Einzelbild herunterladen
 

ftratn»

Ich

mit -em Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

öfer.

M 51

Erjchrillt täglich außer an Werktagen noch Sonn- an» Feiertagen.

Sonutagddrilagr: Jllnftrirte» S»n»ta,sblatt.

Duck and «erlag: Joh. Ung. Koch, VniversttLts-Bnchdrnckerei Jlattaia Markt 81. Telephon 55.

vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 8 ML, bei allen PotzLatem 2,85 Mk. (e$d. «rstellgeldl.

InjerttonSgebühr: die gtftwttrot Zeile »der deren Äaxe 10 Pfg, Ätdenttn: bi, Zeile 25 Pfg.

Marburg

Freitag. 1. März 1901.

uar tra« Alchy

36 Jahrg.

chrh Bestellungen

e für den Monat März auf die

- W F>derhessifche Ieituug" nebst ihren

Nz ^Beilagen werden von unserer Expedition llff, (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch - Hain und Neustadt, sowie von allen Post- $ anstalten und Landbriefträgern entgegen-

geaommen.

Umschau.

i ® r. ttehi

G. forderuna treffen auf MMVMrine 17 500000,

Post und Telegraphen

keri

kam m, ratze 16

er zweite Nachtragsetat für die China-Expedition.

.Die Ziele der Expedition sind unverändert. Das Eingreifen der Mächte besserte die Lage in China * stetig. Der deutsche t in die militärischen

Dem Bundesrath ging der Nachtragsetat für 1901 zu, enthaltend die zweite Forderung für die China - Expedition in Höhe von 120 682 000 Mk., sowie eine Forderung von

2302 738 für andere Zwecke. Bon der China- f das Heer 100 200000, di«

f Unter den anderen Forderungen deS Nach­tragsetats befinden fich 100000 Mk. zum Er­werb von Grundstücken in Peking für Erweiter­ung und Sicherung der deutschen Gesandtschafts- anlageu, 60 000 Mk. Theuerungszulage an Ge- ^I^^sandtschaftsbeamte und Konsulatsbeamte in

7XC\ China, 163500 Mk. für Gebäudeankauf für die

« st 285 000, Pensionen 2c. 437 000, Denkmünze 160 000, Unterstützung von Familien der Theil- nehmer 700000, Kabelverbindungen Tfingtau- Tschifu und Tsingtau-Shanghai 400000. Die Erläuterung besagt:

17 A- »langsam, aber merkbar und si Oberbefehl brachte Einheitlichkeit

^Operationen. Günstige Wirkungen blieben nicht aus. irkf »Größere militärische Unternehmungen über das be- 1 setzte Gebiet hinaus werden nicht niehr erforderlich sem, nur noch kleinere Beruhigungsstreifzüge inner« Held desselben. Nachdem China die Note der Mächte genommen hat, erscheint eine befriedigende Be­endigung der Wirren nunmehr gesichert, wenn auch über den Zeitpunkt der Erreichung dieses Zieles eine bestimmte Voraussetzung noch unmöglich ist. Weitere Verhandlungen betreffen Einzelsragen, nament­lich die Entschädigung und entsprechende finanzielle Veranstaltungen. Behufs des hierbei nöthigen mili- tärischen Drucks ist die unveränderte Belassung der deutschen Streitkräfte in China vorläufig unerläßlich unb daher der Kostenbedarf auf daS volle Rechnungs- ^-kjahr veranschlagt. Wenn die Streitkräfte, was aller ^ Wahrscheinlichkeit nach anzunehmen ist, vor dem März 1902 ganz oder theilweise zurückbefördert den, treten eutfprechende Ersparnisse ein.'

Gesandtschaft in Bern, 95000 Mk. für Er­weiterung der Dienstwohnung des Staats­sekretärs des Aeußer» und 224 000 Mk. zur Instandsetzung des Dienstgebäudes deS Reichs­kanzlers.

Die Nationalliberalen und die

, Getreidezölle.

* Die Nationalliberalen in der Provinz Sachsen haben am verfloffenen Sonntag zu Halle a. S. einen Deligirtentag abgehalten und im Anschluß daran eine große öffentliche Ver­sammlung veranstaltet, in der in erster Reihe der Abg. Bassermann über die nächsten Auf­gaben des Reichstages sprach. Der national­liberale Führer äußerte fich dabei über die Frage deS neuen Zolltarifs, insbesondere über die Er­höhung der Getreidezölle ziemlich eingehend. Er kam wie dieHaüesche Zeitung" be­richtet zu dem Schluffe, daß, wenn überhaupt von Schutzzöllen die Rede sein könne, das was der Industrie recht sei, auch der Landwirth- schaft, an deren gegenwärtiger bedrängter Lage kein Zweifel sei, billig sein müsse, wenn man dem allgemeinen Jntereffe, nicht einseitigem Jnter- effe Rechnung tragen wolle. Die nationalliberale Fraktion des Reichstages werde deshalb auch für eine Erhöhung der Getreidezölle eintreten, allerdings nicht für übertriebene Forderungen, die bis zu 10 Mark für den Centner hinauf­gehen, sondern nur für solche, die den Abschluß der Handelsverträge mit Rußland und besonders auch mit Amerika auf längere Fristen ermög­lichen. Stets werde bei ihrem Thun und Handeln die nationalliberale Partei den Schutz jeglicher nationaler Arbeit im Auge haben und sie hoffe, daß man so auch bezüglich der Handels­verträge zu Abmachungen gelange, welche der Industrie keinen Schaden brächten, der Land- wirthschaft aber den Schutz gewährten, dessen sie bei ihrer gegenwärtigen Lage bedürfe; bei ihren Entscheidungen werde die Partei stets sich durch die Interessen der Wohlfahrt des Vaterlandes, nicht durch Sonderinteresfen leiten lassen.

Deutsches Reich

Berti«, 28. Februar.

Die Nordd. Allg. Ztg. meldet: Nachdem Reichs­kanzler Graf Bülow in der Reichstagsfitzung vom 21. Januar die Aufbesserung der Bezüge für alle Kriegs invaliden und Kriegshinter­bliebenen aus den bisherigen Feldzügen für dringlich und unaufschiebar erklärt hatte, ist von ihm sofort die Ausarbeitung eines entfprechenden Gesetz­entwurfes wegen höherer Versorgung der Kriegs»

findet

(Nachdruck bafcoten.)

äffet

t weit » der Ui

Schwester Katharina.

Roman von O. Elster.

(Fortsetzung.)

»len.

gNein, Papa,!" entgegnete sie. .Ich habe u kauf keinen Grund die. Einladung abzulehnen."

Sie wandte sich ab, nm dem raschen, deob-

währtt SW- ift ollr ttidjtn »eite! nfo für desvnd.

»efte iuchs< oCftei bereir- ;errrm.

att. Rur die filtern Käthes und ihr Bruder aren noch eingöladen. Frau von Lartfeld b«- nd fich freilich' in heimlicher Aufregung bei dem Gedanken, w4e Herr von Weferling, nament­lich aber seine Warnen das Zusammensein mit Gehrmanns aufnlehmen würden. Sie wurde jedoch ihrer Besoiigniß bald überhoben, als der Landrath nach de« ersten Begrüßung sofort auf Herrn Gehrmann | zutrat und ihm kräftig die Hand schüttelnd sagte:Es freut mich sehr, Herr Rath, Sie Rennen zu lernen. In parla­mentarischen Kreisern wird viel von Ihrer hoch­herzigen Gründung jn Südwestafrika gesprochen. Seine Majestät selbst hat mit großer Freude den Bericht über h.as neu errichtete Kranken­haus entgegengenontz'men."

Die Zeiten ändern sich, Herr Baron," ent­gegnete Herr Fritz -Gehrmann vergnügt.Ich dachte nämlich an uieine eigenen Wanderjahre, *°ie ich einstmals v,ier Wochen lang elend und krank in einem Arm^enhause gelegen habe! Und da kam mir die Jde-e, es müßte doch für die

;i t.

gesucht I

achtenden Blick ihrer Mutter zu entgehen.

krffch, -Na, also," meinte der Landrath,bann

Cl "bleibt eS dabei1 am Sonntag speisen wir bei Bartfelds!"

DaS Diner fqinb im engsten Familienkreise

gaffe 3, rbar Kirch men ere.

emp fich nrft 19

Deutschen da draußen ein tröstlicher Gedanke fein, wenigstens zu wissen, wo sie ihr Haupt niederlegen können, wenn sie krank und arbeits­unfähig find."

Es war wirklich eine vortreffleche Idee, Herr Gehrmann!"

Das Eis war gebrochen und bei Tische ent­wickelte fich eine sehr gemüthliche und lebhafte Unterhaltung. Die gerade offene Art und Weise GehrmannS und sein manchmal etwas derber Humor paßten sehr gut zu der jovialen Welt­anschauung des LandrathS, und Frau Helene Gehrmann machte durch ihre bescheidene Zurück­haltung einen sehr Vortheilhaften Eindruck auf Frau von Weferling.

Auch die jungen Leute amüsierten sich vor­trefflich. Kitty ging lebhaft auf die auSge- laffeuen Scherze Fritzis ein und Ulrich, der junge Künstler, ließ seiner frohen und glück­lichen Laune volle Freiheit.

Nur Käthe und Henning saßen ziemlich einsilbig da. Käthe empfand eS schmerzlich, daß seit dem Tage des Eisfestes ein Schatten auf ihr bis dahin ungetrübtes Glück gefallen war. Sie war viel zu gerecht und hochherzig, um Henning irgend welche Schuld beizumessen, sie würde gewiß auch über den peinigenden Ge­danken sortgekornmen sein, wenn nicht das ver­änderte Wesen ihres Verlobten sie stets von neuem an den Vorfall auf der Eisbahn er­innert hätte.

Henning war schweigsam und gewissermaßen scheu ihr gegenüber geworden, als wäre er sich einer Schuld bewußt gewesen. Dann wieder zeigte er eine leidenschaftliche Lebhaftigkeit und

invaliden fowie der Kriegshinterbliebenen des Reichs­heeres, der Marine und Schutztmppen veranlaßt worden, welcher nunmehr der vorbereitenden Stadien durchlaufen hat und mit der kaiserlichen Ermächtigung dem Bundesrathe heute zuging.

Gegen hohe Getreidezölle in Deutschland haben, wie ein Führer der russischen Agrarier, Staatsrath v. Golowin, derDeutschen Tageszeitung" schreibt, die russischen Agrarier prinzipiell wenig einzu­wenden, wenn die russischen Agrarier nur sicher wären, daß ein Minimaltarif nicht auch trans­atlantischen Konkurrenten seitens Deutsch­lands zugestanden würde, vorausgesetzt also, daß das amerikanische Getreide in Deutschland einem noch höheren Zoll unterliegt als das russische.

Parlamentarisches.

Reichstag.

». Berlin, 27. Februar.

Der Reichstag setzte heute die Berathung des Militäretats fort. Fast die ganze Sitzung wurde noch von weiteren Debatten über den Nationalitäten­streit in der Provinz Posen ausgefüllt, sodaß Gras Ballestrem in vorgerückter Stunde einen, aller­dings vergeblichen, Versuch machte, die Verhandlung zu ihrem Gegenstände zurückzuführen. Die gestrige Behauptung des Abgeordneten v. Jazdzewski, daß Fürst Bismarck die deutsche Bevölkerung der Provinz zu einem Kampf auf Leben und Tod gegen die polnische ausgerusen und dadurch den Gegensatz ge­schaffen habe, veranlaßte den Abg. Fürsten Bismarck zu der geschichtlichen Feststellung, daß der von den Polen über die deutschen Mitbürger verhängte Boykott und die dadurch herbeigeführte Zurückdrängung des Deutschthums erheblich weiter zurückgeht, als auf die vom polnischen Redner bezeichneten ersten neunziger Jahre. Lediglich zur Abwehr des Systems der polnischen Ue6ergriffe habe Fürst Bismarck die Deutschen ausgerusen, zu einer Abwehr, die er bereits im Jahre 1848 als die gebotene Polenpolitik Preußens be­zeichnete. Dem Kriegsminister gebühre Dank für die Entschiedenheit, mit der er sich gestern dafür eingesetzt habe, daß auch die preußische Armee die polnischen Bestrebungen zurückweisen werde. Das von den Polen seit 30 Jahren befolgte System der Botz- kottirung der Deutschen, das schließlich die entschlossene Gegenwehr der letzteren zur Nothwendigkeit gemacht habe, wurde von den Abgg. v. Tiedemann und Sieg aus persönlicher Kenntniß der Verhältnisse be­zeugt. Die Gegenreden der Abgg. v. Jazdzewski, Glebocki >nd Fürst Radziwill nahmen mehr und mehr den Charakter einer Rückzugskanonade an. Dem Abg. Bebel, der ihnen unter Anderem mit einer Kritik der geringen Resultate der hundertjährigen Germanisirungsarbeit beisprang, hielt der Abg. Fürst Bismarck die Schwankungen der preußischen Polen­politik entgegen, welche den Prozeß der nationalen Annäherung immer wieder unterbrochen haben, nun hoffentlich dauernd überwunden fein würden. Wirkungsvoll beteiligten fich an der Debatte auch die Abgg. Graf Limburg-Stirum und Sattler. Daneben wurde von den Sozialdemokraten das Thema der Svldatenmißhandlungen wieder angeschlagen, allerdings merklich zurückhaltender als früher. Herr Bebel überließ diesmal die Sache dem Abg. Kunert, den er nachher dahin lorrigirte, daß eine Abnahme der Mißhandlungsfälle nicht in Abrede zu

Zärtlichkeit, welche seinem sonstigen Wesen durchaus nicht entsprach. ES lag in seinen Augen ein Ausdruck, wie eine Bitte um Ver­zeihung, wie eine bange Frage, wie ein stummes Bekenntniß einer geheimen Schuld.

Auch heute war er einsilbig und in sich ge­kehrt. Käthe bemerkte, wie sein« Blicke öfter» zu Kitty von Weferling hinüber schweiften, wie ein trotziger Zug sich um seine festgeschloffenen Lippen grub und wie seine Hand da» Weinglas öfter zum Munde führte, daS er daun stets hastig leerte. Der reichlich genoffene Wein rief iu ihm eine erzwungene Lustigkeit hervor, in die Käthe nicht mit einstimmen konnte. Mit einer leicht ungeduldige« Geberde wandte er fich den anderen fröhlich lachende« und plaudernde« jungen Mädchen zu und mit tiefem Schmerz bemerkte seine Braut, daß er fich völlig von dem Liebreiz Kittys gefangen nehmen ließ.

Kitty selbst schien vergessen zu haben, was zwischen ihrer ersten Bekanntschaft und dem Jetzt lag. Sie tauschte die Erinnerungen ihre» ersten Beisammenseins mit Henning au»; in ihren braunen Augen leuchtete es glücklich auf und ihre frischen Lippen lachten froh und harm­los über die gemeinsamen, oft scherzhaften Er­lebnisse jener schönen Manöverzeit im Herbst.

Ulrich Gehrmannn und Fritzi plauderten ebenfalls angelegentlich zusammen so saß denn Käthe ziemlich vereinsamt da und immer tiefer drang der schmerzliche Stachel der Erkennt­nis in ihr armes Herz, daß sie sich in der Liebe Hennings getäuscht hatte.

Nachdem die Tafel aufgehoben war, machte Ulrich den jungen Damen den Vorschlag, sein

stellen fei. Von der Militärverwaltung wurde diese Abnahme ziffermäßig dargethan und hervor­gehoben, baß bie neue Militärorbnung fich sowohl nach ber Richtung der Rechtsinteressen, wie nach der­jenigen der militärischen Interessen bewähre. Nach Erleoigung mehrerer Kapitel wurde die weitere Be­rathung auf morgen vertagt.

AHg«or»«ete»ba»S.

»p. Berlin, 27. Februar.

In der heutigen Sitzung des Abgeordneten­hauses wurde bas Extraorbinarium bes Eisenbahn­etats, der Eisenbahnbau, und Eisenbahnbetriebsbericht erledigt. Wie üblich, gab das Extraorbinarium Anlaß, Wünsche unb Beschwerben aus ben einzelnen Wahl­kreisen in reicher Fülle vorzutragen, ohne baß babei Erörterungen von allgemeinerem Jntereffe statt- gesunden hätten. Bemerkenswerth ist, daß der Herr Minister der öffentlichen Arbeiten aus eine Anregung des Abgeordneten von Arnim er­klärte, er verkenne bie Vorzüge ber Spiritusbeleuchtung keineswegs unb sei durchaus geneigt, deren Einsührung auf Bahnhöfen zu fördern. Für größere Bahnhöfe biete aber die elektrische Beleuchtung unleugbare Vortheile, namentlich bann, wenn man auf bem Bahnhofsbetriebe einer Krafterzeugungsvorrichtung bebürfe unb so mit ber Lichterzeugung zugleich eine Krafterzeugung verbinden könne. Sobann vertagte sich bas Haus bis Freitag 11 Uhr, um morgen ber Bubgetkommission Zeit zu einer Tagessitzung z« lassen. Tagesordnung: Interpellation Kopsch-Emst wegenLehrermangel; Etat deS Unterrichts-Ministeriums nebst den dazu gehörigen Anträgen, in erster Linie: der Ordensantrag des Zentrums.

Ausland

Tüdafrik«. Die Nachrichten vorn süd­afrikanische» Kriegsschauplatz widersprechen fich mehr denn je. So heißt es jetzt, General Botha stehe zwischen Errnelo und Middelburg, also direkt im Rücken FrenchS, während früher gemeldet wurde, er sei gegen die Swazi­landgrenze gedrängt oder ziehe fich auf Komati­port zurück. Ferner wird gemeldet, Lukas Meyer kommandiere die General French gegen­überstehende Burenstreitmacht. Botha scheint jetzt ganz Dewets Methoden zu verfolgen, lieber Dewet selbst liegt nichts neues vor. Jedenfalls ist er aus der Klemme heraus. Neun Kolonnen sollen ihn verfolgen, aber er scheint schneller zu fein als sie alle. Vermuthlich beabsichtigt er eine Vereinigung mit Kritzinger bei Rich­mond, der ganz in seiner Nähe ist.

Kitchener selbst meldet aus Middel nur, French habe über folgende weitere von ihm bis zum 25. d. gemachte Beute berichtet:Eine 19 Pfünder-Krupp-Kanone, eine Haubitze, ein Maximgeschütz. 20 000 Patronengürtel mit Munition, 153 Gewehre, 388 Pferde, 52 Maul- thiere, 834 Zugochsen, 5600 Stück Rindvieh, 9800 Schafe, 287 Wagen und Karren. Die

Atelier anzusehen, war mit Begeisterung seitens Fritzis und Kittys angenommen wurde.

Wir dürfe» uns doch anschließen?" fragte Henning, der neben seiner Braut stand.

Selbstverständlich!"

Ich bitte mich zu e»tschuldigen," sagte Käthe.

Aber, Käthe . . . . " ei« Zug des Unwillen» machte fich auf Henning» Gesicht be­merkbar.

Ich will Dich nicht zurückhalten, Henning," fuhr Käthe fort.Geh nur mit ich habe für den Kaffee zu sorgen. Vielleicht komme ich nach."

Run denn, so kommen Sie, meine Damen rief Ulrich und reichte Fritzi den Arm.

Henning stand einen Augenblick unschlüssig. Al» sich Käthe jedoch ruhig entfernte »nd sich an der Kaffeemaschine auf dem Serviertisch zu schaffen machte, reckte er sich straff und trotzig empor und eilte den Dorangegangenen nach.

Ulrich hatte sein Atelier auf das Geschmack­vollste auSgestattet. Ueberall flammten kleine bunte Lämpchen auf und der nischenartige Erker war zu einem kleinen, reizenden, lauschigen Boudoir umgestaltet, das von dem matten Schein einer rothen Ampel übergossen wurde.

Die Kunstwerke erschiene» in der magische» Beleuchtung noch eigenartiger, als beim Hellen Tageslicht; eine eigene märchenhafte Stimmung lag über dem ganzen Raum und theilte sich auch den rascher pochenden jungen Herzen mit.

(Fortsetzung felgt.)