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)ie> nationale Interessen verfechten und für die nationale Ehre eintreten, während in Südafrika die Engländer sich auf einen nationalen Gesichts- ninkt bei ihrem Einfall in die Burenrcpubliken nicht, sondern nur auf den Geschäftsstandpunkt berufen können. Dort alfo vertreten die Buren ihre nationale Sache; in China aber vertreten die Boxer die Sache des Aufruhrs und Meuchel­mordes. Herr Bebel und sein sozialdemokratischer Anhang wird diesefeinen" Unterschiede nicht begreifen; er schwärmt für die Mordbrenner rer Kommune, daraus erklärt sich seine Sympathie ür die Boxer.

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die Engländer ihr Land überfielen und selbst gegenüber englischen Grausamkeiten und Verge­waltigungen in der humansten Weise Krieg ühren. Wenn alsoGenosse" Bebel die deut- chen Sympathieen für die Buren in einen Gegensatz zu der nationalen Erregung gegen )ie Boxer zu bringen versucht, so ist das Spiegel-

Die Wirren in China.

Der chinesische Thronfolger tot.

Von der Nachrichtenexpedition des Flotten­vereins wird uns aus Shanghai, vom 21. Nov. gemeldet: Schon seit Wochen fehlen jegliche Nachrichten von dem Thronfolger Pus- huen. Es scheint deshalb unumgänglich noth- wendig anzunehnwn, daß derselbe gestorben ist. Es ist aber niemand zum Nachfolger ernannt worden, seit drei Vormünder durch Selbstmord geendet haben.

Rückzug der russischen Truppen.

Die Rückkehr von Theilen der dritten, vierten und fünften russischen Schützenbrigade aus Ostasien hat begonnen. Am 15. November traten auf dem französischen DampferVille Tamatave" 12 Offiziere, 4 Beamte und 666 Soldaten vom Stabe des ersten Bataillons des 13. Schützen-Regiments, sowie 2 Offiziere und 130 Soldaten der ersten Batterie der 4. Schützen­artillerie-Division von Port Arthur aus die Heimreise an; am 18. November schifften sich an Bord des DampfersTambow" die übrigen Theile der genannten Truppenkörper ein.

Uebertreib ungen.

Wie aufregende, falsche Nachrichten und Uebertreibungen über die Vorgänge bei der Expedition in Ost-Asien in die Oeffentlich- keit kommen, sollte man kaum vermuthen. So schreibt derKreuzztg." ein Theilnehmer der Ueberfahrt, daß eine offene Briefkarte gefunden

das Meffer an der Kehle faß. Sie ahnte nicht, wie es mit meinen Dermögensverhältnissen steht, und wähnt uns reich! Ha, ha, ist das nicht lustig, tote!"

Er lachte bitter auf, während Kurt hastig die Hände des Grafen erfaßte und sie so stark drückte, daß dieser beinahe einen Schmerzens­laut ausgestoßen hätte.

Ich bitte Sie von Herzen, Tennewitz, lassen Sie Isa die Wahrheit nicht ahnen!" rief er aufgeregt und so dringend, daß der Graf einen prüfenden Blick auf das Gesicht des neben ihm Stehenden warf. Kurt senkte die Augen zu Boden, eine jähe Röthe war ihm in die Wangen gestiegen.

Jetzt wird sich die Sache wohl nicht mehr verheimlichen lasten," meinte der Graf, noch immer aufmerksam den jungen Mann betrachtend, der ihm sonderbar vorkam.

O doch, doch," rief Kurt eifrig,Isa erklärt sich die Sache auf ihre Weise, sie har keine Ahnung, weshalb Sie solch einen Schritt thaten, und wähnt, Leidenschaft und Ehrgeiz haben Sie dazu getrieben. Lassen Sie ihr diesen Glauben, es ist besser so!"

Aber weshalb denn? Wenn ich ihr offen unsre Verhältnisse darlege, wird sie mich am leichtesten begreifen."

Sie wird die Wahrheit nicht ertragen, Herr Graf!"

In dem Ton des jungen Mannes lag eine geheime Angst, die Augen hafteten bittend an dem Gesicht seines Gegenüber.

Einmal muß sie es doch erfahren," sagte Tennewitz langsam.

Aber jetzt nicht, es wäre zu viel für sie!

Buren und Boxer.

c. Der Abgeordnete Bebel hat in seiner großen" Chinarede den LiebknechtschenWitz" wiederholt, daß die Boxer ganz genau dieselben patriotischen Ziele verfolgen wie die Buren. Die Boxer sind aber bekanntlich nur eine auf­rührerische Sekte, während die Buren sich als Volk erhoben haben; die Boxer sind ferner die Angreifer und heimtückischen Meuchelmörder, während die Buren erst sich erhoben haben, als

mir ds -richt!»

_en werden von unserer Expedition ft 21) unseren Ausgabestellen in Kirch- und Neustadt, sowie von allen Post-

Er vollendete nicht, da Kurt wie abwehrend die Hände erhoben hatte.

Lassen Sie das einstweilen," sagte er,wir wollen lieber überlegen, wie Ihre eigene Zukunft sich gestalten soll!"

Meine Zukunft?" lachte Tennewitz heiser auf,meine Zukunft liegt in der Manege, lieber Freund! Das hier," dabei versuchte er, das verletzte Bein zu heben, was ihm in- desten nicht gelang, das wird mir hoffentlich nicht viel zu schaffen machen, und dann wird wieder lustig weiter geritten!"

Nein, Herr Gras, nein! Das sollen und werden Sie nicht!" rief Kurt außer sich und sprang erregt von seinem Sitz in die Höhe.

Wollen Sie mich vielleicht daran hindern?" gab Tennewitz nicht ohne eine gewisse Gereizt­heit zurück.

Herr Graf, ich bitte Sie, ich beschwöre Sie---"

Lassen Sie den Grafen nur ruhig aus dem Spiel," spöttelte Tennewitz wieder.Ich werde nächstens die Grafenkrone auf meiner Visiten­karte mit einem Pferd vertauschen! WaS soll mir der Titel? Davon werde ich nicht satt, im Gegentheil, er kostet Geld! Ich muß reprä- sentiren, ein großes Haus machen, damit die Schmarotzer sich an meinem gedeckten Tisch toll und voll essen können! Don einem Kunstreiter verlangt man so etwas nicht! Nachher, wenn sie sich Alle satt gegessen haben, und sie merken, daß etwas nicht recht in Ordnung ist, ziehen sie sich so rasch als möglich zurück, weil sie fürchten, angepumpt zu werden! Ich habe sie kennen gelernt, die sogenannten guten Freunde!"

(Fortsetzung folgt.)

Sie trägt ohnehin schon schwer genug an dem Einen. Lassen Sie ihr Zeit, das vermeintliche, jetzige Unglück zu verwinden, vielleicht findet sich irgend ein Ausweg, die Wahrheit umgehen zu können."

Wiederum warf Tennewitz einen forschenden Blick auf das erregte Gesicht des jungen Barons, ehe er achselzuckend entgegnete;Isa hatte es in der Hand, eine reiche, vielbeneidete Frau zu werden! Warum mußte sie den Grafen Dorn­busch abweisen, mag sie nun auch die Folgen tragen!"

Wie, Sie beklagten es vorhin so tief, daß Sie an eine ungeliebte Frau gefesselt waren, und nun wollen Sie Ihrem eigenen, einzigen Kinde einen Mann aufzwingen, den es niemals lieben wird? Graf Dornbusch paßt so wenig zu Isa, wie Ihre Frau zu Ihnen paßte. Diese Heirath wäre ein großes Unglück für Beide, glauber Sie mir! Und außerdem ist Isa faf: noch ein Kind, warum wollen Sie das Mädchen durchaus schon verheirathen? Sie kann warten, und ich zweifle nicht, es wird sich der Rechte schon finden!"

Kurt hatte sich in Eifer geredet, seine sonst so giftmüthigen Augen blitzten unter den dunklen, über der Nase fast zusammengewachsenen Brauen hervor, er fuhr sich mehrere Mal durch das braune, wellige Haar, was bei ihm stets eine große Erregung bedeutete.

Ja, ja," spottete Teunewitz,wenn die Welt erst erfahren haben wird, welch unermeß­liche Reichthümer auf meine Tochter warten, dann werden sich die Bewerber Dutzendweise einstellen. Einen armen Schlucker kann und wird sie nicht heirathen, und ein Reicher"

Zu der Debatte über die Handelsverträge.

Angesichts der bevorstehenden wirthschaft- ichen Debatten ist es rathsam, von einer Aeußerung des Abg. Richter Notiz zu nehmen, i)ie mit seiner sonstigen freihändlerischen An- chauung nicht recht harrnonirt. Der freisinnige Führer erklärte nämlich am Schluffe seiner Rede,Handel und Wandel seien in Deutschland in einer rückläufigen Konjunktur be­griffen." Darum sei zu beachten, daß die Zu- liunftin Wahrheit nicht auf dem Wasser," andernim Lande selbst" liege; dort seien große und schwierige Aufgaben zu lösen. Wie mau sich erinnern wird, hat sich vor kurzem der Staatssekretär v. Podbielski ziemlich ähn- ich geäußert. Er meinte, wohl liege die Zn- finft Deutschland auf dem Wafser, dabei dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, daß die tarten Wurzeln unserer Kraft im Lande liegen Zu dengroßen und schwierigen Aufgaben" unserer Zeit gehört aber jedenfalls die wichtige Aufgabe, der Schwächung dieser Wurzeln unserer Kraft entgegenzuarbeiten, die dieselben dar- tellende nationale Produktion zu schützen und ihr unseren heimischen Markt zu erhalten. Herr Richter macht freilich für den Niedergang unseres Handels und Wandels den Burenkrieg und die chinesischen Wirren allein verantwort- ich; aber fein Organ hat selbst wiederholt auf >ieGeringfügigkeit" des deutschen Handels­verkehrs mit jenen Ländern hingewiesen. Da­gegen gilt es auf der Linken noch immer als. Dogma, daß allein durch den Fortbestand der Caprivischen Handelsverträge die günstige Ent­wickelung von Handel und Wandel in Deutsch­land gewährleistet sei. Sollte der Abg. Richter an diesem Dogma zu zweifeln beginnen? Ein Wunder wäre |e§ nicht wenn es überhaupt möglich wäre, den Freisinn von dem Widersinn freihändlerischer Politik zu überzeugen und ihn von seiner einseitigen Stellungnahme für den Großhandel, dessen Nutzen hauptsächlichauf dem Master liegt, abzubringen.

wurde, auf der einige Tage, nachdem man das Rothe Meer verlosten hatte, von einem sonst braven und harmlosen Musketier an die Eltern geschrieben war:Hier im Rothen Meer tarben die Leute wie die Fliegen und wurden noch warm ins Meer geworfen!" Thatsache ist, daß niemand der ganzen Expedition auf dem betreffenden Dampfer, sondern zwei Leute der Schiffsmannschaft, und zwar Alkoholisiert, während der Fahrt durch das Rothe Meer tarben und bann genau nach dem auf allen Schiffen der Welt üblichen feierlichen Ritus in das Meer versenkt wurden! Allein die Phantasie und Erregung bringen solche Nachrichten zu Wege, die zu Hause alles beunruhigen und den böswilligen Zungen Gelegenheit geben, böses Blut zu machen.

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Parlamentarisches.

Der dritte Tag der Chinadebatte im Reichstag.

Der erste Redner war diesmal der Abg Payer (fübb. Vp.), ber sich zunächst mit großer Schärfe über die Nichteinberufung bes Reichstages zu einer Sonder­tagung wegen der Chinawirren äußerte. Redner geht

eIt und ßanbbriefträgern entgegen; en. _______

T"" \ Und die ließen mich nicht mehr los! Ein V» Äk nach dem andern mußte geopfert werden, erkauie» | versuchte den mich peinigenden Gedanken zu S schert, und stürzte mich blindlings in den tubel des großstädtischen Lebens, anstatt da-

4 Bn zu bleiben und nach dem Rechten zu sehen 1 bem drohenden Sturm zu steuern. Aber tauge nun einmal nicht zu Stillfitzen, wie Ächt zum Landwirth Paste."

. -^..SBarum kamen Sie nicht zu mir, als Sie °e brauchten? Sie mußten doch wissen, daß ' Ihnen die rettende Hand nicht versagen it? Gerade Ihnen nicht!" warf Kurt vor-

Deutsches Reich

Berli«, 23. November.

Eine Londoner Telegraphen-Agentur versichert, aus diplomatischer Quelle erfahren zu haben, baß ein Abkommen mit Belgien getroffen worben sei, nach welchem sich dieses bereit erklärt, eine neue Grenz - Regulirung am Kivu - See zu Gun st en Deutschlands vorzunehmen als An­erkennung für die Unterstützung Deutschlands bei der Erwerbung einer Konzession aus dem linken Ufer des Peiho-Flusses. Man wird dieser Nachricht noch einige Zweifel entgegenbringen muffen.

Ucber die Druckerei der sozialdemo­kratischenLeipz. Volksztg.' ist vom Buch­druckerverband bis auf Weiteres die Sperre in Folge von Differenzen mit dem Eesammtpersonal verhängt worden. Das sozialdemokratische Organ hat sich geholfen durch die Einstellung von Nicht- verbändlern. Wenn es sich nicht um einen sozial­demokratischen Betrieb handelte, würden die Sozial­demokraten gewiß diese neu eingestellten Nichtverbändler Streikbrecher schelteir. Die von ihren eigenen Ar­beitern boykottirteLeipz. Volksztg." ist der schlagendste Beweis dafür, daß auch in dem in sozialdemokratischem Geiste geleiteten Zukunftsstaat die Lämmer nicht mit den Löwen grasen werden.

Der Geschäftsführende Ausschuß des All­deutschen Ber bau des hat beschlossen, eine Ab­ordnung aus seiner Mitte zum Präsidenten Krüger zu entsenden, die ihm in feierlicher Weise im Namen des Verbandes eine Adresse überreichen wird. Soweit sich die Reiseanordnungen des Präsi­denten bis jetzt übersehen lassen, dürfte die Abord­nung im Haag vom Präsidenten empfangen werden.

iersichten über das Heeres- inzungsgeschäft" besondere statistische ise über die Herkunft und die frühere iftigung der tauglich Befundenen aufzu- Ein Antrag v. Waugenheim fordert .orlage eines Gesetzentwurfes, wodurch die ^?^Mrsengesetze verbotenen Termingeschäfte 1 6 ter Strafe gestellt werden; endlich hat Nißler einen Gesetzentwurf betr. die Ab- ng des Gesetzes über die Gründung und [hing des R eichs invalid enfonds acht. Außerdem hat sich die konservative ivn an dem vom Herrn Freiherrn v. Hehl rnsheim eingebrachten Anträge betreffenb häuslichen Beschäftigung von Arbeit er- n und jugendlichen Arbeitern ihrer Thätigkeit in der Fabrik beteiligt, d, wie man sieht, wichtige und dringende , , die durch diese Anträge zur Entscheidung W! kadjt werden sollen; hoffentlich ist das konser- Vorgehen in allen Stücken von Srfolg

2fAr i j'So lange es ging, wollte ich wenigstens »schein der Wohlhabenheit wahren," gestand 191 Dewitz offen,wie ich mir auch meiner Hin gegenüber niemals merken ließ, daß mir

'"u fcstn Willen unterordnen, sondern ging stets 6 eigenen Wege, und brachte es durch ihren M und ihre Verschwendungssucht schließlich

(Nachbruck verboten.)

Wahre Liebe.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

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Vierteljährlicher Bezugspreis: bei ber Expedition 2 ML, Erichcuu iagtiq außer an Werktagen na» toonn= und Feiertagen.

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oiiservat ive Initiativanträge.

r$n reicherer.Zahl als bisher sind seitens konservativen Fraktion Initiativanträge anx ifet worden. Zunächst ist davon schon der , ber vorigen Session bekannte Gesetzentwurf aben'b! Lalisch) betreffend die Abänderung der Vor- ' - - - , jifen der Civilprozeßordnung über _ die . »esleistung und betreffend die Bestrafung her uneidlicher Aussagen zu nennen, ner liegt ein neuer Antrag (Dr. v. Levetzow) rfiend die Besteuerung des Saecharins . ähnlicher Süßstoffe vor. Dr. Oertel hat j Anträge gestellt: Der erste betrifft tue «im. Wnd erforderliche Regelung des Ausver- UZ ijswesens und fordert 1. die Festsetzung , Hal^ x Anmeldepflicht für alle Ausverkäufe, 2. m Hm Pxshafung der Veranstaltung der Schein- ?ussehs kckäufe und jedes Nachschubs von Maaren. 1 veit i ; zweiten Anträge wird ersucht, in den

i zuvn> .Dafür machen Sie mich nun verantwort- mW* fuhr Tennewitz wild auf.War es meine iUlWsld, daß man mich zwang, eine Frau zu Eaufen« ken, die ganz und gar nicht zu mir paßte, Mich durch ihre Launen quälte, so daß ich 01 halber Verzweiflung tage- und wochenlang m > Hause fern war. Sie mochte sich niemals

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