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Englische Held.enthaten.

Vielleicht kennt auch die englische Regierung da- Urtheil über diese Berichte und deshalb bringt sie jetzt etwas Neues: Die neuerdings au»gegebenen parlamentarischen Drucksachen be­sagen, daß von Juni 1900 bis Januar 1901 634 Gebäulichkeiten in Südafrika niederge- brannt seien, nämlich im Juni 2, Jyli 3, August 12, September 99, Oktober. 189, November 226, Dezember 6 und Januar 3; von 90 Fällen ist das Datum nicht bekannt.

Da hatte ja dieruhmreiche" englische Armee vortrefflich gehaust. Wenn die Ziffern so zuverlässig sind, wie die der Verlustlisten, bürste sich zudem die Hunnen - ThätigW der Engländer als noch umfangreicher Herausstellen.

Die Wirreu in China.

Endlich kommt eine Nachricht, die darauf schließen l^ßt, daß nunmehr auch die chinesischen Machthaber gewillt sind, annehmbare Vorschläge zur Lösung der Entschädidungsfrage zu machen. Den Vertretern der Mächte ist am 11. d. M. eine Note der chinesischen Bevollmächtigten zuge­gangen, in welcher dieselben den von den Mächten geforderten gelammten Entschädigungs­betrag von 450 Millionen Taels, (ungefähr 1350 Millionen Mark) acceptieren und besten Tilgung innerhalb von 30 Jahren vorn Juli 1902 ab durch jährliche Zahlung von 15 Mill. Taels Vorschlägen.

Dieser chinesische Vorschlag scheint auf den ersten Blick annehrnbbr zu sein, aber die Ver­pflichtung Chinas zur Verzinsung der einzelnen noch nicht abgetragenen jährlichen Kapital­beträge außer acht zu lassen. Die von der chinesischen Regierung angegebenen Mittel und Wege, durch die sie glaubt, dieversprochenenJahres- zahlungen pünktlich innehalten zu können, vor allein also die Dfchunkenzölle, die Salzsteuer, die Erhöhung der Seezölle auf 5° 0 Goldwerth, decken sich zum großen Theil mit den Vor­schlägen, welche von der bisherigen diplomatischen Finanzkommission in Peking geprüft und be­gutachtet worden sind. Es kann dabei wohl als selbstverständlich angesehen werden, daß die Einnahmen aus diesen Quellen von einer be­sonderen, von den Mächten einzusetzenden inter­nationalen Behörde überwacht, eingenommen und vertheilt werden. Wir glauben, daß in der That jetzt die Wege soweit geebnet sind, daß die Mächte eine bindende Vereinbarung über die Entschädigungssrage mit China in Kürze werden abschließen können.

Frankreich scheint auch der Meinung zu sein, daß jetzt einer baldigen Erledigung der chinesischen Angelegenheit nichts im Wege stehe. Im Ministerrathe theilte Delcassö mit, er habe vorläufig zweitausend Mann aus China heimbeordert. Unmittelbar nach der Regelung der Entschädigungsfrage werde das ganz- Expeditionskorps die Heimfahrt antreten.

Rußland sieht dagegen die Sachlage an- fcheinend ernster an. Eine Petersburger Depesche des .Daily Telegr." meldet, infolge eines Ge­suches des Admirals Alexejew um Verstärkungen habe die russische Regierung die sofortige Ent- sendung von zwei erstklassigen Schlacht- fchifsen, drei erstklassigen Kreuzern und einem zweiklassigen Kreuzer nach den chine­sischen Gewässern anbefohlen. Alexejew be­gründete sein Gesuch damit, daß neue ernste politischeWirreninChinazu befürchten seien.

Für uns Deutsche kommt eine erfreuliche Kunoe. Der sanitäre Gesundheitszustand der ostasiatischen Truppen gestattet jetzt die Zurück­ziehung auch des zweiten Lazarethschiffs; nur dieGera" allein verbleibt noch in den chinesischen Gewässern.

Gerade wie ihre Mutter", sagte Trautmann immer,man muß bei Zeiten sorgen, daß man dem Kinde den Eigensinn austreibt!"

Aber ob sich der gute Alte auch noch so oft vornahm, einmalganz energisch" dazwischen zu fahren, es kam nie dazu. Ein Blick in das reizende Kindergesichtchen mit denmerk­würdigen", hellblauen Augen und den schwarzen Wimpern entwaffnete ihn stets.

Was sind denn das für Kinder?" fragte Graf Düren einmal, als er, in seinem Roll­stuhl sitzend, Erika beobachtete, die ihr Brüder­chen an der Hand nach sich zog, weil es ihr nicht so schnell zu folgen vermochte.

Es sind die Enkel des Verwalters Traut­mann," antwortete Lothar leichthin, konnte es aber nicht verhindern, daß ihm eine heiße Blut­welle in das Gesicht stieg.

Die Enkel?" fragte der Graf zurück. Er wandte das Auge nicht ab von dem kleinen Mädchen, deffen Helles Kleidchen bald hier, bald dort zwischen dem Gebüsch austauchte. Die blonden Locken, von einem blauen Band ge­halten, flogen bei den raschen Bewegungen der Kleinen um das geröthete Gesicht.

Wenn ich nicht irre, hatte Trautmann nur eine einzige Tochter, die eines Tages ^ver­schwunden war," sagte Graf Düren sinnend.

Ganz recht, aber diese Tochter ist gestorben, wie die Leute sagen, und die Alten nahmen die Enkel zu sich."

Deutsches Reich

Berti«, 15 Mai

Neue Militärschießscheiben sollen auf dem Truppenübungsplatz Döberitz erprobt werden. Es handelt sich um Scheiben, die bei einem Treffer so!ort aus der Schützenlinie verschwinden. Die neuen Scheiben bestehen aus Than oder Asphalt und bilden zwei Flächen in Form der Kopf-, Brüst- ec. Scheiben, zwischen denen sich ein Hohlraum von einigen Milli­metern Tiefe befindet, der kurz vor Beginn des Schiebens mit Waffer ausgefüllt wird. Bei dem ersten Treffer werden diese Scheiben durch den Druck des Geschosses in Verbindung mit dem Waffer sofort zersprengt und fallen zu Boden, als wenn der feind­liche Schütze tödtlich getroffen worden wäre. Probe- scheiben find dem Kaiser kürzlich vorgestellt werden

Uebergeschnappt scheint dieNation" zu sein; sie schreibt nämlich: .Durch den Kaiser war Herr v. Miquel Minister geworden, durch die Agrarier wollte er Reichskanzler werden."

lieber das Duzen ihrer Lehrlinge in den Fortbildungsschulen hatten sich mehrere Handwerks­meister in Preußisch-Holland lOstreußeM bei dem Regierungspräsidenten in Königsberg beschwert und gebeten, die Lehrer anzuweisen, die Schüler der Fort­bildungsschule mitSie" anzureden Der Regierungs­präsident hat die Beschwerdeführer jedoch abgewiesen, weil die Lehrlinge überall in den Fortbildungsschulen und auch von den Meistern und Gesellen mirDu" angeredet würden. Das trifft freilich nicht überall zu.

An den bayerischen Landtag erging eine Massenpetition der pfälzischen Gemeinden um Ver­staut lichung der Volksschulen. Dieses Vor­gehen ivird von dem pfälzischen Kreislehrerverein sympathisch begrüßt und warm unterstützt.

Mit Rücksicht auf die Nothlage der Landwirthschaft hatte der Oberpräsident von W e st p r e u ß e n die beiden Regierungspräsidenten in Danzig und Marienwerder aufgefordert, ihm über die landwirthschastlichen Verhältnisse Bericht zu er­statten und gleichzeitig anzugeben, welche Mittel zur Abhilfe der dringendsten Noth etwa erforderlich sein werden. Wie verlautet, werden etwa 500000 Mark Staatsbeihilfe als erforderlich bezeichnet werden.

Ausland

Frankreich. Der Heeresersatz macht in Frankreich besondere Schwierigkeiten. Das Vorhandensein eines Mindestmaßes von 1,54 Meter, welches bisher unerläßliche Bedingung für den Eintritt in das Heer war, ist in Zu­kunft nicht mehr erforderlich. Ein am 2. April d. I. veröffentlichtes Gesetz hebt die Forderung auf und schreibt vor, daß der Mangel an Größe kein Hinderniß für die Einreihung bilden, daß vielmehr lediglich eine hinreichende Körper­beschaffenheit verlangt werden soll. Da jedoch zur Zeit des Erlaßes des Gesetzes das dies­jährige Aushebiingsverfahren bereits im Gauge war, so wird bei letzterem die neue Vorschrift erst im Jahre 1902 zur Anwendung gebracht werden, wogegen es für den freiwilligen Ein­tritt sofort Geltung erhält.

England. Frau Botha hat nach einer Reuter"-Meldung aus Durban am Montag an Bord desDunvegan Castle" die Reise nach Europa angetreten; sie hat die Zustimmung Kitcheners zu einer Unteredung mit Krüger erlangt, um auf diesen im Interesse des Friedens­schluffes einzuwirken. Die Hoffnung, daß auf diesem Wege etwas zu erreichen sein wird, dürfte aber trügen. Wie traurig steht aber dasMächtige" Albion da, wenn es jetzt den Krieg auf reelle Weise zu beendigen suchen muß.

Marburg und Umgegend

Marburg, 15. Mai.

* Marine-Ausstellung. In Cassel findet, wie wir an anderer Stelle d. Bl. berichtet, vom 18. bis 28. Mai im Stadtpark eine Marine- Ausstellung statt. Auch unsere Marburger Tapetenfabrik ist durch 2 Dekors Marine- Tapeten vertreten, von welchen die eine das Leben über dem Wasserspiegel und die andere dasselbe unter dem Wasserspiegel veranschaulicht.

Lothar wandte sich ab, offenbar hatte er nicht Lust, das Gespräch fortzusetzen. Graf Düren seufzte tief und schmerzlich auf, er stützte den Kopf in die Hand, doch sagte er nichts, und horchte auf das helle Jauchzen Erikas, das bis zu dem schweigsamen Manne drang, so daß Lothar ärgerlich auffuhr:Wie oft habe ich schon befohlen, die Kinder nicht in den Park zu lasten, und doch geschieht es immer wieder! Ich werde sofort Abhilfe schaffen."

Laß sie doch," wehrte der Graf.Es ist ohnehin so still bei uns, und ich sehe nicht ein, warum Du den Kleinen die Freude nicht gönnen willst. Sieh nur, die graziösen Bewegungen, das Mädchen gefällt mir."

Lothar runzelte die Stirn, er nagle an seiner Unterlippe, und nahm sich fest vor, der Sache erst recht ein Ende zu machen; die Kinder mußten entschieden ferngehalten werden. Doch es war gerade, als ob sich seinen Be­fehlen eine geheime Macht entgegenstellen wollte. Mit dem ihrem Wesen eigenen Trotz benutzte Erika jede Gelegenheit, in den Park zu laufen. Sie beachtete kein Verbot, sie war überhaupt schwer zu leiten, wie sich Frau Betty seufzend eingestand. Mit Strenge richtete man bei ihr erst recht nichts aus, nur der Milde und Güte war sie zugänglich. Sie besaß ein weiches Herz, das stets Mitleid zeigte.

Eines Tages, Beatrice war nun schon seit Wochen die Gattin Lothars, saß die junge Frau allein oben am See, und sie

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/onnen-Aufgang 4,23 Mond-Autgang 2,43

sonnen-Untergang 8,11 Mond»Untergang 442

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unseren Augen sich offenbaren. Der morgi

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täuschenstill, in der Hoffnung, Beatrice werd!

ch bald wieder entfernen. Nun aber locfti a,

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wußte selbst nicht, wie es geschah, aber sie hatte heute so viel an längst -erschwundene Zeiten denken müssen, wie eS früher stets so lebhaft im Schlöffe war, da man noch Besuche empfangen und erwidert hatte, wie oft frohes Lachen durch den Park schallte u. f. w.

Jetzt war es so still geworden, die Gesellig­keit früherer Tage kannte men gar nicht mehr. Der Graf war ein verbitterter, griesgrämiger Mann, der durch den Umstand, daß er sich nicht mehr frei bewegen konnte, immer trübseliger wurde, und die Gräfin Luise ging ganz in der liebevollen Fürsorge um den Gatten auf. Ihr ganzes Bestreben gipfelte darin, ihm sein Leiden weniger fühlbar werden zu lasten. Die Ein­samkeit war ihr saßt zum Bedürfniß geworden. Sie hatte sich so daran gewöhnt, daß sie nicht einmal bei der Vermählung Lothars Gäste im Schloste sehen mochte. Das große Unglück, das die Familie getroffen, warf noch immer feine Schatten auf das Haus.

Während Beatrice über alles nachdachte, kam ihr unbewußt das Heimathlied Siegfrieds auf die Lippen. Leise sang sie die schwermüthige Weise:

.Ein süßer Laut umschmeichelt meine Sinne Gleich einer Mutter Kosewort.

Wie Worte tiefer, ernster heilger Minne tönts mir im Herzen immerfort: Traute Heimath sei gegrüßt."

Beatrice hatte nicht bemerkt, wie schon nach den ersten Worten ein reizendes, erstauntes Kindergesicht aus dem Gebüsch austauchte, und

88 Moischt, 14. Mai. Das 3 jährig Löhnchen des hiesigen Gastwirths Weber fi dieser Tage zu Boden und stieß sich dabei ein Messe in» Gesicht. Das rechte Auge erscheint gi fährbet. Das bedauernswerthe Kind wurde zh Klinik nach Marburg gebracht.

lieber beiden Tapeten ist ein breiter Fries an­gebracht, Schiffe darstellend mit der Devise Unsere Zukunft liegt auf dem Waffer." Wie wir hören, beabsichtigt der Kaufm. Verein Sonntag den 19. und der Flottenverein den 24. d. M. einen Ausflug zum Besuche der Ausstellung zu unternehmen. Gäste können sich den Vereinen anschließen. Gesellschastsbillets zum Preise der einfachen Fahrt haben Gültig­keit für Hin- und Rückfahrt. Für die beiden Pfingstfeiertage giebt die Bahnverwaltung weder Sonntags- noch Gefellschastsbillete aus.

§ Für de« morgigen Himmelfahrtstag haben wie üblich fast särnrntliche Vereine und Gesell­schaften Ausflüge an schöne Punkte der Um­gegend in Aussicht genommen. In verschiedenen ©artenlofalitäten finden Concerte, theilweise sogar Tanzbelustigungen statt. Auch die ent­fernteren Punkte, wie der Rimberg, Christen­berg und Frauenberg dürften das Ziel zahl­reicher Ausflügler werden.

x Die Insassen des Hospitals des St. Jacob und der beiden Siechenhöfe feierten gestern den Geburtstag eines längst verstorbenen Wohl- thäters, des Hofapothekers Lück. Nach Be­stimmung des im Jahre 1841 errichteten Testaments wird jedes Jahr am 14. Mai den Pfründnern aus den Zinsen des Stiftungs­kapitals (500 THIr.) ein festlicher Tag bereitet. Gestern Nachmittag wurde an dem Grab des Stifters von Seiten der Anstalt ein Kranz niedergelegt.

* Theater. Am Freitag bringen die Kölner die bedeutendste Neuheit des vergangenen Winters HartlebensRosenmontag" (lieber unsere Kraft" ist ja bekanntlich schon 15 Jahre alt) und zwar nach Kölner und Bonner Berichten in vorzüglicher Darstellung, den sowohl Fräulein Marks wie Herr Schmidt - Lorenz erhalten in der Kölnischen Zeitung als Trude und Leutnant Rudorff außergewöhnliches Lob. Als Herold hat Herr Wirth erst kürzlich in Breslau mit großen Er­folg gaftirt und die anderen Hauptrollen liegen in den Händen der Herren Dr. Kaiser, Bolten, Beck, Peters und Portz, des Kölner jugendlichen Komikers in der sympathischen Rolle des Burschen Heinrich zum erstenmale nach 3 Jahren wieder hier auftritt.

W. Theater. Gestern ging vor ziemlich gut besetztem Hause GrillparzersJüdin von Toledo" in Scene. Man schätzt dieses Stück als eine der großartigsten Schöpfungen des Dichters, der besonders im Bild der Rahel eine dramatische Leistung von hohem poetischen Werth hinstellt. Dem Stoffe nach der spanischen ßitteratur (Lope de Vega) entlehnt, zeigt es in seinem Aufbau wenig von der Eigenart der spanischen Autoren, sondern erhebt »sich als historisches Drama zu allgemeiner Bedeutung. Trotzdem wir feinen Werth durchaus zu würdigen wissen, können wir uns doch nicht verhehlen, daß seine Wirkung lange nicht an die elementare Gewalt z. B. desVierten Gebotes" und anderer Tragödien heranreicht. Mag man dagegen aud einwenden, der Dichter habe das Hauptgewick weniger auf packende Handlung als Dielmet auf feine psychologische Charakteristik gelet so ist damit doch nicht jedes Bedenken gelst- Es wird im Stück viel moralisiert und phlo- sophiert, sogar in Situationen, welche nick so sehr klassisch schöne Erörterungen als unwttel- bare Offenbarung des Innersten verlangen. Der

wie zwei blaue Augen unbeweglich zu ihr herA überftarrten. Erika hatte, des Verbotes eingehend?, daß sie den Park nicht aufsuchen dürfe, beiifc^] perannahen Beatrices rasch das grüne Versteh enützt, um sich zu verbergen, sie hielt sich ganz

Hunte Lurch

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§ Schöffengericht. Am Sonntag den 10. MäL Mittags gegen 1 Uhr, zog eine Anzahl Student« unter Vorantrtt des Dienstmanns G., der eine großen mit Ber gefüllten Glasstiefel trug, vor dM Rathhaus. G wurde dort gesungen und schließt brannte man mch noch Feuerwerkskörper, sog.Frosch^ ab. Es gab Hfo eine ganz gehörige Ruhestörung, tP auch die Beftafung der Schuldigen zur Folge haM Der Dienstmmn G., dem man auch wegen des Frösch«! werfens ein Strnfmandat zugesandt hatte, beantrage gerichtliche Entscheidung. Er gab heute an, daß £ doch unmöilich mit Feuerwerkskörpern hätte hantieret - können, da er den schweren mit Bier gefüllten StiestKriei mit beider Händen habe umfassen müssen. Dis ßold Schutzbehmptung konnte nicht widerlegt werden ui »rl;n so erfolge dem Anträge des Amtsanwalts gerne y seine Frstprechung. Ein auf einem benachbart, Tin9 Gutshok bediensteter ostpreußischer Knecht entwend-Weste

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Der Kranz, welcher ihr während der AufführuwLimi überreicht wurde, war. ein Zeichen wohlveMtzU dienter Anerkennung. Herr S ch m i b t - L o r e q 'egen gab den König mit jugendlichem Feuer packender Energie. An dem Juden des Her, Hali Dr. Kaiser bewunderten wir vollendete Au-Ziell brucksfähigkeit und feinberechnetes Spiel. xmps die übrigen Rollen erfreuten sich einer gute Besetzung, und das Publikum ließ den Day^ stellern reichen Beifall zu Theil werden. Wf

* Verbesserung der Gewinnchancen der Ä.r , Preußischen Klassenlotterie. Mit der 205. ßj' 1

Prenß Lotterie, deren 1. Klasse bereits

5. Juli gezogen wird, tritt ein neuer ÖottetiJf plan in Kraft, der die Gewinnchancen Spieler nicht unwesentlich verbeffert. ^vert niedrigsten Gewinne der 2., 3. und 4. ßlafteL- sind um je 4 Mark ermäßigt roorbeip*11 wobei deren Betrag den Einsatz aber irnntH3« t noch übersteigt. Dadurch ist es möglich worden, in der vierten Klasse die Zahl bei ~ Gewinne von 1000 Mark um 105 StMJiar die Zahl der Gewinne von 500 Mk. um lltiS^6 Stück zu vermehren, sodaß schon auf jedes Los ein Gewinn von 500 Mk. und barübel entfällt. - c

8 Durchgänger. Am Rothenberg gingeKe gestern zwei Pferde durch. Erst nach geraumes « Zeit konnten sie festgehalten werden. Schaden 1 haben die Durchgänger nicht angerichtet. 1

* Diebstahl. Ein junger Metzgergeselfi^Ä dessen Meister eine militärische Hebung leift3«htb muß, benutzte die günstige Gelegenheit uit' - nahm etwa sieben Mark aus der Kaffe. D, Diebstahl tourte jedoch bemerkt, was zur Foll hatte, daß de: Geselle schleunigst das Wer suchte.

V das Lied hervor. In dem weißen Kleidchen K s fit den blonden, heute feffellos um das GesichS* hngenden Locken, einen Strauß Wiesenblume«^

ii der kleinen Hand, sah das Kind aus tote C eie Elfe. Erika rührte sich nicht. Sie horchte ßerso nt immer auf die Melodie, die ihr so bekannt «ne efihien. Sie fühlte und wußte es, dies Lied >«d 4 hcte schon um ihre Wiege geklungen, sie hatt! er g es,ft gehört, nur war es ihr bisher nicht ii Ibeni der Sinn gekommen. Und bei diesen Tönen i stfi das Bild des Vaters vor ihren Augei chckn aus und ein Gefühl, fast wie Heimweh, durch ie A zogfie kleine Stuft. Rorg

echt dramatische Pulsschlag wird dr von konstruierter Weisheit gehemmt und «lähmt, sodaß man ausrufen möchte: mehr Wirklichkeit, mehr Leben, das uns erwärmt und hinrißt!

Die Vorstellung ließ nichts zu wünschen , _______________ ..... ____ _____

übrig. Frl. Rottmann zeigte lls Rahel stärken in frohem Wandern über Berg ui wieder einmal ihr glänzendes Körnen ^burch Thal und die Wunder zu schauen, die dort bi realistische Plastik und temperarnentwlles Spiel, unseren Augen sich offenbaren. Der morgii

einen Lab Brod und circa 30 Erer. Dieser Diebsta! eil i bezw. Mundraub brachte ihm heute 8 Tage G »mf. sängnü ein.

'Witterung. Diese Nacht waren + 10*/. Gradt '

Heu« Mittag hatte die Luft eine Temperatur do . 10 -h *2l/i Grad C. Barometerstand 755 mm, geg, ie n> gestrn um 1 mm gefallen. Windrichtung: N. [ -r

leatricc begann jetzt auch die zweite Strophe,r^eli dabi stiegen ihr ungewollt die Thränm in bitä?1 " AuK. Erika sprang herzu und legte der er- ?Q--- schrcenen, jungen Frau ihren Strauß in den ^chi Schch. uf, i

.a", sagte sie,das schenke ich Dir. 11 aber >arum weinst Du? Hast Du auch bei« Kleiberriffen?" kigeh

Ttrice hatte sich rasch gefaßt. Sie blickte ^gi Überrest in die treuherzig zu ihr aufge- ln9 schlagen, blauen Kinderaugen, unb ein unnenv- * au bareS ifühl bemächtigte sich ihrer. (Forts, folgt \

8 Münchhausen 15. Mai. Mit Pracht vollen Frühlingstagen hat ber Mai uns in bjhbgel letzten Tagen aufgewartet. Der Himmel ei$erei strahlt im schönsten Blau, bie Sänger be &e,ei Waldes lasten ihre bas Menschenherz erfreuen^1 ~ den Weisen ertönen, in Busch unb Hecken, Fe«"ark unb Hain beginnt ein Blühen und Duften^m baß man in ber That bas Dichterwort zitire^rd- kann:Die Welt wirb schöner mit jebem $ag'.eu' Da heißt es jetzt für Alle, Jung unb MjA hinaus ins Freie, um in ber herrlichen, jun, erwachten Gottesnatur Leib unb Seele zi