herbst in Italien zu bleiben gedächte. Im Winter gehe es dann an das königliche Hoftheater in St, wohin die Künstlerin engagiert sei.

Die eifrige Erzählerin warf einen Blick auf die Straße und sprang mit dem Ruf:Da

Ein Zwischenfall im Hasen von Cartagena.

Ein kleiner Konflikt mit der Republik Columbia dürfte sich aus einem Vorfall ent­wickeln, der sich tm Hafen von Cartagena auf einem deutschen Schiffe abgespielt hat.

Der Kapitän des Hamburg-Amerika-Dampfers .Alleahany" berichtet, daß sein Schiff trotz seiner Proteste int Columbischen Hafen Cartagena durch die Behörden zwölf Stunden zurückgehalten und unter­sucht worden sei nach dem von der Regierung ver­folgten Sekretär des Generals Uribe, namens Abel Murillo. Als Murillo gefunden wurde, ergriff er die deutsche Flagge, wickelte sich darin ein und rief: Ich bin unter dem Schutz der deutschen Flagge. Ihr habt kein Recht, mich zu verhaften.' Trotzdem wurde er verhaftet und an Land gebracht. Der deutsche Konsul, der colombischer Herkunsi ist, befahl dem Kapitän, den colubischen Beamten freie Hand zu laffen und drohte jeden einzusperren, der Murillo beistände. Als der Polizeichef äußerte, er werde nöthigenfalls Gewalt gebrauchen, ließ der Kapitän die deutsche Flagge über die Zugangsbrücke ausbreiten, sodaß die Beamten darauf treten mußten, wenn sie Murillo verhafteten. Der Polizeichef sagte, er kümmere sich

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Zum Zolltarif-Entwurf.

* Die Freihändler gebärden sich alS sei das Vaterland durch den Zolltarifentwurf in die größte Gefahr gerathen. Nach dem Recept der Frankfurter Zeitung .Glicht schreien sondern brüllen' erhebt sich aus der ganzen Linie der Freihändler ein fürchter­liches Wehklagen. In aller Geschwindigkeit werden einige Zollkriege prophezeit und dabei auf die .Brot­wucherer', die die wirthschastliche Zukunft Deutsch­lands angeblich vernichten, kräftig geschimpft. Wir halten mit der Württemb. Volksztg., dem Organ der schwäbischen Nationalliberalen, es für sehr angezeigt, zu bewnen, daß der Entwurf insofern nichts lieber« laschendes enthält, als jedermann seit langem aus eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf Korn und Vieh gefaßt sein mußte und z. B. Rußland gegen die Erhöhung der Kornzölle auf 5 Mk. sich von vornherein eingerichtet hat. Ebenso nützlich zur Beruhigung der Gemüther wirkt es, wenn die . W. V -Z. daran erinnert, daß sechs von den sieben­undzwanzig württembergiichen demokratischen Abgeordneten für die Erhöhung der Kornzölle ge­stimmt und andere es rückhaltlos ausgesprochen haben, daß bei dem derzeitigen Preis von 17 Mk. für den Doppelzentner Weizen die Erzeugungskosten nicht mehr gedeckt würden. Man vergleiche die Rede des demokratischen Hospitanten Stockmeyer in der Abge­ordnetenkammer vom 1. Februar 1901. Endlich drittens hat der demokratische Vertreter des Bezirks Münsingen, Rath, ein Veteran seiner Partei, erklärt, daß zwar die größern Landwirthe den größten Nutzen von der Erhöhung des Zolls haben, daß aber auch die kleinern und Mittlern Vortheil davon ziehen würden, wobei das demokratische Gerede, daß nur die ostelbischen Junker dabei gut führen, von demokratischer Seite selbst als grundlose Hetzerei zurückgewiesen wird. Dem allgemeinen Wohl wird durch nichts besser gedient werden, als wenn die Sange Frage des Zolltarifs nach den thatsächlichen uteressen und nicht unter dem Einfluß parteipolitischer Selbstsucht und fraktioneller Sonderbestrebungen be­handelt und gelöst wird.

* Zolltarif nttb Handelsvertragsvereiu. In seiner Correspondenz stellt der Handelsvertragsverein bei der Besprechung des Zolltarifs folgende Behauptung auf: .Die agrarische Agitation, welche mit Schaden­freude den Rückgang der Prosperität in der deutschen Industrie stets erneut hervorhebt, trägt an dem gegenwärtigen Stillstände bezw. Rückgang in unserem industriellen Erwerbsleben wesentlich mit Schuld. Mußte gleicherweise die Ungewißheit darüber, wie weit die Regierung geneigt war, den

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