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50 Mk Original-Roman von Irene v. Hellmuth.
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und Dich von der Bühne zu entfernen, damit nicht die frechen Blicke Anderer auf Dir ruhen, und alle Menschen Dich anstarren können, als
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„Ach, Geliebter, mir wird so bang auf einmal, mir klopft das Herz, wenn ich an Deine
mich damit zu ernähren, Liese, niemals! Vorläufig will ich es nur dahin bringen, Dich
wir gehören zusammen, und cs giebt nichts, was uns trennen kann, selbst meine Mutter wird es niemals dahin bringen können."
Lene war hinausgegangen, um auf den Wink bet Gebieterin einige Erfrischungen zu holen. -Oskar, nur in dem Gedanken, das geliebte Mädchen zu beruhigen, fuhr tröstend fort:
„Und dann noch eins, Liese, meine Mutter
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M. m (Sau.- 9libbi 9ladb. n Nord- i. Sonn, stand.
deshalb bei sich selbst beschlossen, bei paffender Gelegenheit mit ihrem Schwager Rücksprache zu nehmen, daß er diese Person baldmöglichst entlaffen sollte. Dann waren noch ein Zimmermädchen und ein Hausmädchen engagiert, ferner ein Hausknecht, der die beiden Reitpferde des Herrn zu versorgen hatte, und endlich noch ein Gärtnerbursche.
Das Haus war im Villenstil erbaut, aber groß und geräumig, so daß noch immer fünf bis sechs Zimmer unbenützt standen. Es lag unmittelbar vor der Stadt im vornehmsten Viertel. Die belebte Promenade führte direkt daran vorbei und bot dem Auge stets Abwechslung zur Genüge. Dicht am Hause lag der zwar nicht sehr große, aber wohlgepflegte Garten, an dessen Längsseite ein ziemlich breiter Fluß dahinrauschte; im Sommer mußte das ein hübscher Aufenthalt sein, zumal wenn die vielen alten Bäume kühlen Schatten spendeten. Jetzt lag freilich alles tief verschneit, der Fluß noch unter einer Eisdecke, aber es war schon Feuruar und da blieb zu hoffen, daß die Macht des Winters bald gebrochen würde.
Die großen Fabrikgebäude logen, nur durch die Straße getrennt, auf der anderen Seite, dem mächtigen Schornsteine entquollen dicke Rauchwolken, es herrschte ein reges Leben und Treiben da drüben. Das Klopfen und Hämmern drang gedämpft herüber in das Wohnhaus, rußgeschwärzte Männer liefen eilig hin und her und bearbeiteten die riesigen Eisenstücke mit ihren schweren Hämmern, daß es weithin schallte. Ein Bild emsigen Schaffens bot der weite, große Platz, der vollständig bedeckt war
mit Eisenschienen, mit Werkzeug und allerlei nöthigen Geräthschaften.
Nur einmal hatte Baron Rudolf seiner Schwägerin die Maschinenbau Fabrik gezeigt, diese jedoch war entsetzt geflohen vor dem Lärm und Getöse, sie hielt ffich die Ohren zu und erklärte, nie mehr einen Fuß in dieses Wimis setzen zu wollen.
Sie saß am Fenster und nahm huldvoll wie eine Fürstin alle die ehrerbietigen Grüße der vielen Arbeiter in Empfang Es war eben Vesperpause itttb die Leute eilten in die nahegelegene Kantine, um Durst und Hunger zu stillen, keiner ging indeffen vorüber, ohne die rußige Mütze vor der Frau Baronin zu ziehen. Das behagte ihr so recht, und sie träumte sich immer weiter in die Gedanken hinein, wie cs werden würde, wenn — —
Doch still, eben schritt der Schwager über die Straße, er nickte ihr freundlich zu und trat gleich darauf in das Zimmer. Er pflegte um diese Zeit stets ein Plauderstündchen bei ihr zu verbringen, und that dies auch heute.
„Guten Abend, Agathe, ist die Post schon da
„Ich glaube, sie wurde eben abgegeben, Rudolf."
Der Diener brachte verschiedene Zeitungen und Briefe, auch für die Baronin ein blaues Couvert.
Sie griff hastig darnach. Als ihre Augen die wenigen Zeilen überflogen hatten, entsank das Blatt der. zitternden Hand und flog zu den Füßen des Hausherrn.
Dieser hob es auf und reichte es zurück.
(Fortsetzung folgt.)
sichtigung. Das Arbeiterproletariat setzt ihre Kinder in die Welt, lediglich ihrem thieri sehen Drang zu stöhnen. Die ganz jungen Bälget, kaum daß sie laufen können, müssen mit ver- bienen. Diesen Leuten ist bas Kinb kein Heiligthum; vielmeht ein unnützst Mitesser, ein Gegenstand zur Bedienung, ein Möbel, das keinen Zweck hat, wenn man es nicht mit Püffen reguliert."
Als Seitenstück zu dieser zutreffenden Darstellung wird — wohl ziemlich unbewußt — in dem „Berliner Briefe" erzählt, wie dessen Verfasser mit der Stadtbahn an die Ufer des Lietzensees, wo „der Freund mit seiner kleinen Frau haust", gefahren ist. „Dort ist — so schildert der Chronist der „Breslauer Ztg." — nichts von städtischer Physiognomie zu spüren. Arme Leute pilgern hier heraus mit Kind und Kegel. Vater schiebt denjKinderwagen, Mutter, schon wieder eines fröhlichen Ereignisses gewärtig, wankt hinterher. Auf einem kleinen Sandhügel fitzt ein langer Kerl, abgerissen, verwahrlost in der Kleidung. Ich möcht' ihm nicht nachts im Walde begegnen. Er stiert ins Graue. Dann schneidet — urplötzlich, kaum in die Oede paffend — ein flottes Gefährt durch den Sand. Ein gelbes Wägelchen, in geschmeidiger Form gebaut, von braunen, flinken Juckern gezogen. Ein stämmiger Mann lenkte sie, mit verbranntem Gesicht und großen, behaarten Pratzen. Ein Häuserspekulant wohl, der sich sein frisch erworbenes Terrain hier draußen anschauen will. Ein hochmüthiger Blick — —, er ist vorüber."
Wohnungselends — das ist alles, was der Freisinn weiß, um das Großstadtelend zu lindern. Dagegen wird von ihm mit allen Kräften der Zuzug in die Großstädte gefördert und die „Freiheit" der Häuserspekulanten mit Eifersucht gehütet. Zudem werden alle Eingriffe in die „Menschenrechte" — wie beispielsweise Maßregeln zur Zwangserziehung und zur besseren Zucht der Heranwachsenden Jugend — bekämpft und die Bestrebungen, unser Volksleben mit dem Geiste des Christenthums zu sättigen und es damit gegen die Irrlehren des Materialismus zu feien, verhindert. Vielleicht gehen aber den freisinnigen Lesern des „Berliner Briefes" die Augen auf, so daß sie den Unterschied in der Haltung des Freisinns über und unter dem Strich
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Voll innigen Vertrauens blickte Liese dem Beliebten in die zärtlich auf ihr ruhenden Augen.
„Alles, Alles will ich gern mit Dir tragen, Oskar, im schlimmsten Falle habe ich auch ein kleines Vermögen, das —"
„Das ich niemals dazu verwenden werde,
Die „Breslauer Zeitung" hat hier — aller» — eine beißende
dings „unter dem Strich
Kritik freisinuigkommunaler Sozialpolitik geliefert. „Bildungsstätten", „Aufklärung", „Asyle" und dergleichen, allenfalls ein Millionenfonds als Grundstock zur Verbefferung des
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Deutsches Reich
Berlin, 14 Juni
- Einige Blätter stellen schon j tzt eine Z u - sammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren gelegentlich der preußischen Manöver bei Danzig als sicher hin. Diese kategorische Erklärung ist jedoch verfrüht. Es ist ja ein alter Brauch, daß die Monarchen Preußens und Rußlands sich gegenseitig einen Besuch abstatten, wenn große Manöver in den Grenzprovinzen stattfinden, und so
Ein Stück Großstadtleben
Wird in der freisinnigen „Breslauer Zeitung" — allerdings von deren Feuilletonisten im „Berliner Briefe" — folgendermaßen geschildert: „DaS alte Gedicht, das da meldet von der Großmulter, der Mutter und dem Kind, die in der hinlänglich bekannten dunkeln Stube beisammen sind, hat eine neue, anmuthige Illustration erhalten. Ort der Aufnahme: Berlin, wo es am dunkelsten ist. Da Hausen in einem finsteren Kellerloch, eng aneinander gepfercht, in Schmutz und Nnrath ein halb Dutzend Menschen: der Mann (Arbeiter), das Weib, ihre Mutter, ein siebenundsechzigjährige Greisin, und drei Jöhren. Das rechte, echte Konglomerat der „Verkommenen", wie sie trotz Wohl- lhätigkeits - Veranstaltungen, five o’clocks und Bazaren hier noch immer existiren. Doch davon später. Für jetzt den Thatbestand. Die Eltern des Hauses gehen am Sonntag ins Freie. Mit der greisen „Ahnfrau" bleibt nur das Jüngste der Familie zurück, ein trockenes, dürres Hafcherl, der Alten zum Schutze anvertraut. Doch kaum ist Vater und Mutter aus dem Hause, greift Großmama zum hochwillkommenen Lebenselixier. Sie befäuft sich und wälzt sich trunken auf der bloßen Diele umher. Ihr Schutzbefohlenes, das erst sieben Wochen alte, kleine Mädel muß sich ohne Kost und Stärkung behelfen. Im Gegentheil. Wenn das Kleine schreit, hält Großmutter es unter die Waffer- leitung. Und, als um zehn Uhr Abends das arme Ding sich wieder einmal meldet, nimmt die alte Vettel ihr Enkelkind und schleudert es aus dem Fenster. So geschehen am letzten Sonntag in dieser Stadt der Intelligenz.
Daß ein besoffenes Weib ein Verbrechen begeht, ist nicht neu. Aber, daß es ihr eigenes Fleisch und Blut ist, dem sie ans Leben tritt, das giebt zu denken. Lösten sich alle Begriffe von Gut und Recht? Ist das die gepriesene Stadt des Geistes, der Arbeiterbildungsstätten? Die Stadt, in der der Wahlspruch: „Die Aufklärung dem Volke" wieder und wieder gepredigt wird? Die Stadt, in der man sich im Erbauen volksbildnerischer Anstalten, im Ersinnen populärer Unterrichtsmittel nicht genug thun kann? Ja, man sehe nur nach in den ekeln, kotdurchtränkten Gassen des Nordens und Ostens, wo das Elend in düsterster Form noch zu finden ist, unter weich' „ethischen" Gesichtspunkten da das sogenannte Familienleben sich formt. Und gerade das Derhältniß der Eltern zum Kinde bedürfte in diesen Schlupfwinkeln des Jammers der behördlichen Beauf-
Umschau.
* Freisinnige Prptekt io ns wirth schäft.
Es ist bekannt, daß der Freisinn in denjenigen privaten oder öffentlichen Verwaltungen, in denen er die Herrschaft ausübt, bei Besetzung von Stellen nicht nach dem Gesichtspunkte verfährt, ob der Anzustellende für das betreffende Amt besonders befähigt, sondern danach, ob er ein besonders „zuverlässiger" Parteigenosse sei. Ein recht beachtenswerther Fall dieser freisinnigen Protektionswirthschaft hat sich in diesen Tagen in Berlin zugetragen. Dort ist die Stelle eines Stadtschulrates freigeworden; die Stadtverordnetenversammlung setzte also einen Ausschuß nieder, der die Personenfrage für die Neubesetzung des wichtigen Postens zu beraten hatte. Mit überwältigender Mehrheit beschloß dieser Ausschuß nun, den als hervorragenden Fachmann bekannten Direktor des französischen Gymnasiums Dr. Schulze, der zudem in den Berliner Schulverhältnifsen sehr bewandert ist, zu präsentieren, und dieser Vorschlag fand zunächst namentlich in den Lehrerkreisen Beifall.
Da nahmen sich die freisinnigen Blätter der Sache an und untersuchten die Parteifrage; dabei kamen sie zu einem anderen Ergebnisse als der Ausschuß der Stadtverordneten-Versammlung und es wurde in aller Stille eine „lebhafte Bewegung" unter den Mitgliedern der städtischen Körperschaften in die Wege geleitet, um gegen Herrn Dr. Schulze Stimmung zu machen, dafür aber den „bewährten" freisinnigen Abgeordneten Dr. Eickhoff, Oberlehrer am Realgymnasium zu Remscheid, — also einen auf dem Gebiete des Berliner Schulwesens unbewanderten und als Schulmann auch nicht gerade bekannten Herrn — auf den Schild zu heben. Nun wird wohl, nachdem Dr. Schulze seine Bewerbung zurückgezogen, Dr. Eickhoff um seiner Verdienste willen, die er sich für den Freisinn erworben hat, zum Berliner Stadtschulrath gewählt werden und auch in der Verwaltung der Reichshauptstadt, gemeinsam mit dem „Schulmann" Dr. Langerhans, die Interessen des Freisinns vertreten.
Mutter denke, wie wird sie es ausnehmen, daß jabrikal jhr Sohn mit einer Schauspielerin —"
Still, mein Lieb, nun nichts mehr davon,
nb Ess „uch öffentlich meine Braut nennen zu dürfen, gl IIIIV , ' v’ 1 r" *
(Nachdruck verboten.)
Die Fr uerliese.
bürte auch dieses Mal an den Zaren Nikolaus eine Einladung ergangen sein, den Massenübungen bei Danzig beizuwohnen. Verfrüht ist es jedoch, wenn man das Erscheinen des Kaisers Nikolaus in -Danzig bereits als gewiß hinstellt. Die Manöver finden erst im September statt, wie wollte der Zar schon so lange vorher über seinen Besuch bestimmen.
— Die beim Reichsgericht geführte Unterfuchung gegen den Urheber des Bremer Anfalles auf den Kaiser, Weyland, ist nahezu abgeschlossen. Die Akten werden voraussichtlich bereits Ende dieses Monats der Oberreichsanwaltschaft zugestellt werden.
pn. Die Besprechungen der preußischen Minister über den infolge Mißwachses im l a n d w i r t h s ch a f t. l i ch e n Gewerbe herrschenden Nothstand sind zu Ende geführt worden und haben zu einem vorläufigen Einverständniß über die zu ergreifenden Maßnahmen geführt. Die definitiven Entschließungen, namentuch auch über den Umfang der staatlicherseits ins Auge gefaßten Hülfsaktion hängen natürlich ton dem Er- gebniß der geplanten Reist in die Nothstandsgebiete ab. Dem Vernehmen nach soll diese Reise der Minister am 20. Juni angetreten werden. An den Besprechungen haben der Eisenbahnminister Dr. von Thielen, der Finanzminister Frhr. von Rheinbaben, der Landwirthschaftsminister Herr von Podbielski und der Handelsminister Möller theilgenommeu.
p. Aus einer übrigens durchaus nicht einwands- freien Mittheilung eines Blattes, wonach der Zoll- tarifentwurs einer gänzlichen Umarbeitung unterzogen werden soll, könnte irrthümlicher Weise gefolgert werden, daß die Fertigstellung der zoll- politischen Gesetzesvorlagen sich noch sehr in Lange ziehen würde. Dem gegenüber versichern die „Bert. Pol. Nachr." auf das Bestimmteste daß die Reichsregierung entschlossen ist, die gedachten Gesetzentwürfe dem Reichstage bei seinem Wiederzusammentritte sofort vorzulegen. — Etwas wesentlich Neues bringt die offiziöse Mittheilung nicht. Dem Reichstag muß doch wenigstens einige Zeit zur Be- rathung der wichtigen Materie gewährt werden.
— Die bekannte Bureauhilfsarbeiterfrage, die ihre einstweilige Leileguiig durch die Unterwerfung der Berliner Stadtgemeinde unter die Entscheidungen des Reichsgerichts gefunden und die zur Anerkennung der Hilssarbeiteikalegorie als Ee- nieinbebeamten führte, ist urplötzlich in ein neues Stadium getreten. Der jetzige Gemeindebeamte Mahlitz hatte vor kurzem eine Schadenersatzklage gegen die Stadt Berlin angestrengt, die auf Zahl mg von etwa 50 000 Mk. rückständig, s Gehalt nebst Zin'en lautet. Mahlitz begründet seine Ansprüche damit, daß das Reichsgericht seiner Zeit in seinem Prozesse erkannte, daß er seit dem Jahre 1879 als festangestellter Gemeindebeamter zu gelten habe. Er hätte demgemäß auch eine andere Besoldung und im Lause der Jabre weitere Zulagen haben müssen. Er sucht nachzuweisen, daß ihm durch das Verhalten der Stadt ein erheblicher Vermögensausfall zu Theil geworden ist. Auch in diesem Falle Mahlitz handelt es sich um die Präze- denzklage, der im Falle einer günstigen Entscheidung zahlreiche andere folgen werden.
— Am 1. Oktober werden eine Garde-Maschinengewehr - Abtheilung und vier Linien- Maschinen-gewehr-Abtheilungen gebildet. Die Uniform der Officiere dieser neuen Truppe ist folgende: Die Mütze ist ans graugrünem Grundtuch, der Besatzstreifen und Vorstoß um den Rand des Deckels ponceauroth: der Wassenrock von graugrünem Grundtuch: Knöpfe gewölbt und vergoldet; der Steh-
übernehmen; er ist ein edler, hochherziger Mann, sehr gerecht, unb hat mich außerordentlich lieb; ich hoffe viel von seinem Einfluß, er könnte mir Wohl eine Stellung geben."
„Aber davon hast Du zu mir ja noch gar nicht gesprochen, Oskar," fiel Liese ein, deren Gesicht sich hoffnungsvoll belebte.
„Du wirst Dich erinnern, Liese, daß wir überhaupt bis jetzt an die Zukunst wenig gedacht haben, daß wir nur der herrlichen Gegenwart lebten, aber nun tritt diese Sorge gebieterisch an un8 heran, ich habe mir in der vergangenen Nacht, als ich nicht schlafen konnte alles klar gemacht. Ich bin dabei zu meiner eigenen Verwunderung erst auf meinen Onkel gekommen und, verlaß Dich darauß Liese, der wird uns helfen, der ist so gut, so herzensgut." —
„Ach, das ist herrlich, Oskar, herrlich!" jubelte das Mädchen. Die Zukunft schimmerte den beiden Liebenden wieder im rosigsten Lichte, und als sie sich bald darauf trennten, war alle Sorge vergessen.
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Die Uebcrsiedlung der Baronin v. Hagedorn war eine Woche nach dem Besuch ihres Schwagers erfolgt. Sie hatte sich sehr schnell in die Rolle der gebietenden Dame des Hauses gefunden und kommandierte nach Herzenslust die verschiedenen Dienstboten.
Das war nun freilich ganz anders, als in ihrem einfachen Haushalte, wo man nur ein Mädchen für alles hatte. Hier wär eine Köchin die sich allerdings von der gnädigen Frau nicht viel einreden ließ, und die Frau Baronin hatte
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Sonnabend, 15 Juni 1901. "* W
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