mit dem Kreisvlatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
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, dann ade deutsche Selbstständigkeit und deutsche hrkraft!
An die vortrefflichen Darlegungen deS erenten schloß sich ein Dortrag des als Gast esenden Professors Dr. Adolf Wagner, die Frage, ob es richtig wäre, wenn wir Deutschland in die Bahnen einer wirth- stlichen Entwickelung einlenken würden, nlich wie England darin vorgegangen sei, theoretischen Standpunkte aus beleuchtete.
nicht so, wie andere Berliner Hauswirte, wird gemacht, Herr Oberst. Alles, sag'
hatte sie. Und so find wir beide sehr gut miteinander ausgekommen; ich hab' von ihr gelernt und fie, na, die Zeiten ändern sich. Aber ich glaube, fie kann ganz zufrieden fein.*
Und Frau Helene Gehrmann war mit der Zeit wirklich ganz zufrieden geworden. Anfangs ward es ihr recht schwer, fich in daS Wesen ihres Gatten zu schicken, aber fie mußte sein gutes Herz, fein redliches Streben, sie glücklich machen zu wollen, anerkennen und dankte eS ihm, daß er fie einer untergeordneten Stellung entrissen.
In ihren Kindern Ulrich und Käthe fand fie dann die volle Lebensfreude wieder. Ihrer Erziehung widmete fie alle ihre Kräfte, und Fritz Gehrmann hatte vor ihrem Wissen eine zu große Achtung, als daß er ihr bei der Erziehung der Kinder irgendwelche Hindernisse in den Weg legte. So konnte fie die idealen Neigungen in dem Geist ihrer Kinder hegen und pflegen.
Sie freute fich des küstlerischen Talents, da» ihr Sohn Ulrich von ihr geerbt zu haben schien und setzte eS bei ihrem Gatten durch, daß er Bildhauer wurde; Käthe besaß einen ausgesprochenen Sinn für Musik; die Mutter ließ fie im Spiel und namentlich im Gesang durch die besten Lehrer ausbilden, welche bedauerten, daß ihre Schülerin ihre prächtige Altstimme nicht in der Oeffentlichkeit verwerten wollte.
Aber in diesem Punkte war Fritz Gehrmann unerbittlich.
„Die Zeiten ändern fich,* meinte er lachend, „aber so lange ich lebe, soll meine Tochter nicht für Geld singen. Da hab' ich denn doch ganz andere Pläne mit meiner Käthe.*
ichtigsten Dank aus.
Herr Dr. von Frege-Weltzien, der als serent mit seinen von idealem Sinn getragenen zugleich aus praktische Bethätigung der ialen Pflichten gerichteten Ausführungen die pannteste Aufmerksamkeit und lebhaften Beifand, trat zunächst unter ziffernmäßiger rlegung der vielfach auftretenden Behauptung gegen, daß daS landwirthschastliche Gewerbe Sinken begriffen sei ; das Gegentheil sei der , leider herrsche aber in dieser Beziehung vielfach Unkenntniß. Herr Dr. von Frege »S bei dieser Gelegenheit unter stürmischer iterkeit einige Bemerkungen der national- ial-freisinnigen Autorität Prof. Sohm-Leipzig li. Man sollte es wirklich nicht glauben,
Jndeffen schritt Oberst von Bartfeld langsam die Potsdamer Straße hinauf. Auf seinem schönen, vornehmen Soldatenantlitz zeigte sich ein nachdenklicher Zug; öfter bewegten sich seine Lippen leicht, al» murmelten fie leise Worte. Wer genauer hätte hinhören können, würde vernommen haben, daß der alte Herr im Kopfe rechnete. Die Lippen flüsterten Zahlen auf Zahlen und die Züge deS sonst so freundlichen GefichtS verdüsterten fich mehr und mehr.
4. Kapitel.
Herr Fritz Gehrmann war ein Philosoph. Mit seiner gewöhnlichen Redensart: „Die Zeiten ändern fich !* half er sich und andern über manche unangenehme Situation hinweg. Gutmüthig beanlagt, fehlte ihm doch nicht die GeschäftsNug- heit, die ihn zu einem reichen Manne gemacht hatte. Sein von Geschäften aller Art auSge- füllteS Leben hatte ihm keine Zeit gelassen, sich eine tiefere Bildung anzueignen; was er auf der Gemeindeschule und später auf der Handel» akademie gelernt, machte so ziemlich alle» au», waS er wußte. Dagegen besaß er große Achtung vor Wissen und Gelehrsamkeit, vor Bildung und vornehmen Stand und Rang. Früher hatte er sich seiner Bildung so manchmal geschämt, „Wissen Sie,* erzählte er oft in vertrautem Freundeskreise, „ich kam mir zuweilen recht dämlich vor. Dem mußte abgeholfen werden; ich nahm mir also eine Frau, die mir in der Bildung über war. Meine Lene war närn- Gouvernante in 'ner gräflichen Familie und die Tochter eine» im Kriege gefallenen Leutnants. Diel mehr al» ihre Bildung hatte fie nicht, aber da» schadete nicht» — wa» ihr fehlte, da»
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Käthe Gehrmann selbst empfand diese bestimmte Weigerung deS Vaters als eine Wohl- that. Ihre stille zurückhaltende Natur scheute vor der Berührung mit der Oeffentlichkeit zurück, obgleich sie die Musik leidenschaftlich liebte und in der GesangSkunst eine.hohe Stufe erreicht hatte.
Käthes tiefe, klangvolle Altstimme fiel auch schon wenige Tage nach ihrem Einzüge der Frau von Bartfeld auf, sodaß fie ihren Gatte« erstaunt fragte ob unter ihnen etwa eine Sängerin der Königlichen Oper wohnte.
„Ich glaube nicht,* entgegnete der Oberst. „Unter uns wohnt Herr Gehrmann. Ich habe neulich eine jungeDame, seine Tochter, gesehen — vielleicht ist fie die Sängerin.*
„DaS ist wohl kaum möglich.*
„Doch, Mama*, warf Fritzi — wie Elfriede im Familienkreise genannt wurde — lebhaft ein, „Fräulein Käthe Gehrmann ist die Sängerin, der Portier hat eS mir erzählt."
„Wie kommst Du dazu, mit dem Portier über solche Sachen zu sprechen?*
„Ich ging im Garten spazieren, wo er die Wege harkte. Fräulein Gehrmann sang und da fragte ich ihn. Ich habe auch schon mit Fräulein Gehrmann gesprochen, Mama — sie ist ein reizendes Mädchen unb sehr gebildet!*
„Hüte Dich, Fritzi, allzu intim mit solche» Leuten zu werden," ermahnte die Mutter.
Die siebenzehnjährige Fritzi zog ein schnippische» Gesichtchen und warf im leichten Trotz den hübschen Kopf zurück.
(Fortsetzung folgt.)
Ausland
Italien. Die Ministerkrisis ist beendet. Zanardelli unterbreitete Abends die Liste deS neuen Ministeriums dem Könige, der fie genehmigte.
Frankreich. Der „Petit Sou" theilt mit, Waldeck Rouffeaus Krankheit sei nur ein Vorwand für die Amts Müdigkeit des Ministerpräsidenten, der seit der Abstimmung über den Zusatzantrag Groussier in der Deputiertenkammer zur Demission entschlossen sei; nur Millerand halte ihn noch zurück, da er noch gerne die Gesetze seines Verwaltungszweiges durchbringen wolle. — Diese Nachricht klingt doch sehr unwahrscheinlich.
Spanien. In Madrid fand gestern die Trauung der muthmaßlichen Thronerbin, Prinzessin von Asturien, mit dem Prinzen Karl von Bourbon - Caserta statt. Dem Bräutigam persönlich hätten die Spanier nichts entgegen zu halten, wohl aber find die Ein-
ß Prof. Sohrn schreiben konnte, die Land- K NlMirthschaft könne unser Land nicht mehr er- “ *«hren, der Handel müsse es thun. Wäre dem
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Die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte,
^Iche für einen wirksamen Schutz der Deutschen dgidwirthschaft im Bereiche der Zollpolitik ^ßgebend sind". So lautete das Thema, mit schein fich in erster Linie die in Berlin statt- ^bte Generalversammlung der „Steuernd Wirthschaftsreformer" beschäftigte. » über diesen Gegenstand auch schon «unend- $ viel geschrieben und gesprochen worden, । können doch die in der erwähnten Versamm-
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(Nachdruck verboten.)
Schwester Katharina.
Roman von O. Elster.
(Fortsetzung.)
„Schön. schön. Ich freue mich riefig, daß mein Mieter werden, Herr Oberst. Wenn waS ist — ich meine, wenn Sie oder Frau ahlin mal ’nen Wunsch haben — na, ich
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Noch ist allerdings England das reichste Land, aber wie lange wird das dauern? Wenn fich dereinst auch die englische Flotte so wenig bewähren wird, wie jetzt das Landheer, so wird die Sache anders werden. Schon sind dem zur Zeit noch mächtigsten Industrie- und Jndustrie- Exportlande in Amerika und Rußland starke Konkurrenten erwachsen, und die Schutzzölle der beiden Staaten bedrohen Englands Export immer mehr und mehr. Somit bezeugt die ganze Entwickelung Großbritanniens die Nothwendigkeit, Deutschland vor einer ähnlichen Entwickelung zu bewahren, also die Land- wirthschäft lebensfähig zu erhalten.
Der wirksame Schutz unserer Landwirth- schaft ist also keine Forderung von Sonder- intereffenten, sondern eine solche im Interesse des ganzen guten deutschen Volkes. Man sagt — so suhr der berühmte Gelehrte fort —, der ländliche Boden stehe zu hoch im Preise; aber man vergißt es, daß eine Herabsetzung de» ländlichen Bodenpreises eine nationale Kalamität mit sich bringen müßte. Auch wäre es im Interesse Deutschlands nicht wünschens- werth, wenn der angesessene Grund und Boden unserer Bauern, Klein- wie Großgrundbesitzer schließlich in die Hände solcher Männer, die aus Geldspekulationen ihr Kapital eingeheimst haben, gelangen würde. Aus diesem Grunde trat Professor Adolf Wagner entschieden für eine Erhöhung der Getreidezölle ein und schloß seine mit anhaltendem lebhaften Beifall aufgenommene Rede mit folgenden Worten:
„Wir danken es unserem Kaiser, daß er als echter Hohenzoller die Wehrkraft des Landes wie zu Lande so auch zur Ece gestärkt hat und weiter gestärkt sehen will. Aber wir täuschen uns andererseits nicht darin, daß unsere Zukunft nicht aus dem Wasser, sondern auf dem Lande liegt. Die Erhaltung der Landwirthschaft allein gewährleistet die Erhaltung des deutschen Volkes in der Gegenwart und in der Zukunft!"
Es wurde schließlich die nachstehende von Dr. v. Frege einstimmig eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:
.Die sozialen und wirthschaftlichen Gesichtspunkte, welche sür einen wirksamen Schutz der deutschen Land- wirihschaft im Bereiche der Zollpolitik maßgebend sind, beruhen: 1. in der Thatsache, daß kein anderer Lebensberuf und Erwerbszweig so die sozialen Aufgaben derGegenwart fördert und einer friedlichen Lösung entgegenführt wie der landwirthschastliche, in welchem nachweislich der zur Zeit schwer bedrängte Mittelstand (Bauern und Pächter) trotz aller Ungunst der modernen Entwickelung noch heute über- wiegt gegenüber der Indus rie und dem Handel, wo Großbetrieb und Zwergwirthschaft häufig unvermittelt sich gegenüberstehen; 2. in dem Umstand, daß kein anderer Berus oder Erwerbszweig so der ungesunden Zentralisation in den großen
Städten oder rein industriellen Gemeinden entgegenwirkt wie der landwirthschastliche, welcher trotz der Ungunst des Klimas und der geographischen Lage Deutschlands gegenüber der internationalen Konkurrenz auf dem Weltmarkt noch heute die geistig und körperlich gesundeste und der Sozialdemokratie gegenüber widerstandsfähigste Bevölkerung darstellt, in deren Familien und Gemeindeleben die ethischen Beziehungen zwischen hoch und nieder, arm und reich keine Kontraste fördern, wie solche zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Industrie und des Handels trotz wohlwollenster Haltung vieler Besitzender und trotz der sozialen Gesetzgebung des Deutschen Reiches im Kampf ums Dasein fast unvermeidlich erscheinen; — 3. in der Thatsache, daß keini Erwerbszweig bisher so wie der landwirthschastliche unter der Entwicklung der gegenwärtigen Verkehrs- und Produktronsbedingen und Handelspolitik des Reichs zu leiden hat, und daß weder auf dem Gebiet der Heimstättengesetzgebung und Freizügigkeit, noch auf dem der Währungspolitik und der Eifenbahntarife so rasch eine Besserung möglich erscheint, als sie ein auf gleichmäßigem Schutz der inländischen Produktion aufgebauter Zolltarif darbietet, in welchem die Grundsätze der Ebenbürtigkeit der Landwirthschaft mit allen übrigenErwerbszweigen durchgeführt werden.
jfcem Vater, dem Herrn Major. Dreißig «hre haben sie zufammengewvhnt, na ja, fie Nten auch Kriegskameraden von anno 13. Ufo auf Wiedersehen, Herr Oberst! Litte um M-fehlung an Frau Gemahlin . . . bitte hier, »krr Oberst . . . empfehle mich ..."
vi» zur Korridorthür brachte Herr Gehr- seinen neuen Miether, von dem er sich nach herzlichem Händedruck verabschiedete, «it vergnügtem Lächeln kehrte er in sein »vmer zurück.
.Ein netter Mann, der Oberst,* murmelte * bor fich hin. „Zahlt ohne handeln 2000 Mk. «°her er wohl daS Geld hat? Don seiner Pension kann er» nicht nehmen. Na, mir ists Derlei — aber Wenns mal mit der Miete Wrt — ich will kein Unmensch sein.*
Er setzte fich wieder au den Schreibtisch vertiefte fich in seine Briefe unb Rechnungen
(!Ig gehaltenen Vorträge und Beschlüsse den „sprach auf ganz besondere Beachtung >-zug n „chen; denn sie waren tief angelegt und Ä Knieten wissenschaftlichen Geist neben praktischer Dlän i, rsahrung. .
ktes. Schon der Vorsitzende Freiherr v. Man- ' Ausfl, „„ffel-Krossen hob in seiner Ansprache , . je Wichtigkeit des obigen Themas hervor. Er genyeit! der Rede des Grafen v. Bülow
st««» nm Festmahle des LandwirthschaftSrathes und nach dem Reichskanzler, bei dem man über- ugt sein könne, daß er seinen Worten auch ^sprechende Thaten folgen lassen werde, unter chhafter Zustimmung der Versammlung deren
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Deutsches Reich
Berlin, 15. Februar.
— lieber das Befinden der Kaiserin Friedrich erfährt die .Rhein.-Westf. Ztg." von unterrichteter Seite, daß es sich bei der hohen Frau um Wassersucht handle, die mit einer unheilbaren Nierenkrankheit, angeblich Nierenkrebs, zusammenhänge. Für die Aerzte könne es sich nur noch darum handeln, der Kaiserin die mit ihrer Krankheit verbundenen Schmerzen nach Möglichkeit zu lindern, und den Eintritt des von den Aeizten als unvermeidlich angesehenen Schicksalsschlages so weit als möglich hinauszuschieben. Wie gefährlich die unmittelbar das Leben bedrohende Krankheit sei, dafür spreche der Umstand, daß der Kaiser und seine Geschwister wieder beständig in der Nähe der Mutter weilen.
— Kriegsminister v. Goßler weilte dieser Tage zum Vortrage beim Kaiser in Homburg. Der Kriegsminister hat dem Monarchen bei dieser Gelegenheit über die Mörchinger Mordaffäre bezw. über die kriegsgerichtliche Verhandlung und das Urtheil eingehenden Bericht erstattet. Ueber die Unterredung selbst ist bisher nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen.
— Dem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf betreffend Abänderung des Gesetzes über das Posttaxwesen zugegangen. Der Entwurf sieht die Einrichtung von verschließbaren Abholer- sächern (Letter boxes) vor, wofür die Gebühr für ein Fach in gewöhnlicher Größe 12, für größere Fächer 18 Marl jährlich betragen soll.
— Die Nachricht, daß das Torpedo-Divi- sionsboot D 3 im westlichen Theile der Ostsee gestrandet sei, ist, wie amtliche Erkundigungen ergaben, unzutreffend.
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Parlamentarisches.
Abgeordnete»-««».
vp. Berlin, 14. Februar.
Das Haus berieth weiter übet den Etat des Ministeriums des Junern. In der Generaldiskufsion ergriff zunächst das Work
Abg. Dr. Barth (ftf. Vgg.), der fich gegen die Handhabung der Theater-Censur und des Bestätigungsrechts wandte und bedauerte, daß der Minister die Sozialdemokratie von den mittelbaren Staatsämtcru fernhalte. Der Minister erwiderte, daß die Sozial- demokraten als grundsätzliche Gegner der heutigen Gesellschaftsordnung nicht zugleich Hüter der Staatsordnung fein könnten und würden in seiner Amtszeit in die mittleren Staatsämter nicht hineinkommen. Abg. Dr v. M i z e r s k i (Pole) trug die üblichen Klagen der Polen gegen die Germanisierung des Ostens vor; ein Regierungskommissar gab die übliche abweisende Antwort. Abg. Dr. Becker (Ctr.) lenkte die Debatte wieder auf die Theatercensur und des Bestätigungsrechts zurück. Er wie der Abg. v. Hehdebrand (kons.) erklärten, ihre Parteien seien mit der Haltung des Ministers in der Handhabung der Theatercensur und des Bestätigungsrechts einverstanden. Darauf wandte sich Abg. Richter (frf. Vp.) nochmals gegen den Minister, machte dem Ministerium des Innern den Vorwurf, es hat feit 25 Jahren nichts Positives geleistet, und kritisierte schließlich die Stellung des Ministers zur Sozialdemokratie. Minister v. Rheinbaben wies diese Ausführungen unter großem Beifall zurück; die Zunahme der Sozialdemokratie könne ihn nur anregen, alles zu ihrer Bekämpfung zu thun. Abg. Frhr. von Zedlitz (ft.) stimmt dem Minister zu, während sich Abg. Crüger-Bromberg (fr. Vp.) den Ausführungen feines Parteigenossen Barth anschloß. Nach einigen Bemerkungen des Abg. de Witt (Ctr.) und einer Erwiderung des Ministers wurde die Weiterberathung aus Freitag 11 Uhr vertagt.
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