th.
sche
cht. iter
Bahn-
w,
imer
Tracht- $e, z« ie 6.
nzbar.
. Juli »milie e hoch. ute.
Zimm., estube, Keller- '2547 Etage mmer (2904
, It.
lausen.
<14 h».
■13 Machdruck verboten.)
[ Das Keimathlied.
Origiual-Roman von Irene v. Hellmuth.
®OTt)e|UBfl.j
Die schwere Schleppe hinderte den raschen Lauf der Comteffe. Siegfried holte ftc ein und fragte weich: „Du zürnst mir Bea? Und uh kann doch nicht anders, ich kamt doch nicht- dafür, daß ich eine andere liebe —, wir würden ja Beide elend und unglücklich werden, wollten wir trotzdem unser Schicksal Mit einander verketten. Ich kann nun einmal nicht lügen, und Lüge wäre es doch, wollte id) Dich zum Weibe begehren, während mein Herz in heißem Sehnen für eine Andere schlägt!"
Da. Beatrice nicht erwiderte, fuhr er dringlicher fort! „Sage mir doch nur ein Wort, sage, daß Du mir verzeihst!"
,,Jch habe Dir nichts zu verzeihen, Siegfried! Dich band ja kein Versprechen, Du brachst mir nicht daS Wort! 65 wäre thöricht von mir. Dir zürnen zu wollen, Du hast ein Recht, glücklich zu werden, aber —hier drängten stch die Thränen doch gewaltsam aus den »rennenden Augen, sie vermochte nicht, sich lange -i beherrschen, ein Seufzer, der wie ein Schluchzen klang, rang sich über die bleichen Lippen, — .siehst Du —, eS thut mir weh — hier — chre Hand preßte sich auf das Herz — „ach, so ^eh! Ich wünsche ja nichts sehnlicher, als daß Du glücklich wirst, ich will auch für Dich thun, ^as ich thun kann, Deinen Vater zu versöhnen
nur laß mir ein wenig Zeit, ich werde es
Mit de» KreWblatt Mr die Kreise Msrösrg und Kirchhain.
Jtl 96
Entwürfe und Anträge noch erledigt werden sollen; denn auch im Herrenhause erfordern die Verathungen Zeit und Arbeitskraft und nicht immer ist man in-unserer ersten Kammer geneigt, zu den Beschlüssen der Abgeordnetenhauses Ja und Amen zu sagen. So wird der letzte Sessionsabschnitt für beide Häuser des Landtages ein sehr arbeitsreicher sein; möge er sich auch als ein für das Allgemeinwohl ersprießlicher erweisen!
* Der Aufklärung bedürftig ist folgende mit Behagen in der freihändlerischen Prefle kolportirte Auslassung des Führers des bayerischen Bauernbundes Memminger in seiner „Svenen Bayerischen Landes - Zeitung". Dort heißt es:
»In der geheimen Versammlung vom 23. April 1893, die von hervorragenden Anhängern und Vorstandsmitgliedern des Bunde? der Land- wirthe nach Würzburg einberufen worden war, wurde der Antrag gestellt, den Bund kurzweg auf Franken aukzndehnen. Diesem Anträge haben die Redakteure der „Menen Bayerischen Landeszeitung" in nachdrücklicher Weise widersprochen, und sie sind noch auf ihrer ablehnenden Haltung stehen geblieben, als von der andern Seite bemerkt wurde, daß eS den Herren vom Bunde der Landwirthe in Berlin selbst erwünscht wäre, wenn die Bayern als das radi- kalere.mehr demokratische Element die Einpeitscher der konservativen Junker machen würden." Die „Kons. Korresp." erklärt dazu: Wir nehmen von dieser unglaublichen Auslassung nur Notiz, um zu einem Dementi Gelegenheit zu geben.
Zu den englischen Zo ll e rhöhung en bemerken die offiziösen „Berl. Pol. Nachrichten":
„Der Kohlenausfuhrzoll erleichtert der deutschen Kohle den Mitbewerb mit der englischen in den deutschen Küstenländern und in Belgien und Holland, sowie in anderen Theilen Europa?, aber er gewährt auf der anderen Seite der !>ritischen Industrie, insbesondere der britischen Eisenindustrie, einen nicht zu unterschätzenden Vortheil in dem Konkurrenzkämpfe auf dem Weltmärkte. Einmal wird dadurch die Pro- mktion derjenigen Jndustrieen auf dem euro- mischen Kontinent, welche auf die Verwendung mglischer Kohle angewiesen sind, vertheuert, )avon wird auch ein Theil der deutschen Jn- mstrie in Mitleidenschaft gezogen, sodann aber erwartet man, wie dies der britische Finanz- Minister ausdrücklich hervorgehoben hat, eine Verbilligung des Inlandspreise- der englischen
„Gehen Sie nur, ich werde klingeln, wenn ich Sie brauche," sagte Beatrice in so müdem, chleppendem Ton, daß das Mädchen noch im HlnauSgehen einen besorgten Blick auf daS bleiche Gesicht der sonst, fo fröhlichen, jungen Herrin warf.
-Ist Ihnen nicht wohl ?" klang eS noch von rer Thüre her. Beatrice schüttelte ungeduldig >en Kopf.
ließ ich Dich gewähren, und entschuldig!e Dein Nichterscheinen bei den übrigen Gasten' so gut ich eS vermochte. Aber e« erscheint mir nicht rathsam. Dich in dieser Gemüthsverfassuug noch länger allein zu lassen. Deshalb bitte ich Dich nimm Dich zusammen und komm mit nach dem
Kohle und demzufolge eine Herabsetzung der Produktion für die britische Industrie, sowie eine wesentliche Verstärkung ihrer Konkurrenz- krast _ auf dem Weltmärkte. Da die deutsche Industrie, insbesondere die deutsche Eisenindustrie, in Europa der schärfste Konkurrent der britischen ist, wird die deutsche Industrie auch in erster Linie von dieser Steigerung der Konkurrenz- tähigkeir Englands betroffen. ES liegt auf der Hand, daß dieses Moment, sowohl bei der Bemessung de« künftigen Zollschutzes für un sere Industrie, als bei der Be- urtheilung der Pläne der preußischen Regierung, durch Erweiterung des Wasserstraßennetzes eine Verbilligung der Produktionskosten unserer Industrie herbeizuführen, wird voll beachtet werden müffen. Schließlich mag erwähnt werden, daß man, während unsere deutschen Freihändler die geplante Besteuerung deS Saccharins trotz der hohen Verbrauchßabgabe auf Zucker auf das schärfste bekämpfen, sich in dem freihändlerischen Albion veranlaßt gesehen hat, sofort mit der Einführung des Zuckerzolles auch eine entsprechend hohe Besteuerung des Saccharins j herbeizusühren."
Die obigen Ausführungen verdienen sicherlich alle Beachtung.
Vom Zolltarif.
überwinden! — Morgen oder übermorgen werde ich ruhig über Aller nachgedacht haben, eS kam so plötzlich, so unerwartet! — Wir werden später zusammen überlegen, was zu thun ist. Für heute entschuldigst Du mich wohl bei Deinen Eltern, Du kannst ja sagen, ich habe Kopfschmerzen, Du sprichst damit nicht einmal eine Unwahrheit!"
Sie machte eine abwehrende Handbewegung, als Siegfried sie nach dem Schlöffe begleiten wollte.
„Laß nur — ich komme schon allein zurecht, bitte, sage der Tante, daß sie mich nicht zum Diner erwarten soll!"
„Arme Comteffe, wie leid sie mir thut!" murmelte Santoff leise.
Indessen sollte Beatrice die Wohlthat des Alleinseins noch nicht zu theil werden. Gerade, als sie die Vorhalle betrat, begegnete ihr Eräfiii Luise, und sofort fiel dieser das verstörte Wesen der jungen Mädchens auf.
„Um Gott, Kind, was ist denn geschehen?" rief sie heftig erschrocken.
„Ach Tante, ich Bitte Dich, frage mich jetzt nicht, — ich kann Dir nicht Antwort geben," rief Beatrice bittend, aber nun brach der gewaltsam unterdrückte Schmerz schrankenlos hervor. Stromweise stürzten die verrätherischen Thränen über das bleiche Gesicht, und Beatrice machte keinen Versuch mehr, sie zurückzuhalten, sie lehnte den blonden Kopf an die Brust der Gräfin und brach in fassungsloses Schluchzen üuS. Die gute Seele versuchte vergebens, daS Mädchen zu beruhigen.
„Bea, meine liebe Bea, — Herzenskind, —
Salon. Du hast auch noch keinen Biffen genossen, das geht nicht, Deinem Zustande muß ein Ende gemacht werden."
Beatrice wechselte die Kleider, wusch das Erficht mit frischem Waffer, und gab sich Mühe heiter zu erscheinen. Denn wenn sie Siegfried nützen wollte, durfte fie nicht mit verweinten Augen hingehen. - (Fortsetzung folgt.)
Umschau.
Aus dem preußischen Abgeordnetenhause.
Nach dem kürzlich ausgegebenen Verzeichniffe der unerledigten Vorlagen hat das preußische Abgeordnetenhaus noch folgendes Pensum zu bewältigen: 14 Regierungsvorlagen; 19 Anträge, einen Bericht der Wahlprüfungskommisfion und 26 Kommissiontzberlchte über Petitionen; zusammen also netto 60 Nummern Von wichtigen Regierungsvorlagen steht an erster Stelle die noch in der Kommission befindliche große waffer- wirtschaftliche Vorlage, ferner find zu erledigen: der ebenfalls einer Kommission überwiesene Gesetzentwurf betreffend die Organisation der allgemeinen Landesverwaltung in den Stadtkreisen Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rixdorf, die aus dem Herrenhouse herübergekommene sogenannte lex Adickes (Umlegung von Grundstücken in Frankfurt a. M.); der soeben erst vorgelegte Gesetzentwurf betreffend die Heranziehung zu den Kreisabgaben und verschiedene kleinere Vorlagen.
An Anträgen aus dem Hause stehen noch unerledigt aus: Der Antrag des Abg. v. Korn betreffend die Mißstände bei dem Verschleiß der Kohlenproduktion, der Antrag deS Abg. Arendt (Labiau) betreffend die staatliche Aufsicht über die Hypothekenbanken und eine ganze Reihe anderer Initiativanträge, die sich sämmtlich noch in Kommissionsberathung befinden. Ferner sind noch in erster Berathung u. a. zu erledigen: der von den Abgeordneten Ring und v. Mendel- Steinfels eingebrachte Antrag betreffend die Schlachtvieh-Versicherung und der Antrag deS Abg. v. Bockelderg betreffend die Beförderung der inneren Kolonisation. Zunächst werden also die Kommissionen sehr fleißig arbeiten müssen, um für das Plenum den nöthigen BerathungS- stoff rechtzeitig fertigzustellen; dann aber wird auch das Plenum mit aller Anspannung zu arbeiten haben, wenn alle die oorltegenbeii.
er
Stein-
Bestellungen
für die Monate Mai und Juni auf die „Oberheffische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain und Neustadt, sowie von allen Post- anstalten und Landbriefträgern entgegengenommen.
— Entgegen anderweitigen Meldungen, die in den letzten Tagen verbreitet wurden, Versender ein cr- sichtlich aus amtlichen Quellen schöpfender Bericht-
! entschlossen ist, die Caprivische Handelspolitik einfach fortzusetzen und die Handelsverträge ungekündigt Jahr für Jahr weiter laufen zu lassen.
Mit großer Schärfe wird der Reichskanzler an die Einlösung seines Versprechens gemahnt und gefragt, ob ihm etwa „die Entschiedenheit und die Macht gebricht, um gegenüber unverantwortlichen Einflüssen durchzudringen, welche ihm an maßgebender Stelle entgegenzutreten scheinen". Die „Korrespondenz" fährt dann fort:
„Was wäre in dieser Entwicklung aber anderes zu finden, als die thatsächliche Verwirklichung der Idee, d-e dem nunmehr als apokryph zu betrachtenden kaiserlichen Ausspruche zu Grunde gelegen hat, b. b. daß der Zolltarif thatsächlich hinter den Kanal zurückgeschoben wird. Wir müssen diese Wendung der Dinge auf das Tiefste b-klaaen und wollen nicht aurmalen, welche Wirkungen dieser Umschwung gerade auf die besten Kreise im Lande ausuben muß. Denn eine Politik, die dadurch ge- kennzeichnet wird, daß sie sich stets anders gestaltet, als man nach den Aussprüchen der verantwortlichen Mtmster und Staatsleitcr annehmen mus;, muh auf die Dauer die besten Theile der Nation ans der ak- Uven politischen Bethätigung zurückdrängen. Was das für eine Nation bedeutet, kann jeder cinfichtige und für die Interessen seiner Nation eingenommene Mann sich selbst sagen."
Die Ausführung schließt mit einem neuen Apell an die Regierung, den Beweis zu liefern, daß sie, ihre Versprechungen halten kann und will.
TürJenrnnd ettofl5 JU »Ich bm nur müde, entsetzlich müde, und Lewe gethan? — Nicht? Aber so erkläre mir möchte ein wenig ruhen, daS ist alles " doch, was Dir fehlt, siehst Du denn nicht, wie Als das Mädchen endlich gegangen war ^^^.^llstlgt?" warf sich Beatrice auf ein Ruhesopha, und biß
rice fchch"gte Hr thränennaffes Ge- die Zähne in die Kiffen, um daS Schluchzen zu sichtchen an die Wange der Gräfin. ersticken, das ihren Körper erschütterte. So
„Ich bin ein dummes, einfältige« Mädchen, I lag sie noch, als schon die graue Dämmerung Lante, mit dem Du Nachsicht haben mußt, hereinbrach, und Jemand leise an ihre Thür sage mir nur eines, wirst Du — und Onkel pochte.
mich auch noch lieb haben, — wenn, — wenn „Darf ich eintreten, Bea? rief draußen die
—_ sie stockte, eS war doch gar zu schwer, I besorgte Stimme der Gräfin.
was sie da aussprechen wollte, - nein, das Die Comteffe erhob sich langsam, strich die ging nicht, kern Mensch konnte baS von ihr ! in die Stirne hängenden Haare zurück unb aina verlangen! dann, um zu öffnen.
Ohne ein weiteres Wort entschlüpfte sie den „Mein liebes Kind, sagte die Gräfin eiu- Armen der Gräfin, und eilte die Treppe empor, tretend, „wa» auch geschehen sein mag, ich will „n ßimmer, daS, wie fie wußte, stets für jetzt nicht mit Fragen in Dich dringen. Siegfried, te bneit stand, um ihr bei ihren jeweiligen der zu mir trat, als Du nach Deinem Zimmer besuchen zum Aufenthalt zu dienen. Die flohst, hat mich gebeten, Dich nicht mit Fragen Kammerzofe, die un Nebenzimmer beschäftigt zu quälen, er meinte, Du würdest schon, wenn £?r’ i auszupacken, der eben erst von die Zeit gekommen, selbst sprechen. Deshalb
Rhonsdorff gekommen war, entließ Beatrice mit ' ’’ r ‘ r " 1 -- -• -
einer Handbewegung.
»Aber gnädiges Fräulein sind ja nicht um« ! fezagen," wagte die Dienerin schüchtern einzuwenden.
Alle Blätter sind jetzt darüber einig, daß Deutsches Reich
Äl " hbi^ KrinmS W
S roie wi- schm, M.,.„ d-'r HAL LL
gestern telegraphisch meldeten, wissen, die eingetroffen, woselbst König Albert zum Empfange bayerische Regierung fordere in einer soeben anwesend war. In der Billa Strehlen sand sodann abgegebenen Erklärung eine längere Zeit zur em Familienfrühstück statt.
Prüfung und Berathung; fie werde kaum vor L. bie -Nordd. Allg. Ztg." hört, ist die Feier
«nd° di-,-« Mr« sich bnrtbet äufern »nnen. k/nsÄft"; Bin'L'L""-L'L Kein Wunder, daß bet der gegenwärtigen Lage 10. Mai in Aussicht genommen war, bis aus einen der Dinge die „Korr. d. Bundes d. Landw " no$ naher zu bestimmenden Tag gegen Ende Mai einen nicht gernbe Innsimüchigen Ton nnichlngt. S"*& SSlÄ* der Kaiser, Htanu»- ljllm" d-r-Wit der V«: W-Sichi"" Sn 'S Ä WKFLzr schleppiing bemerkt sie: nehmen wünscht.
Wird der Reichstag jetzt geschloffen und der Zoll- ! Die Bestellung von englischem tarts in der kommenden Wmtersession eingebracht, so I Kriegsmaterial in Deutschland wird jetzt kann er nicht vor dem nächsten Frühling verabschiedet ganz öffentlich betrieben. Ter Unters!aatssekeetär der werden. Dann aber bleiben nur noch wenige Monate Admiralität Arnold Forster theilte nm Montag im dis zu dem Termin, zu welchem die bestehenden englischen Unterhaus- mit, daß 8 Dürrich-Röhren- Handelsverträge gekündigt werden müffen. lKün- I kessel in Deutschland zum Preise von 194W Pfund digungstermm 31. Dezember 1902). Wie will die Sterling bestellt seien; dieselben würden ans dem Regierung cs ansangen, in diesen wenigen Monaten Kriegsschiff „Medusa" Berivendung finden. b>s zum Ablauf des kommenden JahreS die Der- standigung mit den Hanbelsvertragsstaatcn zu finden, die doch unerläßlich vorgehen muß, wenn man am 3L Dezember 1902 die Kündigung der Hi träge aussprechen will. Unsere wirthschaftli
Nterteijährltcher Bttetipziii: btt &tt s so» ------
M eBea S.96 Kt (tetf. «Wtot täglich -Uder en Werltllgr.. a<rch c-..' UNS
3*N*H*aia«HtT: V» nipaüsk Seite ei»* iw«« »eee le " VOnnragSbetlege: Jllnftrlrte» Souutagöbtatt. qz»
Ne §S afe. ^onnerftafl, 25 Blbril 1901 8ee- Uuiverfitäts-Buchdrnckerei 06.
—■ ■_ ■■ - - . .. _____________________________________ '______1 4 Jwitontfl Wflrff 21. — TeleDbon 5f>
iker (2930 alt.
auge- stten
(2941 , 10.
»ngen (2705
1
e aus Bau- (2852
ialer- ndlich J. ges ;e 16. (2988 eu M.