RechM
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg
ea
Ötemitäbrltdxr Bezugspreis: bei der Expedition 2 ML. bei allen Postcwnrw a.26 ML (t$cL Bestellgeld).
3«htti»n« jtbfifet: bie gesvaltem Zeile ebn deren Ramm 10 $fg, Ätdmnta: die Zeile 86 $fg.
GricheiM täglich nutzer an Werklaxea nact) eonn- und ^tiertaitn. Sosmagsbeilage: JlluflrirteS Lo«uta«sbi»tt.
Druck und Berlag: Joh. Aug. Koch, Univ-rsttäts-Buchdruckcre!
Marburo Markt 21. — Telephon 56
Marburg '
Freitag, 15 Februar 1901.
ES'
36 Jahrg.
Der südafrikanische Krieg.
Zur allgemeinen Lage.
Der Burenkrieg liegt in einer Krisis. Lord jtchener hat alle seine Kräfte mobil gemacht, * t gründlich aufzuräumen. Es lohnt sich, noch Mal übersichtlich die Unternehmungen der riten, die seit 14 Tagen im Gange find, zu i suchten.
In Transvaal hatte General Botha sich ,ischen den Bahnen nach der Delagoabai und Durban festgesetzt und von diesem Bezirke (j die Bahnlinien fortwährend unterbrochen, ie Briten machten eine konzentrische Beweg- gj, wie sie melden, von 6 Sammelpunkten gegen diesen General. Nur eine dieser Wonnen unter Smith-Dorien traf auf die eren und bekam empfindliche Schläge. Der meral Botha zog sich aber verständigerweise r der Uebermacht zurück und ist im Swazi- „d verschwunden.
Im Westen von Pretoria scharmützelt meral Cuming gegen Delareh. Da die Briten । über die Resultate dieser Gefechte aus- oeigen, scheinen sie keine glänzenden Siege achten zu haben.
Im Oranje-Staat suchten sieben britische etachements den General Dewet zu umzingeln, befindet sich aber ungeschwächt bei PhilipoliS, che der Grenze deS KaplandeS.
Im Kaplande ist man noch immer unter ihrung des britischen Generals Deslisles in t „Konzentration" begriffen, um dieses Land i den Feinden zu säubern. Daneben aber eint man doch vor Dewet einige Angst zu ■m.
Eine große militärische Thätigkeit herrscht ! Norden der Kapkolonie und im Süden vom »njefluß. Die Garnisonen und Stationen nden verstärkt sowie mehrere kleine Kolonnen lilbet, um den Vormarsch DewetS durch eine izingelungsbewegung zu hemmen. DaS aber irb Wohl den Engländern vorbeigrlingen.
kandal in der Verw altun g von Natal.
Der „Daily Mail" zufolge steht in Natal it Enthüllung einer der größten Sensationen lot. Es handelt sich um systematischen ' lebst ahl von Regierungsgütern auf r Bahn im Werthe von .Tausenden von sunben. Das Gerücht bringe verschiedene wohl- \ kannte Beamte, Farmer und Kaufleute mit i Sache in Zusammenhang. Die gestohlenen üter waren hauptsächlich für die Truppen be- immt. Ein Stationsvorsteher, der die Polizei mm en sah, sprang auf einen abfahrenden Zug tb ward nicht mehr gesehen. Ein Steckbrief i hinter ihm erlassen worden.
(Nachdruck verboten!
Schwester Katharina.
Roman von O. Elster.
(Fortsetzung.)
Das stark geröthete Antlitz de» Herrn Gehr- itnn stimmte dagegen mehr mit dem Anzuge Merein. Die grauen ungeordneten Haare, den «gepflegten Bart, die kleinen graugrünen Auge» M> den Glanz auf den Wangen konnte ma» W kaum ander» als bei einer so nachlässig ge- ptibeten Gestalt denken.
f Er gab kaum einen größeren Gegensatz al» i Aschen den beiden sich gegenüberstehende« Innern. Auf der einen Seite vollkommene ^rrektheit und Vornehmheit in der dunkel geödeten Erscheinung, auf der andern Seite die Htlofige Vernachlässigung des Aeußer«, gepaart *it dem Zurschautragen eines nicht ungewöhn- ^hen ReichthumS.
5 »Sie wünschen, mein Herr?" fragte Herr Mtz Gehrmann, der Besitzer von zehn Häusern r* den besten Gegenden Berlin».
| »Mein Name ist Oberst von Bartfeld," ent- Mgnete der alte Offizier mit vornehmer Zurück- Munfl. ^Jch habe mir die Wohnung in der Weiten Etage angesehen und wünsche sie zu Lethen."
I »Sehr angenehm, Herr Oberst. Sind Sie im Dienst?"
„ Ein Schatten flog über daS Antlitz de» alten
V—.—..____
Umschau.
Centrum und Getreidezölle.
Der soeben in Aachen-Stadt gewählte Reichstagsabgeordnete Dolksschullehrer Sittard gab dieser Tage in einer Volksversammlung zu Aachen nach dem „Politischen Tageblatt" solgende bemerkenswerte Erklärung über die Verwendung des Ertrags der Getreidezölle ab :
Ein Theil der Zollerhöhung wird von den Arbeitern getragen, detzhalb müssen die Erträgnisse der Getreidezölle denen wieder zukommen, welche am meisten dazu beitragen; das sind die Arbeiter. Im Namen der Centrumspartei kann ich Ihnen erklären, daß die Erträgnisse aus den Getreidezöllen nicht auch nur zu einem kleinen Theil in den Staatssäckel fließen sollen, sondern daß sie zur Schaffung einer W i t t w e n - und Waisenversicherung für unsere Artz eiter verwandt werden sollen. Ich gebe diese Erklärung ab, nachdem ich mit mehreren Führern meiner Fraktion über diesen Punkt eine längere Auseinandersetzung hatte.
Das Projekt der Arbeiterwittwen- und Waisen- Versicherung ist bekanntlich im ganzen Reichstage mit großer Sympathie ausgenommen worden; ob es sich aber so rasch und gar im Anschluß an den Zolltarisentwurs ausführen lassen werde, ist doch sehr fraglich. Man wird sich wohl mit einer Resolution begnügen; denn die Vorarbeiten für ein so umfangreiche» Werk der Gesetzgebung können unmöglich vor dem Inkrafttreten desZolltarifS erledigt werden, k.
Zur parlamentarischen Geschäftslage.
Der Reichstag hofft bis zum 22. März den Etat vollständig erledigt zu haben und will dann in die Osterferien gehen; um dies Ziel zu erreichen; wird allerdingsrtwas mehr Selbstbeschränkung als bisher geübt werden müssen. Am Mittwoch beispielsweise ist die ganze Sitzung mit einer 6-Wagen-Debatte ausgefüllt worden. — Im Abgeordnetenhause wird ebenfalls damit gerechnet, daß der Etat, nöthigen- falls unter Zuhilfenahme von Abendfitzunge», bis Mitte März unter Dach gebracht wird. Zum 22. März ist die Einberufung des Herrenhauses in Aussicht genommen. c.
Deutschland und England.
Die „Rhein.-Westfäl. Ztg." giebt den Beweisen der Huld, die der Kaiser in England gespendet hat, eine Erklärung, die Beachtung verdient. Gestützt auf eine „gut unterrichtete Quelle" schreibt, da» genannte Blatt:
Der Verlauf der Ereigniffe in China hat den Kaiser tief verstimmt, insbesondere hat er kein Hehl daraus gemacht, daß er über die Haltung Rußlands, Frankreichs und Amerikas gegenüber der Kommandogewalt des Grasen Waldersee entrüstet sei. Diese Mächte hätten, obschon mit aller Reserve, den
„Nein, ich stehe seit einigen Monaten zur Disposition."
„Hm, hm," räusperte sich der Hausbesitzer in einem Tone, der dem Obersten die Zorne»- röthe in die Stirne trieb. „Wollen Sie nicht Platz nehmen, Herr Oberst — bitte hier ein Sessel — wir können dann Alle» in Ruhe besprechen. Also die Wohnung kostet zweitausend Mark. . ."
„Ich weiß, der Portier sagte e» mir."
„Haben Sie Familie, Herr Oberst?"
„Zwei unverheirathete Töchter — eine« Sohn in der Armee, einen Sohn i« der Verwaltung — aber wozu diese Frage?"
„Verzeihen Sie — ich informiere mich gern über die Familienverhältniffe meiner Miether — außerdem — Ihr Name interessiert mich besonders."
„Mein Name?"
„Ja, wiffen Sie, Herr Oberst — al» Junge habe ich viel mit einem Erich von Bartfeld gespielt. Er war der Sohn eines alten invaliden Majors von Bartfeld, der die erste Etage im Hause meines Vater» bewohnte.
„Major von Bartfeld war mein Dater —* „Dann sind Sie jener Erich von Bartfeld?" „Allerdings — und Sie — Fritz Gehrmann — der Söhn des alten Webermeisters Gehrmann in Rixdorf?"
„Freilich, freilich, Herr Oberst, ich bin der Fritz Gehrmann."
„Das ist ja eine eigene Ueberraschung," sagte der Oberst lächelnd. „Treffen sich zwei
Grafen Waldersee zum Oberkommandierenden erst zwar aeceptiert, dann aber allerhand Einschränkungen gemacht, die das deutsche Oberkommando thatsächlich illusorisch machen. Zm Berliner Auswärtigen Amt hat man weit mehr Belege für diese intrigante Haltung, als in die Oeffentlichkeit gedrungen sind. Rückhaltlos der deutschen Kommandogewalt gewgt hatte sich nur das englische Kontingent und zwar auf Anweisung Salisburys, der dadurch Deutschland vor völliger Isolierung und Waldersee vor einer schlimmen Demüthigung bewahrt hat. Dies Gefühl der Dankbarkeit also ist es, das den Kaiser Wilhelm am intensivsten geleitet hat bei Handlungen, die man in Deutschland nur als unbegreiflichen Ueberschwang der Englandsreundlichkeit beurtheilt
Deutsches Reich
Berlin, 14. Februar.
— Zu dem von uns bereits bezweifelten Gerücht, daß der Deutsche Kronprinz sich mit einer Prinzessin Battenberg verloben werde, bemerken die „Berl. Reuest. Rachr.": „Halten wir eine bevorstehende Verlobung des noch nicht 19jährigen Kronprinzen schon aus sehr naheliegenden Gründen für völlig ausgeschlossen, so liegen überbeut bezüglich einer Verbindung eines Mitgliedes unseres Königshauses mit der Familie Battenberg so bestimmte schriftliche und mündliche Aeußerungen Kaiser Wilhelms I. vor, daß diesen gegenüber jede derartige Verbindung überhaupt als unmöglich erscheint. Im deutschen Volke besteht die Erwartung, daß der dereinstige Erbe der Kaiserkrone sich einer deutschen Fürstin vermählen würde."
— In der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses theilte Minister v. Thielen mit, er werde Sorge tragen, daß die dritteWagenklasse in Schnell- zü8en, die sehr stark benutzt werde, vermehrt wird.
— Eine Geburten st euer dürste bald die neueste Errungenschast bes Fürst enthums R e u ß j. L. sein. Dem dortigen Landtage ist nämlich eine Vorlage unterbreitet Word«»^betreffend die Abänderung des Gesetzes über das Hebammenwesen, durch die auch für die Unterstützungskasse der Hebammen Fürsorge getroffen wirb. Rach der Vorlage haben bei der standesamtlichen Anmeldung von Geburten die Eltern oder die Mütter eine Abgabe von 50 Pfg. für die unterzeichnete Unterstützungskaffe zu entrichten.
— Das Bismarck-Denkmal vor dem Reichstagsgebäude soll, wie die „Nationallib. Korresp." hört, am 10. Mai, dem Gedenktage des Frankfurter Friedens, enthüllt werden.
Parlamentarisches.
Reichstag.
a. Berlin, 13. Februar.
Der Reichstag erledigte heute daS Extraordinarium des Etats ber Reich seif enbahnverwaltung unter Zustimmung zu ben von der Budgetkommission an einigen Baupositionen vorgenommenen Abstrichen Der China-Nachtragsetat wurde in zweiterBe- rathung ohne Debatte angenommen; dagegen erhob fich über die Frage des Schutzes der Missionen, welche von der Budgetkommission in einer Resolution aufgeworfen war, ein mehrstündiger Redekampf, in dem die Sozialdemokraten unter Führung des Abg. Bebel
alte Spielkameraden nach fünfzig Jahren wieder — der eine al» invalider Soldat — der andere al» —"
„Als Berliner Hausbesitzer," lachte Herr Gehrmann. „Ja, ja, Herr Oberst, die Zeiten haben sich geändert. Erinnern Sie sich noch des kleinen Hauses von meinem Vater? Den ganzen Tag saß mein Vater an seinem Webestuhl — und Ihr Herr Pater saß oben in der guten Stube und rauchte feine Pfeife. Du lieber Gott, die gute Stube sah auch ein bikchen ärmlich au8. So ein invalider Major hatte damals nicht viel zu beißen — aber nichts für ungut, Herr Oberst! Bei un», dem Webermeister Gehrmann, sah e» auch nicht glänzend aus."
„Jetzt scheinen Sie in desto glänzenderen Verhältniffen zu leben."
„Nun, ja, es hat fich dann so gemacht. Als Ihr Vater starb, da kamen Sie in daS Kadettenkorps und ich zu einem Kaufmann in die Lehre. Wir haben uus nicht wieder gesehen, ein Jeder hat seine Karriere gemacht. Sie sind nun Oberst und ich Berliner Hausbesitzer. Als nämlich die Bauunternehmungslust in Rixdorf einschlug, da verkaufte ich daS Grundstück meine» Vaters zu einem famosen Preise und legte mich auf die Spekulation. Na, und ich hab e» auch ein bischen vorwärts gebracht. Zehn Häuser, Herr Oberst, in der feinsten Gegend!"ß
„Da gratulire ich. So gut ist eS mir allerdings nicht ergangen."
„Jeder, was er verdient, Herr Oberst. Sie haben Rang u«d Stand und Orden xnb Ehren
nur mit schwacher freisinniger Unterstützung sich dem Zentrum und der ihm beitretenden Reichstagsmehrheit entgegenstellten. Die in ihrem Wortlaut durchaus unverfängliche Forderung des Kommifsionsantrages, daß in den mit ber chinesischen Regierung abzuschließenden Staatsvertrag eine die Freiheit der christlichen Religionsübung unter den Schutz der betheiligten Mächte stellende Klausel ausgenommen werde, wurde von ben Abgeordneten Bachem und Gröber ausdrücklich dahin interpretirt, daß sie lediglich die Sicherung des rechtlichen Status quo ante bezwecke. Der Abgeordnete Bebel vermuthete aber dahinter Einmischungsgelüste und beantragte unter Wiederholung seiner Angriffe gegen die katholischen Missionen einen Zusatz zu jener Resolution, demzufolge den Missionaren die Verpflichtung auferlegt werden sollte, sich in chinesische Dinge nicht einzumischen und sich nicht chinesische Mandarinenwürde beilegen zu lassen. Dies letzte ging der freisinnigen Volkspartei zu weit, welche nur für den ersten Theil des Bebel'schen Antrags stimmte. Die Rechte erklärte durch den Grasen Stollberg ihre Zustimmung zu dem Evmmissions- antrage, die Nationalliberalen die ihrige durch den Abg. Hieber, der bemerkte, daß eine solche Resolution zwar überflüssig fei, aber einmal beantragt, nicht abgelehnt werben könne. Auch die freisinnige Vereinigung, für die ber Abgeordnete Schrader sprach, stimmte mit ähnlicher Begründung bei. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr v. Richt- Hosen erklärte, eine formelle Nothwendigkeit der Erneuerung der Verträge liege nicht vor, da der Krieg nicht erklärt worden fei; daß die Reichsregierung nicht gesonnen fei, irgend eins ihrer vertragsmäßigen Rechte aufzugeben, beweise die dem Gesandten in Peking in diesem Sinne ertheilte Instruktion. Der Bebel'sche Antrag, für besten Ausführung jede Handhabe fehlen würde, fei vom Standpunkte des Auswärtigen Amtes unannehmbar. Der Antrag der Kommission wurde gegen die sozialdemokratisch-volksparteiliche Minderheit unter Ablehung desBebel'schen Zusatzes angenommen. Das hiernach zur zweiten Berathung gelangende Gesetz wegen Versorgung ber Theilnehmer der O st - asiatischen Expedition und ihrer Hinterbliebenen wurde bem Anträge der Kommission entsprechend im Hinblick auf die vom Reichskanzler in Aussicht gestellte allgemeine Neuregelung affgeiehnt. Am Freitag kommt der Chinaetat zur dritten, der Postetat zur zweiten Berathung. ___________
Abgeordnetenhaus.
nx. Berlin, 13. Februar.
In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses nahm der 3)t i n i ft e r des Innern Gelegenheit, bei dem Titel „Ministergehalt" von vornherein gegen den Versuch, die Handhabung ber Theaterzensur im Reichstage zu verhandeln, und gegen die Rede beS Abgeordneten Müller-Meiningen entschieden Stellung. Er wies im Einzelnen nach, daß die Frage der Theaterzensur nicht der Zuständigkeit des Reichs und des Reichstages unterliege, sondern allein Preuße» und ben Preußischen Landtag ongehe. Er legte sodann dar, daß die Behauptungen des genannten Reichstagsabgeordneten, als ob die Theaterzensur mit der Reichsgesetzgebung oder der preußischen Verfassung im Widerspruch stehe, rechtlich unhaltbar sind. Er stellte schließlich gegenüber den Bemängelungen der Handhabung ber Theaterzensur an der Hand der einzelne« Fälle die bisherige Praxis dar. Nach diesen mit Beifall aufgenommenen Ausführungen hielt der Abge- ordnete v. Rarborf f eine weit angelegte Rede über die Reform ber inneren Verwaltung durch Dezentralisation und über die Vorbildung der Anwärter für den Verwaltungsdienst, worauf der
— bas ist auch was Werth. Aber erinnern Sie sich noch, Herr Oberst, wie wir in der Hasenhaide Räuber und Soldaten gespielt haben? Du lieber Himmel, das ist jetzt längst vorüber. Na ja, die Zeiten ändern sich. Die Hasenhaide ist jetzt in 'nen Stadttheil mit schönen große« Häusern umgewandelt. Mit der Unternehmungslust ist das auch 'ne schöne Sache. Aber hübsch war eS doch, als die Hasenhaide noch '«e halbe Wildniß war!"
„Ich hoffe, noch oft alte Erinnerungen mit Ihnen austausche» zu können — aber jetzt möchte ich doch — meine Frau erwartet mich —"
„Ach so, wegen der Wohnung! Na natürlich kriegen Sie sie, Herr Oberst. Ist aber 2000 Mark nicht ein bischen viel für Sie?"
„Das zu beurtheilen überlaffen Sie gefälligst mir!"
„Aa ja, ich meinte, weil . . . entschuldigen Sie nur. Der Herr Vater, der Herr Major wohnten für 150 Thaler. Ja, aber die Zeiten ändern sich! — Also, Herr Oberst, Sie nehmen die Wohnung? Wann ziehen Sie ein?"
„Sobald wie möglich. Unsere Sachen stehen schon hier auf einem Speicher."
„Abgemacht! Kontrakt schicke ich Ihnen zu — wo wohnen Sie, Herr Oberst!"
,Jm Kaiserhof."
(Fortsetzung folgt.)