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Marburg
Donnerstag, 21. März 1901.
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Sonntagsbeilage: IlluftrirteS Soautagsblatt.
Druck trab Verlag: Joh. Lug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerel jRarbura Markt 21. — Telephon 56
36 Jahrg.
Ein Reichstagsjubiläum.
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Stämme mit diesem zu einem gesummten Staatenbunde unter Führung des siegreichen Königs Wilhelm zu vereinigen. Am 18. Dezbr. 1870 traf die Kaiser-Deputation unter Führung
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’XQC die erste Session im Weißen Saale des Kömg- lichen Schlosses durch den Kaiser Wilhelm
Auf den Schlachtfeldern jenseits der Vogesen otten sich die bis dahin getrennten deutschen tämme zusammengeschlvsien, an den Wacht- euern auf Frankreichs blutgetränkter Erde, unter dem Donner der Kanonen war die deutsche öaffenbrüderschaft besiegelt worden, das Sehnen er Deutschen nach der Wiedererrichtung des rutschen Reichs reiste seiner Erfüllung entgegen. Aufgabe der deutschen Fürsten und Völker war es, dem Einigungsgedanken die aatSrechtliche Form zu geben, die noch abseits
des Präsidenten des bisherigen Bundestages Herrn v. Simson in Versailles ein, um dem Könige von Preußen die deutsche Kaiserkrone anzubieten und ihn zu bitten, den Akt der Wiedererrichtung deS Deutschen Reiches zu vollziehen. Am 31. Dezember wurde die Verfasiung deS Deutschen Reiches verkündigt und damit
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an den großen Tagen der Vergangenheit ^ufzurichten, so ist das kein günstiges Zeichen “ r unsere Zeit.
s loschen. Bereits im Februar fanden die ersten wwie Wahlen zum neuen Deutschen Reichstage statt L-f ’. und am 21. März, Mittags 12 V, Uhr, wurde
o|toai daS Mandat des Norddeutschen Bundes
Am 21. ds. Mts. begeht der Reichstag das habe ggft seiner 30 jährigen Bestehens, und es muß ä 1 ‘oH ein beachtenswertheS Zeichen der Zeit an
gesehen werden, wenn weder in parlamentarischen noch in amtlichen Kreisen irgend welche Anregungen oder Vorkehrungen getroffen worden sind, um diesen Tag als einen Markstein in der Geschichte des deutschen Parlaments, als einen kLag der Erinnerung an Deutschlands Einheit jzu feiern. Der Geburtstag des Deutschen Reichstags fällt in eine große Zeit, die allen nachfolgenden Generationen als hehreS Beispiel vor Augen bleiben sollte; und wenn die Gegenart jene Erinnerungen nicht lebendig erhält,
nn sie gar glaubt, eS nicht nöthig zu haben,
deS norddeutschen Bunde- stehenden deutschen
Es war ein historisch denkwürdiger Akt, wie ihn jener Saal weder vorher noch nachdem gesehen hat. Umgeben von dem gesammten Hofstaate, von seinen Paladinen, unter denen
bet damalige Graf Bismarck, Graf Moltke, Clip Generalfeldmarschall Graf Wrangel, General
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(Nachdruck verboten.)
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'Schwester Katharina.
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Roman von O. Elster. (Fortfehnng.)
Man lachte über diese Begründung und ließ sich die Austern, den frischen Lachs und all die anderen Leckerbissen gut schmecken. Eine ftöh- liche Stimmung griff bald Platz; Henning und Käthe mußten von Afrika erzählen, Herr Gehr-
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mann neckte sich mit Emmi, der jüngsten Tochter vaM des Obersten herum, und Frau v. Bartfeld ließ
** sich gefallen, von dem König!. Kommisions- •omt rath wie eine Fürstin gefeiert zu werden.
Hoch hergehen mußte es nun einmal feinst Saufe des Kommissionsrathes Gehrmann ordern ~ .wovor hat mich denn Seine Majestät zum Königlichen Kommisfionsrath gemacht — war _ seine stete Redensart geworden. „Noblesse ^£251 adlige, und ein Königlicher KommissionSrath wit'n Kronenorden vierter Güte darf sich nicht ' lumpen lassen.
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»nb Ulrich ihr als gereifter Mann, auf dessen
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Nur zwei Personen an der Tafelrunde schienen an der allgemeinen Fröhlichkeit nicht cheilzunehmen; wenigstens saßen sie schweigend g, bo und wechselten kaum einige Worte mitein- 4. "9 ander — Ulrich und Elfriede! Nach langer Zeit lili£ ^ert sie sich zum ersten mal wieder! In einer stunde aufflammender Leidenschaft hatten sie . sich einst getrennt — jetzt trat Fritzi dem jungen - Künstler wieder gegenüber — als ernste Jung- * stau mit dem sinnenden Blick eines Herzens, 1 ba- manche schmerzliche Stunde durchpocht —
von Roon, die Generalleutnants von Kameke und von Podbielski erwähnt sein wögen, vollzog Kaiser Wilhelm die Eröffnung des Deutschen Reichstags. Prinz Wilhelm, der jetzige Kaiser, der damals 12 Jahre alt war, wohnte dem feierlichen Akte in Leutnantsuniform bei. Es dürfte nützlich sein, einige Worte der Thronrede in die Erinnerung zurückzurufen, mit denen unser unvergeßlicher Kaiser Wilhelm den Reichstag eröffnete. Die Anfangsworte lauten wie folgt:
„Geehrte Herren! Wenn ich nach dem glorreichen, aber schweren Kampfe, den Deutschland für seine Unabhäugkeit siegreich durchgeführt hat, zum ersten Male den Deutschen Reichstag um Mich versammelt sehe, so drängt es Mich vor Allem, Meinem demütigen Danke gegen Golt Ausdruck zu geben für die weltgeschichtlichen Erfolge, mit denen seine Gnade die treue Eintracht der deutschen Bundesgenossen, den Heldenmuth und die Manneszucht unserer Heere und die opferfreudige Hingebung deS deutschen Volkes gesegnet hat. Wir haben erreicht, was seit der Zeit unserer Väter sür Deutschland erstrebt wurde: die Einheit und deren organische Gestaltung, die Sicherung unserer Grenzen, die Unabhängigkeit unserer nationalen Rechtsentwickelung.
Das Bewußtsein seiner Einheit war dem deutschen Volke, wenn auch verhüllt, doch stets lebendig; es hat seine Hülle gesprengt in der Begeisterung, mit welcher die gesummte Nation sich zur Vertheidigung des bedrohten Vaterlandes erhob und in unvertilgbarer Schrift auf den Schlachtfeldern Frankreichs ihren Willen verzeichnete, ein einiges Volk zu sein und zu bleiben . . . Der ehrenvolle Beruf de? ersten Deutschen Reichstages wird es zunächst sein, die Wunden nach Möglichkeit zu heilen, die der Krieg geschlagen hat und den Dank des Vaterlandes denen zu bethätigen, welche den Sieg mit ihrem Blut und Leben bezahlt haben; gleichzeitig werden Sie, geehrte Herren, die Arbeiten beginnen, durch welche die Organe des Deutschen Reichs zur Erfüllung der Aufgabe zusammenwirken, welche die Verfassung Ihnen stellt: zum Schutze des in Deutschland giftigen Rechter und zur Pflege der Wohlfahrt des deutschen Volkes."
Die Thronrede streift sodann die besonderen Aufgaben, die in der laufenden Session dem Reichstage zugehen sollen und schließt mit folgenden Worten:
„Geehrte Herren, möge die Wiederherstellung des Dentschen Reiches für die deutsche Nation auch nach Innen daS Wahrzeichen neuer Größe sein; möge dem deutschen Reichskriege, den wir
blassem' Antlitz die angestrengte Arbeit ihre Spuren gezogen.
Wie Elfriede erbebte unter dem auflodern- ben Blick seiner dunklen Augen! Eine heiße Blutwelle ergoß sich zu ihrem Herzen, daß er pochte, als wolle es zerspringen. Und um seine Lippen zuckte eS und seine Wangen erbleichten. Aber fein Mund flüsterte nichts von Liebe — nur alltägliche Redensarten wechselten sie miteinander.
Henning beobachtete aufmerksam die beiden Liebenden. Man mußte ihnen unbedingt zu Hilfe kommen.
Nachdem die Tafel aufgehoben war und die älteren Herrschaften bei einer Taffe Mocca saßen, trat Henning auf Ulrich zu.'
„Ich habe Ihre Statue in der Kunst - Ausstellung gesehen und bewundert, Ulrich," sagte er. „Wie konnten Sie nur diese Aehnlichkeit mit meiner Schwester so herauSarbeiten, da Elfriede Ihnen doch nicht als Modell diente?"
Ulrich erröthete. Sein Blick suchte den Boden.
„Ich habe einst eine Büste Ihrer Schwester — freilich nur sehr flüchtig — gemacht — danach habe ich gearbeitet. — Ich muß freilich nachträglich um Entschuldigung bitten, daß ich die Aehnlichkeit nicht mehr verwischt habe . . . ich weiß nicht, wie ich dazu gekommen ..."
„DaS Gesicht Elfriedens muß Ihnen jedenfalls sehr deutlich vorgeschwebt haben!"
Ulrich blickte scheu zu Henning auf.
so ruhmreich geführt, ein nicht minder glorreicher Reichsfrieden folgen, und möge die Aufgabe des deutschen Volkes fortan darin beschlossen fein, sich in dem Wettkamps um die Güter des Friedens als Sieger zu erweisen. Das walte Gott!"
Der Kaiser las diese bedeutungsvolle Ansprache anfangs mit lauter Stimme und nachdrücklicher Accentuierung, später mit etwas gestufterem leiserem Klange, wiederholt von rauschendem Ausdruck der Zustimmung seitens der Versammlung begleitet und unterbrochen.
Als er geendet hatte, rief Graf Bismarck, zu letzerer gewendet: „Auf Befehl Sr. Majestät des deutschen Kaisers erkläre ich unter Zustimmung feiner Bundesgenossen den Reichstag sür eröffnet!" Und Graf Bray schloß mit einem erneuten dreimaligen Hoch auf den Kaiser Wilhelm den ganzen Akt.
Draußen vor den Schloßportalen, an der Schloßfreiheit, im Lustgarten, am Opernplatz bis zum Königlichen Palais wogte eine ungeheure Menschenmenge, welche gleichzeitig nach der Mitte hin festes Spalier und damit eine breite Gasse bildete. Durch diese fuhren die Wagen der Fürstlichkeiten und der anderen Mitwirkenden bei dem vollzogenen Akte. Vieltausendstimmig pflanzten sich hier draußen jene Hochs und Hurrahs fort, mit denen die begeisterte Volksmenge den Kaiser, die Kaiserin, den Kronprinzen und die Seinen, den Kanzler, den Grafen Moltke begrüßte.
Das war die feierliche Eröffnung des ersten Deutschen Reichstags am 21. März 1871, der Nord und Süd umfaßte und aus einem bloßen Zollparlament ein Vollparlament geworden war. Es wäre nützlich, wenn der Reichstag sich dieses seines Geburtstages erinnern wollte. -r.
Umschau.
Der parlamentarischen Abend in Darmstadt.
Ueber das Erscheinen sozialdemokratischer Abgeordneter auf dem parlamentarischen Abend in Darmstadt äußert sich das „Frankfurter Volksblatt":
„Was den parlamentarischen Abend vielleicht nachträglich zu einem „Ereigniß" stempeln kann, sind die Enthüllungen des sozialdemokratischen „Offenb. Abendblatt". In diesen Enthüllungen versichert Herr Ulrich urbi et orbi, daß er erst dann zugesagt habe, an jenem parlamentarischen Abend theilzunehmen, nachdem ihm die bündige Garantie gegeben worden sei, daß keine höfische Pracht entwickelt werde. Erfreut versichert dann der Artikel, daß diese Versprechungen ganz und voll gehalten worden seien. Allerdings soll es den Theilnehmern an jenem Abende
Sollten diese Worte ein Vorwurf fein? Doch nein, Henning lächelte ganz harmlos, indem er fortfuhr:
„Aber die Büste meiner Schwester möchte ich gern einmal sehen. Haben Sie sie in Ihrem Atelier?"
„Ja."
„Äh — nun, so müssen Sie unS dieselbe zeigen. — Fritzi und Emmi, Ulrich will unS fein Atelier zeigen."
„Herr Rittmeister!"
„Ach waS! Sie müssen unS schon Ihr Heiligthum öffnen."
„Kommt Kinder —" rief er den jungen Mädchen zu.
Sein Blick flog zu Käthe hinüber. Diese erhob sich und nickte ihm dankbar lächelnd zu. Sie verstand ihn und freute sich feiner Hilfe.
„Wenn Sie gestatten, begleite ich Sie," sagte sie und nahm Henning» Arm.
„Seit wann find Sie denn Heirathsstifter geworden?" flüsterte sie ihm scherzend zu.
„Seit Sie so grausam waren, meine Hand auszuschlagen," gab er zurück.
„Sie sollten mir dankbar fein —"
„Dankbar nicht — aber —"
„Recht hatte ich doch."
„Wer weiß," versetzte er ernst.
Das Atelier war noch dasselbe, wie vor drei Jahren. Elfriede erbebte, als sie die Schwelle überschritt und sich nun abermals in dem Raume befand, an den sich für sie so glückliche und so schmerzliche Erinnerungen knüpften. Da waren noch Ulrichs ältere Werke nnb Skizzen, die sie noch ganz genau kannte. Einige neue Sachen
sehr auffallend gewesen sein, daß kein Trinkfpruch, kein Hoch auf den LandeShcrrn ausgebracht wurde, daß die Hoslakaien und Diener, welche servirten, entgegen allen sonstigen Gepflogenheiten keine Livree trugen, sondern wie Kellner gekleidet erschienen. Man fragt sich deßhalb kopfschüttelnd überall: wer hat denn Herrn Ulrich, damit er gnädigst den Paria- mentarrschen Abend mit seiner Gegenwart beehre, diese Garantie gegeben? Man fragt sich ferner, ob es im Interesse der monarchischen Gesinnung liegt, wenn den beliebten Landesherrn tiefes Schweigen empfängt, nur um die Herren Sozialdemokraten nicht zu kränken! Es ist noch nicht lange her, da trug man den Onkel des regierenden Großherzogs zu Grabe. Er war Mitglied der Ersten Kammer. Man hatte niemals etwas davon gehört, daß er jemals ein Feind des Volkes gewesen, ganz im Gegentheil, man rühmte sein allezeit gutes Herz. Es war deßhalb nicht mehr als billig, daß der Präsident der Zweiten Kammer dem hohen Herren, dem „Kollegen" aus der Ersten Kammer einige Worte widmete. Die Herren Sozialdemokraten aber verließen den Sitzungssaal. Und solche Herren verlangen und erhalten Konzessionen, um einem parlamentarischen Abend beizuwohnen."
Dazu bemerkt die „Kölnische Volkszeitung": „Durchaus zutreffende Bemerkungen, wenn that- sächlich der Genosse Ulrich „Garantieen" verlangt und erhalten hat. Also: Sind die „Enthüllungen" de» sozialdemokratischen Blattes — mögen sie von Herrn Ulrich persönlich herrühren oder nicht — zutreffend 1 Wenn ja, so läge ein Aergerniß vor. Wir sehen keinen Grund, die Einrichtung eines parlamentarischen Abends in der angegebenen Weise von sozialdemokratischen Bedingungen abhängig zu machen; wenn denn sozialdemokratischen Abgeordneten die übliche Einrichtung nicht paßt, so mögen sie eben fortbleiben."
Der südafrikanische Krieg.
Botha und Kitchener.
Endlich kommt etwas Licht in die Friedensverhandlungen und zwar durch eine Erklärung, die Chamberlain im Unterhaus abgab. Er sagte auf eine Anfrage hin: „Botha theilte Kitchener brieflich mit, er sei nicht bereit, die Bedingungen, die Kitchener ihm anzubieten den Auftrag hatte, der ernsten Erwägung feiner Regierung zu empfehlen. Botha bemerkte dazu, feine Regierung und feine obersten Offiziere stimmen mit seinen Anfichten überein. Die, die Angelegenheit betreffenden Schriftstücke werden dem Parlamente zugehen."■
Diese Erklärung ist für die Beurtheilung der Lage ungemein werthvoll. Sie zeigt erstens, Riß die Engländer gelogen haben, als sie erklärten, Botha habe Verhandlungen angeknüpft, um sich zu unterwerfen. Die Engländer haben vielmehr den Burenstaaten durch Botha's Vermittlung den Frieden angeboten. Daß die Widerstandskraft der Buren noch nicht erschöpft ist, geht aus dem Erfolge dieses Anerbietens hervor. Botha lehnt es von vornherein ab, derartige Bedingungen seiner Regierung zu
waren hinzugekommen, auch ein Gipsabguß feiner Statue der Sehnsucht, welche in einem herrlichen Blumenarrangement stand. Auch die lauschige Nische war noch vorhanden, aber sie schien nicht mehr benutzt zu werden, denn die Möbel und Vorhänge waren ziemlich verstaubt und auf dem Tisch lagen einige vergilbte Zeichnungen umher.
Der ganze Raum hatte ein strengeres Aussehen erhalten. Früher lag in feiner Ausschmückung etwas Weichliches, jetzt sah man e» ihm an, daß et nur ernster Arbeit gewidmet war.
AuS dem Atelier führte jetzt eine Thür in den kleinen Garten, der hinter demselben lag. Die Thür stand offen, ein süßer Dust des blühenden blauen Flieders, der den Garten einsäumte, drang herein und erfüllte den ganzen Raum.
„Ach, wie schön ist es hier!" rief Emmi in jugendlicher Begeisterung, indem sie von einem Kunstwerk zum anderen eilte.
„Sieh doch nur, Fritzi", rief sie, „diese Aehn- lichkeit mit Dir ist wirklich Überraschend. Aber, Herr Ulrich, wiffen Sie, WaS mir an der Figur nicht gefällt?"
„Nun, mein Fräulein?"
Die toten, blaffen Blumen, welche auf ihrem Schoße liegen. Das müßten lebende, farbige Blumen fein!"
„Sie würden ja doch bald verwelken."
„Jeden Tag würde ich ihr frische Blumen in den Schoß legen. Warten Sie einmal — ich will da draußen einige Blumen pflücke», 6ie sollen sehen, wie schön sich die ausnehmen!"
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