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Zweites Blatt
17260 —
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Mittwoch, 5. Juni 1901.
«chheiut tielich «Hin tut Sßnttagm n»y wenn» «ne Feirriaßeo.
6wurt*tlteilage: Jllnftrirte» Eauutagtzblatt. qa
tarf Mb Berlar 3»h A»g. Sech Lck»erfitLt«-vRchdr>cke«i 00 xSUljig jRarbire Marti 91. — Telephon 55.
1. Betriebsfonds
2. Aus nutzbarem Kreisvermögen'
3. Einnahmen aus Verkehrsanlagen .
Einnahmen aus gemeinnützigen
Einrichtungen rc
5. Dem Kreise überwiesene Gebühren
6. Dotationen.....
LIH-ffcn-Naff«u und N-chbargcbiet- eingehenden Bericht über die Wegearbeiten im! § Biedenkopf, 3. Juni. Am Sonnabend
| ÖYfiÄtnn für hfH 6>rptS ftirdhfinirt bie Wegearbeiten auf 5 Jahre auf den Sitzung des Festkomites für das in den Tagen
jnciuutj |UL UUl MTO0 rrirkyyllM. Kreis zu übernehmen, feien auch seinerseits des J25., 26. und 27. Juli hier stattfindende
I 8 «rrchhain, 3. Ium 1901. Maßnahmen getroffen worden, um die Sache landwirthschaftliche Fest abgehalten. Den Vorsitz
f Unter dem Vorsitze des Herrn Landraths I ^dhtig und zielbewußt durchzuführen. Gerade I führte Herr Landrath von Heimburg. Es soll
W Schenck zu Schweinsberg fand heute im I das Walzen der Straßen koste um Kirchhain I besonderer Werth auf eine reiche Beschickung
I Areishause Hierselbst eine Sitzung des Kreis- I ^eium diel Geld. Neben dem Walzplan laufe I der Maschinen-Ausstellung gewirkt werden.
1 tages für den Kreis Kirchhain statt. auch noch der Pflasterplan. Er trage sich mit § Willingshausen, 3. Juni. Hi^
Sei dem 1. Punkte der Tagesordnung Han- | dem Gedanken, alle Orte des Kreises nach und | unglückte heute ein Arbeiter dadurch daß
1 beite es sich um Prüfung einer Ergän-1 V- ’ CJt ' Ä ' 7’
zungswahl und Einführung des Gewählten, dies sehr zu empfehlen und sogar notwendig. I Biedenkopf, 3 Juni "Wie Büraermeister I die ^amve nnb
» « war Nach fernem Pta» würde vielleicht i„ 8 J-Hrev Grüne"" dem .H Ä - mMH-ita h-b7» bw -bfchr-ubw Ke die Namme « Ivwen d» ch
bekanntlich bei der Wahl des Kreistagsmitgliedes | der ganze Kreis mit mustergültigen Wegen, die | Verbandlunaen in ^eivria eropftrn hnfc TipihoT I einen 9Uinhftnfe k;o ’ $
Vr-iE-rdvrf ein Fvrmsehe, Lffirt, Dieschikchieken LK die
der nunmehr durch Neuwahl ausgeglichen ist. | Straßen kamen zuerst an die Reihe. Ein | noch keine bestimmte Wabl getroffen worben ist I flafdbe jur Ervlnfinn nphmrfii
Die Wahl des Abg. Preis konnte für giltig Kreistagsmitglied wünschte, daß in dieser Be- daß jedoch B^nkopfinsiifernAE^" aut fc Mal«? 3 J?ni ^J„ hnrin <•“* Ä M vn d -r . J Ä» b°'d b°-°-!>ch«„ «vn'gun? eines solchen L wu-b.» tazt-i «Äs-gni-L" W
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den ernannt die Herren Schneller-Hatzbach, Mitglieder führten Aehnliches aus. Der H?rr Sn Sa 20 unS H ff ’s
Pau sch-Langenstein- und Reinh. Römer- Vorsitzende brachte alsdann das Wichtigste aus einiopn ?" b t’°t er. v u s ..
i Kirchhain. dem Verwaltungsbericht des Kreises I Mannheim hierher gezogen I Die ErMÜldUNg des RlttMelsters
Lebhaste Diskussion entwickelte sich nunmehr für 1900/1901 zur Verlesung. Betreffs der verbältniffpn <rLa mt^^en Vermögens- I y Krosmk
Bgt»7 Neides 6SgW z-dunchm hatte er »ne ^e"berei.e7 ÄÄ
-//^"bskosten Damals wurde der Be- diese Mittheilungen schloß sich die Feststellung hg^e HeutSEaen^lseß" sich^^ Wachtmeist^
Muß gefaßt, die Unterhaltung der Wege auf des K re r sh a us Haltsetats für das der Familie sehen ^der Beutel mit den Trüb- ^ne Unschuld betheuert. Außerdem werden noch den Kreis zu übernehmen und zwar vorläufig Rechnungsjahr 1901. Er stellt sich wie folgt - I 7;' Oel t .öen | weitere Briese von Marten und Hickel verlesen, die
auf fünf Jahre. Der Herr Vorsitzende gab zu- | Einnahmen. ® | Ä1 worden, sodaß | sämmilich Unschuldbetheuerungen enthaltem
nächst von dem Beschlüsse des Kreisausschusses Kenntniß, wonach der Antrag aus formellen Gründen nicht annehmbar sei, weil Sachen vor- i 4. ausgesetzt und behauptet würden, die gar nicht I vorhanden seien und weil auch der Beschluß ! gefaßt und nicht so ohne weiteres umgestoßen | , ..........
»erden föijne. Daß der gegenwärtige Modus! Bei räae° der beic richtige wäre, sei erst kürzlich auf der I untergebrachten Geisteskranken “ Landraths-Conferenz in Fulda zum Ausdruck 9- Rückerstattung der Kosten zur gebracht worden. Alle Kreise hätten fast die Unterstützung von Familien der zu Unterhaltung der Wege auf die Allgemeinheit 10. Ksgemein^"^^^^ Reservisten „ (
ein?W9?u§nQ‘Bn^e'rnnApn^e s Hierzu ist zu bemerken, daß eine Abrechnung über I Sohn auf dem Sopha, Frau Ehrmann saß"in
eine Ausnahme machen Kreistagsmitglied den Betrieb der Ohmthalbahn noch aussteht “i,” I einer ffrfi s,a
Prediger führt in der Begründung des An- der LS Jt
träges aus, daß den Antragstellern der Beschluß | &ie Einnahmen die Ausgaben nicht überschreiten, des vorigen Jahres mit seinen näheren Modifi- Ausgaben.
kationen nicht so ganz verständlich gewesen sei; | 1- Betriebsfonds t§ handle sich hauptsächlich darum, Klarheit zu ?• Vermögensverwaltung....'. schaffen, denn die Stadt Kirchhain müsse Verzinsung wad Tilgung der Passiva * mehr bezahlen za den S-ebän-nL i »M»: ;
Haltungskosten als früher. Einigen weiteren | 6. Leistungen an den Bezirksverband -Erklärungen, die Redner damit verband, trat '• Verkehrsanlagen ....... der Herr Vorsitzende entgegen. Herr Abg. 8" «777?""^ unb wohlthätige JA* J ’ Speckswinkel bat die Antragsteller, ihren 9. Unterstützungen an die zu Hebungen Antrag zuruckzuziehen. Herr Kammerherr j einberufenen Reservisten . . . Schenck zu Schweinsberg glaubt, daß es ??• Insgemein . .......
»°r nicht bei den Wegen auf die Kilometer- 1L Znwna°^der XHIö7nV“nb ^er= hn9e, sondern darauf ankäme, wie sie benutzt nommenen Zinsen .
wurden. Nachdem Abg. Prediger noch dar- I on kotTt Titel or, - <. ■"
in 9lnsr>n,^> L-o° <- I '
A_. I man im Hause, wo man die Verhältnisse genau | Darauf wird Hickel auf Verlangen des Präsidenten 10006,- Mk. kannte, schon halb und halb annahm, E. sei Unausgeführt, und dieser stellt jetzt an Marten die
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I inzwischen machte sich aber tn dem Haufe #tn I Karabiner auf ihn richteten, um ihn zu verletzen? —
451,— , I durchdringender Gasgeruch bemerkhar, was den ! Marten: Ich bin es nicht gewesen. — Präsident: Geben
1221- „ Besitzer des Hauses veranlaßte, auf die Polizei Sie auch nicht zu am Guckloch gestanden zu haben?
W- : Lücken, um die W-huunz **,„ taffem Ä’Ä «r
I £en Eintretenden bot sich dann tn dem einen I ungünstig für sie ausgefallen ist. Sie können die Zeit
1793,63 , I kleinen Zimmer neben dem Wohnzimmer, dem j von 10 bis 15 Minuten nicht angeben. Sie können
Schlafzimmer der Söhne, der schreckliche Anblick nicht sagen, wo Sw gewesen sind in dieser Zeit. 40«.- . °°" M *. dar Die beiden erwvchfenen »x 'KL 5Ä
Söhnen lagen in ihren Betten, der jüngste Sie die 10 bis 15 Minuten gewesen find. — Marten: . ... , ... .... V '7 *■' Tz— i.l I ES ist möglich, daß ich irgendwo länger verweilt habe,
den Be rieb der Ohmthalbahn noch aussteht; nach einer Ecke des Sophas, Ehrmann aus einem *Mabe nichts mit der Sache zu thun gehabt. - Mittheilungen der Eisenbahndirektion werden jedoch Stubl Heber die Voroänae selbst ist borlnnfin ber, wieder hereingerufene Hickel bleibt dabei, h,e ----• I "eoer ote Borgange selvsi ist vorlausig ba6 er vollständig unschuldig sei.
nichts Bestimmtes zu sagen, auch nichts darüber, Skobeck erklärt sich bereit, seine Aussage zu be- I ob die jungen Leute freiwillig mit in den Tod I schwören; der Staatsanwalt beantragt, ihn zu ver- 10000,- Mk. gingen. Die Thatsache, daß sie ohne Kleider fldigen, die Vertheidiger widersprechen, da Skobeck ,,60,— , im Rett Tonen Tn6f fnff nnf bnS (Senentbeil I selbst verdächtig und seine Aussage Nicht glaubwürdig
4146,08 . w.E lagen, laßt fast auf das Gegentheil fei. Der Gerichtshof tritt darauf in eine längere Be-
7939,50 , schließen, sie sind in gewohnter Werse zur Illuhe rathung ein. Nach anderthalb stündiger Berathung
820,— . I gegangen ohne Ahnung davon, was ihnen I wird nochmals in geheimer Sitzung in die Beweis-
6930,- . bevorstand. Man nimmt an, daß E., nachdem °us"°hme eingetreten Schließlich verkündet der Vor-
' m1 iÄ®?" gelegt *»« ÄV.1. ?ü'Äi Ä,
9 943,04 , I war, den Krahnen der Gasleitung öffnete; vor- I leit nicht zu vereidigen.
! her hatte er Fenster und Thüre geschloffen und j . Während der einstündigen Pause, die ber geheimen
400,— • | das Schlüsselloch der Thüre mit Watte verstopft. | Gerichtshofes folgte, hatte der Vicewachi»
265,82 . | 0 <x • ~ Tipr hprnnnnpnp meister Schneider gemeldet, er könne Angaben zur
, ^»kge«, 3. Ium. Der vergangene Samv- I Sache machen. Er erzählt: Am Tage von Skopecks
tag war ein Tag folgenschwerer, tieftrauriger Haftentlassung war ich als Ordonnanz zum Herrn Unglücksfälle. In der Walzengießerei von Emil I Kriegsgerichtsrath Lüdicke kommandirt. An demselben Peipers u. Co. war der Schlosser Albert Daub Tage war Hickel entlassen Herr Kriegsgerichtsraih -u- K°-n N°chmittags ,wisch-» 3 unb 4 Mr "£5Ä'SSÄÄt Ä . - „ ... --------------- , , Mit Schleifarbeiten an einer Lchmirgelscheibe Herr Rath noch etwas zu fragen hatte. Während
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MÄrnÄ L WfV ‘e Ä-er - Un” L°Ä Ä«rÄetT&"btnD:"b L t &
tyagW1bi. «n. w irn «L non 19 Mten. - Ei» U, ÄÜÄÄS&»
Anders aussehen Eine AnfrnnP I st'üung eines Obstbautechnikers,- andere Kreise, | Mädchen von Hammerhutte, das ,n der können auch Eivilisten gewesen sein. Präs.: Das sagte
Wrediaer wieviel Steuern denn i» e- t »k I tote 4‘ Marburg, feien in dieser Beziehung Koblenzerstraße über eine schmale, schräge Mauer ! er am fünften Februar? — Schneider: Jawohl, i. B ^aufgebracht würden beantwnE?^^ ? schon vorangegangen. Herr Prediger, wie auch laufen wollte verlor den Halt und stürzte ab. Es Skopeck gibt an, er könne sich darauf nicht besinnen
B“nrre A Obstbau- fiel so unglücklich auf ei? Gitter, daß die Spitze N^st^s mcht^ unwahr,^kopoch daß Sie das
Mssen bezahlen Die Sindersfelder w^rd->n überflüssig. Einige Gemeinden, eines Stabes ihr tief in den Arm drang, diesen | es gesagt habe. Präs.: Weshalb haben Sie denn aber
recht aem bock besteuert fpin ^’UIPe» tote Neustadt, Schweinsberg u. s. w. hätten ! aufriß und die Pulsader zerschnitt. Ein be-! mal so und mal so gesagt ? Skopeck schweigt.
Röihine dazu hätten fim £>,ipr ?s fachkundige Leute. Abg. Römer meinte, man deutender Blutverlust war die Folge, trotzdem „ Für die Playdoyers wird die Oesifentlichkeit
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Diesem Sinne weiter zu verhandeln- im arosien l>afur ausgeben. Die Anstellung eines annahm und die Ader unterband. - Em drittes dem Heere, Ehrverlust, Versetzung in die zweite Klasse
Staatswesen fei es in nnA fn kn6 ( 11 | Obstbautechnikers wurde schließlich mit 11 J Unglück ereignete sich in einem Hause an der ! des Soldatenstandes, außerdem wegen Meuterei gegen
telegene Salbbörfer J Segen 8 Stimmen abgelehnt. Der Etat Marienbornerstraste. Abends kurz nach 10Uhr Marten 2>>, gegen Hickel 2 Jahre Zuchthaus; gegen
Ätal r''?' f/b »nsg-b-Wit 870003M. tau», einige °°r ihren H-nfer/sttzenb. P--. ,M7°"r.n.d>"ä-?."-"n''.Ä.'/,"t
Unterhaltung derselben he?angezoae/ würden 3ur @r^blmß ^langen 4o Proz. sonen m der von der Famille Sandformer D.ller wegen Fahnenflucht und Freiheitsberaubung 1 Jahr
Prediger zog herauf Ä« eÄS ^"'ssteuern. «emietheten Wohnung emen leichten Knall; in Gefangniß.
k'chner des Antrages dies befürwortete, denselben I ------------ I ^emf^tl®n . Augenblick bemerkte man Hellen I ■---- ... . .... =
urück. Auf Wunsch des Herrn Vorsitzenden I euerscheln in ber Krche Kurz darauf stürzte verantwortlich für die Redaktion: Han» Hupf,,
v -ovHHfwwen । l die Ehefrau Diller lichterloh von Kopf bi6| zu | in Marburg.
Fuß brennend aus dem Hause, laut um Hülse schreiend. Man versuchte der Unglücklichen habhaft zu werden, doch riß die brennende Frau, sich in ihren schmerzen immer wieder lo§. Schließlich gelang es, nachdem einige Personen selbst Brandwunden an den Händen erhalten hatten, die Unglückliche auf den Boden zu werfen und das Feuer durch Decken zu dämpfen. Man schaffte die Schwerverletzte i in das Krankenhaus, wo sie bereits gestern von Hier ver- ihren furchtbaren Leiden durch den Tod erlöst ’S* ÄSaie^fP | Sta^’atftiiL w"d°'„. Tat «Tg ®&”t?XTTf
auch noch der Pflasterplan. Er trage sich mit