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Marburg

Sonnabend. 18. Mai 1901.

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36. Jahrg

Obstruttion.

* Ter Reichstag ist.Mittwoch nach noch vierstündiger Arbeit unter schrillen Mißtönen aufeinander gegangen. Eine verschwindende Minderheit, bestehend aus Sozialdemokraten und Freisinnigen, von denen übrigens nur die soge­nannten Platzhalter anwesend waren, hat es fertig gebrachr, die große Mehrheit des Reichs­tags zu vergewaltigen, einen vorzeitigen Ab­bruch der Sitzung herbeizuführen und damit das Zustandekommen des Branntweinsteuer - Noth- gesetzes zu verhindern. Die Folge davon ist, baß das bestehende Branntweinsteuergesetz mit dem 1. Oktober in einem seiner wichtigsten Bestandtheile durchlöchert wird und daß die Brennerei-Industrie vor eine Krisis gestellt ist, während die Spiritusspekulanten sich vergnügt die Hände reiben. Hauptsächlich wird davon ein großer Theil der deutschen Landwirthschast betroffen, der infolge der Unrentabilität des Aörnerbaues sich zu dem landwirthschaftlichen Rebengewerbe der Branntweinbrennerei geflüchtet hat und sich nun wiederum in seiner Existenz bedroht sieht. Die Verantwortung hierfür trifft nicht nur die obstruirende Linke, sondern auch /die Majoritätsparteien, die nicht thatkrast genug entfaltet haben, um wenigstens die Brennerei­steuer, die unter den gegenwärtigen Umständen mit denk 1. Oktober erlischt, zu retten.

Der Verlauf der Sitzung ist sür unsere ge- sammten parlamentarischen Verhältnisse, über die die Klagen im Lande immer größer werden, recht bezeichnend. Schon am Montag bestand kein Zweifel mehr darüber, daß die Linke alle Mittel der Geschäftsordnung anwenden werde, um das Zustandekommen des Nothgesetzes zu verhindern. Man hätte deshalb erwarten sollen, daß die Parteien der schutzzöllnerischen Mehrheit des Reichstags, Konservative, Reichsparteiler, Antisemiten, Centrum und Nationalliberalen, vollzählig erscheinen würden. Wäre das ge­schehen, so wären die Obstruktionsversuche der Linken vergeblich geblieben. Leider hat man sich in dem Vertrauen auf das Pflichtgefühl der Abgeordneten zum Theil getäuscht. Die Rechte und die Mitte des Hauses wiesen be­denkliche Lücken auf. Trotzdem wäre das Haus beschlußfähig geblieben, wenn nicht Sozialdemo­kraten und Freisinnige das unwürdige Spiel getrieben hätten, künstlich die Anwesenheits- ziffer herabzudrücken, indem sie Anträge auf namentliche Abstimmung stellten, sich dann aber unter Zurücklassung von Streikposten aus dem Saale entfernten. Beim ersten Anhieb mißlang

32 (Nachdruck verboten.)

Das Heimathlied.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortfrtzmrs-)

Beatrice hatte die Kleine wohl schon hin und wieder von der Ferne erblickt, doch noch nie war es ihr gelungen, dieselbe, die stets wie ein scheues Vögelchen davon flatterte, in ihre Röhe zu bringen. Und heute kam sie ganz von selbst. Wie merkwürdig!

Warum gehst Du denn jetzt zu mir, während Du sonst immer fortläufst?" fragte Seatrice, noch immer die wundervollen Augen bes Kindes betrachtend.

Weil Du so schön singen kannst", erwiderte bie Kleine ohne Scheu.

So, Du hörst wohl gern singen?"

O ja, Papa sang auch immer, daS Lied hat er auch gekonnt."

Beatrice war sehr erstaunt, doch ließ sie sich nichts merken.

Das Lied, das Du eben von mir gehört hast?"

Das Kind nickte eifrig.

Da täuschest Du Dich, mein Kind, dasselbe war es gewiß nicht."

O doch, ich weiß es!"

Beatrice lächelte über den Eifer Erikas, mit bem diese ihre Behauptung aufrecht erhielt, Sie mochte ihr nicht widersprechen, weil sie fürchtete, bas Kind werde dann davonlaufen, und sie wünschte, dasselbe möglichst lange bei sich auf- tuhalten. In der Einsamkeit, in der sie lebte, war ihr alles willkommen, was irgendwie ge­eignet war, eine kleine Abwechslung zu bringen,

dieses unwürdige Manöver. Die namentliche Abstimmung ergab die Anwesenheit von 205 Mitgliedern, die Bestimmung, wonach für neu zu errichtende Brennereien das Kontingent auf 50 000 Liter pro Jahr herabgesetzt werden soll, war somit angenommen.

Bei der nächsten Bestimmung, wonach die Brennereisteuer, die nach dem Gesetz vom 1. Oktober in Wegfall kommen würde, ver­längert wird, hielten Mitglieder der sozial­demokratischen Fraktion, voran Wurm und Stadthagen, lange Dauerreden, um den Zeit­punkt der Abstimmung möglichst hinauszuschieben. Sie rechneten damit, daß mit den Mittagszügen eine Anzahl bayerischer Abgeordneter aus Rück­sicht auf den Himmelfahrtstag abreisen mußte. Sv kam es denn erst gegen 1 Uhr zur nament­lichen Abstimmung. Dor Beginn derselben entfernten sich wiederum sämmtliche Mitglieder der sozialdemokratischen und freisinnigen Parteien, so daß nunmehr zwei Mitglieder an der Be­schlußfähigkeitsziffer fehlten. Die Sitzung war beendet, die Annahme, daß der Präsident auf einen der nächsten Tage, beziehungsweise aus den 4. Juni, den Tag nach der Enthüllung des Bismarck-Denkmals, eine neue Sitzung anbe­raumt werde, erfüllte sich nicht. Er ertheilte dem Reichskanzler das Wort, dieser verlas die Vertagungsordre und mit einem Hoch auf den Kaiser, dem sich die Sozialdemokraten durch schleunige Entfernung aus dem Saale entzogen, gingen die Anwesenden auseinander.

Unter den vielen unangenehmen Erscheinungen, die die verflossene parlamentarische Arbeits­periode zu verzeichnen gehabt hat, ist dieser Schluß jedenfalls die unangenehmste und be- trübendste. Wir sind an dem Punkt angelangt, den einsichtige Männer längst vorher geahnt haben.

Die Reichsmaschine ist auf das tobte Geleise gerathen, weil infolge einer ununterbrochenen Kette von Fehlern der Regierung und der bürgerlichen Parteien die äußerste Linke jeden Augenblick in der Lage ist, die Bremse anzuziehen und die Reichsmaschine matt zu setzen. Es ist hohe Zeit, daß die Parteien und die Regierung sich energisch aufraffen.

Deutsches Reich

Berlin, 17. Mai

In einem Konferenzzimmer des Reichstags war Mittwoch Bormittag eine Handwerkerkonferenz zusammengetreten. Dieselbe war vom Sekretär der Berliner Handwerkerkammer Dr. Korthaus einberufen worden. Es handelte sich um den Zweck, eine Gesamt- genvssenschaft zu bilden.

und aus den klaren Kinderaugen blickte ihr ein Etwas entgegen, das sie sich vergebens zu erklären suchte.

Erika mochte auch fühlen, daß ihr hier innige Zuneigung entgegenbracht wurde, sie antwortete auf alle Fragen so klug und be­stimmt, daß Beatrice ganz entzückt davon war. Sie fragte nach allem Möglichen. Von ihrer Vergangenheit wußte die Kleine nun allerdings nicht viel, weder den Namen des Ortes, wo sie gelebt hatte, noch den von Vater und Mutter.

Der Papa hat Papa geheißen," dabei blieb sie, etwas Anderes kannte sie nicht.

Und wo ist Dein Papa denn jetzt?" fragte Beatrice.

Ich weiß nicht".

Und Deine Mama?"

Gestorben".

Obwohl sich Erika keinen Begriff von dem Worte machen konnte, redete sie doch nach, was Frau Betty ihr schon oft vorgesagt hatte.

Don dem Tage an waren die beiden, Beatrice und Erika, gute Freunde. Beatrice kam ge­wöhnlich zu derselben Zeit in den Park, wo auch das kleine Mädchen sich einstellte, oft allein, oft auch das Brüderchen an der Hand führend. Lothar, dem Beatrice von den Kindern erzählte, zeigte sich sehr ungehalten. Er, der bisher nur Worte der zärtlichsten Liebe sür seine Gattin gehabt, fuhr sie auf einmal barsch an, und verbot ihr geradezu den ferneren Verkehr mit den Kleinen.

So etwas geht doch nicht!" brauste er auf. Du solltest das selbst einsehen; wir haben nie mit unseren Untergebenen verkehrt, und ich will, daß das auch ferner so bleibt!"

Minister Freiherr v. Soden theilte im Land­tage mit, die Einführung der Bahnsteig- fper re für Württemberg zur Erleichterung und Sicherung des Bahnbetriebes sei beschlossene Sache.

Das Ruhegehalt Herrn v. Miquels ist überraschend niedrig. Nach dem Gesetz ist ein preußischer Staatsbeamter mit vollendeter zehnjähriger Dienstzeit pensionsberechtigt, und zwar stehen ihm als Ruhegehalt 15 6« seines Diensteinkommens zu, bei welcher Berechnung ein Einkommen, soweit es 12600 Mark übersteigt, nur zur Hälfte in Anrechnung ge­bracht wird. Mit jedem Tienstjahr über zehn Jahre steigt das Ruhegehalt um ein weiteres Sechzigstel. Danach bezieht ein Preußischer Minister, wenn man annimmt, daß er durchschnittlich vierzig Dienstjahre als Beamte : hinter sich hat, durchschnittlich ein Ruhe­gehalt von 18000 Mk. Herr v. Miquel nun, der so lange als Minister im Amt war, bezieht ein solches von 6000 Mk. Die einfache Erklärung dafür ist die, daß er bekanntlich erst feit seinem Eintritt in das Ministerium, also noch nicht ganz 11 Jahre im preußischen Staatsdienst steht, so daß er gerade erst auf das Mindestruhegehalt, d. h. auf ein Viertel feines pensionsfähigen Einkommens Anspruch hat, das bei einem Gesammteinkommen von 36000 Mk. sich auf 24 000 Mk beläuft.

DieKreuzzeitung" schreibt zu der letzten Reichstagssitzung:Mag man wenig ange­nehm berührt werden, wenn verschiedene Abgeordnete, die ihren Platz im Hause fast das ganze Jahr in schonender Milde in Ruhe lasten, es so überaus eilig haben, daß sie nicht einmal einen Tag länger ihrer Pflicht als Reichstagsabgeordnete zu opfern bereit sind, so berührt es doch noch um vieles peinlicher, wenn Herren, die im Hause sind, die wissen, daß eine für sie wichtige namentliche Abstimmung stattfindet, nicht einmal sich die Mühe geben, dem Namensaufruf rechtzeitig beizuwohnen. Nach unserer Beobachtung hätte auch die zweite Abstimmung ein beschlußfähiges Haus ergeben, wenn nicht, soviel wir uns ausge­zeichnet haben, drei Abgeordnete ihren Namensaufruf versäumt hätten."

Gegen gehässige Stimmungsmache, wie sie in gewissenwahrhaft volksfreundlichen" Kreisen beliebt ist, richtet sich eine Verfügung des Kriegs­ministers, durch welche die Kommandostellen der Armee angewiesen werden, mehr als bisher den unrichtigen Angaben bei Beurtheilung von militärischen Vorgängen entgegenzutreten. Insbesondere sollen die Behauptungen, die sich auf lleberanstrengung bei Manövem, Hitzschlag und der­gleichen beziehen, geprüpst und erforderlichen Falls jedesmal berichtigt werden.

Tie Ausführung des Beschlusses der Stadt­verordneten von Finsterwalde, betreffend eine P e - tition an den Reichstag gegen die geplante Ge- treidezollerhöhung abzusenden, ist vom Regierungspräsidenten v. Puttkamer zu Frankfurt a. £. durch Verfügunguug an den Magistrat unter­sagt worden.

Parlamentarisches.

Reichst««.

».Berlin, 15. Mai.

Der Reichstag endete heute, entsprechend dein beständigen Fluche, den ihm seine Eeschästs- ordnung anserlegt, beschlußunfähig. Um den Rest der im laufenden Arbeitsabschnitt noch zu erledigen-

Aber ich begreife Dich gar nicht," meinte Beatrice sanft.

Das ist um so schlimmer," gab er kurz zur Antwort.

Warum sollte ich denn mit den Kindern nicht verkehren dürfen?"

Weil ich es nicht will!"

Aber wenn es mir doch Freude macht?"

.Frage nur meine Mutter, die wird Dir besser als ich erklären können, daß so etwas unmöglich ist!"

Ja, sie gab sich alle Mühe, die kluge Frau Präsidentin, um ihremeigensinnigen Töchterchen" die Sache klar zu machen, aber das half nichts, Beatrice nahm dessen ungeachtet die kleine Erika sogar einmal mit sich ins Schloß, und ergötzte sich an dem naiven Staunen des Kindes. Erst wagte es gar nicht recht, seiner Verwunderung lauten Ausdruck zu geben, doch das dauerte nicht lange. Erika wußte tausend Fragen zu stellen, und Beatrice gab lächelnd Auskunft. Erst als die junge Frau sich an das Klavier setzte, und dasHeimathlied" spielte, verstummte der kleine Plaudermund. In das frische Ge­sichtchen trat ein Zug, den Beatrice noch nie wahrgenommen hatte. Fast andächtig lauschte das Kind der süßen und doch so schwermüthigen Melodie, und lange, nachdem der letzte Ton verklungen war, stand es noch still, die kleinen Hände in einander geschlungen. Und immer, wenn Erika wiederkommen durfte, bat sie mit ihrer Weichen, süßen Stimme der man so schwer widerstehen konnte:Bitte, bitte, spiele mir etwas vor."

Und immer andächtiger lauschte das Kind den Tönen, die Beatrice dem Klavier zu ent-

den Vorlagen rechtzeitig fertig stellen zu können, trat der Reichslag heute bereits um 9 Uhr früh zusammen. Tie Rechte und die Mitte war stark, die Linke dagegei sehr schwach besetzt. Im Hause herrschte beim Beginn eine gewisse nervöse Unruhe, weil die äußerste Linke, um das Zustandekommen des Branntwein- steuer-Nothgesetzes zu verhindern, mit Obstruktion gedroht hat.

Nach debatteloser Erledigung einiger Rechnung-- sachen und des Handelsprovisoriums mit England in dritter Lesung ging das Haus über zur dritten Lesung des Branntweinsteuer-Nothgesetzes, zu dem schon vorher ein Antrag Fischbeck auf Verlängerung der Brannt­weinsteuer ohne Erhöhung und auf namentliche Ab­stimmung eingegangen war. Hierüber kam es zu einer langen Geschäftsordnungsdebatte, weil sich unter dem Anträge auf namentliche Abstimmung Namen von Mitgliedern befanden, die nicht im Hause waren. Nach langer, ziemlich heftiger Debatte ent­schied der Präsident zu Gunsten der Obstruktion. In namentlicher Abstimmung wurde zunächst die Be­stimmung der Vorlage über die Bemessung des Kontingents in namentlicher Abstimmung mit 178 gegen 25 Stimmen angenommen. Die obstruierende Linke war also unterlegen.

Dieselbe setzte nunmehr beim nächsten Paragraphen, betreffend die Verlängerung der Bestimmungen über die Brennsteuer, unter gleichzeitiger Erhöhung der­selben um 50 pCt., ein. Zunächst hielten die Abgg. Fischbeck, Wurm, Singer und Stadthagen lange Dauerreden, um die Arbeiten aufzuhalten. Gegen '/.! Uhr kam es endlich zur Abstimmung, die wiederum eine namentliche war und Beschlußunsähigkeit des Hauses ergab. Die Sitzung war damit beendet.

Präsident Gras Ballestrem ertheilte dem Reichs­kanzler das Wort, der die bekannte Allerhöchste Kabinettsordre verlas, wonach der Reichstag bis zum 26. November vertagt wird.

Mit einem vom Präsidenten Grafen Ballestrem ausgebrachten Hoch auf den Kaiser gingen die Abge­ordneten auseinander, die Sozialdemokraten hatten sich vorher entfernt.

So hat der Reichstag noch am letzten Tage feiner Thätigkeit einen eklatanten Belag für die llnhaltbar- keit der Arbeitsbedingungen geliefert, die sich für ihn aus den Bestimmungen über feine Beschlußfähigkeit ergeben. Wenn ein Beschluß, der mit 179 Stimmen gesaßt ist, keine Gültigkeit nur darum hat, weil 17 Stimmen, statt 18 oder mehr, dagegen abgegeben worden sind, so ist das jedenfalls nicht eine folge­rn äße Abgrenzung der Kraft parlamentarischer Be­schlüsse, sondern augenscheinlich ein Nonsens.

Ausland

CtfterreidpUitßartL Die Wirkung der deutschen Zollerhöhung auf Pilsener Bier läßt sich für das erste Vierteljahr 1901 besonders genau feststellen. Bei der Beliebtheit des Pilsener Bieres glaubte man, daß die Steiger­ung des Eingangszolles wohl eine den Import hemmende Wirkung ausüben würde, die jedoch nicht von langer Dauer wäre. Bis­her hat sich allerdings diese Ansicht nicht bestätigt, denn es betrug die Biereinfuhr aus Oesterreich-Ungarn im ersten Vierteljahr 1901

locken wußte. Hier konnte Erika still fitzen, ohne sich zu rühren, sie, die sonst keine Minute an einem Platze aushielt. ,

Beatrice war es auch, die daS große, musikalische Talent des Mädchens entdeckte, als dieses selbst spielen und singen lernen durste. Die junge Frau wußte es dahin zu bringen, daß dieses Talent auch gepflegt wurde. Sie ging, so sehr ihr Gatte sich dagegen sträubte, selbst zu dem Verwalter, um mit ihm zu sprechen.

Es wäre eine Sünde," behauptete sie immer, wenn man das Mädchen nicht ausbilden ließe. Erika hat ein musikalisches Gehör, um das sie noch viel beneidet werden wird." Trautmarin schüttelte zu solchen Vorstellungen stets den Kopf. Er wollte davon nichts hören.

Das Kind soll lieber etwas Anderes lernen, " sagte er, etwas, was es später gut brauchen kann. Nähen, Sticken, Kochen, das lehrte man zu meiner Zeit den Mädchen, und eS war gut so. Dann wurden sie tüchtige Hausfrauen, das ist der Beruf, in dem Jede sich glücklich fühlen snll. DaS Andere ist unnöthiger Firlefanz, für den ich keinen Kreuzer opfern werde."

Und müßte ich es aus meiner Tasche be­zahlen, Erika soll und muß Musik studiren," behauptete Beatrice.

Frau Betty war wie immer zum Nachgeben bereit.

Wenn die gnädige Frau meint, daß es unser Kind zu etwas bringen kann, so dürfen wir unk nicht dagegen sträuben," meinte sie ruhig.

(Fortsetzung folgt.)