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führen zu können' Darin würde man sich sehr täuschen. Denn wenn 1898 wesentlich die landwirth- schaftlichen Interessen für die nationale Wirthschafts- politik eintraten, heute würden es auch die industriellen mit allem Nachdruck thun, nachdem im Umschwung der gegenwärtigen Konjunktur eine sehr ernsthafte Mahnung in dieser Richtung ergangen ist. Darin täuschen sich also die Herren. Auch eine Neuwahl des Reichstages könnte der Firma Siemens und Singer nichts nützen. Rechnen sie aber vielleicht darausi die Regierung einzuschüchtern? Können sie darauf rechnen, nachdem Graf Bülow, so wie er gethan, im Abge- ordnetenhause und im Landwirthschaftsrath gesprochen hat? Schwerlich! Sie müßten also mit der Be­seitigung des Ministeriums Bülow rechnen, dahm müßte ihrRevolutiönchen" zielen; sie müßten hoffen, den Erfolgen des Goethebundes bei der lex Heinze eine zweite verbesterte Austage folgen lasten zu könir n. Aber in dieser Frage stehen doch sehr reale Jnteresten im Feuer, die etwas mehr bedeuten als Theaterzensur etutti quanti. Und diese Jnteresten werden auch die Bürgschaft Singnr und Siemens überwinden. Wozu nun der unnöthige Alarm?'

Seeweg oder Landweg nach Ostasien?

n. Wir haben schon früher darauf hin­gewiesen, wie auch heute noch trotz des Fort­schreitens der Sibirischen Bahn der Seeweg für den Handel mit Ostasien und wohl auch für den Personenverkehr weitaus dem Landweg vorzuziehen ist. Dieser Ansicht wird von nicht mit den thatsächlichen Verhältnisien Rußlands Vertrauten wohl widersprochen, da man die Leistungsfähigkeit des großen asiatischen Schienen­weges überschätzt. Die Bahn ist heute ja freilich bis Stretjensk an der Schilka im Be­triebe, von wo ab die weite Strecke bis Cha­barowsk aus schwer passierbaren Landwegen bezw. auf der hier immerhin zeitlich durch das Klima beschränkten Wasserstraße auf dem ge­nannten Flusie und dem Armur zurückgelegt werden muß.

Aber auch diese Schienenverbindung wird zwischen den Stationen Baikal - Osero und Myssowaja durch den Baikal-See unterbrochen, den mit einem Schienenstrang zu umgehen bisher noch nicht gelang Zwei Eisbrecher- Dampsfähren vermitteln den Verkehr zwischen diesen Stationen d. h. wesentlich nur den für Passagiere, nicht für Güter. _

Welche Schwierigkeiten sich aber dem Ver­kehr auf dieser bei günstigen Verhältnisien in neun Stunden zu überschiffenden Strecke ent­gegenstellen , davon zeugt die Meldung auZ Irkutsk, daß z. B. die am 7. Dezember nach Myssowaja gelangten Paffagiere wegenstarken Sturmes und Nebels" auf dem Baikal-See nicht weniger als vier Tage in bitterer Kälte in Waggons biwakiren mußten. Als sie endlich am 11. Dezbr. Nachmittags den Eisbrecher be­steigen konnten, brauchte dieser für die über den See zurückzulegende Strecke von 60 Kilom. statt 9 50 Stunden". Wir glauben nicht fehl zu gehen, wenn wir bis auf Weiteres den Ueberlandweg" als noch weiter hinter dem Seeweg zurückstehend bezeichnen. Unsere deutsche Rhederei, welche durch die Leistung derBatavia" soeben einen hervorragenden Erfolg imfernen Osten" zu verzeichnen hat, dürfte noch aus lange Zeit hin den Wettbewerb mit der sibirischen Bahn ertragen können.

Deutsches Reich

Berti«, 16. Februar.

- In der Sitzung der Budgetkommission am Freitag gab ein Vertreter des Kriegsministeriums bei Berathung des Militäretats eingehende Mit­theilung über neu einzusührende M a -

stillem Glück und tiefem Frieden ruhte über der Gruppe.

In sprachloser Bewunderung schaute Fritzi auf das tief ergreifende Werk.

Käthe reichte ihrem Bruder die Hand. Ulli, mein lieber Ulli," sagte sie mit bewegter Stimme,wie herrlich das ist! Wie willst Du die Gruppe nennen?"

Frieden Käthe," entgegnete der junge Künstler leicht aufathmend.

Ja das ist die richtige Bezeichnung! Du mußt sie aber auch in Marmor ausführen, Ulli."

Ich habe auch schon daran gedacht. Aber ich möchte vorher das Urtheil der KunstauS- stellungs-Jury hören."

Das wird gewiß zu Deinen Gunsten aus- follen. Was meinen Sie, Fräulein Fritzi?"

Diese erschrack leicht zusammen, wie aus einem Traum erwachend. Ihre Wangen über­flutete eine leichte Röthe.

Ich maße mir ja kein Urtheil an," ver­setzte sie mit einem scheuen Blick auf den Künstler, desien dunkle Augen mit eigenem Glanz aus ihr ruhten,aber ich gestehe, daß mich die Gruppe tief bewegt hat. Wie lieblich ift" der Ausdruck des Antlitzes! Wie reizend ist der Knabe oh, eS muß herrlich fein, ein solches Werk schaffen zu können!"

Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein. Ja, eS ist etwas Herrliches um die Kunst! Man fühlt sich über die Erde emporgehoben beim Schaffen und Arbeiten man meint in höheren Sphären zu schweben die Hand nach dem schönsten, höchsten Ziel ausstrecken zu dürfen und doch erfährt man bittere Enttäuschung! Wenn man ein vollendetes Werk betrachtet und

s ch i n e n g e w e h r e. Im Interesse der Schlagfertigkeit der Armee fei geboten, Maschinengewehrabtheilungen zu errichten. Die mit der Verwendung von Maschinen­gewehren abgehaltenen Versuche seien günstig aus­gefallen. Diese Gewehre seien dazu bestimmt, die Feuerkraft der Infanterie zu verstärken. Ein solches Gewehr gebe 300 Schuß in der Minute. Die Wirkung der Maschinengewehre sei um so größer, als sie selbst nur ein sehr kleines Ziel dem Feinde bieten und sich leicht im Gelände verwenden lassen. Es sei beabsichtigt, sämmtliche Armeekorps mit solchen Gewehren auszu­statten und zu diesem Zwecke Maschinengewehrab- theilungen zu bilden, die je einem Jäger- oder In­fanterie-Bataillon in derselben Art wie die Eskadrons Jäger zu Pferde den Kavallerie - Regimentern ange­gliedert werden fallen. Aus finanziellen Rücksichten werde die Errichtung allmählich erfolgen.

,Wo bleibt die Neutralität?" fragt die Tägl. Rundschau", und sie antwortet: Wie wir zu­verlässig erfahren, liefert die hiesige Firma August Loh Söhne, Aktiengesellschaft für Militäraus- rüstungen, auf Umwegen nach wie vor Kriegs­material in bedeutendem Umfange an die eng­lisch e R e g i e r u n g. Die Firma steht augenblicklich wieder in Unterhandlung wegen Lieferung von etwa 30000 Stück Sättel für die neu aufzustellenden Kavallerie-Regimenter.

In einer Ausschußsitzung des Kreisverbandes Bochum der evangelischen Arbeitervereine wurde über das jüngste Auftreten Naumanns im Ruhrbezirke verhandelt. Sämmtliche Redner ver- urtheilten Naumann scharf, insbesondere wegen seiner freundschaftlichen Beziehungen zur Sozialdemokratie, mit deren Hülse er die verschiedenen Versammlungen zusammengebracht habe. Die Versammlung war nach derRh.-Westfäl. Ztg." der Meinung, daß Naumann fortan keine führende Stellung er ist Mitglied von dem Ausschüsse des Gesammtverbandes mehr einnehmen dürfe, und daß derRh.- Westfäl. Verb." nach dieser Richtung bin Schritte thun müsse Die Gelegenheit dazu soll ihm am nächsten Freitag in einer in Dortmund abzuhaltenden Aus­schußsitzung geboten werden. Man wird dem Ausschuß alsdann folgende Resolution unterbreiten:

Der Ausschuß möge sich darüber erklären, ob das Vorgehen des Herrn Pastor Naumann vor wenigen Wochen im Ruhrbezirke Hand in Hand mit den Sozialdemokraten mit der statutengemäßen Forderung der Pflege der Königstreue vereinbar sei. Sollte Herr Pastor 9laumann auf der eingeschlagenen Bahn weiter schreiten, so muß nach unserer Ueber- zeugung derRheinisch Westfälische Verband" es als seine Pflicht erachten, die Konsequenzen zu ziehen."

Bei der Generalstaatskasie laufen "noch täglich in größerer Zahl Anträge auf Auswechselung von Jubiläumsdenkmünzen ein, welchen schon deß- halb nicht entsprochen werden kann, weil der Vorrath an diesen Münzen zur Zeit erschöpft ist. Eiue Nachprägung der Denkmünzen in größerem Umfange ist in Aussicht genommen. Es läßt sich erwarten, daß hierdurch alle Wünsche, denen bei der ersten Ver- theilung nicht entsprochen werden konnte, noch aus spätere Berücksichtigung werden rechnen können.

Parlamentarisches.

Reichstag.

a. Berlin, 15. Februar.

Bei etwas bester besuchtem Hause und starkem Andrang zu den Tribünen trat der Reichstag heute in die dritte Lesung der Chinavorlage ein, für die eine allgemeine politische Debatte über unsere Chinapolitik angekündigt worden war.

Erster Redner war der Abg. Bebel sSoz.s, der die Expedition einen beschämenden und traurigen Krieg nannte, wie er vom Deutschen Reiche noch nie geführt worden sei. Er verlas Stellen aus einem sogenannten Hunnenbrief, um daraus den Nachweis zu erbringen, daß unsere Soldaten dort wie Hunnen gehaust hätten. Zum Schluß meinte er, der Platz an der Sonne würde uns theuer zu stehen kommen.

Kriegsminister v. Goßler trat den Beschimpfungen des Abg. Bebel auf die deutsche Armee und auf die Chinakämpfer unter dem Beifall des Hauses mit größter Nachdrücklichkeit entgegen. Er beleuchtete den vom Aba. Bebel vorgelesenen Hunnenbrief und wies nach, daß derfelbe entweder erfunden ist, oder daß der Briefschreiber in ärgster Weise gelogen habe, niemals sei so unsinniges Zeug geschrieben worden.

Abg. Stöcker (6. k. F.) bezeichnet das Gebahren der Socialdemokraten, die sich hier als Ankläger des

fo manchen Mangel findet, o, mein Fräun- lein, das ist eine bittere Stunde! Dann fühlt man schmerzlich die Unzulänglichkeit feines Könnens."

Ich glaube, mit diesem Werk können Sie zufrieden fein."

Wenn nur die Welt damit zufrieden ist der Künstler soll niemals ganz zufrieden fein."

Er führte die jungen Mädchen dann zu feinen anderen Werken, halbvollendeten Skizzen, fertigen Gipsabgüssen, Zeichnungen und Photo­graphien. Fritzi betrachtete Alles mit höchstem Interesse. Eine neue Welt that sich ihrer un­befangenen Seele auf, die sie entzückte und be­rauschte. Noch nie zuvor hatte sie über das Wesen der Kunst nachgedacht. Jetzt erst bei seinen erklärenden und erläuternden Worten, bei seinen Wünschen ung Hoffnungen, bei seiner leichten Ironie über mißlungene Werke jetzt erst verstand sie das Wesen der Kunst und die Seele des Künstlers, über deren feineres Empfinden sie früher wohl gespöttelt haben würde.

Und nun müssen Sie mir die Gunst er­weisen, mit mir ein GlaS Wein auf meine Kunst zu trinken," rief der junge Bildhauer, als man mit der Besichtigung der Kunstgegen­stände zu Ende war.

In Ullrichs Augen leuchtete es freudig auf, sein blasses Antlitz hatte eine feine Röthe überzogen, seine Sprache war lebhaft und frei geworden, sodaß Käthe ihren Bruder ganz verwundert ansah.

Mit einer raschen Bewegung zog er eine Portiöre zurück und eine lauschig ausgestattete Nische zeigte sich dem erstaunten Blick Fritzis.

(Fortsetzung folgt.)

eigenen Vaterlandes aufspielen, al? ruchlos. Die Dlsciplin unserer Armee fei in aller Welt anerkannt.

Auf eine weitere mehr persönliche Bemerkung des Abg. Bebel, die Hunnenbriefe müßten doch Wahrheit enthalten, fonst würde doch Strafantrag gestellt worden sein, erklärte

Minister v. Goßler: Er verfolge den Grundsatz, bei derartigen Anträgen zunächst von der zuständigen Stelle Bericht einzufordern und auf Grund der fest­gestellten Thatsachen Klage zu erheben. In diesem Falle werde dasselbe geschehen.

Damit war die Debatte beendet; sämmtliche Th eile des Nachtragsetats, sowie die Resolution betreffend die christlichen Missionen wurde in dritter Lesung debattelos angenommen, ebenso der ganze Etat in der Gesammtabstimmung, dagegen stimmten nur die Social­demokraten.

Das Haus ging nunmehr über zur zweiten Lesung des Postamts.

Abg. Müller-Sagan (fr. Vp.) beklagte die mangelhafte Postbestellung. In Berlin seien die Bestell­gänge von 12 auf 9 vermindert worden.

Staatssekretär v Podbielski entgegnet, daß die beklagte mangelhafte Bestellung nur in der lieber- gangsperwde beim Eingehen der Privatpost vor­gekommen sei.

Abg. Graf Stolberg (conf.) greift zurück auf die Frage der Postsachen mit polnischer Aufschrift und erklärt sich mit den vom Staatssekretär aufgestellten Grundsätzen einverstanden.

Abg. Bassermaun lnatl.) sührt aus, daß man mit der Einrichtung von Uebersetzungsstellen in Posen und Bromberg bis an die äußerste Grenze der Con- cession gelangt sei. Die Vermehrung der polnischen Adressen sei das Ergebniß der polnischen Agitation, der die Post nicht Vorschub leiste» dürfe.

Abg. Singer (Soz.) stellt sich auf die Seite der Polen und meint, Briefe mit polnischer Aufschrift dürften nicht zurückgewiesen werden. Nach längerer Debatte wurde die Berathung auf Sonnabend 1 Uhr vertagt. ______________

Abgeordveteubaos.

. a. Berlin, 15. Februar.

Die Berathung des Etats des Innern wird fort­gesetzt.

Abg. Weyerbusch (frtf.) fordert eine Reform des Kommunalabgaben-Gesetzes zur Entlastung des Realbesitzes. Die Lasten müßten noch mehr als bisher von den Schultern der wirthschaftlich Schwachen ge­nommen werden.

Ein Regierungskommissar erwidert, die guten Wirkungen des Kommunalabgabengesetzes werden von keiner Seite verkannt. Man werde gleichwohl bemüht sein müssen, das Gesetz noch weiter auszubauen.

Abg. v. G l e b o ck i (Pole) beschwert sich über die zunehmende Verwandlung altpolnischer Ortsnamen in deutsche und beklagt sich über sonstigeBenachtheiligungen der Polen durch deutsche Beamte.

Abg. West ermann (nt.) verweist auf die groß- polnische Bewegung im westlichen Jndustriebezirk, durch die dem Aufgehen der polnischen Einwanderer in die deutsche Bevölkerung ein künstlicher Widerstand entgegengesetzt werde. In rein deutschen Landes- theiten sollte bei der öffentlichen Erörterung politischer Angelegenheiten die deutsche Sprache vorgeschrieben werden.

Abg. v. Wentzel-Bebencin lkons.s bemerkt, die deutsche Bevölkerung beider Konfessionen in Posen wünsche, daß die Regierung an ihrer jetzigen Polen­politik unbeirrt festhalte.

Abg. Im Walle (6tr.) verbreitet sich über die Vorbildung der Verwaltungs-Beamten.

Abg. Dioeren lCtr.) wendet sich gegen die Aus­führungen des Abg. Westermann und bespricht schließ­lich die Handhabung der Theatercensur. Die Theater- censur sei Sache der Einzelstaaten. Der Theatercensor gehe oft noch gar nicht weit genug. Auch in liberalen Blättern herrsche Unwille über die Schamlosigkeit, die sich in unseren Varietetheatern und Tingeltangeln breit macht.

Minister v. Rheinbaben bemerkt, daß dem Unwesen in Varietes schwer beizukommen sei. Die Lieder an sich seien anscheinend harmlos, erst die Art des Vortrags mache sie gemein und verletzend.

Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung Sonnabend 11 Uhr. (Fortsetzung der heutigen Berathung.»

Ausland

Südafrika. Die in unseren gestrigen Telegrammen mitgetheilten Meldungen vom Kriegsschauplätze sind insofern interessant, als deren eine schon von einem Zurückgeschlagensein der Buren bei einem Angriffe auf Philipps- town (im Kaplande dicht südlich des Oranje­flusses) spricht, während Lord Kitchener nur von einem Gefechte daselbst mit Dewet berichtet, über dessen Endergebniß er nichts mittheilt. Dieses pflegte englischerseits immer in den Fällen zu geschehen, in denen die Kämpfe nicht siegreich endeten. Die in britischen Berichten gemeldeten Zahlen der eigenen Totsten und Verwundeten werden von Monat z« Monat geringer, die gemeldeten Verluste der Gegner in demselben Verhältnisse größer, so daß man sich wundern muß, daß die Buren überhaupt noch Truppen im Felde halten können.

RhodeS macht nicht mehr mit! Ein Londoner Finanzblatt theilt eine Aeußerung von Cecil Rhodes mit, nach der derungekrönte König Südafrikas" mit seinen englischen Freunden sehr unzufrieden ist. Er soll gesagt haben: Lord Roberts hat unglaubliche Fehler gemacht. Jedesmal, wenn der Augenblick da war, um die Macht der Buren zu brechen, verfiel er in eine Thatenlosigkeit, die den Buren Zeit gab, sich von neuem zu sammeln. Nach der Gefangen­nahme Cronjes hätte Roberts in acht bis zehn Tage in Johannesburg und Pretoria fein können. Damals würde sich die TranSvaal- tegierung sofort unterworfen haben. Als er dann endlich in Pretoria einrückte, blieb er wieder zwei Monate unthätig, und das Schlimmste war, daß er nach der Einnahme von Komatipoort abermals für viele Wochen den Buren Zeit zur Sammlung ließ. Dadurch wurde der ganze Feldzug verdorben und jetzt würden noch zwei Jahre nöthig fein, um die Buren völlig zu unterwerfen. Dies aber wird dar englische Volk nicht aushalten, und deshalb ist eS besser,

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heute eine größere Anzahl Freiwilliger.

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Marburg und Umgegend

Marburg, 16. Februar,

das er lange Jahre hindurch verwaltet niederlegte und zur Weiterführung befiel nicht zu bewegen war, wurde Herrn Wist

§ Schwurgericht. Als Vorsitzender zu d?bftD am 4. März beginnenden Frühjahrs-Schwur^ richtsperiode wurde Herr Landgerichts

Keßler die Kassenführung übertragen. Hr Runkel, der im Vorstand verbleibt, sprach Versammlung ihren Dank für seine langjäh

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ungsvoll und amüsant zu werden, indem Ai eingef sührungen in größerem Stil vorgesehen fii »ome Auch findet am Nachmittag bei günstigem Wett zehan Umzug des Prinzen Carneval nebst Gefolge m der ü der zum Ball engagirten Specialitäten-Trurj fereiti Tipp Topp statt. Die Veranstaltungen werd * sich würdig an die früheren anreihen. D« strenge Controle wird fürOrdnung gesorgt werd«

* ©flötete. Man schreibt uns: Der Idiot«-.M Anstalt zu Scheuern bei Nassau ist vom Köm?

Bunge:

§ Fortbildungs-Berna. Im Auditorium Astr 1 des Universitätsgebäudes spricht am nach deinen Montag Abend Herr Prof. Dr. von Shfi über den Bildhauer Michelangelo.

* Panltmufik findet Morgen von 12im sich i auf der Ketzerbach statt. Das Programm lSt gi 1. Armeemarsch Herzog von Braunschg»^ der L 2. Ouvertüre zur Operette Banditenstreiche fie ? Suppe, 3. Chor aus dem Oratorium rgutfei Schöpfung" von Haydn, 4. Serenade V'bann Gounod, 5. Estudiantina, Walzer von 'K a teufet, 6. Siegestrophäen, Marsch von Frieh, »eidr

ertheilt worden. Im Lause der nächsten Ta $eT(. wird der Kollektant Ludwig vorsprechen, , milde Gaben in Empfang zu nehmen. Die lh ^eie^ ftalt, welche während ihres 30 jährigen Besteh«, ^a über 1100 arme Blöde ober in Folge v, $er < Epilepsie von bet menschlichen Gesellschaft geschlossene gepflegt hat, verdient die Unte j^te, stützung aller edel denkenden Menschen. 3, ^icl möge nicht unerwähnt bleiben, daß durch t Brandunglück im vergangenen Herbst die

statt großen Verlust erlitten hat. Möge d c

Kollektant deshalb in keinem Hause abgewich &ert)0 werden. -

* Steuer«. Es dürste für Manchen « Inden Interesse fein, daß in aller Kürze Mahnzeü sührli über rückständige Steuern und Schulgelder Ufirrau

Rreif

Theater im Museum. Der Billet-Bm laute

Umlauf kommen.

* Der Garteubauverein hielt gestern Ad« 3 in Freidhofs Restaurant eine Versammlung« ^ofiti Eröffnet wurden die Verhandlungen durch I E Rechnungsablage, die ein recht günstiges Li I 7 der Kassenverhältniffe bot. Dem Kassie« fbj Kc

§ Verkehrsstörung. In Mittel-Deutschs i ist in vergangener Nacht starker Schneefall «j, getreten, der dem Verkehr Schwierigkeiten reitet. Bei Dransfeld ist ein Personenzug j, I Schnee stecken geblieben; der hinter ihm fo 1 kommende Berliner Courirzug konnte infol» 64ur dessen nicht durch und traf erst 2 Stund, ?" später, gegen >'»10 Uhr, hier ein. Auch landtr anderen Züge hatten beträchtliche Derspäti ''

§ Militärisches. Beim hiesigen 5ägerbatai[[J 1 meldete sich bereits vor 8 Tagen und J"

festgesetzte Aufführung der neuen Otto Ernst'sch« | « KomödieFlachsmann als Erzieh«, L, findet in Oscar Erhardts Uniberfität§=$iiÄ|(mtl Handlung statt. dieser

* Maskenball im Saalbau. Wie man -Petzt, schreibt, verjpncht der morgen Abend tia herha Carneval-Club im Saalbau veranstaltete Mask« H ball den Vorbereitungen nach recht abwechfi mb b

Herrn P. Runkel, würbe Entlastung erthri Mark Da Herr Runkel bas Amt bes Kaffenfühw -fonbei

Mühewaltung au8. Der Vorsitzende, He 8ege, Director Dr. Hesse, gab sodann Kenntniß 415 81 einem Schreiben der Landwirthschastskam^ (30 4( wonach Seitens der Regierung beabsichtigt toii Mark Lehrkurse für die für die Hebung des Obstb« ES9 26' thätigen Lehrpersonen einzurichten. Wo J57 3' Kurse abgehalten und wie sie eingeri# voftei werden, ist noch Gegenstand näherer Erwi j $ ungen, vorderhand soll festgestellt werden, 1 Mark > wieweit derartige Kurse auf Interesse s inb ( Theilnahme stoßen werden. Der Vorsitz^ Rllge, hat darüber bereits der LandwirthschastskamS- Mark Aufschluß gegeben, soweit es unseren Kreis & Straf trifft. Jrn Anschluß an diese MittheilusF Mark sprach sich Herr Director Dr. Hesse in sehr * sthätig erkennenden Worten über die Thätigkeit MArch, Hauptvorstandes tm Obstbauverein aus. & Cchus interessant waren weitere Mittheilungen ü» Sonst die internationale Obstbau-Ausstellung in ^Durct Wie ein Bericht des in Sachsen bomicilir«11* 'ifeti Cornites ausführt, hat die Ausstellung * $

Beweis geliefert, daß namentlich die deut^uahm Aepfel, was das Aussehen anbetrifft, de»

man sucht einen leidlichen Frieden, ehe -lcÄ durch die Unfähigkeit unserer Generale ganze Land verwüstet und alle Minen zexst^ tfigt£ werden." Wt st

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