mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhain
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(Fortsetzung folgt)
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‘ ln sehr bescheidenen Verhältnissen leben, *? hört so allerlei, als ob sie Schulden hätten IE da ein Graf um sie herumschwärmen. 1 be soll von sehr vornehmer Herkunft fein.'
ihr Taschentuch an die Augen, und der Gatte flüsterte ihr zärtlich zu: .Weine doch nicht, Susannchen, Du regst Dich auf, es wird ja nun alles gut werden!"
Die Angeredete schien kaum auf die Zärtlichkeiten zu achten. Sie blickte besorgt auf den Bruder, der sich ganz still wieder gesetzt hatte, und den Anderen bedeutete, ein gleiches zu thun, um von der Reiterin nicht bemerkt zu werden.
Doch das war übertriebene Vorsicht, denn die Künstlerin hob die dunklen Wimpern nicht empor. Unablässig hingen ihre Augen an dem Kopf deS edlen ThiereS, in den Zwischenpausen die sie sich und dem Pferde gönnen mußte, streichelte sie mit der behandschuhten Rechten den glänzenden HalS des feurigen Hengstes. Als die Piece zu Ende war, und Signora Gra- tiana mit leichtem Neigen des schönen Kopfes für den stürmischen Beifall gedankt hatte, stieß der Dicke seinen Nachbar, der wie in sich versunken, noch immer in gebückter Haltung dasaß, mit dem Ellenbogen an: „Na, was sagen Sie, ist das nicht ein Prachtmädel? Habe ich zu viel gesagt, wenn ich behauptete, sie sieht aus wie ein Engel? Der Direktor Conradth hat keinen schlechten Geschmack, wie?"
Diese letztere Bemerkung schien den Angeredeten aufzurütteln. Er sprang auf, und die beiden Andern folgten seinem Beispiel.
.Susanne', sagte er halblaut, „wenn ich doch zu spät gekommen wäre, wenn ich si, zum
Vl«rtrljährlich«r Bezugspreis: bei der Expedition 8 ML, bei allen Postämtern 2,36 ML (excl. Bestellgeld).
3»s»rti»»D,,bühr: die gefoult«« Zeile oder deren Stau» 10 $ft, Reklamen di, Zeil« 35 $fg.
Hebet die Bergung S. M. S. „Gn ei senau"
wird amtlich mitgetheilt: Ein Theil der Ranen und Stängen ist geborgen; von dem Bergungsdampfer „Newa" sind die beiden 8,8 Centimeter-Schnellfeuer-Geschütze geborgen, die Revolver - Kanonen, die Bootsgeschütze und der geschlippte Anker werden ebenfalls gehoben. Das in Malaga zurückgelaflene Wachtkommando befindet sich auf dem Bergungsdampfer. Der größte Theil der Leichen ist in der Nahe deS Wracks gefunden worden, einige dagegen an sehr weit entfernten Stellen am Strande. Zn dem Begräbniß ist von S. M. S. „Charlotte" eine Abordnung von mehreren Offizieren und eine Anzahl Mannschaften gestellt worden. Die Leiche des Kapitän-Leutnants Berninghaus ist nach Hamburg übergeführt, alle anderen bisher aufgefundenen Leichen sind auf dem englischen Kirchhof beerdigt. Es ist zu hoffen, daß auch die übrigen Leichen noch gefunden werden, da auch, die Schiffer eifrigst danach suchen.
zweiten Male verlieren sollte? Wenn der ganze, ungeheure Jubel, den ich bei der Nachricht von der Auflösung der Verlobung empfand, nun wieder in Nichts zerstiebt? Ich ertrüge es wahrhaftig nicht noch einmal!"
„Nur ruhig, Kurt", mahnte die Dame leise, „ich glaube nicht an das Märchen. Einen Mann wie diesen Conradth nimmt Isa nicht, verlaß Dich darauf. Was meinst Du, Fritz", wandte sie sich an den Gatten, „habe ich recht, wenn ich behaupte, daß Isa die Wahl zwischen dem Direktor Conradth und unserem lieben Kurt nicht schwer werden wird?"
„Du hast immer recht, Susannchen", lachte der Gatte auf, „ich behaupte, daß Du das prächtigste Weibchen bist, das es gibt".
„Ach, mit Dir kann man doch kein vernünftiges Wort sprechen", schmollte die kleine Frau.
Dann verließen die Drei den Cirkus, von manchem neugierigen Blick begleitet. Draußen standen sie und blickten sich rathlos um. Susanne, die keine Zeit verlieren wollte, wandte sich resolut an einen Diener: „Wo befindet sich denn Signora Gratiana?"
„In ihrer Garderobe wahrscheinlich," gab dieser Auskunft und wies nach einem schmalen Gang. „Dort — Nummer 12."
Der Fremde schien mit einem Male sehr lruhig geworden zu sein; denn er rückte ner- * bin und her, stieß mit dem Ellenbogen die «ne an, und flüsterte anscheinend sehr auf- «gt mit ihr.
.Wie, Du glaubst?" fragte sie.
»Der Herr hier sagt eS eben."
.Mein lieber Nachbar," wandte sie sich mit >enswürdigem Lächeln an den Dicken, „tote glauben Sie Wohl, daß Signora Gratiana gefähr sein könnte?"
.Nicht mehr wie achtzehn Jahre," gab dieser sück. „Man sagt allgemein,, daß sie den Rektor Conradth heirathen werde." — —
Der guthmüthige Alte hätte wohl noch mehr hielt aber erschrocken inne, denn er fühlte
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Die Musik setzte ein, und machte die weitere Unterhaltung unmöglich.
Gespannt blickte alles nach dem Eingang, wo zwei Clowns erschienen und mit ihren Witzen und Späßen die Lachmuskeln der Besucher in Bewegung setzten. Dann folgte Miß Bella in ihren „großartigen Evolutionen zu Pferde", nach ihr kamen Luftturner, Akrobaten, dressirte Elephanten und tanzende Ponny's
Den Anfang der zweiten Abtheilung machte Signora Gratiana, die, begleitet von einem wahren Sturm des Beifalls, mit gewohnter Ruhe und Sicherheit in die Manege ritt.
, Gleichzeitig waren die Drei, die beiden Herren und die Dame, von ihren Sitzen in die Höhe gefahren, und starrten nun die Schulreiterin, deren Pferd eben über die Barriere wegsetzte, wie eine überirdische Erscheinung an. Zitternd lehnte der Eine am Arm der Dame, und flüsterte: „Beim allmächtigen Gott,--
sie ist es! — — O arme Isa, — wie bleich und schmal sie aussieht! — Still, still," unterbrach er sich, als er merkte, daß die Dame neben ihm eine heftige Bewegung machte, als wollte sie davon eilen. „Verhalte Dich ganz ruhig, rühre Dich nicht, damit Isa uns nicht sieht, sie könnte erschrecken, und weißt Du noch, wie es damals ihrem Vater ging? O Gott, — sieh nur, — wenn ihr nur nichts passirt!"
Der große Mann starrte, sich ängstlich duckend, unverwandt auf die kühne Reiterin hinab, während ihm zwei Thränen langsam über die Wangen rollten. Auch die Dame drückte
Marburg
Freitag, 11 Januar 1901.
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(Nachdruck verboten.)
Wahre Liebe.
Original-Roman von Irene v. Hellmutb.
(Fortsetzung.) *
Landtag.
d. Präsident b. Kröcher gedenkt zunächst in üblicher Weise der seit Schluß der vorigen Sitzung verstorbenen Mitglieder des Hauses; die Anwesenden erheben sich von ihren Sitzplätzen.
Das Haus geht zur Wahl des Bureaus über.
Abg. v. Voß (kons.) beantragt die Wahl des Präsidiums durch Zuruf. Das Haus ist damit einverstanden.
Auf Antrag des Abg. v. Voß werden die Abgg. v. Kröcher (f.i zum Präsidenten, Frhr. b. Heeremann (6.) zum ersten, Dr. Krause (nt.) zum zweiten Vize- Präsidenten gewählt. Herr b. Kröcher nimmt die Wahl dankend an; er sei sich des ihm entgegengebrachten Vertrauens wohl bewußt und werde dasselbe zu rechtfertigen sich bemühen. (Bravo!)
Hierauf nimmt unter großer Spannung das Wort Ministerpräsident Graf b. Bülow: M. H.! Von Seiner Majestät dem Könige zum Ministerpräsidenten ernannt, möchte ich die erste Gelegenheit ergreifen, welche sich mir bietet, um mich diesem Hohen Hause vorzustellen und dasjenige Entgegenkommen und das Wohlwollen zu erbitten, dessen ich bedarf für eine ersprießliche Leitung der Geschälte des Landes. Es ist nicht meine Absicht, mein Zusammenwirken mit Ihnen damit einzuleiten, daß ich hier ein Programm ausstelle, eins aber möchte ich schon heute sagen: nach meiner politischen Gesammtanffassung betrachte ich es als die bornehmste Aufgabe der Regierung, in dem einstweilen sich noch immer lebhafter gestaltenden Kampfe der wirthschaftlichen Interessen die vorhanden Gegensätze nach Möglichkeit zu versöhnen, zwischen den verschiedenen Interessen einen möglichst gerechten Ausgleich herbeizuführen (Bravo!) und diejenigen zu stützen, die sich aus eigener Kraft nicht helfen können. (Bravo!) Ich weiß wohl, daß eine solche vermittelnde Politik, die keine produktive Thätigkeit einseitig auf Kosten der anderen begünstigen will, die bei wirthschaftlichen Maßnahmen für einen Berufszweig sich trägt, ob sie die Lebensbedingungen der anderen tangiert, mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft ist. Ich weiß, daß eine solche Politik auf Augenblickserfolge verzichten muß, um dauernde Wirkungen zu erzielen, daß sie hier und da Miß- deutungen ausgesetzt sein kann. Ich weiß sehr Wohl, daß der Gedanke der Zusammengehörigkeit der Interessen der großen Erwerbsthätigkeiten der Kurzsichtigkeit, gegenüber menschlicher Selbstsucht, sich nur schwer durchkämpfen kann. Ich werde mich aber da
durch nicht irre machen lassen, ich werde festhalten cH der Ueberzeugung, daß, wenn ein Glied des soziale" Körpers leidet, alle anderen Glieder mit leiden, daß, so lange namentlich ein so wichtiges Glied, wie die Landwirthschaft, zu leiden hat, sich der gesammte» Organismus keiner sicheren Gesundheit erfreuen kann. (Lebhaftes Bravo rechts.) Ich bin davon durchdrungen, daß die großen Erwerbsstände gleichmäßigen Anspruch auf den Schutz der Regierung haben, daß die Regierung verpflichtet ist, Landwirthschaft, Handel und Industrie gleichmäßig zu schützen und daß unsere Landwirthschaft unbedingt einer kräftigen Unter st ützung bedarf. (Beifall rechts.) Meine Herren! Im Zeichen jener aus- gleichendenGerechtigkeit, von der ich foebex sprach, steht auch der Gesetzentwurf über den Ausbau und die Verbesserung der Kanäle und der Flußläufe, welche neben dem Etat den Hauptgegen- stand Ihrer diesjährigen Berathung bilden wird. Wenn durch diesen Gesetzentwurf die Industrie einseitig auf Kosten der Landwirthschaft, der Westen der Monarchie zum Nachtheil des Ostens begünstigt würde, würde ich die Hand zur Einbringung nicht geboten haben. (Beifall.) Denn ich glaube, daß unser ge- sammtes Erwerbsleben durch nichts mehr gefährdet und geschädigt werden könnte, als durch einen Zwiespalt zwischen Landwirthschaft und Industrie, die auf einander angewiesen sind, wie der eine Arm auf den andern. (Beifall.) Mit großem Recht hat unser Kaiser und König in Dortmund daraus hingewiesen, daß aus dem Jneinandergreifen von Landwirthschaft und Industrie das Blühen und Gedeihen und der wirthschaftliche Fortschritt des Landes beruht, und ebenso werde ich keine Tendenz berücksichtigen, die zu einer Trennung oder auch nur zu einer Entfremdung zwischen Osten und Westen führen könnte (Sehr gut!) die durch die Natur und die geschichtliche Entwickelung bestimmt find, sich gegenseitig zu ergänzen. Der Osten mit seiner hochbedeutenden Landwirthschaft, der- Westen mit seiner mächtig entwickelten Industrie, mit seiner Regsamkeit und seinen reichen Hilfsquellen, der Osten, welcher die Wiege der Monarchie ist, welcher unserem Beamtenthum und unserem Herrwesen seinen starken Stempel ausgedrückt hat, welcher, wie die preußische Geschichte ergiebt, das deutsche Volksthum mehrsach gerettet hat. (Beifall. Ausgehend von diesem Gesichtspunkt der Solidarität zwischen Landwirthschaft und Industrie, zwischen Westen und Osten, ist die Frage eines Ausbaues der Wasserstraßen nochmals allgemein einer Prüfung unterzogen worden, die nunmehr dahin geführt hat, daß eine Reihe von Projekten, sachlich für begründet erachtete Projekte, welche eine Verbesserung und Herstellung von Kanälen und Fluß- läufen im Interesse der Landeskultur bezwecken, mit dem Projekte des Rhein Elbe-Kanals zu einer Vorlage verschmolzen werden. Nachdem die Königliche Staatsregieiung durch eine umfassende Erweiterung der ursprünglichen Vorlage den aus dem Hause an sie herangetretenen Wüuschen und Bedenken soweit als möglich entgegengekommen ist, hofft sie umsomehr auf eine zustimmende Aufnahme der Vorlage, als hinsichtlich der Ausführung der geplanten Bauten eine verständige Rücksichtnahme obwalten soll auf die Finanzen des Staates und auf die Steuerkraft des Landes. Die Königliche Staatsregierung giebt sich der Erwartung hin, daß diese Vorlage eine günstige und von Parteigegensätze freie Beurtheilung finden wird. (Beifall.) Als Ministerpräsident habe ich die Pflicht, Preußen wirthschaftlich und politisch auf der Höhe zu erhalten, welche ihm seine Geschichte, seine ruhmvolle Geschichte zuweist. (Beifall.) Diese Pflicht kann ich nur erfüllen, wenn ich Ihre vertrauensvolle
teil des Nachdrucks. Mit den Bestimmungen über die Uebertragbarkeit des Verlagsrechts wollen wir nur den gegenwärtigen Rechtszustand konservieren. Zum Schutze der Autoren haben wir gethan, was möglich war. Haben wir erst den Sckmtz der litterarischen Erzeugnisse gesetzlich geregelt, dann werden wir auch für andere künstlerische Produtte das Gleiche zu erreichen suchen. (Beifall.)
Abg. Rintelen fCtr.): Die Bestimmungen über die Uebertragbarkeit des Verlagsrechts sind für mich unter keinen Umständen annehmbar. Wir wollen nicht, daß der Verleger ein Werk nach Belieben verkaufen kann. Auch die Komponisten verdienen höheren Schutz. Auch ich stimme sür Ueberweisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern.
Abg. Dr. Müller-Meiningen (frs. Vp.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an. Der Hauptvorwurf, der dem Gesetz gemacht werden kann, ist seine Lückenhaftigkeit.
Der Gesetzentwurf wird schließlich einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen.
Es folgt die zweite Lesung des Etats. Zunächst wird der Etat des Reichtags debattelos genehmigt.
r Änt»L*®aS fa9en Sie da, — den Direktor Conradth ttathen" — tönte es von den blaß gewordenen Pen deS jungen Mannes, der so bestürzt aus- baß sein Nachbar ihn kopfschüttelnd betrachtete, fuhr er eifrig fort: „Nun ja, 's ist doch - F gute Partie, die sie da macht. Die Gratiana
Parlamentarisches.
Reichstag.
Bei fast leerem Hause wurde am Mittwoch die Berathung der Vorlagen über das Urheberecht und das Verlagsrecht fortgesetzt.
Abg. O e r t e t - Sachsen (kons.) begrüßte, die Vorlage mit Eenugthuung. Abg. Dietz habe zwar gemeint, besser als ein solches Verlagsrecht würde eine energische Organisation der Schriftsteller fein. Aber wenn auch die Vorteile einer guten Organisation nicht Wegzuleugnen seien, so lasse sich doch von der Organisation nicht alles erreichen. Das sollte doch auch Herr Dietz wissen zumal nach der neuesten Erfahrung mit der Buchdrucker-Organisation! Habe doch diese in dem Betriebe des Herrn Schönlank in Leipzig auch nichts durchsetzen können! Sehr zu bedauern sei, daß das Urhebergesetz, im Gegensatz zu dem ursprünglichen Entwurf, nicht auch den Schutz von Privatbriesen gebracht habe. Man wisse ja doch, wie sehr es in letzter Zeit überhand genommen, Briefe zu veröffentlichen, die man ,an einem stillen oder stillsten Orte gefunden". Hoffentlich werde die Regierung bemüht sein, auf anderem Wege auf Maßnahmen gegen den Mißbrauch von Privatbricfen bedacht zu sein. Nur in einem Punkte gehe der Schutz zu weit, in dem Punkte der unbedingten Quellenangabe bei Abdruck von Notizen aus Zeitungen.
Abg. Schrader (Frs. Ver.) erklärt, die Vorlagen im großen und ganzen als etwas Gutes anerkennen zu können. Jnbezug auf den Zwang zur Quellenangabe bei Zeitungen sür kleinere Nachrichten schließe er sich dem Vorredner an. Die Tendenz eines solchen Zwanges sei gut, aber die Vorschrift sei doch mit zu vielen Schwierigkeiten verknüpft. DaS Verlagsrecht errege ihm nicht so große Bedenken, wie den meisten Vorrednern.
Staatssekretär Nieberding hofft auf einen Ausgleich der gestern und heute laut gewordenen Meinungsverschiedenheiten. Man habe die Bestimmungen über die Zeitungen bemängelt, aber in Frankreich und anderwärts seien dieselben noch strenger. Der Schutz der Presse sei um so mehr geboten angesichts der zunehmenden Konkurrenz und Aufdringlich-
Umschau.
Aus dem Etat,
[t dem Abgeordnetenhaus zugegangen ist, .in für heute folgende kurze Angaben hervorhoben :
Ter Etat deS Kultusministeriums eist bei den dauernden Ausgaben eine Mehr m 5,6 Millionen. auf, wovon allein 3,2 fillionen auf das Elementarunterrichtswesen dfallen. Nahezu V» Million kommt auf die niverfitäten. In Königsberg sollen tu errichtet werden ein theologisches Ersatz- cbinariat, Extraordinariate ,für gerichtliche ledizin sowie für Geologie und Paläontogolie, Berlin zwei juristische Extraordinariate, n philosophisches, ein Ordinariat für keltische hilologie, ein Extraordinariat für französische prache, zwei Dozentenstellen für Völker- nde, in Greifswald ein theologisches rsatzordinariat, ein medizinisches Ordinariat, n philosophisches Ertraordinariat, in reslau Extraordinariate zur gerichtlichen ledizin, sür innere Medizin, ein Ordinariat für ^rikulturchemie, in Halle ein Ersatzordinariat i der Medizin, ein Extraordinariat für gericht- he Medizin, in Kiel ein Ordinariat für eng- che Philologie, in Göttingen ein medizin- hes Ersatz-Ordinariat, ein philosophisches rsatz-Extraordinariat, ein Ordinariat für anor- mische Chemie, in M a r bu r g ein philosophisches xtraordinariat und ein solches für vergleichende prachwissenschast, in Bonn Extraordinariate ir Chirurgie und gerichtliche Medizin, einErsatz- rdinariat für Philosophie und ein anderes sür cmzösifche Sprachen, in Münster ein Extra- rdinariat für neuere deutsche Sprache. Die usgaben für die höheren Lehranstalten nd um 665000 Mk. erhöht. Von dem Mehr tim Elementar-Unterrichtswesen itfallen 140 000 Mark auf die Seminare, 50000 Mk. auf den Fonds zur Erleichterung ir Volksschullasten, 1,4 Mill, auf Bei hülfen n Schulverbünde für laufende Ausgaben, >0000 Mk. auf die Zuschüsse für die Altertzzu- gekassen, 252 000 Mk. auf die Errichtung neuer chulstellen, 320 000 Mk. auf Pensionen, 300 000 k. auf Wittwen- und Waijengelder. Für Kunst- tb Wissenschaft sollen über 121000 Mk. mehr iSgegeben werden, sür das technische nterrichtswesen 147000 Mk. Aus dem at der Eisenbahn-Verwaltung er- ihnen wir für heute, daß im Extraordinarium R zweites Geleise für die Strecke Creseld— ießen vorgesehen ist. Im Etat, der Justiz- trtoaltung ist unter einmaligen Ausgaben 1 erwähnen: Neubau für ein Amtsgericht in rantenb er g.