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r Conradty," wandte 'sich Isa an den Vkn, .meine Laufbahn als Zchulreiterin .zu Ende. — ich habe mich soeben
heilsamen Einfluß der Abschaffung der Gesetze. Diese Preise wurden erworben hen Herren Hope, Morse und Grey, deren hblnngen in Tausenden von Exemplaren mde verbreitet wurden. — Die deutsche »ndelSpartei schickt zunächst ihren Parade-
Die Freihä- dler
voller Thätigkeit. Man wird an die der Bowring, Bright und Konsorten , als eS galt, in England den Kampf die Getreidezölle zu führen.
te wie damals durchreisen zahlreiche sei das Land, um die Lehre deS Freihandels cedigen. Die Auti-corulaw league setzte t aus für die besten drei Schriften über
I c ^nbeffen leider — nicht alle Reiseapostel des Freihandels haben den Muth, ihre Theorie in dieser Nacktheit zu 'predigen; die Mehrzahl bei)eiben hängt ihr aus Klugheit ein Mäntelchen um.
Wir haben hierbei nicht allein die Männer der national-ökonomischen Wiffenschaft par exce jHnee, die Kathedersocialisten, im Auge. Auch Männer, die sich sonst als Freihändler vom reinsten Wasser zu gerne* pflegen, halten eS I 3ur Seit sür zweckmäßig, ihren Degen nur halb I aus der Scheide zu ziehen.
Voran steht dabei Dr. Barth, tzr erklärt I zwar theoretisch die Getreidezölle für unbedingt verwerflich, will aber trotzdem die jetzt bestehenden in Höhe von 35 Mark pro Tonne aufrecht erhalten. Taktische Gesichtspunkte sind j ihm dabei maßgebend. Er weiß genau, daß nn Reichstage daS .unentwegte" Brentanosche Freihandelsargument keine Aussicht auf An- | erkennung hat. So schlägt er einen Mittelweg
unb 6°fft i Ist nur einmal ein genügender Schutz der landwirthschaftlichen Produktion grundsätzlich verweigert, dann wird die völlige Aufhebung desselben das nächste Mal schon nachfolgen.
Er hofft bei diesem fein ersonnenen Plane I offenbar für die Aufrechterhaltung des bisherigen Zustands die Unterstützung derer um Rickert und etlicher unsicherer Kantonisten unter den Nationalliberalen zu gewinnen. Dabei scheut er zugleich nicht davor zurück, die Sozialdemo- I Traten um ihre Hilfe anzubetteln. Denn ohne deren Beistand, das gestand Dr. Barth am 15. Dezember v. Je. in der Sitzung der „VolkS- wirthschaftlichen Gesellschaft" offen ein, fei der
monnmes im Wege. Sie ist deshalb dem Unter- gangepreisgegeben, indem ihrjeder Schutz entzogen wird. Eetreidezölle sind unter allen Umständen Zu verwerfen. Brentano macht sich dabei keine | Sorgen um das Schicksal der ruinirten Land- kurthe. Augenscheinlich hat er nichts dagegen einzuwenden, daß sie, soweit die Exportindustrie sie nicht verwenden kann, sämmtlich den Wanderstab ergreifen und sich im produktionsgeeigneteren Auslände niederlaffen. Was dann aus Deutschland und seiner Machtstellung werden würde darüber giebt er sich offenbar keine Rechenschaft. Mögen erfahrene, im Dienst der Armee ergraute Männer wie General W. von Blume, die seit 1895 stark bemerkbare Entvölkerung des Platten Landes als eine für den Fortbestand der Wehrkraft des deutschen Volkes I verhängnißvolle Entwickelung bezeichnen, was kümmert sich Brentano um solche Zwirnsfäden der Praxis?
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MU_dem^eisvlatt für die Kreise Marburg «ud Kirchhain.
INachdrrck verboten.)
Wahre Liebt.
r,el,ährltch,r Bezugspreis: bei ber tzrp^iwm > ML. bei allen Postamtnn 3,26 Mk. (rxet. »eftXeft). ' 3«|«rti»Blgibfl6r: Mt gdtxtUtne Znle ober bnea Nam» 10 Bf«. Reclamm bi« 8eüt 26 Pfg.
i proft 6 darauf erschien das iinge Paar '8i ' vor Glück. Kurt bot Ja den Arm
Xka zu dem bereit steheiden Wagen. 0 nieti begegnete ihnen der Direktor, der endnng und als traue er fiinen Augen
lüngst verklungen war, stand Direktor Conradth auf demselben Fleck, und starrte vor sich
I hin. ---
I 3fa 8 Vater saß inzwischen auf feinem Lager. Die Sorge um dar lange Ausbleiben der Tochter ließ ihm keine Ruhe. Er konnte sich gar nicht
I denken, was das Mädchen, das sonst mit der I ptinute pünktlich nach Hause kam, heute aufgehalten haben könnte. Angestrengt lauschte er auf die Straße hinab, bei jedem Geräusch °thmete er auf: Jetzt wird sie kommen! Aber soviel Wagen auch unten vorbeifuhren, keiner m t vor dem Haufe. Tennewitz rief dem Mädchen, das allerlei Dienste verrichtete, und die gröberen Arbeiten besorgte, und fragte nach j feiner Tochter. Aber dieses konnte keine Auskunft geben.
I Aengstlich lauschte er wieder. Im Zimmer war es so still, nichts konnte man vernehmen alr das Ticke« der Uhr. Unruhig warf er sich tun und her. Endlich, - fast eine halbe Stunde fpöter al» gewöhnlich, hörte er den Wagen I Vorfahren. Ein erleichternder Seufzer entfloh seinen Lippen, doch wieder horchte er fast be- I fremdet auf, als er mehrere Stimmeü unter- I KebJxÄenbeL schliche Stimmen. Was brachte das Mädchen denn für Gesellschaft mit? Halb aufgerichtet saß er da, als Isa hastig die Thür ausrlß, und mit dem Jubelruf: .Vater — mein lieber Vater." ihm jubelnd an'den HalS flog.
.Aber, Kind, was ist denn nun wieder los? I Weiter kam er nicht, denn die übrige Gesellschaft tret eben in daS kleine Zimmer. In \
| und Grey untereinander zahlreiche Wider- K t ausweisen, so weichen auch die Nachbeter | mos vielfach von ihrem Oberpriester ab.
lM muß es Brentano laffen: er hat len8 den Muth seiner Ueberzeugung. ankenswetther Offenheit definiert er das sie der Nation als ein ausschließliches »onnaie-Jntereffe, das darin gipfele, der alen Arbeit den größten Entgelt, dem den Kapital den größten Gewinn zu , mit einem Wort: die größtmöglichste me deS nationalen ReichSthum» a«zu-
fliegender Hast erzählte Jfa dem Erstaunten unter Lachen und Weinen, was sich zugetragen.
I Kurt drückte kräftig seine Hand.
Geben Sie mir Ihre Tochter, ich will sie I halten als mein köstliches Gut!" sagte er bewegt T .Nehmen Sie das Mädel, Kurt, und machen Sie es glücklich, 's ist ein gute» Kind,--
I em gutes Kind!"
I .. Jennewitz schluckte die Thränen hinunter, I bte llch ihm in die Augen drängen wollten
Dann saß die luftige, junge Gesellschaft um I £en feinen Tisch, und Isa bereitete wieder, wie damals tn der Residenz, den Thee, und strich zierliche Butterbrödchen. Kurts Blicke hingen entzückt an dem lieblichen Gesicht des jungen I Mädchens. ö
Bis nach Mitternacht saßen die glücklichen Menschen beisammen in dem kleinen Stübchen I . Jange laq wach. Wieder guckte ! em Mondenstrahl herein, aber heute fiel er auf em glückseliges Mädchengeficht, dessen kindliche Zuge tote verklärt erschienen. Sie träumte von zukünftigem Glück, träumte mit offenen Augen. I
♦ ♦ I
Warmer Sonnenschein liegt in Buchecke auf dem alten Herrenhause, das im Schmucke frisch- grüner Guirlanden, zahlreicher Kränze und Blumen einen recht festlichen Eindruck macht Und immer noch hatte Tante Martha etwas auszusetzen, die Leute können eS ihr gar nicht I ftoöH genug machen, — hierher müssen noch Blumen und dorthin. ES Hilst dem alten ©artner nichts, daß er versichert, er habe kein l arrr mehr im ganzen Park, im Garten sei Alle» geplündert, er wisse nicht mehr, woher |
Der südafrikanische Krieg.
I - .Daily Expreß" zufolge find die jetzigen Operationen der Buren in der Kapkolonie aus ernem von einem auswärtigen Offizier vor Mer Jahren ausgearbeiteten Plan begründet, der für den Fall der Niederlage der Burentruppen vorgesehen war und dieselbe wieder gut machen sollte. Zwei Drittel der Burentruppen dem angeblich vom Jahre 1896 bohrten Plan in den reichen Gebieten der Kap-
I kolome operiren, wo Pferde, Proviant und Futter, Munition und Information reichlicher alS jenfeitS des Orangeflusses seien. Der Plan der Buren richte sich auf die Zerstörung der Bahnlinie an verschiedenen Punkten nahe der Küste, wodurch die Verproviantirung der Hauptmasse der britischen Truppen von der Küste aus vereitelt werden solle. Daraufhin würden Truppen eilig aus den eroberten Staaten uach der Kapkolonie birigirt werden Die Durenfuhrer im Transvaal würden dann Gelegenheit haben, die Wiedereinnahme Pretorias zu versuchen und die Garnisonen nördlich de» Vaals zu überwältigen. Weiter sagt die Zeitung, sie habe erfahren, daß Botha und
i Freihandel ohnmächtig, der Kampf gegen die Agrarier aussichtslos. ' Ub
, Dies unumwundene Geständniß ist nicht ohne Werth. Dr. Barth ist nicht thöricht genug, anzunehmen, daß die Sozialdemokratie ihm ihre Unterstützung in seinem Kampfe für oen Freihandel um ferner schönen Augen willen gewahren werde. Er weiß auch, daß die Sozialdemokratie in dem von ihm an gebotenen Bünd- niB nicht die Geführten, sondern die Führer fein würden. Man hat also ein Recht, ihm unb ferner Richtung biefelben Motive zu miputieren von denen die Stellung seiner
I Bundesgenossen zum Freihandel bestimmt wird. I lind welche sind diese? I
Karl Marx hat sie in einer Rede zu Brüssel
Januar 1849 kundgegeben: „Das Schutzzollsystem ist heutzutage konservativ, während das Freihandelssystem zerstörend wirkt. Es zersetzt die früheren Nationalitäten und treibt ben Gegensatz zwischen Proletarier unb Bourgeofie auf die Spitze. Mit einem Worte, bas System der Handelsfreiheit beschleunigt die soziale Re- I ooluticn. Und nur in diesem revolutionären I Sinne stimme ich für den Freihandel."
So Marx Möge man auf die neuesten Neben und Schriften der Freihandelsmänner, I ber offenen unb verkappten, die entsprechende Nutzanwendung machen. _r
Umschau.
Zu r inneren Lage schreiben die .Hamburger Nachrichten": S?liin^aUhTaTVic ?k^kvorlage für die wieder eröffnete bewnni «u* preußischen Landtages angekündigt, so Noü??/ lnc kanalfreundlichen Blättern die
barauf ausgeht, die Konservativen des Abgeordnetenhauses mit der Regierung zu verhetzen. So wird in verschiedenen freisinnigen Zeitungen die Kanalvorlage mit der zukünftigen Erhöhung der ^treldezolle in Verbindung gebracht. Absichtlich wird ein weit niedrigerer Zollsatz angegeben, als ihn die Man^wiU bam Reichstag vorzuschlagen beabsichtigt. Man will es auf diese Weise zu einem Konflikt zwischen der agrarischen Mehrheit des Abgeordneten- hauses und der Regierung treiben, um sich dann der Regierung als regierungsfreundliche Partei und als regierungsfähig zu präsentiren. Me Rechnung dürfte sicktlick^u/s^bn, d-nn die Regierung wird voraus- was geeignet wäre, einen auS bieflr Angelegenheit erwachsen zu lasien ^ Regierung ist weder konflikts-, noch überhaupt »i^6« 0lCn6, tole ble heutigen Erklärungen Bülows
Es mag fein, daß das Hamburger Blatt mit feinen Vermuthungen Recht hat. Aber auch totr glauben baß ber Freisinn mit feiner Spekulation Unglück haben wirb.
er es nehmen soll Tante Martha läßt ba» nicht gelten, sie droht dem Alten mit dem Finger- to°n- Sie wollen Ihre Lieblinge nicht abschneiben, aber diesmal hilft Ihnen da» nichts, heute muß alles vom Stocke!"
I sie geht selbst noch einmal, um nach- zuschauen, und bringt zur Verzweiflung de» Gartners die ganze Wirthschaftsschürze voll der schönsten, eben erblühten Camelien, die der Stolz de» alten Mannes sind. Seufzend fügt er sich m das Unvermeidliche. Endlich ist alles zur Zufriedenheit Tante Matthä» geschmückt
.Nun mögen sie kommen, sagt sie aufathmend, und wischt sich über die Stirn Bei der Arbeit war ihr warm geworden. Aufmerksam späht sie die Straße hinab, ob der Wagen, der die I Neuvermählten bringen soll, noch nicht sichtbar ist. Sie setzt sich in ihrem Stübchen auf da» be- queme Sopha. Der Tag hat sie doch recht müde gemacht.
Graf Tennewitz, der wieder vollständig her- gestellt ist, kommt herein und nimmt neben ihr Platz. Er sieht fast jung au5.
.Wo ist denn Susanne mit dem Ftttz wieder hm? fragte er.
®ie Tante thut sehr geheimnißvoll.
.. handelt sich um eine Ueberraschuna, die auch Ihnen gilt, ich darf nichts verrathen, ffutt hat Alles so angeordnet," sagt sie und lächelt.
ba b*n aber wirklich neugierig," mr!lnL$ennetoi^ und blickte forschend auf die alte Dame.
it . nüfa sie vergnügt, .eine große
Ueberrafdjung!
(Schluß folgt.)
Gesteigert ober gesichert?
n Nach den ersten Berichten über die Pro- flra^rebe. be§ Ministerpräsidenten Grasen v. Bulow tm Abgeordnetenhanse hat dieser er- Pbl;' bie Wasserverbindung zwischen
Ntzein unb Elbe — wird bem Osten die Mög- lichkeit gewähren, mit feinen Produkten unter verhältnismäßig billigen Verfrachtungsgebühren und unter gesteigertem Zollschutz nach außen, für den totr sorgen müssen und für den wir । Jörgen werden, auf den Märkten des Westens zu konkurrieren." - An dieser Rede ist eine kleine Korrektur vorgenommen worden, die das Programm deS Reichskanzlers in anderem Lichte
Nach dem .Reichsanzeiger" hat Reichskanzler Graf von Bülow nicht einen gefteigerten, fonbern einen „gesicherten" Zollschutz versprochen. Abgeordnete wollen wissen, daß ber Reichskanzler von einem ge = ftetgerten Zollschutz gesprochen habe. Für uns muß iedoch ber offizielle Bericht im .Reichs- anzelger" maßgebend fein, wonach der Reichskanzler sich nur für einen gesicherten Zollschutz, „1“ bekanntlich in jedem Handelsvertrag gesschett ist, ob er 1, 3 oder 5 Mk. beträgt ®Le 'Deutsche Tageszeitung" sagt deshalb: Sonach schrumpft das, was der Reichskanzler der deutschen Landwitthschaft in Aussicht gestellt hat, tn nichts zusammen."
n Me<8 lwal-Roman von Irene v. ßtllmutb
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•raien Blumen," sagte Susanne mit- Fiaschjmo hob den Strauß auf. Dann klopfte an^die Thüre; „Seid Jh: noch nicht
S iindelspartei schickt zunäch 1/ s tm, Dr. Luio Brentano, 0^ inverfälschte Freihandels - Argument noch s l der Welt vom Katheder aus verkünde, nd andere feine weise Sätze dem Volke OK fentlichen Versammlungen mundgerecht i? i. Aber wie bie Arbeiten der Hope,
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IC« uxl 2. €t erlhei n t»ü
3hr Kontrakt ? Glauben Sie, daß ich hne Weiteres fottlaffen werde? rief er, "letzten, verzweifelten Versuch, sie zu »iv» *• seinen Augen glühte S unheimlich, ätts- suchten.
kümmett uns der Kontrakt, Herr!" (7071 **?; das klang so übemiüthig, daß Maflei» ben Bruder mit freudigem Staunen Fu e, .Heirath bricht alle Kintrakte, unb mtS °uf Ihrem Schein bestchen, - nun nerie. &AqS uicht. Wir zahlen die Kon- Kuja». si- Leben Sie wohl mein Herr, .-Wuck Sie hübsch gesund!"
I»^"^ige, von einem wahren Glücks- junge Mann mackte bem Der- —< 0Tti8e Verbeugung uib schritt mit
^Efolgt von ben «idem. Noch
in Land soll deshalb nach seiner Meinung kte erzeugen, bie bas Ausland billiger zu seren imstande ist. Zeigt es sich, daß uSland sich als der ökonomisch billigere >rt für alle Arten der Produktion dar- >ann entvölkert sich eben da» Vaterland ne Bewohner haben sich, immer wieder rm Brentano, im produktionsgeeigneteren be anzusiedeln. Das sei je auch in Deren Zeiten immer der Fall gewesen und > versichert Brentano, nicht nur im Inder Kultur des Erdballs, sondern auch neffe der betreffenden Nation gelegen.
Konsequenz der Anwendung dieser auf die landwirthschaftliche Produktion er ein ands ergiebt sich von selbst: da in I ■eit ua land Getreide nicht so billig produzirt hersmt kann, als in den überseeischen Ländern, - , ,bte Fortsetzung der Getreideproduktion
ltmöglichen Anfüllung deS NttionalSpotte-
Tilchtt^ iägltch autz«! an Jtouiugai ,laut U1U, aeierueto.
Sonntag, 13 Januar 1901 Bnb ®^aflL3<0<Lau" *•**36 Jahrg.
Marburo Mark! 21. — Telephon 55
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