Einzelbild herunterladen
 

WWW

f

«tt tze» SWMWstt fSr Vie Kreiße Msrkxrs ,«d Kirchhai».

rillt |>4 Grscyeinl täglich außer an Vertragen nach Sonn- uns Feierlagen.

Sonntagsbeilage: JlluftrirteS Sonntagsblatt. Oc

Donnerstaa, 4 Juli 1901. 41X14 und Verlag: Joh. Ang. Koch, Univerfitäts-Bnchdnickere-. db.

-X A47VA. Marburg, Markt 21. Telepbon 55

»terteljährllcher Bezugspreis: bei der Expedition 2 3RL, H» RI bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

'"* JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Die polnische Solidarität.

I ' DerGoniec Wielkopolski", früher das führende Blatt der radikalen polnischen Richtung, ist soeben eingegangen, woraus dieKöln. Bolksztg." den Schluß zieht, daß es um die Bedeutung des radikalen Polenthums nicht so arg bestellt sein könne. Dem widerspricht aber einerseits die Thatsache, daß jetzt statt des einen Goniec" eine ganze Anzahl radikal-polnischer Blätter existirt, und andererseits der Umstand, daß diese Blätter eine außerordentliche zuver­sichtliche Sprache führen. So schreibt soeben die radikalePraca" mit Bezug auf die nächsten allgemeinen Reichstagswahlen in Oberschlesien: Diese Wahlen werden einen Grenzstein dar­stellen zwischen dem bisherigen Zustande, bei dem sich die Polen politisch freiwillig verkauften und dem zukünftigen, der die politische Selbst- bethätigung der Polen darstellt. Die Losung Wählt nur Polen!" muß so kräftig ertönen, daß sie Tausende und Abertausende mit sich fortreißt. Der Kampf muß geführt werden nicht unter dem Zeichen irgend welcher polnischen Partei oder Parteirichtung, sondern unter dem solidarischen Banner der Nationalität."

Daß es aber mit dieser Solidarität des Polenthums, wenigstens bei den Wahlen, nicht weit her sein dürfte, ergiebt sich daraus, daß diePraca" in dem erwähnten Artikel selbst annimmt, neben den Kandidaten des Centrums, der deutschen Kartellparteien und der Sozial­demokratie würden in den oberschlesischen Wahl­kreisen noch ein polnischer Sozialdemokrat und ein nationalpolnischer Kandidat auf­gestellt werden. Somit haben wir es also nach dem eigenen Zugeständnisse der Praca" schon mit einer Zweitheilung der polnischen Stimmen zu thun. Thatsächlich aber dürfte sogar eine dreifache Zersplitterung der polnischen Stimmen in Oberschlesien statt­finden. Das Centrum wird sicherlich alles daran setzen, um die polnischen Stimmen sich zu er­halten, und sie wird wenigstens bei einem Theile der Polen Erfolg haben. Die an sich nicht un­günstigen Aussichten der polnischen Sozialdemo­kratie werden wiederum dadurch vermindert, daß letzthin eine reinliche Scheidung zwischen der großen sozialistischen Partei und den pol­nischen Sozialisten stattgefunden hat und daß in Folge dessen zweifellos die parteipolitisch ge­schultenGenossen" zum guten Theil nicht ihrem polnischen Landsmanne, sondern dem Kandidaten der großen sozialdemokratischen Partei ihre Stimme geben werden. DerWirrwarr," den diePraca" in ihrem Artikel selbst Voraussicht^ wird den Polen kaum zu Gute kommen, und so dürfte ihre Attacke auf Oberschlesien ergebnißlos verlausen.

22 (Nachdruck verboten.)

Die Feuerliese.

Original-Rowan von Irene v. Hellmuth.

fSortfejtmg.)

Sie hatte, ohne ihn zu unterbrechen, seinen Worten zugehört, die wie ein entfesselter Strom unaufhaltsam über seine Lippen flössen. Auch als er tief aufathmend wie erleichtert flüsterte: Gott sei Dank, nun ist es heraus," schwieg sie noch immer.

Baron Rudolf hatte leise seinen Arm um die schlanke Taille des jungen Weibes gelegt und suchte in ihrem Gesicht zu lesen, doch es war zu dunkel geworden, er fühlte nur den raschen Schlag ihres Herzens, das an dem seinen ruhte.

Ein gelinder Schauer ging durch die zarte Gestalt, doch kein Ton war vernehmbar.

Liese fühlte sich verwirrt, es schien ihr un­möglich einen klaren Gedanken zu fasten.

Daß sie dem Onkel nicht abgeneigt war, fühlte sie wohl, ober die Angst vor ihrer Schwiegermutter schnürte ihr das Herz zusammen. Watz'würde jene sagen? Und dann, dieses Leben weiter schleppen, an der Seite dieser Frau, die immer nur darauf bedacht war, sie zu quälen, und doch anderen gegenüber stets ein Lächeln für ihre Schwiegertochter hatte, sodaß niemand glauben würde, welche abschcu- lichL Behandlung der armen, jungen Frau zu- thpil >«:txbe.

Weiden also die nächsten Wahlen nicht ge­rade einen Beweis der polnischen Solidarität liefern, so hat diese Solidarität doch unzweifel­haft. immer größere Fortschritte gemacht. Während letzthin bei dem»Deutschentage" in Jarotschin ein sehr wichtiger Theil des Deutsch- thumk, die Beamtenschaft, durch Abwesenheit glänzte, vereinigte ein gleichzeitig arrangirter polnischer Tag das gesammte Polenthum vom Fürsten bis zum einfachen Handwerker. Wer die Verhältnisse in der Ostmark kennt, weiß, wie vortrefflich es die polnische Aristokratie und die Geistlichkeit verstanden haben, in den letzten beiden Jahrzehnten ein eisernes Band um das gesammte Polenthum zu schmieden.

In dieser gesellschaftlichen Solidarität der Polen aber liegt eine viel größere Gefahr für den Staat, als in einer sich alle fünf Jahre bei den Wahlen bekundenden Solidarität. Als im Jahre 1846 die polnischen Edelleute Galiziens einen Aufstand verursachten, da brauchte die österreichische Regierung gar kein Militär, sondern die die sie unterdrückende polnische Schlachta grimmig hastende ruthenische Bauern­schaft bereitete mit Dreschflegeln und Mist­gabeln der aristokratischen Revolutionsspielerei ein schnelles Ende. Und als 17 Jahre später ein immerhin gefährlicherer Aufstand in Russisch- Polen ausbrach, konnte die russische Regierung seiner auch verhältnißmäßig leicht Herr werden, weil die Bauernschaft nur geringen Zuzug zu den revolutionären Schaaren leistete. Auch hier war eben der Gegensatz zwischen dem Edelmann und dem Bauern noch zu groß und die Er­innerung der polnischen Bauernschaft an die Mißhandlung durch die übermüthige polnische Aristokratie zur Zeit desfreien" Polens noch zu rege. Gelingt es aber der Aristokratie, diese Erinnerungen zu verwischen und schließlich verwischen sich derartige Erinnerungen mit der Zeit von selbst und bilden Aristo­kratie, Bürgerthum und Bauernthum ein homogenes Ganze, so wird unbestreitbar die Gefahr für uns eine viel größere, als sie 1846 für Oesterreich und 1863 für Rußland war. Umsomehr sollte dieser polnischen gesellschaftlichen Solidarität eine deutsche gesellschaftliche Solidarität entgegengesetzt werden. Mit dem Bau eines kostspieligen deutschen Kasinos ist da herzlich wenig gethan; die Hauptsache ist, daß die Abschließung der Beamtenschaft von dem Bürgerthum, die in der Ostmark leider vielfach herrscht, aufhört. -z.

Umschau.

E i n lästiger Ausländer.

Bon freisinnigen Blättern wird folgende merkwürdige Geschichte berichtet:

Sollte sie dem Onkel sagen: Schicke jene fort, dann bleibe ich." O pfui! könnte sie glück­lich sein mit dem Bewußtsein, eine andere ver­trieben zu haben? Nein, nein, so lange der Onkel nicht selbst jene fortschickte, mußte sie dies Leben weiter tragen.

Geduldig hatte Baron Rudolf auf eine Antwort gewartet, Liese schwieg noch immer. In ihrem Kops jagten die Gedanken bunt durch­einander ohne daß es ihr möglich war, einen einzigen festzuhalten.

Rudolf legte den Zeigefinger unter ihr Kinn und hob den schimmernden Kopf in die Höhe indem er einen innigen Kuß auf ihre Lippen drückte.

Nun, Lieschen, sage mir doch nur ein einziges Wort", bat er flehend,bitte, bitte, nur eins."

Die junge Frau brach in einen Strom von Thränen aus, sodaß der Baron sie erschreckt beschwichtigte:Liese, Kind, nun weinst Du gar, ich will Dich ja nicht drängen, Herzchen sei ganz ruhig." Seine Stimme klang so mild und weich, daß es Liese durchschauerte.

Onkel, lieber Onkel, sagte sie schüchtern, mir kam das alles so unerwartet, ich hatte bis heute Nachmittag keine Ahnung von alledem. Du mußt Geduld haben, mir etwas Zeit lasten, nur wenigstens bis morgen; ich kann Dir heute noch nichts sagen, bitte Onkel sei mir nicht böse. Siehst Du, ich habe mir fest vorgenommen, nie wieder zu heirathen und"

Hans R., der Sohn einer angesehenen deutschen yamihe, war vor fast dreißig Jahren nach Paris ge­reist, um sich dort bei einem Onkel, einem preußischen Konsul, dem Kaufmannsstande zu widmen. In Folge der damals in Paris herrschenden deutschfeindlichen Stimmung begab sich aber der junge Mann bald nach Holland, wo er fich auch verheirathete und naturalifirt wurde. Unter den obwaltenden Verhältnissen stellte er fich in Preußen auch nicht der Ersatzbehörde und wurde deßhalb im Jahre 1876 zu 8000 Mk. Geldstrafe verurtheilfi Diese Strafe ist verjährt. Nachdem R. im Auslande ein großes Vermögen erworben hatte, kehrte er mit feiner Frau und feinen Kindern nach feiner Vaterstadt zurück. Unerwartet erhielt er hier nach kurzem Aufenthalt vom Regierungspräsidenten eine Verfügung, wonach er als lästiger Ausländer ausgewiesen wurde. Durch zehnjährigen Aufenthalt im Auslande habe er seine preußische Staatsange­hörigkeit verloren. R. erhob Beschwerde beim Ober- Präsidenten und bestritt, seine Staatsangehörigkeit in Preußen verloren zu haben, da er sich häufig zum Besuche seiner Verwandten in Preußen aufgehalten habe. Wenn er gefehlt habe, indem er fich der Wehr­pflicht entzog, so denke er dies dadurch wieder gut zu machen, daß seine Kinder in Preußen ihre Militär­pflicht erfüllen sollen. Als der Oberpräsident diese Beschwerde abwies, beschritt R. den Klageweg. Das Oberverwaltungsgericht wies aber die Klage als un­begründet zurück.

Mit Recht wird hierbei die Frage aufge­worfen:Wie vetträgt sich dieses engherzige Verfahren mit der vom Kaiser proklamirten Hansa-Politik? Haben die Deutschen, die in die Welt hinausziehen, zu gewärtigen, daß sie als lästige Ausländer" abgeschoben werden, wenn sie sich nach zehnjähriger Abwesenheit hier wieder blicken lassen, so ist das nicht gerade verlockend". Und wenn die Ausweisung ver­fügt worden sein sollte, um R. für die Um­gehung der Wehrpflicht nachträglich zu strafen, so ist hervorzuheben, daß die Ausweisung keineswegs ein Strafmittel, sondern eine Vor­beugungsmaßregel ist. Eine amtliche Erllärung darüber, ob der Fall sich wirklich so verhält, wie er oben erzählt wird, dürste wohl nicht ausbleiben.

Der südafrikanische Krieg.

Nochmals das englische Blaubuch.

Die Eröffnungen desBlaubuchs" mit der Vertheidigung des Lord Robetts wegen der Farm-Verwüstungen im Burenlande hat in der Londoner Preffe begreiflicher Weise lebhafte Er­örterungen hervorgerufen. Der Daily Graphic" nimmt den Lord in Schutz, und meint schließ­lich, daß selbst die Haager Konvention im Ar­tikel 23 die Zerstörung feindlichen Eigenthums gestatte, wenn es zumilitärischen Zwecken nöthig" sei. Unter dieser Firma kann aller­dings. wenn man ein weites Gewissen hat, schließlich alles zerstört werden. So müßten beispielsweise, um dem Feinde etwaige Ouartiere wegzunehmen, die im Wege liegenden Dörfer und Städte niedergesengt werden, um den

Aber, Kindchen", unterbrach der Baron die Sprecherin,Oskar würde Dir ganz gewiß nicht zürnen, könnte er wissen, wie sehr ich Dich liebe; ich will Dich behüten als mein Kleinod, wie mein Alles."

Sie schmiegte fich fester an die breite Brust des neben ihr fitzenden Mannes, als fühlte sie sich hier geborgen vor aller Welt.

Ein Strahl unendlichen Glückes brach aus den braunen Augen Baron Rudolfs. Der eben aufgegangene Mond beschien mit seinem bleichem Glanze die kleine Gruppe, doch plötzlich raffte Liese sich empor.

Ich bitte Dich, Onkel laß mich allein jetzt, es ist zu viel heute auf mich eingestürmt, ich bedarf der Sammlung, ich muß mich erst selbst wiederfinden, bitte, bitte, gehe jetzt."

Ein Ton heimlicher Ungeduld klang in den Worten mit. Baron Rudolf stand auf.

Ich lasse Dich nicht gern noch länger in dem kühlen, feuchten Gatten, Liese, komme mit ins Haus, es hat ohnedies schon zu lange ge- dauett und könnte Dir schaden, mein Liebling," meinte er und zärtliche Besorgniß sprach aus jedem seiner Worte.

Mir ist nicht kühl, Onkel, gewiß nicht, die Luft thut mir so wohl, gehe nur ohne Sorge."

Er wandte sich noch einmal um und sagte: Nicht wahr, Liese, später wirst Du mich auch Rudolf" und nicht mehrOnkel" nennen? O bitte, bitte, sage ein einziges MalRudolf", dann gehe ich gleich."

Gegnern den Aufenthalt in der Gegend zu der- leiden u. s. w.

Ernstere englische Blätter schließen sich in ihrem Urtheil allerdings fast ganz dem an, was wir jüngst aukeinadersetzten, so dieWestminster Gazette." DieDaily News" meint:

Der Bericht sei eine Studie über die durch diesen Krieg hervorgerusene Entartung. Doch nicht Lord Roberts, sondern Lord Salisburys Regierung sei dafür zu tadeln, welche durch ihre als Antwort auf den Versuch der Präsidenten zur Anknüpfung von Verhandlungen gesandte Depesche, worin den Buren gesagt wurde, daß fie keine Spur von Unab­hängigkeit zu erwarten hätten, die nach der Besetzung von Pretoria zur Unterwerfung bereiten Buren wieder mit neuer Kampfesfreudigkeit erfüllt hätte. Dieses Wiederaufleben ihres Widerstandes habe Lord Roberts Pläne vernichtet und ihn von extremer Milde zur Härte gettteben."

Und derDaily Chronicle" faßt sein Urtheil dahin zusammen:

Lord Roberts hätte eine Zeit - lang gewiß ge­dacht, durch härtere Maßregeln das Elend des Krieges schließlich zu verringern. Leider hätten die rigoroseren Maßregeln den erhofften Effekt nicht gehabt, so daß man die Politik des Niederbrennens von Farmen selbst als militärische Maßregel als Mißerfolg ansehen müsse.'

Deutsche in den BurenLepubliken.

Wir haben gestern bereits einige Fälle mit- getheilt, in denen Deutsche in Transvaal und dem Orangestaat von den Engländern geschädigt worden sind, ohne daß hierfür die Bedürfnisse der Kriegführenden geltend gemacht werden konnten. Das dort Mitgetheilte sei durch folgende Stellen aus einem Privatbriefe ergänzt:

Müller P r i g g e in Lüneburg, der als alter Mann von 75 Jahren natürlich nie aus Kommando gewesen war, wurde gezwungen, seine 'Mühlsteine eigenhändig entzwei zu schlagen. Das Haus wurde niedergebrannt und der Mann mit seiner öertoitttreten Schwiegertochter nebst fünf kleinen Kindern hinweg­geführt. Der eigene bequeme Ochsenwagen, der mit einem Zelte überspannt war, wurde ihnen abgenommen, und sie erhielten einen andern, völlig kahlenBock- wagen", der für die Reise ganz unbrauchbar inar. Auf die Vorstellungen des alten Mannes, man möchte doch an die kleinen Kinder denken, die bei dem fort­währenden Regenwetter doch alle erkranken würden, gab man die Antwort:Laß sie doch sterben"! Nur mit Hilfe seiner Freunde konnte er sich einen notdürftigen Schutz gegen Wind und Wetter Herstellen.

Frau A. Reinsdorf in Bergen, deren Mann bereits im Lager war, wurde unter Drohungen ge­zwungen, das im Hause befindliche Geld an die Soldaten auszuliefern.

Kaufmann Sunkel in Lüneburg hatte von einem englischen Offizier eine Bescheinigung erhalten, daß in seiner Besitzung nichts genommen werden dürfe, bis der Provost Marshall Befehle gebe. Während der Offizier diese Note ausschrieb, brach ein Theil seiner Leute in das Geschäftsgebäude und plünderte es; ein anderer Theil schwärmte sogar durch die Zimmer des Wohnhauses, in dem sich oer Offizier befand, drang bis in die Schlafzimmer und stahl eine Menge Sachen, sogar das eben gebarfne Brot. Auf eine Bemerkung SunkelS rief der Offizier den Mann an, doch kehrte dieser sich nutzt daran. Der Offizier half sich bann aus seiner Verlegenheit mit der Bemerkung: ,O, das ist keiner von meinen

Lieber Rudolf".

Wie das klang, Liese hielt es kaum für möglich, daß fie eben die zwei Wotte ausge­sprochen.

Der Baron blickte sich noch oft nach dcr Zurückbleibenden um.Ich hätte fie doch nicht hier lassen sollen", murmelte er für sich,leicht könnte es ihr schaden". Dann verschwand er im Haufe.

Doch kaum waren die Ttttte des sich Ent­fernenden verhallt, als aus dem nahen Gebüsch eine dunkle Gestalt wie wahnsinnig auf Liese znrannte und die Arme der furchtbar erschrockenen Frau wie mit Eisenklammern umspannend, dieselbe heftig hin und her schüttelte.

Elendes, heuchlerisches Geschöpf Du!" klang es in zischenden Lauten ganz dicht an Liesens Ohr,das also war der Zweck, den Du ver­folgtest, Du falsche Komödiantin!"

Die Augen funkelten wie die einer Katze, die junge Frau zittette jetzt am ganzen Körper, sie glaubte, die Baronin sei wahnsinnig geworden.

Mama, ich bitte Sie. lassen Sie mich los, mein Arm schmerzt mich."

Erwürgen werde ich Dich, zettreten wie einen Wurm, Du schillernde Schlange. Freue Dich nur über den Sieg, den Du davon getragen, aber noch bin ich da und ich sage Dir, Du sollst ihn nicht besitzen, jenen, den Du mir Deinem heuchlerischen Wesen bezaubert hast, Tu sollst ihn niemals besitzen, niemals, so lange ich lebe!" (Fortsetzung folgt.)