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6. Kapitel.

Die Schatten deS TodeS hatten die Stirn

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(1180

Der südafrikanische Krieg.

Ein Anschlag auf Kitchener.

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artikel.

nunWw. tr. 23, L artenant lir. Klinik eidenh.A

I Porter«

Roman von O. Kister. (Fortsetzung.»

schwer, sich dem Zauber einer schönen geist­vollen jungen Dame hinzugeben? Geh, Du Träumer in der flotten Dragoner-Uniform!"

Sie streichelte zärtlich seine Wange. Er ergriff ihre Hand und führte sie ehrerbietig an die Lippen.

ereigniffe sich auch dort abspielten, ob freudigen, ob schmerzlichen Inhalts, sie wurden vom ge- sammten deutschen Volke als eine eigene Ange­legenheit empfunden. Und wenn unsere Kaiser­liche Familie heute mit Trauer im Herzen in Homburg und Cronberg am Schmerzenslager der leidenden Kaiserin Friedrich weilt, so empfindet es das deutsche Volk mit. Die Ver­kündigung von dem Besuche König Eduards VII fällt jedoch, das läßt sich nicht verhehlen, störend in diese Weihestunden der Trauer. Richt die Unbeliebtheit, deren sich der Prinz von Wales in Deutschland erfreute, nicht die so peinlichen Er-

Die Agenten gegen Professor . S ch m o l l e r.

innerungen an manche Vorgänge sind es, die diese Störung verursachen darüber würde man in der heutigen Zeit vielfach hinwegsehen es ist der Umstand, daß König Eduard diesem ruchlosen Raub- und Mordzug England- in Südafrika nicht nur nicht Einhalt gethan, sondern

, Die Abendblätter veröffentlichen Depeschen um schleunige aus Pretoria, wonach der Eisenbahnzug, welcher. wie gemeldet, gestern früh zwischen Vereenigung und Johannesburg durch Buren zum Entgleisen

nahm nur zu gern die dargebotene Unterstütz­ung an. Als der Oberst wieder zum Leben und

Marburg

Freitaq 22. Februar 1901.

Vtirteljährlicher B«k»g-pr,ti.- bei der Exp«Litton s SÄL 6d efltn Postämtern 3,26 ML (tyL «estest^Idj.

J»s«»1i»»«>,bühr: di» zefpaltnu Zeil« deren Ran» 10 Oft. «edae»: Mi Brili 25 Pi,.

be§ Fürsten Bismarck entgegengestellt, der eine I fischen Bevollmächtigt der bedeutungsvollsten Seiten seines Wirkens H " ~

(Nachdruck verboten.)

Schwester Katharina.

zu »er» (1171

:_ der That sah Henning, wie sein Vater e Käthe, deren Arm er durch den feinen ne.-.

'hr mit der bewegungssähigen Rechten, Käthe eilte zu ihm ergriff seine Hand und küßte sie. lleber das blaffe, eingefallene Antlitz deS Kranken des Obersten gestreift. Ein Schlaganfall hatte | Seine Rechte umklammeäe^di^Hand jungen

H litsoberhäuptern jener Länder bereitet worden, denen Deutschland schon seit dem unver- lkUll! ichen alten Reichskanzler Fürsten Bismarck euer Bundesbrüderschaft steht. Wir erinnern tn Jubel, mit dem im vorigen Jahre rr Franz Joseph von Oesterreich in Berlin

»kenbesuch bei der Kaiserlichen Schwester Wir wünschten, es wäre so, leider aber igen alle Begleiterscheinungen das Gegen- L Der Besuch wird fich nicht auf Hom- g und Cronberg beschränken, König Eduard b allem Anschein nach mit Kaiser Wilhelm einsam seinen Einzug in Berlin halten. Berliner Blatt weiß bereits mitzutheilen, das I. Garde-Dragoner-Regiment, deffen » Haust f König Eduard VI1. ist, den Befehl er- Lnffifrt m ^at- kich in den nächsten acht Tagen auf - Besichtigung vor seinem Regimentsinhaber it zu halten. Hieraus darf man schließen, falls die Dinge in Cronberg e8 gestatten, Üwa 8 Tagen der Besuch König Eduard \ IL Lrrlin zu erwarten ist.

^nen er bisher keine Wichtigkeit ihn getroffen, ihm die linke Seite gelähmt und 1 öeigemeffen hatte, die man aber sehr wohl da- I die Sprache geraubt Mehrere Taae lano la» W. £m"txbe,,en .tMern ln* --mählich zum Äb-U zuiüch du!

b-u» d-m-ch j-b- Stund« zu erlöschen drehte.

Dann folge ich Deinem Rath mit leichterem I waren furchtbare, bange Stunden und

Herzen!" Tage für Frau von Bartfeld und ihre Kinder.

Nun, so geh ich höre die Musik den ®,e Last der Pflege ruhte fast allein auf

Contre intonieren." I yn Schultern der Frau Oberst, denn ihre

Henning küßte ihr abermals die Hand und älteste Tochter, Frau Hauptmann Erna v. Schenk.

| eilte davon. konnte nur kurze Zeit bleiben, da sie ein erst

Käthe stand noch immer neben seinem Vater. I Monate alter Kindchen zu pflegen hatte. Als er unbemerkt zu ihr trat, schrak sie leicht Mriede und Emmi waren noch zu jung und zusammen und eine tiefe Gluth überflammte unerfahren, und Henning und Erich, der ihr Antlitz. I Referendar, mußten nach einigen Tagen ihrem

Sie hatten den Contre wohl ganz ver- $1"^ to.ieber nachgehen. Erich reiste auch, geffen, gnädiges Fräulein?" fragte er, indem I nQl^be bte unmittelbare Gefahr vorüber wieder er ihr den Arm bot. nach Königsberg wo er bei der Regierung be*

.3ch glaubte, Sie würden nicht mehr daran I festigt war.

Leutnant", entgegnete sie, Da war es denn für Frau von Bartfeld

' j ^merfte." eine wahrhafte Freude und Wohlthat, daß

So haben Sie mich ichon gesucht?" ! Käthe Gehrmann fich sofort zur Derfüauna

, sah nut seltsam scheuen Blicken zu ihm stellte, und ihr wenigsten« die Last des Laus- r° CL ^-nent Ku0en lebhaft auf- wesenS abnahm. In bescheidener zurückhaltender ^ sen^e fie die ihrigen; sie erwiderte Weise hatte das junge Mädchen Frau v. Bart-

f!,' ^wnin9r Wit ihre Hand, feld gebeten, ihr helfen zu dürfen und diese bU 11*1 a0' e»e hebte. nahm nur zu gern die dargebotene Unterstütz-

Und diese leise Regung pflanzte sich in seinem ung an. Als der Oberst wieder zum Leben und Herzen fort und eine innere Stimme flüsterte Bewußtsein zurückgekehrt war erblickte er

yier romtt, zuruckzustotzen. ihr mit der beweaunaSiäbiaen

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Snrf unb Verlag: Joh. Ang. Koch, llnioersitäts-BuchSnttkerri "v ^ZUYlg.

Llarburo Marti 21. Televbon 55

. . . , ... . . - Dann richtete er fich straff empor und

^.uthe, deren Arm er durch den feinen ge- schüttelte mit Gewalt die trüben, ernsten Ge- hotte, im Saale auf und nieder schritt, danken von fich ab. Die Lebenslust deS jungen »liebenswürdigem Lächeln beugte er sich zu OsficierS erwachte in seinem Herzen. ES war ßerab und sie blickte mit ihren großen, wirklich nicht so schwer, der Schönheit, dem ». grauen Augen lachend zu ihm auf. Geist seine Huldigungen zu Füßen zu legen merkte, daß der alte Herr großen Ge-Ich werde Deinen Rath befolgen, Mama!" an diesem schönen und dabei so charakter- ISo ist es recht, mein Sohn!"

jungen Mädchen fand, das in seiner ein- IAber, Mama, ich verspreche nichts' Ich

i unb doch geschmackvoll-geviegenen Toilette kann nichts versprechen! Du hast selbst gesagt Dreed» "hast gegen die anderen anwesenden jenes Mädchen ist ein Character wird sie abstach. . mich lieben können?"

Ich werde es mir überlegen, Mama,"Sie liebt Dich schon .

Henning langsam.Ach, Mama - woher . .

°»u von Bartfeld lachte. .Ueberlegen sollstNun, man hat so seine Anzeichen", er- W- wem lieber Junge," versetzte fie. widerte Frau von Bartfeld mit bedeutsamem sollst Dein Herz sprechen laffen, daun Achselzucken.Wenn ein junges Mädchen er- F Du k«ne lleberlegung." röthet, sobald ein gewiffer Jemand in das

& Mama, Du hast recht, ober da« Herz Zimmer tritt - wenn es so ab und zu ohne ch nicht kommandlren." eine bestimmte Veranlassung, sich nach einem ,

Reicht doch, wenn eS eine so reizende gewissen Jemand erkundigt - wenn man es «S zu erobern gilt . . " überrascht, wie es im Anschauen deS Bildes

W werde versuchen Mama," entgegnete dieses gewissen Jemandes versunken ist «g mit einem traumverlorenen Lächeln.Mama, das Alles hättest Du beobachtet?" Wbe den nächsten Contre mit FräuleinGewiß und noch mehr, was ich Dir zu tanzen ich wollte, Mama, Du I jedoch nicht sage. Aber sieh einmal, wie man nicht mit mir von Deinen Wünschen mit einem Male Feuer und Flamme ist!"

I 3n her That ein eigenthümlich warmes Rk t xflr°6e» Kind, sagte Frau von I Gefühl durchströmte Hennings Herz. Er er-I 10 lächelnd.Ist eS denn wirklich so | innerte sich jetzt selbst mancher kleiner Vor- |

entgegengeleut, der eine fischen Bevollmächtigten mit, daß die eng- der bedeutungsvollsten Seiten seines Wirkens lisch en Truppen an der Expedition Ll- die Thatigkeit eines ehrlichen Maklers nannte, nehmen und nicht ehrer ruhen werden, bis fie Eine gleiche Verwahrung hatte bereits eine Sonder- I den ganzen Hof in Händen hätten Die Be- Textilagenten eingelegt In vollmächtigten sandten darauf schleunigst eine äriimnn-r n Professor zweite Depesche an die Kaiserin-Witwe. Da-

Lchmoll«: erklärt, er habe an das Agententhum nach benachrichtigte der japanische Attachee Li- in den S-eplatz-n Englands unb Amerikas ge- Hung-Chang, baß die Japaner unter dem d«?nla .-rnhtaß8abgeorbnete Goldschmidt, Befehle des Grafen Waldersee ständen un bsr al« Schriftführer des Vereins der Berliner ebenfalls an der Expedition theilnehmen ÄS"'? k P/°testversammlung würden, worauf eine dritte Depesche an die "ustrat, beabsichtigt die Angelegenheiten rm Ab- Kaiserin abging.

seorbnetenhuuse ,»- Sprach« bring«». D-r .Siandard- und di-.Marnmg P-st-

Oft toi nb I weiden aus Tientsin, daß die Expedition

. I am 1. März abgehen werde. Einer Depesche afHb- D-m Osten her weht zur Zeit em derMorning Post" aus Peking zufolge wirb Ml, GrafWaldersee selbst d,eExpedition führen.

, _,________ vertritt Unter ihm wirb ber französische General Vohron

ihn in seinen ersten RegierungShanblungen ge- fünbint' ein? k bo6 Kommando übernehmen.

wissermaßen sanktionirt hat. Dieser Raubzug I |eixe Getreideiölle^ I Dem Hann. Cour, wird aus Niutschwang

Englands beleidigt das deutsche Volk auf das offiziöse Dreüdrabt di-s-n ^bwohl der gemeldet, daß in der Mandschurei zur Zeit noch

Schwerste, er verletzt es in seinen heiligsten BreiI »«fhtab«

Empfindungen, und hier ist die Ursache dafür ?6n in anaen Srtii 3 x ^onbent b-richtet:

zu suchen, daß das deutsche Volk Wünscht, König I oar keine Ved«,,/.!^ I Die chinesische Staatsbahn fand ich von

Eduard verschöbe seinen Besuch zum mindest (?) ab zerstör" Sie wird von

-ul «in« pafs-nder- G-I-g-nh-ii. ... L Th.»,-U LrLL""«T kL -b-di»g. r»Mch

= deutsche Absatzgebiet zu versperren UeberdieS j k 6 Ä 6 Regimenter Russen hatten

L-»L»° «ÄS

I Verständigung beruht die Lrkläruno be« ffirnfLn Gouverneur von Mukden sammelte eine Armee, Professor Schmoller hatte in der Berliner von Bülow über den besseren Schutz der land- 9t'x ,10;nb 1L Februar die Bahnstrecke WochenschriftDie Woche" über den Agenten- wirthschaftlichen Produktion Es wäre Zeit »'n ^anhmkwan an und umzingelte die

stand folgende«,Urtheil gefällt:Die Agenten einer solchen Anmaßung der deutschen Reaieruna S^tx ln2fJ.inWfu «ndKabausa. General

find zungere, oft auch bankerotte Kaufleute, gegenüber da« Wort des alten Kanzlers ent^ ^^er brachte mit 2 Regimentern Entsatz.

- . . vielfach auch etwas zweifelhafte Existenzen, die gegenzusetzen: 8 Die Russen erlitten ziemliche Verluste und sind

»ngeu wurde und der auch dem König an anderen Orten den Auftrag haben, für einWir laufe» niemandem naib" nbef ntd,t lwstande, des Aufstands Herr zu werden, ^-/"^evschallte, als dieser ais treuer Geschäft Kundschaft zu werben." Gegen dieseWir Deutschen fürchten Gott' sonst nickt« Offenbar ist in dieser unter russischem finbcter Deut|chlmids und unseres Kaisers summarische Aburtheilung legte eine große Ver- in der Welt." ' $ Protektorat stehenden Provinz die allgemeine

Jahren Jemen Einzug m Berlin hielt. I sammlung, die der Verein Berliner Agenten I-- I Unsicherheit noch weit größer als in Petsckili

®k'n8w*-etk- °eT nunB?t das deutsche Volk I einberufen hatte, eine nachdrückliche Verwahrung I . ZZ7 j ~~ I wo der deutsche Generalfeldmarschall das £)ber=

! die Ankündigung von dem bevorstehenden ein. Prof. Schmoller hatte ein Entschuldigungs Dlk Wirren M ChMfl. kommando führt. Wenn schon während der

9 -VI« 0Uk gesandt, worin er erklärt, daß er nicht Wie die Moraenblätter aus Vekina vom W'ntermonate Räuberhorden und undisziplinirte

und ist ln ^brliner Verhältnisse habe charakterisiren und 18. d«. melden, hat der deutsche Gesandte A^bsische Soldaten ihr Unwesen treiben, was

(1179! . ^wenn der englische offiziöse Preß- nicht die vielen ehrbaren Element, die als am 16. dS. dem Prinzen Ching und Li-Huna' < man bann noch von dem Beginn der besseren

~ Nachricht übermittelt, bet ßöntg Agenten thätig find, habe treffen wollen. Die Chang mitgetheilt daß Graf Waldersee Vor- Jahreszeit zu erwarten?

- 'S V.^erbe am Sonnabend AbenddieReise Versammlung lehnte diese Erklärung ab, da die bereilungen getraff n habe um am 23 b8 ein

Deutschlanb antreten; die Königliche Yacht Berliner Agenten keine Ausnahmestellung in große Ervebitin» * c;® f 8 F

ton, o»b»b«Tt-, bi« bn.fib.is v°»Po-t Sl»,p«»ch »Lm«» u»b b.«a.gnjf b<«BoS«»*«» »?»» bi «ita »U t Ä tat benüs'btnB«tob?«rf>Sl*'i"9'n «s" ----- d-n s-»z°» ®tmb Forb-r»»s-» bet Mächte erfüllt hätte» D -

hat bereite den Befehl erhalten, zum Sonn- der Agenten gerichtet sei. Die gesammte Kauf- BevollmäckU«!»» t.r.Av.hT,; k- r U.- i seeklar zu sein. Da« deutsche Volk hat Mannschaft habe die Pflicht, derartige Angriffe, Kaiserin-Witwe und erfurfrii-n '

^eTrn?9fen ^nt^e11 an 2^rflä?.0en jetzt an der Tagesordnung seien, abzuwehren. Erfüllung der Forderungen. Später th,ilte"der I Hofe genommen. Welche Familien- Dem Professor Schmoller wurde die Autorität Attache- 'der englischen Gesandtschaft den chin

irf.bnroi Besuche gekrönter Häupter find für die m früher ^Hauptstadt nichts Neues. Die mächtigsten i len der Erde haben Berlin nicht für zu mg erachtet, ihm einen Besuch abzustatten. pich- Empfänge sind bisher aber nur den

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mbhmg.^ Unser Kaiser weilt zur Zeit noch in Hom- g, unb es bestätigt fich, daß er dort ben Be- | seines OheimS, des Königs Eduard VII. , England abwarten wird. Offiziöse Preß- r wp, «ne haben da« seiner Zeit abgestritten. ä wollte es nicht aufkommen lassen, daß der in England vereinbart wäre, man wollte