diese dem Verlesenden eingehandigt worden war. Weiterhin ließ sich diese Versammlung als Zweiten Referenten gegen die Neuwieder Organisation einen Mann gefallen, der noch am Tage vor jener Versammlung der Neuwieder Organisation (Filiale Köln) als Beamter on- gehört und ohne Kündigung seinen Dienst verkästen hatte.
Diese Versammlung endigte dann mit einer Resolution, durch welche dem Prof. Dr. Faßbender ein Vertrauensvotum ertheilc und gegenüber den auffälligen Bestrebungen denselben aus seiner Stellung zu verdrängen, die Mißbilligung der Versammlung ausgesprochen wurde. Als von den Vertretern der rheinischen Vereine Raiffeisenscher Organisation abgegeben, kann dieses Vertrauensvotum nicht angesehen werden, da an jener Versammlung außer Mitglieder dieser Vereine zahlreiche andere Personen Theil nahmen und weder die Zahl der vertreten gewesenen rheinischen Vereine der Neuwieder Organisation, noch die Legitimation der aus diesen Vereinen Erschienenen zur Vertretung ihrer Vereine, ja nicht einmal festgestellt wurde, ob und in welchem Umfange die für jene Resolution Stimmenden auch nur Mitglieder solcher Vereine waren. Es muß dies deshalb hervorgehoben werden, weil man sich später darüber beschwert hat, daß der Aufsichtsrath der Neuwieder Organisation bei seinen späteren Beschlüssen diesem Vertrauensvotum so wenig Beachtung geschenkt habe.
Ueber die in obiger Resolution erwähnten angeblichen „Bestrebungen, Dr. Faßbender aus seiner Stellung zu verdrängen", sei morgen noch einiges gesagt.
Umschau.
Nochmals der Bremer Vorfall.
Der bekannte Dorf all in Bremen, durch den am Abend des 6. März das Leben unseres Kaisers einer schweren Gefahr ausgesetzt worden war, hat nunmehr vor dem Reichsgericht seine endgültige Aburtheilung erfahren. Der erste Strafsenat, dem es abliegt, über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen einen hochver- rätherischer Handlungen Angeklagten zu beschließen, hat die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt und den angeklagten Arbeiter Weiland außer Verfolgung gesetzt. Der Gerichtshof befand sich hierbei in Uebereinstimmung mit dem Anträge der Anklagebehörde. Wie diese und der Gerichtshof übereinstimmend annehmen, liegt dine verbrecherische That nicht vor. Ein unglückseliges Zusammentreffen von Umständen hat unfern Kaiser der schweren Gefahr ausgesetzt, nicht der frevelhafte Wille eines Verbrechens. Der Geisteszustand des Angeklagten ist zunächst durch ein Collegium Bremer Aerzte und dann durch die preußische wissenschaftliche Deputation für Medicinalwesen, der höchsten in derartigen Fragen begutachtenden Behörde des preußischen Staates, geprüft worden. Das Ergebnis ist übereinstimmend so ausgefallen, daß der Angeklagte strafrechtlich für seine That nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte.
Auf der Jntrigantensuche.
* Die liberale „Nationalzeitung" verdächtigt die Konservativen, daß sie Verlangen nach einer Militärvorlage gezeigt hätten, um auf diese Weise eine ähnliche Lage herbeiführen zu können, wie im Herbst 1899. Das Blatt schreibt:
„Damals war nachdem die Kanalvorlage zum erstenmal gescheitert war, das stärkste Argument gegen die Auflösung des Abgeordnetenhauses, daß die Flottenvorlage bevorstand und daß man nicht in Preußen einen Wahlkampf gegen die Konservativen führen könne, deren man gleichzeitig im Reiche für die Flottenverstärkung bedürfe."
Das Blatt meint schließlich, da kein sachliches Bedürfniß — wenigstens nach der Meinung der Börsensachverständigen — nachweisbar sei, so werde die auf eine solche gerichtete „politisch Jntrigue" wohl erfolglos bleiben. Da hat die brave „Nationalzeitung" glücklich wieder eine konservative „Jntrigue" entdeckt; der Spürsinn scheint im börsenliberalen Laaer ein sehr reger zu sein, schade nur, daß er an „Unwürdigem" verschwendet wird. Die „Freis. Zeitung" war es bekanntlich, die zuerst von einer Militärvorlage „munkelte", und was die Flottenvorlage betrifft, so hat die ganze Linke r.orf), bis vor kurzem mit den Phrasen „kein Aauitz — keine Kähne" und „gräßliche" Flotte die Konservativen als Marinegegner zu verdächtigen versucht. Man sieht also, wie die börsenliberalen Schmocks „können wir schreiben ledjtS unb können schreiben links" — ganz wie es zeitgemäß zu sein scheint und wie es die „Konjunktur" erfordert. k.
Deutsches Reich
Berlin, 25. Juni
— Die Leiche des in Peking ermordeten deutschen Gesandten Freiherrn' v. Ketteler wird auf dem Ccmralfriedhofe zu Münster beigesetzt werden.
— Zum Zolltarif schreibt die „Nordd. Allg. Ztg “ hochoffiziös: Kaum ist der Entwurf des Zolltarifgesetzes dem Bundesrath zugegangen, so werden auch schon in einzelnen Blättern mit dem Anschein der Eingeweihtheit Angaben über einzelne Tarifsätze verbreitet. Wir wiederholen auch gegenüber diesen neuen Ausstreuungen unsere frühere Feststellung, daß alle in der Presse aufgetauchten Mittheilungen über
em-
am Montag einem
so daß sich das Fleisch des ersten und zweiten
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dies- Er- Ein-
züglich der Entschädigung unterzeichnet sei. China müsse alsdann bereit sein, die Angelegenheit endgiltig in einer für die zukünftige Verwaltung der Mandschurei vom beiderseitigen Standpunkt aus Vortheilhaften Weise zu regeln.
Der Feldmarschall Graf Waldersee ist am Montag von der „Hertha" auf den Dampfer „Gera" übergesiedelt, wo sich das Oberkommando vollzählig eingeschifft hatte. Außerdem waren 300 Reconvalescenten an Bord. Bald darauf fuhr die „Gera", welche einen mächtigen Heimatwimpel aufgezogen hatte, unter dem Salut sämmtlicher im Hafen liegenden Kriegsschiffe ab. Sie hat zunächst neun Tage direkte Fahrt bis Batavia.
Unangenehme Nachrichten kommen aus Tientsin. Don dort wird berichtet, daß die unter dem Namen „Bereinigung der Landleute" bekannte Bewegung an Ausdehnung gewinnt. Es handelt sich hierbei um eine ausgesprochen sremdenfeindliche Bewegung — Boxerthum unter anderem Namen.
Beweis, daß mit Fleiß und Sorgfalt geübt worden war, die Leistungen waren bei manchen Vereinen sogar sehr gut. L-ehr stö rend sowohl für Sänger als Zuhörer war das anwesende Karussell. Der festgebende Verein und bte Wirthe machten infolge bes schönen Wetters ein gutes Geschäft.
Cassel, 25. Juni. Der Kaiser sandte an
Marburg und Umgegend
Mar-Ltg, 25. Juni.
§ Universität. Diejenigen Herrn Studirenben, welche sich für bas Wintersemester 1901/1902 um Honorar-Erlaß bewerben wollen, werben baran erinnert, baß ihre Gesuche sammt bett bazu gehörigen Zeugnissen nach § 1 ber Bestimmungen bis zum 30. Juni b. I. bei ber Quästur ber Königlichen Universität einzureichen sinb unb baß verspätete Melbungen in ber Regel keine Berücksichtigung finben. Das Nähere hierüber ist im Anschlag am schwarzen Brett der Universität ersichtlich.
§ Der Gewerbeverein hält heute Abend im vorderen Bopp'schen Lokal eine Versammlung ab.
_§ Ein Radfahrer überrannte heute Morgen auf der Chaussee einen Arbeiter. Der letztere stürzte zu Boden und zog sich solche Hautabschürfungen zu, daß ärztliches Eingreifen noth- wendig wurde.
I lutherischen unb ber reformirten Gemeinde utlb gaben die borgetragenen Lieder den besten unsere neue Orgel eingeweiht. Herr Pfarrer t11 k—
Werner hielt die Weiherede, Herr Pfarrer Schindewolff die Predigt; der Organistenbienst war zwischen Herrn Kantor Becker und Herrn Lehrer Eckhardt getheilt. Mit der Ausstellung der Orgel ist unferm Kirchbau das letzte, noch fehlende Stück eingefügt, unb dieser damit voll- , .. --------
endet. Mit dem neuen Werke hat die Gemeinde bte Familie des verstorbenen General-Adjutanteir alle Ursache zufrieden zu sein. Die mit zwei von Schwemrtz em in den herzlichsten Worten Manualen versehene Orgel hat zehn klingende gehaltenes Beileidstelegramm.
Register und ist von der im Großherzogihum .. rw; «aMl, 25. Juni. General Schweinitz Hessen bereits seit Jahrzehnten rühmlichst be- l't mehreren Wochen bettlägerig. Er litt kannten Orgelbau-Anstalt Förster u. Nikolaus I an Magenkrebs.
in Lich erbaut. Die Erbauer, welche im hiesigen FUld«, 24. 3um. Zum Hessischen Juristen-
l Bezirk seither noch keine Gelegenheit batten, waren bereits am Sonnabend ca. 60 Herren
ihr Können zu zeigen, haben, wie der behörd- angekommen unb machten bei schönstem liche Revisor nach Abnahme bes Werkes be- Wetter einen Rhönausflug auf Schloß Biebergutachtete, sich mit ber Erbauung unsrer Orgel [tetn- Am Sonntag vermehrte sich bie Zahl hier aufs Vortheilhafteste eingeführt. Das ber Juristen auf über 100, dank der günstigen Werk hat bei hohem Wohlklang der einzelnen geographischen Lage der Stadt Fulda im Mittel- Register eine prachtvolle Gesammtwirkung unb punkt bes Oberlandesgerichtsbezirk Cassel.
ist, wie ber Sachverstänbige besonbers lobenb I m 'c AkKNifNrl tt. M, 24. Juni. In bem hervorhob, hervorragenb solide und sauber ge- Befinden bes durch einen Einbrecher mit 9 arbeitet. Möge bie neue Orgel unsre Gottes- I Messerstichen traktirten Privatiers Klein-Hoff ist bienfte, bereu Weihe burch unsre herrliche neue I etne erhebliche Wendung zum Bessern Kirche schon erhöht worden ist, noch mehr ver- I getreten.
schönem und beleben! I 22. Ium. Die bei der
I maligen Steuereinschätzung gemachten
—--------- fahrungen haben, für eine Reihe hiesiger
Hessen-Nassau und Nachbarqebiete Äer ^wehen gebracht. Es hat sich v ' " . J I bei den bezüglichen Erhebungen nämlich mehr-
lytÄtliCttvCtQ, 24. Juni. Der Himmel I fach herausgesteüt, daß bie betreffenben Steuerzeigte bem ersten Bunbes-Sängerfest bes neu I zahler bei ber Deklaration ihres Vermögens gegründeten Edderthal-Sängerbundes bas er- unrichtige Angaben gemacht. Nach Ansicht ber sehnte heitere Gesicht. Von 11 Uhr an fanb I Steuerbehörde sollen mehrere derselben gewußt Empfang der einzelnen Vereine statt. Sämmt- haben, daß sie falsch beklarirt hätten, weshalb liche angemelbeten unb auf bem Programme sie zum Theil mit ganz empfindlichen Strafen verzeichneten Vereine waren eingetroffen unb belegt sind. In einem Falle ist dem Betreffenden hielten zunächst im Becker'schen Saale dahier eine Strafe von 16 000 Mk. diktiert worden, bei einem gut mundenden Frühschoppen eine Dazu kommt, daß, wenn der Strafbefehl, gegen Chorprobe ab. Einen erhebenden Eindruck auf welchen die Beschwerde beim Finanzministerium alle Stadtanwesenden machte es, als nach unb ber Antrag auf gerichtliche Entscheidung 12 Uhr vom Thurme ber lutherischen Kirche zulässig ist, rechtskräftig geworben ist, bie Be- Ijerab, gleichsam als Beginn ber Feier, einige straften auch noch zur Nachzahlung ber hinter-
Musik Choräle erschallten. Um 12‘/2 Uhr be- I zogenen Steuerbeträge ber letzten 5 Jahre ver-
wegte sich ber imposante Festzug unter Führung pflichtet sinb. Für ben mit 16 000 Mk. Strafe
be§ Festkomitee's burch bie Stabt. Nachbem I belegten Herrn bürste es sich babei nochmals
bas «Längerwäldchen ben Festzug aufgenommen, I um einige Tausend Mark drehen.
eröffnete nach kurzer Erholungspause die Musik Biedenkopf, 25. Juni. Im Erünsteinbruch das Programm mit einem Konzertstück, worauf im Eschenbsrg zerquetschte am Montag einem bte Bunbesvereine zum gemeinschaftlichen Ge- Arbeiter aus Buchenau ein schwerer Steinblock sang bes Bunbesliedes zusammentraten unb ben Mittelfinger ber linken Hand vollstänbig bamck bas neu geschloffene Bünbniß in :t s sich FTsich „si„.. „..t ‘„J
hebender Weise besiegelten. Der Dirigent be§ Gliebes gänzlich ablöste. Allem Anschein nach feftgebenben Vereins, Herr Rektor Schenk, be- ist eine Amputation eines Theiles des Finger? grüßte alsdann in herzlichen Worten die Sanges- | erforderlich.
LiLLI-lM ÄS fS I E' | b-üd-r u„b SW* im N-m-n M F-°nk-n.
gegen die Angabe eines Blattes, im neuen Zolltarif I st^ot am Donnerstag mt ^chntzenpfuhl zwei I berger Mäiinergesangvereins unb brachte auf
sei für Roggen ein Zoll von 5 Mk. vorgesehen. Nun Concerte unb zwar Nachmittags 4 Uhr unb ben Kaiser, den Freund und Förderer ber eblen
fann das Rathen weitergehen. Abends 8 Uhr, bei benen bet Großherzogl. Hess. Sangeskunst ein Hoch aus Einem weiteren
».„sich. . ^/^utation vom Alexander- Kammermufiker unb Pistonvirtuose Herr Louis gemeinschaftlichen, von ber Mufik bealeiteten
neuen Uniformen vorstellen soll,* ist"unter^Führung “ ff 10®a§ Gesang ber Bundesvereine folgte eine Ansprache
des Generalmajors v. Molkte von Berlin abgereift I -Programm für beide Concerte ist äußerst ge- I des Bundespräsidenten, Herrn Kantor Eymer- Diese Uniformen werden jetzt von dem dritten Bataillon wählt. Es weist Piecen von Mozart, Schubert, Frankenau. Er wies auf die Beweaaründe lur rnrf ^^^^^?r-Regiments getragen Der Waffen- Lortzing, Bizet, Millöcker, Schumann, Gluck, Bildung des neuen Bundes hin dankte der mit Haken statt öe'r Knopfe versehn!.^ Im° Winttr I H°^ntlich wird das Wetter gastfreundlichen Stadt Frankenberg für bie
wird er aus bräunlichem Tuch, im Sommer aus I 9U ,.9' bfltnit unserer tüchtigen Kapelle ein I freundliche Aufnahme der Sänger, und be- Turnstosf getragen. Im übrigen besteht die Aus- sichtlicher Concertbesuch zutheil wird. zeichnete es als Pflicht des Bundes das Volks-
. ,s 8«i«hl..it Bie in früSeren li°d zu pfl-g-u Ein Huch -ui di- neu- V--.
— Der Redaktevr der nationalsocialen jniif," .au$ bWsmal wieder eine Anzahl Kinder einigung, den Ebderthal-Süngerbunb, beschloß Dr. M. Maurenbrecher, wurde von ber"Straf’ I b0,n Qu§ öffentlichen Mitteln in der Ferien- die treffliche Ansprache. Nun folgten in ange- kammer wegen Beleidigung der obersten weimarischen kolonie zu Bad Sooden untergebracht worden. I nehmer Abwechslung die Gesangesvorträge der Kirchenbehörde zu 150 Mk. Geldstrafe verurtheick. I Als bie Kleinen aus Marburg unb anberen I einzelnen Vereine unb Konzertstücke ber Mar- —- ■ .. Städten dort eintrafen, wurden sie von ben burger Stadtkapelle. Daß das Volkslieb in
9111SIatth Aerzten auf's Freundlichste begrüßt. Ein junger den Bundesvereinen eine Pflegestätte gefunden,
.. tvwiiv Badearzt, ber früher hier ftubirt unb auch in bewiesen bie zum größten Theil exakt unb aus-
SÄdafrika. Die Invasion in bie Kap- I der Klinik thätig war, freute sich besonbers bei brucksvoll vorgetraqenen Chorgesänge. Auch bie
kolonie ist, wie „Daily Mail" aus Kapstabt I der Ankunft ber Marburger Kinber. Er unter- I Musikkapelle machte ihrem Ruf alle Ehre,
melbet, ziemlich ernst. Die Einbringlinge er- hielt sich mit ihnen und sagte schließlich: „Nun Nachdem mit dem „Drei-Kaiser-Marsch" bas
halten Rekruten unb besonbers auch Pferbe, singt mir aber auch einmal ein echtes Mar- I Konzertprogramm feine Erlebigung gefunben,
Bei Colesberg erbeuteten sie nicht weniger als bürget Liebchen!" Die Kinber kamen nicht in trat ber Tanz in seine Rechte. Auf zwei Tanz-
500 Pferbe. Sie schwärmen über alle östlichen I Verlegenheit. Ein kleiner Junge stimmte mit I höben wurde ihm eifrig gehuldigt.
und westlichen Distrikte unb zählen schon lautet Stimme an: „Der Ketzerbach ein I ZlegeuhaiN 25. Juni. WSon herrlichem 7000 100 00 Tiann. Die Reise bes Gvu- I Hujaja!" unb hell unb fteubig fiel ber ganze I Wetter begünstigt, fanb gestern ber programm-
verneurs burch bie westlichen Distrikte unb feine Chorus ein. Auf bie Kleinen soll bieser hetz- mäßige Ausflug des Knüllklubs auf die Lands-
netten kleinen Reben würben burch Kruitzingers I liche Willkomm in dem Badeorte einen ange- I bürg statt. Es wurde dabei angeregt, den Eroberung von Jamestown beantwortet, die nehmen Eindruck gemacht unb etwaige Bedenken Aussichtsthurm burch einen steinernen zu ertrotz ber unmittelbaren Nähe von 8000 Eng- vollstänbig verscheucht haben. setzen. Es würben sofort 100 Mk. in bar von
länbern in Aliwal-North erfolgte. Ein großer § Strafkammer. Der 19 Jahre alte Bierkutscher ben Ausflüglern gespenbet.
Theil ber Kolonie ist praktisch in ben Georg Jakob aus Heuchelheim fland unter Anklage, :!: Homberg, 22. Juni. Ihren scheidenben Hauben ber Buren. Von Dordrecht südlich bis nW hötLrfn» F°^eim Lehrer, Herrn Vöglet, ehrten die Einwohner in
Willowmore über Kenhardt und selbst bis Rama- gbS.en $er iu^e b^ * Caßdorf, 'in einer Weise, die alle
qualand ist ber Bur im thalsächlichen Besitz ber scheu als Bergmann arbeitet, war geständig und ent- I Anerkennung verdient; sie veranstalteten ein
Kolonie. schuldigte sich damit, daß er für sich ja nichts dabei Abschiedsessen und brachten ihm einen Fackelzug.
Aus Cradock werben übet ba? für bie Eng- Möge Herr Vogler in seinem neuen Wirkungtz-
I“nbet ungünstige G e fecht beiWatetkloof, Dlk. Geldstrafe (bie doppttte Steuer" und in bte Kosten kreis eben solche Lehrerfreunde finden.
30 englische Merlen westlich von Cradock, verurtheilt: — Am 4 März b. I. transportirte ber I Holzhaufen b. Homberg, 23. Juni. Vom
jetzt folgende Einzelheiten bekannt: Eine Er - ! Fuhrmann3ob. Stromann aus Erndtebrück mit schönsten Wetter begünstigt, hielt heute hier ber
kundungsabtheilungderMidlandMountet- I Cfzethal - Sängerbund sein 2. Sängerfest ab.
bte zur Verfolgung Malans ausgesandt geschah, erhielt der Fu^rman/ eme PMzeisttafe^in reichlich geschmückte Dorf unb der Festplatz toar, schlug am Mittwoch bei Waterkloos ein I Höhe von 5 Mk. Das Schöffengericht, welches sich I legten Zeugnis ab, daß Holzhausen für Gesang Lager auf. Als der Burenkommandant Ktuitzinget I hierauf mit der Angelegenheit beschäftigte, da Stromann etwas übrig hat. In der allbekannten Weise davon Nachricht erhielt, eilte er herbei, wartete h7b?'weil° fiin vollzog sich der Festzug. Auf dem Festplatz
aber nut dem Angriff bis Tagesanbruch, gerade ÄJf« fleX Mk' begrüßte zunächst Herr Bürgermeister Röll bie
als bte englischen Truppen zum Aufbruch sich Auch hiergegen legte der Verurtheilte Berufung ein.' erschienenen Vereine unb Gäste. Nachbem die anschickten. Die Buren überschütteten das Lager Gr erzielte heute Freisprechung. I gewählten Bundeslieder: „DieKapelle", „Vater-
mit Geschossen. Das Gefecht dauerte 2^/z Stunden. I ! landsliebe" unb „Es scheinen bie Sternlein"
Der Verlust ber Engländer betrug 10 Tobte I § Ockershattse«, 24. Juni. Am Sonntag I gesungen waren, hielt Herr Lehrer Kehl, ber
unb 11 Verwundete. I Morgen brannte eine in der Richtung nach dem I Dirigent des Holzhäuser Gesangvereins bie
China. An bie Räumung ber Manbschnrei Rothenberg zu im Felde stehende Schäferhütte Festrebe, in er welcher besonbers bie Pflege des
denkt Rußland nicht. Wie der „Times" aus I nieder. Wer den Brand verursacht, ist nicht I Volksliedes ben anwesenben Vereinen warm
Peking vom Sonntag gemelbet wirb, theilte ber aufgeklärt. cmsHerz legte, bannt unser schönes deutsches Volksdortige russische Gesandte den chinesischen Be- n. Cappel, 23. Juni. Heute wurde in I ^eb nicht ganz in Vergessenheit gerathe. Hieran
vollmächtigten mit, daß, sobald das Abkommen einem gemeinschaftlichen Festgottesdienst ber reihte sich nun ber Einzelgesang ber Vereine,
betreffend bie Entschäbigungsfrage unterzeichnet ' " " - 1 “~k k;* ----------------- *■* r ri
sei, Rußlanb verlangen werbe, baß sie die llnter- chanblungen bezüglich ber Bebingungen für bie Räumung ber Manbschnrei burch Rußlanb wieberaufnehmen. Der russische Gesandte erklärte, baß ber für den Widerspruch ber Mächte gegen bie Unterzeichnung des Mandschurei- Abkommens geltend gemachte Grund, nämlich der, daß China, während es mit allen Mächten gemeinsam in Verhandlungen stehe, keine gesonderten Verhandlungen mit einer Macht führen dürfe, dann Wegfalle, wenn das Abkommen be-
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