*tt dem KreiSAatt für die Kreise Marbura nud Kirchhain.
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Die Reise des Kronprinzen nach
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Unser Kronprinz hat Sonnabend Abend, die bereits angekündigte Reise nach Wien angetreten. In seinem Gefolge befinden sich Generalmajor v. Deines, Oberst von Pritzelwitz und Freiherr v. d. Goltz.
„Haben Sie in den letzter? mrr I Wochen auch Gelegenheit gehabt, das Hoftheater zu besuchen? Sie weilten doch längere Zeit in
------ o — g.| . — । [..i zu be- trachten, daß der Reichstag noch im Laufe der bevorstehenden Tagung mit dem Entwürfe sich befassen kann. Zugleich mit dem Entwürfe
Eerchetut täglich «ugtr an Wertrag«« »Lch e-enn* ans Aetertagen.
Saautagöbeilagr: Jlluftrtrtr» Soantagsblatt. nn cyAt_„A
Kat md Verlag: Joh. lag. «och, llniverfitätS-Buchdmckent OD-
HUttbutQ Markt 31. — Telephon 55
<Nachdruck verboten.)
Das Heimathlied.
Original-Roman von I r e n e v. H e l l m u t h. lFortsetzung^
In der Kaiserstadt an der schönen blauen Donau haben sich alle Hände gerührt, um dem dereinstigen Erben der deutschen Kaiserkrone einen den engen Beziehungen beider Fürstenhäuser und Völker entsprechenden würdigen Empfang zu bereiten. Die Reise deS Kronprinzen ist eine Erwiderung des Besuches, den Kaiser Franz Joseph im Mai vorigen Jahres der deutschen Reichshauptstadt avS Anlaß der Großjährigkeitserklärung unseres Kronprinzen abstattete. Mit Freude" und Dankbarkeit vernehmen wir die Kunde von dem herzlichen Empfange, der unserm Kronprinzen in Wien bereitet wird, und wenn dieser Besuch nach Lage der Dinge auch deS politischen Charakter? entbehrt, so darf man doch hoffen, daß das Band der Freundschaft und Bundekgenoffen- schaft, das beide Staaten umschließt, dadurch noch enger geschürzt wird.
Freilich ist in den letzten Jahren manches dorgegangen, waS eine Lockerung dieses Bundes j zur Folge haben konnte und WaS den Werth der BnndeSgenossenschaft herabzudrücken geeignet schien. Die Parteikämpfe in Oesterreich aus Anlaß der Sprachenfrage haben eine über die engeren Landesgrenzen hinausgehende Bedeutung, «s gab eine Zeit, in der es schien, als ob die |
Die „Wiener Allgemeine Zeitung' : „Der deutsche Kronprinz wird durch seine Aw
schwall von Redensarten hnA e;,.L m i hat ihren ganz besonderen aus au« dem heimatlichen Neste, muffe sich die weiß bepuderter
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gung. e fix: bitte um EnttXdia. n» - bedeutungsvoll: Siegfried warf dem Freunde frischer geworden? Er hat eine gesunde Farbe Fürst Santoff:
Nläufig habe ich keine Zeit!" 9 ' 9' a6ei I el?ei! "ruhigen Blick zu, der ihm Schweigen I bekommen, ich freue mich sehr darüber, mir I Wochen auch G«
Sich umwendend rief er bann I 0 k , scheint fast, daß er manches Abenteuer erlebte, zu besuchen? <s
aft in ber Alerander —' wo ist Senn wr ' I no.*^ ni£$*' ' raunte er ihm ins I Die Gräfin nickte. I der Residenz?"
(576 kblieben?^ — n Alexander I Ohr, „seit ich meinem Vater wieder in die! „Allerdings, ich finde, unser 5iimne bat «Al [
— Diehohe Gestalt des Gerufenen wurde nun I mit
-* •"**• ,H'6 b,n L susisr -ft- bij es tjnt «"ft War mit seinen Die Unterhaltung wurde bald allgemein und Hat sich ost genug nach ihm erkundigt" sws-wn 'P,er,tren- . sofort klingelte er dem Diener, und lebhaft, und Lothar, der seine Mutter scharf feine Rückkunft kaum erwarten m LL *
Als Siegfried sich endlich aus der Umarmung > ferSen"""' % Unb 2Bein ,U Sein Jetzt begann Siegfried zu begreifen. Ersah
c Mutter losgemacht hatte eilte er auf den ! (Sieafrieb " k trug dabei einen gelangweilten Ausdruck ! empor und dabei bemerkte er erstaunt dafi
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. Die Präsidentin antwortete mit einem S La, w «. f behauptete, Siegfried müsse her- eine kleine Falte des Unmuths erschien auf ihrer
- " ■ - ' - - emem 1 "Die Sache hat ihren ganz besonderen aus au« dem heimatlichen Neste, müffe sich die weiß bepuderten Stirn dann wandte fit M
tb. 6err «rat' Meile First Santoff W-It aufeheu? Ist er nicht nie, lebhafter/' diel mit dem liebenswürdigsten Achek w ed« m
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— B°n ihm darf man auch Karten, daß das und küßte dem Kaif7rUS » Wf» werden wird, fch
Deutfchthum in ^esterreick wieder in sein, Kram ^ofpf seinen 'r kQU<m Qt tr ^ate« aIS Sreunb unb Bundesgenosse so nahe steht. an den Reichstag gelangen zu lassen.
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i: w« Stu» m Bi«. Dlenstag, 16. Apnl 1901.
ft ' ' « 1£y n,'U1ei" Dater wieder in die „Allerdings, ich finde, unser Junge hat sich Der Fürst schaute etwas überrascht auf
strengen Augen geschaut, wird eS mir schwer, I zu feinem Vortheil verändert." „Gewiß, meine Gnädigste." $ '
Unfalls'sichtbar. “““ | »! tfi’3lC?-?nh^en l^n ^in3utreten- ich Dabei lächelte sie dem Sohne glücklich zu, „Nun, der dortigen Oper soll ein neuer
„Ich wollte mich nicht in daS erste Wieder- VräL^uiä ^nft”" «• f • s k. rx "nd fuhr dann m neckendem Tone fort: „Ich Stern aufgegangen fein. Die Residenzler sind
hineindrängen," entschuldigte er sich und Konto« nIs>n.^ ^b Si^fined neben sich, | weiß einen „Jemand , der wird sich ebenfalls ja rein wie toll über die Schönheit und An-
„Ach was," lachte Siegfri-9, „ich komme Plaü Di?Vräüd,n1?n £?r ^»en, daß Du wieder da bist; erräthst muth der neuen Primadonna; obglich ihr Ge-
8»^' D-b-iÄjüihmimwillkLÄ Mi-ni'Li'mU ,toas Mt,e9en" BniS’CSs™
- MLMrEZ E? Stä »»rr M 1 WlÖJ In öie H^math. | lag auch deutlich in den Augen der n.ch immer I Stunde, mein Sohn, - morgen bekommen wir | feiner Mutter saß. (Nttsetzimg9fülgt )
I ber Donau abstattet, dürfen wir die Hoffnung 1 hatte, abgeschritten. • Sodann geleitete der I 5
I Ie Leids für das Deutsch- I Kaiser feinen hohen Gast zu der Gruppe der | ^8t: iuitu vurcy jeme nn«
t^um m Oesterreich aufgehört haben, und daß Erzherzoge, mit denen der Kronprinz Handfchlaa ^'^nheit m Wien neuerdings bestätigen, daß zwischen das letztere wiederum der Kitt sein wird, der wechselte. Hierauf fand die Vorstellung dsK und unserer Monarchie em Band
benSrfeMti“,sC‘,!*frCi‘6 im,°l?T66lt » beidseitigen Gefolges statt. ®er fiaifer und f°M 'w ton Nn" ist.
.. r~eimr? * j -an versuchen auch der Kronprinz begaben sich nun, begleitet von Uber den Wechselfällen der Politik zu stehen und ist
dreien Besuch in wirthschaftspolitifcher Hinsicht den Erzherzogen, durch den Hofwartesalon iu mnÄttor £bet europäischen Politik geworden, dessen zum Schaden der heimischen Produktion auszu- den Equipagen Der Kronvrinr nabm rur- ^bbutung für den europäischen und den Weltfrieden sÄrÄ?!?®’ 18981 !° F'-41'" b'« Kaiser? in einem Offenen LLnNwstd.'Lnn
m Gegnern nationaler Wirth- I fpannigen Wagen Platz, unmittelbar folgten ^Morgen in Wien emtrifft, allenthalben ein freudiges
schastspolitik der Ruf, man müffe den öfter- im zweiten Wagen Generalleutnant v. Demes ^llkommeu finden. Die Kaiscrstadt, die seinen Ur. reichischen Bundesgenossen wirthschastlich stärken, I mit dem Generaladiutanten von Vaar bnnn I 9r^batcr bewunderte, seinen Großvater verehrte LL T °°°- fi“fi - «- ■? b-n JSSM LNn^d"- sfJhssae
. .. . . . „„ I Erzherzoge. Das in den Straßen anwesende Gefühlen und dem Wunsche empfangen, daß er cinst
Wir verweisen demgegenüber auf den Alt- Publikum begrüßte den Kaiser und seinen hoben ?lt erfDll f°rtsetzte, was seine Ahnen so glorreich reichskanzler Fürsten Bismarck, der feine un- Gast mit brausenden Hochrufen ^gönnen habew "
verolelchlichen Erfolge auf dem Grundsat? auf- I sw /c < l. I k "R e r ch«p o st erblickt in dem Besuche des
baute wirtbschaftlicke Eingänge der Hofburg wurde der Kron- Ätschen Kronprinzen einen Beweis, daß die herzliche
fAo„\, I “ $ “ $ V <fln fuhr unt politi- Prinz von dem Oberhofmeister Fürst Liechten- Z^undschaft zwischen Kaiser yrana Josef und Kaiser schen zu vermengen und der niemals dafür zu stein und dem Stellvertre er des Oberr-remnni-n MeIm dessen Nachfolger, auf beide Reiche und haben war, gute politische Beziehungen durch meisf-rs h °es Oberceremonlen- Volker auch in ferne Zukunft übergehen werde. Der
Eoncessionen auf W rtbfchaftlichem Gebiete ru mF§ ^erzeviczy empfangen und nach dem Kronprinz werde als Friedensbote und Friedensbürge, erkaufen Die In S dura - Zimmer geleitet, woselbst der aber auch als iunger Freund in Oesterreich gleich
erlaufen. Die Interessengememschaft beider I Minister des Auswärtigen Graf Golnckowski I willkommen geheißen werden.
MEMZMMSNM und es verräth Mangel an nationalem Empfinden, ! Nnr»itta»L m/ im . Q ,r . I Kultusminister Dr. Bosse und die
wenn auch aus diesem Anlaß das Händlerthum « 9 A.W empfing der Kaiser den Volksschullehrer.
gegen das eigene Vaterland Waffen zu schmieden "I . längerer Privataudienz und Eine bemerkenswerthe Aeußerung des früheren
sucht. a. L" e hm Mittags einen Gegenbesuch ab. Kultusministers Dr. Bosse über die Volksschule
* * * As r-Kronprmz sammtlichen hier und feine Stellung zu der Volksschullehrerschast
Der deutsche Kronprinz ist Sonntag Morgen ab unb ?^ Vhauses Besuche hegt in einem Briefe vor, der an den Rektor
um 8 Uhr 30 Minuten in 9Ripn I m. Un^ r61^^0 2aufe des Nachmittags bte I Voigt in Charlottenburg gerichtet ist. Der
und auf dem festlich qefchmückten Nordwest- Ubr^ VorÄttaa? ?°n J° bi§i>11 ehemalige Kultusminister dankt dem Adressaten
bahn Has vom Kaiser Fran^ Josef den Err- Kottekbi^ss k» bem & be Zusendung einer von diesem verfaßten
p-uifch-n in Ö-st-n-ich an bii äBan"b"g,br»it I ?m °Schf7ff- İ Pr-bkgt in 3h„ ii6t„u8
KÄ ft bA.attotbam'in & ÄXSj"“?..,*’ M
Kiefern. Un” a§u- R-ichs^mschj'n ”ür"die bänten'" fern'“statS’e'r nb r'hU‘fV“' dem Sarfophnge ber Kaiserin «lifabelh. »"»»» d-»°e»'- S'sch mäh
den®?„aUIäSern\artei Se^emfÄSe„”n«ufTtmÄ St&SrJÄl bS MK’i.WiH'Ä“ x me«'.. luurde dies ungern gesehen, den deut- | hatte eine Ehremkompagnie des Infanterie- I smrtr;n r b . s^ch l'ie Sarge der I wirb mich auch feine Anseinbimg irre machen. Mit ^en Kampfern in Oesterreich, die bei uns er- regiments Er-berroa Karl (Stehbn„ »TKaiserin Maria Theresia und des Kaisers Franz der vorzüglichsten Hochachtung bleibe ich Ihr dankbar chienen, um uns ihre Sache vorzutragen iinh Wufh Zuh^ Josef zeigen. Mittag, wohnte der Kronprinz ergebener Dr. Bosse, Staatsminister'.
Durben die Versammlungslokale geschlossen und auch DevuLnen ^er waren einem Theile des Concertes des Kölner Männer^ o v--
ie Betätigung des DeutschthnmS in Oesterreich Wien"anweftnd Km e^ Frau^^"-^rein« im Musikvereinssaale bei und Zu den Zollverhandlungen. Lurbe bart als -in-Art H°ch»rr°th -mpfnnd^ S“„„5“ SlÄ?Stam'bfeeZ ’"6 M $rara man b-m B. $gbf.-b,ftäti8t. ist -s
Da kam nach bangen Tagen endlich die Er- I Herzoge, welche Inhaber preußischer Regimenter I * I ^l061! bet umfassenden Vorarbeiten nicht mög-
osung. Kaiser Franz, den undeutsche Elemente sind, in dieser Uniform. Nach der Ankunft des lirff,?1«"^-V n E1 enrb^5.^" f$rli6t -3ur feftl amt» t "^st"n?°ft°^^ ?et R«chsschatz-
berelts als den Ihrigen zu proklamiren sich er- Hofsonderzuaes ver ien der ßrn hrin to ^ S ä Brgrutzung des erlauchten hochwillkommenen amte fertiggestellt ist und den verbündeten Re-
br-ift-i-n bli-b ber ^guteii beutfchen SachNrm', ifL-iM.'äng'S- HÜL7kitz°rm"L XiSÄÄWÄ: S£ a-7°n ÄtoÄ er kennte sich von zweifelhaften Rathgebern, gelegt hatte, den Wagen, grüßte militärisch lfadt Wien, in dem Hause jene, erhabenen Monarchen !^i/sUs gegen Ende dieses Monats zur Be-
, . r . Bon ihm darf man auch erwarten, daß daS und küßte dem Kaiser die Hand ^worauf Kaiser »'“^1 b-m Herzen seines kaiserlichen ^ußfaschng vorgelegt werden wird, schon bald
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