mit dem Kreisvlatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhai«.
itr Handelsverträge handelte, äußerte der da-
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Vaterlandes.
Daß die Landwirthschaft
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Auf Ihre Kunst," entgegnete Fritzi schüchtern
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int neue englische Herausforderung?
Die „Deutsche Wochenzeitung in den Nieder-
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nben" macht die Aufsehen erregende Mit- nlung: Sir Alfred Milner in Capstadt habe nrn von Lindequist, dem Generalkonsul des
; Sie uns eine Weile plaudern", sagte er „Sehen Sie, welch prächtige Aussicht von diesem Erkerfenster aus die verschneiten
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t Lindequist und dieser begab sich zu Sir f I sied Milner. Die Unterhaltung zwischen den
Eine glückliche Stimmung beherrschte den sonst so schweigsamen Künstler. Er plauderte von diesem und jenem, erzählte von seinen Reisen, seinen Studien und seinen Kunstgenossen, unter denen es so manchen närrischen Kauz gab.
Aber je lebhafter und heiterer der junge Bildhauer ward, desto stiller und befangener ward Fritzi. Sie, die sonst die heiterste unter ihren Freundinnen war, deren Plaudermündchen fast niemals stillstand: sie vermochte auf seine Fragen kaum zu antworten. Sie wußte selbst nicht, was sie so befangen und schweigsam machte.
Man wird hoffentlich bald Authentisches über diese Vorfälle erfahren. Bisher ist an amtlichen Stellen in Berlin nichts darüber bekannt. DaS Auswärtige Amt hat aber de» Generalkonsul von Lindequist telegraphisch zu
verplaudert.
Ulrich i begleitete die Damen Ausgang.
Fritzi reichte ihm die Hand:
„Und nun — auf Ihr Wohl, »ein gnädiges ein!"
Er hatte aus einer altvenetia«ischen Karaffe Aäser mit der dunklen Fluth deS Burgunders t.
Wolle» Sie mir Bescheid thu»?"
beiden Herren scheint einen sehr erregten Verlauf genommen zu haben, denn es steht fest, daß der englische Oberkommifsar dem deutschen Generalkonsul die Thüre wies. Mehrmalige spätere Verlangen des Herren von Lindequist um eine weitere Unterredung wurden von Sir Alfred abgelehnt. Das ist der Thatbestand. Herr von Lindequist hat, wie in deutschen Kreisen bekannt, seine Regierung telegraphisch von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt.
Das citirte Blatt erzählt dann über einen weiteren Zwischenfall: Es handelt sich dieses Mal um den deutschen Konsularagenten in Bloemfontein, Herrn Dr. med. Stoll- reither. Die „Bloemfontein Post", ein Jingoblatt vom allerreinsten Waffer, hat es für gut befunden, Herrn Stollreither in einem Leitartikel seiner Nummer vom 18. Januar in der schmählichsten Weise anzugreifeu. Unter gewöhnlichen Umständen wäre auf solche Zeitungsangriffe wenig Gewicht gelegt, aber hier liegen die Umstände denn doch etwas anders. Das in Bloem- sontein erscheinende Blatt ist das einzige in den beiden Republiken geduldete Blatt, es steht unter direkter Aufsicht des Militärgouverneurs dieser Stadt und seltsam! der Zeitpunkt dieser Angriffe fällt direkt zusammen mit der Abberufung des Generals Pretymau und besten Ersetzung durch Major Gould Adams. Nun muß man wissen, daß Major Gould Adams bisher Administrator von Rhodesia gewesen ist und daß er mit einer der Hauptschuldigen am Jamesonschen Ueberfüll war. In der perfidesten Weise greift nun das Blatt den deutschen Konsul Dr. Stollreither an, sowohl als deutschen Beamten, wie in seiner Eigenschaft als Arzt. Es wirft ihm höhnisch vor, als deutscher Konsul noch während der Zeit des Bestehens des Oranje-Freistaates Sympathien für die Burensache gezeigt zu haben, — ein großes Verbrechen offenbar, wenn man bedenkt, daß Dr. Stollreither nicht bei der englischen Regierung, sondern bei Präsident Steijn akkreditirt war. Er soll England und die Engländer beleidigt haben. Was das amtliche Blatt dann über den Arzt Dr. Stollreither sagt, können wir kurz übergehen. Es wirft ihm Unfähigkeit, Unlauterkeit und Betrug vor, offenbar mit der Ansicht, den Mann in Bloemfontein unmöglich zu machen. In der Nummer vom 19. Januar antwortet Dr. Stollreither sehr würdig und gemessen, daß sich mit den Beschuldigungen gegen seine Thätigkeit als Konsul die Regierung befassen werde, daß er wegen der übrigen Verläumdungen sich an die Gerichte gewandt habe.
Nach welchen nationalen Gesichtspunkten entlassen wir deutsche Offiziere ins Ausland?
Für das volkswirthschaftliche Beurtheilen sind persönliche Dienstleistungen Güter, die, zum Vertauschen bestimmt, „Waare" werden. Im Rahmen einer nationalen Dolkswirthschaft ist das oerkaufbare menschliche Können und Wissen nicht blos „Freihandelswaare", die vom einzelnen beliebig abgesetzt werde» kann, sondern ist „Dolkswaare", die nur gegen entsprechendes Aeqaivalent auch im völkischen Sinne umgesetzt werden kann. In ganz besonderem Maße gilt dies von dem militärischen Können und Wissen eines Deutschen. Daß eS sich hierbei nicht bloß um individuelle Eigenschaften, sondern um ein gut Stück völkischen Erbtheils handelt, liegt auf der Hand. In ähnlichem Sinne kann weiter
geweigert, ihn fernerhin zu empfangen, as Blatt theilt darüber folgendes mit: Fall liegt sehr einfach. Ein Deutscher e sich, nach Erklärung des Kriegszustandes, rhalb Capstadts nach einem nördlich ge- nen Bezirk begeben, versehen mit dem vorriebenen Paß. Unbekannt war ihm. daß auch noch eine Aufenthaltskarte verlangt de. Eine entsprechende Verfügung scheint hl erlassen gewesen zu sein, war aber noch t veröffentlicht. Trotzdem wurde der Mann gen genommen, mit Kaffern zusammen in
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Umschau.
Eine interessante Mittheilung
der Führer der konservativen Reichstags- tion Abgeordneter Dr. von Levetzow am merstag in der Sitzung des Brandenzischen konservativen Parteitages gemacht, aus die thörichte Behauptung der Gegner
Unit doch fühlte sie sich so glücklich und froh. Sie vergaß ganz und gar die Zeit, sie lauschte nur seinen Worte» und erschrak fast, als sich Käthe erhob und meinte, jetzt sei es aber Zeit zu gehen; man habe bereits über
(Nachdruck verboten.)
Schwester Katharina.
Äoetan von O. Elster.
(Fortsetzung.)
.Das ist mei» AllerheiligsteS", rief der
öblällvr die Handelsverträge zahlen —
>0 Mari. Mrdings wie er dann hinzufügte, zum Wohle : 3 aJltiEt Vaterlandes, r ' "
Dank für all daS schöne, welches Sie mir gezeigt," sagte sie mit unsicherer Stimme.
»War ich unbescheiden, gnädiges Fräulein?" Sie senkte die Augen. Ihr Herz pochte in raschen Schlägen. Da nahm Käthe daS Wort.
»Ja, Ulli, Du warst unbescheide»", sagte sie lachend. „Aber so seid ihr Künstler! Wenn Ihr ein schönes Antlitz seht, gleich wollt Ihr eS malen oder modellieren. Kommen Sie, Fräulein Fritzi — daS wollen wir uns doch erst ordentlich überlegen."
Sie zog das verlegene junge Mädchen mit sich fort. Aber ihre Blicke trafen sich doch noch einmal. Ulli laS in ihre» aufleuchtenden Auge, daß Fritzi ihm i» Herze» ob seiner Bitte nicht zürnte.
Al» sich die beiden Mädchen entfernt hatten, eilte Ulrich zu feiner Friedensgruppe zurück. Eine Weile stand er i» Anschauen versunken da; dann flüsterte er leise: „Jetzt hab ich daS wahre Antlitz de, Frieden« »nd de« Glücke« gesehen ..."
5. Kapitel.
Herr Fritz und Frau Helene »ehrrnann feierten daS Fest ihrer silbernen Hochzeit. War dieser Tag an »nd für sich schon ein freudiger für die braven Leute, so wurde die Festesfreude noch dadurch erhöht, daß der König die Gnade gehabt hatte, Herrn Fritz Gehrmann zu» Kom- misfionSrath zu ernennen. Mancher schüttelte freilich den Kopf über diese Auszeichnung und spöttelte über den neuen König!. KornmissionSrath, aber die näheren Freunde gönnten de» wackeren Mann die Auszeichnung, die er durch seine im stillen geübte große WohlthStigkeit redlich verdient hatte. Wenn Herr Gehrmann auch zumeist ein rauhes Aeußere zu zeigen liebte, so
,, [ige Kanzler von Caprivi — wie der kon- >0 MllH-ative Führer ausdrücklich verbürgt hat —, ' ? MnWeLandwirthschaft müsse die Kosten
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^gedeutet wurde, wonach die Landwirthe durch |irp| L Handelsverträge keinen Schaden erlitten H Glitten. Als es sich nämlich um die Annahme
Zur Regelung der Schulunter- haltungSpflicht
hat die General-Versammlung der Bereinigung der „Steuer- und WirthschaftS-Reformer" nachstehende Resolution beschlossen:
r"$re gegenwärtige Unterhaltungspflicht der Volksschule ift die drückendste und am ungerechtesten ver- thente Last der an sich schon überbürdeten Gemeinden, zumal, da infolge des Freizügigkeitsgesetzes die von der betreffenden Volksschule erzogenen Kinder ihre Ärb eitskraft nicht innerhalb der Gemeinde, welche die Kosten ihrer Erziehung trug, verwerthen, vielmehr in die großen Städte und Industrie - Centren auszuwandern pflegen.
n .^ine gerechte Dertheiluna dieser Last nach der Leistungsfähigkeit erscheint, so lange die Schulgemeinden in der bisherigen Weise Träger derselben bleiben, unausfuhrbar.
Die Mittel zur Errichtung, Unterhaltung uud Erweiterung der öffentlichen Volksschule sind daher bei Mitwirkung der Selbstverwaltungs-Körperschaften unter Vertheilung nach der Leistungsfähigkeit und unter erhöhter Verwendung von Staatsmitteln auf- zubrmgen.
Seitens der Regierung ist eine in diesem Sinne gehaltene Vorlage zugesagt, und eine grofje Mehrheit im Landtage steht zu deren Verabschiedung bereit. Leider ist anscheinend keine Aussicht vorhanden, daß der Entwurf noch in dieser Session vorgelegt werden wird. Es ist dringend zu wünschen, daß diese brennende Frage sobald als möglich ihrer Lösung zugeführt werden möge. c.
A Ken genießt!"
V Die jungen Damen setzte» sich i» den Erker, tzimwer sich blieb am Tische stehen und schaute mit ^rem und doch sinnende» Lächeln auf die aneinander geschmiegten Mädchenköpfe her
eine b ond und von fast klassisch-reinem der andere braun, mit einem frischen, (los* Kindergeficht, au, dem zwei große
Auge» in die Welt lachte».
lingen Vortheile, die die Industrie aus der - 3, ^rivischen Politik genossen hat, zu tragen
CtiCU mrtheilt war und noch jetzt unter dieser Last
ei Reiches, die Thüre gewiesen und
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von Ungeziefer wimmelndes Loch gesteckt b erst nach einigen Tagen wieder freigelassen, »e daß man es der Mühe für Werth gehalten, i auch nur zu entschuldigen. Die Behörden iren offenbar durch Dr. Focke verwöhnt worden.
Der Mann beschwerte sich bei Generalkonsul
n und tr ume meine schönsten Träume. Hier Illi' auch meine Entwürfe — die vielleicht
i Wal« verkörpert werden", setzte er mit <htem Spott hinzu.
Er küßte ihre Hand. Da» Schönste haben Sie mir gebracht, gnädiges Fräulein," erwiderte er, „und wirklich glücklich würden Sie mich mache», wenn Sie mir eine Bitte bewilligen wollten."
„Und was wäre das?"
„Wenn Sie mir gestatten wollten, Ihren Kopf zu modellieren ..."
Fritzi erschrak. Eine heiße Glnth flammte über ihre Wange».
„Ich weiß wirklich nicht ..."
gefragt werden: Wie verkaufen wir unsere Gelehrten, Ingenieure, Kaufleute an daS Ausland? Sie alle find auf Schulen, die auf Kosten der deutschen Dolkswirthschaft erhalten werden, ausgebildet und sind darum dem deutschen Volke verflichtet. Nicht bloß die „Freihandelslehre", auch die „Freipersonenlehre" hat sich im völkischen Denken überlebt. Wie auf dem Gebiet der Wanderung und Auswanderung, in der Volksbewegung, in der es sich hauptsächlich um die persönliche physische Arbeitskraft handelt, die nationalen Gesichtspunkte mehr und mehr hervortreten, so muß es auch auf dem Gebiet des Austausches von Jntelligenz- kräften werden. Schon der Chinafeldzug hat die Frage brennend gemacht, nach welchem System, nach welchen Grundsätzen das deutsche Volk bei Entlassung von heimischen Offizieren in ausländischen Dienst verfahren soll. Wir müssen uns daran gewöhnen, jede Kraft, wo immer auf Erden sie im eigenen Interesse thätig ist, immer auch als Faktor in das System unserer Weltbeherrschung einzustellen und nutzbar zu machen.
Durch die Zeitungen gehen gegenwärtig Nachrichten aus Chile und Argentinien über die dortigen deutschen Offiziere. Der neu- gegründeten Militärakademie in Argentinien, die in der Hauptsache von deutschen Offizieren geleitet ist, wird namentlich aus Anlaß einer Generalstabsreise der Schüler am Schluß des ersten Jahres in den Blättern viel Lob gespendet. In Santiago in Chile ist der Direktor der Unteroffizierschule Erich von Herrmann gestorben und mit großer Feierlichkeit bestattet worden. Die Presse widmete dem Tobten lange, kmrme Nachrufe unter Hervorhebung seiner Tüchtigkeit und seiner Hingebung an Chile, das er wie sein zweites Vaterland lieb gewonnen hatte. Dankbar gedenkt dabei die Presse Deutschlands, das durch die Entsendung so tüchtiger Offiziere der Republik große Dienste geleistet habe.
Es ist klar, so schreiben dazu die „Alldtsch. Blätter", daß Deutschland in seinen Offizieren, bie es ins Ausland ajs Instrukteure entläßt, ein nationales und wirthschaftliches Gut von hohem Werthe besitzt, daß es sich ferner Positionen je nach Verwendung der Offiziere erleichtern oder erschweren kann. Was wir hier hervorheben möchten, ist der Gedanke, daß man sich in leitenden und in Volkskreisen daran gewöhnt, jedes Moment im Sinne unserer Weltausstellung in Rechnung zu stellen. Dies kann freilich nur geschehen, wenn wir gewisse politische Fragen als Jahrhundertfragen und nicht bloß besaß er doch ein warme» Herz für die Noth- leidenden. „Ich weiß," pflegte er in vertrautem Kreise zu sagen, „wie es mir zu Mute war, als ich als armer Handlungslehrling wochenlang nach einer Stelle herumlief, die mir kaum da« trockene Brot brachte. Na ja, die Zeiten ändern sich, und ich habe ja jetzt meine Butter auf daS Brot — da will ich denn wenigstens den armen Teufeln, soweit ich's vor meinen Kindern verantworten kann, zu Hilfe kommen.
So sprach er sich auch gegen Oberst von Bartfeld aus, als er ihn und feine Familie zur Feier feiner silbernen Hochzeit einlud.
„Ich weiß die Ehre zu würdigen, Herr Oberst, wenn Sie uns Ihren Besuch schenken, aber ich muß stet» an die silberne Hochzeit meiner Eltern denken, der Ihr Herr Vater auch beiwohnte — na und da dachte ich, wenn sich die Zeiten auch geändert haben ..."
„Sprechen Sie nicht weiter, mein lieber Herr Gehrmann", unterbrach ihn der Oberst. „Ich denke, der Soldat und der Bürgersmann halten in diesen Zeiten, wo so mancher Zündstoff in der Luft liegt, fest zusammen in Treue gegen König und Vaterland, dann kann u»S die Zeit nichts anhaben! Und deshalb, mein lieber Freund, werden wir gern zu Ihrem Fest kommen."
„Da» freut mich von Herzen, Herr Oberst — für einen guten Happenpappen und einen gute» Tropfen werde ich schon sorgen."
Wunderbarer Weise sträubte sich Frau von Bartfeld nicht im geringsten gegen die Theil- ssahrne a» dem Feste; ja, sie überredete sogar ihren Gohn Henning mitzugehen.
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13,-11» Die Gläser klangen mit Hellem Glockenton
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hge auf einen Zug.
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Erichen» täglich außer an Werktagen nach «sonn-- irno Fererwgm. Lonutagsdeilage: Illustriere« Louutagsblatt. qz?
Dienstag. 19 Februar 1901. e"‘ ■* 'W8'
»0 Mait he«. Es war eben ein großer Jrrthum Ca- : ms, daß durch solche Opfer, wie er sie der
PP mdwirthschaft zugernuthet, dem Wohle des „ _ rierlandes gedient werden könnte.
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