Einzelbild herunterladen
 

dann auf die Kaiserrede ein, die gerade, weil sie so verstanden wurden, wie sie gesprochen war, Schreck und Beunruhigung in der großen Mehrheit des Volkes wachgerufen hätten. Bezüglich der fälschlich als Hunnenbriefe" bezeichneten Soldatenbriese meint er, hätte sich wenigstens darüber bei allen Parteien Einigkeit gezeigt, daß, wenn die dort behaupteten Dinge wahr wären, die Thäter streng bestraft werden müßten. Der Abgeordnete giebt sodann sein Ver­wunderung darüber Ausdruck, daß man während all' der wichtigen Entscheidungen im Sommer vom Bundes­rath so wenig gehört, wie von dem Reichstage, während doch der Träger der Reichssouveränität nicht der Kaiser sei, sondern die Gesammtheit der ver­bündeten Regierungen.

Bayerischer Bundesrathsbevollmächtigter Graf Lerchenfeld-Käfering wendet sich gegen die Bemerkung des Vorredners, daß in diesem Sommer die Rechte des Bundesraths mißachtet worden seien. Der Bundesrathsausschuß für auswärtige Angelegen­heiten, dem unter Vorsitz Bayerns noch Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen angehören, sei be­rufen und, nachdem er genaue Kenntniß von den Vor­gängen genommen, sei ein Circular an alle ver­bündeten Regierungen versandt worden, in dem die Politik des Reiches erläutert wurde. Man kann also nicht sagen, daß die verbündeten Regierungen im Un­klaren gelassen, oder übergangen worden seien. Es sei auch bei keiner Regierung das Gefühl einer Ver­letzung vorhanden gewesen. Graf Lerchenfeld setzt darauf auseinander, daß dem Worte Indemnität vom Abg. Payer und von anderen eine zu große Be­deutung beigelegt würde. Ausgaben, die ohne vor­gängige Bewilligung des Reichstages gemacht würden, entbehrten so lange der rechtlichen Grundlage/ bis die Volksvertretung ihre Zustimmung ertheile. Die nach­trägliche Genehmigung durch den Reichstag stelle die fehlende Rechtsbasts her.

Abg. v. Dziembowski-Pomian (Pole) be­klagt die Nichteinberufung des Reichstags im Sommer, daß die Expedition nach der Ermordung des Frei­herrn v. Ketteler nothwendig gewesen sei, erkennt er an.

Abg. Stöcker (toilbtonf.) begreift nicht, warum der Reichstag nicht früher einberufen worden ist, aber er kann der ganzen Frage keine große Bedeutung beimessen. Redner polemistrt sodann unter mehrfachen Heiterkeitsausbrüchen sehr scharf gegen den Abg. Bebel, dessen Rede nicht politisch gewesen sei. Bebel müsse eine Schasheerde hinter sich haben, wenn sie ihm in seinem vaterlandsfeindlichen und vaterlands­widrigen Vorgehen folgen sollte. In den Hunnen- briefeu stände sicherlich viel Unwahres, es müsse aber doch gebeten werden, daß die Regierung möglichst bald die Dinge richtig stelle. Er begreife nicht die Sentimentalität des Abgeordneten Bebel wegen der angeblichen Greuelthaten der Verbündeten in China, da er davon bei den Schandthatcn der Commune in Paris so gar nichts gezeigt habe. Der Erzbischof von Paris, der von den Communards grausam ermordet worden sei, verdiene doch wohl ebenso viel Mitleid, wie ein Boxer. Redner ergeht sich sodann in längeren Ausführungen über die Ursachen der chinesischen Wirren und bestreitet entschieden, daß die Missionen daran wesentlichen Antheil hätten.

Freiherr v. Hodenberg (Welfe) erkennt die Nothwendigkeit deS Vorgehens in China an, hat aber auch Versassungsbedenken und wünscht, daß künftig der Anlaß zur Kritik an Kaiserreden fortfalle.

Abg. Singer (Soz.) polemistrt gegen Stöcker, der die Wahrheit nicht leiden könne. (Präsident Graf Ballestrem ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung.) Seine Parteigenossen würden lieber unter den Heiden als in der Gesellschaft Stöckers leben. Die Zurücksetzung des Reichstags erklärt sich daraus, daß der Reichstag sich so viel habe gefallen lassen. Die Indemnität mache das Versäumte nicht wieder gut. Vorher hätte man den Reichstag be­fragen sollen. Seine Partei mache die Rachepolitik nicht mit. Die Hunnenbriefe der Soldaten bewiesen, das die Kaiserrede nur allzu gut verstanden und be­folgt worden sei. Diese Briese selbst werde man wohlweislich dem Kriegsminister nicht vorlegen, um die Absender, denen man dankbar sein müsse, nicht Unannehmlichkeiten auszusetzen. In der sozialdemokrati­schen Partei sei man einig in der Verwerfung dieser Raubritterpolitik. (Wegen des letzteren Ausrufes er­hält Singer den zweiten Ordnungsruf.) Von dem Segen der überseeischen Weltpolitik hätten die Arbeiter nichts bemerkt, sondern nur von verkürzten Arbeits­löhnen und Ueberstunden. Nur die Unternehmer hätten den Millionengewinn.

Abg. Bachem (6tr.) beklagt die Nichtbeachtung des Reichstags durch die Regierung und legte gegen­über der etwas leichten Auffassung des bayerischen Be­vollmächtigten großen grundsätzlichen Werth auf die Jndemnitätsforderung. Redner rühmt die gute Wirk­samkeit der Missionen speziell der katholischen in China und nimmt namentlich den Bischof Anzer

Grausame Kriegführung.

In derTimes" steht eine authentische Schilderung des Ausplünderns und Nieder­brennens einer südafrikanischen Farm, die ihm von einem in verantwortlicher Stellung in der Kapkolonie lebenden Engländer übersandt und von der Tochter eines Farmers im Oranje- Freistaat verfaßt ist, die den vom 15. Oktober datirten Bericht mit ihrem Namen, Ellie Cronje, unterzeichnet hat. Wir geben die eingehende Schilderung eines offenbar ganz typischen Falles hier vollständig wieder:

Unsere Farm liegt drei Stunden von Win- burg entfernt. Mein Vater und vier Brüder von mir traten Anfang Oktober in die Kom­mandos ein, der fünfte Bruder ging am 8. Januar zur Front ab. Einer von den vieren, die zuerst abgingen, wurde krank und kam nach Hause, aber nur sür kurze Zeit. Zwei von meinen Brüdern wurden gefangen genommen, einer mit General Cronje im Februar, und einer wurde bei Kodoesrand verwundet und dann nach Bloemfontein mitgenommen. Am 10. Mai besuchte uns mein Vater zum letzten Mal, seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen. Meine Mutter, sowie eine Lehrerin von einem benachbarten Dorfe und ich blieben vom 10. Mai ab mit den Dienstboten zusammen allein aus derFarm. Am 6. Juli lagerte General. . . ungefähr eine halbe Stunde vom Hause entfernt und blieb dort ein paar Tage. Leutnant M. besuchte mit seinen Leuten und anderen Soldaten das Haus. Sie kauften Nahrungsmittel. Einige bezahlten das, was sie erhielten, andere nicht. Sie drangen

gegen den Vvrwurf eines provocirenden Verhaltens in Schutz.

Frhr. v. Wangenheim (Bund d. Landw.) schiebt die Schuld für die Zurücksetzung des Reichstags und für die Schädigung des monarchischen Gefühls durch die Kritik an den Kaiserreden dem Fürsten Hohenlohe zu. Einer Weltmachtpolitik sei die Mehrheit abge­neigt. Der Schwerpunkt liege im deutschen Boden und deshalb sei die Begrenzung der vom Reichskanzler proclamirten Politik erfreulich.

Hierauf wird die weitere Berathung vertagt.

DerVorwärts" meldet: Die Sozialdemokraten bringen einen Gesetzentwurf bete, die Ver­antwortlichkeit des Reichskanzlers ein.

Der Nachtragsetat für die China- Expedition wird in der Budgetkommission wahr­scheinlich erst in acht Tagen berathen werden. Man hofft ihn in wenigen Tagen dort erledigen zu können, an einer Bewilligung ist nicht zu zweifeln.

Die beabsichtigte Interpellation der Ceutrumspartei zur Kohlennot wird Ende nächster Woche im Reichstage eingebracht werden. Als Interpellant wird der bayerische Abg. Heim be­zeichnet. Man rechnet darauf, daß die Jnterpellantion, welche außerordentliches Interesse beansprucht, etwa am Montag oder Dienstag in 8 Tagen im Plenum zur Berathung kommen und daß sich an die Er­widerung vom Ministertische eine recht lebhafte Be­sprechung anknüpfen wird. Man kann auf den Ver­lauf der Sache gespannt sein, um so mehr als eine Erklärung der Reichsregierung über die Maßregeln, welche sie zur Linderung der Kohlennoth zu ergreifen gedenkt, noch immer aussteht.

Der Reichstagsabgeordnete Hille lStadtkreis Aachen) hat aus Rücksicht auf sein neues Amt als Professor der philosophisch - theologischen Fakultät Paderborn sein Mandat nijedergelegt.

Ausland

Frankreich. Präsident Krüger ist Donners­tag Vormittag 11 Uhr unter begeisterten Kund­gebungen der gewaltigen am Quai versammelten Menschenmenge, die fortwährend Hochrufe auf Krüger und die Buren ausbrachte, gelandet. In feiner Ansprache begrüßte, so wird dem B. T." gemeldet, der Präsident desEmpfangs- comites den Präsidenten Krüger als den großen Repräsentanten eines heroischen Freiheitskampfes und brachte ein Hoch auf ihn aus, in das die Anwesenden dreimal begeistert einstimmten. Präsident Krüger antwortete in hollän­discher Sprache in ziemlich langer Rede. Er sprach mit weithin vernehmbarer kräftiger Stimme:

Ich danke Ihnen und der Stadt Marseille, ich danke auch der französischen Regierung für die Sympathien, die sie uns in dieser schwierigen Periode bewiesen haben. Ein freier Mann, komme ich auf freien Boden. Wir machen einen unheilvollen Krieg durch, der mit dem Einbruch Jamesons begonnen hat. Wir glaubten, 40 000 Mann gegen 300 000 den Kampf aufnehmen zu können, aber wir haben nicht denken können, daß solche Barbareien von einem civilisierten Volke vollbracht werden können! Während unsere Männer kämpfen, zündet man die Häuser an, entführt die Frauen und verjagt die Kinder ohne ein Stück Brot! Ich bin gekommen, einen Schieds­spruch zu fordern, ich werde ihn immer fordern. Wir kämpfen bis auf den letzten Mann. Wenn unsere Republik verschwinden sollte, so geschieht es nur, weil kein Bur, keine Frau und kein Kind mehr lebendig ist. Wenn die menschliche Gerechtigkeit gegen unseren Ruf taub ist, so wird Gott uns helfen, der Herr wird Wandel schaffen".

Dann brach die Menge in nochmalige Hoch­rufe aus, und die Comitömitglieder führten den Präsidenten zum Wagen. Der Zug setzte sich dann in Bewegung. Voran schritten fünf Reihen Polizisten, dann folgten die Banner­träger, dann der Wagen Krügers und seines

in jedes Zimmer des Hauses ein, mit Aus­nahme des Schlafzimmers meiner Mutter, und sie nahmen viele kleine Gegenstände aus dem Wohnzimmer, dem Eßzimmer und den Schlaf­zimmern weg, an der Thür des Wagen-Schuppens war eine Bekanntmachung des Provost-Marschall angeschlagen, worin es hieß, daß ohne seinen Befehl nichts weggeschafft werden dürfe, aber daran kehrten sie sich nicht, sondern sie nahmen unseren Ochsen-Wagen, unser Kaffernmehl, Pferdegeschirr und Gemüse, ferner eine Ladung Fourage, 12 Ochsen, Geflügel und andere Gegen­stände. Wir ersuchten Leutnant M. um eine Quittung. Er sagte, wir sollten seine Leute darum ersuchen. Nachdem er fortgegangen war, ersuchten wir seine Leute darum, aber diese sagten, sie hätten kein Recht, Quittungen auszu­stellen. So erhielten wir für alle diese Dinge Nichts. Unsere Ochsen mußte einer unserer farbigen Diener nach Ficksburg bringen, der­selbe gab uns nach seiner Rückkehr seinen Paß, auf dem es hieß, man solle ihn nicht behelligen, ba er erbeutetes Vieh habe wegtreiben müssen. Wir behielten den Paß zu künftigem Gebrauche, aber einige Zeit später verlangte ihn der Kaffer, offenbar auf Anstiftung von irgend einer Seite hin, zurück, und da wir Unannehmlichkeiten be­fürchteten, gaben wir ihm denselben. Später kamen wiederholt noch Truppen vorbei, aber bieselben belästigten uns nicht. Im September kam wiederum eine Abtheilung Truppen vorbei. Wir fragten einen Hauptmann, wer der General ei, er sagte uns, es sei General. . . Dies war aber nicht richtig, den« wir erfuhren bald, daß es ... war. Einige wenige Offiziere mit ihren

Gefolges. An allen Straßen erwartete eine koloffale Menge den Zug und umdrängte den Wagen unter stürmischen Rufen:Vive Krüger, v vent les boers!" Nach seiner Ankunft im Hotel frühstückte Krüger mit seinen Freunden in seinem Salon im Hotel. Dieses war von einer enormen Menge umringt, die fortwährend applaudierte und Hochrufe ausbrachte. Aller Verkehr stockte.

Ein Zwischenfall ereignete sich bei der An­kunft Krügers. Etwa zwanzig Engländer, die mit zwei Omnibussen angekommen waren, hatten auf dem Balkon des Hotels de Louvre Auf­stellung genommen. Als der Wagen des Präsi­denten Krüger näher kam, pfiffen sie den­selben aus, und die Menge antwortete mit Pfui-Rufen. Die Engländer warfen darau Sous - Stücke unter die Menge, welche hieran auf das Hotel losstürmte. Glücklicherweise konnten die Thore noch rechtzeitig geschloffen werden, um ein Unglück zu verhindern. Der bedauerliche Zwischenfall endete mit einem Wort­wechsel zwischen den Engländern und der unten­stehenden Menge. Endlich zogen sich die Eng­länder vom Balkon zurück, worauf Ruhe eintrat.

Rußland. Ueber das Befinden des Zaren wird aus London gemeldet: Nach den am Londoner Hof aus Livadia eingetroffenen Nachrichten ist die leichte Störung im Verlaufe der Krankheit des Zaren wieder behoben, doch sind die Kräfte des hohen Patienten jetzt etwas herabgemindert, wenn auch nicht in besorgniß- erregender Weise. Aus Kopenhagen wird ferner telegraphirt: Die letzte durch Spezial- courier eingetroffene Nachricht aus Livadia lautet günstiger. Der Zar hat danach die Krisis, die sein Leben ernstlich bedrohte, glücklich über­wunden und befindet sich nun in der Rekon­valeszenz, die jedenfalls sehr langwierig und be­schwerlich werden wird. Auch sind Kompli­kationen noch nicht ausgeschlossen.

Marburg und Umgegend

Marburg, 23. November.

* Fern sprechvrrkrhr. Dom 24. d. M ab wird der Sprechverkehr mit Arnsbach (Kr. Homberg), Borken (Bez. Caffel), Gombeth, Großenenglis und Kerstenhausen zugelasfen. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt 25 Pfg.

§ Ortskrankenkasse. Die Herbst - General­versammlung der Allgemeinen Marburger Orts­krankenkaffe findet heute Freitag Abend 8 Uhr in der Aula der alten Realschule statt.

§ Gestorben ist gestern Abend, ohne daß sie wieder zur Besinnung gekommen ist, die bei der Kohlengas-Vergiftung in der Villa Schüler verunglückte Katharine Becker aus Neukirchen. Der traurige Unglücksfall hat also auch sein zweites Opfer verlangt.

br. Concert der Meininger Hofkaprlle. Zweifel­los bedeutet das Concert, das die Herzogliche Hofkapelle zu Meiningen gestern Abend unter Leitung von Generalmusikdirektor Fritz Stein­bach im großen Saal des Museum gab, das musikalische Ereigniß in dieser Saison. Schon äußerlich dokumentirte sich das durch den zahl­reichen Besuch. Was Marburg an Musiklieb­habern hat, drängte sich in dem Saal zu­sammen, versprach doch der Abend reichen künstlerischen Genuß, da sich Herrn Steinbach's Namen schon seit Jahren in der musikalischen Welt besten Klanges erfreut. Und was der Abend versprochen, hat er in reichem Maße ge­halten, wenn auch manche Feinheiten infolge der für solche Veranstaltungen ungeeigneten Bauart der Bühne verloren gingen. Weber's

Soldaten, Schotten, sprachen im Hause vor, um Eier, Butter und Schinken zu kaufen, wofür sie bezahlten. Diese Leute waren sehr nett.

Dann kam General . . . mit einigen seiner Offiziere und Mannschaften. Diese waren sehr unhöflich. Sie nahmen den Wagen u. s. w., räumten den Wagenschuppen aus und ließen uns kein Fuhrwerk zurück. Sie nahmen ge­trocknetes Obst, Bettdecken, und von dem Dach­boden wurde sogar die Kleidung der Dienstboten weggenommen. General . . . ging selbst in die Küche hinein und sagte mir, er werde das Haus niederbrennen und fragte, was für Gründe ich dafür angeben könnte, daß es nicht nieder­gebrannt würde. Ich sagte:Erstens ist es grausam, Familien so zu behandeln, wie sie es thun, und zweitens, was soll aus meiner armen Mutter werden?" Er sagte:Sie dürfen jetzt nicht an ihre alte Mutter denken." Er sagte ferner, wir würden nicht einen Zoll Land bekommen, auch wenn mein Vater zurück­kehrte, und außerdem sagte er, wir seien das listigste, verschlagenste, schlaueste Volk, mit dem er je zu thun gehabt habe.Ihr schickt den Buren hübsche Gegenstände, ihr habt Nachrichten von eurem Vater, und wenn wir kommen und ragen, wo die Buren sind, so stellt ihr euch ganz unschuldig und sagt, ihr hättet sie seit Monaten nicht gesehen." Er ging und schickte bann zwei Wagen, welche Fourage abholten. Am 16. September fand dicht bei der Farm ein kleines Gefecht statt. Am 17. Sep­tember kamen sechs Engländer zum Hause und fragten, wo der Eigenthümer der Farm sei, ob er noch beim Kommando fei,

t De:

Ob'

Som

schen Concert Nr. 1 G-diu

Bett

triefen

ja N

! leeret

«dem :

.unfl v

3 toi

em 1

iti® Tc

en

Mei

jen gc ! dem

e verü te übe

itereu cht en * SH i. Wie . 6i?r.

rt dess tet, e

an

Semfta itt i 6

2 gl ilich

das Concert gebührt auch Herrn Lorch, wie wir hören, das Zustandekommen der anstaltung ermöglicht hat.

§ Gesammtprabk. Die vereinigten hu Männer-Gesangvereine halten heute Aben> hinteren Bärtsch'schen Lokal eine Gest probe ab.

* Urberfall. Es ist sehr zu bedauern,, Umgegend von Marburg in unglaublicher! unsicher geworden ist. So sind vorgestern (and

ungen ohne Grund einbüßt. So war der reich an unvergleichlichen und erhebenden drücken für die Zuhörer, reich an künstlet Erfolgen für das Orchester und seinen Ding- , Erfolge, die sich äußerlich durch 1

sturm kennzeichneten. Und als am Schlu Concertes Herr Steinbach immer und) wieder hervorgerufen wurde, mag er wo Ueberzeugung gewonnen haben, daß er in M jederzeit freudig aufgenommen werden wir aber wissen uns mit allen Kunstsre eins in dem Wunsche, daß sich in nicht zu Zeit die Schritte des Meininger Orch llarbui wieder einmal nach Marburg lenken ® ihre, Eines begeisterten Willkommens darf cS ' versichert halten. Ein Theil des Danket jj|||l

Higge

chester vor das Publikum; auch er buch yrfen vollen Erfolges freuen, wenn auch eiuzest nwendet reiuheiten den vollen Genuß des Musi!

trübten. In der Orchestersuite aus i '

Musik zu seines großen Landsmanns HideAng Gynt" wurde uns eine stimmungsvolle Compi ieien 1 geboten. Sehr poetisch wirkt schon der Satz, der mitunter an Wagner anklingt gieren der reichen Tonmalerei des zweiten Satzes ) n anwo von dem Orchester ebenso in greif 1 fo.nntc Charakteristik Ausdruck verliehen, wie tz Reizen des beweglichen dritten Theiles. R $.....

Wagner's Vorspiel zu denMeisterst vstmal schloß den Abend in würdiger Weise. Ai erfreute man sich einer mustergültigen L gäbe, bei der übrigens auch der Meisters A^beo fanfare ihre affectierte Wucht und Wüü iÄung halten blieb, die sie bei den meisten An

schwungvolle Eurhanten-Ouverture eröff Concert. Wie oft hat man diese £. gehört, die ihren Platz unter den Meiste der deutschen Instrumentalmusik hat auf's Neue entfaltet sie aber ihren Zaüg. einem duftigen Blüthenstrauße von glg " Farbenreichthum vereinigen sich die in denen die Hauptmomente der Handl sammeugefaßt sind. Und wie brach' Orchester sie zum Ausdruck! Namenff zweite Thema, der Gesang aus Eu ArieWehen mir Lüste Ruh", selten zart und innig und dem motiv wurde ein Ausdruck verliehen, zündender Wirkung war. Nicht minCEn« zückend war Brahms zweite Shmph^ 1 1 '-dar. Hier kam so recht das Köni^eut Orchesters zum Ausdruck. Eine Fülle taTl^ Einzelheiten zeugte von der meisterliche * »"J wie der Dirigent seine tiefdurchdachte Aufi. dem Orchester mitzutheilen weiß. Von, barem Reiz war namentlich das Alk m grazioso. Einen seltenen Genuß brache Bach's Concert (Brandenburger Conc^ e G-dur; das Diolinsolo in demselben sühn, § Concertmeister Wendling mit einer % '

schäft durch, die mit Recht die Zuhörer! hmm siasmirte. Zu de« vollen, weichen, warniz «djer TI von unanfechtbarer Schönheit, den er feines Pbi6tt)l strument zu entlocken wußte, gesellte sich ein, 1 faffung, die den Beweis dafür erbrachte, dH des Wendling ein Musiker von vornehmem Gff Ag ®° ist. Als Solist trat ferner Herr Kammern ü Roth. Manigold in dem erften Satz aus dem H

«

Hai

Stüd G.

Leute vorsprächen, da wir doch auch den baten nicht den Eintritt verwehren Die Mutter sagte, sie fragte niemals nai Namen, und sie fügte hinzu:Ich fragt auch nicht nach Ihrem Namen, und Sie wieder fort, und ich weiß nie, zu wem st sprochen habe." Als sie gerade im waren, wegzureiten, riefen sie den jerbei und sagten ihm, er solle meiner agen, sie solle ihre Möbel herausschaffen ie mit Oberst . . . Leuten zurückkommen das Haus niederbrennen würden. Wir i

wo meine Mutter sei und ob einige Brüder kämpften. Qli. L_____________

Mai Stift 6tn A. < Car Am P. 5 Stil Corr

Lbteistr

& «

ungefähr eine Stunde Zeit und trugen Möbel aus dem besten Zimmer, zwei § zimmern, unser Klavier und das Buffet h Während wir damit beschäftigt waren, die Truppen. Sie goffen etwas auf den _ wden, um ihn entzündlich zu machen, un^ | vtU tand das Wohnhaus mit den anstoßenden ;ebäuden in Flammen, und unser trast it ®ar Heim war dahin. Meine Mutter, die u> reundete Lehrerin und ich blieben braut!1 >en Möbeln, die wir hinausgeschafft hatte beobachteten den Brand.

Fragen. Daun fragten sie, ob einige die am Hause vorbeigekommen seien, darin Whter gesprochen hätten, ob einige wirklich i« usten Haus eingetreten seien und wer dieselbe?

wesen seien. Wir antworteten, die Buren sp« j A vor, wenn sie vorbeikämen. Wie könnten "

Wir beantworteten i »?.9er beiten ttffigi

lestrag

es denn auch verhindern, daß unsere eijfjta M ' " - i - hüti

(Schluß Totf » S