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(Nachdruck verboten.)

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bleiben, daß sie seine Frau werden würde.

mich tapfer, aber zürne mir nicht.

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hörten, amerikanische Löhne zu zahlen; die letzteren aber seien der Stolz Amerikas, und die Vereinigten Staaten würden sofort auf den europäischen Hunger-Standard herabsinken, so­bald sie den Hochschutzzoll Preisgeben.

Das Gerede von demeuropäischen Hunger- Standard" ist natürlich bloß tendenziöses Ge­klingel in den Ohren der selbstbewußten Amerikaner, die dortigen Arbeiterführer wissen es besser. Allein mit dem Hinweise, daß die Wurzel der industriellen Kraft im heimischen Markte liege, hat Präsident M'Kinley un­zweifelhafte recht.

so jammert die

kinder dem Zauber einer reinen, süßen Liebe ergeben möchte! Das Herz des Fürsten em­pfindet die Liebe ebenso, Wiedas des Bettlers!"

Er stützte den Kopf in die Hand und starrte trübe vor sich hin.

Ob Leopold das verwinden wird?" fragte er sich.Er thut mir leid, aber ich kann ihm nicht Helsen."

komme, weiß ich im Augenblick selbst noch nicht! Ich reise, um zu vergessen, was ich vergessen muß um Deinetwillen. Ich bringe Dir dies Opfer. Ich hoffe, draußen leichter überwinden zu können, da ich der Ansicht bin, daß ein rascher, sicherer Schritt am besten die Wunde heilen kann. Ehe sie nicht vernarbt ist, kehre ich nicht zurück! Was soll der tägliche, aufreibende Kampf mit dem Un­möglichen? Ich sehe wohl ein, daß ich als der einzige Sproß eines fürstlichen Ge­schlechtes die Erfüllung meines heißesten Wunsches nicht von Dir fordern kann und darf. Ich ging ohne Abschied von Dir, weil ich uns beiden den Schmerz ersparen wollte. Vielleicht erräthst Du, was mich forttreibt! Es kam so, ohne meinen Willen, ich wehrte

Die Wirren in China.

Wie Laffans Bureau aus Peking meldet, hat Graf Waldersee an Li-Hung- Tschang ein Schreiben gerichtet, worin er zu der Wiederbesetzung der Provinz Tschili durch die chinesischen Truppen seine Genehmig­ung ertheilt und seine Bereitwilligkeit ausspricht, dieselbe auch auf Peking näher gelegene Distrikte auszudehnen, wenn die Ordnung aufrecht er­halten und genügender Schutz gewährleistet werden würde. Unter dieser Bedingung würden die Verbündeten Paotingfu und Peking räumen. Graf Waldersee fährt in seinem Schreiben fort:

genug?"

' Sie schüttelte den Kopf.

Vorläufig bin ich auf zwei Jahre hier festgehalten."

Und dann?"

ist L-Dreaäe ferd. rom«.

«uhr, daß sie all das Gute, das sie in seinem wause empfangen hatte, all die Liebe so schlecht

Im Wahlkreise Greifswald-Grimmen hat es das konservative Wahlkomitee an Fleiß und Eifer gewiß nicht fehlen lassen; allein gegen­über der unablässigen Wühlarbeit der Heer- schaaren des vom Portemonnaieverein kräftig unterstützten Nordostbundes desWirklichen Geheimen Oberbauern" und der anderen anti­agrarischen Elemente fehlte eben die nachhaltige und beständige Kleinarbeit, die später durch eine noch so eifrige und kräftiae Wahlagitation nicht mehr ersetzt werden kann. Im Greifs­walder Bezirk haben bei dem bedauernswerthen Wahlausfall ohne Zweifel die verhetzten National­liberalen und andere Unzuverlässige, die dem Schwindel der Sattler und Konsorten glaubten, den Ausschlag gegeben. Die Sozialdemokraten

Unbedingtes Zusammengehen der Nationalliberalen mit dem Freisinn empfiehlt dieNationalzeitung" wieder einmal. Bis jetzt hat das genannte Blatt diesen Ideal - zustand" noch nicht herbeizuführen vermocht, daher beschränkt es diesmal seinen Vorschlag auf Preußen, in dessen Landtag diedrei liberalen Fraktionen" seit Jahren fast in allen bedeutsamen Fragen zusammengewirkt hätten. Eine Kooperation der gesammtenLiberalen" in Preußen gegen die Konservativen bei Neu­wahlen ist nach der Meinung derNat.-Ztg." ebenso durchführbar wie es in Bayern daslang­jährige Zusammenwirken aller Liberalen gegen den Klerikalismus" gewesen sei. Unserer Meinung nach aber werden sich die National­liberalen im Lande die Sache doch noch sehr überlegen, ehe sie diesem Rate folgen; denn ein Kampf gegen die Konservativen in Preußen würde nicht lokalisirt bleiben, sondern auch auf die Reichstagswahlen einwirken und die National- liberalen auch im Reiche an die Seite des Freisinns drängen. DieFreisinnige Zeitung" steht darum auch dem Vorschläge derNational­zeitung", der zur Ersparung der wiederholten Satzkosten am besten stereotypiert würde, recht

Das bedrückte Erika sehr, sodaß Kühne im Laufe des Abends mehrmals fragte:Wo ist denn Deine frühere Heiterkeit geblieben, Mädel ? Du bist nicht mehr wie sonst."

Erika schlief nicht diese Nacht. Zu viel war an dem vergangenen Tage auf sie eingestürmt und hatte sie erregt bis ins Innerste.

Und immer und immer wieder sah sie ein dunkles Augenpaar vor sich, das sie so eigen anschaute, so daß ihr Herz in schnelleren Schlägen pochte.

Was Erika sich einmal vornahm, das führte sie auch aus. So schwer es ihr wurde, sie machte Ludwig doch klar, daß seine Hoffnungen sich nicht erfüllen konnten.

Du wirst schon diejenige finden, die Dir bestimmt ist, und Du wirst glücklich werden. Du verdienst es," sagte sie.Ich habe Dich immer lieb gehabt, wie einen Bruder, aber Deine Frau kann ich nicht werden Ich bitte Dich, zürne mir deshalb nicht, das würde mir weh thun."

Er schüttelte traurig den Kopf.

Wie könnte ich Dir zürnen,, ich sah es längst voraus, daß es so kommen würde. Wenn Du mich lieb hättest, Du würdest längst zurückgekehrt sein! Und dennoch hoffte ich! Aber gestern, im Theater, habe ich meine letzte, Hoffnung begraben. Die Eifersucht schärfte meine Augen, und so gewahrte ich, was Keiner sah. Als Du halb gelähmt von Schreck das Kästchen plötzlich aus der Hand fallen ließest, da beugte sich aus einer der Logen das bleiche Gesicht eines jungen Offiziers mit solch ängstlicher Besorgniß in den Zügen, daß ich sofort fühlte, der liebt Dich, Erika,

Armer Junge," . . ___

ich weiß, was Dich forttreibt, habe es ja wachsen sehen, von Anfang an.Armer Junge," seufzte er noch einmal,das ist FürsUnloos. Wir müssen das widerspenstige Herz mit Gewalt zwingen, müssen ihm Fesseln anlegen, wo es sich jauchzend, wie das der anderen Menschen-

der eine Moment hat ihn verrathen! Gleich darauf sah ich ihn in stürmischer Eile die Loge verlassen. Es trieb ihn zu Dir hin, Niemand wußte ja recht, was geschehen war, bis sich die Sache aufklärte. Er wähnte Dich vielleicht krank. Mich erfaßte ja auch eine tödtliche Angst, aber ich konnte nicht zu Dir eilen, wie Jener. Nur das eine sage ich Dir noch: Hüte Dich, vor dem goldenen Käfig, mir scheint, man will Dich bereits einfangen!"

Erika war glühend roth geworden. Sie senkte den schönen Kopf, um dem Freunde ihr Empfinden zu verbergen. Als er dann gegangen war, schlug fie die Hände vor das Gesicht und weinte bitterlich. Eigentlich konnte sie sich nicht Rechenschaft geben, weshalb, aber die Thränen ließen sich auch nicht zurückdrängen. Sie ließ ihnen freien Lauf.

Se. Durchlaucht wünschte Erika noch in ver­schiedenen Rollen zu sehen. Sie studirte eifrig und mit großem Fleiß. Man ließ ihr genügend Zeit, damit sie sich gut vorbereiten konnte.

Die junge Sängerin war schnell der erklärte Liebling des Publikums geworden. xin.

Se. Durchlauft, der Fürst saß vor seinem kostbaren Schreibtisch, einen offenen Brief in der Hand, den er heute Morgen daselbst vorge­funden hatte. Das Frühstück stand noch unbe­rührt vor ihm, er überstog wohl zum fünften oder sechsten Male den Inhalt des Schreibens. Cs war von seinem Sohn und lautete:

Liebster Vater! Zürne mir nicht, wegen des eigenmächtigen Schrittes, den ich unter­nommen. Ich trete eine längere Reise an. Wohin fie mich führt, und wann ich zurück-

SHatbutn

Sonntag, 2. Juni 1901.

burgische Zeitung" eine sehr falsche Be- urtheilung M'Kinleys. Die herrschende Partei, welche er vertritt, denkt gar nicht daran, der Eroberung fremder Märkte wegen auch nur einen Zoll breit des heimischen Marktes zu opfern. Der M'Kinleyismus ist von dem Gedanken getragen, daß die amerikanische Industrie mit dem gesicherten heimischen Markt als Wurzel ihrer Kraft den gesammten Weltmarkt erobern könnte, wie denn überhaupt die Amerikaner allen anderen Nationen um so mehr überlegen seien, je mehr fie sich weigerten, dem Ausländ Konzessionen zu machen.

Zu ihrem Schmerz haben die genannten Optimisten inzwischen aus M'Kinleys späteren Reden zu Gunsten der Dampfer-Subvention er- k°nnt, daß sie des Präsidenten Expansionsreden fälschlicherweise für Ankündigungen einer liberalen Zollpollitik gehalten haben. Die Dampfer-Subvention wird ja von M'Kinleh damit begründet, daß es der amerikanischen Industrie unmöglich sei, Dampfrr so billig zu bauen und zu bemannen, wie d ie europäische es kann, es sei denn, daß die Amerikaner auf-

Das Heimathlied.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Aber warum suchten Sie mich nicht vor der Vorstellung auf?" fragte Erika.

Wir fürchteten, Dich aufzuregen," warf Ludwig ein.

Heimlich haschte er nach ihrer Hand, und dieselbe an die Lippen führend, flüsterte er dem Mädchen ins Ohr:Wann wirst Du endlich

Zur Reichstagsersatzwahl in

Greifswald

* Die Konservativen haben bei der Nach­wahl im Kreise Greifswald - Grimmen eine Niederlage erlitten. Das durch das Hinscheiden des Herrn Grasen von Bismarck - Bohlen er- sedigte Mandat ist dem Mitgliede der Frei­sinnigen Vereinigung, dem Abgeordneten Gothein, mit einer Mehrheit von etwa dreitausend ßtimmen zugesallen. Dieser Wahlausfall ist tief bedauerlich, daß er hätte verhindert werden können, ist unsere feste Ueberzeugung.

Man kann sich denken, daß die vereinigte Linke, welche den Konservativen das Mandat ! entrissen hat, in lautem Siegesjubel schwelgt. ! Jleue Frühlingshoffnungen durchglühen die i liberalen Mannesseelen. Allein, wenn behauptet \ wird, das Wahlergebniß sei symptomatisch, es ; sei dadurch erwiesen, daß die Mehrheit der , Bevölkerung selbst in einem ländlichen Bezirke den freihändlerischen Ansichten des Neugewählten \ zuneige, daß namentlich der kleine Landwirth Peinzusehen" beginne, daß er von erhöhten i Getreidezöllen keinen Dortheil zu erwarten habe, jso ist das unrichtig.

An und für sich schneidet die Rechte bei F allen Nachwahlen ungünstig ab. Der Mangel einer festen, stetig arbeitenden Organisation macht sich hier doppelt fühlbar. Die in jeder s Weise besser organisierten und beständig agi- | tierenden Parteien der Linken werfen ihre besten Kräfte in die erledigten Wahlkreise und gegen eine solche agitatorische Uebermacht, die noch

haben verständnißinnig zur Hälfte gleich bei der Hauptwahl für den Freisinn gestimmt, und eine große Zahl von Indolenten ist von der Urne ferngeblieben. Die konservative Partei nimmt also den Greifswalder Wahlaussall keinesfalls mit dem Gefühle der Entmuthigung, wie die Gegner ihr das unterstellen, auf, sondern sie entnimmt aus ihm im Gegentheil einen kräftigen Ansporn zu neuer, innigerer Samm­lung, zu besserer Vorbereitung, zu energischerer Abwehr.

Es ist nicht richtig, daß die ländlichen Wähler Greifswalds für den freihändlerischen Kandidaten den Ausschlag gegeben hätten. Nach derPommer- schen Reichspost" brachte es der konservative Be­werber in den sieben Städten des Wahlkreises nur auf rund 1500 Stimmen, während der Frei­sinnige rund 6500 Stimmen auf sich vereinigte. Diese Unterbilanz durch ländliche Stimmen aus­zugleichen, war in der für die Landleute un­günstigen Wahlzeit unmöglich. Sind nun die Konservativen unterlegen, so sind sie mit Ehren unterlegen. Dievereinigte Linke", die gegen unsere Partei den Sieg ersochten, wäre ja ohne das Wohlwollen der Socialdemokratie nicht sieg­reich gewesen.

Eine bunte Gesellschaft ist es, welche den Greifswalder Konservativen überwunden hat. Sie besteht aus Nationalliberalen, aus Mit­gliedern einer Partei, die angeblichgeschlossen" für landwirthschaftlichen Zvllschutz eintritt und die nun einen reinen Freihändler in den Reichs­tag verholsen haben; aus Freisinnigen männ­licher und weiblicher Richtung, die sich fast tagtäglich in den Haaren liegen, aus Sozial­demokraten, die allerdings den zuverlässigen Kern der Antikornzollparteien bilden, und aus allerhand Mitläufern, die sich durch den Schwindel von derkonservativen Gefahr" für Krone und Regierung haben an der Nase führen lassen.

Wir machen kein Hehl daraus, daß wir den Wahlausfall in Greifswald lebhaft bedauern und zwar deßhalb besonders lebhaft bedauern, weil er hätte vermieden werden können. Allein wenn die Niederlage wie wir erwarten dazu führt, daß man sich in den politisch konservativen Kreisen zu ständiger, unab­lässiger Arbeit in propagandistischer und organisatorischer Richtung aufrafft, daß man in dem Gefühl, auf die eigene Kraft ange­wiesen zu fein, sich in keiner Weife auf fremde oder befreundete Hilfe verläßt, daß man die Provinzialpresse unterstützt und überhaupt sich opferwillig zeigt, so wird der Greifswalder Sieg der Linken ein Gewinn für die konser­vative Partei sein.

Umschau.

* Der Segen der Zollschutzpolitik ist neuerdings in keinem Lande so deutlich zu Tage getreten wie in den Vereinigten Staaten Amerikas, wo die Auslandskonkurenz mehr und mehr zurückgedrängt und der innere Markt für die einheimische Industrie immer besser gesichert wird. Wurde in der letzten Zeit die Meinung verbreitet, die Amerikaner hätten die Absicht von ihrem Hochschutzzollsystem abzugehen, so hat diese Illusion bald schwinden müssen. Dazu hat die Reise des Präsidenten Mac Kinley durch die Unionsstaaten viel beigetragen.

In den Ansprachen, die der Präsident dabei hielt, redete er nämlich von den ausländischen Märkten, welche gewonnen werden müßten; Märkte" seien wichtiger alsGrundsätze", und das amerikanische Volk sollte frei von den Fesseln der Vergangenheit die Lösung der neuen Aufgaben muthig in Angriff nehmen. Die Optimisten meinten, der Präsident, der doch früher als Hochschutzzöllner stets die Wichtigkeit des heimischen Marktes betont und dessen Sicherung für die amerikanische Industrie für das A und O aller Handelspolitik erklärt habe, halte die Zeit für einen Bruch mit dem Hoch­schutzzoll für gekommen und wolle eine

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(118 wieder heimkehren, Erika? Ist es noch nicht

Preise: einzutreten pflegt, wenn das Feuer aus den <366 Nägeln brennt, nicht aufkommen.

Sie wandte sich ab. In ihren Augen standen plötzlich funkelnde Thränen, deren sie sich vergebens zu erwehren suchte. Sie fühlte pmti« sie konnte Ludwig nie das werden, was er sich wünschte. Jetzt konnte sie es nicht mehr. Es that ihr so leid, den braven Jungen be­trüben zu müssen. Wie undankbar mußte fie

Aber lügen wollte sie nicht, deshalb beschloß leaenübe Ludwig alles zu sagen, um ihm klar zu <173 wachen, daß sein Wunsch sich nie erfüllen könnte, n ßaeet Cs mußte sein, mochte es ihr noch so schwer allen, er durfte nicht länger in dem Wahn

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