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Marburg

Donnerstag, 7. Februar 1901.

Eriche«« täglich anher an Werktagen nach toonn» und Feiertagen. SmuitagSbeilage: Jllnftrirte» SonirtagSbiatt.

Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, llniverfitätS-Buchdruckcret Marbnra Markt 21. Telephon 55

36 Jahrg.

ßehen scheint.

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Eilmärschen nach der portugiesischen Grenze

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damals in Bonn am Rhein garnisonierenden

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Dom Kriegsschauplatz.

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^Nachdruck verboten.)

Forsthaus Eulenruf.

deutsche Familiengeschichte von L. M. Paul.

«Schluß.)

IV.

-..in, ob thatsächlich die Buren auf dem

mit sch i Snb, ihre auf portugiesisches Gebiet über- ktenen und internirten Stammesgenossen zu md ein« eien oder ob es sich nur um englische Machen- ,82i |ien handelt, die verdecken sollen, daß sich

«3ch bin," so Hub der Oberst zu erzählen .tote Sie alle schon aus meinem Namen LSI ichmen können, Pole von Geburt. Meine ~ tu stammt auS einer französischen Emigranten- _ ffie. Mitte der 40er Jahre war ich Leutnant

ntgegaü qrHhischen Befehl, sofort nach Lorenzo- 'iatiige» R^te§ abzugehen. Britische Truppen find

Reute» - - - - - ~

tag ein, wonach die unter dem Kommando Obersten Blocke stehenden Buren Lorenzo aques bedrohen. Die portugiesische Be­

le dat um Unterstützung durch englische a$en. Wie es weiter heißt, erhielt das in jd-Gnka stationirte englische Geschwader

n zutev ch die irische und amerikanische Brigade ver- u ® 2llan wird hoffentlich bald dahinter

Der südafrikanische Krieg.

Zur allgemeinen Lage.

> Generale French und Campbell Etat", nach britischen Berichten, den Feind sovor fich her". Man fragt dabei un- jrlich, in welchem Zusammenhänge dieses den Nachrichten steht, daß De Wet bei sdorp stehend gemeldet wird und, wie «stern mittheilten, jetzt die Nachricht ein- , daß auch Botha von Smithfield auS ta Kapkolonie eingedrungen ist. geräth über Aliwal North marschirend, rch in die Gegend der Stromberge, in denen ral Gatacre einst seinen Ruhm zu Grabe sollte. Seine Truppe soll 2000 Mann sein und 7 Geschütze haben.

Die ganze Lage ist nur dadurch zu erklären, die Moral in der englischen Armee nicht den klimatischen und militärischen An- erungen genüge leistet, da bei der riesen­numerischen Uebermacht, gegen ganz un- Mdete Milizen, doch allenfalls eine ffchaft über die Republiken auszuüben wäre, solgt man aber die Züge der Buren auf -arte, so wird es immer augenscheinlicher, die Briten lediglich die Schienenstraßen be- B nicht einmal beherrschen, das übrige d aber völlig unter der Kontrole der Buren

1 land jetzt in den Besitz der Delagoabai it will.

De Wets Marsch auf die Kap- werd« enie erregt in Kapstadt lebhafte Beun- eingem> tzrng. Der Kriegskorrespondent desDaily :rmUn2 ^aph" depeschirt aus Kapstadt: Bei dem : _____________ , . ....

MenregimenteS, machte dort die Dekannt- st meiner lieben Frau und wir heiratheten Unser erstes Kind ein Knabe, starb im von noch nicht l* 1/* Jahren. Meine Frau 97 r durch den Verlust so niedergebeugt, daß _ *vzt dringend eine Luftveränderung anrieth. Vahrn längere Zeit Urlaub und wir reisten einzigen älteren Schwester meiner Frau, -vn einen deutschen Gutsbesitzer Namen» ^°nn verheirathet war, und in guten Der- 961 wissen lebte. Doch auch hier erholte sich 91i vr Frxm nur wenig, und ich sah voraus, 97i I ne vor der Geburt deS zu rwartenden «» die unter den damaligen Derhältniffen M^.^auernde beschwerliche Reise nach meinem 981 ^nsonsorte nicht ertragen würde. Ich ließ da meine peknniären Berhältniffe es ge-

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rt unte Herwegs. Es heißt, daß das Burenkommando

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Ur=e> aut ein Jahr beurlauben, und blieb, 'lch war.

«kurze Zeit darauf reiste ich zu meinem »u.b-4. Russisch-Polen, der mich herzlich

^bcn hatte.

*tet wurde ich, wenn auch nur halb frei-

Gefecht zwischen de Wet und Knox bei Senekal verloren die kaffrarischen Schützen ungefähr hundert Mann. Mehr berittene Truppen sind von nöthen. Die drei eingefallenen Buren­kolonnen, von denen die Herzogs die Avant­garde war, marschiren jetzt auf den Oranjefluß. Man glaubt ferner, daß Piet Botha's Truppen von zweitausend Mann mit sieben Geschützen, wie bereits gemeldet, von Smithfield die Grenze der Kolonie überschritten hat. Die britische Concentration dauert fort und die außenliegenden Garnisonen werden zurückgezogen, um die Hauptlinien zu sichern.

Die Zerstörung der Kleinfontein- Minen.

Jntereffant ist die Beschreibung derPall Mall Gazette" unterm 30. Dezbr. über die Zer­störung der Kleinfontein - Minen. Der Corre- spondent sagt, es sei die Absicht der Buren unter Diljoen, die jetzt einsähen, daß Alles ver­loren sei, das Land wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es sich befand, als die Buren zum ersten Male hineintreckten. Sie hätten daher mit der Zerstörung der Minen begonnen, mit welchen die früherenReformer" den engsten Zusammenhang hätten. Die Kleinfontein-Mine gehöre zur George Farrai^Gruppe. Es werde auch behauptet, daß die Minen, an denen aus­ländische Aktionäre hauptsächlich betheiligt seien, zunächst ins Auge gefaßt seien, in dem Glauben, die fremden Regierungen würden solchermaßen unter Druck zur Intervention veranlaßt werden. Der Correspondent zweifelt jedoch, daß eine so kindische Idee im Kopfe eines Buren-Kommau- danten Platz finden könne. Immerhin herrsche in den Merteln der Burghers und besonders unter den Frauen eine solche Jubelstimmung, und die Deutschen hätten an einem Tage an fünf verschiedenen Plätzen der Stadt Versamm­lungen in, der Burensache nicht feindlicher Absicht abgehalten, so daß irgend etwas in der Luft liegen müsse. Die Buren schienen so kampses- muthig wie nur je zu sein und es scheine, als ob die Zerstörung, welche Lord Roberts ver­hindert, jetzt mit allen ihren schrecklichen Folgen doch noch hereinbrechen solle. Der Schaden, der an der Kleinfontein - Mine angerichtet sei, werde auf eine halbe Million Lstr. geschätzt. Der Manager der Mine hatte gerade einige Freunde zum Weihnachtsessen eingeladen, als die Buren ihren Besuch abstatteten. Sie wurden gefangen genommen und durften zusehen, wie der Kommandant mit seinem Stabe sich Plum- pudding und Champagner bestens bekommen ließ. Später ließ man sie ihre Wege ziehen.

willig, in den damaligen Aufstand meinet Lands­leute gegen Rußland verwickelt und, wenn ich auch der sofortigen Verhaftung entging, und mich an verschiedenen Orten unter Beihilfe meiner Freunde verborgen halten konnte, so verging doch bei der scharfen Bewachung der Grenze mehr als ein Jahr, bis ich auf weitem Umwege und verkleidet zu meiner Frau und dem im Januar 1847 im Hause meines Schwagers geborenen Töchterchen zurückkehren konnte, da ich meinen Urlaub, wenn auch un­freiwillig, überschritten hatte, so blieb ich bei meinem Schwager.' Dann kam das Jahr 1848 mit seinen gewaltigen Bewegungen, und ehe wieder geordnete Zustände eintraten, wurde ich, was nur damals möglich war, im Winter von 1849 auf 1850 in einer kalten Nacht durch eine Kosackenpatrouille aufgehoben, über die nahe Grenze geschafft und in Warschau als Ge­fangener internirt. Meine liebe Frau, die inzwischen ihre volle Gesundheit wieder erlangt hatte und die unser Kind bei der Schwester und bei ihrer früheren Amme Maruschka wohl aufgehoben wußte, folgte mir, nachdem ich zur Verbannung nach Sibirien verurtheilt worden war, dorthiu.

Daß wir dort von all und jeder Verbindung mit unseren Familien abgeschnitten wurden, ist ja wohl begreiflich, und so erfuhren wir erst viele Jahre später, daß die Schwester meiner Frau im Winter 1851 gestorben war. Dem Schwager mochte nun wohl unser Kind nebst dessen Wärterin zur Last fallen; er hatte sich, wie ich später erfuhr, mit meinem damals in Köln als Batteriechef ftationirten älteren Bruder der auf mich wegen meine» politischen

300 Rekruten gesucht!

In lächerlichem Gegensätze zu den täglich hier einlaufenden englischen Telegrammen, nach denen sich Kanadier und Australier in großen Waffen für den Dienst im südafrikanischen Kriege anbieten, steht eine Annonce aus dem Natal Mercury Durban", in welcher England mit den süßesten Lockspeisen seine skeptisch ge­wordenen Söhne für den Kriegsdienst zu ge­winnen sucht. Die Annonce lautet nach einer derT. R." zugehenden Nachricht:

300 Rekruten gesucht! Die South African Light Horse oder Bullers Horse, wie sie letzthin genannt wurde, hat während des ganzen Feldzuges hervor­ragende Dienste geleistet und eine Berühmtheit erlangt, auf der jedes Korps stolz sein würde. Dieser Truppen- theil war General Bullers Kolonne beigegeben, be­gleitete ihn auf feinen schweren, gefährlichen Operationen und ist hei mehreren Gelegenheiten von ihm wegen seines glanzvollen Verhaltens und seiner Verdienste hervorragend belobt werden. Die S. A. L. H. ist deshalb ein Korps, dem jeder Mann anzuge­hören, stolz sein müßte, und Leute, die ihm beizu­treten wünschen, sollten feilt Zeit verlieren und sich bei Leutnant I. Tindley Blaine, 324 West Street, gegenüber Mercury Lane, melden. Leutnant Blaine, der zum rekrutierenden Offizier ernannt ist, will bereitwilligst weitere Informationen ertheilen und theilt uns mit, daß ungefähr 300 Mann gebraucht werden, um das Korps zu seiner vollen Stärke zu bringen. Brauchbaren Leuten sollen besonders vor- theilhafte Bedingungen geboten werden!

Und das alles um 300 Mann!Brauch­baren" Leuten gegenüber läßt sich die Militär­behörde auf besonderen Handel ein; wie aus­dehnungsfähig aber der Begriffbrauchbar" in der englischen Armee ist, ist genügend bekannt. Können die Eroberer selbst ihre verzweifelte Lage in ein grelleres Licht stellen?

Deutsches Reich

Berlin, 6. Februar.

Wir haben kürzlich der Mittheiluig Raum gegeben, daß der Zolltarif bis zum 15. Februar dem Bundesrathe vorgelegt werden würde. Von offiziöser Seite wird nun diese Nachricht deßhalb als nicht ganz zutreffend bezeichnet, weil nach der Fest­stellung des Tarifs durch das Reichs-Schatzamt zu­nächst die betheiligten preußischen Ressorts und wohl auch noch die Reichsressorts sich mit dem Zolltarif zu beschäftigen haben dürsten, ehe beides an den Bundes­rath gelangt. Wir setzten eben als selbstverständlich voraus, daß die Arbeiten bis zum 15. Februar er­ledigt sein könnten. Uebrigens werden, meint die Voss. Ztg.", die Vorarbeiten für das neue Tarif­schema im Reichsamte des Innern so geheimnißvoll betrieben, daß selbst diejenigen Beamten, die unmittel­bar daran betheiligt waren, bisher nicht mehr er­fahren konnten, als sic unbedingt erfahren mutzten. Um die Möglichkeit einer unbefugten Kenntnißnahme auf ein Mindestmatz einzuschränken, find für die Vor­arbeiten verschiedenfarbige Mappen angelegt worden,

Verhaltens und meiner Entlassung aus der Armee erzürnt war, brieflich in Verbindung gesetzt und denselben schließlich veranlaßt, unser Kind in sein Haus aufzunehmen. Da nach der langjährigen Zugehörigkeit Maruschkas zu meiner Familie und der mehr als 30 Jahre lang be­wiesenen Treue derselben über deren Zuver­lässigkeit kein Zweifel gehegt werden konnte, wurde die Person mit der Üeberführung unseres Kindes nach Köln betraut, nachdem dieselbe nicht allein reichlich mit Reisegeld versehen, sondern ihr auch eine Kassette übergeben worden war, welche einen Th eil meines Vermögens enthielt und die mein Schwager bis dahin in Verwahrung gehabt hatte.

Nach dem, was ich hier heute vernommen habe, kann es keinem Zweifel unterliegen, daß Maruschka, von dem in ihren Händen befind­lichen Werthen verblendet, von der ihr deutlich vorgeschriebenen Reiseroute abgewichen und nach Thüringen gereift ist, und dort das ihr an­vertraute Kind in gewissenlosester Weise ab­sichtlich verlassen hat. Wir können unferm Hergott, und Ihnen, liebe Freunde, nicht genug danken, daß daS Kind damals in Ihre- Hände kam, daß Sie dasselbe in der besten Weise er­zogen, an Kindesstatt annahmen, und daß uns, nachdem wir längst jede Hoffnung auf ein et­waiges Wiederfinden aufgeben mußten, der Himmel noch befiheert hat, unser liebes Kind als blühend schöne Frau eines hochgeachteten Mannes und Mutter so prächtiger gesunder Kinder wieder zu finden.

Mein Bruder hatte allerdings nach dem Ausbleiben jeder weiteren Nachricht an meinen Schwager Hartmann geschrieben, der Bries war

von denen diejenigen, die Andeutungen über Zollsätze enthalten, unter strengstem Verschlutz gehalten werden.

Die Pfälzischen Nationalliberalen haben fich in einer Parteiversammlung zu Neustadt am Sonntag für die Erhöhung der l a n d - wirthschaftlichen Zölle ausgesprochen.

Im Reichs-Eisenbahnamte werden kommissarische Berathungen über Massnahmen zu weiterer Erhöhung der Betriebssicherheit am Donnerstag, den 14. d. M., beginnen. Wie wir hören, sind dem Reichseisenbahnamt auf die von ihm zur Verhandlung gestellten Fragen sehr gründliche, umfassende Vorarbeiten von den betheiligten Re­gierungen zugegangen.

Parlamentarisches.

Reichstag.

a. Berlin, 5. Februar.

Bei wiederum sehr schwachem Besuch setzte der Reichstag heute die zweite Lesung des Reichsjustiz­etats fort.

Nachdem Abg. Bargmann (frf. 23g.) ver­schiedene Wünsche zur Rechtspflege u. a. die Erhöhung des Strafmündigkeitsalters auf 14 Jahre, Wiederein­führung der Berufung u. s. w. befürwortet hatte,, brachte

Abg. Dr.H erz sel d (Sz.) brachte wiederum den Stern­berg-Prozess und den Konitzer Mord zur Sprache. Bezüglich des ersteren gab er dem Bedauern Ausdruck, dass dieser oder jener Verteidiger von der Macht des Sternbergschen Geldes beeinflußt, die ihm gezogenen Schranken nicht innegehalten habe. D e Nichtauf­klärung des Konitzer Mordes führte er unter dem Widerspruch der Rechten und des Centrums darauf zurück, daß die antisemitische Bevölkerung in Könitz die Behörden in den ersten Tagen beeinflußt hatte, sodaß diese vor den Antisemiten Halt machten. Redner besprach sodann die Strafrechtspflege in Mecklenburg an der Hand eines Falles in Güstrow, wo nach seiner Ansicht ein Händler Holst lediglich wegen seiner Zu­gehörigkeit zur Sozialdemokratie wegen Meineids be­straft worden sei.

Staatssekretär Nieberding erwiderte, daß grrade der Vorredner als Jurist doch wissen müßte, wie haltlos der Vorwurf inbezug aus den Prozeß in Wismar ist und wie vorsichtig jeder bei einer der­artigen Kritik, durch die die Bevölkerung nur noch mehr erregt werde, sein müsse.

Abg. Bindewald lbeutfch-soz. Resormp.) be- spricht sodann den Prozeß Sternberg und den Konitzer Mord.

Staatssekretär Nieberding erwiderte, daß auch der Konitzer Mord nicht vor den Reichstag, sondern vor den Landtag gehöre. Im übrigen könne er nur versichern, daß alles geschehen sei und geschehen werde, den Mord aufzuklären.

Abg. Rickert strs. Vgg.) wirft den Antisemiten vor, daß sie durch ihre Agitation die Bevölkerung auf­geregt und dadurch an der Verdunkelung des Falles mitgewirkt hätten. Unter großer Heftigkeit protestiere Redner zum Schluß dagegen, daß man den Reichstag dazu benutze, um hier antisemitische Hetzereien zu treiben. (Widerspruch rechts.)

Nach einer weiteren Rede des Abg. Horn- Sachsen <Soz.) der die sächsische Gesetzgebung besprach, wurde die Weiterberathung vertagt.

Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr.

aber mit dem Vermerk zurückgekommen: Adressat verzogen, unbekannt wohin. Da mein Bruder zu derselben Zeit als Major nach Westfalen versetzt wurde, hat er sich eben um die Ange­legenheit nicht weiter gekümmert und geglaubt, mein Schwager habe sich eines Anderen be­sonnen und daS Kind behalten.

Im Jahr 1858 wurde ein Schwager meines Bruders der preußischen Gesandtschaft in Peters­burg als Attachee zugetheilt und dessen Be­mühungen habe ich es zu danken, daß mir die Rückkehr nach Deutschland gestattet wurde. Durch jenen Schwager meines Bruders und dessen eigenen Beziehungen zu unseren höheren Beamten am Berliner Hofe, gelangte ich zu einer Audienz bei dem damaligen Prinzregenten Wilhelm von Preußen und erhielt, da ich nach dem Verluste eines TheileS meines Vermögen» auf irgend einen Erwerb angewiesen war, die Bewilligung zum Wiedereintritt in daS Heer, in meiner früheren Charge als Premierleutnant.

Nach wenigen Jahren zum Rittmeister be­fördert, habe ich als solcher den Feldzug 1866 mitgemacht, wurde int Kriege 187071 Major und bin, nachdem ich inzwischen zum Oberst aufgerückt war, vor einigen Jahren als solcher in Pension gegangen.

Im Jahre 1861 wurde uns noch ein Sohn geboren, derselbe mußte, da er sehr schwächlich war, auf die militärische Karriere verzichten, später aus demselben Grunde seine Studien unterbrechen und Landwirth werden.

Mein Schwager Hartmann hatte seiner Zeit ein schönes Gut nicht weit von F. gekauft, war aber nach wenigen Jahren gestorben, um das­selbe seinem einzigen Sohne zu hinterlassen.