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Brentano und Ruhland.

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(1949 ftr. 5.

> Stall- Platten rungr- >iy aus Hiebet.

Wald schützte dieses reizende FleckchenErde, das in seiner, überall hervortretenden Sauberkeit einen überaus wohlthuenden Eindruck machte. Dichtes Himbeer und Stachelbeergesträuch zog sich an dem grün gestrichenen Zaun entlang und rankte sich an demselben empor.

Hinter den blitzenden Fensterscheiben mit den blüthenweißen Gardinen wurde das rund­liche gutmüthige Gesicht einer Frau sichtbar, die, als sie Lothar erblickte, einen tiefen, alt­modischen, aber sehr respektvollen Knix machte.

Ich möchte gern Euren Mann sprechen, Frau Trautmann," rief Lothar im Nähertreten.

Das Fenster wurde aufgeriffen, die Frau knixte nochmals ehe sie antwortete:Mein Mann ist auf die Felder hinaus, um die Ar­beiten zu überwachen, indeß, wenn der gnädige Herr sich nur ein klein wenig gedulden wollte, er muß bald zurückkommen!"

Ja, die Sache hat Eile, könntet Ihr nicht Jemand schicken und ihn holen lassen, Frau Betty'?"

Die Frau verwunderte sich sehr über den gnädig-herablastenden Ton, in dem der sonst so stolze und hochmüthige junge Herr mit ihr sprach. Dergleichen war man von ihm gar nicht ge­wöhnt, er blickte stets mit einer Art Verachtung auf diegeringen" Leute, und verhandelte, wenn eS nicht anders ging, mit ihmn in kurzer, barscher Weise. Man kannte das gar nicht anders, denn auch Graf Düren nahm einen

Münchener staatswissenschaftlichen Verein auf- efordert hat. Obgleich nun dieser Verein

solchen Ton an, wenn er mit seinen Unter­gebenen verkehrte. Seine Anordnungen waren stets kurz und bündig, um die Familien­angelegenheiten dieser Leute kümmerte man sich im herrschaftlichen Schlöffe niemals.

Frau Trautmann kam jetzt eilfertig aus dem Hause gelaufen und rief einer Magd, der sie einschärste, so rasch als möglich ihren Mann herbeizuholen, denn dergnädige Herr" habe mit ihm zu sprechen.

Das Mädchen eilte davon.

Lothar schien in tiefe Gedanken versunken zu sein, denn er überhörte die schüchterne Bitte Frau Bettys, einstweilen ins Haus zu treten, vollständig und rührte sich nicht, als die Auf­forderung wiederholt wurde.

Erst das leise Knarren des Gitterthürchens, welches hinter dem Hause auf das Feld hinaus- sührte, riß Lothar aus seinem Brüten. Jetzt erblickte mau die behäbige Gestalt Trautmanns, der seinem Hause zuschritt.

Ah, da bist Du ja schon," sagte Frau Betty und fuhr mit der Hand glättend über ihre blendendweiße Schürze, um ein Fältchen fortzu­streichen. Eben wollte sie wieder in das Haus zurückkehren, als Lothar sie anrief:Bleiben Sie doch, setzen wir uns hier auf die Stein­bank, so ist's recht. Was ich mit Ihrem Manne zu reden habe, geht auch Sie an Frau Betty!"

Der Angeredeten blieb vor Verwunderung der Mund offen. Hatte der gnädige Herr wirklichSie" zu ihr gesagt? Oder hatte sie falsch gehört, wa§ bedeutete das nur?"

Der Verwalter, ein Mann in den fünfziger Jahren, war ebenfalls nicht wenig erstaunt über die Anrede Lothars. Er blieb, den Hut in den Händen drehend, in respektvoller Haltung vor seinem Herrn stehen und schaute bald diesen, bald seine Frau an."

Ach was, Trautmann," rief Lothar, machen Sie doch nicht so viele Umstände, hier," dabei rückte er noch ein wenig zur Seite, sehen Sie, d« ist gerade noch Platz, so jetzt laß ich mir's gefallen, Und nun ich habe mit Euch zu reden, mit Euch beiden."

Der Verwalter bat Lothar im Stillen ab, daß er ihn so oft in Gedanken hochmüthig und stolz genannt hatte, derjunge, gnädige Herr" gewann im Sturm die Herzen dieser biederen, gutmüthigen Leute durch ein paar freundliche Worte.

Frau Betty war nicht wenig stolz darauf, daß der sonst so strenge Herr so leutselig zwischen ihr und ihrem Alten saß. Sie ließ ihre hellen, blauen Augen überall herum­schweifen, ob nicht Jemand sie sähe und sie deshalb beneide. Sie fühlte sich hoch geehrt und nahm sich fest vor, es allen Bekannten zu erzählen. (Fortschunß folgt.)

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iberaler geworden. Herr v. Podbielski hat

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Zügen, aber klar und lückenlos dargelegt hat, wissenschaftlich zu wideilegen, beschränkt er sich in der Hauptsache darauf, ein halbes Dutzend Citate aus früheren Agrarierreden, so des Frei- herrn v. Cetto, alsunansechlbaren und wissen­schaftlichen Beweis für die preissteigernde Wirkung der Zölle" vorzubringen.

Man merkt ohne weiteres die Absicht Bren­tanos, den Streit von den Grundfragen abzu- lenken und auf nebensächlicke Dinge hinüber- zuspielen. Indessen Ruhland ist nicht der Mann, sich dadurch überlisten zu lassen, er hat vielmehr als Erwiderung in derDeutschen Agrar­korrespondenz" folgende Erklärung veröffentlicht:

Eine wissenschaftliche Diskussion zwischen Geheimrath Brentano und mir über die bevor­stehende Getreidezollerhöhung ist offenbar nur dann möglich, wenn dabei die Grundsätze der wissenschaftlichen Methode beachtet werden. Demnach ist es zunächst unsere Aufgabe, den Thatbestand sestzustellen, der dem ganzen Streite zu Grunde liegt. Brentano hat sich in seinen neuesten Ausführungen mit dieser Aufgabe kaum beschäftigt. So werde ich denn damit beginnen, und zwar in der Weise, daß ich in den von mir herausgegebenenMonatlichen Rachrichten zur Regulierung der Getreidepreise" (Freiburg (Schweiz) und Raiffeisen-Druckerei, Neuwied am Rhein) zunächst drei Artikel veröffentliche: einen lieber die Einwirkung der deutschen Getreidezoll- Erhöhungen auf die Bewegungen der deutschen Getreidepreise" mit graphischen Darstellungen; einen Artikel über das Thema:Was die Statistik als Wissenschaft über die Wirkungen niedriger Getreidepreise sagt?", und endlich einen Artikel überDie Stellungnahme der hervorragendsten Autoritäten in der Geschichte der nationalökonomischen Theorien zu niedrigen und hohen Getreidepreisen". Dann überlaste ich es Herrn Professor Brentano zu prüfen, ob ich den Thatbestand in zutreffender und er­schöpfender Weise gezeichnet habe. Erst wenn wir über diesen grundlegenden Theil unserer wiffenschastlichen Diskussion vollkommen einig sind, wollen wir zu den daraus logisch allein sich ableitenden Konsequenzen übergehen und endlich ersehen, zu weffen Gunsten im heutigen Streit'der Meinungen die wiffenschaftliche Ent­scheidung ausfällt."

Ruhland hat damit in der Thal den rechten Boden für eine wiffenschaftliche Erörterung der Streitfrage festgelegt. Wie Brentano beliebt hat, sofort nur mit den Schlußfolgerungen sich zu beschäftigen, kann kaum als der rechte Weg zur Klärung der Frage bezeichnet werden, wo es sich im letzten Grunde um den Kampf handelt zwischen einer alten Schule, die Brentano ver­tritt, und dem Lehrgebäude einer neuen national­ökonomischen Wissenschaft, wie es Ruhland auf­gestellt hat. Man darf dem Ausgang dieses wiffenschastlichen Kampfes mit höchstem Interesse entgegensehen. n.

efaetnt täglich »»tzri an ibcrtragu, ®onn- «ne ^titrueea. Ceeeteeifcetlee«: Illustriere» ®oaatagSblatt.

Zah. lag. lach, llatversttättavachdracknd Barbara Markt 21. Telephon 55

KardAr«

Freitag 10 Mai 1901.

Umschau.

Zum Ministerwechsel.

Tie Blätter können sich immer noch nicht

Ausland

Spanien. Die Vorgänge in Barcelona sind noch schlimmer als bislang gemeldet wurte. Am 6. Mai erfolgten über dreihundert Verhaftungen. Die Bewegung gleicht einem Aufstand und erregt große Besorgniß.

Südafrika.. Im Norden und im Osten von Transvaal finden nach Meldungen englischer Blätter größere Gefechte statt.Die Buren er­leiden so heißt es in dem betr. Telegramm schwere Verluste, 40 wurden bereits getödtet, 200 verwundet, 160 haben sich ergeben. Zahl­reiche Dokumente, Banknoten, 220 Wagen und 9000 Pferde wurden erbeutet. Unter den Buren­streitkräften herrscht nach den Meldungen der Blätter große Demoralisation.' Verdächtig an dieser Meldung ist, daß der Ort der Ge­fechte völlig verschwiegen wird. Und wie ost haben englische Blätter schon wahrheitswidrig berichtet. Etwas vorsichtiger dürfte doch die englische Preffe in ihren Berichten sein. J:n Grunde ist es doch eine Schande für das eng­lische Heer, derdemoralisirten" Buren nicht Herr werden zu können.

Zahlreiche Privatmeldungen bestätigen, daß die berittenen britischen Truppen in Südafrika einen sehr schlechten Eindruck gemacht haben;

Zinn Eisen, ne ge- I.

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(Nachdruck verboten.)

Das Heimathlied.

Original-Roman von I r e n e v. H e 11 m u t h.

(ForNetzrmg.)

Als Brentano kürzlich in einem vor seinen ftudenten und anderen Zuhörern in München chaltenen und dann als Broschüre veröffent- ohn ichtem Vortrage seine Angriffe auch gegen den

lationalökonomen Ruhland richtete, mußte er

harauf gefaßt sein, daß dieser ihm die Antwort ücht schuldig bleiben werde. Ruhland hat das in der loyalsten Weise gethan, indem er seinen ßegner an dessen Wohnort selbst ausgesucht und ihn zu einer öffentlichen Disputation im

Be Laube bildeten, zeigten schon starkgeschwellte >ospen; die scharfen Nordwinde konnten dem 'ühen hier nichts anhaben, denn der nahe

Deutsches Reich

Berli». 9. Mai

DerReichsanzeiger" veröffentlicht zwei kaiserliche Handschreiben, d. d. Schlitz, 5. Mai. Das Handschreiben an Freihrn. v. Hammer - stein lautet:

Nachdem Ihnen durch Erlast vom heutigen Tage die nachgesuchte Dienstentlassung in Gnaden ertheilt ist, kann Ich Mir nicht versagen. Ihnen für die ausgezeichneten Dienste, welche Sie in treuer Hingebung an Ihr verantwortungsvolles Amt Mir und dem Vaterland geleistet haben, Meinen wärmsten Dank auszusprechen. Als Zeichen Meines Wohlwollens verleihe Ich Ihnen die Königliche Krone zum Erostkreuz des Rothen Adlerordens und lasse Ihnen die Insignien hierbei zugehen.

Wilhelm R."

Das Schreiben an Minister Brefeld hat solgenden Wortlaut:

11m Ihnen bei Ihrem Ausscheiden aus dem Etaatsdienst für die langjährigen, treuen Dienste, welche Sie in allen Ihren bisherigen Aemtern Meinen Vorgängern in der Krone, Mir und dem Staat geleistet haben, Meinen Königlichen Dank und Meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, verleihe ich Ihnen das Großkreuz des Rothen Adler­ordens mit Eichenlaub, besten Infignien hier ange- schlossen sind. Wilhelm R.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Tie Nach­richt, Unterstaatssekretär im Reichspostamt, Fritsch, habe seine Entlastung nachgesucht, ist unbegründet.

Um denPolizeipräfekt" wieder einer gegen den friedlichen Arbeiter gerichteten Brutalität zeihen zu können, hatte die :Sächs. Abeiterztg." berichtet, gelegentlich des Maifestzuges in Dresden seien nicht weniger als 100 Verhaftungen vorgenommen worden. Nach einer amtlichen Berichtigung ist in Wirklichkeit nur eine derartige Sistirung nöthig ge­worden und zwar betraf diese den Redakteur Nitzsche von derArbeiterzeitung", welcher sich den Polizeiorganen besonders widersätzlich zeigte." Auch ein Beispiel sozialdemokratischer Wahrheitsliebe.

m schriftlichen Kampf mit Ruhland begonnen 1 PA.-- Denn anstatt Ruhlands nationalökono-

«isches System, wie dieser noch zuletzt in seinem Eegengutachten" gegen Conrad in knappen

Mch) noch neulich selbst gesagt, nach außen hin sei er lbiereaj ein Anhänger der Weltpolitik, nach innen aber smittelte Igrarier. Hätte der Kaiser dokumentiren wollen, er ein Gegner der Agrarier sei, so würde r gerade das Landwirthschaftsministerium gewiß ait einem anderen Manne besetzt haben.

für d i e Reichstagsadgeordneten. Di Kommission schlägt vor, den Reichstagsabgeordneten während der Tagung Anwesenheitsgelder ir Höhe von 20 Mk. und freie Fahrt auf den Eisenbahnen zu gewähren. Fast alle Redner sprachen sich für die Gewährung von Anwesenheitsgeldern aus und führten für diese ihre Entschließung mannigfache Gründe an. Ablehnend äußerten sich unter dem lebhaften Wider­spruch der Mehrheit die Abgg. v. Levetzow und Graf Arnim, die die Ansicht vertraten, daß durch die Gewährung von Diäten das Niveau des Reichs­tags herabgedrückt werde.

Als Abg. Singer (Soz.) in seiner Rede auf die Aeußerung anspielte. .Den Kerls auch noch Diäten", erklärte Staatssekretär Graf Posadowsky, daß die Gerüchte von einer solchen Aeußerung des Kaisers erfunden und unwahr seien. Er richtete bei dieser Gelegenheit an das Haus und darüber hinweg das dringende Ersuchen, nicht unbeglaubigte und zum Theil erftmdene Aeußerungen des Kaisers zum Gegen­stände einet Kritik zu machen.

Auf eine Bemerkung des Abg. Lerna (Ctr.), daß ein Mitglied der bayerischen Regierung gesagt haben soll, die Landtags - Abgeordneten ziehen die Debatten in die Länge, um Diäten zu schlucken, erwiderte der bayerische Bevollmächtigte Gras Lerchenfeld, die bayerische Regierung habe zu dem Gesetzentwurf noch nicht Stellung genommen, er möchte bitten, etwas vorsichtiger in der Beurtheilung der Telegramme zu sein, die im Schaufenster des Berliner Lokalanzeigers" ausliegen, da das Papier desLokalanzeigers" fo geduldig ist.

Rach weiteren Reden der Abgg. Graf A rnim (Rp.j, Büfing (ul.), Müller-Sagan(frs.Vp.), ®r.Derlei (kons ), der sich namens der Minderheit seiner politischen Freunde für den Antrag aussprach, Gäbel (Deutsch- soz. Refp.) u. a. wurde die Debatte geschlossen und der Antrag in namentlicher Abstimmung mit 185 gegen 40 Stimmen angenommen.

Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Uhr. Gewerbe­gerichtsanträge.

------. DieFrkftr. Ztg." tritt nachdrücklichst den Meldungen entgegen als ob v. Miquel, von jammerstein und Brefeld gefallen seien, weil ie Gctreidezölle von mindestens 6 Mark ver- sagten. Die Getreidezölle spielten bei «r ganzen Krisis keine Rolle. Daß Miquel en tarn se nem Falle total überrascht worden sei, rjäbi fl. ei eine gegen alle Enlstellungsverfuche festzu- altende Thatsache.

Parlamentarisches.

Reichstag.

a. Berlin, 8. Mai.

Bei schwach besuchtem Hause wurde heute zunächst die dritte Lesung des Weingesetzes erledigt. In der Generaldiskussion sprachen eine Reihe von Ab­geordneten ihre Freude darüber aus, daß mit diesem Gesetz für den Weinbauer erhebliche Verbesserungen erzielt seien.

Darauf wurde das ganze Gesetz en bloc ange­nommen.

Es folgte die Besprechung der von der Kommission beantragten Resolution, die ein Reichsgesetz fordert, durch daS die Ueberwachung des Verkehrs mit Nahrungsmitteln nach einheitlichen Grund­sätzen durch Bestellung besonderer Beamten einheitlich geregelt werde.

Abg. Dr. Rösicke-Kaiserslautern (B. d. Landw.) betonte nochmals die Nothweudigkeit einer einheit- licheu Nahrungsmittelkontrolle; falls sich durch eine solche Kontrolle höhere Kosten erheben sollten, müßten diese mit in Kauf genommen werden, da es sich um eine Frage des allgemeinen Wohls handele.

Staatssekretär Gras Posadowsky erwiderte, die Regierung werde demnächst ein solches Reichs­gesetz ausarbeiten lassen.

Die Resolutionen wurden gleichfalls einstimmig angenommen.

Darauf ging das Haus über zur zweiten Lesung desJmtiativautragcs betreffend Präfenzgelder

Darüber einigen ob das neue Ministerium eine llbahn. xerschiebung nach links bedeutet. Als ein > piiservativeS Kabinet mit kleinem rechtsnational- liberalem Einschlag charakterifirt dieKöln. «1C1168 Volkszeitung" die Neubildung des Staats- nf Ministeriums. Da Herr Brefeld ungefähr auch ach*52 rechi-^ationalliberal war wie Möller, so fei * bas Staatsministerium nicht um eine Nuance

*' k Etwa eine Viertelstunde später schritt Lothar z rdankenvoll der Wohnung des Verwalters zu. treffen» ein Weg führte ihn an den WirthschaftSge- . luden vorbei, an den massiv gebauten Ställen, ® dicht hinter dem Park lagen. Er betrat »en kleinen Vorgarten, besten Wege, sauber st Kies bestreut, von dem Ordnungssinn des efitzerS Zeugniß ablegten, und stand vor einem «jenben, weißgetünchten Häuschen, das sich wie ne Villa ausnahm. Ringsum das erste Stock­erl lief eine hölzerne Gallerie, ganz oben hatte Taubenschlag Platz gefunden, dessen Be- °°hner rucksend auf dem Dache saßen. Eine ftation chaar Hühner, Gänse und Enten befand sich (33ii-> eben dem Garten in einem von Drahtgitter «zogenen Hof, ein paar weiße, junge Kätzchen uglen sich spielend umher, von der Alten sorg- w bewacht. In dem Gärtchen blühten schon 6 erften, zarten Frühlingsblumen, Anemonen, ' ,3o4;. hacinthen und blaue Leberblümchen, die rings- sen "die frisch geharkten Beete einsäumten. Die vllunderbäume, die in der Ecke des Gartens

, cbe nur denkbare Garantie dafür bietet, daß 1911 |!l hm volle Freiheit des Wortes dort gewährt oorden wäre, hat Brentano es doch abgelehnt, ie Herausforderung Ruhlands anzunehmen und ich nur zu einem Federkrieg bereit erklärt.

; Einen imponierenden Eindruck konnte dieses jlirückweichen Brentanos vor einem öffentlichen ledekampf nach dem selbstbewußten Auftreten C ächt machen; selbst die ihm besreundete Presse ich das deutlich genug merken. Und Brentano st diesen ungünstigen Eindruck in den Augen treffen» fier unbefangen Urtheilenden auch nicht zu erwischen vermocht durch einen Artikel in den Münchener Neuesten Nachrichten", in dem er