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3nf«ttl»u»gtbÄ6t: Mt aefWtatt3dIe ob« baeaStaMMlO^fi, ^ntlTtPtftmT 10 1QH1 Druck und Verlag: Joh. Slug. Koch, UuiverfitätS-Buchdruckerei "O ^Zlllfsg.

«eclomw! die Zeile SS Pfg. ^Onneijllig, 1U ^UNUll7 lUOl. jSarbnra Markt 21. - Televbon 55

ÄScchM ZÄMg

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Tie Thronrede.

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Geschäftsmäßig wie immer, beschränkt sich 1 vom Ministerpräsidenten verlesene Thrvn- Hrgebui ■ gestern bereits im Auszug ver-

tt^erlMi haben, auf die trockene Aufzählung ' an Zahl geringen, meist schon bekannten

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sgabcn, die dem Landtage der preußischen inarchie in feiner neuen Session obliegen chen. 31ut am Schluffe der Thronrede macht ! in den Worten, die an die Feier des zwei-

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. rußens Größe und Wohlfahrt errungen sei, >GFl cd im ganzen Lande Widerhall finden.

idertjährigen Bestehens Preußens alsKönig- h erinnern, größerer Schwung geltend, und ich bii daran geknüpfte Mahnung, festzuhalten und

lzubauen, was in langer schwerer Arbeit, ;ei Führung ruhmreicher Fürsten, für

: Eesch rtigen Tagung die entsprechende Vorlage zu ichen, so wird erwartet werden dürfen, daß ito-Cm fe sehr dringende Angelegenheit mit allen 9un* ästen gefördert werde, so daß diese Session

chlbari > der Kreis- und Gemeindesteuern schwer lündig« En. Unter Anerkennung dieser starken Be- Itp

ung, die sich besonders in den an sich wirth- m $g( iftlich schwächeren Landestheilen und infolge verschli: schwierigen Lage der Landwirthschaft in -rschluß ^schärftem Maße fühlbar macht, stellt die ■eff S. ronrede die bereits offiziös angekündigte Er- kostrvAnzung der Dotations g esetzgebung lZinsb! t die Provinzen in Aussicht. Heißt es in jeichnm c Thronrede, die Staatsregierung werde „be- urung I fEjn, dem Landtage noch in seiner gegen-

Daß die Finanzlage des Staates fort- ,ernd günstig, daß auch für das laufende byfl |t ein Ueberschuß erwartet werden darf i daß aus unserer Haupt-Einnahmequelle, Staatsbahnverwaltung, nach wie vor 0 istige finanzielle Ergebnisie erhofft werden men, ist mit Genugthuung zu begrüßen. ien umso größeren Kontrast bildet die Lage HKü r Proin zen und Kommunalverbände, itzer unter der Steigerung der Provinzialabgaben

|t ohne deren Erledigung vorübergehe.

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Wohnungsnoth, Regelung der Wegebau-

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>örbahnvorlage angekündigt wird, läßt er-

lcht etwas verstimmen. Diese Thatsache i im Zusammenhang damit, daß eine Se-

Die Thronrede zählt ferner als Aufgaben Landtages auf: Tie Sekundärbahnvorlage,

nngen e Plätze 8.

Fällig! s«ngs-<

en und Ausführungsbestimmungen zum ichSseuchengesetz. Daß bei Aufzählung der klagen die Kanalvorlage nicht an die erste rHe gerückt ist, wird übereifrige Kanalfreunde

ipieren. „ , /. ■-

barerSie Novelle zum Dotatwnsgesetz, die große nolvorlage, eine Vorlage behufs Bekämpfung

* a. 1

mitgliel itb besti mg.

Machdruck verboten.)

Wahre Liebe.

Börsei Original-Roman von Irene v. Hellmutb. ingung! lFortsetzung.)

< ihre Schuld, daß alle- so gekommen?

i. j

; 3-5

E)der wollte Kurt am Ende, wie Hans von recht, nichts mehr von ihr wißen, — weil der Vater, — —

, , Lei solchen Gedanken stieg Isa das Blut n?Prs heiß zu Kopf. Damals, als Uttrecht kaum bekannt gewordene Verlobung so einem M miede löste, war eS bloS ihr Vater ge- tt, an dem er Anstoß nahm. WaS würde sagen, wenn er erführe, daß sie, — K jetzt im CirkuS auf trat? Und Kurt, wird dieser thun? — Aber war es

ötte man fie verantwortlich machen, daß sie,

^8en durch die Verhältnisse, um den Vater k'ilf’St darben zu lassen, irgend einen Beruf er- X). 1, gleichviel welchen, — um nur Geld zu

Plenen? Würde Kurt sie deswegen aufgeben? ia§'ume$ti dieser Frage schüttelte Isa heftig den H, und ein leises, kaum wahrnehmbares ■ ■ M?" irrte um den schöngeformten, kleinen

h'l.Md. Sie lag jetzt mit offenen Augen da. fluthete daS Mondlicht zwischen dem erstcherrhang in das kleine Zimmer und füllte eS t aus I Magischem Glanz.

k.Wo Kurt wohl jetzt weilen mag", dachte ! junge Mädchen, »ob er wohl noch lange u »ernrder Reise bleibt?"

jtinmal mußte er doch wiederkommen, und BTäB 7- dann nahte die Erlösung, die Befreiung ““^«inem Leben, das kaum noch zu ertragen

kennen, daß die Regierung nicht mehr von jenem Kanalübereifer beseelt ist, der sie vor zwei Jahren beherrschte und jene bekannten Miß­griffe zeitigte. Vor zwei Jahren glaubte der Eisenbahnminister von Thielen, die Kanalvorlage dadurch fördern zu sollen, daß er die Sekundär- bahn-Dorlage zurückhielt und schließlich behufs Quittungsleistung auf die Ablehnung der Kanal- Vorlage gar nicht einbrachte. Der Mißerfolg dieser recht bedenklichen Taktik hat ihn eines besseren belehrt und veranlaßt, die Sekundär­bahn - Vorlage an erster Stelle in die Thronrede aufzunehmen. Hoffen wir, daß diese Vorlage recht ergiebig wird. Was die Kanalvorlage selbst anbetrifft, so wird man die Vorlage abwarten müssen, bevor dazu Stellung genommen werden kann. Nach wie vor stehen wir aber auf dem Standpunkte, daß es sich auch bei dem erweiterten Gesetzentwürfe um eine rein Wirthschaftliche Angelegenheit handelt, die durch ruhigsachliche Diskussion und durch Fernhalten hochpolitischer Spekulationen und Tauschgeschäfte am besten gefördert wird.

Erfreulich ist die Ankündigung eines Wohnungsgesetzes für Frankfurt a. M., weil die Regierung damit ein sehr umfassendes neues Gebiet der Sozialpolitik betritt, nämlich die Wohnungsfrage in den großen Städten, die sich bereits zu einer großen Kalamität für die minder bemittelten Klassen entwickelt hat. Hoffen wir, daß die Regierung auf diesem Wege mit Weisheit und Energie vorwärts schreitet. Daß in Frankfurt der Wohnungsnoth durch eine staatliche Maßnahme abgeholfen werden muß, läßt „tief blicken". Man sollte denken, eine Stadt, dis durch ihren Reichthum berühmt ist und eine Demokratie in der rötesten „Sozial"-Couleur besitzt, sollte ihrer Wohnungs­noth selbständig abhelfen können. Freilich hat der Entwurf auch eine- allgemeine Bedeutung, insofern feine Grundsätze — nach Beschlüssen des hessisch-nassauischen Provinziallandtags — auch auf andere Gemeinden unserer Provinz angewendet werden können. Im ganzen ist es jedenfalls kein erfreuliches Zeichen, daß sich der Staat auch in diese Angelegenheit einmisch'en muß.

Die Zahl der Aufgaben, die dem Landtage für die gegenwärtige Session zugewiesen find, ist keine erhebliche; allein die Vorlagen sind durchweg von hoher Bedeutung. Die konser­vativen Fraktionen des Herrenhauses und des Hauses der Abgeordneten werden mit gewohnter Thatkrast und Gewissenhaftigkeit an die Arbeit gehen und bestrebt fein, in jeder Hinsicht nach bester Ueberzeugung das Wohl der Monarchie und des Volkes zu fördern.

war, und doch mit lächelndem Gesicht ertragen mußte, um deS Vaters willen. Auch an Su­sanne dachte Isa in dieser Stunde. Wie glück­lich die Freundin jetzt sein mußte, da fie dem Manne angehören durfte, den sie liebte, und der fie auf Händen trug.

Die Briefe Susanne's, deren jeder die innige Bitte enthielt, Isa möge, doch endlich zurück­kehren, athmeten Wonne und Seeligkeit. So oft Jfa. fo ein Schreiben erhielt, fühlte fie, wie ein freudiger Schreck ihr Herz durchbebte, weil die Hoffnung, der Brief werde die Nachricht von Kurts Heimkehr bringen, dann in ihr lebendig wurde. Doch jedesmal wiederholte Susanne den Satz:

„Von Kurt noch immer feine Nachricht, wir wissen nicht, wo er sich auf hält."

Seit dem letzten Brief vor etwa acht Tagen, wo Susanne so herzlich bat, Isa möge doch zu ihrer Hochzeit nach Buchecke kommen, war keine Nachricht mehr eingelaufen. Ob eS Susanne gekränkt, daß ihre Bitte unerfüllt blieb?

„Konnte ich denn fort?" sagte Isa so laut, daß sie vor ihrer eigenen Stimme erschrak und ängstlich nach dem Nebenzimmer lauschte, ob der Vater sie nicht etwa gehört habe. Doch nichts war vernehmbar als die ruhigen, gleich­mäßigen Athemzüge des Kranken, welche ver- riethen, daß er schlief. Auch Isa fielen endlich die Augen zu.

„Gott, Gott, lasse doch Kurt bald zurück­kommen," flüsterte sie noch, schon halb im Ein­schlafen.

Sie lächelte und lag wie ein Kind in den weißen Kissen, die Hände gefaltet wie zum

Umschau.

Zum Tode des Großherzogs von Weimar.

Der Großherzog Wilhelm Ernst hat bei seinem Regierungsantritt eine feierliche Er­klärung veröffentlicht, in der es u. A. heißt:

Wir treten die Regierung hierdurch mit der Er­klärung an, daß Wir sie treu und gewissenhaft im Einklang mit der Verfassung des Großherzogthums führen und das Andenken Unseres in Gott ruhenden Großvaters dadurch ehren werden, daß Wir in seinem Sinne wirken und die Ueberlieierungen Unseres Hauses als ein theueres Vermächtniß bewahren und pflegen werden. Demnächst bestätigen Wir hiermit alle von Unserem Herrn Großvater ernannten Beamten in ihren amtlichen Befugnissen und ihrer Wirksamkeit und erwarten, daß sie auch ihrerseits gemäß des von ihnen geleisteten Diensteides ihre Pflichttreue bewähren und ihres Amtes in berufsfreudiger Hingabe walten werden. Zu allen Unseren treuen Unterthauen ver­sehen wir Uns, daß sie das Andenken ihres dahin- geschiedenen hochherzigen Landesfürsten dadurch hoch­halten und bewahren, daß fie Uns, seinem Enkel und Nachfolger, dieselbe Ergebenheit und gleichen Gehor­sam bezeigen. Zugleich entbieten Wir ihnen Unseren Gruß und die Versicherung Unserer landesfürstlichen Huld und Gnade.

Dom deutschen Handelstag.

In Berlin ist gegenwärtig der deutsche Handelstag zusammengetreten. Aus der Tagesordnung der ersten Vollversammlung standen die Zolltarifgesetze und die Handels­verträge.

Staatssekretär Graf Posadowskh hielt zu Beginn dieser Versammlung eine bemerkenS- werthe Ansprache. Er betonte in ihr die Ent- wickehung der technischen Wissenschaften und hob hervor, welche Fortschritte Handel und Industrie denselben verdanken. Demgegenüber dürfe man aber nicht verkennen, daß in den großen Kultur­staaten immer sichtbarer die Neigung hervor­tritt, sich handelspolitisch selbst zu ge­nügen. Diesen Kamps, auch mit dem aus­ländischen Absatz werden die deutsche Industrie und der deutsche Handel künftig in noch höherem Maaße wie bisher zu bestehen haben. Der Staatssekretär erklärte, er sei aber überzeugt, daß es gelingen werde, mit Hilfe des deutschen Erfindungsgeistes fortgesetzt neue, den fort­schreitenden Bedürfnissen entsprechende Maaren herzustellen, und hierdurch, wie durch gute und preiswerthe Erzeugnisse die alten Märkte nicht nur zu halten, sondern auch neue Absatzquellen zu eröffnen. Vielfache, s ch einbar sich kreuzende Linien im deutschen Wirtschaftsleben seien nur Strebe­pfeiler und Stützen des großen Baues der deutschen Erwerbsthätigkeit, welche sich gegen-

Gebet, während ein schmaler, silberner Streifen des Mondlichtes auf die schöne Schläferin fiel.

XV.

Im Cirkus Conradth herrschte eine erdrückend schwüle Luft. Die zahlreichen Besucher, be­sonders oben auf der Gallerie mochten das schwer empfinden, denn man bemerkte viele, die sich mit dem Taschentuch Kühlung zufächelten. Es war ein feiten schöner FrühlingSabend, dazu die vielen Menschen, die dicht aneinander ge­drängt, dasaßen und mit Lachen und Plaudern die Zeit bis zum Beginn der Vorstellung auS- zufüllen suchten. Von den Gaskroneu strömte ebenfalls eine Hitze aus, die Manchem nach und nach unerträglich wurde.

Zwei Herren und eine Dame, die sich etwas verspätet zu haben schienen, drängten sich noch durch die Menge und suchten nach ihren Plätzen.

„Entschuldigen Sie," wandte der eine der Herren sich an einen dicken, pustenden Mann, der so breitspurig dafaß, daß man sich kaum hindurchzwängen könnt«, „daS hier nebenan sind unsere Plätze, möchten Sie nicht etwas rücken?"

Bereitwillig kam der Angeredete der Auf­forderung nach, und die Drei fetzten sich.

„Sie find Wohl fremd hier?" fragte der Dicke den Herrn, der neben ihm'saß.

Dieser nickte etwas zerstreut, und ließ seine Augen wie suchend über die Menge hingleiten. „Wir sind erst diesen Abend angekommen," sagte er endlich."

Der Dicke wischte sich mit einem seidenen Taschentuch den Schweiß von der kahlen Stirn.

„68 ist wohl ein LiebeSpärche», WaS Sie da

f eitig ergänzen müßten und welche gleiches Existenzrecht hatten. Redner schloß mit dem Wunsch, daß die Berathungen deS Handelstages dazu beitragen mögen, einem Ausgleich der wirthschaftlichen Inter­essen die Wege zu ebnen.

In der darauf folgende Berathung sprach sich der Handelstag gegen kurzfristige Handels­verträge und gegen den Doppeltarif auS. Es wurde ferner ein Antrag der Handels­kammern Bielefeld-Eaffel gegen jede Erhöhung der Lebensmittelzölle mit 147 gegen 143 Stimmen angenommen. Be­merkenswerth ist dabei das Stimmenverhältniß.

Neues aus dem Hessen - nassauischen Invaliden- und Altersrentenwesen.

Die soeben zur Ausgabe gelangte neueste Nummer der „Amtlichen Nachrichten des Reichs­versicherungsamts" bringt unter Anderem auch ausführliche Ueberfichten über Beginn und Weg­fall der in den Jahren 1891 bis 1899 fest­gesetzten Invaliden- und Altersrenten, und bietet damit einen höchst interessanten Einblick in den Stand dieses vielumstrittenen Zweiges der sozialpolitischen Gesetzgebung. Das gedachte Material läßt zunächst ersehen, daß bis zum Schluffe des Jahres 1899 im Reiche 473142 Invaliden- und 352 734 Altersrenten bewilligt, und daß bis ebendahin von ersteren nicht weniger als 155 366, also 33°/., durch Tod, Wieder­erlangung der Erwerbsfähigkeit oder aus anderen Gründen, und von letzteren nicht weniger als 160 872, also 46 0 0, durch Tod, Bewilligung einer Invalidenrente ober aus anderen Gründe« wieder in Wegfall gekommen sind.

In der Provinz Hessen-Nassau stellte sich der Wiederwegfall von Invalidenrenten bis Ende 1899 aus 36 und derjenige der Altersrenten auf 49 pCt., also auf je 3 pCt. mehr, als die Ziffern, die sich für das gesainmie Reich als Durchschnitt ergeben. Im übrigen sei hinsichtlich des Antheils unsrer Provinz .an den angeführten Reichsziffern noch folgendes all­gemein Interessantere mitgetheilt:

An Invalidenrenten wurden bei unS in den neun Einzeljahren von 1891 bis 1899 bewilligt: 78, 881, 1204, 1370, 1350, 1615, 1783, 1916 und 1024, zusammen also 11,221. Davon fielen bis Ende 1899 aus den oben angegebenen Gründen 4000 wieder weg, und zwar, auf die neun angegebenen Berichtsjahre vertheilt, 54, 544, 590, 664, 563, 580, 516, 390 und 99. Ende 1899 blieben also in unserer Provinz an Inva­lidenrenten bestehen: auS 1891......54

. 1892 ...... 544

, 1893 ..... 590

. 1894 ...... 664

. 1895 ...... 563

zusammen 7221.

bei sich haben?" fuhr er dann fort, und blinzelte lächelnd seinen Nachbar an, während er auf den Herrn und die Dame deutete, die mitgekommen waren, und die sich so zärtlich in die Augen blickten, als gäbe eS für Sie weiter nichts zu sehen auf der ganzen Welt.

„Es ist meine Schwester mit ihrem Gatten," lautete die Antwort, und ein inniger Blick streifte das junge Paar an seiner Seite, das leise mit einander flüsterte.

„Dann wohl jung verheirathet? fragte der Dicke weiter, und ein breites Grinsen lag auf seinen schwulstigen Lippen.

„Ja, seit acht Tagen, — aber sagen Sie, mein Lieber, ich hörte doch, im CirkuS Conradth tritt ein Kunstreiter Namens Johnson auf; wissen Sie, wo derselbe wohnt, oder können Sie mir Auskunft geben, wo ich ihn treffe, — er — ist nämlich ein Bekannter von mir."

Der Alte machte ein nachdenkliches Gesicht.

„Der CirkuS Conradth ist noch nicht lange hier. Im Anfang, als er Vorstellungen gab, da trat der Schulreiter Johnson allerdings auf, aber er soll krank fein, wie ich höre. Man spricht übrigen» davon, daß die Gratiana, die Sie ja nachher sehen werden, eine Tochter des Kunstreiters Johnson sei. Ich hörte gelegent­lich im Restaurant davon erzählen. Ein bild­schönes Mädchen, diese Signora Gratiana, fie verdreht allen Männern die Köpfe, obgleich sie kaum einen cmsieht. Alles ist entzückt von ihr, sogar ich alter Kerl freue mich immer, wenn ich sie sehe. Sie sieht so, — wie soll ich nur sagen, so kindlich unschuldig aus, — wie ei« Engel." (Fortsetzung felgt.)

1896 ........ 580

1897 ........ 516

1898 ........ 390

1899