Ein Warnruf der Freihändler.
für die politische Lage ist keineswegs erheblich
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M d) t. In dem Taumel der Aufwärtsbewegung I stattfinden, noch ehe der Reichstag zusammen-I hastig nicht an Konfliktsstoffe:
Oft tu) hnrfifpM tlitr tnprtiflp nw hie I *T-n4-n»i --- .__- Y _< • . v? jr i I cn > . 1 . ' 1'
obei
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darum
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Aber meine Mutter starb an dieser Liebe,
Der Onkel nickte:
Was ich nicht begreife,
Liese unterbrach plötzlich den sinnenden
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!aßte, rief er sichtlich froh bewegt:
Gut,
^ich bereits mit Ungeduld.
Aber," fuhr er in
Schande kann ich nicht überleben, deshalb
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die Sozialdemokratie in theoretischer Beziehung seit Lassalle durchgemacht hat, sind weit erheb-
c. Die praktische Bedeutung der Bernsteinerei
nieder. Tie Thränen rannen über fein entstelltes Gesicht, indem er flüsterte: „Latz mich Rudolf, es ist alles aus."
Umschau.
Eine neue Heeresforderung?
„Du sollst nicht sterben, mein Vater, ich thue ja alles, was Du willst, ich heirathe Eugeuie und Du bist gerettet." Und der Mann, der soeben dem Tode ins Auge geschaut, sank an meine Brust und weinte tote ein kleines Kind. «Gott segne Dich, mein Sohn." (Forts, f.)
95schlief diese Nacht.
daß die gegenwärtige Depression unseres Er- *■*^4! werb siebens nicht nur der erklärliche Rückschlag t eine . einer zu hoch geschraubten Entwicklung ist, (433 sondern daß neben der verhängnißvollen Börsen- gesetzgebung namentlich auch die Unsicherheit über die Gestaltung der Zoll- und Handelspolitik mit lastendem Drucke wirkt." Ja, hat I JxXrX' no^ °tem
31 man sich in Handels- und Rhederkreisen 'denn 1 überhaupt frommt, abzumahnen,
an i jemals eingebildet, die Handelsverträge werden .nn’ ruhig so weiter ad infinitum verlangen werden?
I Das wäre ein ganz ungeheurer Leichtsinn ge- NW wesen, den wir unseren Kaufleuten keinesfalls zutrauen.
Nachdruck verboten.) besorgtem Tone fort; „Du siehst so blaß aus, es wie eine Wohlthat, daß sie den kalten Augen macke ich -in End- i-m-*
Die Fi »erliefe. hw«« m $k m« yi?- b« s...,« .4’«C« im“
h und Mai-.- nlürfh* Eines ihn retten, hast es aber nicht gethan." Also
„ „ : ^Wo ist Oskar, Onkel?
„ , . ,, - . rr ! Der Gefragte lächelte: „Er ging eben fort,
acM: ,Unter toI^en wider,trertenden Gefühlen war Dich zu holen, mich wundert nur, daß ihr ein- gg 5 lese dem Hause des Barons von Hagedorn I ander nicht begegnet seid." trri# ^er gekommen. „Ich kam direkt von der Probe."
Der Onkel mußte sie schon von ferne gesehen! „Nun, dann wird auch Oskar bald wieder i *>.1 »den, denn er kam ihr bereits auf der Treppe I hier sein. Meine Schwägerin ist ausgefahren ‘rtgegen, und indem er die Hände des Mädchens und Olga hat Besuch von einigen Freundinnen iebrp ^stte, rief er sichtlich froh bewegt: „Gut, I und ihrem Bräutigam, wir können also unge- osiik »ß Du kommst, mein liebes Kind, ich erwartete I stört ein Stündchen plaudern."
tich bereits mit Ungeduld. Aber," fuhr er in | Liese athmete erleichtert auf. Sie empfand
• - Ueber Nacht war Thauwetter eingetreten, I «ine uetne Pau,e entjiano, jeD Schnee bildete eine schmutzige Masse, dabei seinen eigenen Gedanken beschäftigt.
3C‘* L?jblte ein feiner Regen hernieder. Das I I» ben Augen bes Mädchens glanzten - i ffrüdchen achtete desien nicht. So viel sie auch Thränen, als es leise von ihren Lippen tönte • - pnn und grübelte über das, was Lene ihr er- „Aber meine Mutter starb an dieser Liebe, _ 'M. es wollte ihr nicht gelingen, die Lösung und ich — nun ich weiß, waS Liebe heißt. — sei <6 Rätsels zu finden. Zuweilen stieg eine Der Onkel nickte: „Was ich nicht begreife 12 4 «endliche Bitterkeit in ihrem Herzen auf, gegen ist das, wie ich all jene trüben, schmerzlichen tit, der ihre arme Mutter aufgeben konnte; Stunden überleben konnte." °enn sie sich aber die guten Augen des Onkels L'.s.
V1 ergegenwärtigte, dann schmolz alles dahin, wie I Mann mit der Frage: >chnee vor der Frühlingssonne. | r ~ ‘ -
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°.Üue Rücksicht auf die eigene und fremde Leistungs- I
fahigkeit Kredite gegeben und genommen; wurden I hnnfnmm»„ ;TO; „Zf x 9 k selbstverständlich Aus allen dle,en Gründen glauben wir nicht ein ioSonfnfT- x t-L j, ® t < I Neu- und Erweiterungsbauten aufgeführt und die llkommen freierfunden, denn es liegt auch I daran, daß Heeresverstürkungen zur Zeit ae- E,n ledenfalls den führenden Kreisen der Preise himmelhoch hinaufgetrieben. Fast mcht der mindeste Grund vor, den Reichstag vlant sind 8 4 öeu QC'
Rheder- und Großhandelsinteressenten ange- °Be batten den Boden unter den Füßen verloren. I in einer so unerhörten Weise iu brü&firen V Origer „Freund" des „Hamburgischen Corre- Jllusionen^^ toQr ba§ ®rroad,en Qu§ bcn Ein Vergleich mit den Vorgängen des vorigen spondenten" hat kürzlich in diesem Blatte einen «■. ■ . . . , ~ Jahres ist vollkommen unzulässig. Damals
„Warnruf" veröffentlicht, der in der gesammten huro^r ^DarÄlluna T®sanber5 üI§ bte handelte es sich darum, keinen Tag zu verlieren börlenliberalen Preffe verbreitet, also vermuth- bx"i ^rtVle und außerdem konnte es unerwünscht erscheinen' I r < < J ""-"lu
>ich für sehr „zugkräftig" gehalten wird. Wir . ^“nbe.[f. in der gespannten Situation, wie sie im Juli handelt fich zunächst lediglich um einen Streit
sehen davon ab, die alten immer wieder auf- FV * ^,e luckfichtslose I und August des vorigen Jahres zweifellos be- I Theoretikern der auf die sozialdemo-
gewärnten Phrasen und Legenden, auf denen ^ü'lnnsucht »eiter Kreise der Großfinanz, die ftanb, Erörterungen unliebsamer Art im Reicks- «Praxis auf Jahre hinaus keinen Kinder „Warnruf" fiißt, noch einmal zu wieder- Jn bet{ tage hervorzurufen. Wir hielten diese Besorg- °u-.uben toltb-. Die „Mauserungen", welche
holen; dagegen wollen wir folgenden neuen L$e ?; J,dL b A ? L Gewinnsucht ist niffe allerdings für übertrieben und hätten die ■* l" theoretischer Beziehung
Gedanken aus jener Kundgebung als für daS b f<kb^der auch d^ setzlgen frei- Einberufung des Reichstags zu eine»? erheblich H d"^^b"^Semacht hat, sind weit erhebganze Elaborat charakteristisch hervorheben. h?P h’ 9e96n Atreidezolle, sie früheren Termine, als es damals thatsächlich I «l- die durch die „Bernstemerei" ange- .Jn deni „Warnrufe" heißt es nämlich: „Nach LhlwolleÄn'^"ist, gewünscht; aber immeLn^ fehlte I in^bchrem TOp|am unb in ifiTPn Q|p| • xi •
meiner Ueberjeugung leibet es g«r leinen3n.eifeL SS » «SJSfe- Ä“ i"e6“i’ '«■ «>e erntShnt. im vergangenen Jahre, nicht »er'nL aekndert »iÄÄ ™ dost dl- npnpntnnrtinp <J'phrnffinn nnioms en. I 8 " I J T 11 • I nn Gkünden, die Expedition hinaus-tufenden I X' r9 • ü^knig sich vorläufig
Warnrufe" wären weit eher am Platze, ohne den Reichstag vorher zu be ragen Ganz Parteileitung, die be-
um den von der „Dossischen Zeitung" gerügten etwas Anderes aber ist es mit einer Truppen- JS «bei“(Ser.nfte.lnf4en Stand-
„Taümel der Aufwärtsbewegung" mederzuhalten Vermehrung, wie sie ja seit einem ^halben I Ä - steht, um liessen Theorien in prari schert, uud vor sehem Forcieren der Exportindustrie, Menschenalter ca. alle 5Jahre erfolgt a,U! ben Aeußerungen ersichtlich, die Singer
die freilich dem Handel und der Rhederei, aber I w<% ... . 9 . ' 9 ‘ I m München gethan hat. Der „Vor-
weder der Industrie selbst noch dem Wirth- • ^t>°r auch die ordnungsmäßige Vorlegung wärts" berichtet darüber das Folgende:
FruMunr, obzumahnen -"buen Heeresvorlage IM Spätherbst dieses .Den theoretischen Diskussionen über das, was Die gestern von ans wiedergegebenen Klaae 3a^reS ^^"nt unwahrscheinlich. Der Reichs- Einmal thun könne, wenn irgend welche
der freisinnigen I ^°hre 1893 den Glauben; ?es
Folgen des gewerblichen Stillstandes und der ^uinquenats acceptirt und dieser Gedanke ist deuiung beigemessen. Den Gegnern ?önne eres landwirthschaftlichen Nothlage mögen die Hanse- auch darum schon ein vernünftiger weil er sich allerdings nicht verdenken, wenn sie damit hausiren -tischen ®ro66«nbler nnb Rheber w7hl be-chlenl ?",at bi.' D-llASHlnngen bestimmten * »LE«,L»d-F,-»« ,°-mcb'n weme ES wirb auch fein Rheber nnb lein Kans- I ®'e mö8en hoch anch bie Frage beantworten, I hi»')™!» I werbe dadurch nicht ein Jota von unfern Ve.
mann fick iu der lleberieununn“ hesfSnniFinrnpr I toie e$ tommt, daß ein solcher Niedergang unter I B rauch die Sefswn 1898.99 eine I währten Grundsätzen geopfert, und wer uj“„b“ "Ukb! i 5 9 -rJ 6 Hamburger b Herrschaft der allein segensreichen Handels- Heeresvorlage und demnach wurde der Zeitpunkt dies dennoch thun wolle, der löse sich eben von der Upeun befennen; dergleichen ist nur für die tipttT^n(, für eine abermalige Heeresforderuna in der Partei Ws. In dieser Beziehung bestehe aber gar
Leichtgläubigen berechnet, denen man glaubt, Meinung Session 1903,04 gegeben se n ^ eme Gefahr daß die.Bemst/insLen Bäume in den
solchen Widersinn vorsetzen zu können. Doch £adLfr £ but* bte Fortdauer der Vertrage '' ' 4 9e0eDen 'ein" sozialdemokratischen Himmel wachsen. Sollte aber
auch in der Bevölkerung musi durck derartige Deutschland vor dem Niedergänge bewahrt Man wird nun vielleicht einwenden wollen, ^-nnal die Trennung kommen, dann, das stehe er Arte "erden soll.k M -b«.so wie die Flottenvor.agen von 1897/98 fAsener Männer %*£
keit solcher freihändlerischer Argumente er- —— ■■ I unj? 1899 1900 einander sehr rasch gefolgt seien I ein Konglomerat aller möglichen Elemente.^ Das
schüttert werden. Wie kann denn Jemand den , siuch die Heeressorderungen sich schnell folgen Schlußwort Singers wurde von der Bersammkung
Übrigen Darstellungen des „Warnrufs" glauben, Umschau. to£är! aber ein falscher Schluß, ^nomme°n°'"'' demonstrativem Beifall auf-
»b-L v°vr-b-.''L Wet «in« nrn. Heer --sorb-rnng? läfäTm Ä^SX-Ct* ttSf. »nÄV?"*’ "F9* bi--M°nstr.
' »- woll-n. nm bi« Un--hrh«ii M er- - ,3" ,di-I-n T-g-n ist vvn einer d-»«-N°"- -b-rhanpt erst zu sch-st.m dnL bst bereu
Wähnten „Gutachtens" unzweideutig nachzu- P°;^sp°ndenz gemeldet worden, daß dem «« dem Heen kann davon gar keine Rede Wunsch und Willen vor „Verkennung schützen
weisen, ein gleichfalls unverfälscht freihand- I Heeresvorlage zugeheu I le-^da der Fortschritt hier ein stetiger ge- zu wollen und sie als eine harmlose, biedere
stnschesBlatt, die,,Vossische Ztg.", reden laffen. b Vermehrung von etwa 2e>000 “ Ordnungspartei hinzustellen und die „Philister"
Dort heißt es in der „Finanziellen Wochen- m • n Infanterie verlangenJvurde, um die 41 Auch aus allgemeineninnerpolitlschen Gründen I für sie zu begeistern.
kschau" vom letzten Sonntag u. A : «negtrnentcr mit nur . Bataillonen auf 3 wäre die Einbringung einer Militärvorlage zur I »' j ——-. ■--
1 .Wahrlich, wenn irgendwo, so gilt es vom Wirth- ^aillone bringen zu können. Em Blatt hat gegenwärtigen Zeit ein schwerer Fehler. Es
.schaftsleben, daß sich jebe Schuld auf Erden hmzugewgt diese Vermehrung werde fehlt zur Zeit in Preußen und im Reiche wahr- SCI sÜdafrlkaNischk KNkg.
j*. ^-«WsKÄTäÄT» I irrten m«rb« nnb biefem HWLTL I Stag mbetriffl" h"*«""mnn 2 d-rüu o 8',,b'”‘>«nbl..„gen, die Gegenwart gemeßen; man wähnte, der Aufschwung Recht gewährt werden zu der Vermebruna Ja d-nk-n hn6 Pr im . doch daran Londoner Blatter berichten, Lord Kitchener
werde gar kein Ende nehmen. Jeder wollte es I „„xw Vermehrung Ja I venlen.daß er im nächsten Winter mit dem veranstalte nach Meldunaen aus Vretoria b-i,iP
dem Konkurrenten zuvorthun, jeder den größten I ^nb ^!?en 3U ^en, ah'llich wie es bei der Zolltarif und den voraussichtlich zu erwartenden I oder morgen eine Besvreckuna mit hm giPr
- Nutzen aus der Konjunktur ziehen. So! Hlnausfendung des chinesischen Expeditionskorps | Steuervorlagen zwei so harte Nüsse zu knacken I tretpm sRnthns un9 br~
| 5-rv- »Ubfing, brnnuf Wgrinbrt. wu.b-n b«r Fall gewefbn ,«i. haben wirb°b-b'es b/mi. vvstig gLg'stin L Y7"g^^Ng-"^H?i-?°°nJb-'dingn^g«n'
=I“ "e ""M bas bam“'61rr Wi
wMMÄT -mit S
3n d«n Augen, b« Mäbchevs glän^n mir sicher. Ich schlug es bim »ater rnnbweg „7ch n ch7 zu vni wä« v chles a°« 2 -anen. al« ,b !«.,« n™ ,b„„ ............I £ ,n ich ihm b-.ch.rt«. b-i m°inH-r, b«. ich >L 7ur faß'mich L zu spü.
e tä bmer anderen gehöre. Der Vater war „In wahnsinniger Angst durchsuchte ich das Lck-n^p?bw-b°n, f°Ste aber fern Wort. Haus, die Kniee schlotterten mir, aber vorwärts, Wochen vergingen wieder, die Angelegenheit nur vorwärts mußte ich. Und endlich endlich
Lm?itpmw °Eert. ^merkte wohl, fand ich den gequälten Mann, die geladene wie der alte Mann immer stiller und hin- Pistole in der Hand. Wie aeistesabwesend fälliger wurde, doch schrieb ich dies seinen starrte er mich an. Ich stürzte auf ihn zu und eines'^ßen be§ ®k' enttoanb mit einem „Gott sei Dan?!" die
eines Tages kam ich zn imgewohnlicher Stunde Waffe. Dann kniete ich vor dem alten Vater nach Hause und fand den Vater nicht in seinem 1 - ~ w auen 'oaicr
Zimmer, wohl aber einen Brief an mich. Eine unerklärliche Angst erfaßte mich, ich riß den Umschlag auf und las erbleichend:
„Mein lieber Rudolf!
Zürne mir nicht wegen des Schrittes, den ich thun muß, meine Verhältniffe find zerrüttet, ich stehe vor dem Bankerott. Die