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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marlmrg und Kirchhai«.
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eirj itglied an, er tritt allabendlich als Kunstreiter t beklatscht, bejubelt von der Menge, er wird ■ v CircuS auch ferner angehören; die Reise,
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der Förderung, dezimirt werden müssen, auferlegt wird? Hoffentlich aber wird dieses Vorgehen die Regierung davon überzeugen, daß doch noch nach anderen Mitteln gesucht werden muß, um die Kohlenfrage zu lösen als die im Reichstage zur Sprache gebrachten. Im Abgeordnetenhause wird darüber jedenfalls Klarheit geschaffen werden.
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Die Wirren in China.
Zur politischen Lage.
In einer am Mittwoch in Peking
Das Detektiv-Wesen, e. Durch den Sternberg-Prozeß ist
Zur Kohlenfrage.
k. Eine in Esten stattgehabte Versammlung von Zechenbesitzern hat beschlossen, zur Aufrechterhaltung der hohen Kohlenpreise vom 1. Januar ab die Förderung um 10 Prozent zu beschränken. Abgesehen davon, daß dieses Vorgehen zeigt, wie wenig bewußt die betreffenden Zechenbesitzer sich der ihnen auferlegten sozialen Pflichten sind, ist dasselbe angesichts der Erklärungen des Handelsministers Brefeld, milde gesagt, unverständlich. Als Mittel, die Kohlennot aus der Welt zu schaffen, hat der Herr Minister in erster Linie auf die in Aussicht genommene Steigerung der Produktion hingewiesen; nun beeilen sich die westfälischen Herren, den Herrn Minister zu des- avouiren. WaS schert sie die Brodloswerdung von Arbeitern in der durch die hohen Kohlenpreise bedrängten Eisenindustrie? Was schert sie die Sorge, die gerade um Weihnachten einem Theile ihrer Arbeiter, die bei Einschränkung
solcher Privat-Dektektivs zur Ermittelung zu bedienen, direkt in Anspuuch genommen worden.
Sobald also ein Angeklagter nur die nöthigen Mittel hergiebt, wird jeder zur Zeugenpflicht Herangezogene, besten Aussagen für den Angeklagten belastend sind, von vornherein daraus zu rechnen haben, daß man Spione hinter ihm herhetzt, seine Dienstboten und Nachbarn aushorcht und ihn in schlechtes Licht zu setzen sucht. Das ist ein Zustand, der absolut unerträglich ist; er beeinflußt die bürgerliche Freiheit und giebt zweifelhaften Subjekten, die Spionendienste thun, eine diskretionäre Macht über Jedermann.
Es muß diesen Detektivs ja daran liegen, „gute" Auskünfte, d. h. die zu Beobachtenden belastendes Material, zu liefern; denn je „besser" diese Auskünfte find, desto höher ist das Honorar. Ist da nicht zu befürchten, daß unbescholtene Leute verführt, daß der gute Rus ehrenhafter Zeugen leichtfertig gefährdet wird ? Und wie Verhalten sich die Detektivs, wenn ihnen Beschaffung amtlichen Materials aufgetragen wird? Werden sie nicht ihre Derführungs- künste an Beamten versuchen?
Auf jeden Fall ist das Detektivwesen ein ungeheurer Krebsschaden, dem gesetzlich — und zwar ungesäumt — auf den Leib gerückt werden muß. Gestattet man überhaupt solche Institute, so möge man sich die Leiter, bevor man sie konzessioniert, genau ansehen und Kautelen gegen Uebergriffe schaffen. Die Bevölkerung hat das Recht auf Schutz gegen solches private Spionierwesen und wird dieses Recht auch zu wahren wissen.
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die ganze Tragweite des Unglücks zu erfassen. Sie haßte den Mann, der ihr so schonungslos die vernichtende Wahrheit geoffenbart hatte.
Uttrecht wartete anscheinend auf ein Wort von ihr. Doch da sie stumm blieb, .fuhr er ein dringlich fort: „Du begreifst doch, daß wir uns trennen muffen, nicht wahr? Wir find Beide ein Opfer der Verhältnisse geworden, und jedes muß sehen, wie es sich mit dem Schicksal ab- fiudet. Ich kann leider nicht anders handeln. Aber —" unterbrach er sich wiederum, als er den zornigen Ausdruck auf Jsa's Gesicht gewahrte, „sprich doch ein Wort, — und sieh mich nicht so grimmig an. Ich wäre Dir wahrhaftig treu geblieben, — kann ich denn dafür, daß alles so gekommen ist?"
Die junge Dame sagte noch immer nichts. Ihre Gedanken flogen zurück. Sie sah sich wieder im Cirkus sitzen, sah ihren Vater in die Manege reiten, fühlte noch einmal den Schreck, der sie damals plötzlich durchzuckt hatte. Aber wie anders, wie ganz anders hatte Kurt, der treue Freund sich damals benommen! Wie war er bemüht gewesen, sie zu beruhigen, zu besänftigen, zu trösten. Nur an sie hatte er gedacht, nicht an sich selbst. Und dieser hier? Wie klein wie erbärmlich kam er ihr vor gegenüber dem selbstlosen, herrlichen, der sich nicht das Geringste darum gekümmert hatte, was etwa die Welt zu dem Treiben ihres DaterS sagen würde. Eine heiße, unbezwingliche Sehnsucht nach dem fernen Freunde erfaßte plötzlich ihr Herz. Ach wenn sie jetzt zu ihm flüchten könnte, um an seiner treuen Brust sich auszuweinen! Welche Wohl- that müßte das für sie sein! Wenn sie ihm sagen könnte: „Laß mich hier bei Dir, Du allein
haltenen Versammlung der Gesandten wurde über alle Punkte, einschließlich der britischen Abänderungen, eine Einigung erzielt. Die Gesandten lehnen es jedoch ab, über den Inhalt öes Abkommens sich zu äußern, da sie der Meinung sind, daß ihre Regieruugen dasselbe veröffentlichen worden. — Man darf gespannt sein, wie lange diese neue „Einmüthigkeit" dauern wird.
Graf Waldersee
hat, wie man durch „Wolffs Bureau" auf dem Umwege über New-Pork in einer Depesche aus Peking vom Dienstag erfährt, einen Befehl er- lasten, durch welchen er die Distrikte der Umgegend von Peking den einzelnen verbündeten Truppen zur Beaufsichtigung überweist. Der Feldmarfchall motivirt diesen Befehl damit, er Wiste, daß eine beträchtliche chinesische Streitmacht unter dem Befehle Ma's sich int Norden der Provinz Schansi und eine andere südlich von Tschangtschang (?) sich befinde, er erwarte jedoch während des harten Winters, der jetzt eingesetzt habe, keine Angriffsbewegung der Chinesen; aber wo immer die Verbündeten irgend ein Gebiet längere Zeit außer Acht ließen, da würden Räuber- und Boxerbanden sich zusammenscharen.
um Deines Vaters willen! Er gehört dem ckus Conradth als kontraktlich verpflichtetes
Ausland
Spante«. Ein Antrag, Deutschland das Beileid der Kammer aus Anlaß der Katastrophe der „Gneisenau" auszusprechen, wurde von der Deputirtenkammer einstimmig angenommen.
Südafrika. Die Nachrtchten von Südafrika lauten für die Engländer noch immer ungünstig. Nach Meldungen aus Pretoria vom 19. Dezember bedrohen drei starke Burencorps alle Verbindungslinien in der nächsten Nähe der Stadt. General French hat 45 Kilometer westlich an den Ostabhängen des Malagie-
berges einen harten Kampf zu bestehen. Gerneral Clements ist erneut in seinem an gegriffen. Andere Burenkommandos stehen auf der Bahnlinie zwischen Pretoria und Johannisburg. Von Krügersdorp tönt Kanonendonner herüber. Die Verbindung mit Middelburg ist gestört. Dewet steht an der Bahnlinie zwischen Kronstadt und Bloemfontein. Die Buren scheinen die Einkreisung und Jso- lierun von Pretoria zu versuchen.
Auch im Südosten Transvaals, nicht weit von der Natalgrenze, machen sich Burenkommandos bemerkbar.
Aus Standerton berichtet vom Mittwoch das Reuter'sche Bureau: Buren haben gestern eine Farm im hiesigen Distrikt geplündert und 200 Stück Vieh dabei erbeutet. Es verlautet, ein starkes feindliches Kommando lagere bei Robertsdrift in einer Entfernung von 14 Meilen. Ein kleiner Trupp Buren wurde gestern bei einer anderen Farm 4 Meilen nördlich gesehen, zwei Eranatschüffe verscheuchten dieselben. Die Familien von Buren, die sich ergeben haben, sind aus einem Umkreise von wenigen Meilen in die Stadt gebracht worden.
Im Süden macht Dewet den englischen Truppen nach wie vor gewaltig zu schaffen.
In der Kapkolonie besetzte ein Burenkommando Colesberg; die Garnison flüchtete nach kurzem Widerstand. Das Haupt- korps der „Aufständischen", wie sie die Engländer nennen, umgeht von Philipstown aus De Aar, um das dortige Depot abzuschneiden, einzuschließen und Wegzunehmen. Der Ausstand in der Kapkolonie greift rasch um sich.
Das „Reutersche Bureau" versuchte durch Schönfärbung seiner Meldungen zu verdecken, wie schlimm augenblicklich die Lage der Engländer ist. Da sind folgende Meldungen von besonderem Werth. Der „Voss. Ztg." wird aus London mitgetheilt, daß die den englischen Behörden in der Kapkolonie zur Verfügung stehenden Truppen nicht ausreichen, um den eindringenden Burenschaaren allenthalben kräftigen Widerstand zu leisten. Nach der „Daily Mail" soll es den in die Kapkolonie eingefallenen Buren bereits gelungen fein, beträchtlichen Beistand von den Afrikandern zu erhalten. Außerdem ist der „Vost. Ztg."'aus London noch folgender Bericht zugegangen, welcher drastisch die Verlegenheit Englands um Beschaffung neuen Menschenmaterials für den Krieg darlegt:
Lord Roberts fall vor seiner Abreise vom englischen Kriegsamte weitere 20000 Mann verlangt haben, um die Abgänge zu ersetzen;
Wären nur ihre zuckenden Lippen, ihr blastes Gesicht nicht gewesen, er hätte sich täuschen lassen. Aber beides widersprach dem Spott, den sie in ihren Ton zu legen suchte. Uttrecht mochte wohl fühlen, daß er eine klägliche Rolle spielte, und war bemüht, diese Scene möglichst abzukürzen. Er faßte wieder nach ihrer Hand, sie entzog ihm dieselbe rasch.
„Lasten Sie daS, rief sie heftig und trat einen Schritt zurück. „Nur eins möchte ich noch wisten, ehe wir uns trennen: Haben Sie in Erfahrung gebracht, warum mein Vater das that?"
„Warum?"
„Ich dächte, das wäre unschwer zu errathen, und brauchte nicht näher erklärt zu werden! Zu feinem Vergnügen that er es wahrhaftig nicht!"
3fe§ Augen schienen immer größer zu werden, sie hasteten wieder wie vorhin in angstvoller Spannung an dem Gesicht des ihr gegenüber stehenden Mannes.
„Wenn nicht zum Vergnügen, — weshalb dann?" stieß sie wie athemlos hervor. Man glaubte fast das Herzklopfen aus dieser Frage heraushören zu können.
„Wenn Sie eS durchaus wissen wollen, — — — Ihr Vater arbeitet — ums tägliche Brod!"---
Isa taumelte zurück. Einen Augenblick schien es ihr, als thäte sich ein weiter Abgrund vor ihren Blicken auf, als versänke alles ringsumher und mit ihr in die Tiefe. —
Eortsetzung felgt.)
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n der Demokratie so leidenschaftlich bekämpften hikanen" der staatlichen Polizei? In dem wähnten Prozesse ist aber sogar von einem wandsfreien Rechtsanwälte das Recht, sich
(Nachdruck verboten.)
Wahre Liebe.
( Original-Roma« von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
„Bleib!" schrie er sie an, ich will eS, daß i bleibst!"
Die Beiden maßen sich wie zwei erbitterte »de.
„Du sollst mich nicht mißverstehen," begann Hm vieles milder, „ich habe Dir nichts vor- gen, als ich Dir sagte, daß ich Dich liebe! Siehst Du denn nicht, wie schwer es mir , Dir meine wahren Gründe darzulegen! Ja, Isa, wir müssen unS trennen, aber , weil ich Dich nicht mehr liebe, — nein,
rlles Licht gerückt worden. Es ist zur Sprache kommen, daß bei uns Unternehmen statthaft 1 Dentsi *&' die es sich zur Aufgabe machen, nicht nur spionieren und sich an die Fersen unbequemer lugen zu heften, sondern auch geradezu Delikte
bist echt und treu und wahr, die Andern alle sind falsch und schlecht, hinterlistig und eigennützig, wissen nichts von echter, rechter Liebe! Ein Windstoß, eine kleine Widerwärtigkeit bläst alle Liebe und Treue über den Haufen, wie ein Kartenhaus. Aus Dich nur kann man bauen in allen Fällen!" — — —
Aber der Freund war fern, und um sie her wogte der Herbstnebel in phantastischen Gebilden. Ein feiner Regen sprühte hernieder, die ganze Umgebung schien in einen weißlichen Schleier gehüllt. Ein namenlose» Weh schnürte Isa das Herz zusammen, die Thränen wollten sich ihr in die Augen drängen, doch gewaltsam suchte sie sich zu beherrschen. Der Mann da vor ihr durfte sie nicht weinen sehen, — um keinen Preis! Er könnte denken, sie weine um ihn, und er schien ihr doch keine Thräne Werth. Ihre, ganze Verachtung sollte er fühlen, sie raffte all ihren Stolz zusammen, um ihm zu zeigen, daß sie sich nichts, rein gar nichts aus ihm machte.
„Nun mein Herr ». Uttrecht," begann sie endlich in spöttischem Ton, „WaS sagt denn Ihr Herz zu alledem? Sie werden möglichst bald dafür sorgen müssen, ihm einen Ersatz zu bieten, damit es nicht bricht vor lauter Gram. Sie behaupteten doch oft genug, ohne mich nicht leben zu können! Wie werden sie es nun an- stellen, dennoch ohne mich fertig zu werden? Oder haben Sie in der Residenz bereits Trost gefunden? Ich wünsche Ihnen für die Zukunft von Herzen Glück, aber sehen Sie sich vor, ehe Sie sich wieder verloben, Sie haben nun schon einmal Pech gehabt, leicht könnte e» sich ereignen, daß sich ein solcher Fall wiederholt!"
Liirtrljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mit, an Erich«irrt täglich außer an Werktagen nach «sonn- und Keiertag.a.
bei alle» Postämtern 2L5 Mk. (excl. Bestellgeld). will WUI-Sonntagsbeilage: Jllnftrirtes Sonntagsblatt. qk
3»s,,ti»a«,.bühr: di« gespaltmr Zeile oder deren »an« 10Pfg, na Druck und Verlag: Zoh. Ang. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei °°
R-clamn: di. Zeile 25 Pfg. Sonnabend, 22 Dezember 1900. Marburo OTarft 21. - Telephon 55
schaffen, um ihren Klienten zu dienen, chhai« i (lchem Treiben gegenüber ist heutzutage kein . 8 ensch mehr sicher. WaS bedeuten dagegen die
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?chäft ■ ^en nn§ iur Unmöglichkeit geworden, meine /gj llsstozen Eltern und Verwandten würden sich l Entsetzen von mir wenden, wenn ich ihnen ==^ l Tochter eines solchen Mannes als Mitglied tettÄt*1 iferer Familie zuführen wollte! Verzeih, «t f 8in ich Dir wehe that, aber ich konnte nicht **• »' Kers!"
I *1 Er streckte ihr jetzt die Hand hin. Isa schien ’ : nicht zu bemerken. Sie stand eine Weile rifeiff Vernich et; Zorn, Haß und Abscheu kämpften L /r . f 1 ihrem Innern. Es war alleS so jäh über
1 hereingebrochen, daß sie nicht im Stande war
Umschau.
, Zum Untergang der „Gneisenau".
I Don Kapitänleutnant Werner wird nach- Sglich noch Büchsenmachermaat Ripperger i vermißt gemeldet, so daß die Zahl der
II mnißten nunmehr 41 beträgt.
gt gewöhnlich die angestrengte häusliche j> geschäftliche Thätigkeit alle Besorgungen ck, die nicht unbedingt sofort erledigt werden ssen. Man vergißt, daß das Quartal zu t geht, man vergißt, daß gerade um den reswechsel die Post überlastet ist und eine ktliche Weiterlieferung der Zeitung auf keinen gewährleistet werden kann, wenn die recht- itige Erneuerung des Abonnements versäumt itb. D eßhalb
erinnere man sich
ß es an der Zeit ist, die „Oberhessische itung" auf Neue zu bestellen. Auch im en Quartal wird die „Oberhessische itung" bemüht sein, durch Reichhaltigkeit Inhaltes, schnelle und zuverlässige Bericht- attung auf politischem, lokalen und pro- ziellen Gebiet, sowie durch sorgsame Pflege es telegraphischen Nachrichtendienstes sich aus- ichnen.
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