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Hain und Neustadt, sowie von allen Post- «lstalten und Landbriesträgern entgegen- genommen.
Keilagen werden von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch-
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Gruppen unter ähnlichen Verhältnissen der Fall wäre. Gestern vor einem Jahre am Jahrestag der Niederlage der Engländer am Majuba- Högel, ergab sich General Cronje mit 4300 Mann dem Feldmarschall Lord Roberts und
itanderton der englischen Umklammerung ent- rngen war, die Delagoa - Bahn überschritten nd sich nördlich von Middelburg befunden »den, angeblich um sich mit General Viljoen i der Nähe von Lydenburg zu vereinigen. Die itreitkräfte Bothas sind sehr verschieden an- egeben worden. Anfangs hieß es, daß er über OOO Mann verfüge, dann wurde gemeldet, ch er mit 2000 Mann sich durchgeschlagen ibe, und heute behauptet der „Standard", iß er nur ein „kleines Kommando" bei sich »be. Das klingt auch ganz wahrscheinlich, denn
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg aad Kirchhain.
l j Kitchener gebeten und ein Kabinetsrath habe 9s« 1H sich mit dieser Angelegenheit bereits beschäftigt. Das zeigt, welchen Grad von Interesse man der
Da stand ihre Büste — nicht eine einfache Kopie ihrer selbst, sondern eine poefivolle Wiedergabe ihres zierlichen Köpfchens, deflen aufgelöstes lockiges Haar mit einem Blumenkranz durchflochten war.
„£) wie schön," flüsterte Fritzi errötend, aber ich bin es nicht ..."
„Doch, Fritzi," versetzte Ulrich bewegt, „Sie sind es — nur bei weitem nicht so lieblich im Bilde, wie in der Wirklichkeit ..."
„Ulli, ich bitte Sie ..."
„So hab' ich Sie in meinen Träumen gesehen, Fritzi," sprach er leidenschaftlich weiter, „so sehe ich Sie stet» vor meinen Augen — als meine Fee, als die liebliche Muse meiner Kunst!"
Er hatte den Arm um ihre schlanke Gestalt gelegt und sie folgte dem leichten Druck und lehnte das Köpfchen an seine Schulter.
„Meine liebe süße Fritzi —"
„Ulli, lieber Ulli," stammelten ihre Lippen.
Versunken und vergesien war die Welt um sie her, sie nahmen auf einer Bank in dem kleinen Raum Platz und saßen in seligem Schweigen dort, die Hände in einander ver- chlungen, Auge in Auge, und ihre jungen Herzen hielten geheime, zärtliche Aussprache.
In dem Erker war eS still geworden, still wie in jenem kleinen Nebengemach. Aber das Glück breitete hier nicht seine Zauberschwingen über die Herzen.
„Wo bleibt nur Fritzi?" fragte Kitth be- angen und wollte sich erheben.
Doch Henning hielt sie zurück.
„Vergönnen Sie mir doch diese einsame, schweigende Stunde mit Ihnen, Kitth", sagte er
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Steife.
vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML, bei allen PostSottem SL5 ML (epi Bestellgeld).
Injertiau,gebühr: die gefreite« Zeile Her deren Kew M Bfg. Äedamen: die Zeile 85 Pfg.
zwingen. Zunächst zeigte unsere Regierung entrüsteten Unglauben, dann gab sie zu, daß diese Proklamation allerdings erlassen worden, aber nicht den Beifall des Lord Roberts gefunden habe. In der gestrigen Parlamentssitzung mußte Mr. Brodrick jedoch zugeben, daß ein solches System, wenn es auch angeblich der milden Gesinnung des früheren Oberkommandierenden gegen den Strich ging, trotzdem in ganz Südafrika gang und gäbe ist. Es sei schwierig, so hören wir, alle zu füttern, und deshalb wird ein Unterschied gemacht zwischen „solchen Burenfrauen, welche sich mit ihren Männern oder Vätern übergaben, und solchen, welche ihre Verwandten noch im Felde haben." — Das heißt also klipp und klar, daß viele dieser bedauernswerthen Frauen und Kinder einfach ungenügend genährt werden. — „Ein beschämenderes Geständnis ist wohl selten von einem englischen Minister gemacht worden! Wir haben diese Frauen mit Gewalt von ihren Heimstätten fortgerissen, welch letztere wir zerstörten und nieder- branntcn, und damit machten wir uns für ihren Unterhalt natürlich selbst verantwortlich. Wir halten sie in engen Lagern und lasten sie von Schildwachen mit aufgepflanztem Seitengewehr bewachen. Sie sind also hilflose Gefangene in unseren Händen, und nun mißbrauchen wir unsere Gewalt in zielbewußter Absicht und setzten sie auf Hungerrationen. — Um allem die Krone aufzusetzten, wurde gestern Abend Mr. Brodrick, als er dieses beschämende Zugeständniß machen mußte, von seinen Anhängern auf der rechten Seite des Hauses mit lautem Beifall überschüttet. — Und doch sind wir heuchlerisch, entrüstet, wenn Steijn und Dewet in ihren Kundgebungen uns der Unmenschlichkeit bezichtigen, — und wir Wundern unS, daß die Buren den Derzweiflungskampf bis aufs Mester fortfetzen."
Braucht man diesen Aeußerungen eines englischen Blattes noch etwas hinzuzufügen?
Marburg
Sonnabend. 2. März 1901.
hroeb! en u te" Um»
B (Nachdruck verboten.)
I Schwester Katharina.
Roman von O. E l st e r.
(Fortsetzung.)
s „Weshalb sollen wir unseren Kaffee in der Mosaischen Gesellschaft im Salon nehmen? ries Ulrich lachend. „Ich habe Alles hier zur Hand b darf ich die Herrschaften zu einer Taste Rocca einladen?"
Auf dem Tisch im Erker stand eine Wiener soffeemaschine. Rasch zündete Ulrich den bpiritus an, holte aus dem Seitenschränkchen Erliche, echt türkische Moccaschalen herbei und md saß man in dem traulichen Erker bei Drer herrlich duftenden Taffe Kaffee und einem b den geschliffenen Gläschen grünlich schimmern- *n Chartreuse, während sich der süßlich «ftende, schwere Rauch der türkischen Cigaretten ■ dichten Wolken um die Ampel kräuselte.
. Eine weiche, träumerische poetische Stimmung Rlt alle umfangen. Eine Weile herrschte MeS Schweigen, dann beugte sich Ulrich zu Ri.
I »Ich habe Ihre Büste beinahe vollendet, Ri,“ flüsterte er ihr zu. „Noch Niemand sit sie gesehen, darf ich sie Ihnen einmal stizen?'
„Meine — Lüste?!"
Bestellungen
für den Monat Mürz auf die vberhefsifche Zeitung" nebst ihren
die Buren pflegen sich, wenn Gefahr im Verzüge ist, zu zerstreuen und die Scene von Paardeberg wird sich daher schwerlich wiederholen, auch wenn Louis Botha zur Uebergabe gezwungen werden sollte. Vorderhand ist aber das letztere sicherlich nicht der Fall, denn gestern wurde noch gemeldet, Botha befinde sich auf dem Marsch nach Boosenkral.
French, der Kanonenfinder.
Die beiden Kanonen, die Dewet verloren hat, prangen noch immer in den englischen Depeschen. Sie werden nunmehr zum fünften Mal in den britischen Meldungen aufgeführt, so daß der oberflächliche Leser glauben muß, daß eine Unzahl Geschütze genommen worden sei. lieber die Art, in der die beiden immer wieder von neuem florirenden Kanonen erobert wurden, giebt die heutige Depesche, die allerdings fast humoristisch anmuthende Erklärung, daß sie gefunden und ausgegraben worden sind! Ob es überhaupt neuere und brauchbare Geschütze waren, ist nicht einmal erwähnt! Wenn Europa mit solcher Art Siegen seit Tagen in Athem gehalten werden muß, kann in der That nur wenig wirklich DiittheilenswertheS passirt sein.
Ueber die angebliche Umzingelung Dewets
schweigen die Drähte; dafür geben jetzt englische Nachrichten in versteckter Form zu, daß die Operationen gegen den kühnen Burenführer gescheitert sind. So meldet ein Telegramm aus Kaptstadt: „Die Operationen Frenchs werden durch anhaltende Regengüße verzögert. Täglich werden Buren gefangen genommen oder strecken die Waffen. Der vor French befindliche Feind löste sich in kleine Abtheilungen auf. Dewet fand die Drift nördlich von Hopetown unpassirbar und wandte sich südwärts. Detachirte Abtheilungen überschritten die Bahnlinie und nähern sich scharf verfolgt." Und ein anderes Telegramm aus Petrusville besagt: Dewet sei im Anmarsch auf Philippstown. Präsident Steijn sei bei Dewet. Ebenso seien Hertzog und Brand zu ihm gestoßen." Dann wäre also trotz allem Dewet diese von ihm angestrebte Vereinigung mit den anderen Burenkorps geglückt. Das bietet den Anlaß,
die letzten Operationen Dewets einmal zusammenfastend zu betrachten.
Am 10. Februar überschritt Dewet mit 2000 bis 3000 Mann den Oranjefluß in der Nähe von Kalkfontein — Halbwegs zwischen Oranje Station und Vorwals Pont — und
Kitchener formell ergeben. Worauf sich diese Nachricht stützt, wird nicht angegeben. Höchstwahrscheinlich ist sie aus den Fingern gesogen, denn das Kriegsamt erklärt, es habe «Meine Nachricht über die Uebergabe Botha's 1 erhalten. Damit aber fällt auch die Nachricht, s es habe Botha um eine Zusammenkunft mit
obigen Nachricht entgegenbringen darf.
. Louis Botha ist als Generalkommandant " £ nomineller Oberbefehlshaber aller Burentruppen, Allein trotzdem würde seine Uebergabe nicht (ieselbe Bedeutung haben, wie dies bei anderen
Der südafrikanische Krieg.
Englische Lügen.
Mehrere Londoner Blätter melden: General ^ß,ttKotha habe sich Donnerstag Vor- .mittag kurz vor 10 Uhr dem Lord
rückte in das Gebiet der Kap-Kolonie ein. Zuerst drang er in südwestlicher Richtung vor, fand aber Philipstown stark besetzt und wandte sich daher direkt nach Westen. Es gelang ihm, die Eisenbahn bei Houtkraal, nur 20 Meilen nördlich von De Aar, zu überschreiten und zeitweise zu zerstören. Dort stieß er aber auf übermächtigen Widerstand, verlor einen Theil seines Transports und wandte sich hart bedrängt in nordwestlicher Richtung, offenbar in der Absicht, den Brak, einen Nebenfluß des Oranje, bei Klipfurth zu überschreiten und nach Prieska zu gelangen. In Prieska, das von jeher gut burisch gesinnt war, sollte wohl die Vereinigung mit dem von Süden an- rückenden Hertzog-Kommaudo erfolgen. Letzteres hatte bekanntlich ohne erheblichen Erfolg in der Gegend von Calvinia operirt und war nach Norden berufen worden. Dieser Plan wurde durch anhaltende Wolkenbrüche vereitelt. Der Brak sowohl wie der Oranje stiegen in einer Nacht über fünf Fuß und waren selbst für einzelne Reiter unpassirbar. Vergebens eilte De Wet nach der Readfurth am Oranje und weiter nach den Marks- und Kameel-Furthen. Der Weg war ihm auf drei Seiten durch un- passirbare Fluthen versperrt. Es blieb ihm daher nichts übrig, als eiligst den Rückzug auf dem gekommenen Wege anzutreten, nämlich nach Osten. Mittlerweile waren vier britische Kolonnen nachgerückt und versperrten ihm auch diesen Weg. Es gelang ihm allerdings, wie gewöhnlich, die einschließende Uebermacht zu durchbrechen, er verlor aber bekanntlich fast den ganzen Rest seines Transports nebst Geschützen und Munition. Trotzdem ist er aus dem Dreieck entkommen und hat die Eisenbahn bei Kraankuil in östlicher Richtung wieder überschritten. In derselben Gegend — zwischen Petrusville und Kalkfontein — in der er vor 14 Tagen beim Einrücken in das Kapgebiet stch befand, vollzog er bann die Vereinigung mit dem Hertzog'schen Commando.
Englische Ritterlichkeit.
Der „Morning Leader" schreibt unterm 27. Februar folgendes:
Vor einigen Tagen lenkte der Abgeordnete Lloyd-George die Aufmerksamkeit des House of Commons aus eine Proklamation des Generals Bruce-Hamilton, in welcher dieser Offizier verkündete, daß die Frauen der noch im Felde stehenden BurgherS, welche von feiner Armee wie Viehherden in große Lager getrieben worden waren, auf unzureichende Rationen von Lebensmitteln gesetzt und gehalten würden, um auf diese Weise ihre Männer zur Uebergabe zu tief athmend. „Wie bald ist sie verschwunden -und wir kehren in das alltägliche Leben, in die Wirklichkeit zurück. Hier darf ich im Traum glücklich sein . . ."
Ihre Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln.
„®ine seltsame Sprache für einen glücklichen Bräutigam," entgegnete sie mit leichter Ironie.
Da wallte es in seinem gequälten Herzen mächtig auf.
„O spotten Sie nicht, Kitth", rief er. „Erinnern Sie mich nicht an die Kette, die ich nun mein ganzer Leben hindurch tragen muß — laffen Sie mich träumen, Kitth — lassen Sie mich wenigsten» diese eine Stunde glücklich sein!"
Er stützte die Arme auf die Knie und verbarg das Gesicht in die Hände. Er fühlte sich tief unglücklich, namenlos elend. Welch verblendeter Thor war er doch gewesen! Jetzt war es zu spät — zu spät!
Kitth erschrak.
„Sie dürfen nicht so sprechen," sagte sie voll warmer, herzlicher Theilnahme. „Lasten Sie das Vergangene vergangen fein — auch ich muß ja vergessen — seien Sie ein Mann
kommen Sie, lassen Sie uns zur Gesellschaft zurückkehren — wir wollen beide vergessen, was unsere Herzen einst träumte,."
„Sie zürnen mir nicht? —'
»Nein, ich zürne Ihnen nicht, wenn — wenn Sie mir auch sehr, sehr wehe gethan haben. Aber es ist vorüber — hier, meine Hand — assen Sie uns gute Freunde bleiben."
Er ergriff leidenschaftlich ihre kleine Hand «nd preßte sie an die Lippen.
„Nein Kitth" flüsterte er schwer athmend, „fordern Sie nicht, daß ich vergessen soll!
Deutsches Reich
®erlitt, 1. März.
— Anfang April gedenkt der Kaiser mit größerem Gefolge nach Kiel zu reisen, um dort der Vereidigung der Seekadetten beizuwohnen. Zum dieS- lährrgen Kaisermanöver wird, wie wir erfahren, der Monarch am 4. September in Königsberg eintreffen. Am Vormittage des 7 September findet auf dem Devauer Platz bei Königsberg die große Parade der beiden Armeecorps vor dem Kaiser und den von ihm zum Manöver geladenen fürstlichen Gästen statt.
Diese Erinnerung ist ja jetzt mein einziges Glück O ich Thor, ich blinder Thor! — Ich glaubte, die Liebe zu Ihnen ersticken zu können, ich glaubte sie vergessen zu haben, al» jene edle Frauengestalt in mein Leben trat! Aber Kitty, es ist nicht wahr! Die Liebe kann man nicht vergessen — und wenn auch die Pflicht, die Ehre gebieterisch das Herz zur Ruhe weist, die Liebe flammt doch stets von Neuem empor, Kitth — und ich liebe Sie noch ebenso heiß, nein, noch heißer, noch inniger, als damals — al» ich Sie zuerst sah . .
„Henning — besinnen Sie sich — es ist Wahnsinn, waS sie sprechen!"
„Ja, es ist Wahnsinn — ich fühle es — aber ich kann nicht ander» ich kann nicht ander» —"
Er war vor ihr i, die Knie gesunken und preßte sein Gesicht an ihre Gestalt.
Ein unendliche» Mitleid mit ihm schlich sich in Kittys Herz; sie wollte ihm zürnen, sie wollte ihn stolz von sich stoßen — aber sie vermochte es nicht lebte doch auch in ihrem Herzen die Liebe noch.
So beugte sie sich den, zu ihm nieder und legte die Wange auf fein Haupt, während die Thränen ihr aus den Augen stürzten.
„Nicht so, nicht so, mein armer Freund," .flüsterte sie zärtlich und tröstend. „Wir sind nun beide unglücklich geworden — wir beide müssen e» tragen, was wir verschuldet . . ."
„Nicht Du — nur ich — nur ich —'
(Fortsetzung folgt.)
dessen Nachfolger, Lord Kitchener, hat vielleicht iHe§ daran gesetzt, um auch seinerseits durch ie Gefangennahme Bothas „Rache für Majuba" i nehmen. Nach den letzten Nachrichten sollte >uis Botha, nachdem er in der Nähe von
Otttl zis. irttaiti
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rc. »Ja, urteilen sie selbst, ob ich ihre Züge treu — W» Gcdächtniß bewahre ..."
.häß, .Er bot ihr den Arm und führte sie in einen Nebenraum, den er zu künstlerischen i Leiten benutzte, die er nicht jedermann zeigen
Erscheint täglich außer an Werirag«« tooiuv um Fkierlagea.
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Drnck und »erlag: Joh. Ang. Soch, UniverfitätS-Bnchdrnckerei oo
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